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Jüdische Rundschau · 1933-02-28 · Heft 17 (28.2.1933) · p. Seite 84

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 17 (28.2.1933)
Date
1933-02-28
Page
Seite 84 (sequence 4)
Language
German
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Seite 84 JÜDISCHE RUMDSCH At) Nr. 17, 28. II. 1933 Vermischtes Das Jüdische Abendheim der Frauen-Arbcitsgemeinschaft für Palästina bleibt Donnerstag, 2. März, und Montag, 6. März, geschlossen. Weiterhin wieder regelmäßig geöffnet am Montag und Donnerstag, abends 7—10 Uhr. Zusammenkunft der Teilnehmer an der K. J. V .-Reise. Dienstag, den 7. März, treffen sich alle Berliner Teilnehmer und Interessenten an unserer Pcßach-Reisc zu einer ersten Zusammenkunft pünktlich 8! ג Uhr im K. J.V., Bleibheu- Straße 50. Die Besprechung soll nicht länger als eine Stunde dauern. Unbedingt pünktliches Erscheinen ist deshalb nötig. Das Präsidium des K. j.V. Purim - Kostiimball der Frauenturnabteilung Süd und 1. Männerabteihing des Bar Kochba-Hakoah am 11. März im Kaiserhotel, Friedrichstraße 176/79. Eintrittspreis M. 0,75 im Vorverkauf, M. 1,— Abendkasse. Es spielt die jewish-Band. Tombola. Erstklassiges Kabarett. Beginn 81,4« Uhr. Vorverkauf im Bar Kochba-Hakoah, Oranienburger Str. 60/63, Tel. 1Weid. 13 2, 1003, in sämtlichen Abteilungen des Bar Kochba, sowie bei Pclzmoden Molesic, W 30, Neue Winterfeldstr. 34, Tel. B 5, 5484. Arbeitsnachweis. Wir haben eine Stelle für eine perfektc Putzmacherin für Kowno (Litauen) vorgemerkt. Be- Werberinnen melden sich zweckmäßig bei der Berufsberatung der Jüdischen Gemeinde täglich, außer Mittwoch, von 10 bis 1 Uhr in der Rosenstr. 2 4. Sprechstunden der Berufsberatung: Knaben: Rosenstr. 2'4, Tel. D 1, Norden 6711, Dienstag und Freitag von 10 1 Uhr; Mädchen: Rosen- Straße 2 4'׳, Montag und Donnerstag von 10—1 Uhr; für Schüler: Rosenstr. 2!, Knaben und Mädchen: Montag, Dienstag, Mittwoch von 1.2, 4—5 Uhr; Knaben und Mädchen: Fasancnstr. 70, Donnerstag von 3 -6 Uhr, Weibl. gewerbliche Abteilung (Hnmhverkcrinnen, ungel. Arbeiterinnen) täglich, außer Mittwerh, von 12.1 Uhr. Die Baruch Auerbach'sche Waisenerziehungs-Anstalt für jüdische Knaben und Mädchen begeht im Mai dieses Jahres das Fest ihres 100jährigen Bestehens. Aus diesem ׳Anlaß wendet sich der Baruch Auerbach-Verein, in dem die ehemaligen 7/t״!in ge des Hauses /usammcngeschlossen sind, an alle früheren Schiller des Instituts im In- und Auslände mit der Bitte, ihre jetzige Adresse dem Direktor des Auerbadischen Waisenhauses, Herrn Dir. Plaut, Berlin N, Schönhauser Alice 162, oder dem Vorstandsmitglied des Baruch Auerbacli-Vcrcins, Herrn Apothckcnbcsit/er Artur Ticliauer, Berlin SO 10, Köpcnickcr Str. 119, umgehend mitteiien zu wollen. Konzert K a s j e I G o Incr (Gesang), M a x y m i I j a n M i c h a 1 o w; c z (Cello); am Flügel: Alfred M a y s c 1, Mittwoch, den 1. Marz, 8.15 Uhr, Breikopf-Saal, Steglitzer Straße 33. Zionistischer Gruppenverband Südwestdeutschland. Der Gruppenverbumbdag, der am 12. Februar in Wiesbaden stattfand, war von allen sieben