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Jüdische Rundschau · 1933-04-28 · Heft 34 (28.4.1933) · p. Seite 166

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 34 (28.4.1933)
Date
1933-04-28
Page
Seite 166 (sequence 2)
Language
German
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Seite 166 JÜDISCHE RUNDSCH AU Nr. 34, 28. IV. 1933 Wenn wir uns gegen die naeh unserer Meinung übertriebene Anwendung des Arier-Prinzips und gegen die Verfemung des Judentums wenden, so bedeutet das nicht, daß wir die Existenz eines wirkli ־ eben jüdischen Problems in Abrede stellen. Wir sehen, mit welcher eisernen Rigorosität das Arierprinzip heute angewandt wird und sogar vor einem Manne wie Düsterberg, der sicherlich nicht die geringste Beziehung zum Judentum hat, nicht halt macht. Wir glauben, daß die Methode, die die deutsche Regierung zur Lösung der Judenfrage beschritten hat, uns unrecht tut, und wir bedauern, daß man die positive Mitwirkung der Juden in dieser Sache für überflüssig gehalten hat. Wir bezweifeln auch, daß das Juden- Problem für Deutschland wirklich die immense Bedeutung hat, die ihm heute im Inland und im Ausland beigemessen wird. Aber wir wissen (und haben es seit Jahrzehnten gesagt), daß es ein Judenproblcm gibt und daß es gelöst werden muß. Wie kann es gelöst werden? Nicht ohne Beachtung seiner j ü d i s c h e n S e i t e. Wir sind wie Irrende im Dunkeln, die auf den Morgen warten. Wächter, wie weit in der Nacht....? Das Licht, auf das wir warten, wird nicht ohne unser Zutun aufgehen. Die letzten Wochen haben uns tiefgehende, aufwühlende Erlebnisse gebracht, die das deutsche Judentum zur Aktivität aufrütteln müssen. Noch immer findet man da und dort Personen und Gremien, an denen anscheinend die Zeit spurlos vorbeigegangen ist. Man denkt dort noch immer in Kategorien von vorgestern, streitet sieh über bürokratische und nebensächliche Dinge, auch Prestige-Momente von Vereinen und persöniiehe Eitelkeiten sind noch nicht hinweggefegt. Aber wir hoffen, daß sich unterirdisch doch eine Wandlung vollzieht. Die naive Hoffnung der Selbstvergnügten, es werde nach kurzer Zeit wieder alles beim alten sein, ist jetzt wohl kaum mehr anzutreffen. Aber seiten ist auch die wahre Erkenntnis dessen, was geschehen ist. Geschehen ist nämlich folgendes: Das Problem, mit dem die Juden hundert Jahre lang spielten, die Frage des persönliehen Jude-Seins, existiert nicht mehr. Es ist entschieden: bis ins dritte Geschlecht in niemandes Belieben steht es mehr, für sich persönlich die Frage zu beantworten, ob er Jude sein will oder nicht. Das biologische Jude-Sein ist klargestellt, und damit auch der Titel ״Jude“. Aber Judentum war niemals nureine natu rgesch! c h tliehe Tatsache, sondern es war und ist ein kulturelles und geistiges Phänomen, es ist vor allem eine geschichtliche Größe. Unsere Aufgabe ist es nun, dieser unserer von außen erfolgten Abstempelung als Juden einen Sinn und einen Inhalt zu geben. Wenn wir nicht nach außen wirken können, wenn man uns nicht hören will, dann müssen wir umso mehr nach innen wirken. Im inneren haben wir genug aufzubauen. Es ist eine Arbeit von unabsehbaren Dimensionen. Denn die Juden, die sich gezwungenermaß;11 zur Gemeinschaft zurückfinden, sind eine Herde aiomisierter Einzelindividuen: in der Mehrzahl Menschen, die ihrem geistigen Habitus nach in die vergangene Epoche gehören, also stark