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Jüdische Rundschau · 1933-02-21 · Heft 15 (21.2.1933) · p. Seite 71

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 15 (21.2.1933)
Date
1933-02-21
Page
Seite 71 (sequence 1)
Language
German
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Bubers ״Dienst an Israel" Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Auslindsabonnements werden in der Währung der einzelnen Länder berechnet, Anzeigenpreis: & gesp. Nonpamllercile 0,50 G.-M. Stellengesuche 0,25 G.-M. Nummer 15 | Berlin, 2t. II. 1933 Redaktion, Verlag und Anzeigen •Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H., Berlin W15, Meinekestr. 10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Anzeigenschluß: Dienstag und Freitag nachmittags 4 Uhr Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck ־ Konten: Berlin 173 92, Basel V 9355. Belgrad 680 32* Brüssel 394 33, Budapest 596 93, Danzig 1973, Haag 140 470, Prag 59410, Riga 4155. Straßburg 164 30, Warschau 190 708, Wien 156 030. Bank-Konten: Dresdener Bank, Depositen - Kasse Berlin, Kurfürstendatmn 52; Rumänische Kreditbank, Cernauu (Rumänien); Anglo Palcstine Co. in Haifa, Jerusalem, Tel •Aviv. .כ ה שבט תרצ״ו | xxxvm. Jahrg. Der Zionismus erstrebt «Or das JOdlscha Volk die Schaffung einer Öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.«1 linier der Presse - verordnuno Wie die nationalsoziaiistische Presse sie auffaßt Wo steht 'die deutsche Judenheit? Jüdische Kundaebung Im Logenhaus, KlelststraBe 10, Grofler Saal am Donnerstag, dem 23. Februar, 8•'.; Uhr abends Eine Auseinandersetzung mit der Assimilation und dem Abwehrkampf Redner: Kurt Blumenfeld Alfred Berger Berliner Zionistische Vereinigung ln aller Kürze Mussolini empfing in Rom am 16. Februar den Pn'isidenten der Jewish Agency, Nalunn So ko low, auf seiner Rückreise von Palästina. Mussolini unterhielt sich mit Sokolow eine halbe Stunde lang und zeigte ein lebhaftes Interesse für die jüdischen Leistungen in Palästina. Wie wir der Londoner ״Times־‘ entnehmen, hatte am 15. d, M. der englische Unterstaatssekretär für Luftfahrt, Sir Philipp Sassoon, bekanntlich ein Jude, in Berlin eine Unterredung mit dem Rcichsminister und Luftfahrtkoimnissar ü ö r i 11 g. Der Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde hat an der! Magistrat von Neunkirchen (Saar) ein herzlich gehaltenes Beileidsschreiben gerichtet. Außerdem hat die Gemeinde einen Betrag von 1000 M. überwiesen. Die Keren-Kajemeth-Kommission für Belgien hat die mit dem 18. Februar beginnende jüdische Woche als Keren- Kajemeih-Woche proklamiert, in deren Verlaut in fast allen (׳rüßeren Orten Belgiens Werbeveranstaitungen für den Keren Kajemeth stattfinden werden, zum Ankauf von Boden für die Kolonie ״Kfar Jonah“ in Palästina zur Erinnerung an Jean (Jonah) Fischer. ״Mokattam“ in Kairo berichtet fälschlich, daß die Erregung der Araber wegen der transjordanischen Bodenverkaufsfrage so groß ist, daß die Palästina-Regierung den Belagerungszustand verhängt hat. Die Paläsfina-Re- (׳icrung beabsichtigt, gegen den Korrespondenten des ,,Mokattam“ wegen Verbreitung beunruhigender Nachrichten gerichtlich vorzugehen. Die Leitung des Keren Kajemcth hat nach langen Verhandluiigen mit einer Gruppe jüdischer Kleinhändler in Tcl-Awiw dieser 800 Dtinarn Boden im Wadi Chavarith übergeben, auf dem 40 Kleinhändlcrfamilien angesicdelt werden sollen. Jede Familie erhält 20 Dunam Boden zur Anlage intensiver und extensiver Kulturen. Der Boden eignet sich auch für Orangenaiibau. ״Gigantische Entwicklung“ Der Jerusalemer Berichterstatter der englischen Zeitschrift ״The Near East and India‘‘ sendet seinem Blatt eine interessante Korrenspondenz über die letzten Ereignisse in Palästina, die um so bemerkenswerter ist, als bekanntlich das genannte Blatt sich nicht durch eindeutige Judenfreundlichkeit auszeichnet. Der Korrespondent berichtet über die Vor• gänge im Zusammenhang mit der geplanten transjordanisehen Landtransaktion und schildert die überaus aktive und heftige Gegenpropaganda der palästinensischen Amber. Wenige von denen, die sich an-der’Propaganda