Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 41 (23.5.1933)
- Date
- 1933-05-23
- Page
- Seite 217 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41, 23, V. 1933 dringende organisatorische Notwendigkeit ist ferner die Errichtung eines speziellen Dezernats bei unserer Palästina- Exekutive, das sich mit der Durchführung aller dieser Pläne, die aus der gegenwärtigen deutsch-jüdischen Situation erwachsen, beschäftigt und ihre schleunige, technisch mögliehst reibungslose Durchführung übernimmt. ln jedem Falle ist es klar, daß jetzt Juden aus Deutschland neben den Juden, die ursprünglich aus osteuropäischen Ländern nach Palästina eingewandert sind, ein tragendes Element des jüdischen Jischuw werden. Die Juden, die heute aus Deutschland kommen, sollten sich dieser Tatsache als einer Verpflichtung bewußt sein. Für sie heißt es vor allem Ein- und Unterordnung in die wachsende jüdische Volksgemeinschaft in Palästina, Sicheinleben in die Sprache und den Geist des Jischuw. Sie werden mit Freude aufgenommen. Durch Dienst an dem gemeinsamen nationalen Werk, an dem wir im Lande arbeiten, durch den Geist des Dienstes können sie selbst viel dazu beitragen, sich und dem Jischuw die Ver- Schmelzung zu erleichtern. Die englische an die deutsche Jugend London, 17. Mai. (J. T. A.) Unter dem Vorsitz von Mrs. Edgar D u g d a 1 e, der Nichte Lord Balfours, fand in der Queens Hall in London eine von englischen J ugendverbänden, unter ihnen dem Verband der Hörerinnen an den englischen Universitäten, dem Reichsverband der Studenten Englands, der christlichen Studentenbewegung, den ״Jungen Freunden“ (Quaker), der Young Men’s Chiistian Association, den jüdischen jugendorganisationen, dem Verband der Sonntagsschulen und den Jugendverbänden der großen englischen Parteien, einberufene Massenversammlung statt, an der über 4000 Jugendliche teilnahmen. Ansprachen hielten Mrs. Dugdale, Lord Mekhett, der Abgeordnete Isaac Foot, die bekannte Pädagogin Margery Fry und Prof. John McMurray. Begrüßungsschreiben waren von Prof. Gilbert Murray, dem Führer der freien Kirchen Dr. Scott Lidgett und Viscount Snowden eingelaufcn. Abg. Foot berichtete über seine in Palästina anläßlich seines Besuches vor zwei Monaten gewonnenen Eindrücke. Die Errichtung des Jüdischen Nationalheinis, erklärte er, sei eine der wunderbarsten Erscheinungen in der Geschichte der Neuzeit. England könne stolz darauf sein, daß es bei der Durchfiihrung dieses großen Werkes eine Rolle spiele. Die Errichtung des Nationalheims sei ein Werk der Sühne für das Unrecht, das einem verfolgten Volke zugefügt worden sei. — Worte der Anerkennung für die Kulturleistungen der Juden und des Verständnisses für den neuen Lebensgeist in Deutschland fand Prof. John McMurray, der u. a. erklärte, das Schicksal der Juden in Deutschland, die dort unverdient zum Sündenbock gemacht werden, möge eine Warnung an die Welt sein, nunmehr ihrerseits Deutsch- Iand zum Sündenbock zu machen. Am Schluß der ungemein eindrucksvoll verlaufenen Ver- Sammlung wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in_ der erklärt wird, diese repräsentative Versammlung der britischen Jugend sei der Meinung, daß politische und gesellschaftlidie Diskriminierung aus Gründen der Rassenverschicdenheit den Grundsätzen von Recht und Freiheit widerspreche, und bedauere tief die gegenüber der deutschen Judenheit geübte Diskriminierung. Sie richte in freundschaftliebem Geist an das deutsche Volk, und insbesondere an die deutsche Jugend, den Appell, Maßnahmen zu ergreifen, um dieser Zurücksetzung ein Ende zu machen. * Auch an der Londoner Universität fand eine Kundgebung statt, bei welcher der Biologe Professor Haidane, ferner Professor Lanzelot Hogben und andere über die Lage der Juden in Deutschland sprachen und eine Resolution angenommen wurde, in der gegen die