Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 54 (7.7.1933)
- Date
- 1933-07-07
- Page
- Seite 320 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 318 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 54, 7. Vit 1933 NA^AÜT WLLTV BAND Eintritt des Jüdischen Boxclub Maccabi in den Deutschen Makkablkreis. Au! der Generalversammlung des Jüdischen Boxclnb Maccabi, die am 29. Juni stattfand, wurde einstimmig der Eintritt in den Deutschen Makkabikreis beschlossen. Der Zeitpunkt des Eintritts soll durch den Vorstand bestimmt werden. M-äkkabl-Kampfspiele in Cernauti vom 3. bis 6. August. Die bi'-licr aus allen Ländern ci»gcf׳anj׳enm Meldungen lassen auf ein großes sportliches Ereignis in Cernauti schließen. Neben der Teilnähme jiiominenter Spitzenkönner werden die Massenfreiiilumgen von 1000 Makkabim und Makknbioth einen Mittelpunkt der Voransta!l»111 gen darsteilen. Der Teilnahme-Preis ab Berlin (Hin• und Riis-kfahrt) cinsehiießlieh Unterkunft und Verpflegung beträgt ca. 80.— RM. Die Airfahrt ist für «len 1. August, die Rückfahrt fiir den 7. August festgesetet. Teilnehmer, die iltren Aufenthalt in Rumänien um einige Zeit verlängern wollen, werden voraussichtlich die Megltehkcil der verbilligten Rückreise haben. Achtung! Verbilligte Palästina-Reis«! Den Besuchern von Cernauti ist die Mügliehkeit gegeben, im Anschluß an die Festspiele eine verbilligte Reise nach Palästina zu machen. Die Reiferoute wird so arrangiert, daß genügend Zeit zur Besichtigung von Bukarest, Istanhoii 1, Athen, Beirut um! Alexandrien besteht. Interessenten wollen sich im Sekretariat des Deut-chcn ״Makkabikrcises, Meirteke־ straßr 10, Bismarck 71057169 ״״, melden. Bar Kochba-Haknah, Berlin. Die d:!’entliehe Kundgebung für der! |bd heb1! ׳ Spei! dei.T.S.C. Mar Keehba-11 .ikeah, Berlin, am 29. Juni im groiü-n Saal ihr < '.e-e!l ■11 ׳a! 1 der Freunde gestaltete sieb?u einem großen Krnüg, Da- R! ier.1t hatte Herr Rabbiner Dr. Joachim Prinz übernommen, bange vor Beginn der Kundgebung war der Saal iil ״■! nillt. N'aeh einer flrdaehtnhrede für Chain! Arlosoroff, welche die Versammlung stehend anhörte und einer Begrü Cungsansprache des 1. Vorsitzenden, Dr. Friedenthal, nahm Dr. Prinz in eindringlicher Weise Stellung zu der Situation der Juden in Deutschland. Die Entwicklung im neuen Staate sei nicht als eine Episode, sondern als eine epochale Umwälzung anzusehen, die zu einer Lösung der Judenfrage nicht nur für Deutschland, sondern für alle Völker dränge. Alle Maßnahmen, wie Berufsumschichtung, Wirtschaftshilfe und dergleichen, müssen unvollkommen bleiben und können nicht aus der Not des deutschen Judentums führen, wenn nicht die Lösung unserer Lebensfrage im Aufbau Palästinas gefunden wird. Das Referat hinterließ bei allen Besuchern einen tiefen Eindruck. — Aus der anschließenden Diskussion war bemerkenswert die Rede von Abraham, «1er über 25 Jahre der Deutschen Turnerschaft angehörte und dort führend tätig war, und der sich auf Grund der Ereignisse der letzten Monatc zur Makkabi-Fdce bekannte. Dagegen paßten die Atisfithrungen des Vertreters einer neugcgriimleten Sportvereinigung 1833 durchaus nicht zu dem Niveau der Veranstaltung. Sportfest vom 2. Juli 1933. Das llf. Sportfest: war nu*schließli!11־ den Jugendlichen gewidmet, welche in der Leichtathletik ebenso wie im Fußball ihre Aktiven auf «lern Platz brachten. Vor einer zahlreichen Zuschauermonge rollte sich das Programm ab, dessen