beteiligten, scheinen sich aber — so schreibt das Blatt — über die schwere ökonomische Notlage in Transjordanien Rechenschaff gegeben zu haben. Von einem streng ö k o n o m i - *dien Gesichtspunkt gesehen, müßte die jüdische immigration nach Transjordanien ein gesundes Element des Fort- Schritts bringen, eine Tatsache, über die offenbar auch der Emir sich irn klaren ist. Der Korrespondent schließt seinen Bericht mit folgenden beachtenswerten Sätzen: ״Trotz all dem politischen Gepolter über die offenbar jetzt annullierte Option ist man immer wieder gezwungen, darüber nachmdenken, ob nicht eine nüchterne und weniger hysterische Haltung, verbunden mit der richtigen ökonomischen Zusammenarbeit, sowohl das prosperierende Palästina als auch das verelendete Transjordanien durch freiwilligen Aufbau auf eine höhere Kulturstufe bringen könnte als sich die römischen und griechischen Eroberer vor vielen Jahrhunderten mit ihren Oewaltmethoden jemals träumen ließen.“ ״Die Zeichen des stürmischen Fortschritts in Palästina auf dem Gebiete der Landwirtschaft, des Handels und des öffentlichen Lebens sind ein Beweis dafür, daß das zweite Jahrzehnt britischer Verwaltung ein Markstein gigantischer Entwicklung sein wind.“ Der Korrcspondent schildert anschließend daran die wirtschaftlichen Expansionen, die unseren Lesern aus anderen Berichten bereits bekannt sind. Insbesondere wird auf die Ausdehnung des Orangenbaues, der Industrie, ferner auf den Haifner Hafen, die Irak Pipe Line usw. hingewiesen, und als ein besonderer Beweis der Prosperität wird der letzte Bericht der Post- und Telcgraphendirektion angeführt, deren Tätigkeit Iavinenartig wächst und die einen Reingewinn von 74 ()00 Pfund auf zuweisen hatte. Aut der anderen Seite ist freilich aus dem Berieht zu entnehmen, daß von 158 000 arabischen Kindera nur 33000 Schulen besuchen können, weil die Schulen fiberfö®; and und neu® niett gegründet wenteft Nach Erscheinen der neuen preßgesetzlichen Notverordnung vom 4. Februar 1033 konnte man der Ansicht Ausdruck geben, daß die Bestimmung, die die Beschimpfung oder Verächtlichmachung einer Rcligionsgcscllscliaft des öffentlichen R c c 111 s verbietet, auch eine Fortsetzung der schrankenlosen Judcnhcfze unmöglich machen wird. Um so auffallender ist cs, daß die Presse- Organe der Nationalsozialisten nach dem Erscheinen der Not- Verordnung ihre Beschimpfungs-Kampagne gt׳j»111־ die J 11 d e n womöglich noch verstärkt h a b e n. Wir müssen die Frage aufwerfeti: Sind die deutschen Juden dieser Verächtlichmachung ihres Volkstums und ihrer Religion, dieser Vergiftung des Volkes durch falsche oder falsch beleuchtete Tatsachen, dieser Hetze gegen alles, was jüdisch heißt, wehrlos und schutzlos p r e■ i s g e g e b c n? Die oberste Staatsgewalt in Deutschland identifiziert sich so weitgehend mit den hinter ihr stehenden Parteien und vor allein mit der NSDAP., daß man Gefahr läuft, bei einer energischen Auseinandersetzung mit den antijiidischen Wortführen! sich einer Art ״Hochverrat“ schuldig zu machen. Ls ist aber mit Bedauern festzustellen, daß tatsächlich noch in keinem Falle die ungezügelte Judenhetze, die sehr leicht zu Gefährdung der öffentlichen Ruhe und Ordnung Anlaß gehen kann, einem Eingriff der Regierung begegnete. Wir können nicht minehmen, daß der Erlaß des Reichsministers Göring vom 15. Februar 1033 diesen Sachverhalt aufklärt. In diesem Erlaß heißt es: ״Die Verordnung ist nicht dazu geschaffen, die hinter der Regierung der nationalen Erhebung stehenden Volkskreise in ihrer willkommenen und notwendigen Mitarbeit an der Förderung der hohen Ziele der Reidisregierting zu beilindern.