Ortsgruppen des Bezirks heschickt. Von anderen Orten waren dagegen nur zwei vertreten; daftir hat sich eine außerordentlich zahlreiche Zu- Hörerschaft ans Wiesbaden, Mainz und Frankfurt eingefunden. Der Vormittag war durch ein sehr groll angelegtes Referat Kurt Blumenfelds über die Bedeutung der Zionistisehen Organisation für den Palästina-Aufbau angefiillt. Die ungeschminkte Darstellung der erfolgreichen, aber von den zionistischen Instanzen unkontrollierten Aufbautätigkeit in Palästina, sowie der in der Organisation auftretenden Mangel — wobei der Redner auch die ihm nahestehenden Gruppen der Organisation nicht schonte — hinteriieß ailgemein einen sehr starken Eindruck. — Nach Tisch fand eine Sitzung des Arbeitsausschusses statt, die hauptsächlich die Aufgabe hatte, den Ortsgruppen die Vorteile einer wirkimgskräftigen und arbeitsfähigen Gesamtorganisation klarzumachen. In der darauffolgenden Vollsitzung hielt Herr Referendar Georg Outhmann (Frankfurt a. M.) ein mit roßem Beifall aufgcnommcacs Referat ,,Was bedeutet uns die ioriistische Ortsgruppe?“ ־ im Vordergrund stand die gedanklich fundierte Auffassung der Ortsgruppe als der Zelle des zionistischen Gesamtlebens, die die Aufgabe habe, alle Zionisten, ohne Unterschied der Richtungen, zu gemeinsanier /Arbeit ziisammenzufasscn. Im ein/einen beschäftigte sich das Referat mit der Herausarbeitung wirksamer Methoden An unsere Abonnenten! Die Post verlangt die Anmeldung der vom 1. April 1933 an zu liefernden Exemplare bereits 3 Wochen vor Quartalsbeginn. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebühren von denjenigen Abonnenten, die die Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten Tagen des Monats März zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, im eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, dafe diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der »jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften Berlin, im Februar 1933. Verlas ,Jüdische Rundschau" Berlin W15, Meinekestra&e 10 der Propaganda und der Notwendigkeit, die zionistischen Bünde zur Verantwortung gegenüber der Ortsgruppe zu erziehen. Im Anschluß an die darauffolgende Diskussion wurde die Konstituierung des Ciruppenverbandes in der Form vollzogen, daß Herr Dr. Plcßner und Frl. Aon ne Pomeranz zu Vorsitzenden des Gruppenverbandes gewählt wurden. Ein Arbeitsausschuß soll einen Delegierten jeder Ortsgruppe enthalten. Jüdische Genossenschaftsbank in Breslau. Die günstige Entwicklung der jüdischen Genossenschaftsbank in Chemnitz, der Volksbank lwria c. G. m. b. FL, hat auf die Ent- Wicklung der jüdischen genossenschaftlichen Arbeit außerhalb Berlins sehr anregend gesvirkt. Im Laufe des Monats Februar erfolgte die Gründung der Volksbank Wratisiawia c. G. m. b. H. in Breslau, die im Marz ihre Tätigkeit aufnehmen wird. In Leipzig ist ein Initiativkomitee zur Gründung einer jüdischen Genossenschaftsbank entstanden, das die Gründung einer jüdischen Volksbank in Leipzig im Laufe des März beabsichtigt. Bremen. Das neue Jahr wurde eröffnet mit einem Referat von Elias