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Jüdische Rundschau · 1937-12-31 · Heft 104 (31.12.1937) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 104 (31.12.1937)
Date
1937-12-31
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 104, 31. Xd.1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5 PALÄSTINA-BLATT Die Gefechte bei Tiberias 48 Araber getötet — 2 englische Tote Jerusalem, 28. Dezember. (Palcor.) Während der letzten Tage wurden, wie bereits kurz, berichtet, durcligreifende militärische Operationen gegen eine bewaffnete Araberbande westlich von Tiberias ausgeführt. Donnerstag morgen begannen die Truppen mit ihren Operationen, nachdem die Jewish Agency die Militärbehörden von einem Angriff auf einen jüdischen Omnibus bei Kfar Hachoreseh unterrichtet hatte. Die Truppen setzten ihre Suche den ganzen Tag fort und verfolgten die Terroristen in der Umgebung von Tiberias, Safed und Haifa. Aller Straßenverkehr wurde von den Behörden gesperrt. Ferner wird gemeldet, daß Truppen auf eine weitere Araberbande in den Bergen bei A k k o stießen und sie in ein Gefedlit verwickelten. Am 25. Dezember stellten Truppen wieder eine Araberbande westlich von Tiberias. Polizei sowie Flugzeuge, von denen Bomben auf die Banditen abgeworfen wurden, leisteten den Truppen Beistand. Einer der Bandenführer im Norden, Azzat Shubar, der das Amt eines Polizeibeainten bekleidete, bis er im Jahre 1936 aus dem Dienst entlassen wurde, versuchte, nach Syrien zu flüchten. Dies gelang ihm jedoch nicht, da alle Straßen mit Truppen blockiert sind. Zahlreiche Dorfbewohner wurden verhaftet, die unter dem Verdacht stehen, den Terroristen Hilfe geleistet zu haben. In den Bezirken von Nazareth und Tiberias wurden zehn Araber verhaftet, von denen man annimmt, daß sie Mitglieder einer Terroristenbande sind. Bei den Gefechten wurden insgesamt 45 Araber getötet. (Die vorausgehende, von uns in Nr. 102 veröffentlichte offizielle Meldung sprach von 18 Toten.) Leutnant Mountain von der transjordanischen Grenztruppe starb an seinen Wunden, die er im Verlauf der Gefechte erlitten hatte. Der Soldat Crease v vom North Statt Regiment, der verwundet und in ein Krankenhaus nach Tiberias geschafft wurde, erlag gleichfalls seinen Verletzungen. In Haifa zirkuliert eine Erklärung des Kommattdanten der arabischen Banden im Norden des Landes, Abdul Az da, in der die Mitteilungen der Regierung über die letzten Kämpfe dementiert werden und erklärt wird, es seien nur 2 Araber getötet worden, während 5 britische Soldaten von den Arabern gefangen genommen und als Vergeltung für die Hinrichtung des Scheichs Farhan es Saadi getötet worden seien. Die Palästina-Regierung erklärt das arabische Kommunique als vollkommen erfunden. Vor der Gefangennahme einer Freischärler-Sande? Einem Berichte aus den letzten Tagen entnehmen wir folgende Darstellung: 300 bewaffnete arabische Freischärler versuchen, sich in verzweifelten Kämpfen aus der ״Todesfalle“ von Nazareth zu befreien. Sie sind in den Dörfern Derrallad, Majdalkrum und Shaab von fast tausend Mann cngüschcr Truppen u m z i n g el t tmd haben kaum Aussicht, diesen Ring zu durchbrechen. Die Verstärkung aller Qrenzposten an der syrisch-palästinensischen Grenze macht auch den Einsatz von Verstärkungen für die Aufständischer! aus Syrien unmöglich. Die Kräfte sind zu ungleich verteilt, als daß der Kampf noch lange dauern könnte. Vor allem reichen die Lebensrnittel der Freischärler höchstens noch einige Tage, so daß die Umzingelten bald nur noch die Wahl zwisehen Ergebung oder Tod haben werden. Konferenz beim Mufti Jerusalem. (Palcor.) Einer Meldung zufolge fand in dem Haus des ehemaligen Mufti von Jerusalem, der sich jetzt in der Nähe von Beirut aufhäit, eine Versammlung statt, hei der viele der verbannten paiästiuensisehen Arabcrfültrer sowie Nuri Pascha, der frühere Ministerpräsident von Irak, anwesend waren. Ein Beschluß wurde gefaßt, de!