Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 40 (19.5.1933)
- Date
- 1933-05-19
- Page
- Seite 205 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Judenfrage in christlicher Sicht Einzelnammer RM 0£5 JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstagu. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Reichsmark, vierteljährlich 5,75Reichsmark. AusUnds*bom1״ments wctdtsa in der Wahrung der elnrelne« Lander berechnet, Ameißenpreis: 8 gespaltene Nonpfcretlleteüe 0*50 RM. Stellen *5e8uch• 0,25 RM Redaktion, Verlag und Anzeigen *Verwaltung: Jüdische Rundschau G. m.b. H., Berlin W15, Meinekestr. 10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Anzeigessdhlufi: Dienstag und Freitag 11 a cb ra i 11 •f■ 4 XJ h ז Postscheck - Konten: Berlin 173 92, Basel V 9355. Belgrad 680 32* Brussel 394 33, Budapest 596 93, Danzig 1973, Haag 140 470, Prag 59410. Riga 4155, Strafiburg 164 30, Warschau 190708, Wien 156030. Bank.Konieu: Dresdener Baak, Depositen * Kasse Berlin, Kurfürstendatnm 52: Rumänische Kreditbank, Cemauti (Rumänien); Anglo Palestme Co. in HLaila, Jerusalem, Tel-Aviv. Nummer 40 /ך Berlin, 19. V. 1933 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ״ג אייר חרצ״ג XXXVIII. Jahrg. / Per aoHbawa erstreht ft>r da» JOdlsetw Voll! die Schaffung einer Öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm,»* Die Sorge um den Frieden Nichts bewegte in diesen Tagen so heftig alle Gemüter wie die Sorge um den Weltfrieden. Die Zuspitzung der außenpolitischen Situation brachte weiten Volkskreiscn den Ernst der Entscheidung zum Bewußtsein. Die Völker wollen keinen Krieg, sie wissen, daß Krieg mit Tod und Tränen, mit Elend und Jammer verbunden ist, und daß bei der heutigen mechanischen ICriegstechnik, deren Auswirkungen noch kaum ermessen werden können, die alten Begriffe von Sieg und Niederlage nicht mehr gelten, sondern daß eine Vernichtung aller und ein furchtbares Chaos droht. Man hat uns Juden in Deutschland häufig vorgeworfen, daß wir ״Pazifisten“ seien und daß Pazifismus das Volk demoralisiere. Es mag richtig sein, daß Juden, weil sie ein längeres geschichtliches Gedachtnis haben, besonders tief um das Leid wissen, das mit Kriegen verbunden ist; das besagt nicht, daß wir nicht auch die Würde und Schicksalhaftigkeit geschichtlicher Auseinander- Setzungen im Ringen der Völker begreifen. Aber es ist heute keineswegs eine spezifisch ,.jüdische“ Einstellung, wenn man wünscht, daß der Friede der Welt erhalten werde. Alle Völker hoffen, daß ihre Staatsmänner Einsicht und Größe, Klugheit und Geschick haben werden, um den Frieden 7. u retten und aus den heutigen Schwierigkeiten der Welt, die noch immer eine Folge des Weltkrieges sind, lierauszukommen. Im Rahmen der Ereignisse dieser Woche ist die Botschaft des amerikanischen Präsidenten ein wichtiger Schritt zu einer Entspannung der Lage. Und die Rede des de ntsehen Reichskanzlers, die die einstimmige Zustimmung des Reichstages fand, wird sicher allgemein als staatsmännische Leistung־ ersten Ranges gewertet werden. Auch der Reichskanzler hat sich zu dem Gedanken des Friedens bekannt, er hat in überzeugender Weise geschildert, welches Verderben ein Krieg für die Menschheit bedeuten würde. Auf Grund dieses Bekenntnisses zum Frieden wird es die Aufgabe der Statsmänner aller Völker sein, ein dauerndes konstruktives Gebäude für das Zusammenleben der Völker aufzurichten. An dieser Stelle kann nicht auf die durch die Rede des Reichskanzlers aufgeworfenen politischen Einzelfragen eingegangen werden. W;as aber uns als Juden besonders nahe berührt hat, war der erste Teil der Kanzlerrcde, der nicht nur einen deutschen Interessenstandpunkt vertrat, sondern allgemeine Pr i!1 z i p i e n proklamierte, die für jedes Volk anerkannt werden. Gerade der Nationalsozialismus, so sagte der Kanzler, respektiert aus seiner Welt an schauung heraus auch die nationalen Rechte der anderen Völker, er ist von tiefem Verständnis beseelt für die gleichen Gefühle und