Schragenheim über Theodor Hcrzls Jugend- Tagebuch. Eine rege Aussprache, auch über zionistische Tagesfragen, schloß sich an. Am Vorabend der sozialen Tagung der Jüdischen Gemeinde sprach Fräulein Frieda Weinreich von der Zentral-Wohlfahrtsstelle über die sozialen Einrichtungen in Palästina. Einem Leseabend aus jüdischen Schriftstellern folgte der von etwa 70 Personen besuchte Vortrag von Redakteur Moses Waldmann (Berlin) über ,,Deutsch-jüdische Entwicklungen“. Im jungzionistischen Kreis, einer Arbeitsgemeinschaft junger Zionisten, die seit Anfang Januar regelmäßig ztisammenkonim t, fand eine Aussprache mit dem Leiter des deutschen Hcchafuz, Fritz Lichtenstein, über die Lage in Erez Israel und die Möglichkeiten der Verwirklichung des Zionismus für den Einzelnen statt. Dessau. Am 5. Februar sprach Frau Jenny Blumenfeld in unserer Fraucngruppc über die augenblickliehe Lage in Palästina. Besonders eingehend behandelte Frau Blumenfeld die spezifischen Aufgaben, die die Frau beim Aufbau des Landes zu erfüllen und die Wege, die die Wizo zur Lösung dieser Aufgabe eingeschlagen hat. Die sehr zahlreich erschienenen Zuhörer folgten gescannt den außerordentlich klaren und anregenden Darlegungen von Frau Blumenfeld, deren Anwesenheit unserer Arbeit neue Impulse gab und unserer Gruppe einige neue Mitglieder zuffthrte. Dortmund. Die Zion. Ortsgruppe veranstaltet — erstmalig — am 8. März, abends 8G Uhr, im Gemeindehaus, Saarbrücker Str. 3, eine ,,Gesprochene Zeitung“. Da sich zu den erforderlichen Kurzreferaten eine ganze Anzahl fühlender Zionisten bereit erklärt haben, verspricht der Abend sehr interessant zu werden. Karlsruhe. Die Bialik-Feier der Zionistischen Ortsgruppe und der Wizo fand am 18. Februar in den Räumen der Karl-Friedrich-Logc statt. Die ausgezeichnet besuchte Veranstaltung war in allen Teilen wohlgelungen und ist als voller moralischer Erfolg zu werten. Die Ilmrahmung des Referates von Frau Lea G enger bildeten Gesangsvartriige von Frl. Käthe Ettlinger, die von Frl. Hanna Bodcnheimer am Klavier begleitet wurde, Rezitationen von Frau Stadtrabbiner Dr. Schiff aus Werken Bialiks und ein hebräisches Gedicht Bialiks, vorgetragen von Leopold Ettlinger. Ihre ausgezeichneten hebräischen Kenntnisse ermöglichten es Frau Genger, ein umfassendes Bild des Dichters zu entwerfen und sein Werk dem Auditorium nahezubringen. w Mannheim. Die Tätigkeit der Ortsgruppe hatte, durch verschieden Umstände verursacht, im Februar eine Ruhepause. Es wird jedoch im März eine Purimfeier, gemeinsam mit der hiesigen Ortsgruppe der Wizo, zugunsten des Keren Kajemcth stattfinden, bei welcher Künstler des hiesigen Nafionaltheatcrs mitwirken werden. Es wird ferner erwogen, im Hinblick auf die politischen Verhältnisse nach der Wald eine eingehende Beurteilung der Dinge in Deutschland, wie sie nach unserer Weltanschauung zu beurteilen sind, von berufener Seite in öffentlicher Versammlung stattfinden zu lassen. ״Die einzige Lösung“ wird von der hiesigen Gruppe am 19. März in Karlsruhe zur Aufführung kommen. Dr. O. S. Berliner Kalender Berliner Zionistische Vereinigung. Lehniner Platz, am 2. März, abends 20/4 Uhr, bei Dr. \V. Braun, Sybelstr. 