Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 51 (27.6.1933)
- Date
- 1933-06-27
- Page
- Seite 289 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2651273-2653725-2653778--23823-2686733- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 5t, 27. VI. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 287 Vom ZentralaosschnB für Bitte and Aufbau Die Informationsblätter des Zentralausschusses der deutsehen Juden für Hilfe und Aufbau“ enthalten in Nr. 5 vom 29. Jum 1033 nachstehende Mitteilungen: Der geschäftsführende Ausschuß des Zentralausschusses der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau, bestehend aus den Herren Dr. Walter Alexander, Dr. Werner Senator und Dr. Ludwig Tietz, hat in der letzten Woche die Arbeit aufgenommen. Es fanden Besprechungen mit den angeschlossenen Organisationen über die Koordinierung der Arbeit, Kompeteiizabgrenzung und das Arbeitsprogramm für das kommende Jahr statt. Diese Besprechungen werden In der kommenden Woche fortgesetzt. Am Montag, dem 26. Juni, tritt der Zentralausschuß zu einer Plenarsitzung zusammen. Vertreter des Zentralausschusses haben an der von der Hias-Ica-Emigdirect einberufenen Emigrationskonferenz in Paris teilgenommen. Desgleichen fanden ln Paris Besprechungen mit den Vertretern des englischen Hilfskomitees und des American Joint Distribution Committees über die Weitergcstaltung der Arbeit statt. Es kann angenommen werden, daß Rahmenvorschläge auf den verschiedenen Gebieten der Berufsumschichtung, der Ausbildung in Deutschland, in den anliegenden Ländern und in den Immigrationsländern, auf dem Gebiete der wirtschaftlichen Selbsthilfe, der Kreditgewährung, der Aus- Wanderung nach Uebersee und nach Palästina und der Wirtschaftsberatung für diese Länder in den nächsten Wochen dem Zentralausschuß zur Genehmigung vorgelegt werden können. Der Zentralausschuß wird sich dann mit den ausländischen Hilfskomitees wegen der dazu notwendigen Bewilligungen in Verbindung setzen. Hilfsaktionen Die in Amerika vom American Jewish Joint Distribution Committee eingeleltete Sammlung zugunsten des Hilfswerks für deutsche Jude'n hat bisher über 600 000 Dollar erbracht. — Die jüdischen Spitzenorganisationen American Jewish Committee, American Jewish Congress und Bnai Brith haben einen Rat eingesetzt, dem die Leitung der Aktionen zugunsten deutscher Juden obliegen soll. Der Rat hat an das amerikanische State Department (Außenministerium) ein Telegramm gerichtet, in dem eine Erhöhung der Zahl a m e - rikaaischer Einreise*Visa für deutsche Juden, sowie Maßnahmen gefordert werden, um die ungestörte Inanspruchnahme der vorgesclilagenen Begünstigungen durch dcufcche Juden zu sichern. Das Amsterdamer Hilfskomitee für deutsche Juden gibt, wie JTA. aus Amsterdam berichtet, gegenvärtig wöchentlich 15 000 holländische Gulden an Unter- *tützungsgeldern für Wohnung und Beköstigung von über tausend jüdischen Auswanderern aus Deutschland aus. Preisausschreiben für ein Jüdisches Drama. Der Habimah- Kreis in Palästina veranstaltet ein Preisausschreiben für ein Drama, das ein Thema aus Geschichte oder Gegenwart der Juden behandeln soll. Das Preiskomitee des Habimah-Kreises lat folgende Bedingungen für den Wettbewerb festgesetzt: Das Stück kann als Manuskript oder Druckschrift gesandt werden — womöglich in hebräischer Sprache. Der erste Preis für