individualistisch sind und das Judentum niemals als Realität erlebt haben. Aber das Schicksal hat uns wieder zusainmengeführt. Welch eine Aufgabe, aus diesen Trümmern wieder eine verantwörtliche Gemeinschaft aufzubauen! Denn was uns als Juden in der vergangenen Epoche am meisten geschädigt hat und was auch die Gegnerschaft gegen uns ungehindert groß werden ließ, w׳ar der Mange! an Verantwortung und jüdisch-bewußter Führerschaft Da die meisten (assimilatorischen) Juden die jüdische Gemeinschaft negierten oder ihr höchstens ein schattenhaftes Dasein zubilligten, gab cs keine Autorität, die nach außen und nach innen für die Reinheit des jüdischen Namens cinstehen konnte. Heute stehen w׳ir vor der einzigartigen Chance, aus dem Judentum eine solche Gemeinschaft zu machen und damit auch den Grundstein zu legen zu einem besseren und innerlich wahreren Zusammenleben mit unseren nichtjüdischen Mitbürgern. Die Frage, die ein Menschenalter lang die jüdische Diskussion nach innen beherrscht hat, ist von der Bildfläche verschwenden. Niemand kann, ohne sich lächerlich zu machen, die Existenz eines Judenproblems leugnen. Daher scheint es uns, daß auch die Gesichtspunkte der früheren jüdischen Parteigruppierung hinfällig geworden sind. Wir beobachten in der jüngeren Generation, unserer ״Frontgeneration“, eine wachsende Erkenntnis dieses Sachverhaltes. Es scheint uns wünschenswert, daß diese jüngere Generation auch im Judentum stärker an der Führung beteiligt wird. Es wird ein Prüfstein für das deutsche Judentum sein, ob sich in der ungeheueren Erschütterung dieser Tage neue Führer finden. Theodor Herzl ist einmal durch ein die Seele ergreifendes jüdisches Erlebnis aus seinem bisherigen Leben, dem Leben eines europäisclien Literaten, herausgerissen worden und hat sich von da an mit der ganzen Glut seines edlen Herzens der Judensache gewidmet. Ganz fern stand er jüdischen Dingen, als er in Paris während des Dreyfus-Prozesses ״A bas les juifsl“ rufen hörte, aber <י* der Ruf saß. Gibt es im heutigen Deutschland jüdische Men* sehen, die dieses umstürzende Erlebnis haben, die sich umstellen, die mit der ganzen Leiden- Schaft in den Kampf elntreten zur Verteidigung des jüdischen Lebensrechtes und der jüdischen Ehre? Gibt es die unzähligen selbstlosen hingebungsvollen Mitarbeiter, die wir brauchen, um ein neues deutsches Judentum ökonomisch, sozial, sittlich und geistig aufzubauen? Dieser Aufbau ist die brennende Sehnsucht, der die zionistische Bewegung seit fünf Jahrzehnten gilt. Nach der Katastrophe des russischen Judentums in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entstand die Renaissance der hebräischen und jiddischen Literatur, schrieb Pinsker seine Broschüre ״Autoemanzipation“, begann der Auszug der jüdischen Jungmann- Schaft zum Aufbau jüdischen Lebens im Lande der Väter unter der Devise des Prophetenspruches ״Haus Jakobs, kommt, wir wollen gehen!“ (״Bilu“). Das Judentum ist durch Schicksalsschläge nie gebrochen, stets nur zu sich selbst zurückgeführt worden. Die deutsehen Juden sind vom Judentum weiter weg als die russischen Juden vor fünfzig Jahren waren; aber um so stärker kann die schöpferische Macht Ihrer Umkehr sein. Eine Weltanschauung Ist zusammengebrochen: w׳ir wollen ihr nicht nachjammern, sondern an die Zukunft denken. ״Wie ich über Ihnen gewacht habe, auszurotten und zu zerstören, niederzureißen und zu verderben und mit Unheil zu verfolgen, So will Ich über ihnen wachen zu bauen und zu pflanzen — Spruch des Herrn.