Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 103 (28.12.1937)
- Date
- 1937-12-28
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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MODISCHE RUNDSCHAU AUS DEM REICH Nr. 103, 28. DEZEMBER 1937 Kölner Chronik Von unseren Berichterstattern Zionistisches Leben. Am 8. November liet der Tonfilm des Brith Hatioar. Ferner wurde der Film ״Weg in die Wirklichkeit“ gezeigt. — Am 25. November sprach Lucie Levy-Zobe| in der Wizo über ״Die Aufgaben der jüdisehen Frau“. — Am 27. November referierte Dr. Gerhard Buctovv anläftlich des Todestages von L. Pin?ker über das Thema ״Der Weg zum Judenstaat“. — Am 11. Dezember referierte Hans Gärtner (Berlin) über ״Die Lehenserinnerungen von Dubnow“. — Am 14. Dezember sprach Dr. Fritz Ikenberg (Düsseldorf) über ״Chaitn Wei/mann — der Staatsmann und sein Werk“. — Der Arbeitskreis hat sich neu konstituiert. Er befaßt sich gegenwärtig mit dem Studium des Peel-Berichtes. —u. Kulturelles Leben. Nach längerer Pause brachte der Kulturbund Rhein-Ruhr wieder einen Theaterabend. ״Achtung, frisch gestrichen“, die Komödie von Rene Fauchois, geißelt die geschickten Bilderfälscluingen sowie die Mißstande im Kunsthandel, Die Erstaufführung leitete Dr. Moritz Seel er mit straffer Hand für alle Wirkungsmöglichkeiten. Willibald Fracnkcl-Froon als Dr. Oadarit! trifft vorbildlich den Ton des amusischen Kleinstadtmenschcn. Köstlich wieder Fricdel Münzer (Mine, Gadarin) Eine ausgezeichnete Gestaltwig bringt Jenny Bore e in der Verkörperung des ״Dienstboten“ Ursula. Der unbestechliche Kritiker Georg Jako b s o h n s, Fritz M e I c h i o r s Maler-Fälscher und der geschäftstüchtige Kunsthändler Willy B tisch h oft sind farbig gezeichnete Typen. Das Liebespaar Klaus Brill und die anmutige Anneliese 4' ö זן f e r, sowie Gerda Klei n als die andere Tochter Gadarins ergänzen das Ensemble. Zu einer festlichen Stimmung gestaltete sich der Orchcsfcraheiul, den Dr. Kurt Singer als Gastdirigent leitete. Das Lyrische, wie der kraftvoll männliche Rhythmus wuchs sich unter seiner Führung zu einer musikantiseli beschwingten Darbietung aus. Das Orchester des Reichskulturbundes gab sein Bestes und spielte mit schöner Klarheit und Wärme. Der Gast und sehne Helfer wurden stürmisch gefeiert. Dr. Lcvinger sprach dem Dirigenten herzlichsten Dank aus. Ein weiterer Abend des Kulturbundes brachte einen Vortrag von Dr. Anneliese Landau!!her die jüdischen Meister der Operette-Chansons, Couplets. Sehlager. Mascha Ben jakons|<i (Sopran) und M.av Meitner (Tenor), at11 Flügel begleitet von Wilhelm A I t m a n n, unterstützten die Ausführungen durch Gesänge aus bekannten Operetten. ,,Buntes Allerlei" betitelte sieh ein Abend, den die jiidische Kunsfgenieinschnft veranstaltete. Fritz Melchior trug Gedichte und lustige Dinge von Viktor Auburtin, Gustav Meyrink, Peter Altenberg, Heine, Busch, Rideamus und Melchior vor und zeichnete als Illustrationen mit einigen geistreichen Kohlestrichen Karikaturen auf. Im L.ehrliaus sprach Dr. Wolffh-eim über Menschen und Kulturen vor 5000 Jahren, archäologische Entdeckungen am Mittelmeer. Allgemeines Interesse fanden die ausgczcichliefen Lichtbilder, die manche Zusammenhänge umschlossen, die sich in den Mitteilungen der Bibel finden. F. J. Das Marionettentheater der Jüdischen Kunstgemeinschaft brachte als Uraufführung ״Simson“ von