Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 16 (24.2.1933)
- Date
- 1933-02-24
- Page
- Seite 79 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 1«, 24. H 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 79 Ortsgruppen Bcuthcn, O.-Schl. Am 4. Februar hatte das hiesige Keren Hajessod-Komitee zu einem Vortragsabend eingeladen, bei dern R.-A. Dr. Ludwig F o e r d e r (Breslau) über das Thema ״Die deutschen Juden und der Aufbau Palästinas“ und Herr Dr. Michael Traub (Berlin) über: ״Palästina 1933, Tatsachen und Entwicklungsmöglichkeiten“ referierten. Dr. Fe er der hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jene Argumente zu widerlegen, die von seiten verschiedener illdisolier Weltanschauungen gegen eine tätige Förderung des Palästinaaufbaus erhoben werden. Die Stellungnahme zun» Palästinaaufbau dürfe keine dogmatische sein, sondern ein jeder jude müsse dieses Werk mit Anteilnahme verfolgen, konservative und Liberale sind auch in ihrer Weise an» Palästinaaufbau beteiligt. Dr. Foerder wandte sich gegen Erscheinungen, wie etwa das neue Einheitsgebetbuch, das von liberaler Seite herausgegeben wurde, in dem die traditionellen jüdischen Gebete sorgfältig von allen Hinweisen aut Palästina gereinigt worden sind. Daß derartige Verfälschungen nicht den liberalen Juden in ihrer Gesamtheit zur Last gelegt werden können, zeigt sich allerdings darin, daß von führender liberaler Seite, nämlich von seiten Leo Baeclcs, machtvoll dagegen Widerspruch erhoben wurde. Die Tat- ,jache, daß auch der Central-Vcrein deutscher Staatsbürger üdischen Glaubens seinen Mitgliedern eine positive Einsteiung zum Palästinaaufbau gestatte, belegte Dr. Foerder nicht nur durch Aeußerungcn des verstorbenen Justizrats Eugen Fuchs, sondern auch, indem er die Resolution des Centra!-Vereins aus dem Jahre 1929 zitierte, in der der Central-Verein seinen Mitgliedern die persönliche Teilnahme an der Jewish Agency freigab. — Dr. Michael Traub gab in seinem Referat eine packende und anschauliche Scliilderung der gesamtjüdischen Lage. Die wirtschaftliche Stel• lung des Juden hat in der ganzen Welt dadurch eine erhebliehe Schwächung erfahren, daß der Jude in seiner Rolle als Vermittler und Händler heute nicht mehr in gleichem Maße gebraucht wird wie früher. In Mitteleuropa ist «ins die Verschlechterung der jüdischen Lage nur allzugut bekannt, aber auch in Amerika, dem größten jüdischen Menschenrescrvoir in der ganzen Welt, gibt cs neben der allgemeinen Krise noch eine besondere Krise des Judentums. Der einzige Lichtblick innerhalb dieser allgemeinen Bedrohung der jüdischen Existenz ist Palästina, der Jischuw, der ein stetes Wachstum in allen seinen Teilen aufweist. Es gelang dem Redner darzutun, daß mit dein Aufstieg der letzten Jahre nur ein geringer Teil der vorhandenen Möglichkeiten ausgesehöpft ist. Die gut besuchte Versammlung dankte dem Redner für seine fesselnden Ausführungen mit langanhaltendem Beifall. