Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 8 (27.1.1933)
- Date
- 1933-01-27
- Page
- Seite 35 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Einzelnummer 0,25 Goldmark *Die Vorgänge im Berliner Aerztebund JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Freitag. Bezugspreisbei der Expedition monatlich 2,—Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Auslandsabonnements werden in der Währung der einzelnen I-änder berechnet. Redaktion, Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G. m.b. H., Berlin W15, Meinekestr.lO. Telefon: J 1 Bismarck 716570־. Anzeigenschluß: Dienst, g und Freit, g n a c h m i 11 •r. » 4 Uhr Postscheck - Konten: Berlin 17392, Barel V 9355, Belgrad 68032 Brüssel 394 33, Bud.pe.t 596 93, I.W.r. 1973, Ha« 140 470. Pr« 59410, Bit4155 .־, Straßburg 164 30. Warschau 190 708, Wien 156 0301 Baak.Konten: Dresdener Bank, Depositen - Kasse Berlin, Knrlürstend.mra 52, Rumänische Kreditbank, Cernauti (Rumänien); Anp.lo Palestine Co. in IUiIa; Nummer 8 | Berlin, 27.1. 1933 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ״ט טבת תרצ״ג | xxxvm. Jahrg. Per Zionismus erstrebt fflr da» JOdlsche Volk dl• Schaffung einer Öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.‘« Das JOdlsche Museum eronnei Seit Dienstag■ hat Berlin ei!1 Jüdisches Museum. Damit ist ein lange gehegter Wunsch jüdischer Kunstfreunde■ verwirklicht. Seit 15 Jahren unterhält die Jüdische Gemeinde zu Berlin im Gemeindehaus eine Kunstsammlung, die ihre Entstehung dem verstorbenen Dresdner Sammler Albert Wolf, der seine in jahrzehntelanger Arbeit zusammengebrachten Schätze der Berliner Jüdischen Gemeinde vermachte, verdankt. Die Sammlung war aber so gut wie unzugänglich, weil es für sie keinen geeigneten Platz gab. Nach der Uebersiedlung des Hospitals in andere Räume wurde das ganze erste Stockwerk des Hauses Oranienburger Strafte 31 neben der Neuen Synagoge für die Kunstsammlung freigemaebt. In letzter Zeit haben die Sammlungen durch die Arbeit des vor drei Jahren begründeten Jüdischen Museums- Vereins bedeutende Förderung erfahren und im Herbst 1932 hat die Gemeinde ihre Kunstsammlungen in ״Jüdisches Museum“ (Sammlungen der jüdischen Gemeinde zu Berlin) umbenannt und für die Verwaltung eine besondere Kommission geschaffen, in der führende Kunsthistoriker, Kunstkritiker und Künstler mitarbeiten. Leiter der erweiterten Sammlungen ist der Kustos ür. Karl Schwarz. Am 21. Januar abends wurde das Museum in seiner neuen Gestalt feierlich der Oeffentlichkeit übergeben. In dem größten Saal, der Gemälde-Galerie, versammelte sich ein zahlreiches Publikum. Nach einem Musikvortrag des Wittenberg-Trios begrüßte der stellvertretende Vorsitzende des Clemelndevorstandes, Kammergerichtsrat Leo Wolff, die zur Einweihung ersclueneuen Gäste, besonders Geheimrat Max I. Friedländer von den staatlichen Museen, Prof. Curth vom Kupferstichkabinett, Prof. Glaser vom Kunstgewerbemuseum und Direktor Stengel vom Märkischen Museum. Der Dezernent des Gemeindevorstandes für Bibliothek und Museum, Dr. Aron Sandler, schilderte die bisherige Entwicklung der Kunstsammlung und legte die Tendenzen dar, die für diese Entwicklung richtunggebend waren. Die aus der Stiftung Albert Wolfs entstandene Sammlung wurde zunächst von dem Oberbibiiothekar Dr. Stern und wird seit fünf Jahren von dem Kustos Dr. Karl Schwärz, verwaltet und ausgebaut. Der Museumverein bat die Aufgabe, das allgemeine Interesse für jüdische Kunst und Kultur zu wecken und das jüdische Museum zu fördern. Die Gemäldesammlung ist durch ein Geschenk von Professor Max Liebermann, sein letztes Selbstporträt, bereichert worden. Neben den Objekten reinen Kunstwertes befinden sich in der Sammlung Objekte von kunst- Transiordanien-Plan gescheitert Emir Abdullah weicht dem Druck der arabischen Nationalisten Jerusalem, 25. Januar. (J. T. A.) Emir Abdullah von Transjordanien veröffentlicht heule eine Erklärung, daß er den vor kurzem mit einer jüdischen Gesellschaft abgeschlossenen Vertrag, laut dem er 70 000 Dunam Boden aus seinem