Gesinnungen sowie für die begründeten Lebensansprüche anderer. Der Kanzler wies darauf hin, daß man im Völkerleben nicht den Gedanken der Vernichtung pr edigen dürfe, sondern überlegen müsse, wie eine Neuordnung der Beziehungen vorgenommen wird, die den Existenznotwendigkeiten der beteiligten Völker in höchst möglichem Umfange entspricht. Das sind Gedanken, die weit über Deutschland hinaus und in Deutschland weit über die Reihen der nationalsozialistischen Partei hinaus Zustimmung finden werden. In der Tat wird und wurde in der ganzen Welt von Einsichtigen seit langem anerkannt, daß die Disqualifizierung Deutschlands ein Unrecht ist, und erst durch die überstürzten Ereignisse der letzten Monate erlangte im Ausland eine andere Haltung die Oberhand. Es ist eine große aber lohnende staatsmännische Aufgabe, die Verwirrung, die im Ausland entstanden ist, zu beseitigen. Auch jetzt noch gibt es unabhängige Köpfe, die das Problem sehen. So z. B. hat am Vorabend der Kanzlerrede Lloyd G eorge, der freilich gegenwärtig eine etwas isolierte Stellung in England hat, immerhin aber der Primeminister des Weltkrieges ist, eine Rede gehalten, in der er sich rückhaltlos für die deutsche Gleich berechtig u n g einsetzte. Lloyd George machte in dieser Rede den Politikern der Entente schwere Vorwürfe wegen ihres falschen Verhaltens gegenüber Deutschland. Zwei Fragen, so sagte er, entstehen im Zusammenhang mit der deutschen Lage, aber man dürfe diese beiden Fragen nicht vermischen. Die eine sei die Behandlung der Juden in Deutschland, die andere die Behandlung Deutschlands durch die Alliierten in der I Frage der Abrüstung. Und nachdem Lloyd George dann für die Abrüstung der Entente-Staaten und gegen Sanktionen seht entschieden Stellung genommen hat, fährt er fort: .,Bevor wir einen neuen Fehler machen, rate ich ernstlich zur Vorsicht und zum guten Rat: Laßt uns zu Deutschland und zum Völkerbuna sprechen auf der Basis des fair p 1 a y gegenüber allen, fair play für die 600 OOO Juden in Deutschland, aber auch fair play für die 60 Millionen Deutsch e.“ Der ״Völkische Beobachter“ vom 17. Mai druckt dies in seinem Bericht wörtlich ab; es ist vielleicht zum ersten Male, daß dieses Blatt ohne Glosse auch ein Wort eines ausländischen Staatsmannes zur J 11 d e n f r a g e veröffentlicht. Wird dies auf die Leser des ״V. B." Eindruck machen? Wir haben in der ״Jüdischen Rundschau“ mehrmals darauf hingewiesen, daß unter den ausländischen Staatsmännern, die die Judenpolitik des neuen Deutschlands kritisieren, gerade solche sind, die aus demselben Gerechtigkeitsgefühl, das sie für die Juden einzutreten zwingt, auch die Gleichberechtigung Deutschlands befürwortet haben. Wir finden im ״Berliner Tageblatt“ vom 18. d. M. in dem Bericht über die Auslands- Wirkung der Kanzlerrede ein Telegramm aus Amerika, worin eine Aeußerung des Senators Wagner zugunsten Deutschlands zitiert wird. Senator Wagner ist einer der Redner bei der großen jüdischen Demonstration in Madison Square Gardens am 27. März gewesen, die gegen den Antisemitismus in Deutschland demonstrierte und in Deutschland vielfach als ״antideutsche Kundgebung“ mißverstanden wurde. Der Zusanimenhang liegt hier klar zutage. Der Reichskanzler hat mit Recht betont, daß für die Stellungnahme in wichtigen politischen Fragen allgemeine Grundsätze äusschlaggebend sind. So erklärt es sich, daß ein Mann, der gegen den Antisemitismus Front macht, auch gegen die ״Disrpialifizlerung eines großen Volkes“ i.n Völkerleben cintreten muß. Denn die ״Disqualifizierung eines großen Volkes zu einer Nation zweiten Ranges oder zweiter Klasse“ ist im Widerspruch mit den Grundsätzen der Moral und der Vernunft. Aber — so sei uns als Juden, die wir in eine überaus schwierige und delikate Lage gedrängt wurden, gestattet, hinzuzufügen — was hier mit Recht von einem großen Volk gesagt wird, gilt auch für ein kleines und wehrloses Volk, das nicht einmal die Möglichkeit hat, seine Stimme im Konzert der Völker zur Geltung zu