Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 61 (1.8.1933)
- Date
- 1933-08-01
- Page
- Seite 390 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 388 jodische rukdschaü Nr. 61, l.Vin.1933 Nr. 61, l.VII Briefe an die Redaktion Die Gewerkuhafbbeiträge der Jttd. Arbeitnehmer Hamburg, 27. Juli 1933. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, In Nr. 59 der ״Jüdischen Rundschau“ vom 25. 7. 33 Seite 364 bringen Sie in dem Aufsatz ״Die Lage der jüdischen Arbeitnehmer“ Ziffern über diejenigen Beträge, die bet den Gewerkschaftskassen aus Einzahlungen jüdischer Mitglieder stammen. Der dabei genannte Betrag von 1,5 Millionen Reichsmark fiel uns bei der Durchsicht als niedrig auf, und wir haben daher Ihre Rechnung* nachgeprüft. 35 000 Arbeitnehmer mit einem monatlichen Beitrag von 3,50 RM., den sie fünf Jahre 60 Monate gezahlt haben, ergeben 7,35 Millionen und nicht 1,5 Millionen. Bei Abzug von 33 ״־׳ Verwaltungskosten bleiben dann immer noch fast 5 Millionen Mark. Es erscheint uns wichtig, daß Sie diese Berichtigung bringen, um nicht falsche Vorstellungen über die von den luden gezahlten Gewerkschaftsbeiträge zu erwecken. Hochachtungsvoll Beratungsstelle für jüdische Wirtschaftshilfe. lieber die Lage der jüdischen bildenden Künstler fand, wie uns geschrieben wird, kürzlich eine Aussprache statt. Es wurde festgestcllt, daß von keiner Seite Vorwürfe gegen die jüdischen Künstler erhoben wurden und daß bet der Eröffnung der Großen Berliner Kunstausstellung von Kultusminister Rust nur Kunslhamlel und Kritik angegriffen wurden. Trotzdem sind in allen vom Staat subventionierten Ausstellungen die jüdischen «,bildenden Künstler und Künstlerinnen ausgeschlossen worden. Inzwischen ist bekannt geworden, daß alle Ausstellerverbände Deutschlands zu einem Reichs- Kartell zusammengezogen werden sollen und daß wohl im Anschluß daran auch die Frage der jüdischen Mitglieder der Verbände gelöst werden wird. Schon jetzt schließen die vom Staat subventionierten Verbünde, wie Sezession und Verein der Künstlerinnen, ihre jüdischen Mitglieder auch von ihren Vcrcinsausstcllungen aus. Der die wirtschaftlichen Interessen der bildenden Künstler vertretende Reichsverband teilt mit, daß die jüdischen Mitglieder bisher noch gleiche Rechte haben, die Judenfrage innerhalb dieses Verbandes aber demnächst von der Regierung gelöst werden wird. Die Lage der jüdischen bildenden Künstler ist katastrophal, da ihnen fast jede Erwerbsmöglichkeit abgeschnitten ist. Es sind bereits Schritte unternommen worden, um eine wirt■ schaftlichc Beihilfe zu erlangen. Auch die Frage einer gemein- Samen Kunstausstellung wird, falis nötig, zur richtigen Zeit erörtert werden. Es wird daher an alle die Bitte gerichtet, die Not der jüdischen bildenden Künstler durch Aufträge zu mildern. Es wäre auch erwünscht, wie es seit einiger Zeit üblich ist, jüdischen Künstlern, einzeln oder Ehepaare, zu einem Landaufenthalt einzuladen, um ihnen die Möglichkeit zum Landschaftsmalcn zu geben. Der Maler kann seinen Gastgeber mit einem Bilde entschädigen (Land- Schaft, auch