Benachteiligung von Juden Stellung genommen wird. Wahnsinnig geworden. Aus Bia ly st ok wird gemeldet: Dort hatte sich ein jüdischer junger Mann die Verbrennung der Bücher in Deutschland so zu Herzen genommen, daß er darüber wahnsinnig wurde. Die Nacht des Autodafes verbrachte er weinend über den ihm lieb gewordenen deutschen Büchern, gegen Morgen schichtete er alle im Hause befindlichen Bücher zu einem Scheiterhäufen zusammen, den er schreiend und irre Rufe ausstoßend entzündete. Der Unglückliche wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Porzellanzähne aus Palästina. Zu der auf S. 193 von uns veröffentlichten Notiz des Industriellen-Verbandes Tel-Awiw wird uns von einem Zahnarzt geschrieben: Ich verwende diese Blcomschen ״Zenith“-Zähne schon seit vielen Jahren zu meiner vollsten Zufriedenheit. Sie sind den besten amerikanisehen und Schweizer Zähnen gleichwertig, den meisten deutschen überlegen und billiger als die Schweizer Zähne, ln Deutschland sind sie zu beziehen von Herrn Wolff, Berlin W 15, Kurfürstendamm 217, Lab. f. Z., Bism, 3532. Dr. L. Was ist «rein deutsch“? Anzeige im ״Berliner Lokal- Anzeiger״ :״Keine jüdische Hautcreme mehr benutzen! Lovana-Creme ist gleich gut, ist billiger und rein deutsch! Jetzt ist die einzige Jod-Kaliklora-Zahnpasta nur 50 Pf. in der K.-P.-Tube, Hersteller: Queisser & Co., Hbg. 19. Arisch s e 11 G r ü n d u n g.“ Selbstanzeige. Anfang Juni erscheint im Fiba-Verlag, Wien, mein Buch ״Palästina, wie es wirklich ist“. Es ist der Niederschlag einer zwanzigjährigen intensiven Beschäftigung mit den Problemen des Landes und zweier Palästina-Reisen, in den Jahren 1924 und 1932. Ich versuchte, in allgemein interessanter Form möglichst vielen der so mannigfaltigen Aspekte Palästinas gerecht zu werden, die politischen, die wirtschaftlichen, die nationalen Fragen zu umreißen, über Feste und Alltag, über das Landschaftliche und das Historische etwas zu sagen, vor allem das jüdische Aufbauwerk in seiner Realität zu schildern. Das Buch hat nicht den Ehrgeiz, einen fundamental neuen Beitrag zur Lösung der Palästina-Probleme zu liefern, sondern es will diese Probleme aufzeigen, zeigen, wie man sie in der Wirklichkeit zu lösen versucht, manchmal mit Erfolg, manchmal auch mit Mißerfolgen, und vor allem der ungeheuren Menge von Menschen, die sich heute für Palästina tu Interessieren beginnen, und zwar in einer unmittelbareren, für ihr eigenes Leben bedeutungsvolleren Weise als noch vor kurzem die überzeugtesten Zionisten, eine vorläufige Orientierang ermöglichen und einen möglichst großen Teil der Fragen beantworten, die sie immer und immer wieder stellen. Der Verlag hat das Buch vorzüglich ausgestattet und mit 65 ganzseitigen lllustrationstafeln nach den schönsten und charakteristischesten photographischen Aufnahmen und mit zwei Landkärtchen versehen. Dr. Hugo Herrmann. JÜDISCHE RUNDSCHAU Kleine Nadiridiien Ministerpräsident MacDonald hat sich bereit erklärt, die Anglo Palästina-Ausstellung in den Londoner Landwirtschaftssälen am 7. Juni zu eröffnen. Das Ehrenprotektorat über die unter den Auspizien des Keren Kajemeth Lejisrael veranstaltete Ausstellung haben Lord R e a d i n g und der Oberkommissar von Palästina Sir Arthur Wauchope übernommen. Die fewish Agency hat 1850 Einwanderungszertifikate für Chaluzim, 800 Zertifikate für Mittelstandsangehörige und 1000 Zertifikate für Angehörige in Palästina ansässiger Juden verteilt. Am 19. Mai ist von Neapel aus eine Gruppe von 250 Juden aus Deutschland nach Palästina abgereist. Aus Palästina sind zwei arabische Delegationen, die eine Unter Führung des Groß-Mufti nach Indien, die andere unter Führung des Scheichs Mussaphar nach dem Irak abgereist Ihre Aufgabe besteht, wie der Oberste Moslemische Rat mitteilt, darin, Geldmittel für die geplante arabische Universität in Jerusalem aiifzubringen. Die