bringen. Auch die Stellung der Juden darf nicht nur unter materiellen Gesichtspunkten gesellen werden, auch für die Juden ist Disqualifizierung eine moralische Angelegenheit. Es handelt sich nicht darum, materielle Interessen durchzusetzen, sondern die Behandlung des Judenproblems, dessen Vorhandensein von tms an erk a n n t w ird, in Bahnen zu lenken, die mit dem Prinzip einer Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit der Völker vereinbar ist. Diese Entwirrung ist um so schwerer, je mehr sich die äußere und seelische Lage der Juden verschlechtert. Wenn der Reichskanzler in seiner Rede in eindrucksvoller Weise auf das Elend des deutschen Volkes hinwies und diese Not mit der Ziffer der in Deutschland vorgekommenen Selbstmorde illustrierte, so möchten wir, wo von der Judenfrage die Rede ist, das gleiche an die Menschlichkeit appellierende Argument für uns geltend machen. Auch jüdische Selbstmorde sind ein Zeichen der seelischen Not, in die die jüdische Gemeinschaft geraten ist. Wir hoffen, daß die Konferenzen der nächsten Tage eine weitere Entspannung bringen werden. In der Praxis der Zusammenarbeit mit anderen Völkern kann gerade das neue Deutschland, das nicht befürchten muß, der Schwächlickeit geziehen zu werden, sich zu allgemeinen Grundsätzen hekennen, die jedem Volk Verständnis und Respekt sichern. Als Juden hoffen und wünschen wir, daß dann auch der Zeitpunkt gekommen sein wird, eine sachliche und unsere Ehre nicht verletzende Bereinigung der Judenfrage anzustreben, deren jetzige Behandlung wir nicht als endgültig betrachten können. Vielleicht wird dann aus all den Verkrampfungen der Gegenwart die Bahn für . einen Neuaufbau des Lebens aller Völker frei gemacht werden. Keine Zuschüsse für Synagogengemelnden Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat Kultusminister Rust angeordnet, daß von der Bewilligung von Bedürfniszuschüssen an Synagogengemeinden zur Besoldüng sowie Ruhestands- und Hinterbliebenenversorgung der Rabbiner für die Rechnungsjahre 1932 und 1933 ab gesehen wird. Der ״Jüdische Tag“ auf der Weltausstellung von Chicago. Die soeben veröffentlichte Liste der Ehrenmitglieder des Komitees für den ״Jüdischen Tag“, der am 3. Juli im Rahmen der Weltausstellung in Chicago abgchaltcn werden soll, enthält u. a. die Namen der drei jüdischen Staatsgouverneure, nämlich Gouverneur von New York Herbert H. Lehman, Gouverneur von Oregon Julius L. Meier und Gouverneur von Neu-Mcxiko Arthur Seligman, ferner folgende Präsidenten großer jüdischer Verbände: Cyrus Adler (American Jcwish Committee), Frau Arthut Brio (Landes• rat jüdischer Frauen), Meyer I. Brown (Jewish National Workers Alliance of America), Alfred M. Cohen (U.O. B. B.), Bernard S. Deutsch (American Jcwish Congrcss), Rabbi Wolf Gold (-Misrachi-( )rganisation Amerikas), Frau Samuel Halpcrin (Hadassah), Abraham Herman (Hias), Frau Rebekka Kohut (Weltkongreß jüdischer Frauen), Charles P. Kramer (Landesverband der T.empelhruderschaften), Louis ljpskv (American Palestinc Campaign), Richter Julian W. Mack (Ehrenpräsident der Palcstine Campaign), Louis J. Maß (United Synagogue of America), Rabbi Morris Newfield (Zentralkonfcrenz amerikanischer Rabbiner), Morris Rothenberg (Zionistische Organisation Amerikas), Hannali O. Solomon (Ehrenpräsidentin des Nationalrats jüdischer Frauen), Frau Ätorris Steinfeld (Landesverband der Tempelschwesterschäften), B. C. Viadeck (ORT-Wicderaufbaufonds), Ludwig Vogelstein (Union of American Hcbrew Congregations), Felix A\. Warhurg (l'hrrnprärii'ent der Palcstine Campaign) und der Ehrenpräsident des American Jcwish Congrcss Dr. Stephen S. Wise. Die Palästina-Einwanderung von 1933 Von unserem palästinensischen Korrespondent»■. gl. Tel-A\vi\v, 10. Mai 1933. Wir stehen in einer Einwanderungswelle, die an die Hochflut der ״vierten Alijah“ herauzurcichen verspricht. Das Hafenpersonal in Jaffa und Haifa arbeitet Lieberstunden und doch mehren sich die Besch,werden der Ankömmlinge über die langsame Abfertigung, das