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Jüdische Rundschau · 1937-12-28 · Heft 103 (28.12.1937) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 103 (28.12.1937)
Date
1937-12-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion, Verlag «uii A st•!!mtfwiUnDfi B«UnW 1|י Mclnekeatr. IO!•nnili ^19031, Tcltj^rttam-Adresse 1 Orghlp• — Betuppreii «iuchlie6lid1 Bacteli^cldl je Monat RM 2,—, je Vierteljahr KW 5,75, hei Abholung RM 1,88 b*w. RM 5,39. —» Posticheck - Konten der Vertrieb» <> Abteilung: Berlin 71573 (für Grofi-BerlinX Berlin 17392 (für das übrige Reich). In Fallen höherer Gewalt besteht kelh Anspruch auf Nachlieferung׳ oder Erstattung etwa, schon gezahlter Bezugsgebühren. - Erscheint jeden Dienet•* and Freitag. BERLIN כ״ד טבת תרצ״ח DIENSTAG, 28. DEZEMBER 1937 G dl tilgt Anxelfenpreisllate Nr. 5• Die 12 gespaltene mm-Zeile 20 Rpf., für Familien Nachrichten 15 Rpf. Für die Aufnahme von Anzeigen io bestimmtes Ausgaben oder an bestimmten Platzen wird kein« Gewähr geleistet. Gelegenheit•- anzeigen nur gegen Vorauszahlung auf Postscheck - Konto Berlin 71618 oder bar Montag bis Freitag 9—18 Uhr Annahmesohluß für die Dienstag ־ Ausgabe Montag 10 Uhr, für die F reitag * Ausgabe Mittwoch 13 Uhr. (Für Familien ־ Anzeigen am Tag vor Erscheinen 13 Uhr) Der Zionismus erstrebt fOr das!Qdlsche Volk die Schaltung einer öffentlich ־ rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. (Baseler Programm) Das Ergebnis der Boykottaktion Die Vorgänge in Polen — Jüdische Selbsthilfe — Verteidigung im Parlament Von unserem Berichterstatter Warschau, 24. Dezember Zwei Wochen dauerte die vor Weihnachten organisierte Boykottbewegung gegen die jüdischen Oewerbetreibenden. Es ist bereits möglich, sich ein Bild darüber zu machen, was diese Aktion bezweckt und was sie erreicht hat. Genau vor 25 Jahren war Kongreßpolcn, insbeson- ^ere Warschau, der Schauplatz, einer ähnlichen antijüdischen Boykottpropaganda. Damals haben die Juden in Warschau bei den russischen Duma-WahleH ihre Stimmen für den Kandidaten der polnischen sozialistischen Partei Jagielto abgegeben und auf diese Weise die Wahl des zweiten polnischen Kandidaten Kucharzewski, welcher als Gegner der jüdischen Gleichberechtigung aultrat, verhindert. Der Großteil der Polen hat daraufhin einen wirtschaftlichen und gesellschaffliehen Boykott der Juden proklamiert, und monatelang dauerte diese Bewegung, weiche viel dazu oeigetragen hat, die polnische Judenfrage zu verschärfen. Allerdings hörte man damals oft polnische Stimmen, die diese Agitation scharf verurteilten, und manche meinten, das Ganze sei eine russisehe Intrigue, damit das ״Wcidisclland“ in steter Unruhe bleibe. Man vertröstete die Juden auf bessere Zeiten, die auch für sie kommen werden, wenn Polen wieder unabhängig sein werde. Im auferstandenen Polen hat sich, wie bekannt, die antisemitische Welle nicht nur nicht gelegt, sie ist in den letzten Jahren noch mehr gewachsen. Nach dem vor einem Monat abgehaltenen Kongreß der polnischen Kaufmannschaff war zu befürchten, daß die gegen den jüdischen Handel gerichtete Offensive große und gefährliche Dimensionen annehmen werde. Die Aktion war gut organisiert, es stellten sich ihr hunderte Hoch- und Mittelschüler zur Verfügung, zahlreiches Propagandamaterial wie Flugblätter, Plakate, Broschüren wurden gedruckt und in vielen Tausenden an den christlichen Konsumenten geleitet. In manchen Orten