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage blieb bei der in den nächsten Tagen folgenden Aktion des Herrn Dr. Traub für den Keren Ha!essod der Aufruf zur finanziellen Mitwirkung am Palästinaaufbau nicht ungehört. Es gelang, die in unserer Gemeinde für den Keren Hajessod aufgebrachte Summe gegenüber dem Vorjahre beträchtlich zu erhöhen. Chemnitz. In der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe veranstalteten wir in der laufenden Saison bis jetzt folgende Abende: Am 13. Oktober 1932 eine gesprochene Zeitung. Am 8. November 1932 einen außerordentlich gut besuchten Vortrag Dr. Nachum Goidmanns über ״Das jüdische Volk und die Wirtschaftskrise“. Am 19. November sprach Dr. Fritz Loewetistein (Berlin) über ״Die Aufgaben der vereinigten Arbeiter-Partei“. Am 26. November fand als Vorfeier zur Eröffnung des jüdischen Jugend! und Sportheimes am Keilberg eine Jugendkundgebung statt. Es sprachen Dr. Friedmann (Chemnitz), Dr. Lubinsky (Berlin) und Dr. Leiewer (Berlin), Am 1. Dezember erfolgte die Vorführung des Palästinafilms der Makkabiah von Felix Simmenauer (Bcr-!in). Am 10. Dezember sprach Dr. Ludwig Klein (Erfurt) über ,,Die ideologischen Grundlagen des Zionismus“. Am 12. Januar 1933 zeigte Dr. Hamburger (Chemnitz) ausgezeichnete Lichtbilder von der Makkabiah. Am 19. Januar sprach Redakteur Klinow (Berlin) über das Thema: ״Drei Millionen Juden in Polen! Soiien sie untergehen?״ Ein ausgezeichneter, gut besuchter Vortrag. Am 2. Februar sprach Dr. Landauer (Berlin) über ״Die geistige Situation der jüdischen Jugend in der gegenwärtigen Krise. Ein weiterer Vortrag mußte verschoben werden, ,da Dr. Landauer plötzlich erkrankte. Aus dem gleichen Grunde konnte das geplante Treffen der sächsischen und tschechoslowakischen Zionisten im Keilbergheim zunächst noch nicht stattfinden. Beide Veranstaltungen werden nachgeholt. Cottbus. Am 18. Februar feierte unsere Ortsgruppe den 60.5Geburtstag Bialiks. Nach einer musikalischen Einleitu ng würdigte Rabbiner Dr. Biel er (Forst) das einzigartige Schaffen Bialiks, der das lebendige Judentum in seiner Dichtkunst schildert. Die beiden großen Perioden in der Dichtung des Jünglings und des Mannes Bialik verstand der Vortragende seinen Zuhörern in feiner hebräischer Dekiamation und deutscher Erlärung nahe zu bringen. Nach dem Vortrag einiger Gedichte Bialiks hielten hebräische Lieder unseres Jungzionistischen Kreises die Teilnehmer noch einige Stunden beisammen. H.F. Düsseldorf. Am 15. Februar veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe Düsseldorf eine besonders gelungene Bialik- Feier, in deren Mittelpunkt ein Vortrag von Fra« Dr. Mecklenburg über das Werk Bialiks stand. Umrahmt war der Vortrag von hochinteressanten musikalischen Darbictungen des Komponisten und Musiklehrers Jtilius Gold* berg (Köln). Hierzu kamen eine Reihe von Rezitationen im Urtext und in Uebersetzungen. 2 Drgard. Am 7. Februar sprach im Kreise der hiesigen Gemeinde Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee (Berlin) über: ״Was ist uns die Jüdische Gemeinde?