Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 4 (13.1.1933)
- Date
- 1933-01-13
- Page
- Seite 19 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 4, 13. T. 1933 JÜDISCHE RÜNDSCHÄ0 Seite 19 Soziale Arbeit Freiwilliger Arbeitsdienst und Selbsthilfe der jüdischen Jugend. In Berlin trat vor einigen Tagen die Arbeitsgerneinschaft für Fürsorgefragen zu einer Beratung zusammen. Dr. Kreutzberger gab einen Ueberblick über den gesamten gegenwärtigen Stand aes Freiwilligen Arbeitsdienstes: Dr. Kreutzberger schloß sich noch einmal erneut nachdrücklich denjenigen Schriftstellern an, die, unter klarer Ablehnung einer nach militärischen Vorbildern einzurichtenden Zwangsorganisation, in dem Freiwilligen Arbeitsdienst eine produktive Arbeitserziehung sehen wollen, wobei — gerade auch unter den Gesichtspunkten der Arbeitsgemeinschaft — besonderes Gewicht auf aie jugendpflegerischen und Jugendfürsorgerischen Werte zu legen ist. Im Vordergrund steht die Förderung der in Arbeitslagern untergebrachten Teilnehmer; nur ausnahmsweise sollen sonstige Bestrebungen gefördert werden, ln neuerer Zeit wird vor allem — und das ist auch vom jüdisehen Standpunkt von besonderer Bedeutung — in Anknüpfung an Vorschläge von Führerinnen der sozialen Frauenarbeit der Frage des Freiwilligen Arbeitsdienstes für Mädchen größte Aufmerksamkeit zugewendet. Besonderer Wert wird auf die sozialpädagogische Ausgestaltung mit Hervorhebung der Bedeutung der Freizeiten, vor allem auch der Gruppengemein״ schaff gelegt. Als weitere Sonderfrage wurde von Dr. Kreutzberger die Anwendung des Freiwilligen Arbeitsdienstes aut die Studenten in Form des sogenannten Werk jahres dargestellt. Wenn auch hier, schon aus finanziellen Gründen, kaum mit der vollen Verwirklichung mancher Pläne zu rechnen ist, so wird doch, bei dem verhältnismäßig großen Anteil der jüdisehen Jugend an der Zahl der Studiereiden, jedem praktischen Ergebnis in dieser Frage vom jüdische™ Standpunkt größte Aufmerksamkeit zuzuwenden sein. — Nach ergänzenden Ausführungen von Dr. Georg Lubinski {Reichsausschuß der jüdisehen Jugendverbände), der besonders die Aufgaben hervorhob, die der organisierten und unorganisierten jüdischen Jugend aut dem Gesamtgebiet gestellt sind, kamen vor allem die Vertreter der bisher eingerichteten und in der Durchführung befindlichen jüdischen Freiwilligen Arbeitsdienste zu Wort. Die Berichte werden in einer der nächsten Nummern der Zeitschrift ״Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik“ zur Veröffentlichurig gelangen. Im übrigen befaßte sich die Aussprache eingehend mit den Möglichkeiten einer wetteren Ausdehnung des jüdischen Freiwilligen Arbeitsdienstes. — Ueber den weiteren Verhandlurigsgegenstand ״Selbst hilfebestrebungen der jüdischen Jugend“ berichtete cand. med. Hans Jacob, Berlin. Aus seinem Bericht ergab sich, daß die Bcr- Iiner Selbsthilfe — ein Zusammenschluß junger erwerbsloser jüdischer Handwerker — zwar keinen sehr großen Umfang besitzt — was auch mit ihrem Charakter kaum vereinbar sein würde —, daß sich aber das Prinzip der Selbsthilfebestrebungen in den verschiedensten handwerklichen Berufsgruppen durchaus bewährt hat. Voraussetzung für diese Selosthilfetätigkeit ist in besonderem Maße die Führung der Gruppe und die Begründung und Erhaltung persönlichen und wirtschaftlichen Genieinschaftslebens. In der Aussprache wies Adler-Rudel, Berlin, u. a. auf die große Bedeutung der