Privatbesitz in Transjordanien einer jüdischen Gesellschaft in Pacht für die Dauer von 99 Jahren gibt, für ungültig erklärt. Abdullah bemerkt dazu, daß die Annullierung des Vertrages unter dem Druck der Pal ästina -Regierung erfolgt. Diese Erklärung veröffentlichte der Emir kurz nachdem er den Großmufti von Jerusalem, Hadsch Emm el Husseini, in seinem Schloß 7,u Amman empfangen hat. Noch gestern erklärte Emir Abdullah Pressevertretern gegenüber, er sei entschlossen, alle Bedingungen des Vertrages zu erfüllen, obwohl er einem starken Druck seitens der Pa- 1 istina-Regierung, die aus einer jüdischen Einwanderung nach Transjordanien Schwierigkeiten befürchtet, ausgesetzt ist. Er werde versuchen, die Re-, gierung davon zu überzeugen, daß eine jüdische Arbeit in Transjordanien dem Lande großen Nutzen bringen wird. Die Arabische Unabiiängigkeitspartei (Isfiklal), die Abteihingen auch in Transjordanien, im Irak und in Syrien hat, hielt in Jerusalem eine Kundgebung ab, in der die Redner erklärten, Emir Abdullah werde seines Th rones entsetzt werden, wenn er nicht den mit einer jüdischen Gesellschaft geschlossenen Pachtvertrag löst und nicht den Verkauf von transjordanischem Boden an Juden verbietet. Die Leiter der Kundgebung sandten ein Telegramm an den High Commissioncr Sir Arthur Wauchope mit dem Ersuchen, gegen den Verkauf transjordanischen Bodens an Juden einzuschreiten. Arabische Führer Palästinas sandten ein Telegramm an Charles Crane, Leiter des Institute of World Affairs in den Voreinigten Staaten, der im Jahre 1919 Leiter der U.S. A.-Kommission in Palästina war und sich als ein Freund der arabischen nationalistischen Bewegung und als Gegner der zionistischen Arbeit in Palästina betätigte, in dem sie ihn bitten, Gelder zum Bodenkauf zu beschaffen, um jüdischen Bodenerwerb zu vorhindern. Der Versuch, eine jüdische Siedlungstätigkeit in Trans- Jordanien zu ermöglichen, scheint nach den letzten Meldungen vorläufig ein abruptes Ende gefunden zu haben. Der Gegendruck der arabischen Nationalisten war erfolgreich. Nicht die transjordanischcn Araber haben den Plan vereitelt, sondern die palästinensischen Araber, die in einem Ucbergreifen der jüdischen Siedlung auf transjordanisches Gebiet eine Stärkung der jüdischen ,,Macht“ und eine entsprechende Rückwirkung auf Palästina befürchten. Die arabischen Nationalisten Palästinas sind weit entfernt davon, in einem Abströmen von Juden auf transjordanisches Gebiet eine ff n f I a s t u n g des palästinensischen Raumes, der nach ihren Angaben ״überbevölkert“ ist, zu erblicken; sie betrachten den Vorgang, wie cs bei nationaliüisehen Bewegungen üblich ist, ausschließlichvon der polihistorischem und historischem Wert, ei ne arcliäologische Abteilung mit Ausgrabttngsfunden aus Palästina, eine Sammlung von Kultgcräten, ein reich ausgestattetes Lichtbilder- Archiv und eine einzigartige Sammlung jüdischer Graphik. Die neuen würdigen Räume gestatten eine Sonderung der Objekte nach Gattungen, sowie Veranstaltungen von Spczialausstcllungen. Das Museum steht in regem Austausch mit anderen jüdisehen Kunstsammlungen. Besondere Aufmerksamkeit soll dem Ausbau der archäologischen Sammlung, so zum Beispiel der Beschaffung von Reproduktionen der Dokumente der nldsraclitischen Geschichte, zugewandt werden. Die Verwaltung des Museums ist von der Bibliotliekskommission an eine neue selbständige Verwaltungskommission der Gemeinde übertragen worden. Der Redner richtete an die jüdische Oeffentlichkeit die Bitte, ihren Blick für wertvolle alte Familienstücke zu schärfen, diese Gegenstände nicht in den Rumpelkammern verstauben zu lassen, sondern dem Museum der Gemeinde zuztiführcn, uni so den Verlust bedeutender Privatsammlungen für das deutsche Judentum, die in der Inflationszeit ins Ausland gegangen seien, wettzumachen. Dr. Sandler schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß das neue Museum seine Aufgabe als Kunstinstitut, als Lehrinstitut und als Dokument jüdischer Leistung erfüllen möge, sowie des Dankes an Dr. Stern und Dr. Schwarz. Als