Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 35 (3.5.1933)
- Date
- 1933-05-03
- Page
- Seite 178 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 178 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 35, 3. V. 1933 Briefe an die Redaktion Mehrere unserer Leser fragen an, warum wir ihre Briefe, in denen sie sich anerkennend über die Haltung der ,,JUdischen Rundschnu‘‘ äußern, nicht abdrucken. Es gibt dafür zwei Gründe: erstens haben wir eine solche Flut von Zuschriften erhalten, daß ihr Abdruck viele Spalten der ״.füll. Rundschau“ in Anspruch nehmen würde, die wir für Nötigeres brauchen; zweitens aber widerstrebt cs uns, die uns zuteil gewordene Anerkennung und die ehrenvollen Glückwünsche selbst zu plakatieren, was als Selbstgerechtigkeit gedeutet werden könnte. Wir können aber nicht umhin, allen Freunden (Gesinnungsgenossen und anderen), die uns mündlich oder schriftlich ihre Zustimmung übermittelt haben, herzlich zu danken; wir wollen auch aussprechen, daß uns solche Acußerungen sehr wichtig sind, weil wir sie als Be״ stätigung auffassen, daß wir auf dem rechten Wege sind. Wir bitten daher unsere Leser, den Kontakt mit der Redaktion aufrecht zucrhaltcn, auch wenn wir außerstande sind, auf alle Zuschriften zu antworten und wenn wir von ihrem Abdruck absehen. Wir haben auch Briefe voo Nichtjuden erhalten, die uns sehr ehrten. Darunter ist ein Brief einer Christliehen Dame, den wir veröffentlichen, weil sein Inhalt sich nicht nur an die ״Jüd. Rundschau“ wendet, sondern ein tröstliches Wort über das Zusammenleben von Juden und Nichtjuden enthält. Der Brief lautet Mir hi in nirinrm LH>rn viel Gide d ureh 1 uden erwiesen worden. Mi• 1!<T ' ־! ■; l'ra'u! 1;!ל! iC u ■h den her! St :liieka!en des letzten Mrnntc i1n1׳!'rr. 1’ m mir um i «iein Kreise־, in dem ich lelx־, dir: Mi ■; 1׳ ui. 1 jr<׳, k<al e!>en , .-iah •S.-'.b nt ani/uk Liren und aufklärend iv. w i: T hin.- h־h. m 1 r <110 ■idi-t he Rund x-h.iti ־‘ regclmiißi״ z'i übern ׳! u n. 1. h ]..:>> - ..!׳>־'׳. n i n י ' ler Mxr 1a--■ au■-; [mix- Murr b-Vpril 1933 Ihren Irrik N.1T1״ 01. de; >י׳;■! רז mit I Amfu if ienjng pele 5en, {IVev.r Aru kr! trי;1 ׳ n r; dr X. ■rn Kdmugi \\>c *Io r ,.J. R.״ «iie Ueber• sclmh Tr■׳!; ihn mh Sf:, den ,־:! n'׳h!•׳׳:; Fieek -. - Anm, d. Red.) Hat ׳cn u׳ir ni׳!■■׳!! Th Io <• 1 n *י n \h ifer f Hat un-; ־!ורוht ei n CL'tt ׳!•׳ M'en.■׳ :-!Hi! ■ uh Irr׳. or S'-'iae! in Fraj feh lis dic'ie a ).!!!:,:י r: jn he ¬ז f!: r un׳■ r!:ri-m n ein TO S eh werer X’orwirrf ITq׳, mi r h :rnnr-niier S1 5,;ו tm, a! ' >v ז!■!! ־»r 25 lahme ■n nF blutjunges Mui '11 k; ז H P:;u; h 1 ־u •־ 1:.-. N.< ־.ab;! ■ ielt t lie-'C Wtsffe vcrge.TS<’n k׳ r M» :1! Mann um!;<•!1!iahen eit 1 Pt׳n-'.i>1nd1a1׳■-; an der 1 \V<n;: S״• arme Ju Irn } mhiien, d!e niefit dir Mitte! ler »er «in. IT1.0 7\s Id. 1 cn. 1 Sie de mir, hemr eierv drt. IV war ein!־ i1!.״r 1, fiie in der Ch'drrazHf inen. piT'R'o ״r 1d Ha - tau h־.t frmun ■d<!c k!F ז!