fanden Straflenumziige mit Beteiligung der Geistlichkeit und der Behörden statt. Es waren Kundgebungen ״des polnischen Kaufmannes“. Nachher zogen Wachtposten nach einem bestimmten Plane vor jüdische Geschäfte und waren mit allen Mitteln bemüht, christliche Kunden vom Einkauf abzuhaüen. Am schlimmsten war die Situation in den kleinen Städtchen, wo man die Juden zu den Märkten überhaupt nicht zugelassen hat oder sie dort an abgesonderten ״Ghettostellen‘“' isolierte. Von den mittleren bekannten Städten litt die jüdische Bevölkerung am meisten in Czenstochau und in K a I i s z. Dagegen war z. B. in Lodz von einer organisierten Boykottbewegung vor Weihnachten gar keine Rede. Es ist dies strengen Maßnahmen der Behörden zu verdanken und dem Umstand, daß Lodz eine Arbeiterstadf ist und die Nati-oiialdcmokraten jetzt mit einer solchen Aktion schlecht abgeschnitten hätten. In Warschau waren manche Stadtteile mehrere Tage von Wachtposten insbesondere der Hochschuljugend besetzt. Die Nationaldemokraten und die ihnen nahestehenden Organisationen entwickelten in der Hauptstadt eine fieberhafte Propaganda, um den antijüdischen Boykott am wirksamsten zu gestalten und für die Provinz ein Vorbild zu schaffen. An diesen Anstrengungen gemessen muß das Ergebnis als gering bezeichnet werden. Die Regierung war streng darauf bedacht, daß es zu keinen Unruhen kommt. Manche Wachtposten wurden von der Polizei davongejagt. Aber nicht daran scheiterte diesmal die Boykottbewegung. Viel bemerkenswerter ist, daß man in den letzten Tagen immer mehr christliche Kunden beobachten konnte, welche sich nicht terrorisieren ließen, die Boykottposten zurückstießen und sogar demonstrativ in jüdische Geschäfte eintraten und dort Einkäufe machten. In den jüdischen Handelszentren Warschaus sah man viele polnische Arbeiter und Ange- Vor der Ernennung* der neuen Kommission Wie Minister Ormsby -Gore am 22, Dezember im Unterhaus mitteilte, sollen die Einzelheiten Uber die neue Kommission für Palästina und ihre Aufgaben in Kürze bekanntgegeben werden. Der Minister stellte ferner fest, daß nunmehr keine vermeidbare Verzögerung in der Entsendung der Kommission eirstreten so!l. Die Palästina- Regierung bereife schon alles Material für die Kommission vor, (Wie erinnerlich, hatte Ormsby-Gore noch vor kurzem mitgeteilt, daß an eine Entsendung der Kommission vorerst nicht zu denken sei. Vgl. ״J. R.“ Nr. 99.) Ferner stellte der Minister zur Lage in Palästina fest, daß Araber außerhalb Palästinas als Führer und Organisatoren der Terroristen tätig sind. Seit dem 23. Novernber wurden 10 Araber und 5 Juden getötet und 4 Araber und 27 Juden verwundet, ln derselben Zeit wurden je ein britischer Polizist getötet bzw. verwundet. 26 Araber wurden von den Militärgerichtshöfen abgeurteilt; davon wurden einer zum Tode verurteilt,3 freigesprochen und 21 erhielten Gefängnisstrafen. Kürzlich sind ferner zwei Araber vom Zivilgericht zum Tode verurteilt worden. Schließlich teilte der Minister noch mit, daß vereinte Kräfte berittener Polizei und des Transjordanischen Grenzkorps eine starke Aktivität im Norden entfalten, und daß energische Maßnahmen ergriffen wurden, um die Ueberfälle zu bekämpfen. Wie wir aus London erfahren, besteht in informierten Kreisen die Erwartung, daß die Regierung bereits in der nächsten Zeit eine neue offizielle Erklärung über ihre Palästina-Politik veröffentlichen wird. Durch diese Erklärung