Dr. Margarete Berendt und Flora J ö h I i n g e r, Der geschickte Aufbau der Handlung, die farbenfrohe Inszenierung und die bildschönen Pupp en in ihrer geschmackvo'l ab״estimrnfen Aufmachung erweckten Begeisterung bei alt und jung. —a— Künstlerisches und geistiges Leben München.Unter denChauukkahfeiern stand die des Jüdischen Turn- und Sportvereins auf einer bemerkenswerten künstkrischen Höhe. Dies gilt vor allem für die vorzügliche, kluge Und witzige Conference von Heini Berliner und für eine einfallreiche musikalische Clownerie von Helmut Teichner und Ruth W c i n s c 11 e I. Zur Einleitung in .den musikalischen Teil des Abends wurde von den Herren Grünhatun, Frei, Salinger und Floliinger 'las Andante des Streichquartetts in A-Dur von Mozart gespielt, Eva i conti Lefson sang, von Dr. Kurt Bett sack begleitet, das Halleluja von Mozart, Minhag chadasch von Rialik in der Vertonung von Engel und die Arie .ans Tosca; Sonja Ziegler, in der Begleitung von Josef Ziegler, sang jiddische Heiler, und Selten Rurger und Erika Katzen st ein tanzten, von Dr. Josef w a I d n e r am Klavier unterstützt, ein Menuett. Die Festrede hielt Rabbiner Dr. B a e r w a I d. Die Feier der Jüdischen Volksschule bot den Beweis für das lebendige Zusammenwirken von Lehrern und Schülern in der Vorführung eines Cham1kkah-Fest«zpieh׳s über Anlioclnis fpipbanes von Malier- GiroIIman(1, eines heiteren hebräischen I ustsniels nach Scholern Alechem t!n<l einer Anzahl gesanglicher Darbietungen. —- Die Feier der I klinischen Snrachsrhuk erhielt ihre hesondere Note durch die Erstaufführung eines Klaviersat/es mit Orthesterbegleifting und dreier instrumentierter cliassidischer Tänze in der Komposition des Leiters der Sprachschule M. O n I d b c r g. Am Vorabend von Schahhat Chanukkah wurden in der 1 launtsynagoge zwei neue liturgische Krnnpositionen von Josef Ziegler zu Gehör gebracht. Der schöne Gesang von Kantor I. I I o h e n e m s e r trug wesentlich dazu bei, den Vertonungen zu einer willigen Aufnahme zu verhelfen. Ca. Wiesbaden. In der Vortragsreihe ״Führende Geister itn zeitgenössischen Judentum“ hielt den ersten Vortrag Rahbirier Dr. Eschelbach er (Düsseldorf) über ״Abraham Isaak Kuk — der Rabbi Hrez Israels“. Am zweiten Abend dieses Zvklus sprach Rabbiner Dr. Salzberger (Frankfurt a. M.) über ״Claude Montefiore — der Aufklärer“. Der Vortrag fand bei der zahlreichen Zuhörerschar lebhaften Beifall. — Neben der Vortragsreihe laufen die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, von denen die eine ״Jüdische Maler und ihre künstlerische Umwelt“ unter Leitung von Dr. Arthur Ga II in er (Frankfurt a. M.) in fünf Abenden beendet worden ist, und eine andere ״Israelitische Königsgescliichte irn Rahmen der allgemeinen Weltpolitik“, die der Leiter der jüdischen Schule, M. Rosen husch, ahgrhaltcn hat. Im Monat Dezember begann Rabbiner Dr. Dienemann (Offenbach) seine Arbeitsgemeinschaft ״Der Jude in der Welt“. Tagung der Betriebsleiter der landwirtschaftlichen Ausbildungsstätlen. Am 5. Dezember fand auf Gut Winkel eine Tagung der Leiter der landwirtschaftlichen Ausbildungsstatten statt, die von der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Berufsausbildung und Berufsumschichtung, veranlaßt worden war. Die Tagung, die von Dr. Lubinski geleitet wurde, begann mit einem Referat von Dipl.