dasjenige Werk, das sich nach dem Urteil der Jury in künstlerischer und szenischer Hinsicht für eine Aufführung der Habimah eignet, beträgt hundert Pfund. Auch schon gedruckte Dramen, die von ihren Verfassern für eine Inszenierung in der Habimah bearbeitet werden, können den Preis erhalten. Dramen^ die den ersten Preis nicht gewinnen, können trotzdem in den Spielplan der Habimah aufgenommen werden, und ihre Verfasser bekommen die in der Habimah üblichen Autorengebühren. Jeder Autor kann höchstens zwei Werke einsenden. Die Autoren werden gebeten, die Manuskripte in zweizeiliger Maschinenschrift einzusenden. Die Stücke müssen spätestens bis zum 30. Oktober 1933, dem Tage des 15jährigen Jubiläums der Habimah, «intreffen. Dem Preisrichtcrkollcgium gehören Ch. N. Bialik, J. Fichmann, F. Lachower, Sch. Perlmann, Sch. Tschernichowski und zwei Mitglieder der Habimah an. Die Konzerte der ״Gemeinschaft jüdischer Musiker“ könten ein verheißungsvoller Beginn eines jüdischen Musiklebens sein. Die Aktivität und der Emst, durch die sie zustande gebracht wurden, überhaupt In einer ungewissen politischen Situation, der Mut zu einem geistigen Aufbau, wodurch die Kunst als notwendiger Bestandteil des Lebens anerkannt wird, statt als seine feierabendliche ״Verbrämung“ hinter Sorgen zurückgestellt zu werden, — dies alles muß jedem Bewundemng abnötigen. Die letzte Veranstaltung zeigte, daß sich in kurzer Zeit durch zähe Arbeit und Enthusiasmus etwas erreichen läßt. Der Chor unter Leitung des vielseitigen (auch organisatorisch sehr befähigten) Dr. Kurt Singer hatte an Einheitlichkeit und Glanz gewonnen; einzelne, seltene Spaltungen des Klangbildes durch solistische Eigenwilligkelten werden sich allmählich geben. Die triumphale Stimmung des Schubertschen Halleluja traf der Dirigent, der, ais Schüler von Ochs, offensichtlich nach Monumentalität, Massivität des Chorklanges tendiert, besonders gut; die Chöre von Gluck, Franck, Mendelssohn, Brahms wären durch ein schneileres Tempo noch lebendiger geworden. — Das Spiel des Orchesters hat Farbe und karnmermusikalischc Klarheit. Die Persönlichkeit und die immense instrumentenkenntnis des Dirigenten Michael Taube einerseits, die Vitalität und Bereitwilligkeit der jungen Musiker andererseits haben schnell ein Ganzes entstehen lassen, das bald hohe Vergleiche nicht scheuen dürfte. Der Klang des Streichquintetts ist voll, warm, geschmeidig; nur der der Holzbläser ist noch ein wenig zu ״grade“. Die Aufführung der B-dur-Symphonie (Nr. 5) von Schubert hätte auch diejenigen überzeugt, denen die jüdische Mentalität als destruktiv gut. Es war da eine Echtheit, eine Seligkeit, ein Duft wie der sommerliche Hauch einer Wiese; das Trio des Menuetts voller Zartheit und Zärtlichkeit. Das Gewicht richtig bestimmt: eine Mischung von leichtem italienischen und schwererem deutschen Schrittgefühl. — Vor der Symphonie spielte man italienische Musik des beginnenden 18. Jahrhunderts. Ganz am Anfang stand die Trauersymphonie für Streichorchester und Orgel (Erwin Jospe) des Corelli- Schülers Locatelli, von mild-trauriger Stimmung, aber formal schwächer als der Vivaldi. — Es ergeben sich Tn der Zukunft mannigfaltige Aufgaben für die Leitung der ״Gemeinschaft“. Die bisherigen Konzerte Hatten nicht nur einen rein künstlerischen Zweck; sie sollten, wie Rabbiner Dr. Prinz in einem klaren Vorwort