Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 62 (4.8.1933)
- Date
- 1933-08-04
- Page
- Seite 398 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2653725-2653789--23943-2686864- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 396 jüdische Rundschau Aber hier war die Schule. Martha fflhlte sich Innen wie ausgehöhlt, vor ihren ,verängstigten Augen tanzten schwarze Flecken. Wie bei einem Ertrinkenden blitzte ihr eine Reihe von Bildern durch den Sinn: Zu-Hause, Vater. Mutter, der Garten, die Elbe. Vaterland. — Durch einen Nebel sah sie einen kleinen Jungen, der schrie höhnisch: ״deitsch, deitseh“. Mit einer häßlichen Grimasse voller Drohung vernichtete Mirjam den Quälgeist. ,,Chawerah“, wisperte Martha-Mirjam und hielt tapfer ihren Einzug in ihre neue Welt. (Erklärung der hebräischen Ausdrücke! Jam ־=■ Meer; Seh Hajam ־=־ Das ist das Meer; Lo nein; Chawerah ־=■ Freundin, Kameradin; Schwita — Streik; Kessef Geld; Kadimah Hapoel — Der Arbeiter voran, Ruf des jüdischen Arbeitersportverbandes.) Kleine Nachrichten Der Hafen von Haifa ist gemäß offizieller Mittellung am 1. August für alle Handels- und Schiffahrtszweige eröffnet worden. (Die ״Jüdische Rundschau“ hat die bevorstehende Eröffnung des Hafens bereits gemeldet.) Das endgültige Resultat der Kon^reßwahlen In Palästina ist folgendes: Arbeiterpartei 34 Mandate, Revisionisten 5, Allgemeine Zionisten 4, Hapoel Hamisrachi 2 oder 3, MlSrachi 1 oder 2, Jemeniten 1, Radikale 1. Die Großmann-Gruppe erhielt kein Mandat. Als Delegierter Finnlands wurde Merkas-Vorsitzender Rechtsanwalt Jonas Jakobson, Allgemeiner Zionist, gewählt. Itamar Ben-Awl, der vor 15 Jahren die Tageszeitung ״Doar Hajom“ gegründet und fast ununterbrochen leitete, verläßt nunmehr die Redaktion des Blattes, die von einem Kollegium, bestehend aus Mosche Smilansky, P. Ginsberg und Dr. S. I'erlmann, übernommen wird, Am 21. Juli kam es zu einem Streit zwischen einem jüdischen Mitglied des trans jordanischen Grenzkorps und einem Tscherkessen, wobei der Jude und seine Frau, die zu seiner Unterstützung herbeieilte, schwer v e r - W u n d e t wurden. Der Tscherkesse wurde verhaftet. Der Strafgerichtsfiof von H a i f a hat die Vernehmung 'der fünf Araber, die beschuldigt sind, der! jüdischen Kolonisten Joseph Jacoby und seinen 9jährigen Sohn in Nahalal ermordet zu haben, abgeschlossen. Gegen alle fünf Beschuldigten wurde die Anklage wegen vorbedachten Mordes erhoben. In New York ist das Gerücht verbreitet, daß Go uv erneur Lehmann, bekanntlich ein Jude, in nächster Zeit Rooseveits F i n a 11 z 111 i 11 i s t e r werden soll. Eine Bcstätigung dieses Gerüchtes steht noch aus. Einige deutsche Zeitungen brachten in großer Aufmaehung die Nachricht über die Verhaftung des R.-A. Aron Schapiro in Chicago, der als ein Führer der jüdischen antideutschen Propaganda bezeichnet wird. Schapiro, der im jüdischen Leben «in Außenseiter ist und nur durcli seinen Sensationsproreß gegen Henry Ford bekannt wurde, ist zusammen mit 22 anderen Personen, unter denen sich der bekannte Räuberhauptmann Al Capone und der Dozent der Nationalökonomie an der Universität Dr. Squire befindet, verhaftet worden. Er wurde gegen Stellung einer Kaution freigelassen und erklärte der Presse, daß die gegen ihn erhobenen Anklagen unwahr seien. Sportliche Fairness? Die großen Leistungen der Juden im Sport, an