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Jüdische Rundschau · 1933-06-23 · Heft 50 (23.6.1933) · p. Seite 280

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 50 (23.6.1933)
Date
1933-06-23
Page
Seite 280 (sequence 6)
Language
German
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Seite 278 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 50. 23. VL 1933 Heringsdor! nicht antisemitisch Wir erhalten zu der Notiz in Nr. 48 von der Kurdirektion des Seebades Heringsdorf folgende Zuschrift: Seebad Heringsdorf, den 19. Juni 1933. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin W 15 Meinekestr. 10. Sie haben in Ihrer Zeitung einen Artikel über Heringsdorf veröffentlicht, welcher nicht der Wahrheit entspricht und welcher offenbar die Tendenz enthält, von dem Besuch Heringsdorfs abzuraten. Der von Ihnen angezogene Prospekt wird nicht von der Kurverwaltung Heringsdorf versandt, sondern von der Ortsgruppe der NSDAP, in Hcringsdorf, darf also von Ihnen nicht als offizieller Prospekt der Kurverwaltung hingestellt werden. Außerdem haben Sie in dem 2. Absatz nur einen Ihnen genehmen Satz herausgegriffen und dadurch Ihrem Artikel einen entstellenden Charakter gegeben. Schließlich enthält der Schlußsatz eine entschiedene Aufhetzung gegen Heringsdorf und hat sich auch die Parteileitung der NSDAP, nicht wegwerfend über die jüdischen Besucher geäußert, sondern soll der Katalog, der im Deutschen Reich erfolgten Umstellung entsprechend, darauf hinweisen, daß auch Hcringsdorf ein nationales Bad geworden ist. Die jüdischen Besucher können nach wie vor Heringsdorf ungestört besuchen und werden In keiner Weise behelligt, selbstverständlich unter der Voraussetzung, daß sie sich dem allgemeinen Umschwung im Deutschen Reich auch hier anpassen. Unsere zahlreichen jüdischen Badegäste haben sich Pfingsten auch davon überzeugen können, daß sie nach wie vor ungestört ihre Erholung in Heringsdorf suchen und finden können und ist uns dieses auch von vielen Seiten nach Pfingsten noch besonders bestätigt worden. Wir verlangen hiermit auf Grund des Pressegesetzes, daß Sie in Ihrer Zeitung Ihren Artikel sofort nachdrücklich berichtigen und daß Sie uns das entsprechende Beleg-Exemplar einschicken. Falls diese Berichtigung nicht bis zum 26. d M. bei uns eingelit, werden wir sofort die weiteren Schritte bei der Regierung gegen Sie unternehmen. Hochachtungsvoll Der Kurdirektor (Unterschrift.) *.* Wir sind stets gern bereit, Irrftimer zu berichtigen und es hätte auch in diesem Falle nicht der Berufung auf das Pressegesetz und der im letzten Absatz ausgesprochenen Drohung bedurft, um uns dazu zu veranlassen. Unser Irrtum erklärt sich daraus, daß der uns vorliegende Prospekt, aus dem die Sätze zitiert waren, die Unterschrift trägt ״Die Gemeinde- und Kurverwaltung“, so daß wir nicht annehmen konnten, daß er von einer anderen Stelle stammt. Es lag uns auch die Absicht fern, den Charakter des Prospektes zu ״entstellen“; auf den herausgegriffenen Satz über die ״fremdrassigen und daher auch antinational eingestellten Be- Sucher“ folgen Mitteilungen über die Preise der Pensionen, über Kurmittel, Kurtaxe usw., die wir aus Raummangel nicht mehr wiedergeben konnten. Wir nehmen zur Kenntnis, daß die von uns in unserer früheren Notiz zitierten Sätze nicht als ״wegwerfende“ Bemerkungen zu verstehen sind. Rabbinerverband für jüdische Schale Auf der letzten in Leipzig abgehaltenen Tagung des Zentralausschusses des Allgemeinen Rabbinerverbandes in Deutschland wurden folgende Entschließungen gefaßt: 1. Der Zentralausschuß des Allgemeinen Rabbinerverbandes in Deutschland dankt seinem Vorsitzenden Dr. B a e c k dafür, daß er in den Ereignissen der letzten Wochen die Aufgaben eines leitenden Rabbiners der deutschen Judenheit erfüllt hat und daß es ihm gelungen ist, in seiner Person alle positiven Kräfte des deutschen Judentums zusammenzufassen. 