“ Es muß aber ein Mißverständnis der ansführenden Behörden sein, wenn sie das, was im ״Völkischen Beobachter“, im ״Angriff“ und in anderen nationalsozialistk sehen Organen gegen die jüdischen Bürger dieses Landes geschrieben wird, in Verbindung bringen mit den ״hohen Zielen der Rcichsregierung“. Wir können nicht glauben, daß z. B. ein Mann wie Herr v. Papen, der Reichskommissar für Preußen, die Ansicht teilt, daß in einer Zeit der äußersten Beschränkung der Pressefreiheit Auslassungen wie die antijüdischen Artikel und Notizen der nationalsozialistischen Hauptorgane zulässig und der inneren Konsolidierung Deutschlands förderlich sind. Unter der Presse-Notverordnung wird auch der Abdruck ״offensichtlich unrichtiger Nachrichten, deren Verbreitung geeignet ist, lebenswichtige Interessen des Staates zu gefährden“, verboten. Nach unserer Auffassung ist die Wahrheit ein ״lebenswichtiges Interesse des Staates“. Kein Volk kann gedeihen und sich moralisch erneuern, wenn das höchste Gut des menschlichen Geistes, der Ehre und der Ritterlichkeit, die Wahrheit, fortgesetzt mit Füßen getreten wird. In dieser Beziehung aber ist die Haltung der nationalsozialistischen Presse im Judenpunkt völlig skrupellos. Jede Person, die von den Nationalsozialisten aus irgendwelchem Grunde bekämpft werden soll, wird dort einfach zum ״Juden“ gestempelt. In der letzten Zeit sind mehrfach kulturpolitische Aufsätze in der nationalsozialistischen Presse erschienen, in denen Autoren, Künstler, Bücher, Dramen usw. nach bestimmten Gesichtspunkten verurteilt und als Schädigung der Kultur m Zeitung s verböte in Transjordanien Der Konflikt zwischen Emir Abdullah und den palästinensischen Arabern Jerusalem, 16. Februar. (J. T. A.) Emir Abdullah von Transjordanien hat die Verbreitung der in Palästina erscheinemleu Zeitungen ״F e I e s t i n“ mul ״A! I s 1 a m i a“ wegen der in denselben enthaltenen Angriffe auf den Emir für das ganze Gebiet von Transjordanien verboten. Es ist dies der erste Fall, daß palästinensisch-arabische Zeitungen in Transjordanien verboten werden. Die palästinensisch-arabische Presse appelliert an die Oesetzgebende Versammlung von Transjordanien, dem Emir Abdu Halt den ihm durch ein früheres Gesetz zu persönlichem Eigentum überantworteten Staats b öden wieder fortzunehmen, damit er diesen Boden nicht an Juden verkaufe. Das transjordanische Parlament hatte vor einer Reihe von Jahren beschlossen, dem Emir Abdullah ein Gebiet von 67 000 Dunam Boden zu überantworten. Laut dem Bericht der englischen Regierung über die Verwaltung Transjordaniens im Jahre 1931 handelt es sich bei diesem Boden um 62 000 Dunam unbesiedelten und unentwickelten Gebietes i!n Jordantale, der Rest liege aut dem Hochlande in der Nähe von Amman und ist vom Emir an einige türkische Familien verpachtet worden. Dem Emir wurden 3000 Pfund zur Entwicklung dieses Gebietes zur Verfügung gestellt. Die arabische Presse Palästinas behauptet, die Palästina- Regierung beabsichtige, das transjordanische Grenzverteidigungscorps so zu reorganisieren, daß es sich zur Hälfte aus Juden zusammensetzt, damit dieses Corps, wenn Transjordanien jüdischer Siedlung erschlossen wird, den Schutz der jüdischen Siedler übernehmen könne. Die palästinensisch-arabische Zeitung ״Mcraat ei Schark“ spricht in einem Artikel die Drohung aus, daß es zu Blut- »ergießen kommen werde, weu» Juden als Siedler »ach und des deutschen Volkes hingestellt wurden. ObwohJ sich unter den bekämpften Autoren nur ganz wenige Juden befanden, segelte das Ganze unter der Flagge ״gegen den j ü (1 i s c h e n L i 11 fl u ß im Kulturleben“. Oft werden ausdrücklich Personen Juden genannt, von denen der Schreiber und Schriftleiter wissen muß, daß sie keine Juden sind. Ein anderes Beispiel: Ueber einen Zusammenstoß, dessen Einzelheiten uns hier nicht beschäftigen können, berichtet der ״Westdeutsche Beobachter“ unter der riesigen Ueberschrift: ״J u d e 11 1 u m p v e r g i e ß t ti e u ts c b c s A r h c i t e r b 1 u t“. Mit ,,Judenlump'‘ meint er den Reichstagsabgeordneten Leder, der rein arischer Abstammung Dt und niemals etwas mit Judentum zu tun hatte. Die Liste der Beispiele könnte beliebig verlängert werden. Durch diese Handhabung der ״Wahrheit“ wird dem Volk eingehämniert, daß alles, was nach nationalsozialistischer Auffassung hekämpfenswert sei, jüdisch ist. Der Judenhaß wirtl zu einem Ausmaß geschürt, das verhängnisvolle Lolgen haben kann. Der ״Angriff“ iiberschreibt einen fünf Spalten langen Artikel ״Der jüdische Vampyr“, ״M Jahre jüdische Wirtschnftsskamlah■“. Darin werden du־ Taten einzelner jüdischer