34, Dr. Fritz E. Ascher, ״Palästina, Land für jüdische Arbeit und jüdisches Kapital“. — S a v i g n y p 1 a t z , am 2. März, intern. — Sch margendorf, am 2. März, ahenVis 201/2 Uhr, bei Hecht, Binger Str, 31a, Jlr. Saili Hirsch, ״Jüdische Situation in Deutschland“. — ilansaplatz, am 6. März, intern. — Nordring/Pankow, am 6. März, abends 201/2 Uhr, bei Dr. Ifurwitz, Schönhauser Alice 87, ,.Gesprochene Zeitung“. — Wittenberg platz, am 6. März, abends 20/4 Uhr, bei Ludwig Mayer, Luthcr-tr. 46. Frau Paula N a t h a n , ״Gcgcmvartsaufgaber! jüdischer Erziehung'■. — Zentrum, am 2. März, abends 201,4 Uhr, Rosenstr. 2—4 (Gemeindehaus), Dr. Ernst Mechncr, ״Palästina 1933“, — Zu samtliehen Gruppcnvcranst altungen haben nur Zionisten und eingeführte Gäste Zutritt. Frauen-Arbcitsgemeinschaft für Palästina. 6. März, abends 8/4 Uhr 5. Abend im S c 11 111 u n g s k u r s u s. Referent wird noch bekanntgogeben. im Sitzungssaal, Moinekcstr. 10. Poalc Zion - Hapoel Haznir. Am 2. März, abends 201,4 Uhr, referieren im Heim, Gr. Präsidontenstr. 1, die Chawerim: J. Klinow und G. Pape über ״die vierte Konferenz der Hi'tadruth“. Freunde unserer Bewegung sind eingcladen. — Beth-Am Iwrl. Am 4. März, 8/4 I hr abends, referiert im Beth-Am» Iwri Dozent I)r. Harry T 0 r c z y ne r über: ״Aumeiner Forschungsarbeit an «1er Bibel“, Gäste willkommen. בית עם עברי• במוצ״ש׳ 4 במרץ ב 4<8 שעות ירצה בבית העם העברי הדוצנט הד״ד ה• סורצינר על הנושא: "מעבודתי במקרא"• בל העברים בברלין מוזמנים להרצאה זו. חברים׳ באו בדיוק• Frankfurter Kalender. Zionist. J u g <-n d g r וו p p c. Am Samstag, dem 4. Mürz, abends 20/4 Uhr, im Jüd. Jugendheim, F.sclicrsh. Landstr. G5 (II. Stork, großer Saal), Kunsthistoriker Herr Pr. G anders heim über: ״Gibt es eine jüd. Kunst?“ (Mit Lichtbildern.) Gäste willkommen! Geschäftliche Mitteilungen Die Buchhandlung ״Kcdem‘% Ber’in-Charlottcnburg, Dahlmann- Straße 8, legt der heutigen Nummer wiederum ein Verzeichnis billiger jüdischer Bücher bi. Tn diesem Prospekt werden abermals eine große Anzahl von Neuerwerbungen zu den niodrigsten Preisen angeboten, und wir bitten, ihm die größte Beachtung schenken zu wollen. ^(ujcfüaunAcAe, UND BLUMENSPENDEN Ibd mav» ah durch NatkmalfenAa Telegramm* und Raum- »prndt.yt für Palästina1 Ttlegra mm* % u 50 Pf g fed VertrauensUuttn. Ein Baum kcattt 6 Mark, wir ttnden aut Wunsdh *in* Btnarhnchtigxmg an die aufgegtberu Adr cu*. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL BERLIN "W 15, MeinekesttaR« 10 Telefon י I 1 Bismarck 71 6^■ Postscheck . Konto! Berlin 283,4? **•»n»He***m**»«4»*e4e*44« Selbsthilfe erwerbsloser jüdischer Jngeid Berlin NO 43, Am Friedrichshain 34■ Telefon: E 3 Königstadt 9527. Denken Sie daran d*B Tausende jun׳rer Menschen erwerbslos sind, daß Arbeitsbeschaffung schwieriger ist als je daß Arbeit die beste Hilfe ist* Junge Menschen haben *ich zusammen geschlossen, anj I kollektiv ihren Lebensunterhalt auf genossenschaftlicher Basis zu verdienen. 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