2. Der Zentralausschuß des Allgemeinen Rabbinerverbandes in Deutschland erblickt in der jüdischen Schule eine wesentliche segensvolle Kraft zur Erhaltung der deutsehen Juden. Diese jüdische Schule darf kein Notbehelf sein, sondern soll der lebendigen jüdischen Erziehung dienen. Eine Voraussetzung für dieses Schuhverk ist es daher, daß die in ihm tätigen Lehrer bewußt im Judentum stehen. Zum Problem der Getauften Auf dem in Braunschweig abgehaltenen evangelisch-sozialen Kongreß hielt der Direktor des Zentralausschusses für innere Mission, D. Z e e p, eine Eröffnungspredigt, in der er vor allen unevangeiischen Mißdeutungen der christlichen Bot- Schaft warnte und vor! der Kirche den Dienst brüderlicher Liebe forderte. Dieser müsse heute u. a. darin bestehen, den vom Staate verfemten Christen jüdischer und halbjüdischer Abstammung das Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zur Gemeinde ■wiederzugeben. Diese Aeußerung eines kirchlichen Würdenträgers ist zu begrüßen; denn es wäre paradox, wenn die getauften Juden, die in ״guten Zeiten“ der jüdischen Gemeinschaft den Rücken gekehrt haben, nun in Zeiten der Not darauf angewiesen wären, in einem von ihnen selbst verneinten jüdischen Bewußtsein und in der jüdischen Gemeinschaft Stütze zu finden. Lübeck. Herr Dr. Julius Joel, der erste Vorsitzende unserer Ortsgruppe bei ihrer Gründung, ist im Alter von 66 Janren verschieden. Es war ihm leider nicht vergönnt, seinen zwei Söhnen, die bereits in Palästina sind, nachzukommen (wie es sein sehnlichster Wunsch war). F.in selten gütiger Mensch, der unserer Sache so voll und ganz ergeben war, ist mit ihm dahingegangen. JUdUcher Turo> und Sportklub Bar Kochba-Hakoah KUNDGEBUNG FÜR DEN JÜDISCHEN SPORT Referent. Rabbiner Dr. Joachim Prinz Freie Aussprache I Donnerstag, den 20. Juni, abends 8 Uhr pünktlich in der OeaeUtdiatt der Freunde. Potsdamer Straße O Die Notlage Jüdischer Rotels Aut unsere Notiz ״Besucht jüdische Hotels und Speisehäuser“ in Nr. 48 der ״Jüdischen Rundschau“ sind uns eine Anzahl von Zuschriften zugegangen, die uns bestätigen, wie sehr die jüdischen Hotels gerade heute der Berücksichtigung bedürfen. Wir geben aus diesen Zuschriften zwei charakteristische Aeußerungen wieder. S. Malamuth in Bad Flinsberg schreibt uns: ״Flinsberjr ist von ziemlich viel Juden besucht und trotzdem habe ich in meinem Hause im Juni nur zwei Personen. Es gibt hier Hauser, die über die Hälfte ihrer Zimmer mit Juden besetzt haben und die eher alles andere als den Charakter der Judenfreundlichkeit tragen. Es kann nicht genug darauf hingewiesen werden, wie nötig wir auf die Unterstützung der Glaubensgenossen angewiesen sind, denn wir leben ja nur von diesen. Hoffentlich gibt es recht bald ein Sclbstbesinnen.“ Aus Norderney wird uns aus Jugendkreisen u. a. geschrieben: ״Ich beobachte den Pfingstbetrieb: Das große gutgeführte jüdische Hotel hat etwa 8 Gäste, da'׳ jüdische Pensionat ist vollkommen leer, die relativ zahlreichen ji'idisehen Besucher bewohnen Hotels und Pensionate, deren Wirte zum Teil offene Antisemiten sind! Sind wir so schmachgewohnt, daß es uns nicht schreckt, im ״arischen“ Hause geduldet m sein?