־ Nuri Pascha autorisiert, mit Großbritannien zwecks Aufgabe des Planes einer Teilung von Palästina zu ver h a n d e 1 n, sowie ein Manifest zu veröffentlichen, das die Araber auf ruft, die neue britische Kommission, die bald nach Palästina kommen soll, zu boykottieren, falls nicht allen verbannten Arabern gestattet wird, nach Palästina zurückzukehren und dein früheren Arabischen Komitec erlaubt wird, sich wieder zu versammeln. Von der Palästina - Exekutive Bei der Exekutive der Jewish Agency wurde eine neue Abteilung für Handwerker und K a u f I e u t e gefründet, die Rabbi Fishman unterstehen soll. Zu Leitern er. Abteilung wurden Dobkin und Schapiro gewählt. Die politischen Verhandlungen der Einwanderungs-Abteilung werden jedoch auch in Zukunft von der Politischen Abteilung geführt. Von der Universität Jerusalem Diese Woche eröffnet Prof. Isaacs aus London, der auf Veranlassung der Montefiore-Stiftiing nach Jerusalem kam, an der Hebräischen Universität seine Vorlesungen über englisch e Literatur. Als Gastprofessor wurde ihm das Recht eingeräumt, 12 Vorlesungen in englischer Sprache zu halten. Die Frage einer dauernden Besetzung des Lehrstuhls wird später entschieden werden. Bekanntlich besteht an der Universität aucli ein Lektorat für italienische Sprache und Literatur (Lektor Dr Vardi), das von der italienischen Regierung unterstützt wird. Auch die französische Regierung haf der Universität Mittel für die Errichtung eines Lehrstuhles für französische Literatur und französische Sprache zur Verfügung gestellt. Palästina in einer holländischen Enzyklopädie. In der verbreiteten holländischen Enzyklopädie von Winkler Prins (Verlag Elsevicr, Amsterdam) ist aer dreizehnte Band soeben erschienen, der auch das Stichwort Palästina enthält. Prof. W. E. Boerman behandelt eingehend die Landeskunde (Küste und Bodengestaltung, Klima, Bevölkerung, wissenschaftliche Einrichtungen, Wirtschaft, Verwaltung), insbesondere auch die Fortschritte des jüdischen landwirtschaftlichen Aufbauwerks, nur bei der sehr kurzen Darstellung der Verwaltung finden sich einige Unklarheiten. Ein besonderer Artikel ist der Geschichte des Landes gewidmet, der von Prof. Dr. F. M, Th. Böhl verfaßt ist. Von der Woche Josef ben Isaak Simon, der bei einem Ueberfall auf einen jüdischen Autobus in der Nähe von Jerusalem schwer verwundet worden ist, ist gestorben. Ein Autobus aut der Strecke Tel Aviv—Jerusalem wurde in der Nähe von Abugosch beschossen. Der Chauffeur und ein Passagier wurden leicht verletzt. Ein arabischer Autobus, der versehentlich für einen jüdischen Autobus gehalten wurde, wurde aut der Strecke von Jerusalem nach Jaffa beschossen. Ein arabischer Knabe wurde leicht verwundet. Am Samstag wurde eine Bombe in ein Cafe in Haifa geworfen, die jedoch nicht sofort explodierte. Ein britischer Soldat sprang sofort auf und warf die Bombe auf einen freien Platz, wo sie explodierte, ohne Schaden anzurichten Der Attentäter konnte nicht gefaßt werden. Den Einwohnern des Bezirks rings um den arabischen Marktplatz in Haifa, auf dem am 20. Dezember ein Polizciinspcktor ermordet wurde, ist eine Geldbuße von 500 Pfund aufcrlegt worden. lieber Tulkerem wurde ein zwölfstündiges Ausgeh verbot verhängt. 