ihrer Spitze die Makkabivereine, nötigten bisher auch Antisemiten immer ein Gefühl der Achtung ab, so daß die sportliche Fairness auch von den Judengegnern den jüdischen Sportlern gegenüber bis auf ganz wenige Ausnahmen gewahrt blieb. Wir erinnern uns, daß die Makkabinh 1932 in Palästina auch von ausgesprochenen Antisemiten als große Sportleistung anerkannt wurde. Es bleibt dem Berliner ״Tag“ vom 29. Juli Vorbehalten, über das Makkabi-Sportfest, das von Czeruowitz nach Prag verlegt wurde, in einem Ton zu schreiben, der wohl in der deutschen Sportwelt nicht gebilligt werden wird, ״Der Tag“ *chrcibt: ״Sie wollten eine ,Makkabiade‘ abhalten, die Juden von Czernowitz. Was dem Arier seine Olympiade, das sollte dem Juden das Sportfest in Rumänien sein. Ls lagen bereits Nennungen aus den verschiedensten Ländern vor, auch aus Palästina. Ueber die Art der Wettkämpfe verlautete nichts Genaueres, immerhin sollten Preise ausgeschrieben werden für Wettbewerbe 1m Anfertigen von Grcueimärchen, Handel mit alten Kleiden! und Währung־- attacken, Nim hat man die ,Makkabiade‘ abgesagt. Grund: die Polizei fühlte sich der Aufgabe nicht gewachsen, jedem einzelnen dieser Helden einen persönlichen Schutz zu stellen. Passiere etwas, so meinte die gewitzigte Sicherhcitsbclmrde, so werde auch Rumänien unter Greueltrommelfeuer genommen, und das wäre furchtbar. So müssen die Juden auf ihr völkisches Fest verzichten, das gerade durch die Betonung des Rassegedankens eine Lehre für manches Volk geworden wäre.“ Daß die Olympiade, auf der bekanntlich alle Völker, also auch Japaner, Chinesen, Neger usw., gleichberechtigt teilnehmen, und auf der 1936 in Berlin das jüdische Palästina gleichberechtigt starten wird, eine Angelegenheit der ״Arier“ sein soll, hat der ״Tag“ zu verantworten. Dem ״Tag“ sind offenbar auch die sportlichen und turnerischen Ausschreibungen zu dem Makkabi-Sportfest nicht bekannt. Daß aber jüdische Sportler, weif sie Juden sind, verspottet werden, wird schwerlich allgemein gebilligt werden. Der Alltag in Erez Israel Elieeer Uebeneteln — En Charod L. Sehkolnik יייי Oaganla Beth Enzo Sorenl — Giwath Brannte Oral Palistlnanaar, dia an dral wichtigen Punkten unaeraa Siedlungawerkee fOhrend arbeiten, berichten aus dem Leben jüdischer Siedlungen in Palästina Montag, den 7. August, 20M Uhr, Im Logenhaua. KlalatatraBa 10 BlftMNBR ZIONISTISCH« VSMUNIQUNO Gruppe Bajrarlacher Plate Briefe an die Redaktion Lilienthal kein Jade! Berlin, den 2. August 1933. Sehr geehrte Redaktion! Ta der gestrigen Nummer der ״Jüdischen Rundschau* findet sich eine Notiz, in welcher gesagt wird, daß Otto Lilien thal, der große Wegbereiter des Segelfluges, ״Niehl- Arier“ gewesen seL Die Meinung, daß Lilienthal Jude oder jüdischer Abstammung gewesen sei, ist weit verbreitet, und es ist auch verständlich, daß der jüdisch klingende Name Lilienthal dazu geführt hat, daß man den Träger dieses Namens in weiten Kreisen für einen Juden hält. Bei einer Arbeit über die Lebensgeschichte des Grafen Zeppelin habe ich Gelegenheit gehabt, mich auch mit den Vorläufern der Flugtechnik zu beschäftigen und bin dabei zu dem Ergebnis gelangt, daß Otto Lilicnthal, trotz seines jüdisch klingenden Namens und entgegen der weit verbreiteten Ansicht, weder Jude noch jüdischer Abstammung war. Eine Berichtigung wäre daher am Platze, weil das jüdische Volk nicht fremde Leistung zu seiner eigenen zu stempeln nötig hat Ihr ergebener Hans Rosenkranz, *»* Wir bedauern den Irrtum, den wir selbstverständlich berichtigen. — Red. Vermischte* JOJlsche Schule Klopstockstr. 