“ Ortsgruppen Duisburg. Die Zionistische Vereinigung Duisburg, Erft- Straße 2, hat eine Palästina-Sprechstunde eingerichtet, die von Frau Anna Ltvy abgchalten wird und jeden Montag und Donnerstag von 10—12 Uhr im Gemeindehaus, Junkernstraße 2, stattfindet. Greiz. Leo Cohn, Greiz, Ooetheplatz 1, hat die Leitung der Palästina-Beratungsstelle für Greiz und die umliegenden Städte Plauen, Reiehenbach und Gera übernommen. Telephonische Anmeldung unter Greiz 2135 erbeten. Herne 1. W. Seit dem 1. Juni wird im Sitzungssaale der Synagoge ein Kursus in Neu-Hebräisch unter Leitung von Herrn GerscTionowitz, Essen, abgehalten. Derselbe findet jeden Sonntagvormittag statt und erfreut sich seitens der Jugend eines guten Zuspruchs. Neuanmeldungen bei M. Flohr 1m Hause M. Feuerstein, Herne, Neusstr. 27. Hindenburg (O.-S.). Die Sprechstunden der Palästina- Beratungsstelle In Hindenburg finden Mittwoch von 20—21 und Sonntag von 10—11 Uhr, Dorotheen st r. 9, 1, statt. Mainz. Die Sprechstunden der von der Zionistischen Ortsgruppe eingerichteten Palästina-Beratungsstelle finden taglieh von 7.45 Uhr morgens bis abends 8.30 Uhr in der Stefan-Karl-Michel-Str. 45 statt. An Samstag-Abenden nach 9 Uhr in der Klarastr. 13. Vermischtes Jüdische Schule Klopstockstraße. Mit Rücksicht auf die Arlosoroff-Gedächtnisfeier findet die dritte Vorlesung für Palästinakunde von Herrn Dr. Hans Lewy erst am Dicnstag, dem 27. Juni, 8.30 Uhr, im großen Sitzungssaal der Synagoge Fasanenstraße, statt. Mitteilungen des Palästina-Amtes. Alk zionistischen Ortsgruppen und Vertrauensleute werden darum gebeten, die an sie gerichteten Anfragen bezüglich der Zertifikatbewerber aus ihrem Ort umgehend zu beantworten, damit die Palästina-Amts-Kommission in der Lage ist, diese Anträge zu erledigen. Palästina-Amt, Berlin W15, Meinekestr. 10. Feier de» jüdischen Jugend. Ergebnisse der Tombola. Hauptgewinn: Eine Palästinareise, 9.18,57 Uhr. Weitere Gewinne: 0—3,59 Uhr; die 57. Sekunde in jeder Minute. 4—7,59 Uhr; die 31. Sekunde in jeder Minute. 8—11,59 Uhr; die 0. Sekunde in jeder Minute. Die Gewinne sind Montag und Donnerstag zwischen 3 und 4 Uhr in der Schlüterstr. 79/11 I. abzuholen. Gewinne, die bis zum 8. Juli nicht abgeholt sind, verfallen. Hebräische Kurse der BZV. Es bestellen bereits 40 Kurse mit fast 600 Teilnehmern, im Laufe der nächsten Woche werden in folgenden Bezirken neue Anfängerkurse eingerichtet: Reichskanzlerplatz, Charlottenburg Friedenau, Hansa-Platz, Reichstagsufer, Alexanderplatz, Gesundbrunnen, Neukölln, Tempelhol. Aufnahme in diese Kurse ist 2u1n Teil noch möglieh. Die Kurse finden am Vormittag, Nachmittag und Abends in Privatwohnungen statt. Sie umfassen 14—16 Teilnehmer. Preis: 3 M. pro Monat, zweimal wöchentlich je U״־ Stunden. Außerdem sind Kurse für Kinder im Alter von 12—15 Jahren geplant. Anmeldungen täglich auch telephonisch zwischen 4 bis 6 Uhr im Büro der BZV., Meinekestr. 10 (Bismarck 7165). Professor D. Simonsen-Stiftung. Mit Unterstützung aus Mitteln der Professor D. Simonsen-Stiftung kann jüdischen Kranken, die einer Kur in Bad Nauheim bedürfen, die Durchführung; dieser Kur zu besonders ermäßigten Gebühren ermöglicht werden. Die Gäste der Professor D. Simonsen- Gesellschaft «. V. erhalten Unterkunft und Verpflegung in erstklassig geleiteten jüdischen Kurheimen. (Einzelzimmer mit fließendem warmen und kalten Wasser, Dampfheizung, Veranden und Gartenbenutzung und ritueller Verpflegung. Gesuche sind an den Syndikus der Professor D. Simonscn-Gcsellschaft e. V., Herrn Rechtsanwalt Dr. Selmar Spier, Frankfurt a. M., Taunusstr. 