- Landwirt Martin Cierson, dem Leiter von Gut Winkel, der die Fragen der landwirtschaftlichen und gärtnerischen Ausbildung im Aufträge der Reichsvertretung bearbeitet. Die Tagung war die erste Zusammenkunft der auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Ausbildung tätigen Personen. Sie half, eine Fülle von Fragen zu klären und einer einheitliehen Regelung zuzuführen, die für die Arbeit von Bedeutung sind. Es wurden auch Fragen der Verbilligung des Einkaufs und der gemeinsamen Wirtschaftsführung sowie die mit dem Etat für das Jahr TBS zusammenhängenden Fragen besprachen. Die vorgelegten Lehrpläne sind einer Kornmission übergehen worden, die aus den Herren Gerson, Modi und Perlstcin bestellt. Zionistisches und Gemeindeieben Dortmund. Nach Verhandlungen, die bei allen Gruppen von dem Willen zur Verständigung getragen waren, ist in der Gemeinde die erwartete Wahlvereinbarung zustande gekommen, die die Durchführung der Wahlen, die für den 20. November angesetzt waren, erübrigt hat. Die neuen Repräsentanten sind bereits in ihr Amt eingeführt. Von insgesamt neunzehn Repräsentanten waren neun statutengemäß atisgescliieden und neu zu bestimmen. Nach der Vereinbarung sind vier dieser Sitze der zionistischen Fraktion, drei der Religiös-Liberalen Vereinigung und zwei der Konservativen Gruppe zugefallen. Eine der ersten Aufgaben der neu 7,usarmnengesetzten Repräsentanz war die Neuwahl von zwei nach dem Statut ausscheideuden Mitgliedern des Vorstandes (der fünf Mitglieder umfaßt). Diese Neuwahl hat inzwischen schon stattgefumlen; ein Vorstandssitz ist der Reügiös-l.iberalen Vereinigung und der zweite der Zionistischen Fraktion zugefallen. — Am fi. Dezember sprach Kurt Goldmann (Köln) nun Thema: ״Palästiriawirtschnft und -Politik im Ueberga”g“; Eindrücke von einer Palästinareise Herbst 1037. Altenburg-Meusehviti. Am 5. Dezember fand die ('hanukkahMer Start. Samtlirlte Darbietungen wurden von den Kindern der hebrai'fhrn Selnde unter Leitung ihrer I.ehrprs Gildingorin ausgeführt. Augsburg. In der Israelitische» Kultusgemcinde fanden am 5. Dezember die Neuwahlen .statt. 1. ('׳emeindevorsitrender wurde wiederum .lu.srizr.il Dr. Fugen Strauß, sein Vertreter Benno Arnold, ln die V erwaltung wurde ein zioni,liseher Vertreter ncugrwiihh, in den üenieindeaussi huß zwei und in die Liste der Ersatzleute einer. Bielefeld. Die seit faü zwei Jahren zur Sportgemeinschaft zusanimenges.-hlo-senen Sportgrup|K׳n des ..Schild'* und ״Makkahi“ veranstalteten am 1. Dezember eine Chamikkahfeier, Rabb. Dr. Krönheim hielt die Eestansprafhe. Ein Prolog der Sportkanieraden B 1 ii t h e leitete zu der Begrüßungsansprache des Leiters der Sportgcmcirisrhaft Dr. Holländer über. Anschließend lief der Sport• film de. Landessportverbandes Westdeutschland im ״Schild“. Bochum. Am 4. Dezember veranstaltete die ZOG. eine Makka- KierScier, hei der Dr. Fritz Ikenberg (DiinwWorf) sprach. Es wirkten mit: Obcrkantor Kober. Dortmund: Werner Schüler. Eissen; IVertler. Horti!!!!!; sowie die Grtip)*. des Habonim in Bochum. — Dr. Alexander (Dortmund-( Linie) sprach am 27. November vor der Ortsgruppe zmn Thema: .,l’1״ä>linawirt»eha[t im Uebergang“. Dessau. Am 11. Dezember sprach Hans Flatauer zum Thema: ,.t'n-ere Arbeit geht weiter“, Detmold. An: 4. Dezember (and in der Synagoge die Abschiedsfeirr Dir den nach 24jiihriger Tätigkeit aus seinen Aerntern scheidenden Prediger R ii 1 f statt, der