“ Der Redner wies überzeugend nach, daß die einzelne jüdische Gemeinde nur נm Zusammenhänge mit der Weltjudenheit ihre Aufgaben sinnvoll erfüllen könne, ln der ihm eigenen formvollendeten Art machte der Redner mit seinen tiefgründigen Ausführungen starken Eindruck auf die anwesenden Gegner und Freunde. Wir sind durch den Vortrag um ein betracht* liebes Stück in unserer Arbeit weitergekommen. S«hu, Stettin. Am 11. Februar fand im Bar Kochba-Heim die Bialik-Feier statt. Sie wurde eingeleitet mit einem musikalischen Vortrag (Violine: Frau Erika Blumenfhal, Klavier: Fri. Lola» Grunwald) und Gedichten von Bialik; dann hielt Dr. Elk die tiefes Verständnis für den Dichter bezeugende Festansprache. Der Abend gestaltete sich zu einer würdigen, eindrucksvollen Kundgebung für das sehr zahlreich erschienene Publikum. WQrzburg. Am 8. Februar sprach Herr Kurt Blumenfeld über aas Thema ״Die aktuelle Judenfrage“ (Illusion und Wirklichkeit). Es erschienen alle Kreise der Würzburger Jüdischen Gemeinde, deren Repräsentanz offiziell vertreten war, sowie eine Reihe auswärtiger Oiste, insgesamt 350 Zu* höret, eine in hiesigen Versammlungen selten erreichte Zahl. Di« Ausführungen von Blumenfeld hinterließen bei tflen Anwesenden sowohl in ihrem kritischen Teil, der sich mit den bisher üblichen Auffassungen des deutschen Judentums über seine Situation auseinanaersetzte, als auch in ihrem positiven Teil, in dem er den Palästinaaufbau ergreifend schilderte, einen tiefen Eindruck. Eine am folgenden Tag einsetzende Aktion iür den Keren Hajessod erbrachte ein sehr gutes Ergebnis. Die Würzburger zionistische Jugend feierte ihre« Führet io einet besondere« ,Veranstaltung, VermUchte« Palästinareisen des K.J,V• Für die Purimreise, 3. März ab Marseille mit Dampfer ״Champollion“, können Meldungen nicht mehr angenommen werden. Es haben sich 17 Teilnehmer gemeldet, von denen 12 die gemeinsame Reise im Lande machen. Für die Peßach reise haben wir bereits jetzt 22 feste Anmeldungen vorllcgen. Täglich einlaufende Anfragen lassen darauf schließen, daß wir mit einer Teilnehmerzahl von 40 Personen rechnen können. Wir möchten an dieser Stelle alle Bbr. ausdrücklich aut unsere Reise nochmals hlnweisen. Ein besonders günstiges Abkommen mit der Cosulich-Linie versetzt uns in die Lage, die Reise mit dem 24 000 Tonnen großen Dampfer ״Vulcania“ ab Neapel 5. April, Rückfahrt ab Haifa mit der ״Itnlia“ vom Lloyd Triestino, II. Klasse hin und zurück inki. Geseilschaftsreise im Lande, Logis und Verpflegung zum Preise von 5S0 M. anzubieten. III. Klasse 535 M. Bbr, und deren Angehörigen, die nur die besonders billige Schiffsreise mit uns hin und zurück mitmachen wollen, und an der Gescllschaftsreise im Lande kein Interesse haben, können wir hierzu die Möglichkeit geben. Letzter Termin für Anmeldungen 1. März. Während des Kartelltages vom 25. bis 27. Februar ist das Büro geschlossen. Anmeldungen werden während dieser Zeit auch in Leipzig angenommen. Adresse: Büro des Kartelltages des K.J.V. Leipzig, Hotel Sachsenhof, Johannisplatz. Wir erwarten weiter so zahlreiche Anmeldungen! Das Präsidium des K. J. V., Berlin-Charlottenburg, ßleibtreustr. 