Mittelpunkt das Handballspiel zwischen Bar Kochba Berlin und und Bar Kochba Stettin war. Dieses Spiel zeigte hervorragende Spielmomente und stand im Zeichen einer ständigen Ueberlcgenlieit Berlins, was auch in dem Resultat von 6 : 1 ausgedriiekt wurde An «fern Aufmarsch beteiligten sich ca. 500 aktive Sportler, an welche Dr. A t 1 a s z eine Ansprache richtete, die auf die Bedcuhing dieser Sportfeste im Sinne der Makkabi-ldce hinwies. Am Blitzturnier der l'ußballinamischaftci) waren fünf Schülermannschaften in zehn Spielen zu 20 Minuten und vier Jugemlmannscbaftcn in sechs Spielen zu 30 Minuten beteiligt. Sieger im Schiilerturnier blieb die Mannschaft Alijnh־‘, vvährend im Jugendturnier kein Sicger iestgc-telll werden konnte, da drei Mannschaften mit gleicher Punktzahl «•mieten. Alles in allem eine woh'gelungene Veranstaltung bei erstklassiger Disziplin. Vorschau für das Sportlest am 16. Juli 1933. Am 16. Juli [in• det das IV. Sportfest auf dem Sportplatz am Bahnhof Grunewald statt. An diesem Tage werden die Entscheidungen um die Gruppenmeistcrschaft in der Leichtathletik zu Ende geführt Weiter werden Staffelläufe durchgeführt. Im Rahmen dieses Sportfestes sind auch Fußball und Hockeyspiele vorgesehen. Die Charlottenburger Mlnnerabteifung des Bar Kochba betreibt seine Gymnastik- und Turnabende jeden Donnerstag Abend von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle Siegmundshof 11. Interessenten von über 25 Jahren melden sich daselbst oder bei Walter Adam, Chariottenburg, Sybelstr. 46. Gäste willkommen. An jedem Sonntag wird Sport auf dem Grunewald-Sport platz von 11 bis 13 Uhr getrieben. ״Tag des jüdischen Sportes“ ln Wien. Vor einer großen Zu• sehauerntenge fand am 25. Jtmi auf dem Ilakoah-Platzc in Wien ein ״Tag des jüdischen Sportes“ statt, auf dem hervorragende leicht• athletische Leistungen geboten wurden. U. a. stellte der Hakoahner König mit der Zeit von 50,8 Sekunden einen Makkabi-Weltrekord im Laufen über 400 Meter auf. Im 100-Mctcr-Lauf erreichte Klein (llakoah) «Irr! Makkabi-Rekord des Amerikaners Schneider. Nach einer anfeuernden Ansprache des Präsidenten der Wiener Kultus;- gemeinde Dr. Friednmrm marschierten etwa 1000 jüdische Sportler aus Oesterreich und den Nachbarländern unter dem Jubel der Zuschauer in die Kampfbahn ein. An der Spitze des Zuges schritt ein Bataillon der jüdischen Wehrsportler. Der Verein zur Förderung ritueller SpelsehMuser Hamburg und der Verein jüdischer Hotel-Besitzer und Restaurateure Oberhot weisen gemeinsam erneut darauf hin, daß die jüdisehen Hotels in Deutschland auch in heutiger Zeit in der Lage sind, ihren Gästen ein echtes jüdisches Heim in guter, moderner Aufmachung zu bieten und daß die Versorgung der Gäste einschließlich ständiger Belieferung mit frischem Fleisch bestens organisiert ist. Angesichts der besonderen Notlage des jüdischen Hotelgewerbes und der allgemeinen Zeituinstände dart erwartet werden, daß jüdische Geschäfts-, Ferien- und Erholungsreisende an allen Plätzen, an denen sich jüdisehe Hotels befinden, diese aufsuchen, dort ihren Aufenthalt nehmen und dort speisen. Gcsdiaftstottdier-Bfirobedari Drucksachen kaufen Sie in heiler Qualität zu niedrigsten Preisen bei: Emil Unger M.d.i.c, Spart <teuer Strafte 19 » Telefon! E 3 Kunfergraben 0680 bitte holen Sie bei uns telefonisch Offerten ein. Lieferung erfolgt unverzüglich frei Haus s! 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