letzter Redner gab der Leiter der Sammlungen, Kustos Dr. Karl Schwarz, einen Uebcrbiiek über die einzelnen!’eile und ihre Bedeutung, gedachte der verewigten Begründer der Bewegung zur Sammlung und Nutzbarmachung jüdischer Kunst Eugen Caspary und Baurat Baerwald, dankte dem Oberingenieur Emil Hirsch für die Stiftung wertvoller Kultgeräte und bezcichnete die Tatsache, daß Professor Max Lieber mann sein neuestes Sclbstporträt dem Museum gestiftet •hat, als eine hesonders bedeutsame Anerkennung des jüdischen Museums und als einen Ansporn zu weiterer Arbeit. Das Museum ist die größte und bedeutendste Sammlung dieser Art in Deutschland. Es dient auch der Erziehung des jüdischen Nachwuchses und der Anregung jüdischer Künstler zu lebendigem Schaffen auf den Grundlagen jüdischen Geistes. Es ist mir ein Anfang, und viele Bestandteile der Sammlungen sind nur Stichproben aus den durch sie vertretenen Kunstgebieten. Das Arbeitsziel ist die Ausgestaltung dieses Museums zu einer zentralen Stätte jüdischer Kunst und jüdischen Kulturstrebens. (Eine kunstkritische Würdigung der Sammlungen sowie den Schluß des Berichtes geben wir im Innern des Blattes.) tisch eil und nicht von der wirtschaftlichen Seite. Die wirtschaftüchen Argumente, die gelegentlich von ihnen verwandt werden, sind lediglich Hilfsmittel der Politik. Es ist den Arabern offenbar gelungen, dein High Commissioncr die Meinung beizubringen, daß eine Genehmigung׳ des Planes jüdischer Siedlung in Transjordanien z!1 einer großen Erregung der Araber in Palästina und vielleicht auch in anderen Ländern führen würde, und daß mit der Möglichkeit von Unruhen zu rechnen sei. Man wird jedoch das Eintreffen genauerer Berichte abvvarten müssen, bevor man sich über die Sache, insbesondere auch über die Rolle der Palästina-Regierung, ein Urteil bilden kann. Es ist anzunehmen, daß jetzt, nach dem Scheitern des Planes, auch von seiten der Jewish Agency, die sich bisher begreiflicherweise zurückhaltend benommen hat, eine offizielle Darsteilung gegeben werden wird. Die zionistische Oeffentlichkeit ist an einer restlosen Aufklärung um so mehr interessiert, als Gerüchte im Umlauf sind, wonach diese so unvorsichtig gehnndhabte Angelegenheit durch Schritte cingcleitet wurde, die nicht unter der V'e r - a n t w 0 r t u n g des allein zuständigen P o 1 i t i - sehen Departments der Palästina-Exekutive erfolgten. Der bisherige Verlauf der Sache scheint der in der ״jüdisehen Rundschau“ wiederholt geäußerten Anschauung recht zu geben, daß die wünschenswerte Expansion jüdischer Wirtschaftsarbeit und Siedlung nur auf Grund einer vorangegangenen politischen Klärung der Beziehungen zu den Arabern und der jüdischen Haltung zu den Kernpunkten der gesamtarabischen Politik möglich sein wird. Solange die Araber befürchten, daß gewisse in einem Teil der zionistischen Publizistik übliche Prahlereien das wirkliehe Ziel aller Aktionen bilden, werden sie auch jeder rein wirtschaftlichen jüdischen Betätigung erbitterten Widerstand entgegensetzen. Die Tatsache der Verhandlungen selbst hat — wie wir in der letzten Nummer der ״jüdischen Rundschau“ ausgeführt haben — bewiesen, daß vom wirtscliaftlichen Gesichtspunkt eine jüdische Betätigung in Transjordanieti auch den dortigen Arabern erwünscht wäre. Damit ist die bisherige wirtschaftliche Argumentation der Araber gegen den Zionismus erschüttert. Dies ist die Bedeutung, die den Veröffentlichungen über die Verbandlungen mit dem Emir Abdullah zukommt, auch wenn praktische Resultate gegenwärtig nicht zu verzeichnen sind. Wirtschaftliche Bedürfnisse beider Völker s t i in in e n znsa m m e 11, sie könnten sich durchsetzen, wenn es gelingt, die politischen Hindernisse wegzuräumen. Es ist eine Aufgabe, der Staatskunst der Besten wert. Der zweite Transport deutscher Chaluzlm fährt mit dem Dampfer ״Carnaro“ am 1. Februar von Triest ab. Es reisen ungefähr 30 Clialuzim und Chaluzoth. Die Abreise der in Berlin anwesenden Chaluzim erfolgt am .Montag, dem 30. [aiiuar. Die nächste Gruppe, die wahrscheinlich die letzte geschlossene Gaippe sein wird, reist atu ,1! März ab Triest Keren Kajemeih an die Front! Von Adolf Böhm, Wien. Die Bodenspekulation, die gegenwärtig in Palästina ihr Unwesen treibt, hat in unserer Bewegung ein sehr lebhaftes Echo gefunden: die Diskussion in dieser Zeitung und anderen zionistischen Blättern, die kürzlich erfolgte Inaugurierung der von vielen Seiten verlangten Aiifkiärungsaktion der palästinensisdien Exekutive, die Erörterungen auf zionisti-chcn Tagungen U. a. m. So hat die verderbliche Bodenspekulation doch auch ״k"■׳'׳« Anläßlich ili’s &'). Gehn,.V,״,״ ״,״ ,t</■״,:/״!