50. Palästinareise der Wlzo. Die Wizo teilt mit: Wir bitten alle diejenigen, die sich dieser besonders vorteilhaften Reise anschließen wollen, die mit ■den versandten Prospekten erhaltenen Fragebogen möglichst schnell einzusenden, damit wir einen Ueberbiick über die Teilnehmerzahl haben können. Die Reise beginnt am 5. April in Neapel auf dem 24 000 t großen Amerikadampfer ״Vulcania“. 23 Tage im Land sollen ein magliehst umfassendes Bild des heutigen Palästina geben. Preis der Gesamtreise inkl. aller Besichtigungen ff. Klasse 680 M., III. Kl. 580 M. Es ist auch möglich, sich nur an den gemeinsamen Schiftsreisen zu beteiligen. Um unseren Teilnehmern alle nötigen Bequemlichkeiten zu bieten, und sie auf dem Schift find im Land gut unterrubringen, müssen wir die von uns vorgenommenen Reservierungen in der allernächsten Zeit endgültig sichern. Wir bitten daher um allerschnellste Anmeldungen an das Büro der Frauen-Arbeitsgcmeinschaft für Palästina, Berlin W15, Meinekestr. 10 (Bismarck 7165). Jüdische Schule KlopstockStraße. Sonntag, den 26. Februar, Wiederholung der Bialik-Feier, im Spiegelsaal der Johann-Gcorg-Festsäle, Halensee, Johann-Georg-Straße 19 (am Kurfürstendamm). Beginn 11.30 Uhr vorm., Ende 13 Uhr. Alle Angehörigen und Freunde der Schule sind eingeladen. Unkostenbeitrag 20 Pf. Der hebräische Jugendrat teilt mit, daß der ״נשף הנער העברי" (anschi. an das 2. hebräische Winterlager) am Sonntag. dem 26. Februar, 8.30 Uhr abends, in den Räumen des Beth-Am stattfindet (und n icht am Sonnabend, dem 25. Februar). Die hebräisch-sprechende Jugend ist herzlich eingeladen! Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (Gr. Hamburger Str. 27 und Klopstocicstr. 58). Der Unterricht in sämtlichen Klassen findet wieder regelmäßig statt. — Anmeldungen für das Sommersemester 1933 werden bereits entgegengenommen. Geistliche Musik, 300 Jahre Synagogen-Gesang in der Synagoge Prinzregentenstraße. Der für den 23. d. M. vorgesehene Abend geistlicher Musik mußte infolge technischer Schwierigkeiten auf den 28. d. M-, abends 8.15 Uhr, verlegt werden. Die gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. Der ״Kaftan“ Im TIngel-Tangel. Friedrich Holländer hat es Verstanden, dieses intime Lokal in der Kantstraße populär zu machen. Ludwig Hardt hielt dort seine Vorlesungen. Jetzt gastiert dort Maxim Sakaschansky und Ruth Klinger. Ihr Programm ist von Presse und Publikum mit Begeisterung aufgenommei! und wird am Sonnabend, dem 25. Februar, 22.30 Uhr, wiederholt. Kartenbestellung Oliva 7171. 10 0/0 der Einnahmen fließen dem KKL zu. Brüderverein der Lemberger und Umgegend. Wohltätigkeitsball Sonntag, 26. Februar, Gesamträume der ,,Ge- Seilschaft der Freunde“, Potsdamer Str. 9. Es wirken der Wiener Opernsänger Gabel, sowie andere Künstler mit. Karten 1 M. inkl. Steuer bei E. Meiseis, Berlin, Schönhanser Allee 5, Tel.: D 2, Weidendamm 9417. Ein Ostjüdischei: Hilfsvwetn ״Warschau“ e. V. wurde hier gegründet. Zweck des Vereins ist: 1. Pflege der Geselligkeit unter den Mitgliedern; 2. Pflege jüdischer Kultur unter Ausschluß jeglicher politischen Tendenzen; 3. Unter- Stützung in Not geratener Mitglieder und 4. Gewährung von Dariehen (zinslos) an Mitglieder. Auskunft Bavaria B 4 4405. Wizo-Chor. Die nächste Probe findet Sonntag, den 26. d. M., nachm. 