einer Hcrulung an das Kinderheim Köln folgen wird. Moritz Herzberg fand berede Worte des Dankes für die Verdienste, die Rtilf sieh erworben hat. Namens der Sv!ragogengemeindc dankte der Vorsitzende. Eduard K anders, dem scheidenden Seelsorger. Albert F.ichmann schloß sieh dem Dank als Vorsitzender des Gemeinden»sselmsses und des Israel. Wohltätigkeitsvereins an. Fiir den Lippischen Lande,ver band sprach Walter Sonder m a n n (Horn). Düsseldorf. Am 4. Novemtw sprach Dr. Kurt Herz (Dusseldort) in der ZOG. iifx*r: ,,Erziehung fragen, in der jüdischen Schule‘*. — .Arn 11. November sprarli Dr. S. Wassermann über: ״Die gegenwärtige wirtschaftliche und politische Situation in Palästina“. Essen. Gute Aibeit leistete der Kibbuz Rhein-Ruhr des Makkabi Hazair auf einer organisatorisch und geistig hervorragend vorbereiteten Pegiarhah im Essener Jugendheim. Voran ging ein Führerkreis, während die eigentliche Pegischah. an der fast 250 Makkabitn au* Es-en, Düsseldorf, Köln, Elberfeld, Mors. Oh-erha»sen usw. teilnahmen, nach einem gut gelungenen Singkreis mit einer von Horst Brunilik geleiteten Ssichah über das Thema: ״Von Lehnitz über Ma'aian nach!fassadeh“ (Weg und Fragen zur Verwirklichung einer Lief) ihren Anfang nahm. .Am Nachmittag gab es unter dem Titel ..Menschliches —- Allzumenschliches“ (Fragen des Alltags im Bunde) eine ergebnisreiche Arbeitsgemeinschaft über die Stellung des Bundes in und zur Gesellschaft. Euskirchen. Am 17. Nove»tlx*r fand die Generalversammlung der Zionist!'.sehen Ortsgruppe statt. Alfred Lion gab einen Bericht über ״Die Lage im Zionismus und im Gesamtiudentum“. Anschließend wurde der Vorstand der Ortsgruppe neu gewählt. Er setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender! Alfred Lion; 2. Vorsitzender: Fritz Mimetz; 3. Vorsitzender und K KL ■Kommissar: Arthur Israel, Grünstralie 31: Kavierer: Fritz Sanmelsohn; Gemeindevertreter: Max Brescliin,ki. -- Am 3. und 4. Dezemlrer beging die Gemeinde das 50jährige Bestehen der Svnagoge. Herr Edmund Billig begrüßte di« Festfei'nehmer. Rabbiner Häver hielt die Festrede. Oailingen. Am 17. November fand ein Elternabend des Brith Hanoar statt. Erwin Seligmann sprach über: ״Idee und Ziel des Brith llanoar“. Oelsenkirchen. Am 10. November sprach Dr. Wassermann in der Ortsgruppe über: ״Die gegenwärtige wirtschaftliche und politisehe Lage in Palästina“. GRppIngen- Am 30. November veranstaltete di« ZOG. Göppingen ihre Chanukkahfeier, zu der außer den Mitgliedern zahlreiche Gäste erst bienen waren. Im Rahmen der Feier sprach Dr. Eisner (Sfuttgart) und leitete über zu einer Arbeitsgemeinschaft über den Peel- Bericht, welche er an einer Reihe *von Abenden ir. diesem Winter hier halten wird. Guben. Am Srhabhat-Chanukkah veranstaltete der Makkabi- Hazair einen Oneg Schahbat. Am 5. Dezember sprach Rabbiner Dr. Voos über: ״Der Geist der Makkabäer“. Am 12. Dezember sprach Dr. Manfred S «* a r 5 e n 5 k v über: ״Jüdische Religion unserer Zeit“. Kassel. Landrabbiner Dr. Geis verlieh dem Vorsänger und Lehrer a. D. H orwilz und dem Vorsänger und Lehrer Walter Bacher den Chowertitel und ü!verreichte beiden die hebräischen Urkunden, in denen die Verdienste des HeTm Horwitz als Historiker der hessischen Judenheit und des Herrn Bacher als Förderer des Palästinagedankens und der hebräischen Sprache besonders erwähnt werden. Leipzig. Am 14. Dezember sprach