Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 32 (21.4.1933)
- Date
- 1933-04-21
- Page
- Seite 159 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 32, 21 IV. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Sette 159 Die Spaltung der Revisionisten Infolge der Erregung, die die jüdische Welt in den letzten Wochen ergriffen hat, da die Judenfrage in einem noch kaum jemals dagewesenen Ausmaß aufgerollt wurde, ist auch die Aufmerksamkeit der zionistischen Welt weniger auf innere Parteivorgänge gerichtet, die unter anderen Umständen wahr־ scheinlich ein starkes Echo gefunden hätten. Ein solches Ercignis ist die Spaltung der Revisionisten und die Trennung der bisherigen Kampfgenossen Jabotinskvs von ihrem Führer. Innerhalb der revisionistischen Partei geht gegenwärtig ein scharfer Kampf vor sich. Jabotinsky hat in einem Manifest bekanntlich die bisherige revisionistische ״!״^Ye a^?ese^ erklärt und ein revisionistisches ״I lebtszif“ ausgeschrieben, das darüber entscheiden soll, ob Jabotinsky der unbeschränkte Führer der Partei sein soll Infolge der großen Popularität von Jabotinskvs Person, insbesondere bei der Jugend, Ist es durchaus möglich, daß er innerhalb der Revisionisten eine starke Gruppe findet, die seine Aktion unterstützt. Die revisionistische Exekutive betrachtet jedoch seine Flandltmgsweise als ״illegal“. In einer Erklärung, die die revisionistische Exekutive versendet und die von den Fierren Großmann, Machover, Soskin und Stricker unterzeichnet ist, heißt es: ״Das Exekutiv-Komitec der Union sieht sich gezwungen zu erklären, daß dieses sogenannte ,Plebiszit׳ ungesetzlich und für niemanden bindend ist und absolut keinen juridischen oder moralischen Wert hat. Die gewählten Körperschaften der Partei werden niemals ein ,Plebiszit‘, das unter so absonderlichen Umstanden von Privatpersonen durchgeführt wird, anerkennen. Niemand soll sich durch die angebliche Möglichkeit, ,nein' zu sagen, verführen lassen. Das ,ja‘- wie das ,nein'-Sagen hat in diesem Falle überhaupt keine Bedeutung. Die Revisionisten werden hierdurch aufgefordert, überhaupt keinen Anteil an dem ,Plebiszit׳ zu nehme n.“ Ferner wird mitgeteilt, daß sich eine neue revisionistische Jugendorganisation ״Brith Hakanaim“ (״Bund der Fanatiker“) gegründet hat, offenbar als Gegengewicht gegen den Brith Trumpeldor, der zu Jabotinsky hält. Die Spaltung zieht sich durch ade Landesorganisatiouen der Revisionisten. Ueber den Revisionismus in Deutschland wird uns mitgeteilt; Hier hat sich die Mehrheit des revisionistischen Landes- Vorstandes für Herrn Jabotinsky erklärt — wie es heißt, mit 7 gegen 2 Stimmen. An der Sitzung des Landesvorstandes sollen sämtliche stimmberechtigte Mitglieder desselben teilgenommen haben, wie der Landesvorstand in einem Zirkular mitteilt. Zu diesem Punkt erklärt uns Herr Richard Licht heim, daß er infolge Abwesenheit von Berlin an der Sitzung nicht teil• genommen habe, daß die dort gefaßten Beschlüsse illegal seien und daß der Landesvorstand der deutschen Revisionisten sich unter Ausschluß aller Elemente, die das Statut der Union gebrochen haben, demnächst neu konstituieren werde. Die einzige Instanz, die die Revisionisten als Leitung anzuerkennen hätten, sei das in Wien gewählte Exekutiv-Comite. Fresseschau Die ״Frankfurter Zeitung“ schreibt in ihrem Leitartikel vom 19. d. M. im Anschluß an die letzte