1/25 Wir, bei Frau Dr. Moses, Grünewald, Trabener Str. 2, statt. jüdischer Arbeitsnachweis. Sprechstunden. Knaben: Rosenstr. 2—4, Tel.: Dl Norden 6711, Dienstag und Freitag von 10—1 Uhr. Mädchen: Rosenstr, 2—4, Montag und Donnerstag von 10—1 Uhr. Knaben und Mädchen: Fasanen- Straße 79, Donnerstag von 3—6 Uhr. Für Schüler: Rosenstraße 2—4. Knaben und Mädchen: Montag, Dienstag, Mittwoch nachm, von 134—5 Uhr. Weibl. gewerbliche Abteilung (Handwerkerinnen, ungel. Arbeiterinnen), täglich, außer Mittwoch, von 12—■1 Uhr. Jüdische Kultgeräte einst und jetzt. Im Rahmen der Monatsvorlesungen der Hochschule für die Wissenschaft des udentums sprach Dr. Karl Schwarz am 20. Februar her ״Jüdisches Kultgerät einst und jetzt“. Neben der historischen Betrachtungsweise, die Entstehen und Entwichlung der Formen zum Gegenstand hat, sei, wie der Vortragende ausführte, auch die sich aus dem unmittelbaren Erleben des Formgebildes ergebende Betrachtung des Kunst- Objekts berechtigt. Das Kultgerät besitzt bestimmte emotionelle Werte, die ihren letzten Orund in der Pietät und der Tradition haben. Die Respektierung dieser Werte dürfe jedoch nicht gleichbedeutend sein mit der Verurteilung neuer schöpferischer Bestrebungen, lm Gegenteil, das Kultgerät bedarf der Erneuerung, es soll Schritt halten mit der* Geschmacksbildung unserer Zeit. Es regen sich Kräfte auf dem Gebiete der religiösen Architektur und des Kurstgewerbes, die bemerkenswerte Versuche in der Richtung der Vereinfachung und konstruktiven Straffung des Formen- Schatzes bieten. An der Han# zahlreicher Lichtbilder wurden Vergleiche unternommen zwischen älteren und modernen Geräten. Von Arbeiten lebender Künstter wurden gezeigt ein Thoraschrein, ein Thoravorhang und eine Ewiglichtampel von Harry Rosenthal (Berlin), ein Thoraschild mit Krone von Ludwig Wolpert (Frankfurt a. M.), ein Chanukkahleuch* ter von Zadikow (München), ein Standleuchter von B. Wolpe (Offenbach), eine Cha!»ukkahlampe aus Glas yon Miriam Rosenthal (Köln), verschiedene Gefäße von Immy Roth (Berlin) und anderes neuere Gerät, worunter manches gelungene Stück zu verzeichnen war. Die Gegenüberstellung von Alt und Neu gab Anlaß für anregende formvergleichende ßeobachtunjzea. Jt ,W-isehnitzer-Bernstein, ♦ HECHALUZ Bauernzcntnmi Fraustadt. Im letzten Sommer begann der Heehaluz mit der Schaffung eines neuen ״BauernZentrums“ um Fraustadt, einer Stadt in der Grenzmark, heute arbeiten sechs Jungens und vier Mädels in den um Fraustadt gruppierten Dörfern. Bis zum Frühjahr wird es möglich sein, eine größere Zahl Chawerim dort zu konzentrieren. Mit Ausnähme einer Geflügelzucht- und einer Gärtnerstelle sind die Arbeitsplätze bej Bauern und in größeren Mittelbetrieben. Die Einrichtung der Betriebe ist ausgezeichnet, _ es wird mit fast allen landwirtschaftlichen Maschinen gearbeitet. Man kann sagen, daß die Ausbildung, die allgemein Iandwirtschaftlieh ist, sehr gut ist. Zwei- bis dreimal wöchentlich treffen sich die Chawerim zur Tarbutharbeit. Man muß sich dabei auf das Notwendigste