betonte, die schwer betroffene Judenheit erst einmal sammeln, aufrichten, sie sollten ihr die Liebe zur Welt zurückgeben. Die folgenden Konzerte müssen das Künstlerische noch mehr herausarbeiten als bisher. Das Programm ist einheitlicher zu machen; Dr. Singer und Michael Taube müssen gemeinsam ihre Darbietungen nach einem Gesamtplan, einer Tendenz auswählen. Vielleicht könnte auch mehr polyphone Chorliteratur und in Deutschland selten aufgeführte (z. B. französische) Orchesterliteratur berücksichtigt werden. Es wäre verdienstvoll, wenn man die modernen jüdischen Komponisten zu Worte kommen ließe, in erster Linie die jüdischen wie: Sternberg, Toch, Rathaus, Weill, Schönberg, Milhaud u. v, a. Hans Nathan, Kantor Rosenblatt Jerusalem, 20. Juni. (J.T.A.) Der berühmte amerlkanische Kantor Jossele Rosenblatt ist während einer Palästina-Reise einem Herzschlag erlegen- Der Tod des Kantors wird auf Ueberanstrengung während einer am Vortag unternommenen Tour, auf der er die Klagemauer, das Rachei-Grab, das Tote Meer und das Jordan-Tal besuchte, zurückgeführt. Im Jordan hatte Rosenblatt ein Bad genommen, während der Leiter der palästinensisch-amerikanischen Filmgesellschaft die letzten Aufnahmen für einen nunmehr fertiggestellten Film machte, der die Reise des Kantors Rosenblatt durch Palästina festhält. Rosenblatt wurde vor 5t Jahren in Biala Cierkiew in Rußland geboren und hat seine Ausbildung in Ungarn und Deutschland erhalten. Schon im Alter von vier Jahren begann er zu singen, ln Oesterreich und anderen mitteleuropäischen Ländern trat er schon im Alter von acht Jahren öffentlich aut. Mit 14 Jahren begann er synagogale Musikwerke zu komponieren (etwa 400 synagogale Kompositionen stammen von ihm), mit 18 Jahren erhielt er seine erste Anstellung als Kantor in Munkacz, ein Jahr später wurde er nach einem erfolgreichen Wettbewerb mit 56 Kantoren zum Kantor in Bratislava gewählt. 1906 bis 1912 war er Oberkantor in Hamburg, nachher Kantor der ungarisch-jüdischen Gemeinde in New Vork. Während des Krieges gab er zahlreiche Konzerte zugunsten jüdischer Kriegswohlfahrtsaktionen. Die Grammophonplatten mit Aufnahmen und Gesangsdarbietungen Rosenblatts naben eine außerordentliche Verbreitung gefunden. Ortsgruppen Euskirchen. Am 8. Juni lud der am 7. Juni durch die konstituierende Versammlung gegründete Vorstand der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe die Juden Euskirchens und der Umgegend zu einem Vorträge *ein. Herr Rechtsanwalt Alfred Oster leitete die sehr zahlreich besuchte Versamm- Jung und legte in einer längeren Ausführung die Entstehung, den Sinn und Zweck des Zionismus und die Bedeutung Pa- Iästinas in der gegenwärtigen Situation dar. Es fand anschließend eine lebhafte Diskussion statt. In der Versammlung traten der neugegründeten Ortsgruppe 33 Mitglieder bei. Frankfurt a. M. Trauerfeier der Frankfurter Zionistischcn Vereinigung für Chaim Arlosoroff: Donnerstag, 29. 6. 1933 im Synagogensaal, Unterlindau 21; 8.30 Uhr abends. Chor, Musik, Ansprache: Hans Pomeranz. Hamburg. Palästinaberatung täglich, außer Mittwoch, von 2.30 bis 4 Uhr, Benekestr. 2, pari. Lauenburg in Pommern. Am 15. Juni fand hier eine vom Vorsitzenden der Gemeinde einberufene Versammlung der Qemeindemitglieder statt. Es waren etwa 70 Gemeindemitglieder erschienen. Unser Gesinnungsgenosse Hans Baum (Leipzig) sprach über das Thema ״Palästina — eine Realität für die deutschen Juden“ und R.