De• batte im englischen Unterhaus u. *.: ״Die Diplomatie hat in ihrer Tradition so manches Hilf*• mittel, das gestattet, um die Dinge herumzugehen. Aber eines müssen wir in Deutschland uns klar vor Augen halten. Die außenpolitische Situation ist mit den innerpolitischen Vor- Rängen belastet. Wir wiederholen hier, was wir schon oft gesagt haben, daß die Deutschen ihre Angelegenheiten unter sich bereinigen werden und Einmischungen von außen, nicht hinnehmen. Aber damit wird die wahre Situation nicht geändert, die sich am deutlichsten darin ausdrückt, daß die Revisionsbewegung einen ungeheuren Stoß erhalten hat. Die anderen legen ihre eigenen Maßstäbe an. Sie verweisen auf ihre Vergangenheit. In England konnte Disraeli jahrzehntelang Premierminister sein und die konservative Partei füllren. In Italien war vor dem Krieg Luzatti sehr oft Minister und auch Ministerpräsident, und während des Krieges hat Sormino die Außenpolitik Italiens geleitet. Der Finanzminister Mussolinis. Herr Jung, ist ein Abkömmling einer badischen jüdischen Familie. Amerika sendet einen Juden als Botschafter nach Paris, ln unserer eigenen Geschichte findet sich das Beispiel der intimen Zusammenarbeit zwisehen Bismarck und Bainberger in kritischer Zeit. In solehern Lichte sieht das Ausland die gegenwärtigen Vorgänge in Deutschland, und wir müssen damit rechnen, weil sich die andern Völker schwerlich von ihren politischen Grundanschauungen abbringen lassen und ihre Regierungen ihrer öffentlichen Meinung sich nicht völlig entziehen.“ * Die in Berlin erscheinenden ״Grünen Briefe für Politik und Wirtschaft“ veröffentlichen einen Bericht über den wirtschaftlichen Aufschwung in Palästina, in dem rückhaltlose Anerkennung für die Leistungen der jüdischen Kolonisationsarbeit zum Ausdruck kommt. Die Zeitung schreibt u. a.: ״Durch den außerordentlichen Kapitalsstrom unterstützt, haben die Juden mit großer Energie, vorzüglicher Vorbildung, rationaler Organisation und außerordentlicher nationaler Disziplin und Hingabe inmitten eines dürftigen, sehr armer! kapitallosen und rückständigen Landes eine Vorbildliehe Wirtschaft von europäischem Niveau geschaffen. Das einströmende jüdische Kapital gibt den einwandernden jüdischen Arbeitern hinreichend Beschäftigung, so daß im jüdischen Wirtschaftsgebiet Palästinas als vielleicht dem heute einzigen Gebiet der Erde keine Arbeitslosigkeit herrscht oder zu befürchten ist. Die jüdische Kolonisation in Palästina, die noch vor zwei Jahren sich in einer schweren Krise befand, ist heute in einem raschen und ununterbrochenen Auf- Schwung begriffen, der ihre Basis außerordentlich befestigt und erweitert. Diese Wendung ist sowohl durch die seit zwei fahren veränderte freundliche und sympathische Haltung der Regierung wie auch durch die stark erhöhte Ein wänderung an Kapital zu erklären, die ihrerseits wieder auf die Erschwerung der wirtschaftlichen und politischen Lage der Juden in Polen, Amerika lind Deutschland zurückgeht.“ Deutscher Makkablkrels Nach erneuter Prüfung der Sachlage hat das Präsidium die Im Mirz ausgesprochene absolute Sperre für Neuaufnahmen abgelindert. Aufnahme neuer Mitglieder im Alter von über 1i Jahren ist erst nach einer Karenzzeit von 4 Monaten m()glich, während der den Beti eilenden die Möglichkeit gegeben werden soll, sich in das Vereinsleben einzugliedern. Aufnahmen von Mitgliedern unter 16 Jahren Ist ohne Beschränkung möglich. Mitglieder kommunistischer Organ!