Porträt). Sehr beliebt ist auch der Tausch von Kleidungsstücken oder Lebensmittel gegen eine Arbeit des Künstlers. Anträgen aus dem Leserkreis leitet die Redaktion weiter. Unsere Geschäftsstelle ist für die persönliche Aufgabe von Anzeigen, Abholung von Offerten usw. nur von 9 4^ VTgfe«• (außer Sonnabend u. Sonntag) geöffnet. Anzeigenschluß für die Dienstagnummer: Freitag Anzeigenschluß für die Freitagnummer: Dienstag JÜDISCHE RUNDSCHAU Inseraten-Abteilung / Berlin W15, Meinekeatraße 10 Vermischtes Professor D. I jtützung aus Mi;a;1n jüdischen 1 irlen, die I fügten Oebü proiessor D. Sir!nft und rituel (Einz! Wasser, Vera! Syndikus de! Kirn Rechtsanw:!״: Main. Taunus! Sterbefall. Aus Palästina erreicht uns die traurige Kunde, daß Dr. Bernhard Arinstein in Tel-Awiw an den Folgen einer Angina gestorben ist. Dr. Arinstein ist aus jenem Kreis Berliner Zionisten hervorgegangen, der sich um Arlosoröff gebildet hatte und unmittelbar nach dem Weltkrieg in dem deutschen ״Hapoel Hazair" seine organisatorische Form fand. Schon als Student, während er auch dem K. J. V. angehörte, hat Arinstein der direkten Palästinaarbeit größtes Interesse zugewendet und seit einigen Jahren hat er sieh in Palästina mit Erfolg betätigt, wobei er seine Kenntnisse der Biochemie in Anwendung bringen konnte. Er war eine Zeitlang an dem chemischen Institut der Universität tätig, una in der letzten Zeit hatte er ein selbständiges chemisches Büro in ne und stand im engen Kontakt mit der landwirtschaftlichen Versuchsstation. Das plötzliche Hinscheiden dieses bei allen seinen Freunden lind Bekannten beliebten und geschätzten jungen Menschen hat nicht nur in seiner nächsten Umgebung, sondern auch in dem Kreise seiner Freunde in Deutschland größte Trauer hervorgerufen. Wir versichern die Hinterbliebener! unserer herzlichen Teilnahme. Jüdische Schule Klopstockstr. 58. Für diejenigen Kinder, deren Eltern in den nächsten Monaten nach Palästina übersiedeln wollen, beginnt nach den Sommerferien ein neuer Plan: täglich drei Stunden hebräischer Unterricht und für den Rest des Vormittags nach Wahl Teilnahme an einzelnen Fächern innerhalb der entsprechenden Klassen. Schulgeld wie gewöhnlich. Schriftliche Anmeldungen bis zum 8. August het der Schulleiterin Frau Nathan, öninewald, Salzbrunner Straße 24 (Telephon von 8—9 Uhr morgens Schmargendarf 1955). Das Palästina-Amt Berlin benötigt dringend Bürom 5 b e 1 und sonstige Büroutensilien und bittet Freunde um möglichst kostenlose Bereitstellung- Palästina-Amt Berlin, Meinekestr. 10. Geprüfte Fachpädagogin bei Sprechstörungen, bisher Mitarbeiterin an der Berliner Universität, sucht zwecks Uebersiedhing nach Palästina Anstellung, evtl, nur für Ueberfahrt. Französische, italienische und spanische Sprachkcnntnisse vorhanden. Nachricht zur Weiterleitung an die Redaktion der ״J. R.