רז! unke Kind:.! u! frs ro'trio. Treue um Treue! ((Jntcrsrhrift.) Oie Schreiberin dieses Briefes Ist Trägerin des Namens eines deutschen Dichters, dessen Lied im Munde aller Deutschen ist. Der Klub Junger Zionisten ist in diesem Winter dazu übergegangen, neben den jeden Dienstag stattfindenden Plcnarzusaminenkünften Arbeitsgemeinschaften c inzurichten. Themen der Arbeitsgemeinschaften waren: Das Judentum im 19. Jahrhundert, Geschichte des Zionismus usw. Die Arbeits- Gemeinschaft über das Judentum im 19. Jahrhundert, die unter Leitung von Dr. Alex Bein stattfand, hat jetzt ihren Abschluß gefunden. Sie ging von der Situation zur Zeit der französischen Revolution und deren Einfluß auf die Juden aus, behandelte dann die Emanzipation und ihre Gegenströmungen außerhalb wie innerhalb des Judentums, um schließlich aufzuzeigen, wie diese Entwicklung zu Theodor HerzI und dem Zionismus fuhren mußte. Der besondere Wert des Kurses für die Teilnehmer bestand vor allem darin, daß das um-!־״sende Wissen und die /ie'.hewußte Leitung Dr. Beins allen Teilnehmern unter selbständiger Mitarbeit ein lebendiges Bild der behandelten Zeit cinpragte. — Von nun ab nimmt der Klub wieder jeden Dienstag abend seine Klubabende auf, zu denen cingeführte Gäste willkommen sind. nt1!1111111nn!!n!nntn1nm111n1f1!m11111n1i1tn1nn1n111n!i1111mj[111!11n!H11n11111m1!!11n1n1n11i11111111ntnnn11mtt11ntn1n Mitteilung der Verwaltung An zahlreiche Einsender! Wir danken allen unseren Freunden, die uns Adressen übermittelt sowie neue Abonnenten aufgegeben haben. Die Zuschriften an unsere Administration häufen sich so sehr, daß wir uns damit begnügen müssen, die cinlaufenden Aufträge sofort aus zu führen, jedoch darauf verzichten müssen, allen Briefschreibern den Empfang ihrer Briefe und Adressen zu bestätigen und ihnen für ihre Mitarbeit zu denken. Nun erhalten wir häufig Briefe, die sich über das Ausbleiben von Antworten und Bestätigungen beschweren. Wir danken auf diesem Wege allen unseren Helfern und bitten sie, in Würdigung der ungewöhnlichen an unseren Betrieb gestellten Anforderungen auf eine persönliche Beantwortung ihrer Briefe zu verzichten. Verwaltung und Verlag der ״Jüd. Rundschau" iiiiiiiiiiiiiiiiniim Resolutionen der Fnnktionärversammlnng der BZV. Wir werden um Abdruck nachstehender Resolutionen ersucht: I. Die Vollversammlung der Funktionäre der BerKner Zionistischen Vereinigung vom 26. April 1933 nimmt mit Genugtuung davon Kenntnis, daß der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin der Forderung weitester Kreise des Bcrliner Judentums nach einem jüdischen Schul werk größten Ausmaßes endlich nachzukommen verspricht. Die Vcrsammhing erwartet, daß dieses Sclmlwerk nicht nur als dürftiger Nothau ohne jüdischen Gehalt errichtet wird, sondern daß ein Schtilwerk in völlig neuem jüdischen Geiste geschaffen wird. Die neue jüdische Schule soll eine Generation selbstbewußter, zum neuen Judentum gerüsteter und entschlossener und der jüdischen Zukunft eng verbundener Maischen erziehen, die in einer zusammenbrechenden jüdischen Welt einen Rückhalt an ihrem Judentum finden. Die Versammlung erwartet, daß der Vorstand der Jüdischen Ge mcindc in Berlin die Zeichen der Zeit erkennt und nach ihnen handelt. II. Die Funktionärversammlung begrüßt die würdige Vertretung jüdischer Interessen durch die ״J ü d i s c h c Rundschau“ und fordert den Hauptvorstand der BZV. auf, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifcri, um die Verbreitung der ״Jüdischen Rundschau“ zu vervielfachen. Zum Zeichen ihrer besonderen Dankbarkeit beteiligt sich die Funktion,!!