endlose Warten, die komplizierte Prozedur auf den Schiffen, beim Zoll, in den Quarantänestntioncn. Bei der Hafenroutine Palästinas, die mit Logik allein nicht zu erfassen ist (warum werden immer noch die Einwanderer, die per Schiff kommen, geimpft, die mit der Bahn Reisenden in der Regel nicht? -- ) ist ohnedies die Landung alles andere als ein Vergnügen. Bei dem gewaltigen Betrieb, der'heute herrscht, wird allgemein über schwere Mißstände geklagt. Die Regierung wird interpelliert und verspricht ihr Bestes zu tun; die Resultate sind noch abzuwarten. Ans. den Häfen, von den Eisenbahnstationen dringt der Einwandererstrom mit großer Wucht in alle Teile des palästinensischen Lebens. Vielleicht noch niemals in den letzten Jahren stand der Jisehuw so stark unter dem Zeichen der Immigration. Vor einem Jahre noch schluckte er hauptsächlich Geld, stapelte Depositen in den Ranken. Heute schluckt er Menschen. Er tut es bisher mit großer Leichtigkeit. Wer arbeiten will, wer die Stärke und den Mut m i t b r i n g t, sich den Verhältnissen anzupassen und frisch draufloszu ge he 11, braucht nicht lange im Einwandererlager oder in seinem H o t e I - zimmer zu sitzen. Er kann zur Arbeit gehen, auf den Bau in der Stadt oder in die Orangenplantagen in einer Kolonie. Für den Chaluz, der sich auf Palästina vorbereitet hat, ist dieser Weg eine Selbstverständlichkeit; für manchen, der ohne viel Ueberlegens hierhergeschwemmt wurde, ist er ein Wagnis, ein schwerer Uebcrgang, der in den ersten Wochen /erschundene Hände und einen wehen Rücken für den Neuling bedeutet. Aber dieser Uebcrgang führt in ein neues Land, sichert eine Basis für eine neue Existenz. Wer ein Gewerbe versteht, braucht nicht viel nach Arbeit zu suchen. Der Arbcilsmarkt schluckt diese Mensehen mit Gier auf. Es ist heute fast unmöglich, zur rechten Zeit einen Handwerker zu bekommen, ob es nun ein Installateur oder ein Anstreicher oder Schlosser ist. Man nimmt jeden, der etwas von den Dingen versteht und zab.lt gute Preise. Denn überall drängt die Arbeit und wird verzögert, wenn nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. In Jerusalem haben die Bauunternehmer in schärfster Form gegen die Beschränkung der Zertifikate Protest eingelegt, weil sie sich außerstande sehen, ihren Verpflichtungen aus Mangel an Facharbeitern nachzukommen. Gerade Jerusalem hat eine besondere Nuß zu knacken. Demi hier wandern in letzter Zeit noch Arbeiter ab, weil Tel-Awiw mit seinem atemlosen Wachstum und seinen entsprechend guten Arbeitslöhnen Menschen auch aus den anderen Städten Palästinas anzieht. Mit anderen Absichten, anderen Mitteln landen die Passagiere der zweiten und ersten Klasse auf den Schiffen. Sie wollen Unternehmungen gründen, investieren. Schon vor einigen Monaten wiesen wir darauf hin, daß jetzt die jüdische Wirtschaft einen neuen Weg betritt; daß sie neben dem Häuserbau und den Plantagen auch der Industrie ihr Interesse zuwendet. Heute beginnt sich diese Tendenz in weiterem Maße auszuwirken. Die Einwanderer, die aus den verschiedcnsten Wirtschaftsgebieten kommen, versuchen es mit Neuerungen. Die Liste der Importwaren, die jährlich nach Palästina hincinkommen, wird immer von neuem untersucht, um herauszufinden, was von den einzelnen Artikeln im Lande hergestellt werden könnte. Daneben werden die Bedürfnisse von Syrien und Aegypten analysiert und immer wieder finden neue Menschen neue Ideen. Der Unternehmungsgeist dringt in alle Lücken, die sich in der Wirtschaft zeigen und versucht sie zu füllen. Neben den größeren Unternehmungen, die Gebäude und beträchtliche Investitionen erfordern, für Dutzende von Arbeitern Beschäftigung versprechen, entstehen kleine Werkstätten. Der eine beginnt mit der Fabrikation von Scheuerlappen, der zweite mit Fliegenpapicr. So mancher kommt dahinter, daß es besser sei, klein anzufangen, sich erst einmal umzuschcn und sein Kapital erst später, wenn er die Verhältnisse kennt, riehtig anzuwenden. Da geht jetzt durch Tel-Awiw eine