/ /׳״. hü. das Direktorium etwas Gutes mit sich gebracht: die zionistische Oeffenflichkeit, die — wie unsere Tagungen, insbesondere die Kongresse zeigen — sich fast ausschließlich für politische und Partei- Fragen interessiert, ist wenigstens einen Moment lang aufgerüttelt worden und merkt, daß das zentrale Problem unseres Aufbauwerkes die Boden frage ist. Eine theoretische Debatte über diese Frage fand in der Nachkriegszeit nur ein einziges Mal, auf der Londoner Jahreskonferenz 1920, statt. Die damals angenommenen sog. ״Londoner Thesen“ enthielten ein vollständiges Programm für die zionistische Bodenpolitik. Trotzdem gingen sie nicht ins Bewußtsein der Zionisten ein. Ich glaube nicht, daß ein erheblieber Teil von ihnen auch nur von ihrer Existenz etwas weiß (hier kann auf die Thesen selbst nicht näher ein gegangen werden, ich verweise auf die KKI.-Broschüre, T״Auflage, des Schreibers dieser ZUIenj, die Bücher von I)r. G r a ״ o w s k y über die Bodenpolitik (insbesondere: Probleme der Bodenpolitik, Berlin lödä : Boden und Siedlung, Berlin 1929) werden meid gelesen, und heute noch, nach dem Kauf der Haifa-Bav-Läiulereie״, wird vielfach die Auffassung vertreten, der KKL sei ״nach dem Willen seiner Leiter 11:18 der weitesten zionistischen Kreise in allererster Linie für den Kauf ländlicher Böden da“ (Julius Berner in einer Polemik gegen mich, Nr. 1031> 1־. BL). in jenen Londoner Thesen von 19g.) war, wie auch Dr. A. Baer kürzlich;״״führte, die lorjenmg der^ Schaffung rcHit so’luii‘ b 1 d n \ ,1 I < , 1 hi t 1 י, luf 1 f > ■ r Die P. L. D. C. ist, wie in diesen Biebern Prof. Warburg und Dr. Baer ausführfen, eigentlich eine solche zentrale Bodenkaufsgesellschaft mit Beteiligung des KKL. Sie hat mit ihren relativ geringen Mitteln Großartiges geleistet, wenn sie auch mangels genügenden Kapitals nicht imstande war, jene auch von ihr stipulierten Sicherungen durchzuhalten (siehe darüber den Artikel von Dr. A. Baer in ״J. R.“, Nr. 5). Leider ist es trotz wiederholter Bemühungen nicht möglich gewesen, der P. L. D. C. größere Mittel zu verschaffen. Die Frage erhebt sich, ob man es nicht doch mit der Idee der Schaffung des zentralen Bodenkaufsinstituts als neue Gründung, in der die P. L. D. C. aufgehen könnte, versuchen sollte. Dr.'Baer meint, daß die Geldgeber dafür nicht zu haben sein würden, wenn man irgendwelche bodenreformerische oder sozialistische Be- Stimmungen in das Institut aufnehmen würde. Dieses Bedenken ist sicher sehr beachtenswert, aber ich glaube, daß es sich vielleicht doch als nicht ganz stichhaltig erweisen wird. In den pa!ästinensischen Banken liege״ Millionen Pfunde jüdischen Geldes, das keinen Ertrag abwirft, nicht zart!:!;wandern will, aber im Lande aut keinen Fall zu mehr als einem kleinen Teil Verwendung finden wird. Die Vorstellung, daß etwa dieses Kapital direkt riesige Bodenstrecken erwerben könnte, wäre natürlieh absurd. Die neue Bodengesellschaft bietet dem Kapital erstens völlige Sicherheit und zweitens eine ausreichende Verzinstmg, also jene zwei Bedingungen, die heute vom Kapital in der ganzen Welt vergebens gesucht werden. Sie bieten ihm deshalb gerade in jetziger Zeit genügend Anreiz. Es ist daher gar nicht ausgeschlossen, sondern sogar wahrschein־ lieh, daß jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, mit Erfolg an diese Gründung zu schreiten. Die Schaffung einer Bodenkaufsgesellscliaft in einem Lande des Aufbaues, wie Palästina es ist, wird an und für sich dem