־Versammlung an der Eintragung der Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ in das Goldene Buch des Keren Kajemcth Lejisrael. Warnnng vor privaten Hillsaktionen Der ״Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau“ schreibt uns: Wir bitten Sie, darauf hinzuweisen, daß die ״Notgemeinschaft deutscher Jude n“, die seit einiger Zeit Aufrufe für eine Hilfsaktion versendet, mit dem ״Zentralau,■ schuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau“, bei dem alle Wohlfahrts- und wirtschaftliche Hilfsarbeit zentrali.iert ist. nichts zu tun hat. Es wird dringend gcraten, sich an Sammlungen derartiger privater Gründungen, hei denen die Art der Verwendung der Gelder völlig unkontrolliert ist, nicht zu beteiligen und lediglich denjenigen Organisationen und Stellen zu spenden, bei denen wie bei den Gemeinden und den mit dem Zentralaussclmß zusammenarbeitenden Organisationen die Gewähr besteht, daß die Gelder wirklich im Sinne einer planvollen Hilfe verwandt werden. (Die ״Jiid. Rundschau“ hat bereits in Nr. 33 die Frage I aufgeworfen, wer diese ״Notgemeinschaft deutscher Juden“ legitimiert hat. Vorsicht ist bei so unbekannten Gründungen stets am Platze. ׳— Die Red.) Lernt bebrSisch! Die BZV. gründet hebräische Sprachkurse, die sich wie folgt gliedern: 1. Systematische Kurse in Gruppet! mit höchstens je 12 Teilnehmern zweimal in der Woche zu R/2 Stunden, Preis RM. 3,— monatlich. 2. Schnellkurse für die in absehbarer Zeit nach Palästina Ausvvandernden, die der Erwerbung des zunächst notwendigen Wortschatzes dienen und eine Grundlage für die wertere sprachliche Fortbildung schaffen sollen. Gruppen mit hochstens je 8 Teilnehmern, dreimal in der Woche zu 1(2 Stunden, Preis RM. 4,50 monatlich. 3. Konversationszirkel, in denen die erworbenen Kenntnisse durch Konversation und Lektüre vertieft werden können. Einmal in der Woche. Eintrittspreis 10 Pf. pro Abend. Meldungen täglich von 6—7 Uhr persönlich im Büro der BZV., Mcinekestr. 10, damit der Kursusleiter Schüler je nach den vorhandenen Kenntnissen in die verschiedenen Stufen eingliedern kann. Anfänger können sich auch schriftlich unter Angabe der gewünschten Kursusart und der für den Unterricht gewünschten Zeit melden. Es werden Kurse für Vormittag, Nachmittag und Abend eingerichtet. Vermischtes Jüdische Schule Klopstockslr. 