arabische Tageszeitung ״Feiestin“ verlangt, daß die Delegationen gleichzeitig großzügige Sammlungen für den nationalen arabischen Bodenfonds organisieren. Das Gericht in Jerusalem hat drei als Touristen nach Palästina gekommene Juden zu je drei und einen vierten zu vier Worhen Gefängnis und Landesver- Weisung verurteilt, weil sie ohne legale Erlaubnis versucht hatten, sich in Palästina dauernd niederzulassen. Die Verurteilten wurden zur Verbüßung ihrer Strafen in das Gefängnis von Akko überführt, ln Holland fand ein Sammeltag zugunsten der j ü d i - sehen Auswanderer aus Deutschland statt. Das Ergebnis der Straßensammlufigen betrug etwa 25 000 hfl. Bei der Büchsenleerung in Amsterdam wurde in einer der Büchsen ein Tausendguldenschein gefunden. Auf der Tagesordnung des für den 3. Juni nach Montreux cinberufencn Kongresses der Union der Völkerbundligen steht u. a. die Frage der Zurücksetzung der Juden in Deutschland. Paris, 14. Mai. (J. T. A.) ln Paris wird demnächst auf Anregung des unter der gemeinsamen Führung von P a i n - 1 e v e und Baron Edmond de Rothschild stehenden Komitees zum Schutze jüdischer Intellektueller aus Deutschjand eine internationale Konferenz zusammentreten, auf der Entscheidungen über die künftige internationale Rechtsstellung der aus Deutschland ausgewanderten Juden getroffen sowie Beratungen betreffend eine bessere Vertei- Jung der Auswanderer auf verschiedene Länder und die Organisierung der Hilfsaktionen für sie abgehalten werden sollen. Auf einer in Paris abgehaltenen Versammlung des Internationalen Studentenwerks wurde beschlossen, eine großzügige Hilfsaktion für die von den deutschen Hochschulen entfernten Professoren und Studenten, die ins Ausland gingen, einzuleiten. Die arabische Tageszeitung ״Falastin“ meldet, daß zwisehen den Regierungen von Transjordanien und Hodschas ein Vertrag geschlossen wurde, demzufolge der Distrikt von Akaba als britischer Besitz anerkannt wird und einem britischen Gouverneur unterstellt werden soll. Die fransjordanische Regierung dementiert diesen Bericht des ״Faiasfin“. Aut einer vor kurzem in Tel-Awiw abgehaltenen Besprechung jüdischer Aerzte aus Palästina und anderen Ländern wurde beschlossen, den geplanten Weltkongreß jüdischer Aerzte, auf dem ein Weltverhand jüdischer Aerzte gegründet werden soll, sobald als möglich nach Palästina einzuberufen. Dem Vorbereitungskomitee gehören Vertreter aller Länder, der Hebräischen Universität und der Hadassah an. Wie der Bürgermeister von Tel-Awiw, Dizengoff, mitteilt, hat die Tel-Awiw Development Company ein zwischen dem Meeresufer und dem Yarkon gelegenes Gelände für Ausstellungszwecke erworben. Auf Grund eines Uebereinkommens mit der Leitung der Jewish Agency wird mit der Errichtung einer Kolonie für 35 Mittelstandsfamilien auf dem Gebiet von Wadi Chawarith begonnen. Das Haifaer Gericht für Grundstücksstreiffälle hat in einem seit 1927 gegen Keren Kajemeth und Palestine Land Development Company geführten Prozeß um ein Gebiet vor! einigen tausend Dunam in Kfar Chassidim endgültig zugunsten der beklagten Gesellschaften entschieden. Die Klage Arab et Sheitaths, der behauptet hatte, ׳das Gebiet gehöre nicht zu Hartieh (früherer Name von Kfar Chassidim), sondern zu Schefram, dessen Eigentümer er ist, wurde abgewiesen. Unter dem Vorsitz von Dr. Ignatz Schwarzbart-Krakau fand in Wien eine Besprechung von Delegierten der Verbände Allgemeiner Zionisten in Oesterreich, Ungarn und der Tschechoslowakei statt, in der Dr. Schwarzbart über die Tätigkeit der Leitung und die Lage des Allgemeinen Zionismus und seiner Jugendbewegung in den einzelnen Ländern berichtete. Das Exekutivkomitee des Verbandes der Rabbiner Polens wendet sich in einem ,Aufruf an alle Rabbin er, vom kommenden Sabbath angefangen in ihren Predigten aut die Lage der Juden in Deutschland hinzuweisen und