50 arabische Flüchtlinge kamen in Safed aus den Dörfern der Umgegend an und berichteten, daß zwei arabische Dörfer, wo kürzlich Kämpfe zwischen britischen Truppen und Arabern stattgefunden haben, völlig von ihren Einwohnern verlassen seien. Die Behörden haben dem Dorf Taiyiba, in dem ein arabischer Hilfspolizist am 17. Dezember erschossen wurde, die daraufhin auferlegte Geldbuße von 2000 Pfund erlassen. Die Dorfbevölkerung war, wie wir in der vorigen Nummer berichteten, nach Verhängung der Strafe vollzählig ausgewandert. Auf Veranlassung des Oberkommissars wurden 25 Araber und 9 Juden aus dem Konzentrationslager entlassen. Drei arabische Stadträte in Jerusalem legten ihre Aemter als Protest dagegen nieder, daß der in Ab- Wesenheit des deportierten Bürgermeisters Dr. Khaidi die Geschäfte der Stadt führende jüdische Bürgermeister-Steil- Vertreter Daniel Auster in Zukunft das Gehalt des Bürgermeistere beziehen wird. Die erste Sendung des englischen Rundfunks in arabischer Sprache wird für den 3. Januar, 18.15 Uhr Londoner Ortszeit, angekündigt. Die Welle dieser Sendung beträgt 31.32 Meter. Vor der ersten Sendung werden fiihrende Araber Ansprachen halten. Unter ihnen befinden sich auch der Sahn des Königs des Ycmen, der ägyptische Geschäftsträger und der Geschäftsträger von Saudie-Arabicn. Der Waad Leumi hat eine Erklärung• gegen ״antizionistische Intrigen in jüdischen und nichtjüdischen Kreisen“, die für die Einführung eines Numerus Clausus in Palästina und die Begrenzung der Zahl der Juden als eine dauernde Minorität eintreten, erlassen. Die Erklärung betont, daß allein die Jewish Agency und der Waad Leumi in politischen Angelegenheiten zuständig sind. Die libanesischen Behörden haben in Beirut eine geheime Waffen- und Munitionsfabrik aufgedeckt, die, wie die weiteren Untersuchungen ergaben, die arabischen Aufständischen Palästinas mit Waffen und Munition versorgte. Der Besitzer der Fabrik konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Im Tel-Aviver Hafen wurde mit dem Bau eines Landungssteges für Passagiere und der dazugehörigen Räumlichkeiten begonnen. Eine neue hebräische Tageszeitung ״Hazofeh“ wurde als Organ des Misrachi und des Hapoel Hamisrachi gegründet. Wegen Ueberfüllung der (orthodoxen) Beth Jakob- Schule in Te! Aviv wurde nunmehr eine zweite Fleth Jakob-Schuie dort gegründet, die bis jetzt von zirka 60 Sclüilerinnen besucht wird. ״Adifaa“ berichtet aus Kairo, daß die Staatsanwaltschaft von Kairo mit der Palästina-Regierung in Verbindung getreten sei, um fcstzustelien, welche Straftaten Asadin Abdul Kadr, der das Attentat auf Nahas Pascha verübte, in Palästina begangen hat. Zu der in Nr. 09 veröffentlichten ״Palcor"-Meld1!ng, wonach ein Araber eine Bombe ״iin Mittelpunkt vom Hadar Hacarmel“ geworfen hätte, wird uns aus Haifa geschrieben, daß dieses Attentat an der Peripherie des Hadar Hacarinel, ganz in der Nähe eines arabischen Viertels, stattfancl. Raubmord in Tel Aviv Ein schweres Verbrechen wurde in Tel Aviv an der 70jährigen Hanna Lewis und ihrem 78jährigen Ehemann Samuel begangen. Hanna Lewis wurde in ihrer Wohnung tot aufgefunden und ihr Ehemann mit schweren Verletzungen. Es scheint sich um Raubmord zu handein. Beide Opfer kamen im Jahre 1935 aus Ncti-Seeiand nach Tel Aviv. Zeltn Personen, darunter ein Araber, wurden von der Polizei verhaftet. Die Blutspuren stimmen nach einem polizeiliehen Bericht mit Blutspuren überein, die an den Kleidern des Arabers gefunden wurden. Er wurde in Gewahrsam behalten, während die übrigen neun Personen wieder entlassen wurden. —• Ein weiterer Araber wurde in diesem Zusammenhänge verhaftet. . Ausstellung ln Tel Aviv. Hermann Kahn zeigt nach vierjährigem Aufenthalt im Lande seine neuesten Arbeiten. Im Vorjahre zeigte eine Ausstellung in Jerusalem die ersten, durchaus noch nicht befriedigenden palästinensischen Versuche, Jetzt aber bietet sich ein ganz neuer Anblick. Kahn ist — in diesen Worten ist wohl das Beste gesagt — palästinensischer Maler geworden. Diese Bilder leuchten und strahlen Farbe aus. Die Sonne wärmt und die Landschaft lebt. Und es gelingt dem Künstler wirklich, eine bestimmte Lokalatnio- Sphäre einzufangen. Mit