dürften auch die in letzter Zeit aufgetauchten Zweifel, ob die Regierung am Peel-Plan festhält, geklärt werden. hörige anderer Stände, welche laut ihrer Zufriedenheit Ausdruck gaben, daß sie in jüdischen Läden gut bedient werden und dort billig einkaufen. Man hörte oft Vergliche der Preise und Waren bei jüdischen und nichtjüdisclieir Kaufleuten zugunsten der ersteren. in dem Organ der polnischen Militärkreise ״Polska Zbropia“ wird heute sehr deutlich darüber geschrieben, daß die Waren beim polnischen Kaufmann teurer und schlechter sind. Man soll natürlich diese Gegenbewegung in Warschau und in einzelnen anderen Orten nicht überschätzen. Sie ist aber sehr symptomatisch und läßt für die schwergeprüfte jüdische Bevölkerung einen Hoffnungsschimmer auf bessere Zeiten offen. Inzwischen haben die jüdischen Gewerbetreibend׳’!! schwere Verluste erlitten, und dies verschärft die wirtschaftliche Krise, in der sie leben. Mancherorts haben die Juden zu bezeichnenden Selbsthilfen! aßnahmen gegriffen. So hat z. B. die jüdische Bevölkerung in den! Städtchen Rawa M a 1 o w i e c k a, dessen Bürgermeister sich an die Spitze der Boykottbewegung stellte, beschlossen, zum Zeichen des Protestes den Strombezug vom städtischen Elektrizitätswerk zu kundigen. Dieser Entschluß machte Eindruck, nicht nur in diesem Orte. In Czenstochau beschlossen die dortigen Juden, während der Dauer der Boykottaktion keine Theater-, Kinovorstellungen und öffentliehen Lokale zu besuchen. Die polnischen Juden greifen also zu Abwehrmaßnahmen und fühlen instinktiv, daß sie in Polen eine große, kompakte Million enmasse darstellen, die nicht zu bagatellisieren ist. Dies soll auch der für den 20. Februar einberufene Kongreß der polnischen judenheit, zu welchem sämtliche beteiligten jüdischen Parteien und Organisationen intensive Vorbereitungen treffen, bezeugen. Inzwischen leisten die jüdischen Abgeordneten im polnischen Sejm ihr Möglichstes, um das Parlament über die wirkliche Lage der Juden zu informieren und Unheil für ihre Volksgenossen abzuwehren, fn der Budgetdebatte sprach schon mehrmals der zionistische Abgeordnete Sommerstein, welcher nach einer soeben für die letzten Jahre veröffentlichten Statistik der Rekordredner im polnischen Sejm ist. Auch der Vertreter der Agudah im Sejm, Abg. Mintzberg, welcher seinerzeit auf der Liste und mit Hilfe der Regierungspartei gewählt wurde, schlug in seiner letzten Rede in der Budgetkommission Töne an, die man bei Agudahabgeordneten selten hört. Abg. Mintzberg stellte die Frage, ob es überhaupt noch einen Sinn habe, im polnischen Sejm als Jude aufzutreten und ob es nicht ratsamer wäre, daß die jüdischen Abgeordneten ihre Mandate niederlegen. In derselben Parlamentssession gab es polnische Stirnmen, die von der Regierung einen schärferen antijüdischen Kurs verlangen und gleichzeitig gab es Einzelne, die von der Regierung strenge Maßnahmen verlangen, um z. B. die olnische Jugend vor der antisemitischen Propaganda zu ewahren. Also auch hier kein einheitliches Bild. Im polnischen Volke bekämpfen sich zwei Lager. Der demokratische Teil hat am 16. Dezember den fünfzehnten Todestag des ersten polnischen Staatspräsidenten Narutowicz besonders pietatvoll gefeiert. Im Jahre 1Q22 hat ein polnischer Nationaldemokrai den Präsidenten niedergeschossen, weil dieser auch mit jüdischen Stimmen lind Stimmen anderer Minderheiten gewählt wurde. Als nun die Juden an diesem