58. Für diejenigen Kinder, deren Eitern in den nächsten Monaten nach Palästina übersiedeln wollen, beginnt nach den Sommerferien ein neuer Plan: täglich drei Stunden hebräischer Unterricht und für den Rest des Vormittags nach Wahl Teilnahme an einzelnen Fächern innerhalb der entsprechenden Klassen. Schulgeld wie gewöhnlich. Schriftliche Anmeldungen bis zuin 8. August bei der Schulleiterin Frau Nathan, Grunewald, Salzbrunmer Straße 24 (Telephon von 8—9 Uhr morgens Schmargendorf 1955). Hebräische Kurse der Berliner Zionistischen Vereinigung. Im Laute der nächsten Wochen beginnen in folgenden Stautteilen neue Anfängerkurse um 6 Uhr nachm, und 8 Uhr abds.: Charlottenburg, Bayerischer Platz, Hansaplatz, Neukölln. Außerdem ist ein Kursus am Alexanderplatz geplant. Die Aufnahme von Teilnehmern, die einige Vorkenntnisse haben, ist in Kursen, die in verschiedenen Stadtteilen seit einiger Zeit laufen, noch möglich. Die Kurse finden zweimal wöcheittlieh statt zu jeUSStd. und kosten 3 RM. pro Monat. Anmeldüngen zwischen 9—1 Uhr und 3—6 Uhr, auch telefonisch (Bismarck 7165-70, Apparat 32) bei der BZV., Meineke- Straße 10. Hebräische Lehransfait der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Wir bitten zu beachten, daß in Abänderung unserer vorhergehenden Ankündigungen der unterricht in den neuen Anfängerklassen wie folgt festgesetzt wird: In der Klopstockstr. 58 (am Bhf. Tiergarten) Dienstag und Donnerstag 18.45—20.15 Uhr. Beginn: Dienstag, den 8. August. In der Gr. Hamburger Str. 27 (Nähe Bhf. Börse) Montag und Mittwoch 18.45—20.15 Uhr. Beginn: Mittwoch, den 9. August. — Das Schulgeld beträgt monatlich 1 M. Minderbemittelte erhalten Ermäßigung oder werden von ■der Zahlung des Schulgeldes befreit. Mitteilungen des K.J. V. Diejenigen Bundesbrüder oder Zionisten, die die Absicht haben, ihre Kinder nach Palästina zu schicken, können über das Beth-Sefer Reaii Ivri, Schule Dr. Biram, nähere Unterlagen beim Präsidium des K. J. V. erhalten. — Palästinareise des K. J. V. Wir bitten um weitere Anmeldungen, und zwar bitten wir diese möglichst umgehend vorzunehmen. Die Reise erfolgt mit der Roma ab Neapel am 11. September. Vorgesehen ist eine kurze gemeinschaftliche Reise im Lande von ca. 10 Tagen laut nachstehendem Reiseprogramm: 11. September: Einbootung auf Dampfer Roma in Neapel. 13. Septbr.: Landung in Phaleron, Gelegenheit zur Besichtigung von Athen. Abends Weiterfahrt. 15. Septbr.: Landung in Haifa. Abends Veranstaltung des K. J. V. 16. Septbr.: Sabbat in Haifa. 17. Septbr.: Autofahrt über die Zementfabrik Nesher, nach Nahalal. weiter über Nazareth nach Tiberias. 18. Septbr.: Ausflug von Tiberias über Migdal nach Safed, evtl, auch nach Metullah und Tcl-Chaj. 19. Septbr.: Auforelse nach Daganjah, Kinereth zum Rutenberg-Eiektrizitätswerke und Weiterfahrt über Ejn-Charod, Afuleh, Nablus nach Jerusalem. 20. und 21. Septbr.: Jerusalem. Gelegenheit zu einem Ausflug nach dem Toten Meer und nach Jericho. 22. Septbr.: Vormittags Jerusalem, nachmittags über Mozah, Kirjath Anawim nach Tel-Awiw. 23. Septbr.: Sabbat in Tel-Awiw. 24. Septbr.: Ausfiug nach Rechoboth. Giwath Brenner usw, 25. Septbr.: Tcl-Avriw, evtl. Ausfiug nach Ben-Schemen, Mikweh Israel oder Petach-Tikwah. 