1, zu richten. An unsere Abonnenten! Die Abonnements-Gebühren für das 3. Kalenderquarial, brw. für Monat Juli, werden jetzt fällig. Wir werden uns deshalb erlauben, die Abonnements-Gebühren für die kommende Bezugszeit wie üblich in den nächsten Tagen durch Nachnahme dnzuziehen. Wir wären für pünktliche Einlösung dankbar und weisen darauf hin, daf» durch rechtzeitige Zahlung der Gebühren am besten eine Verzögerung in der Belieferung vermieden wird. Diejenigen unserer Abonnenten, die, auf ausdrüdt« liehen Wunsch, keine Nachnahme zugestellt bekommen, ersuchen wir höfl., den Betrag auf unser Postscheck־ konto Berlin 173 92 zu Überweisen. Berlin, im Juni 1933. Verlas ,Jüdische Rundschau“ Berlin W15, Melnekestraße 10 Synagogen-Konzerte. Unter dem Protektorat des Vor- Standes der Jüdischen Gemeinde und der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe veranstalten die beiden A capella- Chöre Berliner Jüdischer Sänger (Dirigenten. B. Spott — Ch. Winawer) vor ihrer Tournee zwei Abschieds-Synagogenkonzerte, und zwar Dienstag, den 27. Juni, in der Alten Svnagoge, Heidereutergasse 5, und Mittwoch, den 28. Juni, in der Synagoge Prinzregentenstr. 69/70, abends 8 Uhr. Programm: Synagogale Gesänge und jiid, Volkslieder. Karten zum Preise von 0,75, 1,—, 1,50 und 2,~ RM. erhältlich bei Bote & Bock, Warenhäuser Tietz und K. d. W., bei den Kastellanen aller Gemeindesynagogen, im Jiid. Museum, Oranienburger Str. 31, auf dem Sportplatz der Jüdischen Gemeinde im Grunewald und äu der Abendkasse, Der ״Haschomer Hazalr“ bittet um Abdruck folgender Notiz: Trotz aller Schwierigkeiten haben wir beschlossen, auch in diesem Jahre ein Sommerlager, und zwar in Dänemark, zu veranstalten. Die Notlage der meisten unserer Eltern macht die Durchführung des Lagers aus eigener Kraft unmöglich. Wir treten daher mit der Bitte an die zionistische' Ocffcntlichkeit, die erzieherische Arbeit unseres Bundes und gleichzeitig auch die körperliche Ertüchtigung: unserer Chawerim und Chaweroth durch eine Lebensmittel- oder Geldspende zu unterstützen. Wir bitten, uns durch Postkarten zu benachrichtigen, wo und w׳ann wir Spenden abholen dürfen. Adresse: Haschomer Hazair Bundesleitung, Berlin N 54, Brunncnstr. 181. Jüdisches Jugendheim im Schwarzwald. Man schreibt uns: Inmitten des nördlichen Schwarzwaldes, in unmittelbarer Nähe des 1156 Meter hohen Hornisgrindegipfcls, des Muinmelsces und des Ruhsteins haben vor 3/4 Jahren die mittelbadischen Jugemlbünde, insbesondere der J. j. B. und J.P. D. Offenburg ein jüdisches Jugendheim errichtet. Es enthält 2 Schlafräume getrennt für Jungcns und Mädels mit insgesamt 22 Betten, einen großen, freundlichen Wohnraum una eine vollständig eingerichtete Küche. Wir haben uns jetzt entschlossen, das Heim der gesamten hündischen und nichtbiindischcn Jugend zur Verfügung zu stellen und jede Wandergruppe, so weit uns die Plätze zur Verfügung stehen, nach vorheriger Anmeldüng aufzunchmen. Die Gebühren betragen 40 Pf. für Nacht- und Tagesaufenthalt. Anmeldungen und Anfragen an: Siegfried Schnurmann, Offenburg (Baden), Haupfstr. 73. Frankfurt a. M. Zionist. Jugendgruppe. Sonnabend, den 24. Juni, nachmittags 5 Uhr, spricht im Heim, Eschersheimer Landstr. 65, Herr Ing. Richard Jakobi über ״Eindrücke einer Reise durch das Palästina 1933“. Gäste, Jugendliche willkommen. Berliner Kalender Eintritt zu ,־dien Veranstaltungen nur fiir Mitglieder und geladene Gäste. Frauen-Arbeitigemetnichaft für Palästina. Gruppen West und Nordwc st: . 27. Juni, nachm. 4.30 Uhr, Vortrag von Dr. Marie Mayer: ״Die Hausfrau in Palästina“. Im K.J.V., BMbtreustr. 50. — Gruppen Neukölln und Tcmpelhof: 2«. Juni, abends 8.15 Uhr, Vortrag von Dr. Marie Mayer: ״Die Hausfrau in Falastina“. Ort wird noch bekanntgegeben. — Studiamrkel Westend, Leitung Frau Dr. Moses, 27. Juni, nachm. 4.30 Uhr, bei Frau l)r. Moses, Grunewald, Trabener Str. 2. MAI^MAÜI WQLTV m □AND! Deutscher Makkabikreis Makkabi-Kampfspielc Cernauti, 3.