auch für sie bedeutungsvollen Todestage offen ihre Sympathien für den Toten bekundeten, kam aus dem Regierungslager eine unzweideutige Stimme, die Juden seien ,,zudringlich“, sie mögen sich von der Bahre Narutowicz’ fernhalten. Gefecht hei Tiberlas ii Araber gefallen Unweit von Tiberias kam es am Donnerstag zu einem Zusammenstoß zwischen arabischen Freischärlern und englischem Militär, das von transjordanischen Grenztruppen unterstützt wurde. Die Engländer setzten Flugzeuge ein. Die Zahl der arabischen Toten wird mit 18 angegeben. Ein englischer Pilot und ein Mitglied des fransjordanischen Grenzkorps wurden leicht verwundet. Ein Araber, der ein Gewehr sowie Munition bei sich trug, wurde in der Nähe von Akko von Militär e r - schossen. Eine Kollektivstrafe von £ 2570 wurde der Stadt Hebron aufcrlcgt als Ersatz, für die Kosten eines Strafpostens von 40 Mann, der wegen der Zerstörung von Post- und Telegraphcnanlagcn eingerichtet wurde. Die Stadtverwaltung von Jaffa hat eine Zivilgarde von 150 Mann eingesetzt als Verteidigung gegen die Terro* risten-Organisation der ״schwarzen Hand“, Die Kosten werden von der Stadtverwaltung und von den Einwohnern getragen. Ein Volk evaeuiert sich selbst Das Dorf T a1 y i b a, wo ein christlicher arabischer Hilfspolizist ermordet wurde, ist mit einer Kollektivstrafe in Höhe von £ 2000 belegt worden. Ferner ist ein Straf- Polizeiposten von 25 Mann auf Kosten der Bevölkerung im Dorf postiert worden. Es ist die höchste Strafe, die bisher einem Dorfe auferlegl worden ist. Daraufhin verließen samtliehe Bewohner mit ihren Habseligkeiten das Dorf und fuhren aut Lastwagen nach Jaffa und Tulkerem- Ein neuer Jahrgang verläßt die Schule H. F. Als im Jahre 1033 der Großteil der Juden in Deutsch-!and zum ersten Male in seinem Leben mit dem konfrontiert wurde, was andere — er selbst hatte Derartiges stets gelcugnet — die Judenfrage nannten, verstand man, daß bei allen Versuchen fiir Hilfe, Auswanderung und neue Einordnung der älteren Generation, die zu leisten notwendig war, die entscheidenden Aktionen dort an/usetzen hatten, wo die Möglichkeiten zu echter, planvoller Gestaltung und fiir die Zukunft richtunggebend bestanden; bei der Jugend. Die alte zionistische Forderung von der ß eruf s u m Schichtung wurde Allgemeingut. Das hebräische Wort .,Haehscharah“ ging in den Sprachschatz der Juden in Deutschland über. Merkwürdig blieb bei allem mir, daß man so tat, als ob die Berufsutnschich.- tung nur dann eine conditio sine qua non wäre, w enn es sich um Palast!'.■!;! handelte. Fs gab und gibt zwar schüchterne Versuche, auch für die anderen Länder neue Berufskategorien innerhalb der auswamlerungsuilligen Juden aus Deutschland zu schaffen, aber es ist über Versuche auf dem Gebiete des Hand- Werks und der Landwirtschaft nicht!linausgekonimen. Der Großteil der Auswanderer ging nach Uebersee in der Hoffnung, sich im alten oder in einem verwandten Beruf irgendwie durchzuschlagen. Wenn wir heute nach einer vierjährigen Erfahrung Rückschau halten und Wege für die Zukunft ebnen wollen, so ist eines vor allem klar: Alle Länder sind für die Berufe des Kaufmatins, des Händlers und Gewerbetreibenden entweder nur in beschränktem Maße noch aufnahmefähig oder schließen sich aus ״Konkurrenzgründen“ gegen eine derartige Einwanderung ab. Die masten Einwanderungsbestimmungen aber geben Raum für landwirtschaftliche Einwanderung, in geringerem Maße für