beschränken, nämlich auf Hebräisch, das aber um so intensiver gelernt wird. Die Jüdische Oemeinde in Fraustadt hat den Chawerim eia Gemcindezimmer für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt, Die Haehscharah in Bauernzentren gewinnt in Deutsch-!and immer mehr an Bedeutung. Ansatzpunkte für neue Zentren sind bereits in verschiedenen □egenden vorhanden, so in der Nähe von Erfurt, von Kassel und von Breslau. Soeben erschien: ,.Die Jüdische Arbeiterbewegung in Palästina“, 2. Teil des Buches von W, Preuß. Zu beziehen durch ״Heehaluz“, Berlin W15, Meinekestr. 10. Preis 1,25 RM. plus Porto. _ Berliner Kalender Berliner Zionistische Vereinigung. Tcmpelhof, am 28. Februar, abends 20.30 Uhr, Pil.-ator am l׳'!u11״afcn, Berliner Str. 20, Dr. M. 11 i l c s k i, ״Der gegenwärtige Stand der Araberfrage“. — Zentrum, am 2. Mär», abends 20.30 Uhr, Ort wird noch bekanntgegeben. Dr. Einst M e c 11 n e r, ,.Palästina 1933“. — Zu samtlieben 01 uppcnverait.iallungen haben nur Zionbtcn und eingeführte Cäsle Zutritt. Fraucn-Arbeifsgemeinschaft für Palästina. 27. Februar, abends S.30 Uhr, 4. Abend im Schulungskursus: Dr. Georg L a rt - datir r: ״Nationale und private Kolonbation. KuHurelle InUitutio- Eien, Arbeiter- und Jugendorganisationen“, Iin Sitzungssaal Metnckestr. 10. — Studier,zirkel C!1 a r 1 0 t t e n b u r g: 28. Februar, nachm. 4.30 Uhr, Referat von Frau Else, J 8 c o b u s. Bei Frau Dr. Taubes, SybcLtr. 66. Gäste willkommen. Klub Junger Zionisten, am 28. Februar, abends 20,45 Uhr, Meinekestr. 10, Red. Heinz Warschauer, Vorsitzender der C. V.. Jugend: ״Die Zukunft der deutschen Juden“. Gäste willkommen. — Poale Zion Hapoel Haiair. Am 2. März, abends 20.30 Uhr, referieren im Heim, Gr. Präsidentenstr. 1. die. Chawerim: J. Kl»• io«1 und G. Pape über: ״Die vierte Konferenz der Histadruth“. — Gesellschaft für jüdische Famillenfoischung. Generalverjammlung am 1. März, abends 8 Uhr, Gesellschaft der Freunde, Pots- (lamer Str. 9. Tagesordnung u. a.: ״Die jüdische Familie im Werke Georg Hermann;.“. Vorlesung des Dichters. Gäste willkommen. — Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Bezirk Nord. Ucbcr: ״Der Jude im Kampf um sein Recht“ sprechen am Donnerstag, (len 2. März, abends 8 Uhr, im Hackeschca Hof, Ilackeschcr Markt, Professor Georg Bernhard und Rabbiner Dr. M. Salomonski (Einlaßkarten im Büro, Burgstr. 26II, erhältlich). Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge. 25. Februar, abends 8 Uhr, Rosenstr. 2—4, Vortrag von Rabbiner Dr. Fritz Plotke: ״Die Synagoge in Geschichte und Gegenwart“. Fortsetzung des Zyklus: ״Gesänge, die wir in der Synagoge nicht hören“. Vortragender: Oberkantor Salomo Pincasovich. Gäste willkommen. נשף ביאליק מסעם ההסתדרות הציונית׳ ברית עברית ונית־העם׳ נשף ביאייק• יתקיים ביוס ב׳ 27 בפברואר באולם ה״ברידרפריינם• הויז״• רחוב קורשירססן »115/11• נואמים: הד״ר ש• ראבירוביץ ועברית) והד״ר א• וואלפסבוג (גרמנית)• בתכנית: מקהלת ,ברית העולים"׳ הקראות: מ• מויר (עברית וגרמנית)׳ זמרה: ה• טירק (שירי ביאליק) אל הפסנתר: מ• סווצינר׳ הכנר: ז• בביץ• כרטיסים: אצל ההסתדרות הציונית בברלין ובבית*העם העברי• לנוער