“ (Jer. 31, 27.) Zu bauen und zu pflanzen...! Aber an uns ist es, Hand anzuiegen. Hilfsaktionen Die wirtschaftliche Not, die im Verfolg der neueren deutschen Entwicklung ih zahlreichen Schichten des deirtsehen Judentums unerwartet entstanden ist und für die Befroffenen eine tragische Situation geschaffen hat, hat bereits 7a einer umfangreichen Hilfsarbeit Anlaß gegeben. In mehreren Ländern haben sich Komitees gebildet, die für die Bedürfnisse jüdischer Emigranten aus Deutschland sorgen wollen. Auch in Deutschland ist die Hilfsarbeit von den zuständigen Stellen reorganisiert worden, und wir veröffentliehen an anderer Stelle einen Aufruf des ״Zentralausschusses für Hilfe und Aufbau“, In dem sich erfreulicherweise alle maßgebenden Organisationen( des deutschen Judentums zusammengefunden haben. Uober die Tätigkeit, die in Berlin auf: den verschiedenen OebietW irr der ׳'WirtsclTäftshilfe' entfaltet wird, berichtet die Sonderausgabe des Gemeindeblattes der Jüdischen Gemeinde Berlin, die in dieser Woche allen Gemeindeangehörigen zugesandt wurde. Auch die Auswan• derungsbera tung ist im vollen Gauge. Die Büros des Berliner Palästina-Amtes sind seit Wochen täglich von mehreren hunderten Personen belagert. Es zeigt sich, daß viele Juden, die bisher von Palästina nichts wußten oder nichts wissen wollten und die, obwohl begütert, nicht viel zum Gelingen des Palästinawerkes beigetragen haben, sich jetzt für Palästina interessieren. Die ״jüdische Rundschau“ hat in ihrem Artikel ״D e u t sch e J ud en 11 nd Pal ä st in a“ (Nr. 25 vom 2S. 3. 1933) dieses Problem ausführlich behandelt und auf die Gefahren hingewiesen, die sich aus vorschnellen Entschlüssen sowohl für einzelne Juden als auch für Palästina ergeben können. Gerade Unkundige, denen alle Informationen mangeln, stellen oft Ansprüche, die nicht begründet sind. Es ist dies eine unliebsame Begleiterscheinung jeder Auswandertmgsbewegung, man muß aber vor Irrtümern rechtzeitig warnen. Ueberhaupt soll man bereits am Anfang dieser Hitfsaktionen sich nicht verhehlen, daß gewisse Abwege ausgeschaltet werden müssen. Viele Personen, die keineswegs durch spezifische Umstände der neuen Entwicklung ruiniert wurden, erblicken jetzt eine Gelegenheit, aus dem Unglück Vorteile zu ziehen. Auch aus Nachrichten, die man aus dem Ausland empfängt oder die gelegentlich in die Presse dringen, empfängt man den Eindruck, daß Auswanderer sieh durch Hilfskomitees und ähnliche Einrichtungen materielle Vergünsfigungen zu verschaffen suchen, die nicht immer begründet sind. Auf der anderen Seite ist auch die Gefahr vor- Händen, daß die wohlmeinende Tätigkeit mancher Hilfskomitees, die unter dem Eindruck der Geschehnisse das Bedürfnis zu tätiger Hilfe empfinden, fehlgeleitet wird, wodurch Kraft und Mittel verloren gehen können. Und schließlich muß man noch auf den Umstand hinweisen, daß verschiedene seit altersher bestehende Komitees und Vereine, die bereits ihre Grundlage verloren hatten, die Not der deutschen Juden als eine Parole benützen, um für sich selbst Geld zu sammein und ein neues selbständiges Betätigungsfeld wirklich oder scheinbar zu gewinnen. Die Not, die zu mildem ist, wird sehr groß sein, das Problem eines neuen produktiven Aufbaus stellt ungeheure Anforderungen, aber es wäre unrichtig, die Lage des deutschen Judentums