“ erbeten. Aufnahme jüdischer Wohlfahrfskranker in jüdische Krankenhäuser. Entgegen den Meldungen, daß jüdische Wohlfahrtskranke auf Kosten des Wohlfahrtsamtes der Stadt Berlin nicht mehr in ein jüdisches Krankenhaus eingewiesen werden dürften, teilt uns das Israelitische Krankenheim, Berlin N 24, Elsässer Str. 85, mit, daß die Kündigung seines bisherigen Vertrages mit der Stadt Berlin erst 2um 20. September 1933 erfolgt ist und demnach bis zu diesem Termin jüdische Kranke, wie bisher, ein Anrecht auf Ucberweisung in das Isr. Krankenheim haben. Den Wohlfahrtsämtern, wie den Wohlfahrtsärzten und dem Rettungsamt steht der Wortlaut der Kündigung zum 20. September 1933 jederzeit durch das Krankenheim zur Verfügung. Aus der Rechtsanwaltschaft. Wie wir von befreundeter Seite hören, ist einer nichtarischen Rechtsanwältin in Berlin der ministerielle Bescheid zugegangen, daß von der Zurücknahme ihrer Zulassung abgesehen wird. Nach unseren Informationen ist das in Preußen der einzige Fall, in dem eine jüdische Rechtsanwältin ihre Praxis weiter ausüben darf. Jüdischer Theaterverein ״Rheingold 19". Geschäftsstellen: A. Brodtmann, SO 36, Köpenicker Str. 170 (F. 8, 7088), Zigarrengeschäft. und S. Grüntnat, NO 55, Wehlauer Str. 2. Jeden Dienstag Zusammenkünfte im Restaurant Kretschmer, Niederwallstr. 25, 9 Uhr. Dienstag, den 8. August, großer Vortragsabena und( Tanz. Eintritt 0,20 RM. Hebräische Lehrbücher gesucht. Wir bitten alle Leser unseres Blattes, die gebrauchte hebräische Lehrbücher kostenlos abgeben können, sie uns zur Weitergabe an Unbemittelte zur Verfügung zu stellen. Z. V. f. D., Berlin W15, Meineke- Straße 10. Arbeitsnachweis. Wir haben Stellen für: perfekte Gummimäntelklebcrinnen, Plätterinnen, auch für Herrenwäsche, Pelznäherinnen und Kürschnermamsells, perfekte Putzmacherinnen und Direktricen, Kunststopferinnen, Einrichterin für Weißwaren und Tapisserie, perfekte Näherinnen für Damenkonfektion (Akkord), Mäntelstepperinnen und Mäntel- Schneiderinnen für Berlin. Im Ausland für nerfekte Konfektionsnäherinnen (eleganter Genre), perfekte Näherinnen für kunstseidene Damenwäsche, Schirmnäherinnen, Filmklcberinnen. Wir bitten geeignete Bewerberinnen, sich täglich, außer Mittwoch, von 1/210—1/21 Uhr bei uns zu melden. Wir suchen handwerkliche Lehr- und VolontärsteUen jeder Art. Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Arbeitsnachweise, Ab Berufsberatung und Abt. gewerbl. weibl. Personal, Berlin C Rosenstr. 2/4, Tel. Norden 6711. Würzburg. In Verbindung mit dem Palästinaamt ln Wür bürg und der Zionistischen Organisation in Würzburg wun die Vertretung des Paiestine and Orient Lloyd übernomme Die Vertretung befindet sich im Büro unseres Gesinnung genossen Heinrich Freudenberger, Würzburg, Dominikan«gpjrK‘usern platz 1. Hamburg. Die Ortsgruppe Hamburg des Reichsbund! für jüdische Siedlung in Deutschland e. V. (RIS.) hat ein! Tischlerkursus eröffnet, an dem zurzeit 10 Person! teilnehrnen. Es ist beabsichtigt, diese Zahl um wenige Pc sonen zu erhöhen. Die Tischler-Praktikanten müssen f! Wohnung und Verpflegung selbst sorgen. Sie setzen sich z! meist aus Hamburgern zusammen, die bei ihren Angehörig wohnen. Lchrbeitrag monatlich 25 RM. (bei Nachweis d> Bedürftigkeit herabgesetzt). Meldungen an die Ortsgruppe d Reichsbunds fiir jüdische Siedlung in Deutschland