- satlonen können nicht aufgenommen werden. Obwohl an manchen Orten den Vereinen Sportplätze und Turn* hallen gesperrt sind, geht der Betrieb in allen Mukkabivereipen idet Deutschen Kreise« weiter. Unsere Wochenschrift ist ein ,Judenblatt״. Wir nehmen dieses Wort, das ein Schimpf sein sott, und wollen daraus ein Wort der Ehre machen. Theodor Herz!, 3. Juni 1597, ״Die Welf Der Sport«Antisemitismus Die Tennis-Champions W. H. Austin und Fred J. Perry, die bei den vorjährigen Spielen tim den Davis-Cup in Berlin von dem jüdischen Tennis-Meister Daniel Prenn geschlagen wurden, protestieren in einem in den ״Times“ veröffentlichten offenen Brief gegen den Ausschluß Prcnns atts der deutschen Davis-Cup-Mannschaft. Der Berliner Korrespondent der Londoner ,,Time s“ widmet dem Berliner Widerhall dieses Vorfalls einen ziemlich breiten Raum, was man nur verstehen kann, wenn man bedenkt, was für eine große Rolle der Sport in angelsächsischen Ländern spielt. Der Korrespondent berichtet, nach privaten nationalsozialistischen Acußerungen halte man es für iinmöglieh, daß Deutschland sich im Tennisspiel durch einen Juden vertreten lasse, nur weil er der beste Spieler im Lande ist. Insbesondere sei es für das deutsche Gefühl untragbar, daß ein Mann von polnisch-jüdischer Abkunft etwa in einem Kampf zwischen Deutschland und Polen den Sieg für Deutsch- Iand erringe. Der Korrespondent erinnert in diesem Zusammenhang an die überwältigenden Ovationen, die Prenn bei seinen unerwarteten Siegen 1929 und 1952 erhalten hat. Zum Thema Judenim Sport veröffentlicht die״Vossisehe Zeitung“ in ihrer Sportbeilage am 16. April einen Aufsatz von Dr. Willy Meisi'״Von Danny Mendoza bis Carr“, worin die Haltung des Judentums zum Sport schon in alter Zeit und dann die Leistungen jüdischer Sportler und Athleten in den letzten 150 Jahren dargestcllt werden. Diese Zusammenstellung durfte für viele unserer Leser von Interesse sein. * : Zu derselben Sache lesen wir im ״Angriff“ vom 19. d. M. unter der Ueberschrift ״Es wird weiter gehetzt“: , ״Der Schriftleiter der Jewish Times in Baltimore hat Avery Brundage, den Präsidenten des amerikanischen Olympischen Komitees, wegen der angeblich in Deutschland getroffenen Maßnahmen, die einen Ausschluß der Juden von internationalen sportlichen Wettbewerben befürchten ließen, um eine Erklärung gebeten. Brundage hat daraufhin geantwortet, daß sich das Internationale Olympische Comite, das allein über den Schauplatz der jeweiligen Olympischen Spiele zu entscheiden habe, bei dem bevorstehenden Kongreß im Monat Juni in Wien mit dieser Frage eingehend beschäftigen werde. Brundage erklärte weiterhin, es sei seine persönliche, aber vollkommen inoffizielle Ansicht, daß die Olympischen Spiele nicht in einem Lande veransfaltet werden können, in dem die olympische Grundbestimmung, die Gleichstellung aller Rassen, eingeschränkt würde. Nicht nur in Amerika, sondern auch in anderen Ländern, wie z. B. Schweden und Holland, macht sich plötzlich eine Stimmung gegen die Austragung der Olympischen Spiele 1936 in Berlin bemerkbar. Inwieweit diese antideutsche Richtung an Bedeutung gewinnen wird, läßt sich nicht sagen. Auf jeden Fall muß man aber dieser Fletze, die nun auch auf den Sport übergegangen ist, entgegentreten. Es erscheint uns durchaus nicht ausgeschlossen, daß in Deutschland selbst jüdische Schreiberlinge am Werke sind, die da glauben, daß sic als ,unpolitische, objektive' Sportjournalisten gegen das Land, das ihnen Gastfreundschaff gewährt, hetzen könnten. Was nämlich jüdische Politiker fertig bekommen, ist manch einer jüdischen Sportwanze genau so zuzutrauen.