als ein Propaganda- Schlagwort für alle möglichen Zwecke zu benützen und abzunützen. Es darf auch nicht sein, daß einzelne Personen mit Hilfe der vom Volk gesammelten Gelder sich persönliche Machtpositionen verschaffen und Aktionen einseitig dirigieren wollen. Diese wenigen Bemerkungen sollen nur dazu dienen, auf gewisse Mißstände aufmerksam zu machen, die man gleich am Anfang beachten muß, um nicht in Unannehmlichkeiten verwickelt zu werden. Im übrigen sind wir überzeugt, daß alle notwendigen Aktionen nach großzügigen Gesichtspunkten vor sich gehen werden. Jeder deutsche Jude, der Institutionen für sich in Anspruch nimmt, soll aber wissen, daß es heute nicht darauf ankommt, etwas zu empfangen, sondern etwas zu leisten. Die Gemeinschaft soll jedem heifen, aber jeder hat sich der Gemeinschaft verantwortlieh zu fühlen und durch seine Arbeit Ihr etwas zu geben. Mussolini zur deutschen Judenfrage Die offiziöse italienische ״Agenda Stefan!“ meldet vom 24. d. M.: ״Der Chef der Regierung hat heute den Großrabblner von Rom, Dr. Sacerdoti, empfangen, der Ihn hn Auftrag des Verbandes der jüdischen Gemeinden von Italien über die bitteren und besorgten Emp f Indüngen der jüdischen Bevölkerung Italiens wegen der schwierigen Lage, In die Ihre Glaubensgenossen fn Deutschland geraten sind, unterrichtete und Ihm die diesbezügliche, vom Rat der jüdischen Gemeinden Italiens gebilligte Resolution überreichte. Der Chef der Regierung hat seiner Zuversicht Ausdruck gegeben, daß die beklagten Verhültnlsse bald wieder normal sein werden.“ Die Resolution des Verbandes haben wir in Nr. 32 der ״J. R.“ wiedergegeben. Sie wurde anläßlich der letzien Y.'ochenpredigt in allen Synagogen Italiens verlesen. Zahlreiche deutsche Zeitungen haben diese Nachricht, die auch von der gesamten italienischen Presse und einem großen Teil der sonstigen Auslandspresse ver• öffentlicht wurde, wiedergegeben. Kommentare dazu sind nicht erschienen, es sei denn, daß man die Ueberschrift, die die ״Berliner Börsen-Zeitung“ für diese Nachricht gewählt hat, für einen der Zritung passend erscheinenden Kommentar ansieht: ״Mussolini wird belästigt“. Das neue Schulgesetz Das ״Gesetz gegen die Ueberfremdung und Ueberfüllung der Hochschulen und höheren Schulen“ ist am 26. d. M. erlassen worden. Der Wortlaut des Gesetzes, das durch die Tageszeitungen unseren Lesern bekannt ist, ist zunächst, ebenso wie andere Gesetze dieser neuen Art, nicht ganz einfach zu verstehen. Auch die Durchführungsbestimmungen schaffen noch keine Klarheit, weil die Landesregierungen entscheidende Bestimmungen zu treffen haben. So z. B. ist die überaus wichtige Frage, ob Schüler und Studenten, die jetzt bereits an Schulen und Hochschulen studieren, entfernt werden, nicht einheitlich geregelt. Die Frage wird dem Ermessen der Landesbehörden anheimgestellt und je nach den Bedingungen anscheinend für einzelne Schulen gesondert geregelt. Wahrscheinlich wird es sich also erst nach Beginn des Semesters herausstellen, ob die jetzt bereits an den Schulen und Hochschulen befindlichen Juden ihren Studiengang fortsetzen können. Auch ist nicht ganz klar, ob, wie es bisher bereits einige Landesregierungen verfügt haben, Neuaufnahmen von Juden vollständig unterbleiben, solange die bereits an den Schulen befindliche Anzahl jüdischer Schüler den gesetzlichen Prozentsatz noch übersteigt. In bezug auf die Interpretation des Begriffs ״Nichtarler“ ist das Schulgesetz milder als das Beamtengesetz. Während im Beamtengesetz Abkömmlinge von Mischehen als Nichtarier gelten, ist es bei den Schülern umgekehrt. Wenn dort auch nur ein Elternteil oder zwei Großeiternteile arisch sind, gelten die Kinder als ״Arier“. Dies hat vom jüdischen Standpunkt eine gewisse Bedeutung, denn die Gesamtheit der abgewiesenen Schüler werden dann Kindc^ aus jüdischen Häusern sein und kommen daher für eine Er- Ziehung in jüdischen Schulen in Frage. Unklar ist die Behandlung der Ostjuden. Es heißt in der Verlautbarung, daß Kinder von Ostjuden, die nach dem 1. August 1914 eingewandert sind, von allen Schulen ausgeschlossen sind. Auf der anderen Seite besagt § 5 des Gesetzes: ״Verpflichtungen, die Deutschland aus internationalen Staatsverträgen obliegen, werden durch die Vorschrift dieses Gesetzes nicht berührt.“ Demnach würde sich ergeben, daß auch ostjüdische Kinder, die ausländische Staatsbürger sind, unter den § 5 fallen, es sei denn, daß diese Ostjuden inzwischen in Deutschland eingebürgert oder daß sie staatenlos sind. Der § 5 darf wohl auch so gedeutet werden, daß ausländische Juden, die an Schulen und Hochschulen studieren, nicht auf die Prozentziffer angerechnct werden. Im übrigen wird es wohl noch einige Zeit dauern, bevor sich eine einheitliche Praxis an den Hochschulen und Schulen durehgesetzt hat. Bis dahin wird — ganz ähnlich wie es bei der Regelung der Anwaltschaft und des Aerzfewesens der Fall Ist — ein Aufschub eintreten, eine Zwischenzeit, in der man nicht genau weiß, woran man ist. Dies ist bei so ungeheueren Umwälzungen, wie es die jetzige deutsche Revoiution ist, natürlich nicht zu vermeiden. Vom jüdischen Standpunkt aber ist daran festzuhalten, daß die Errichtung jüdischer Schulen eine elementare Notwendigkeit ist, nicht nur weil vielen Juden die höheren Schulen verschlossen bleiben, sondern auch weil zu befürchten ist, daß an manchen Schulen ein scharf antisemitischer Geist einzieht, der die Teilnähme jüdischer Schüler am Unterricht so gut wie unmöglieh macht Mittelfang des Palästina •Amis Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Erteilung des provisorischen Einreise-Visums der Kate- Igorle Al von mm ab nicht mehr möglich ist Allen Anträgen auf Erteilung der Elnrelse-Bewflllgung ln dieser Kategorie muß also wie früher die Freigabe-Bescheinigung der zuständigen Devisen-Bewlrtschaftungsstelle beigefügt werden. Palästina-Amt. Ein Rekordlahr des palästinensischen Außenhandels Wie aus der soeben veröffentlichten neuen Nummer des von der Palästina-Regierung herausgegebenen ״Commercinl Bulletin“ hervorgeht, war das abgelaufene Jahr 1932 ein Rekord iahr fürdpn palästinensischen Auße nhandel. Der Gesamtimport im Jahre 1932 belief sich auf 7 768920 Pfund, der Export auf 2 381 491 Pfund. Beide Ziffern sind höher als di« entsprechenden in irgendeinem! Jahre seit Beginn der britischen Okkupation and selbstverständlich weitaus höher alt di« Export- und Importziffern der Vorkriegs• zeit. Die Steigerung des Exports betrifft zum überwiegenden Teil den Orangenexport, wahrend die Vermehrung der Ausfuhr palästinensischer Industrieprodukte bloß 70 000 Pfund betrug. Der Orangenexport ist in dieser Saison um mehr als 800 000 Kisten größer als 1931/32. Die diesbezüglichen Er- Wartungen jkr oalästinenalachm Orwagenpfl&nzer haben sich

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