gut ausgebildete Handwerker — beides Berufe, die bisher in ihrer überwiegenden Mehrzahl zum Komplex der ״Haehscharah“ gehören. Ganz besonders trostlos aber sieht eg mit den sogenannten a kademischen Berufen aus. Obwohl es noch weite Kolonialgcbiete gibt, in denen Aerzte Betätigung»• möglichkeilen hätten, schließen sich diese ganz besonders dicht gegenüber Zuwanderern ab. Ueber die Ungeeignetheit des Stu• diums der Rechtswissenschaft ist kein Wort zu verlieren. Das jüdische Akademikerproletariat ganz besonders im Osten Euro• pas ist ei« Menetekel für die Juden. Nun müßte man glauben, daß aus dieser Erkenntnis heraus die Juden ir! Deutschland keine wichtigere Aufgabe hätten, als ihre Kinder in Scharen in diejenigen Berufe zu überführen,die heute die Welt noch für Juden aufnahmefähig macht. Was sehen wir in Wirklichkeit? Die jüdischen Gymnasien sind überfüllt, die sogenannten höheren jüdischen Privatschu!en, in denen es möglich ist, das ״matric“ oder irgendwelche, dem früheren Abiturium ähnlichen Prüfungen zu veranstalten, können die Zahl der Schiller kaum auf nehmen. Die jüdischen Eltern, die es sich noch leisten können, schicken ihre Kinder nach England, in die Schweiz oder in andere Länder auf höhere Schulen und bereiten sie so für die akademische Laufbahn vor. Das Berechtigungswesen, das so oft an Stelle echter Bildung dein Geltungsbedürfnis und dem sozialen Standesdünkel Vorschub geleistet hat, feiert fröhliche Urständ. Die jüdisch 1- Volksschule tiitt in den Hintergrund. Oie soziale lieherhebliclikeit — ein alter Fehler der Juden in Deutschland —- ist noch nicht ausgestorben. Titelsucht und der Wunsch, daß die Kinder ״etwas Besseres“ werden mögen, blühen wie das Unkraut im Weizen. Wohl die wenigsten dieser Elten! können eine Antwort auf die Frage geben, was aus diesen Unglücklichen einmal werden soll, wenn sie ihre akademischen Grade erreicht haben. Noch ist es vielleicht aber nicht zu spät, die jüdische Oeffentlichkeit darüber aufzuklären, welcher Irrweg liier beschriften wird. Eis ist eine schlechte Vorbereitung zur Aus- Wanderung und z ur Einord nung, die die meisten jüclisehen Eltern ihren Kindern geben. Anstatt daß alle Kräfte der Juden in Deutschland Zusammengehen, um durch Schaffung von Lehrgütern, landwirtschaftlichen Schulen, gärtnerischen Betrieben, Werkstätten usw. einewirklich echte Aenderung der Berufs Struktur der schulentlassenen Jugend zu erreichen, ist es im Grunde genommen so geblieben wie vor 1933 — wenn auch in anderen Dimensionen —, daß ciirn grano salis mir die zionistische Jugend unter der Parole der Haehscharah sich diesen Berufen zuwendet. Nach Uebersee gehen Kaufleute, kaufmännische Angestellte, Händler, Aerzte, Rechtsanwälte, d. h. die Vertreter derjenigen Berufe, in denen die Juden ohnehin in diesen Ländern tätig sind, und schleppen mit sich jenen Bestandteil des Judenproblems, der in der ungesunden Berufs sei!ich- Eksiei Ue&eAMuk In Jaffa wurden vier Araber wegen der Ermordung eines Arabers vom Kriminalgericht zum Tode v e r u r - teilt. Ein weiteres Todesurteil wurde vom Militär• gericht in Nablus gefällt. Die Regierung genehmigte eine Staatsanleihe für Tel Aviv in Höhe von 175 900 £■ Es steht noch nicht fest, oh die jüdische Liste hei den Wahlen zum rumänischen Parlament Mandate erhält. Rabh. Dr. Lewh awitz in Berlin feierte sein 25jäh• riges Amtsjubiläum.

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