—6. August 1933. Gesellschafts■ reise des Deutschen Makkabi-Kreises. Näheres durch das Sekretariat, Berlin VV15, Meinekestr. 10, Bismarck J 1 7165. Zweite» Sportlest des I. T. S. C. Bar Kochba-Hakoah Berlin. Vorentscheidung um die Gruppenmeisterschaft. Diese, die!weite Veranstaltung des Bar Kochba-Hakoah Berlin vorn 18. Juni war wiederum ein voller Erfolg aut der ganzen Linie. Die zahlreich erschienen«!! Zuschauer wurden nicht enttäuscht, denn die Aktiven kämpften verbissen mit Energie um Sieg und Plate. Hervorzuheben ist die tadellose Organisation, die ganz mustergültig war, so daß d:c Zuschauer dauernd in Spannung gehalten wurden. Ergebnis: I. Westen 100 Punkte, II. Süden 117 Punkte, III. Norder* 12055 Punkte, IV. Osten 1261/1 Punkte. Im Rahmen des Sportfestes trat die Fußballabteilung erstmalig mit ihren neu gegründeten Gruppen Cheruth, Emunah, Aliah und Achduth in Erscheinung, ln einem Blitzturnier traten sich gegenüber: Cheruth gegen Emunah und Aliah gegen AcliJu'11. Beide Spiele brachten in der vorgeschricbenen Spielzeit keine Entscheidung, so daß um den Sieg gelost werden mußte. Ermmah und Achduth waren die Glücklichen, welche am Schluß 'des Sportfestes zum Endkampf antraten. Durch schlechte: Leistungen des Torwächters von Achduth wurde Emunah Endspielsieger mit Hem etwas zu hohen Resultat von 4:0. Ein IlockeyspicI zweier kom- Dinierter Mannschaften vervollständigte noch das Gesamtbild des Sportfestes. Alles in allem ein voller Erfolg, welcher fiir die Zukunft die besten Aussichten eröffnet. Berlin. Die Schwimmabteilung schwimmt wieder, und zwar jeden Montag ah 8 Uhr im Wellenbad (Lunapark). Außerdem findet Mittwoch, den 28. Juni, bei Hans Cohn, Neu-Tcmpelhof, Ilohcnzolicrnkorso 2, um 8 Uhr, ein Heimabend statt, der von einem Vortrag des Herrn Dr. Jaeoby ausgefüllt wird. Dr. Jacoby sprach bereits an einem von 23 Mitgliedern besuchten Heimabend am 14. über die ״Zionistische Geschichte bis Th. Herzl“ und wird am 28. die Entwicklung von Herzl bis zum Kongreß weiter ausführen. — Gäste willkommen. — Pfingsten war die Abteilung mit 14 Mitgliedern auf einer sehr schönen, harmonischen 2-Tage- Fahrt nach Krummensee bei Königswusterhausen gewesen. — Sonstige Auskunft erteilt jederzeit das Büro, Meinekesttaße, und Hans Michclsobn, Hochmeister 5862. Hamburg. Der B.K. veranstaltet Sonntag, den 25. Juni 1933, auf seiner Sportplatzanlage in Bramfeld interne leichtathletische Wettkämpfe. Es ist vorgesehen, atts Sport- und Tum-Abteilungen zusammengestellte Mannschaften gegeneinander antreten zu lassen. Es ist bei dieser ersten größeren sportlichen Veranstaltung des B.K. in diesem Sommer mit einer regen Beteiligung der jüdischen Oeffentlichkeil zu rechnen. Han nover. Trotz der augenblicklichen Lage, welche auf den Sport auch übergegriffen hat, ist die Vereinsleilung nicht rnüßig gewesen, am 28. Mai Vereinswett kämpfe auf dem Sportplatz in Vahrenwald austragen zu lassen. Bei schlechtem Wetter und unter guter reger Beteiligung der Jugend nahmen die Wettkämpfe einen glänzenden Verlauf. Es wurde in allen Klassen erbittert um die Sicgespalme gekämpft, Alle Sieger hier aufzuführen, würde zuviel Platz cinnehmen; nur eins sei gesagt, daß man feine Leistungen zu sehen bekam. Eine Siegesfeier mit Verteilung der Diplome wird in den nächsten Wochen im Heim, Lange Laub« 46, stattfinden. Jüdische Sportler, wollt Ihr abseits stehen, und habt Ihr Imme! noch nicht, erkannt, um was cs geht? Kommt zu uns und kämpft in 11״• seren Reihen für eine gesunde jüdische Jugend I

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