Einrichtung von Wohngemeinschaften hin, die sich auch als wirksames Mittel gegen die schweren Gefahren des Schlafstellenwesens bewährt hätten. — Es wurde u. a. die Möglichkeit besprochen, ahnliehe Selbsthilfezusammenschlüsse wie in Berlin, auch in andern G r 0 ß gemeinden ins Leben zu rufen. — Der Arbeitssitzung war eine, organisatorischen Fragen gewidmete Beratung vorangegangen. Diese hatte zu einer weitgehenden Neugestaltung der Arbeitsgemeinschaft geführt, welche nunmehr (statt des bisherigen Namens ״Jüdische Gefährdeten- Fürsorge“) die Bezeichnung ״Arbeitsgemeinschaft für Fürsorgefragen bei der lentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden“ tragen wird und der bisher die folgenden Fachausschüsse angegliedert sind: 1. Reichsarbeitsgemeinschaft für jüdische Jugendfürsorge; 2. Jüdische Reichsarbeitsgemeinschaft für soziale Gerichtshilfe, Gefangenen- und Entlassenenfiirsorge; 3. Fachausschuß für Fragen der jüdischen Erwerbslosenhilfe. Jedem Fachausschuß gehören die jeweils beteiligten Organisationen und gegebenenfalls weitere Sachverständige an. 1>er Schwerpunkt der Tätigkeit soll künftig in den Fachausschüssen liegen. Foundation und Zentralstelle für jüdische Darlehenskassen. Am 26. Juni 1932 hat die American Joint Reconstruction Foundation in einer öffentlichen Sitzung des Councils in London den Beschluß gefaßt, der Zentralstelle für jüdische Darlehenskassen in Deutschland den Befrag von 50 909 Dollar als Darlehen zum Zwecke des Ausbaus jüdischer Darlehenskassen zu gewähren. Die ״Foundation“, unter Leitung der Direktoren Dr. Bernhard Kahn, Berlin, und Louis Oungre, Paris, stehend, ist mit dem American Joint nicht identisch. Dieses Darlehen hat Esriel Carlebach im Warschauer ״Hajnt“ zum Gegenstand einer durchaus unzutreffenden Darstellung gemacht, wonach erstens der Darlehensgeber der American Joint, zweitens die Darlehens- . nehmer jüdische ״Gemeinden“ in Deutschland wären und drittens, daß sich die deutsch-jüdischen Gemeinden geweigert hätten, den Darichensbetrag, der ״für die Juden in Polen gesammelt worden sei“, anzunehmen, weil sie damit eine nach ihrer Ansicht untragbare Verpflichtung eingehen würden. Jede dieser Behauptungen ist unrichtig. Carlebach mußte nach Fest- Stellung des wahren Tatbestandes seine Behauptungen zurücknehmen, die geeignet waren, den Eindruck zu erwecken, daß man Gelder, welche für die Juden in Polen gesammelt wurden, mit Hilfe des Joint und Dr. Bernhard Kahns für Kreditbedürfnisse deutscher Juden verwendet hätte. Carlebachs Vorgehen ist zumindest als leichtfertig zu charakterisieren, und muß entschieden verurteilt werden. Was aber macht Georges Götz in der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ aus dieser Affäre? Er schreibt einen spaltenlangen Leitartikel, in welchem er zur Kenntnis bringt, daß die Liberalen die Väter des Gedankens jüdiseh-wirtschaftlicher Selbsthilfe durch Gründung und Ausbau des Dar- Iehens- und Genossenschaftswesens sind. Er behauptet allen Ernstes, die Zionisten hätten diese Aktion zumindest gestört, er bezeichnet den ״Hajnt“ schlankweg als eine ״polnische“ Zeitung und setzt hinter das Wort polnisch ein Ausrufungszeichen; Esriel Carlebach ist für ihn ein deutscher Journalist, der quasi ״wirtschaftlichen Landesverrat“ verübt hat, weil er zum Schaden der deutschen Wirtschaft verleumderische Behauptungen in einer ausländischen, dazu noch in einer polnischen Zeitung veroff entlieht