הנחה• Gottesdienste. Freitag, den 24. Februar abends: Synagogen mit altem Ritus, Neue Synagoge, Synagogen Lindenstr״ Levctzowstr. (kleiner Betraum), Fricdonstempel, Köpenick und Alters er uorgungsanstaltcn: 5.45 Uhr: Synagoge Lüttowstr.t 6 Uhr: Synagogen Fassnenstr. und Levctzowstr. (llauptgottcsdietist) 6.30 Uhr; Syn. Prinzregentenstr,: 7.15 Uhr; Syn. Schmargendorf (Altersheim): 7 Uhr. Predigten: Syn. Liitzowstr.: Dr. Weiße; Syn. Levctzowstr.: Dr. Prinz; Syn. Fi ieden-tempei: Dr. Bergmann; Syn. PiinzrogcntenUr.: I)r. Ga liner, Svn. Fa-anenstr.: Ansprache an Studierende: Dr. Wiener, Sonnobend, den 25. Februar morgens (N'cumomlweihe): Svnagogen mit altem Ritus und Altervcrsorgungsanstalten: 9 Uhr; l-'rühgottcsdicnst: Synagogen Rykcstr. und Kottbusser Ufcr-Ahawas Reim: 6.45. Synogogen mit neuem Ritus: Ilauptgottcsdicnst 10 Uhr: Frühgotlesdienst: Synagogen Lindenstr., Lcvctzow-tr. und Prinzregentcnstr.: 7.30 Uhr, Syn. Köpenick: 9.45 Uhr; Syn. Schmargendorf (Altersheim): 10 Uhr. Predigten: Alle Svnngoge: Dr. Freimartn; Svn. Kaisers!!■.: Dr. W. Levy; Syn. Rvkestr.: Dr. Freier; Syn. I’estalozzi-tr.: Dr. E. Lcvy; Svn. Kniibus'cr DtVr-.Ahatvas Keiifi: R.ibbiner Nobel; Syn. Miinebener Str.: Dr. A. Lew; Syn. Grüne wald: Dr. Cohn; Neue Syn.: Dr. Warschauer; Svn. Lindenstr.: Dr. Blumonthal; Syn. Fasanenstr.: Dr. Wiener; Svn. Schmargendorf: Dr. Salomonski. Jugendgottesdienst: 12.30 Uhr: Svn, LcvetzoWstr., unter Leitung des Herrn Lehrer Wachsmann. 3.30 Uhr: Svn. PcstalozzRtr.: Dr. E. Levy: 4 Uhr: Svn. Münchener Str.: Dr. A. Levy. Sabbat-Ausgang: 6.18 Uhr. Grn ■sdienst an den Wochentagen: abends: in allen Synagogen 5.30 Uhr; morgens: Synagogen mit altem Ritus (außer Syn. Pestalozzisir., Kaubusser Ufcr-Ahawas Reim und Münchener Str.): 7 Uhr; Syn. Münebener Str.: 7.15 Uhr; Syn. Pestalozzi str.: 7.30 Uhr; Syn. Kottbusser Ufcr-Ahawas Reim: bis 28. Februar 7.30 Uhr, ab 1. März 7 Uhr■ Synagogen mit neuem Ritus: 7.30 Uhr, Gottesdienst de* Beth Hamidratch, Rosenthaler Str. 55, b-gzän• det vom Misracht', Freitagabend und Sonnabend. Zeiten wie in ckn Gemeindesynagogen mit altem Ritus. Hannover. (Z e i r e - M i sr a c hl.) Am 19. Februar verumstaltete der hiesige Zeire-Misrachi einen Vortragsabend mit Dr. Chononowicz (Berlin) über ״Die Situation der Juden in der Oaluth und in Palästina“. Der Vortrag war sehr gut besucht. Die sehr temperamentvollen Ausführungen des Redners lösten großen Beifall aus. Im Verlauf der Diskusslon wurden an den Redner Fragen bezüglich praktischer Uebersiedlung von Mittelständlern nach Palästina gesteil!, auf welche Dr. Chononowicz im Schlußwort ausführlich einging. Der Abend kann in jeder Beziehung als erfo'mreieh Bezeichnet werden. Gleichzeitig weisen wir hin auf den Vortrag des Herrn Dr. Scheresehewskv (Harr.1' זז) über ,!Schicksalsfragen der jüdischen Jugend“, der am $0יהtag. dem 26. Februar, in der Gemeindeaula, lützowstr. 3, um 8V* Uhr, stattfindet. Der Verlag J. Ka uff mann, Frankfurt a. M., bittet uns mitzuteilen, daß die ״Neue deutsche Bibel“, über die Dr. H. Torczyner in Nr. 14 der ״J. R.“ berichtet hat, im genanutea Verlag erscheint ♦