Betrüger, für die die ]irdische Gesamtheit genau so wenig verantwortlich ist wie die deutsche Gesamtheit oder irgendeine andere Gesamtheit für ihre Betrüger, einseitig dargestellt und atifgcbauschf. Wir haben uns niemals für zweifelhafte Persönlichkeiten jüdischer Abstammung eingesetzt, da wir der Ansicht sind, daß solche Angelegenheiten nichts mit religiöser oder volkücher Solidarität zu tun haben. Wir haben uns aber dagegen gewehrt, daß man den moralis c h e 11 Sumpf lies litflations- Deutschland als eine ״jüdische“ Mache hinstellt־. Wir wehren uns dagegen und protestieren dagegen, daß man den schwer arbeitenden jüdischen Menschen, die vielen Beweise und Werke von jüdischetn Idealismus, ja den neuen jüdischen Menschen auf eigener Scholle in Palästina, einfach ignoriert, und sich erlaubt, ein paar Betrüger zu Repräsentanten des jüdischen Volkes zu ernennen. Kein Volk kann sich gefallen lassen, daß man an Stelle seiner Dichter und Denker, seiner geistigen und politischen Führer, seine Verbrccherlisten heranzieht, um daraus Wesen und Ziele des Volkes zu folgern. In diesem Artikel des ״Angriff“ wird aus Hitlers Buch der Satz zitiert, daß ״der Jude immer nur Parasit im Körper anderer Völker war“, und hinzugefügt: ״Vor all e rn fehl < d e m J u d e n v o 11 s t ä nd i g d i e aller w i e 111 i g s t e V orauss e t z u n g für eine K u 11 u r, die idealistische (iesinnu n g“. Wissen die Menschen, die dies schreiben, daß es heute, nach wenigen Jahren zionistischer Arbeit, viele tausende jüdischer Landwirte, jüdischer Arbeiter in Stadt und Dorf in Palästina gibt'1־ Es ist vielleicht müßig, solche Fragen aufzuwerfen, dem! niemand, der die antisemitischen Artikel der nationalsozialistischcn Presse liest, kann den Verfassern die bona fides ziibiiligen. Es hat den Anschein, daß nach dem Willen der Regierung der Name der Presse-Verordnung ״zum Schutze des Deutschen Volkes“ dahin zu deuten ist, daß Juden des Schutzes, um den cs sich hier handelt, nicht teilhaftig werden sollen. Das ist eine Tatsache, mit der die deutschen Juden zunärhst rechnen müssen, H Transjordanien gehen. In Palästina, schreibt die Zeitung, werden die Juden durch den Ozean geschützt, in Transjordanien aber gibt es keinen Ozean, Transjordanien grenzt an die endlose Wüste, und die Männer der arabischen Stämme sind so zahlreich wie der Sand der Wüste. Mehrere führende transjordanische Scheichs sandten Teiegrammc an den Großmufti in Jerusalem und an die Arabische Exekutive Palästinas, in denen sie ihrer Entrüstung über die ,gegen den Emir Abdullah geführte Agitation Ausdruck geben und erklären, eine Fortführung dieser Agitation könne einen Bruch zwischen den Arabern beider Länder zur Folge haben. Die ununterbrochene Propaganda der palästinensischen Araber gegen den Emir Abdullah hat diesen veranlaßt, ein Communiqiie herauszugeben, in dem er, nun zum zweiten Male, erklärt, er beabsichtige nicht, irgendeinen Teil seines Bodens in Transjordanien an J u * den abzugeben. Emir Abdullah bedauert, daß die palastinensischen Araber in seine erste Erklärung Zweifel gesetzt hatten, und schließt mit der Mitteilung, er habe das in Frage stehende Land als eine Gabe des Volkes mit Dank empfangen, und wenn er auch nicht in der Lage sein sollte, dieses Land mit Hilfe eigenen Kapitals zu entwickeln, so werde er es — als Erinnerung an das Wohlwollen des Volkes für ihn ־— in dem Zustande lassen, in dem es sich befindet. Die arabische Presse Palästinas erklärte in bestimmter Form, daß der englische Regierungsvertreter in Amman den Emir Abdullah aufgesucht und ihn dringend gebeten habe, die Angelegenheit der Verpachtung von Boden an Juden zu verschieben, weil das Hereinlassen von Juden nach Transjordanien geeignet wäre, die ö I f e n 11 i c h e Sicherheit zu gefährden. Die Palästina-Regierung erklärte, daß die Mitteilimg, die Regierung beabsichtige, das transjordauischc Grenzkorps zu reorganisieren, daß sich die Hälfte desselben aus Juden zusammensetz.t, der Grundlage entbehrt. Es sei auch nicht sichtig, daß die Regierung die Absicht habe,

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