“ Soweit der ״Angriff“. Wir haben gewiß als Juden kein Interesse daran, die Olympischen Spiele von Berlin fernzuhalfen. Wir würden es bedauern, wenn durch derartige Maßnahmen die Situation verschärft würde. Aber unbegreiflich ist, warum der ״Angriff“ ״angeblich“ sagt, wenn er von der Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Sportleben spricht. Er selbst hat doch diese Maßnahmen häufig genug gefordert! Aut dem Gebiet des Sportes gab es bisher keinen Rassenstandpunkt, auch Neger sind als Boxer usw. aufgetreten. Darum versteht man insbesondere in der angelsächsischen Welt nicht, warum Juden im Sport anders beurteilt werden als nach ihrer Leistung. Auf Anregung des Rcichsk'ommissars Rust soll im Berliner Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht eine Sonderabteilung für Erblehre und Rassen künde cingcrichtet werden. Die Eröffnung wird im Mai stattfinden. Wie der Berliner Städtische Nachrichtendienst mitteilt, hat der Slaatskommissar für das Gesundheitswesen der Stadt Berlin im Einvernehmen mit dem NS-Aerztebund und der NSBO im Rudolf Virchow-Krankenhaus 81 ״volksfremde Ar• beiter und Angestellte“, darunter 26 jüdische Aerzte, entlassen. Beim Bezirksamt Berlin-Mitte ist 27 jüdischen Aerzten zum 30. Juni d. J. gekündigt worden. Der Press-edienst der Stadt Düsseldorf teilt mit: Der Ober- Bürgermeister hat mit Verfügung vom heutigen Tage angeordnet, daß bei notwendigen Anschaffungen für die städtisehen Aemter, Dienststellen und Betriebe Warenhäuser und jüdische Geschäfte nicht mehr zu berück• sichtigen sind. Ferner ist sämtlichen städtischen j üd i - s c h e n A e r z t e n, Apothekern und Chemikern das Dienstverhältnis aufgekündigt worden. Die Betroffenen sind sofort beurlaubt worden. Vermlschies Persönliches. Am 16. April vollendete der Vorsitzende des Zentralverbandes jüdischer Handwerker Deutschlands, Wilheim Marcus, sein 50. Lebensjahr. Marcus, der auf dem Gebiete jüdisch-sozialer Arbeit in mannigfacher Richtung hervörragend tätig ist, hat sich insbesondere durch den Ausbau der Organisation der jüdischen Handwerker und der jüdischen Darlehenskasse verdient gemacht, deren ehrenamtlicher Geschäftsführer er ist. Jüdische Schule (Berlin NW 87, Klopstockstr. 58). Das neue Schuljahr beginnt am Dienstag, dem 2. Mai, und zwar für die unterste Klasse um 11 Uhr vorm., für alle übrigen Klassen um 9 Uhr. Die Leiterin der Schule, Frau Nathan, ist bis zum 2. Mai täglich außer Schabbath und Sonntag in ihrer Wohnung, Grunewald, Salzbrunner Str. 24/1 r., persönlich oder telephonisch (Uhland 1955) von 9—10 Uhr morgens zu erreichen und nimmt Anmeldungen von Knaben und Mädchen für sämtliche Klassen und für den hebräischen Kindergarten entgegen. Frauenarbeltsgcnieinschaft für Palästina. Gruppe Lichterfelde: Dienstag, 25. April, nachm. 