-A. Dr. Aron (Stolp) über das Thema ״Das deutsche Judentum in der Krise“. In der anschließenden Diskussion erklärte eine Anzahl der Gemeindemitglieder und ein großer Teil der anwesenden Jugend ihren Beitritt zur Zionistischen Organisation. Es wurde eine Ortsgruppe gegründet, der sich die Jugend, die ihrerseits in einer Makkabi-Gruppe zusammengefaßt ist, angeschlossen hat. Die vorläufige Leitung haben Prediger Kallmann, Kaufmann Fritz Baum und Kaufmann Erwin Kinsky, die Leitung des Makkabl David Baruth übernommen. Schlawe In Pommern. Am 22. Juni hielt in einer Ver- Sammlung der hiesigen Gemeinde R.-A. Dr. Aron (Stolp) über das Thema ״Welcher Weg bleibt den deutschen Juden?“ einen Vortrag. Die Oemeindemitgiieder waren last vollzähligerschienen. Es wurde eine Zionistische Ortsgruppe gegründet, deren Leitung Herr Religionslehrer Kaufmann, Frau Brotzen und Fräulein Luci Joseph übernommen haben. Ein hebräischer Sprachkursus unter Leitung von Herrn Kallmann ist eingerichtet. Vermischtes Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Anmeldungen für neue Anfängerklassen bitten wir schriftlich mit Angaben der Wünsche in bezug auf Zeit und Ort an den Unterzeichneten zu richten. Fortgeschrittene bitten wir, sich telephonisch oder persönlieh anznmelden. Sprechzeit: Montag und Mittwoch, in der Schule, Gr. Hamburger Str. 27; Dienstag und Donnerstag, in der Schule, Klopstockstr. 58. N. Berggrün, Grunewald, Trabener Str. 2 (J 7, Hochmeister 2501, morgens 7.30 bis 8 Uhr, außer Sonnabend). Rabbiner-Seminar zu Berlin. Mittwoch, 4. Tamus 5693 (28. Juni 1933), dem Sterbetage des Begründers des Instituts, Rabbiners Dr. Israel Hildesheimer s. A., vormittags 11 Uhr, Seminarsynagoge, Artilleriestr. 31, Gedenkfeier. Mit der Feier wird die Aushändigung der Rabbinatsdiplome an die Herren Dr. Rosenbliith und Tennenbaum verbunden werden. Feier der jüdischen Jugend. Ergebnisse der Tombola. Hauptgewinn: Eine Palästinareise, 9.18,57 Uhr. Weitere Gewinne: 0—3,59 Uhr; die 57. Sekunde in jeder Minute. 4—7,59 Uhr; die 31. Sekunde in jeder Minute. 8—11,59 Uhr; die 0. Sekunde in jeder Minute. Die Gewinne sind Montag und Donnerstag zwischen 3 und 4 Uhr in der Schlüterstr. 79/11 I. abzuholen. Gewinne, die bis zum 8. Juli nicht abgeholt sind, verfallen. Synajjogen-Konzerte. Unter dem Protektorat des Vor- Standes «er Jüdischen Gemeinde und der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe veranstalten die beiden A capella- Chöre Berliner Jüdischer Sänger (Dirigenten B. Spott — Ch. Winawer) vor ihrer Tournee zwei Abschieds-Synagogenkonzerte, und zwar Dienstag, den 27. Juni, in der Alten Synagoge, Heidereutergasse 5, und Mittwoch, den 28. Juni, in der Synagoge Prinzregentenstr. 69/70, abends 8 Uhr. Programm: Synagogale Gesänge und jüd. Volkslieder. Karten zum Preise von 0,75, 1,—, 1,50 und 2,— RM. erhältlich bei Bote & Bock, Warenhäuser Tietz und K. d. W., hei den Kastellanen aller Gemeindeynagogen, im Jüd. Museum, Oranienburger Str. 31, auf dem Sportplatz der Jüdischen Gemeinde im Grunewald und an ״der Abendkasse. Jüdischer Turn-' und Sportklub Bar Kochba'Hakooh KUNDGEBUNG PtlR DEN JÜDISCHEN SPORT Relerenl! Rabbiner Dr. Joachim Prinz Freie Aussprache l Donnerstag, den 20. Juni, abends fl Uhr pünktlich in der öMtiUchatt der Freunde, Paltdamet