dem neuen Erkennen geht eine völlig veränderte Technik Hand in Hand. Die Neigung zum Dekorativen bleibt_ bestehen. Sie entspringt einer Begabung, die in manchen Bildern durchaus angebracht ist. Einige Blumenstück« z. B. mögen dies rechtfertigen; sie erreichen sogar, wie in dem zuletzt gemalten Rizinusstraudi, eine starke Wirkung. Eine besondere Ueberraschung aber sind in lech- יי »eher Hinsicht die beiden Porträts, das Selbstbildnis und das Bildnis der Gattin, die den großen Abstand gegen früher aufweisen. Dr. Karl Schwarz Oppenheim Das bekannte Spezialhaus für Kleiderstoffe Charlottenburg, Wilmersdorfer Str. 115-116 Wollstoffe — Samt — Seidenstoffe Fischzucht in Palästina Zu der in Nr. 102 abgedruckten Notiz mit der Uebersclirift ״Fischzucht auf dem Lande“, die der Zeitschrift des Kibbuz meuchad ״Zror itiiciitawinr‘ entnommen war, erhalten wir aus unserem Leserkreise mehrere Zuschriften, die darauf autmerksam machen, daß die dann enthaltenen Angaben Irrf Ürner enthalten. Man macht darauf aufmerksam, daß in einem Bassin von der in der Notiz angegebenen Größe eine Fischzucht von erheblichem Ausmaße unmöglich sei. Einer der Einsender sendet uns zugleich mit seiner Kritik folgende Anregung: ״Soweit ich bei meiner Autofahrt beim Huiesee gesehen habe, dürfte es möglich sein, bei der Melioration Teile, die sich für Ackerbau nicht eignen, für Fischzucht geeignet zu machen, als dazu sind: Laich-, Streck- und Abwachsteiche usw. Geeignete Sachverständige werden sich schon finden. Und dann müßte die Raubfiseberei im Hule- und Kinereth-See auihören und in geregelte Bahnen kommen. Fs ist ein Skandal, daß, wie ich in Jerusalem gesehen habe. Fische in der Größe von Kieler Sprotten verkauft werden. Wenn ich noch ein junger Mann wäre, wäre ich wahrscheinlich als Fisch- Züchter nach 1 :■./ Israel gegangen; so werde ich mir aber Milbe geben, Oialu/im, die liier aut! laehseharah sind, zu veranlassen, daß sie sich mit der Fischzucht bekannt machen.“ Ein anderer Leser schreibt uns: ״Ich habe jnhr/elmtelang einige Mühlen teiche gehabt, an einer kleinen klvlliselien Wassermühle, von zusammen zwei Morgen, gleich 5000 qm, in die ich aus Liebhaberei 1200 Stück einjährige Karpfen aus Schlesien oder der Lausitz von je 100 g setzte. Die Teiche hatten sehr viel natürliches Futter, also guten Untergrund. Ich mußte aber gehörig viel Mais zufiittern, mehrere 1000 kg. Nach zwei j;ihren, wenn ich nicht irgendeinen Ausfall hatte, wenn als״ alles gut ging, erntete ich tausend Karpfen zu 3 Pfd., also 3000 Pfd. oder!500 kg von 5000 qm. Ich erzielte also ISOO Mark, wovon die Ausgabe fiir Mais, einige hundert Mark, und für die Sct/karpfen abging. Auf einen Morgen kann man nach den bestehenden Vorschriften der Fisch/üehter nur etwa 50 Karpfen einsetzen, die zu 3 Pfd. anwaelisen. wenn der Boden gut ist, bei Zugabe von Futter mehr, vielleicht doppelt so viel. Füttert man zuviel, so werden die Karpfen zu fett.“ Die jüdische Sterblichkeitsquote. Im Aufträge der Paiästina-Rcgicrung wurde, wie wir in Nr. 92 berichteten, eine Untersuchung über die Verhältnisse hei den palästinensischen Banken von F. G. Horwill durchgeführt und in diesem Zusammenhang auch das Problem der Versicherung in Palästina erörtert. In seinem Beridit bemängelt Hörwill u. a., daß die Frage der Mortalität in Palästina als Grundlage der Lebensversicherung nicht geklärt sei. Hierzu äußert sich nun in einem Aufsatz, der in der ״Palestine Post“ vom 15. Dezember erschienen ist, Elijahu Hochst etter, ein jüdischer Versicherungsfachmann. Er weist darauf hin, daß die Sterblichkeitsziffern in Palästina durchaus bekannt seien, da sie von der Qesundheitsabteilung der Palästina-Regierung laufend veröffentlicht werden, und zwar getrennt nach Religion und Altersklassen der