4V3 Uhr, Geschichts• kursys unter Leitung von Frau Boschw.it2. Bei Frau Einzig, öittorfsir. Hfc Treuhandabteilung der Volksbank Iwria e. G.m. b. H. Die Volksbank Iwria e. G. m. b. H., Rosenthaler Str. 55, eröffnete am 19. April eine neue Abteilung für Verwertung und Verwaltung jüdischer Vermögen. Die Bank übernimmt die treuhänderische Verwaltung, den Verkauf von Grundbesitz und anderen Vermögenswerten, die Verkaufs- Vermittlung von Warenlagern, Maschinen, Halbfabrikaten usw. Auch eine Abteilung für die Bearbeitung von steuerlichen Fragen_ ist eingerichtet worden. Besondere Aufmerksamkeit wird hierbei der Wirtschaft in Palästina zugewandt wer* den. Die Treuhandabtcilung berät kostenlos alle Juden über die Fragen der Vermögensanlage usw. Schularbeitszirkel. Am 15. Mai beginnen in Berlin-Charlottenburg, Sybelstr. 9, mehrere Schularbeitszirkel, die systematisch nach Schulgängcn und Schularten zusammengesetzt sind, an denen Schüler und Schülerinnen jeder Altersklassen teilnehmen können. Die Kinder werden bei ihren Schularbeiten beaufsichtigt und darüber hinaus in den Fächern, in denen sie schwach sind, in der zweckmäßigen Weise gefördert. Anmeldunger! sind im Interesse der Teilnehmer möglichst bald zu richten an: Frau Rechtsanwalt Aenne Rosenzweig-Kaiserbliith, Sybelstr. 9, Bismarck 4925. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Das Sommersemester hat begonnen. Es werden Kurse für Anfänger und für Fortgeschrittene verschiedenen Grades abgehalten: 1. In der Schule Klopstockstraße 58 (am Bhf. Tiergarten) und 2. in der Schule Gr. Hamburger Str. 27 (am Bhf. Börse). Anmeldungen sind zu richten an Herrn N. Berggrün, Grunewald, Trabener Str. 2; Tel. H 5, Brabant 9 8) ויזם Uhr vorm.), Ermäßigung der Fahrpreise nach Palästina. Ab 1. Mai 1933 haben verschiedene Linien Sommerfahrpreise ringeführt. Von besonderem Interesse für Palästinareisendc ist dabei, daß auch für die direkten Schiffe von Marseille nach Haifa (Mariette Pacha und Chnmpolhon) die Preise erheblich herabgesetzt sind, so daß auf den L.uxusüampfcrn Mariette Pacha und C.h.impolüon sowohl die Preise in der I. Klasse, wie auch in der II. und IIB-Klassc gegen früher wesentlich niedriger sind. Dasselbe gilt für die Abfahrten von Marseille nach Alexandrien und Port Said. Wichtig ist weiter, daß auf den Schiffen Champollion und Mariette Pacha nach Jaffa sich jetzt eine gut organisierte koschere Küche befindet, die unter der Aufsicht des Großrabbiners von Marseille stellt und den Reisenden eine einwandfreie rituelle Verpflegung sichert. Einzelheiten über Preise, Fahrtzeiten usw. durch Palestinc ft Orient Lloyd, Vertretung Berlin, Atlantic Express, Berlin N 24, Friedrichstr. 121, Tel. Norden D 1 2455/56. Die nächste Gesellschaftsreise nach Palästina wird zu Beginn n. Mts. mit dem 2 1 000 tons großen Amerikadampfer Vulcania organisiert. Die Abfahrt erfolgt am 18. Mai ab Neapel, Ankunft in Haifa am 22. Mai. Die Rückreise kann mit einem der wöchentlich jeden Mittwoch abgehenden Dampfer von Haifa erfolgen. Der Preis der Hin- und Rückfahrt in der III. Klasse beträgt RM. 327, II. Klasse RM. 357, I. Klasse RM. 714. Da wieder mit einem sehr großen An* drang zu rechnen ist, empfiehlt es sich, schnellstens anzumelden. Informationen und Anmeldungen durch: Palestine & Orient Lloyd, Vertretung Berlin, Atlantic Express, Berlin N 24, Friedrichstr. 121; Tel. Norden, D 1, 2455/56. Sonderfahrt nach Palästina. Der Luxusdampfer Champollion der Messageries Maritimes (14 000 tons) fährt ausnahmsweise am 5. Mai direkt nach Jaffa. Für Palästinareisende ist hier eine besonders günstige Verbindung gegeben, nachdem dieses Schiff bereits zu den besonders ermäßigten Soramerraten verkehrt. Platzbelegung und Anmeldung durch: Palestine & Orient Lloyd, Berlin N 24, Friedrichstr. 