e. ' RIS.) z. Hd. des Herrn Direktor Jacques Meyer, Hambur Mittelweg 157. Das Israelitische Blindeninstitut in Wien 19, Hohe Wa Nr. 32, gibt bekannt, daß dort für drei blinde Kind aus Deutschland im Alter von 6—16 Jahren Freiplät; zur Erziehung und Ausbildung in einem Beruf zur Verfügu: stehen. Interessenten werden gebeten, sich mit dem Direlri Herrn Dr. Altmann, in Verbindung zu setzen. Kätl Sie v. B*rKn NO 55 Wei&«nburr*r Str. 6' Berliner Kalende! Eintritt allen Veranstaltungen nur für Mitglieder and geladene Gäste. Berliner Zionistische Vereinigung. Neukölln: Die Mitglied(! Versammlung findet am 2.8. aus teebn. Gründen nicht statt. S! v 1 g n y p 1 a t z, 2. 8., 20.30 Uhr, Logenhaus, Klciststr. 10, Gartens: ״Zum 9. Aw, dem Tag unseres Schicksals“. Wilmersdor■ 2. August, 20.30 Uhr, Meinekestr. 10, 1. Abend des zionistisch! Schulungskurses Willi Jacobsohn ״Die Judennot seit der Emanl pation“. Jannowitz brücke: 3. August, 20.30 Uhr, Tantinstitf Connard, Briirkenstr. 6a, ״Die Alijah 1933'*, Bericht des Palästinl Amtes. Lchnincr Platz: 3. August, 20.30 Uhr, Cafö Lec| Kurfürstendamm, ״Palästina-Querschnitt“. Minrachi. Mitgliederversammlung. Am 2. August, abends 8.15 L'J spricht im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10» Herr M| Kober, der soeben aus Erez Israel zurückgekehrt ist, über Wirtschaftslage in. Erez Israel. — Am 2. August, abends 8.15 Uli Mitgliederversammlung im Restaurant Gerecht, Königsgrabcn 2. II׳f P. Schapira spricht über ״Doppelte Rückkehr!“ Geschäftliche Mitteilungen Die bekannte Handbesohlanstalt des Westens, Passauer Str. u. Marburger Str. 8, Inhaber Moschkowitz, unterhält ein größeres Lag in fertigen Schuhwaren. Außerdem werden in eigener Werkstd auch Maßschuhe von 10 RM. an binnen 24 Stunden hergestell Reparaturen (auch erstklassige Handarbeit) werden aut Wun$| frei abgeholt und angeliefert. Dolly Well Berlin Fi Ing. Mo R*z* Tel-Awlw. Rchow «lud. iur 1 Dr. in Cbarlbjf״ Moromscn Empfängst•!, Sonn! Mo Die glflekiiche Geb! Rosel Berl Dr. Adolf Berlin W 50, Ranki Dr. jur |ia krvorrag-ender u. Ijuyend *ionist. titig, י I Dam ci, am liebsten i j| *erheiraten, Pers!Deutschland oä*r m |twtpvf5rtl. Diskretion II »e die Jüdisch• Rund VOllII 29 Jahre, mit M mit g׳ebi!d. ve Wanderung׳. < Jüd. Runefsch! Chaiii IpM Ende Au wüst m IN<m. M&del, 20—2 Kenntnis Beginn , Utogust I ®״־׳«?iesijiJ HSS£1U1 0 ״״׳ ״״׳Z5?“»STSe1n'0~ 12i ■•druckt. Baum wallmusssllne Unterkleider Meter jetzt nur -- nur AaHnsTSEiD'. 35י I " Tr°v|׳״ «Lf *,"1,®8־׳ od SP0«r-״.G 15־ fcfzt nur f90 590 29* ""--•ם ■•druckt• Vollvoiles ca. 100 cm breit, Mett Charmeuse, eleg. 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J. 071 בי ן Rudolf Mosse, H?Dllerndamm 15* Mtladwmn«? ] Kurfürateoir. 70. ,fu׳ *k urse, Haui Abendkurse. hoaesalt Hartha Singe ^•adshuter Straß• Schneiderkw Gardinen volle! farbig bedruckt, 110 cm breit, A7j| Meter 130, 1.10, VF—«I nge Engiänd unterrichtet erfolgreich, l Thon( ' *0מ; H7 Wälmered« mitEinsätzen und Fron- 022 ן ^ivst-Kocimnieri ti «uch vegetertech . '■» Ueetrelr) ״״littW15,Meloeke1 700. T.L J1 Biemerd