die Gläubigen zu opferwilliger Beteiligung an der vom jüdischen Zentralhilfskomitee eingeleiteten großen Volks- Sammlung zugunsten deutscher Juden aufzufordern. In Warschau ist der jüdische Motorradfahrer Siegmund Wohlmann eingetroffen, der vor neun Monaten eine Weltreise angetreten hatte. Wohlmann ist durch Polen, die Tschechoslowakei, Oesterreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, England, Irland, Spanien, Marokko, Tunis Aegypten. Sizilien und Italien (insgesamt 50 000 km) auf seiner Rundreise gekommen. Eine besondere Leistung stellt seine Durchquerung der Sahara, in der er 450 km zurücklegte, dar. Der Hauptausschuß der Stadt Düsseldorf hat dem Turnverein Makkabi die städtischen Turn- und Sporteinrichtungen, deren Benutzung ihm infolge der politischen Veränderungen eine Zeitlang entzogen worden war, wieder zur Verfügung gestellt. Der Jüdische Lehrerverein für Bayern ist polizeilich aufgelöst worden. Ueber die Gründe der Auflösung, gegen die bei den zuständigen Stellen Beschwerde eingelegt wurde, konnte bisher nichts in Erfahrung gebracht werden. Cuzistische und eisengardistische Studenten haben an der Medizinischen Fakultät der Klausenburger Universitat jüdische Hörer am Betreten der Hörsäle und Laboratorien gehindert. Das Dekanat hat daraufhin die Schließung der Fakultät bis zum Schlüsse des laufenden Studienjahres verfügt 40 Studenten, die sich an den Ausschreitungen gegen die jüdischen Hörer beteiligt hatten, wurden verhaftet und aut Beschluß des Universitätssenats relegiert. Seite 215 MltteUangen der Berliner Zionistischen Vereinigung Der Palästinakursus der BZV. beginnt am 24.Mal mit einem Vortrag von Dr. M. Bandinann über die Geographie Palästinas. Weitere Vorträge finden statt am: 29. Mai: Jüdische Stadt und industrielle Entwicklung, Referent: Dr. Georg Landauer; 7. Juni: Landwirtschaftliche Kolonisation, Referent wird noch bekanntgegeben; 12. Juni: Die zionistische Bewe* gung als Schöpferin des jüdischen Palästinas, Referent: R.-A. Benno Cohn. — Der Kursus findet im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, statt. Beginn 1/29 Uhr abends pünktlich. Eintritt 20 Pf. pro Abend. Wir bitten alle Gesinnunsgenossen, ihre nichtzionistischen Freunde auf den Kursus besonders hinzuweisen. Wir wollen in vier Abenden den neu zu uns kommenden Menschen die ersten Kenntnisse über Palästina vermitteln. Der Andrang zu den von der BZV. begründeten h e b r ä ischen Kursen ist außerordentlich. Die BZV. errichtet daher immer neue Gruppen, insbesondere wird der Versuch unternommen, diese auf die verschiedenen Stadtbezirke zu verteilen. Wir bitten alle Interessenten, sich sofort unter der Angabe der gewünschten Kurse (Anfänger oder Fortgeschrittene, Schnellkursus oder Gruiidkursus)^ zu melden. Die geplanten Konversationszirkel können erst in einer Woehe beginnen, da wir zunächst mit der Organisation der Sprachkurse beschäftigt sind. Wir bitten alle Zionisten, die Ln allgemein-jüdischen Vereinen tätig sind, uns unverzüglich mitzuteilen, in welchen Vereinen sie arbeiten und welche Funktionen sie dort bekleiden. Die letzten Monate brachten der BZV. und den zionts»■ sehen Jugendbünden Hunderte von neuen Mitgliedern. Ununterbrochen wird von uns zionistische Literatur verlangt, da die neuen Menschen sich naturgemäß informieren und zionistisch bilden wollen. Um diesem dringenden Bedürfnis entgegenzukommen, begründen wir eine zionistische Bibliothek und bitten alle Gesinnungsgenossen, uns möglichst bald Werke zionistischen und allgemein-jüdischen Inhalts aus ihrer Privatbibliothek zu stiften. Auf telephonische Mitteilung wird die BZV. die Spenden abholen lassen. Die Sprechstunden der BZV. sind von mm an für die Zeit von 4—6 Uhr nachmittags festgelegt. Wegen der Ueberlastung des Büros ist es leider unmöglich, Besucher während des ganzen Tages im Büro zu empfangen. Berliner Zionistische Vereinigung. Vermisdhies Jüdische Schule Klopstockstr. 