58 (1 Min. v. Bhf. Tiergarten). Das neue Schuljahr begann am 2. Mai. Die Leiterin der Schule, Fr. Nathan, ist täglich, außer am Schabbat.I1 und Sonntag, nur in der Schule, und zwar von 12—13 Uhr, zu sprechen und nimmt auch wcitcrin Anmeldungen von Knaben und Mädchen für sämtliche Klassen und für den hebr. Kindergarten entgegen. Der Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau teilt mit: Es wird darauf hingewiesen, daß der Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau Reine Hilfegesuche unmittelbar bearbeitet. Unterstützungsgesuche jeglicher Art sind nach wie vor an die zuständigen örtliehen Steilen zu richten. Verband Jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit. Empföhlenes junges Mädchen sucht Stellung im Haushalt für spätere Uebcrsiedlting nach Palästina. Meldungen an unser Büro, Berlin W 15, Mcinekestr. 10. Soeben erschien in französischer Sprache dic Broschüre von Leon Pinsker ״Auto-Emanzipation“, übersetzt und eingcleitct von Joseph Schulsinger, (lies Editions Sionistes, Rue Gretry 12, Antwerpen, MCM. XXX III, Pr. 6 Frs.) Berliner Kalender Berliner Zionistische Vereinigung. Savignyplatz, an» 4. Mai, abends 20.30 Uhr, Mcinekestr. 10, Dr. M. Bandmann, Izcutsches Judentum in schwerer Gefahr — Zionismus die Antwort. — Neuk ö 11 n, am 4. Mai, abends 20.30 Uhr, Brüdergemeinde, Isarstr. 8, Pnkistinafragekaster. Zutritt zu beiden Veranstaltungen nur für Mitglieder und cingefiihrtc Gäste unter Vorzeigung einer Einladung. Geschäftliche Mitteilungen Dic Privatschule von LuFc Zirkel, Bciiin-Srhönebcrg, Kufstemcr Straße 16, nimmt: Knaben und Mädchen für die Grundschule und die ersten I.yzcalkiawen auf. Im Sommer wird in dem in nächster Nahe der Schule gelegenen Garten so viel wie möglich unterrichtet, Mit der Schule ist ein Nachmittags-Arbeits- und Beschä ftfgungszirkel im Freien verbunden. r Di« stir.tili«*» Cif hurt Ahron *eben io großer I ihres Yfude!ritten Sohn»־« Michael bekannt Rechtsanwalt und Notar Dr. Max Polke Herta Polke geh. Rosenberg l.Ijer S3׳'.׳ Breslau 27. April 1013 Viktorinstraße 45« Am 14. April 8[׳. Nissan' verschied in Hai!«., .... er «einen Lebensabend xu verbringen ■?׳•dachte, narb ■rh w«rer Krankheit das heißgeliebte Hsupt unserer 1־ arniiie Wolf Raczkowski im 65. t.ebr׳n*'lahre. Haif», Jerusalem, Berlin, im April 1933 Berta Raczkowski «b, Marien Heinrich Raczkowski und Frau Sophie v?h Sckolow Dr. Kurt Joachim Grau und Frau Judith geh. Raczkowski und drei Enkelkinder WIRTSCHAFTSu.STEUERBERATUNG LIQUIDATIONEN / BILANZEN DIPLOMKAUFMANN DR. SCHNURMACHER TRE UHAENDER BERLIN .WILMERSOORF, NASSAUISCHE STR. 2, Ul,: H 7 28 56 / Anruf«: 8-10, 19- 20 Uhr Tauris! ifttiMiitiifiiiHiiiiiimmitfitHiif lud uebe Rundseh der mit der Vulrania am 18, Mai ab Neapel PalttStlnarelSO beab• »ichtigt, 8utJ1־i für die Dauer der Reis« Gesinnungsfreunde. Mitteilungen unter E 337 an di« au, Berlin W 15. Meinekentraße 10. Einige Söhne 40• gutem Haute, die in SchuV ©dar Universität beaudien »ollen, werden von Arztfatnllle aufgenommen. Gefl. Zuscfcr. unter E. 322 an di« Jüdische Rundschau. 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H., Berlin W 15. Verantwortlich für den InseratenleU: R. Segsl, Berlin-Wilmersdorf. An*. •Vor w,: jüdische Rundschau G.cn.b.H, Berlin W15, Meraekeetr. 10 Druck voa Siegfried Scholem, Berlin Schoo eberg.