hat. Ferner läßt er durchblicfcen, daß Carlebach das alles sozusagen im geheimen Aufträge der Zionisten getan haben soll. Ist Carlebachs Rolle in dieser Affäre als leichtfertig zu bezeichnen, so ist der Versuch von Georges Götz. daraus eine Affäre zu machen, welche den Ruhm der Liberalen mehren und die verderbliche Rolle der Zionisten sinnfällig machen soll, so tapsig-naiv, daß man über ihn nur lachen kann. An der soeben in Paris abgehalfenen Konferenz des ״Verbandes jüdischer Gesellschaften Frankreich s“. der das jüdische Einwandererelement repräsentiert, nahmen Vertreter aus allen Teilen Frankreichs und Algeriens teil. Dem Bericht des Verbandes ist zu entnehmen, daß in Frankreich 84 jüdische Imraigrahtenvereine mit insgesamt 6000 Mitgliedern bestehen. Die Organisation Agudas Jlsroel wandte sich an die Palästina-Regierung mit dem Ersuchen, ihr für die nächste Halbjahresperiode weitere 1100 Einwanderungszertifikate zu gewähren. Aas den Gemeinden Der Synagogenverein Rykestraße hielt kürzlich eine Protestversammlung ab, worin gegen die reformerischen Tendenzen des liberalen Synagogenvorstandes Stellung genommen wurde. Vor überfülltem Saale, unter Vorsitz von Sally Heilbrunn, sprachen die Herren Heinrich Loewe, Freier, Goslar, Koltenscher und Kareski, die sich mit aller Schärfe gegen die von der gegenwärtigen Gemeindeführung ausgehenden Maßnahmen wandten, die die Gefühle und religiöse Ueberzeugung eines Teiles der Berliner Judenschaft verletzen. Dr. Köllenscher verwies insbesondere darauf, daß die Liberalen jetzt den Ritus der Synagoge ändern wollen, obwohl sie vor der Wahl das Gegenteil versichert haben; dieses Verhalten gefährde die Einhcitsgemelnde. Kareski protestierte dagegen, daß für die Veranstaltung von sogenannten Gemeindeabenden Gemeindegeldcr verschwendet werden, während diese Abende in Wahrheit liberalen Pronagandazwecken dienen. Eine einstimmig gefaßte Protestresolution wurde dem Gemeindevorstand zugeschickt. Briefkasten der Redaktion Was ist Chanukkah? Zu dem unter diesem Titel erschienenen Artikel von Arnold Wiener (Beuthen) sind uns eine Reihe von Zuschriften und Aeußerungen zugegangen, die zeigen, daß der Artikel bei einem Teil unserer Leser Widerspruch hervorgerufen hat. Wir glauben, daß der Artikel von Wiener mit seiner kritischen Erörterung der einschlägigen Quellen auch für diejenigen von Interesse gewesen ist, die seiner Deutung nicht zusammen. Eine Stellungnahme der Redaktion zur religiösen Bewertung des Festes war durch den Abdruck des Artikels nicht beabsichtigt. Es sind auch wiederholt Würdigungen des Chanukkah-Festes in der ״Jüdischen Rundschau“ erschieneu, die eine andere Anschauung ausdrückten als Herr Wiener. Für das Fortspinnen einer sozusagen wissenschaftlichen Kontroverse ist jedoch die ״Jüdische Rundschau“ nicht das entsprechende Forum, und wir müssen daher von dem Abdruck weiterer Einsendungen zu diesem Gegenstand absehen. Vermischtes Jüdische Schule Klopstockstraße 58 (eine Minute vom Bahnhoi Tiergarten). Oster-Anmeldungen für Knaben und Mädchen für sämtliche Klassen und für den hebräischen Kindergarten an allen Wochentagen von 12 bis 13 Uhr bei der Schulleitern Frau Nathan. Jüdisches Abendhelm derFrauen-Arbeitsgemeinschaftfür Palästina in Charlottenburg, Berliner Str. 27. Geöffnet jeden Montag und Donnerstag, abends von 7 bis 10 Uhr. Es ergeht besonders an die jüdische Jugend der Ruf, sich dort häufig einzufinden. Wizo-Chor. Die Proben des Chors sind von Mittwoch auf Dienstag verlegt worden. Die nächste Probe findet also am Dienstag, 17. Januar, 8 Uhr, im Beth-Am, Kurfürstendämm 61, statt. Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Prof. Dr. Hans Heinrich Schaeder, Verfasser des anerkannten Buches ״Esra der Schreiber“, spricht am Montag, dem 16. Januar, abends 8 Uhr, in der Aula, Artilleriestr. 14, über: ,,Die religionsgescbichtliche Stellung des chronistischen Geschichts- Werks“. Ost jüdische Tee- und Lesehalle, ln der vom Zentralverband ostjiidischer Organisationen Berlins e. V., Rosenthaier Straße 55, gegründeten Tee- und Lesehalle finden jeden Sonnabend, abends 8!4 Uhr, kulturelle Vorträge statt. Am Sonnabend den 14. d. M., spricht Herr Dr. Taubes über das Thema: ,,Vas versteht man unter Kultur?“ Der hcbrSische Jugendrat teilt mit, daß der Unterricht im hebräischen Seminar am Montag, dem 23. Januar, in den Räumen der jüdischen Schule, Klopstockstr. 58, abends 7 Uhr (ohne akademisches Viertel), beginnt. — Das hebräische Winter- 1 a g e r findet vom 27. bis 29. Januar einschließlich in der Jugendherberge in Brieselang statt. Ludwig Hardt spricht Sonntag, den 15. Januar, abends 81/4 Uhr, in der Tribüne (Knie) in seinem Abend ״Welthumor“ u. a. Humoresken der Ostjuden (Scholem Alechem ״Der große Maggid“, Anekdote). Jüdische Jugendtagung fn Erfurt. Die Thüringer Arbeitsgerneinschaft für die Jewish Agency veranstaltet am 22. Januar im großen Saal der ״Flora“, Erfurt, Steigerstr. 18, unter dem Vorsitz von Herrn Siegfried P i n t h u s eine Jugendtagung. Die Tagung wird um 10 Uhr mit der Vorführung des Makkabiahfilms durch Herrn Dr. Hamburger (Chemnitz) eingeleitet. Daran schließt sich eine Aussprache über das Thema: ״Palästina und wir“ an. Nach einer größeren Mittagspause findet um 1ÜV4 Uhr die Aufführung des ״Ahasver“, einer Bildfolge von jüdischer Not und jüdischem Aufbau, statt. Es handelt sich hier um eine Szenenfolge aus Dichtungen von Bernhard Bernson, Richard Becr-Hofmann, J. L. Perez und Arnold Zweig unter Vervendung jüdischer Volksweisen, die in zwei Teilen den Leidensweg des jüdischen Volkes auUeigen.Die musikalische Leitung hat Herr Hermann Schacher (Erfurt), die Regie Herr Isi Reiß (Dessau) übernommen. Mitwirkende sind die jüdische Jugend Erfurts. Man erwartet, daß aus allen Teilen Mitteldeutschlarids die jüdische Jugend zu dieser interessanten und wichtigen Veranstaltung kommen wird. Orientalische Musik. Am Montag, dem 16. Januar, nachm. 61/4 Uhr hält Alice Jacob-Loewenson einen Vortrag über ״Orientalische Musik“ (mit Schallplatten) als Einführung zu einem inusikgeschichtlichen Uebersichtskursus. Anmeldg.: Alice lacob-Loewenson, Wilmersdorf, Landhausstr. 42; Tel.: H 7. Wilm. 5814. Der Fußball-Klub fm Bar Kochba-Hakoah veranstaltet am 21. Januar einen Gesellschaftsbau im Hotel Esplanade. Tanz- Orchester fIja Livschakoff. Zahlreiche jüdische Künstler u. a. Siegfried Arno, Komponist Paul Dessau, Kammersänger Ernanuel List haben ihr Erscheinen zugesagt. Tombola, Hauptgewinne: ein Grammolaschrank-Apparat, gestiftet von der Deutsehen Grammophon-Gesellschaft, und eine Wohnecke, bestehend aus Couch, zwei Sesseln und Klubtisch. Karten im Vorverkauf M. 2,50, an der Abendkasse M. 3,50, im Balibüro, Lothringer Straße 19 (D 2, 8018), im Kiubheim, Oranienburger Str. 60/63 (D 2 1003), bei Bote & Bock und Hermann Tietz, und im Deutsehen Makkabi-Kreis, Meinekestr. 