Slrafle O Vom Preußischen Landesverband gesetzestreuer Synagogengemelnden (Halberstadt) wird mitgeteilt, daß in verschiedenen Schulen des Landes die Geltung der Bestimmungen über die Befreiung vom Schulbesuch am Sabbath bzw. vom Schreiben usw. in Frage gestellt war. Auf Vorstellung hat der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung die Weitergeltung der Bestimmungen gemäß folgendem Erlaß vom 17. Juni 1933 (1J11G Nr. 1323) bestätigt: ״Vereinzelte Fälle geben mir Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die Bestimmunjrcn der Erlasse vom 6. Mai 1859 — U 9333 — (ZB1UV, S. 523) vom 4. April 1868 — U 5813 - (ZB1UV. S. 333), vom 30. Januar 1869 - U 31 905 — (ZBIUV. S. 145), vom 5. April 1884 — Ulli a 12676 — (ZBIUV. S. 346) und vom 18. Januar 1894 — UIII D 16 — (ZBIUV. S. 300) noch in Geltung sind una demgemäß jüdischen Eltern, welche aus religiösen Motiven ihren Sohn (Tochter) am Sonnabend ganz oder für die Stunde des Gottesdienstes vom Schulbesuche entbunden zu sehen wünschen, die gebührend« Berücksichtigung nicht versagt werden kann und auch jüdische Schüler (־innen) auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern vom Schreiben und Zeichnen zu befreien sind. Für die aus derartigen Versäumnissen den betreffenden Schülern (-innen) etwa entstehenden Folgen übernimmt die Schule keiaS Verantwortung. Der Erlaß wird im Zentralblatt für die gesamte Unterrichtsvcrwalfung in Preußen abgedruckt.“ Gemeinnützige Wohnungsberatungsstelle. Bei der Arbeit des gemeinnützigen Vereins für Hausratsverwahrung und -ver- Wertung, dessen Inanspruchnahme täglich zunimmt, häuften sich die Wünsche auch um Beratung iri Wohnungsfragen aller Art Der Hausratsverwahrungsstelle ist daher im Einvernehmen mit der Jüdischen Gemeinde Berlin und deren Wohlfahrtsamt eine Gemeinnützige Wohnungsberatungsstelle angegliedert worden. Unter Leitung eines im Wohnungswesen erfahrenen Architekten steht sie zur Verfügung: 1. mit fachmimischem Rat in allen Fragen der Wohnungsverkleinerung und -Zusammenlegung, der Teilung von Großwohnungen, der Umänderung von gewerblichen Räumen in Kleinwohnungen usw2 ,,׳. den jüdischen Familien und Eigentümern, die Klein- Wohnungen suchen und anbieten, für den Adresse rtaustausch. — Insbesondere soll sie bei der Suche von Ersatzmietern, Partnern von Wohngemeinschaften, Teilwohnungen usw. behilflich sein. Die Inanspruchnahme der Wohnungsberatungssteile ist kostenlos. Sprechstunden täglich (außer Sonnabend) 9—12 Uhr, Kantstr. 158 II (Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden), Fernsprecher: Bismarck J 1 1063/65. Ein neues wichtiges Merkblatt. Dieser Tage erschien ein Merkblatt ״C h i 11 u c h“ über Lehrstätten in Palästina. In dem Merkblatt finden Interessenten Aufnahmebedingungen und Lehrpliine der Universität, der Lehrerseminare und der Schulen und Alumnate Palästinas. Das Merkblatt ist zum Preise von 40 Pf. zuzüglich Porto durch das Palästina-Amt, Berlin W15, Meinekestr. 10, zu beziehen. Außerdem erschien in diesen Tagen eine neue erweiterte Auflage des Merkblattcs ״A 1 i י a h“ das alle wissenswerten Einzelheiten über die Einwanderungsbedingungen, Zollbestimmungen nach Palästina enthält. Dieses Merkblatt ist zum Preise von 50 Pf. zuzüglich Porto ebenfalls durch das Palästina-Amt zu beziehen. Der Verein ehern. Schüler der Knabenschule der Jüd!