26. Septbr.: Von Tel-Awiw nach Haifa, Unterbree hung der Fahrt in Chederah, Wadi Chawarith. — Aemderungen Vorbehalten. Kulturbund Deutscher Juden. Zwischen 5. und 15. August findet für die Oper des Kulturbundes Deutscher Juden ein Vorspielen und Vorsingen statt. Onernsolisten, Chor- Damen und -Herren, O r c h est e r - M11 s i k e r, besonders Bläser werden gebeten, sich umgehend im Bundesbiiro (Charlottenburg 4, Mommsenstr. 56) schriftlich zu melden unter Beifügung von Lebenslauf und eventuellem Repertoire. Die Betreffenden erhalten schriftliche Benachrichtigung, ob und wann sie sich vorstellen sollen. Vorherige persönliche Besuche sind zwecklos. Jüdische Studentenkolonie In der französischen Provinz. Man schreibt uns: Eine jüdische Familie hat sich bereit erklärt, in einer kleinen Universitätsstadt eine streng rituelle Pension zu eröffnen, wenn sich eine genügende Anzahl von Studenten und Studentinnen, die für ihren Unterhalt selbst aufkommen können, zusammenfindet. Wer an der schnellen Verwirklichung dieses Planes Interesse hat, wende sich mögliehst umgehend an die Association des Amis de la Tradition Juive Stcretariat, 4, Vieux-Marchd-aux-Vins, Strasbourg. Existenzmögllchkeit in der Slovakei. Wie uns aus Leserkreisen geschrieben wird, besteht die Möglichkeit der Er- Werbung eines gutgehenden Hotels in einem bekannten Badeort in der Slovakei. Es ist dazu ein größeres Kapital erforderlich. Interessenten werden gebeten, sich zu melden, damit wir die Zuschriften weiterleiten können. Ein Palästina-Reisebüro Im Westen Berlins. Man schreibt uns: In Zusammenarbeit mit dem Palestine fk Orient Lloyd, Vertretung Berlin, wurde am 1. August im Westen Berlin», in der Nähe der Meinekestraße, ein spezielles Reisebüro für Palästina geschaffen. Dieses Büro ist eine besondere Abteilung des ״Wirtschaftsdienstes Deutschland-Palästina G. m.b.H.“ über das an anderer Stelle berichtet wird. Das gesamte Büro steht unter Leitung von Dr. Ascher. Diese Buchungsstelle des Palestine & Orient Lloyd, Vertretung Berlin, soll vor allein denjenigen Passagieren zur Verfügung stehen, die im Westen Berlins wohnen. Weiterhin soll es im allgemeinen die starke Belastung, der das Büro des Palestine & Orient Lloyd in letzter Zeit ausgesetzt war, erleichtern und dazu beitragen, daß mög- Itehst alle Gesinnungsgenossen und Freunde, die nach Pa* Rr. 62, f-TTtt f9S31 Nr. 62, 4.י lästina reisen, die Organisation Ihrer Reise durch Bür, vornehmen, welche ihre Arbeit im Zusammenhang mit dl Zionistischen Organisation führen. Schiffskarten und BaW karten werden selbstverständlich zu den amtlichen Preise oder gegebenenfalls zu den besonderen zionistischen Tarif!] verkauft. Vorzügliches, seit Jahren im Reisebüroberut g! schultes Personal steht den Kunden zur Verfügung. In enge Zusammenhang ,mit dem Wirtschaftsdienst ״Deutschland-P! lästina G. m. b. FL1‘ sind einige Gesellschaftsreisen nach Pj lästina geplant, die speziell der wirtschaftlichen Informati! dienen sollen. Alle Auskünfte und Informationen über Rei$!1 angelegenheiten wie Preise, Visa, Paß usw. werden bereis willigst kostenlos und unverbindlich erteilt. Das Büro befind( sich Kurfürstendamm 224, Tel. Bismarck J 1 3124. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Die Jiu-Jitsu-GrupjJ beginnt im August neue große Anfängerkursc für 0( men und Herren. Die Kurse finden in den Trainingsräume der Gruppe, Bülowstr. 56 (am Dennewitzplatz), statt. D stets nur eine, beschränkte Zahl Teilnehmer zugeiassen wel den kann, werden schriftliche Anmeldungen umgehend erbetJ an das Sportdezernat des R. j. F., Berlin W 15, KurfürstcJ dämm 200. — Für Arbeitslose können u. U. GratiskurJ eingerichtet werden. Jüdischer Theaterverein ״Rheingold 19“. Geschäftsstellej A. Brodtmann, SO 36, Köpenicker Str. 170 (F 8, 708Sj Zigarrengeschäft, und S. Orünthai, NO 55, Wehlauer Str.; Jeden Dienstag Zusammenkünfte in der Konditorei Wind! bandt, Seydelstr. 31 (nicht bei Kretschmer), 9 Uhr. Dienstag 8. August, Vortragsabend und Tanz. Eintritt 0,20 RM. Jüdischer Religions-Verein Friedenau, Steglitz und Ur gegend. Der Kartenverkauf für die hohen Festtage findet ii aer Küche Friedenau, Schmargendorfer Str. 3, an den bereit angegebenen Tagen von 11—1 Uhr statt. Gottesdienste altem Ritus un ,rinzregentenstraf md Synagoge! Synagoge Lützow sann. In dem 1 Sonnabend, [Synagoge und S) nit altem Ritus jicnst: SymiRogi 16,4 5 Uhr. Synag IFrühgottesdicnst! begentenstraße 7. [Synagoge Kaise! jWeyl; Synagoge |licr־Ahawas Rc [A. Levy! Synag Langt 8.43 Uhr, [allen Synagogen |Kaiserstraßc um [altem Ritus! 7 l [sor״crischc Sprer [rabbiner täglich [Fallen nach vor Gottesdienit [3et vom Misracl |Gemeindesynag0j Synagoge ״l [Kachmo) 7.30 U [־ ■י:rag Rabb, 1 |7.30 Uhr. Offene Steilen. Der Hilfsverein der Deutsche( Juden. Berlin W 30, Martin-L.uther־Str. 91 (Zentralbüro fül Jüdische Auswanderungsangelegenheiten) teilt mit: Folgend! Stellen sind zu besetzen: 1. in Zagreb (Jugoslawien! a) ein Chemiker, Fachmann in der Erzeugung Für Schuhl und Parkettpaste, Stelle sofort zu besetzen; b) ein Papier[ Ingenieur (braucht kein Diplom-Ingenieur zu sein). 2. i!l Belgrad (Jugoslawien) a) ein Chemiker für Seifen! fabrikation per sofort gesucht, Gehalt 2000—2500 Dinal (150 RM.), Lebensverhältnisse sehr billig; b) ein erstklassige! Plastiker, der init einem angesehenen Operateur 7ul sammenarbeiten kann; c) ein Orthopäde mit allen daföl erforderlichen Apparaten, — Gesuche von Bewerbern sin! unter Beifügung des Lebenslaufs und Zeugnisabschriften i! Maschinenahschrift sofort an das Büro des Hilfsvereint (Adresse wie oben) einzusenden. Fachlehrgang für Ausbildung in der Photographie. Rahmen der von der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshil in Berlin veranstalteten Kurse beginnt am 15. August oder falls die Vorarbeiten bis dahin noch nicht beendet sein) sollten, am i. September — ein Fachlehrgang■ zur Ausbildung von Schülern und Schülerinnen im photographischen Beruf. Als Teilnehmer kommen außer den Schulentlassenen auch Studierende und ■gleich welchen Alters Berufstätige, wt:l:; sich einem Handwerkerberufe zuwenden wollen, in Betracht] Eine gewisse zeichnerisch-technische Begabung ist Vorbedin[ gung. Die Dauer des Kurses ist ein Jahr. Er umfaßt alle[ Hauptzweige der Photographie, Bildnis, Architektur, Industrie-[ aufnahtnen. Reklame ,Modephotographie, Anleitung zur Presse[ Photographie u.s.f. in moderner künstlerischer Auffassung 11nd| unter Berücksichtigung neuzeitlicher Arbeitsverfahren. Arbcits[ stunden: täglich (Montag bis Freitag) &—3 Uhr. Fcrietf entsprechend den Schulferien. Teilnehmergebühr monatlich 25 