10. Tischreservierung nur im Ballbüro fegen eine Gebühr von M. 0,50 pro Platz. Die Makkabi-Wtnterspiele ln Zakopane. Die Vorbereitungen zu den ersten Wintersportspielen in Zakonane sind vollendet, ln Zakopane, dem reizvollsten Orte der Tatra, ist bereits die große Sprungschanze und das Stadion hergerichtet. Meldüngen liegen aus Deutschland, Norwegen, Oesterreich, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei und Ungarn vor. Außer dem wintersportlichen Programm findet eine Sternzielfahrt für Autos und Motorräder in internationaler Konkurrenz statt. — Der Deutsche Makkabi-Kreis hat für seine Mitglieder und alle Freunde der Bewegung eine Sonderfahrt arrangiert, die durch das Ullstein-Reisebüro durchgeführt wird. Die ganze Reise kostet ab Berlin bis Berlin bei viertägigem Aufenthalt in Zakopane, bei voller Verpflegung uncl Unterbringung einschließ־ lieh der Eintrittsgelder für die sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen nur M. 94,50. Anmeldungen bis zum 16. Jan. an den Deutschen Makkabi-Kreis, Berlin W 15, Meinekestr. 10, und an das Ullstein-Reisebüro, Berlin SW68, Kochstr. 25. Erzieherin gesucht. Zur Erziehung von drei Kindern im Alter von 4V2 bis 9 Jahren wird per sofort geeignete junge Dame mit guten hebräischen Sprachkenntnissen gesucht. Gehalt IO M. bei freier Station (religiöser Haushalt). Bewcrbungen an Frau Dr. Wiener. Berlin C. Lothringer Str. 8S, Tel. Weidendamm 9121. Der Bund jüdischer Pfadfinder gehört nicht zu der Arbeitsgemeinschaft religiöser Jugendbünde; er hat, wie er uns festzustellen bittet, lediglich mit der Arbeitsgemeinschaft eine gemeinsame Chanukkahfeier veranstaltet. Erich Walter Sternberg hatte mit der Theatermusik zu der Komödie ״Amcha“ von Scnolem Alcichem bei der Erstaufführung des Stückes durch die ״Habimah“ in Tel-Awiw einen großen Erfolg bei Presse und Publikum. Unentgeltl. Arbeitsnachweis Frankfurt a. M. Man schreibt uns: Eine große Anzahl Frauen und Mädchen, die den Schabbos halten, tüchtige Kräfte, mit besten Referenzen, suchen dringend Arbeit; viele Mädchen, die Ostern die Schule verlassen, bangen um die Möglichkeit, eine Lehrstelle zu finden. Die jüdischeo Arbeitgeber werden gebeten, 1111s die Vakanzen in ihren Geschälten und Betrieben zu melden. Telephon: 254 62. Arbeitsnachtveis der weiblichen Fürsorge, Frankfurt a. M., Langestr. 3. Di« Zentrale des Zeire Misrachi befindet sich jetzt in Leipzig. Die Anschrift lautet: Hanhalath Zeire Misrachi für Deutschland, Leipzig C 1, Elsterstr. 7. Postscheckkonto: Isidor Werczberger, Leipzig, Nr. 631 23. Mannheim. Sonntag, den 15. Januar, abends 8 Uhr, im Kasinosaal, findet zugunsten des KKL eine Aufführung des Stückes ״Die ein z i g e L ö s u n g“ statt, dargesteüt vom jungjüdischen Sprechchor Mannheims. Karlsruhe. Die C h a n u k k a h f c i er der Zionistischen Ortsgruppe und der Wizo am 17. Dezember war ein voller Erfolg. Der Saal des Kiinsticrhauses war überfüllt. Um die Ausgestaltung des reichhaltigen Programms hatte sich besonders Frau Lea G enger bemüht. Der Reinertrag des Abends fließt je zur Hälfte dem KKL und der Vi/o zu. Der folgende Sonntagnachmittag brachte ein von der Wizo veranstaltetes Kinderfest, das ebenfalls sehr gut besucht war. — Am 19. Dez. hielt Herr Schlomoh Ettlinger vor einem internen Kreis zionistischer Jugend ein Referat über ,,Siedlur.gsformen und Leben in Palästina“, Die Aussprache darüber wird an weiteren Abenden fortgesetzt. Berliner Kalender Berliner Zionistische Vereinigung. W ittcnbergplatr, 16. Januar, abends 8.30 Uhr, bei ־ Ludwig Maver, Luthcrstr. 