58 (1 Minute vom Bahnhof Tiergarten). Anmeldungen von Knaben und Mädchen für sämtliche Klassen und für den hebräischen Kindergarten auch weiterhin täglich außer Schabbafh und Sonntag von 12—13 Uhr bei der Leiterin, Frau Nathan. Kundgebung für die jüdische Schule, Sonntag, den 28. 5״ vorm. 11 Uhr, im Kino Alhambra, Kurfürstendamm. Redner: Kurt Blumenfeld, Rabb. Dr. Joachim Prinz: ״Was wird aus unseren Kindern?“ Karten ä Mk. 1,— und 0,50, für Jugendliche 0,30 in der B. Z. V., Meinekestr. 10, und an der Vormittagskasse. Die Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe, Berlin, Oranienburger Str. 31, Abteilung Aerzte, teilt mit, sie sd bestrebt, wirtschaftliche Interessen der jüdischen Mitglieder sowie der jüdischen Aerzte in den Mittelstandsversicherungen zu wahren und warnt vor allen Einzelaktionen. Die' Beratungsstelle ist die einzige offizielle Auskunftsstelle. Die Beratungsstelle der Z. V. f. D. In Schulangelegenheffen ist nunmehr nur noch geöffnet: Montag und Donnerstag in der Zeit von 4—6 Uhr in den Räumen der Z. V. f. D., Meinekestraße 10, Zimmer der Palästinaberatung. Mitteilung an die zionistischen Lehrer. Die zionistischen Lehrer werden gebeten, Angaben über ihre bisherige Stellung, Ausbildung, augenblickliche Beschäftigung usw. umgehend der Z. V. f. D. mitzuteilen. Die genaue und schnelle Erledigung ist wichtig. — Z. V. f. D., Meinekestr. 10. Der ״Verband Deutscher Zlonisten-Revisionlsten“ teilt mit: ,,Das Büro des Verbandes, Joachimsthaler Str. 311, ist Montag bis Freitag von 4.30 bis 7.30 Uhr geöffnet. — Der Verband veranstaltet Ende Juni eine Gesellschaftsreise nach Palästina zu stark verbilligtem Preis. Interessenten wollen sich schriftlich oder persönlich zu den oben angegebenen Zeiten im Büro melden.“ Philologe mit umfassender akademischer Biidung erteilt hebräischen Unterricht jeder Art. Spezialität juristische Terminologie, hebräisch und englisch. Etwaige Anfragen leitet die Redaktion der ״Jüd. Rundschau“ weiter. ״Palästina“ von Alfred Bonne, Leiter der ,,Economic Archives for the N’ear East', Jerusalem (mit 60 Abbildungen, 3 Kartenskizzen, 1 Diagramm) kostet jetzt broschiert 11 KM., Ganzleinen 12,50 RM. Das Werk ist durch jede Buchhandlung zu beziehen oder direkt durch den Verlag Deutsche Wissenschaftliche Buchhandlung in Leipzig. Bar Kochba-Hakoah-Berlin Am 23. Mai: Außerordentliche Mitgliederversammlung des gesamten Klubs. Tagungsort: Gesellschaft der Freunde, Potsdamer Straße 9. Tagesordnung: 1. Vercinsberichl von Hans Friedenthal; 2. Kurt Blumenfeld ,,Die jüdische Palästina-Wanderung“. Zur Deckung der Spesen wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben. Eintritt nur gegen Varzeigeri der Mitgliedskarte. Geschäftliche Mittcilnngeo Mainz. Unser Gesinnungsgenosse Dir. L. Hofmann, Mainz, macht aut seine seit 1917 bestehende und durch nachweisbar beste Erfolge bekannte höhere Privatschule ״Mainzer Pädagogium“ aufmerksam. (S. Anz.) * Holland. Wirtschafts- und Rcchtsberatungs-Büro Dr. jur. et rer. pol. Michael Rosenfelder, Amsterdam, Stadhouderkade 74, Fernspr. 24 445 u. 90 636. Bestehend seit 1, Februar 1924. ($. Inserat.) * Tafeskinderheim des Vereins zum Schutz der Kinder russisch« Juden in Deutschland (Kindergarten, Hort). Für Kinder von 3 bin 14 Jahren. Heimzeit von 9 bis 5 Uhr unter Aufsicht geübt« Leiterinnen. Ausgezeichnete Verpflegung. Hilfe bei Schularbeiten. Aus- (läge. Eigene Laube. Auskunft im Büro von 10 bis 3 Uhr. Berlin W 15, Sächsische Sfr. 74. Die Kaschruth-Kommission der Jüdischen Gemeinde bestätigt Herrn Julius NuSbaum in Fa. ß. Ilorn, Gontardstr. 3, daß er de» Anordnungen des Kabbinats nachgekommen ist und daß für die Auf. gäbe der Aufsicht nicht religiöse, sondern verwaltungstechnische Gründe maßgebend gewesen sind,