- sehen Gemeinde zu Berlin versendet einen Aufruf, in dem er mitteilt, daß er, um allen ehemaligen Schülern der jüdisehen Schulen Groß-Berlins Gelegenheit zum Zusammenschluß zu geben, beschlossen hat, seinen Namen in ״V. E. S. 1900 Verein ehern. Schüler der Schulen der jüdischen Gemeinde zu Berlin E. V.“ zu ändern. Ordentliches Mitglied kann jeder ehein. Schüler einer von der Jüdischen Gemeinde Berlin unterhaltenen Elementar- oder Religionsschule werden, außerordentliches Mitglied jeder sonstige ehern, jüdische Schüler. Anfragen und Anmeldungen sind zu richten an die Geschäftsstelie des Vereins, V. E. S.!900, Bruno Lazarus, Berlin NJ24, Elsässer Str. 9, Norden Dl 1651. Niederlassungsmöglichkeit. In einem Ort in der Grenzmark ist durch den Tod des einzigen jüdischen Zahnarztes am Platze Möglichkeit zur Uebernahme der Privatpraxis des verstorbenen Arztes gegeben. Bewerbungen zur Weiterkitnng erbeten an die 7. V. t. D , Berlin W15, Meinekestraßc 10. Frankfurt a. M. Hebr. Sprachkurse. Neue Anfängerkurse: 1. Montag und Mittwoch von 21 bis 22 Uhr. 2. Sonntag von 20 bis 21.30 Uhr. 3. Donnerstag von 17.30 bis 19 Uhr. Anmeldung: Sekretariat der Hebr. Sprachgesellschaft, Eschersheim er Landstr. 65, Zimmer 2. — C h u g iwri: Es ist beabsichtigt, einen Chug iwri zu gründen. Interessenten, die schon hebräische Sprachkcnntnisse besitzen, werden gebeten, sich umgehend auf dem Sekretariat der Hebr. Sprachgesellsch aft anzumelden. — Hebräischer Jugendchor: Siimmbegabte Jugendliche, die regeimäßig kommen wollen, können noch aufgenommen werden. Anschrift: Fritz Saalberg, Eppsteinersfr. 32. Hach sc harah stelle nb esc Haftung: Wer Ausbilclungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche oder handwerkliche Berufe kennt, wird gebeten, dies umgehend mitzuteilen. Anschrift: Hans Münchhausen, Arndfstr. 3. Berliner Kalender Eintritt zu allen Veranstaltungen nur für Mitglieder und geladene Gäste. Berliner Zionistische Vereinigung. Bayerischer Plat*, 29. Juni, 20V» Uhr, Synagoge Münchener Str. 37: Dr. Georg Lubinski: ״Was tun die deutschen Juden?“ — Wilmersdorf, 29. Juni, 20y» Uhr, Sitzungssaal, Meinekestr. 10: Interne Mitglieder- Versammlung. Refr. Dr. Arthur Prinz: ״Der Wendepunkt im deutsehen Judentum.“ Eintritt nur für Mitglieder. — Zentrum, 3. Juli, 201/י Uhr, Ort wird noch bekanntgegehen. Rabbiner Dr. Joachim Print: ״Die neue jüdische Wirklichkeit“. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Gruppen Neukölln und Tempel ho f: 29. Juni, abends 8.15 Uhr pünktlich, Vortrag von Dr. Marie Mayer: ״Die Hausfrau in Palästina“. Bei Frau Ncumann, Ilasonheidc 6 (am Hcrmannplatz). Geschäftliche Mitteilungen Wichtige Bücher. Wir verweisen unsere Leser auf das Inserat der Buchhandlung Kcdcm, Berlin-Charlottenburg, in der vorliegenden Ausgabe. * Bad Flfniberg (Isergebirge). Pie bestens bekannte Pension Malamut.11 empfiehlt sich unseren Lesern. * Kennen Sie schon das Harmonie-Kino, Berlin N 4, Invaliden- »traBe 1 a, Ecke BrunnenstraßeF Unter der fachmännischen Leitung des sehr bekannten Thcatcrunternchmers Fred Engländer ist: hier ein Lichtspieltheater entstanden, das Ihnen einen netten und angenehmen Aufenthalt, bietet. Die Tonwiedergabe ist ein Genuß. Das Ilarinonie-Kirio zeigt stets die besten und schönsten Spitzcn-Filme der Weltproduktion schnellstens im Anschluß an die Uraufführung. Die *,Harmonie“ erwartet Sie•