121; TeL Norden, D 1, 2455/56. Königsberg. Die Königsberger Zionistische Vereinigung hat eine Beratungsstelle zur Auskunftserteilung für Aus- Wanderer nach Palästina errichtet. Die Sprechstunde findet am Montag und Donnerstag von 3— 1 Uhr statt. Adresse: Kaiscrstr. 16 (Dr. Ernst Klimowsky). Gottesdienste. Freitag, den 21. April, abend.•: In den Synagogen mit altem Ritus lind AHorvcrsorgungsanftalfen: 7.15 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus (außer Syn, Prinzrcgentrnstraßc) und Syn. Schmargendorf (Aln׳rsheim): 7 Uhr: Syn. Prinzregentenstraße: 7.15 Uhr. Predigten: Syn. Fasanenstrat’e: Dr. Salomonski; Syn. Prinzregeriteiistraßr: Dr. Swarscnsky, In den übrigen Orgclsynagngert: Ansprache des Rabbiner־. — Sonnabend, den 22. April, morgens (Neumondweihe): Alte Svn.igogc und Syn. I’estalr.zzistraßc: 8.30 Uhr, alle anderen Synagogen mit altem Ritus und A hervor ־-orgungsanstallen: 9 Uhr: I'riihgottesdienit: Syn. Rykestraijc und Kottbusser Ufer- Aiuiuas Reim: 6.45 Uhr. Svm.gogi-11 mit neuem Ritus und Syn. Schmargendorf (Altcrsheim): ilauptgottosdienst: 10 Uhr; Syn. Lindonstnißc: Mädchen-Kmscgn\!ng 1 Dr. Rlumcnthaf. Frühgottesdienst: Syn. Lindcnstraßc, Levelzow;traße und Prinzregen!cn־traße: 7.30 Uhr. Sabbat-Ausgang: 8 Uhr. —׳ Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 7.30 Uhr: morgen:;: Alte Synagoge, Syn. Kaiscr.Uraße und Rvkestraßc: 6,30 Uhr, übrige Synagogen mit altem Ritus: 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: 7.30 Uhr. In den Svnagogeri mit altem Ritus finden wahrend de: Scphirazeit Lehr vor trage 1/2 Stunde vor Eintritt der Nacht statt. Gottesdienst 'des Beth Hamidrasch, Rosenthaler Str. 55, begrün• det vom Misrarhi, Freitagabend und Sonnabend. Zeiten wie ln den Gemeindesynagogen mit altem Ritus. Briefkasten der Redaktion Aufmerksamer Leser. Es ist richtig, daß eine Notiz über die Entfernung der Rathenau -Tafel in der Köni/s tllee im Grunewald nunmehr in der Presse erschienen ist. Unser Artikel, in dem es heißt, daß nicht einmal eine Pressenotiz dieses Ereignis vermerkte, war inzwischen bereits gedruckt. Die Tafel war nämlich längst entfernt, so daß Spaziergänger pich häufig wunderten, davon nichts in der Zeitung gelesen zu haben. Geschäftliche Mitteilungen Unseren Lesern wird das Cafö Kutschers, Charlottenburg, Bismarckstraße 109, am Schillertheater, bestens empfohlen! sämtliche in- und ausländischen Zeitungen. Konzerte erster Künstler. * Helm für Knaben und Mädchen ln PalSetin». Zionisrin, Päd*- gogin, erfahren in Schul- und Internats. Praxis, ist mit ihr״n beiden Söhnen (15• und 17jährig) nach F.rei Israel übersiedclt, um dort ein Heim für Knaben und Mädchen au eröffnen. Fest» Referenzen. Eltern, die ihren Kindern die Schulausbiidung in Eres Israel geben lassen und sie in besond-rs!«verlässiger Obhut wissen wollen, werden gebeten, Anfragen zur Weiterleitung zu richten an die Adresse der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinckcstr. 10. * Kinderheim Hirichberj! im See (Böhmen), unweit der Grenze, nimmt Kinder im Alter von 3—14 Jahren für Mai, Juni, Juli, August auf. Nähere Auskünfte, Prospekte und Referenzen durch die Leiterin Frau Alice Weiß-Stadthagen, a. Zt> TepliU-Schönan, Postgasse 6, bei Suasset U lesend