Jettka Levy-Stein auf einer gemeinsamen Kundgebung der Wizo und der ZOG. über: ״Juden und Judentum in Amerika*‘. Mannheim. Infolge Wegzuges und Amtsniederlegung verschiede- ת er Synagogenrate wurde eine Ersatzwahl notwendig, die auf Grund einer Einheitsliste vorgerxtmmen wurde. Es wurden in den Synagogentat gewählt: Professor Dr. Billigheimer, Professor Darm Städter, Dr. Euonhcimer, Alfred Sender und Bertold Strauß. Oberhausen. In einer von der ZOG. veranstalteten Versammlung sprach Dr. Neuberger (Düsseldorf) über: ״Probleme des kamtuenden Judenstaates*'. Recklinghausen. Erich Frank (Dortmund) Hielt am 2. Dezember den ersten Abend einer fortlaufenden Arbeitsgemeinschaft über den Peel-Bericht ab. Regensburg. Am 14. November sprach in der ZOG. Rabbiner Dr. Lothar Rothschild über das Thema: ״Ein Wendepunkt unserer Geschichte“. Remscheid. Erich Frank (Dortmund) sprach in Remscheid am 23. November zum Thema: ,.Palästina-Wirtschaft und -Politik im Uebergang“. Stargard. Bei einem Konzert zugunsten der Winterhilfe wirkten mit: Rudolf G 1 a ß (Szalgo). Senta G I a ii - P i 11 e 11 e, Herbert L i 1 i e n t h a! und Gertrud Klein. Stolp. Am 23. November sprach Rabb. Richter (Stettin) in der .AVizo" über das Thema: ״Palästina — Teilungsplan — Juden- Staat“. Stuttgart. Dr. Max Flesch sprach am 13. Dezember in der ZOG. über: ,,Erez Israel und jüdische Wanderung heute“. Wiesbaden. Der Vorstand clor ZOG. hat sich neu konstituiert. Der! Vorsitz führt Heinrich W i r g i n, sleilvet tretender Vorsitzender 14 Rabbiner Dr. Lazarus. Außerdem gehören dem Vorstände noch an: Arthur Born-tnn. Dr. Iliro'h und Dr. Kahn. Wlirzburg. Am 23. November brachte die ZOG. gemeinsam mit dem ILteliad den Palli stina-Tonii Im: ,.Weg in die Wirklichkeit“ zur Aufführung. Umrahmt wurde die Veranstaltung von einer .Ansprache Arjch Händlers und zwei Chören des Bachad unter der Stabführung von Speyer. Zsvickau. Am 4. Dezember veranstaltete der JP. Makkabi Hazair unter Leitung von Jakob Katz eine Channkkah-Feicr. Hans Flalauer (Leipzig) umriß dir jiitlbi hen Probleme der Gegenwart. — Bei der von der Zf >G, und «len! Makkabi-1lazair veranstalteter» Chanukkahleier hielt Hau-, FL.1t auer die Makkabäev-Rede. Familien• Nachrichten Herr Rabbiner Dr. Fuchs, Chemnitz, begeht am 3. Januar den 60. Geburtstag. Frau M arianne H aurwiiz, Hamburg 13, Isestraße 57, begeht am 4, Januar den 80. Geburtstag. Frau T!1cre-c S c h i r! i n g. geh. Baum. Apolda (früher Geilshausen, Kreis Gießen), begeht am 15. Januar den 80. Geburtstag. Die jüdische Vorschule Cfairc Lehmann, Hamburg * Harvestehude, beging das 20jährige Bestehen. PALÄSTINA IN LICHTBILDERN Oie aktuellsten Bilder der letzten Monate mit ausführlichem Baglaitvortrag von Or. E. Mechner, Tai Aviv Politik — Aufbau - Die Orangens<raße — Jugendalljah — Schiffahrt und Flacherei — Wizoarbelt — Kulturleben — Vor 20 Jahren — Heute Bildbericht 5698 Nr. 1.50 Bilder RM 4,- Za beziehen gegen Voreinsendung de» Betrag•■ dtireli den KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Berlin W15, Meinekeetr. 