Bevölkerung. Die Sterblichkeitsziffer der Juden sei außerordentlich klein und mit die geringste der Welt. Auch wenn man den besonderen Altersaufbau der jüdischen Bevölkerung Paiästinas berücksichtigt, bewegen sieh die gegenwärtigen Ziffern etwa auf der Höhe der' in England ermittelten Sterblichkeitsziffern, die dort sehr sorgfältig registriert werden. Der Verfasser erörtert sodann das Problem des Einflusses der Einwanderung auf diese Fragen, der dazu Anlaß gebe, die. Statistiken auszubauen mul das Problem weiter zu verfolgen. Er kommt zu dem Ergebnis, daß die Tarife der palästinensisehen Gesellschaften im Hinblick auf die Sterblichkeit allen Anforderungen gen 11 g e a Die Hitachduth Olej Germania in Jerusalem hat mit der Schaffung eines Klubs der Hitachduth < )!ei Germania einem oft empfundenen Wunsche ihrer Mitglieder entsproeben. Der Klub, der in eigenen Räumen an der Ben Yehuda- Straße untergebracht ist, hat sieh die Pflege der hebräischen Kultur unter den Einwanderern aus Deutschland zur Pflicht gemacht. Allabendlich soll in diesem Kreise I lebräisch gelernt, Konversation und Zeitungslektüre gepflegt werden, sowie in Seminaren Kurse für Bibel, Geschichte und Literatur stattfinden. Kleineren Kreisen wird die Aussprachcmöglichkcit über Fragen der Politik, der Wirtschaft und des geistigen Lehens geboten werden. Auf der gut besuchten Fröffutlngs- Veranstaltung des Klubs begrüßte Dr. Fritz l.ß\\enstein die Gäste und erteilte Dr. S. Goitcin das Wort zu seinem instruktiven Referat über das Thema: ״Wie findet der Neueimvanderer den Zugang zur hebräischen Literatur?“ Anschließend an das Referat begrüßte Dr. Arthur Ruppin die Versammlung und erzählte von seinen Erfahrungen im Kampf um die Hebraisienmg des Landes. Ein geselliges Beisammensein beschloß den gelungenen Abend. — Auf einer Massenversammlung der HOO. in1 Gebäude der Jewish Agency referierte Schertok über ״Die politische Lage“. Jerusalemer Kunstbericht. Es ist überaus erfreulich, daß sich die Leitung des Jüdischen Nationaimuseums Bczalel dazu entschloß, den Raum, der sonst der graphischen Sammlung des Museums gewidmet ist, für Kollektiv-Ausstellungen moderncr Künstler Erez Israels zur Verfügung zu stellen. Als erste in der Reihe der geplanten Ausstellungen ist eine An* zahl neuerer Arbeiten des Jerusalemer Malers Mokadi zu selten. Mokadi gehört zu den beliebtesten Malern Palästinas. Mokadi versucht eine radikale Loslösung vom Zeichnerischen und eine gewissermaßen ״absolute“ Maierei, das heißt eine Malerei, die nur und ausschließlich durch die Farbe wirken will... unter bewußter Vernachlässigung der Linie, der Form. Mokadis Experiment ist gewagt mul leider nicht geglückt. Seine Tendenz, alle Linie in Farbe, alle Form in Licht aufzulösen, kommt zwar in den 33 Bildern der Aus- Stellung zum Ausdruck, allein wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, daß hier der Zufall regiert. Alle seine Schöpfungen haben etwas Skizzenhaftes. — ' Das neugegründete ,,Cabinet Omanuth“ veranstaltet eine Aus- Steifung, die als interessantes Experiment atmispreclien ist. Der Jerusalemer Presse-Photograph Dr. N. Gidal zeigt 40 Aufnahmen von Bildern des Pariser jüdischen Malers Marc Chagall. Tanzabend. Die spanische Tänzerin Manuela <1 c I Rio gastiert zur Zeit im Lande und bewies an ihrem Tel Aviver Abend, daß sie über eine sichere Technik, viel Geschmack in der Wahl ihrer Kostüme und Distinktion verfügt. Ciiana Em-Habanoth (Anna Feuchtwanger-Steinitz) bittet alle alten Freunde, die ״Ahlemer“ und alle zionistischer! Freunde, ihr bei ihrer Arbeit der Waisenfürsorge i!1 '1 iherias und dem Galil zu helfen. Konto: Angio-Pal. Bank Tiberias Nr. 2617 (Keren Esrath-Jetoinim-Tiberias), (Schluß des Pallstinateiis)

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