RM. Kursusleiter: Alfred Bern heim. Anmeldungen .sind zu richten: an die Wirtschaftshilfe der Jüdischen Gemeinde! Abt. Berufsumschichtung, Berlin N 24, Oranienburger Str. 31! Professor D. Slmonsen-Stiftung Bad Nauheim. Mit Unter] Stützung aus Mitteln der Professor D. Simonsen-Stiftuna kann jüdischen Kranken, die einer Kur in Bad Nauheim! bedürfen, die Durchführung dieser Kur zu besonder« ermäßigten Gebühren ermöglicht werden. Die Gäste der! Professor D. Simonsen-Gesellschaft e. V. erhalten Unter•! kunft und rituelle Verpflegung in erstklassig geleiteten! Kurhäusern (Einzelzimmer mit fließendem warmen und kai-l ten Wasser, Veranden, Lift ist im Hause). Anfragen sind aal den Syndikus der Professor D. Simonsen-Gesellschaft e. V.j Herrn Rechtsanwalt und Notar Dr. Selmar Spier, Frankfurt| am Main. Taunimtr. 1, zu richten. KSthe Vo Berlin NO 55, י Empfang! S°at Dr. Berlin W« Kleietitr 12, hp x. H Lotte BERLIN W15 1 Mir)« BERLIN» in A r k HI11 OranwiM r Autofahrt zu den Makkablspielen. Wir werden um Ver• öffentlichung nachstehender Anfrage ersucht: Wer hat Auto•! platze zum Kongreß bzw. zu den Makkabispielen in Prag ab| Süddeutschland noch frei? Meldungen an Bar Kochba, Mann■ heim, G. 7, 14. Für Inserenten au* Palästina. Wir geben bekannt, 'daß die Buchhandlung Leo Blumstein, Tel-Awiw, Nach• lath-Benjamin Street 48, Inserate für die ״jüdische Rundschau“ aufnimmt Ruth l^Bad Neusnak Breslau. Hebräische Sprachschule ״Kirjath Sepher“. Dienstag, den 8. August, Beginn des gesamten Unterrichts nach festgesetztem Plan. Ein Anfijngerkursus nach Beilitz-Systein beginnt wieder. Anmeldung und nähere Be• sprechung Mittwoch den 9. August, um 21 Uhr Wallstr. 14, pt., Zimmer 4. Anmeldungen zu allen Kursen vom 8. Aug. an stets Montag bis Donnerstag, 19—20נ/י Uhr, Wallstr. H pt., Zimmer 4. Frankfurt a. M. Gedenkfeier für Theodor Herzt. Dienstag, den 8. August, abends 8.30 Uhr, Frankfurt-Loge, Eschersheimer Ldstr. 27. Hebräischer Chor, Vorlesung, Anspräche Rabbiner Dr. Max Dieneinann: ״Theodor Herzl in unserer Zeit“, Di« Barmisw(*1 am Sdiftbl); Hauptjyn»gog״ Priti Dr. W1 Fach«» Berliner Kniender Ich hal« Fried DP. FR J Sprachst Verabred Eintritt nur für. Mitglieder und geladene Gäste. Berliner Zionistische Vereinigung. Bayerischer P l a t r: I 7. August, 20.30 Uhr, Logenhaus Kleiststr. 10, ״Aus dem Leben ist: -1 scher Siedlungen im Palästina“, Enzo Srrcni, E. 1.lebenstein, L. Schk >' nik. — Reinickendorf: 7. August, 20.30 Uhr, bei Dr. Arndt, I Brunnens!r. 115, Walter Tempel, ״Umschichtung und Chaluziuth“• — Neukölln: 9. August, 20.30 Uhr, Meinckestr. 10, Mitglieder• | Versammlung. Ich Hab« meio »•di Tel A Dr. Deutscher Makkabikreis Mdkkabi-KampfspleJe in Prag Da* gedruckte Programm der Makkabi-Kamplsplele erscheint in den nächsten Tagen. Bisher steht folgendes fest: 20. August> Turn׳ fest zu Ehren des 18. Zionistenkongresses im Repräsentationshaut der Stadt Prag! 23. August! Schwimmfest, Tennis, Boxen, Ringen, Rasenspiele, abends BegrODungsabend im Bett!■■ Am; 24. August: Jugendtag, lelchtalbletische Wettkämpfe für Einzelne und Mannschaffen, Fechten; 26. August: Fcstvorstellung im Nationaltheater: 27. August: Generalprobe, Aufmarsch, Turn- und Sportfest. Einzelheiten über die Reise und Teilnahme Im Büro des Deutschen Mak■ kabi-Kreises. Dr.; praktl* : BenJ9h Ich habe mein*!!•jt und prnkti! Tel- Dr. me Rtintgen-Ir