10. Postscheckkonto Berlin 282 47 מ 1 ל ד ת י (Jugend- und Volkskalender), Redakteur: Ben-jischai. Verlag Rubin Maß, Jerusalem. Nun erscheint dieser hebräische Jugendkalender schon das dritte Jahr, und immer wieder findet er Neues, Interessantes und Belehrendes für die hebräischsprechenden Schüler und Schülerinnen. Das Kalendarium allein birgt eine Fülle wichtiger geschichtlicher Daten, die im Textteil durch eine gut zu* sammengesteilte jüdische Geschichtstahelle ergänzt wird. Die Feste werden in ihren historischen Zusammenhängen mit netten Zeichnungen und Bildern behandelt. Die Gedenktage bedeutender zionistischer Führer sind durch kurze, aber instruktive Biographien gewürdigt. Palästinas Geographie, Wirtschaff, Geschichte und Flora kommt, wie es sich versteht, nicht zu kurz, ergänzt durch viele Statistiken. Eine Aufstellung sämtlicher jüdischer Siedlungspunkte, nach Distrikten geordnet, gibt Kenntnis von der Einwohnerzahl, der Zeit ihrer Gründung und welchen Ereignissen die Siedlungen ihre Namen verdanken. Damit der Horizont sich aber nicht verengt und Palästina nicht als die Welt schlechthin angesehen wird, ist auch ein Ucberblick über die wichtigsten Länder und Städte gegeben. Sportliche, technische und literarische Ab- Handlungen beschließen das kleine Bändchen, das in vieler Hinsicht geglückt ist. Ludwig Kuttner Liebesgaben-Pakete aus Palästina. Wir erhalten folgende Zuschrift: Es besteht die Möglichkeit, daß Ausländer ihren in Deutschland lebenden Verwandten und Freunden Liebesgahen-Pakele in Palästina bestellen können. Es werden Oliven- und Speiseöle und Fette, ferner Seifen und nunmehr auch Mazzoth bzw. Mazzothmehl versandt. Alle Waren sind palästinensische Erzeugnisse und nach den rituellen Vorschriften hergestellt. Die Sendungen erfolgen in Sammelladungen per Schiff an einen deutschen Spediteur, der die einzelnen Pakete vom Inland durch die Post an die einzelnen aufgegebenen Empfänger versendet. Der Empfänger hat lediglich an den Spediteur den verauslagten Einfuhrzoll zu erstatten, der durch das Nachnahmepaket vom inländischen Spediteur eingezogen wird. Auskünfte erteilt: Liebesgaben-Export, Haifa, Herzl-Str. 27. Palästina in Zahlen. Eine kurze statistische Uebersicht, zusammengestellt von der Anglo Palestine Bank Tel Aviv, ins Deutsche übertragen und herausgegeben vom Palästina- Amt, Berlin. — Diese statistische Uebersicht, die ir ier Hauptsache Regierungsveröffcntlichungen entnommen ist, beschäftigt sich mit einer Reihe wirtschaftlich wichtiger Probleme wie z. B. Einwanderung, Geldumlauf, Regiemngsfinanzen, Bankeinlagen, Kapitalinvestitionen, landwirtschaftliehe Produktion, Industrie, Bautätigkeit, Ein- und Ausfuhr, Hafenumschlag, Verkehrswesen, Preise usw. Die Zusammen- Stellung ist durch ihre Aktualität und Uebersichflichkeit sehr nützlich. Das Hebrew Union College ln Cincinnati (USA.), eine der bedeutendsten modernen jüdischen Lehranstalten, hat sich ein großes Verdienst erworben, indem es einen Index aller jüdischen wissenschaftlichen ״Fe st- Schriften“ in Form einer vervielfältigten Publikation von 154 doppelspaltigcn Seiten herausgegeben hat. Die Arbeit ist von Jakob Marcus, Professor der jüdischen Geschichte, und Rabbi Bilgray verfaßt und bringt zunächst ein Verzeichnis der bearbeiteten Festschriften und sodann den vollständigen alphabetisch geordneten Index ihres Inhaltes. Für den jüdischwissenschaftlichen Arbeiter ist so ein wichtiges bibliographisches Hilfsmittel geschaffen worden. J. J. Singer, der mit seinen Romanen ״Josche Kalb" und ״Bruder Aschkenasi“ und deren Dramatisierungen gro- Ben Erfolg hatte, hat einen neuen Roman ״Chawer Nachman“ vollendet, des in New York veröffentlicnt wird.