46: Sitzung dos Aktiv-Kreise». — Reinickendorf, 16. Januar, abcnds'8.3() Uhr, im Mokka Nord-Süd, Müllorstr. 137, Max Tischler: ״Was ist heule zionistische Arbeit?“ — Savignvplatr, 17. Januar, abends 8.30 Uhr, im Cafö des Westens, ״Kurfürstendämm 23, I (nicht im Amerikanischen Teeraum): Gesellige Veranstatt!!rig. — Neukölln, 17. Januar, abends 8.30 Uhr. Dr. Albert Bur: ״Aktuelle Dodenproblcme in Palästina“, in der Synagoge der Brüdergemeinde, Neukölln, Isarslr. 8. — Schmugendorf, 19. Januar, abends 8.30 Uhr, bei S. Herrbach, Wilm., Bayerische Str. 24, Dr. S. Kanowiti: ״hie nächsten Aufgaben der zionistischen Politik (Die Lage in Deutschland — Palästina- Probleme)״. — Grunewald, 19. Januar, abends 8.30 Uhr, im Hause Abramczyk, Grunewald, Jagowstr. 34: ״Gesprochene Zeitung“. Ffauen-Arbellsgemeinschaft für Palästina. Grupp״ West: 17. Januar, nachm. 4.30 Uhr: K1 u b n a c h 111 i t t a g. Die Di-W bürg 8569. Beth-Am lwrL.14. Januar, ^82» Uhr abends: ״GesprcrW Erscheinen wird gebeten. — Klub junger Zionisten. 17. Jan., abds. 8.45 Uhr, Meinekestr. 10, Dr. Dagob. A r ia »: •״Geschichte und Bedeutung der Gewerkschaften“. — Misraclli-Fmtengruppc. 15. Jan., vorm. 11.30 Uhr, in den Bavaria-Lichlspiricn, Friedrichs(!■. 180, F i 1 m- Matinee mit dcm bekannte״ Rm״nfil1n ״Turksih“. Ferner Julius Pe:s«׳ howit-ch (Bariton). Karlen im Mbrachl-Zentralbf.ro, Not, Rosenthalcr Str. 55, und an der Kasse, — Poale Zion-Hapr>el Hazair. ־tr״ßoTrF unkTi' o n ä r vr rsa m rnTu’n '״Alle ׳Chawerim, die abends" 20.30 " 1 hr, ün Heim’. M i 1 g 1 i eDl o r v <• r s a m m l u n g! Chawerim ' */•'ritz Löwcnstein und Marcel Lew leiten die Ausspruch!» filier: ״Unsere Arbeit in der Z,"V. f. D.“ ein. Eintritt nur für Mitglieder. — Jüdische Sozialistische Arbeiterjugend. Im Rahmen" des Kurses ״Die Juden in der Welt“ spricht am 17. Januar, abends 20.15 Uhr, im Heim, Gr. Präsident,■1 .•!!״״, Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge. Sonnabend, 14. Januar, abends 8 Uhr, Roscnstr. 2—4, Vortrag Dr. Arthur Ilantke: ״Palästina als jüdisches Eimvandcnmgsland". Fort- Oberkantor Boas Bi’schofswerder trägt eigene' Kompositionen vor. Gäste willkommen. בית־עם עברי• במוד׳ש׳ 14 בינואר ב2/י8 שעות׳ עחון שבעל־פה: מאמרים׳ ספורים• שירים- דברי־בקודת׳ כרוניקה ועוד־ בהשתתפות ד.ד*ר וויסלבסקי׳ גוטמן׳ מאיר מוהר׳ שלנגר׳ גרשוני• הכניסה חסשית אורחים רצויים• גא לבא בדיוק• Frankfurter Kalender. Zionistische Jugend grupp« (ZJG.). Samstag, den 14. Januar, beginnt im jüd. Jugendheim, Eschenheimer Lamlstr. 65 (11. Stock, großer Saal), abends 20.15 Uhr. ein zionistischer Werbemonat mit dem Motto: ״Zionismus — die Renaissancelicwegung des jüdischen Volkes“, Dr. M. Spitzer spricht über: ״Gibt es für die junge Generation eine neue Aufgabe im Judentum?“ Eintritt frei! Zionist• Variete. Sonntag, den 22. Januar, abends 7.30 Uhr, in der Loge Sokrates, Hochstr. 14: F. Z. V. (Frankfurter Zionistische» Variet(). veranstaltet vom Keren Kajemeth Lejisracl. Eintritt 1.60 RAI. (inkl. Steuer) für Erwachsene. 1,— RM. (inkl. Steuer) für Jugendliche. Tee und Gebäck ist im Preis einliegriffcn. Geschäftliche Mitteilungen faseren Lesern wird das Cate Kutsdiera, Charlottenburg, Bistnarckstraße 109, am Schillerthcater, bestens empfohlen; sämtliche in- und ausländischen Zeitungen. Konzerte erster Kßnatler.