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Jüdische Rundschau · 1937-12-24 · Heft 102 (24.12.1937) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 102 (24.12.1937)
Date
1937-12-24
Page
– (sequence 9)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 102, 24 DEZEMBER 1937 Aus der Wirtschaft Jerusalemer Gemeindewahlen Der ״Waad hakehillah“ Die Wahlen zum ״Waad hakehillah“, Jerusalem, sind nunmehr auf den 11. Januar 1938 angesctzt worden. Sie finden mit dreijähriger Verspätung, zum erstenmal seit 1931, statt. Als die Regierung vor zehn Jahren die palästinensische Judenheit zu einer Körperschaft des öffentlicher^ Rechts zusammenfaßte, bedeutete das einen Sieg der Zionistischen Organisation nach vieljährigem in Palästina und in Gent mit den Gegnern der Einheit geführten Kampfe. Es wurde eine weltliche und eine geistliche Behörde geschaffen: die Assefath H a n i w c 11 a r i in, nach modernem Wahlrecht von allen mindestens 20 Jahre alten Juden gewählt, die ihrerseits als Exekutive lind zur Vertretung der Juden gegenüber der Regierung den W a a d L e u m i, den Jüdischen Nationairat, ernennt, und der Rabbinische Rat, der aus den beiden Oberrabbinern und sechs andern Rabbinern besteht. So waren die Juden des Landes auf nationalem, sozialem, religiösem, und kulturellem Gebiet organisiert. Dje gesetzliche Organisation der örtlichen Judenheit ist die Kehillah, der alle lokalen jüdischen Aufgaben obliegen: die Volksgcmeinde. Die jüdische Volksgemeinde ist die Organisationsform, in welche die Zionisten in Deutschland die Kultusgemeinde viele Jahrzehnte hindurch zu verwandeln suchten. Die in Jerusalem wohnenden MIO Juden aus Deutschland haben das Recht und die Pflicht, das ihrige dazu zu tun, daß die Kehillah ihre Aufgaben erfüllt. Ueberzeugt davon, daß die jüdische Bevölkerung des Landes und ihrer Stadt zu einer Einheit verschmelzen muß, bringen sie trotz vielem, das ihnen fehlt, Eigenschaften mit, die der Gesamtheit von Nutzen sein können. Vor allem sind sic diszi-?liniert und opferwillig. Sic sind nur 5% der Jerusalemer irden, bringen aber, meistens in kleinen Verhältnissen lebend, 50 °,’o der Kehillah-Stcuern, 40 % der Keren Kajemcth•. und 60 °0 der Keren Hajessod-Eingänge auf. Nach Jerusalem fließen jährlich für soziale und kulturelle jüdische Zwecke _ Hunderttausende von Pfunden, die nicht durch die Kehillah verwaltet werden. Die Steuereingänge der Kehillah aber, die viele reiche Mitglieder hat, betrugen im letzten Jahre nur .£ 4568, im Durchschnitt der letzten fünf Jahre nur £ 2664. Schon diese Zahlen zeigen das Versagen des Waad hakehil- Iah, der die Steuern nicht einzutreiben wagt und die Aufbringung der nötigen Mittel sowie die Begründung und Erhaltung der erforderlichen Einrichtungen privaten Personen und Stellen überläßt. DaB die Leitung der Kehillah aus eigenem für soziale Zwecke fast nichts aufbringt und in keiner Weise sich den Aufgaben gewachsen gezeigt hat, welche die sozialen Probleme Jerusalems stellen, daß sie mit dem Erziehungswesen sich nicht beschäftigt, der schreienden Mißstände des Beerdigungswcsens nicht Herr wird, die Vereinheitlichung der Schechitah nicht durchgcsctzt hat, daß alles Wesentliche neben der Kehillah, nicht durch die Kehillah geschieht, das wissen die Einwanderer aus Deutschland genau, und sie wissen, daß diese Zustände sich durch sachliche, ernste Arbeit ändern lassen. Der Waad hakehillah versteht weder Geld noch Menschen zu gewinnen. Er ist aus Vertretern acht politischer Parteien zusammengesetzt. Diese parteipolitische Aufspaltung ist in den Notwendigkeiten nicht begründet. Von einem Kampf der Parteien ist in dem Waad hakehillah nichts zu merken. Gerade die größten Parteien waren bisher bestrebt, die Kehillah nicht zur Bedeutung kommen zu lassen. Man hielt seine besten Leute von der Kehillah-Arbeit fern. Die tüchtigsten und charaktervollsten Menschen hat man aus den Kommissionen und der Beamten- Schaft der Kehillah vertrieben. Die Hitachduth O I e j Germania hat beschlossen, eine eigene Liste mit Persönlichkeiten aufzustellen, die nach Charakter und Fälligkeiten geeignet sind, eine Erneuerung der Kehillah herbcizufiihren, gleichviel woher sie stammen und welche politischen und religiösen Anschauungen sie haben. Die Wizo und wahrscheinlich noch andere Gruppen, so die Zionisten aus England und Amerika, werden sich mit der HOG. verbinden. Die Spifzenkawlidatur hat Frau Szoid übernommen. Ihr werden ein in der jüdischen Welt bekannter Zionist aus Deutschland und Jizchak Samunow folgen. Die HOG. hat den Wahlkampf sowohl in der Presse wie in einer öffentlichen Versammlung begonnen, in der Alfred Berger, Jizchak Samunow, Dr. Rosen leid una der Verfasser dieser Zellen sprachen. Schon dadurch, daß sie als erste die Tätigkeit der Kehillah an das helle Licht des Tages zog, hat sie sich ein Verdienst im öffentlichen Leben Jerusalems erworben. Darf man in dieser ernsten Zeit wählen? Man muß es. Im vorigen Jahr haben die Wahlen zum Rabbinischen Rat, in diesem die Wahlen zum Ziomstenkongreß stattgefunden. In die künftige Amtszeit des Waad hakehillah wird vielleicht die Gründung des Judenstaats fallen. Damit würde die Bedeutung der Kehillah Jerusalem steigen. Der jetzige Waad bat seine Amtszeit gegen das Gesetz verdoppelt, die Struktur der jüdischen Bevölkerung hat sich in den letzten sechs Jahren durch die Einwanderung geändert, das jüdische Vermögen hat sich vergrößert. Die bisherigen Vertreter sind nicht mehr Repräsentanten der Kehillah. Die Vermeidung des Wahlkampfs durch eine Einheitsliste, aut welche die Parteien wieder ihre alten Mandatare setzen würden, mit denen ,sie es nicht verderben wollen, würde die notwendige Aeiidertmg der Dinge unmöglich machen. Man sagt der Arbeit der HOG., die infolge ihrer Kandidafenliste von dem Vorwurf landsmannschaftlicher Abkapselung frei ist und Sympathien in weiten Kreisen genießt, einen guten Erfolg voraus. Harry Epstein Schabbatfelern In den Kwuzoth. Die internen Zeitsehriften der Kwuzoth berichten in der letzten Zeit wiederholt von gelungenen Versuchen, dem Schabbat eine festliche Form zu geben. So schreibt ״Pinathenu“, das Tagebuch von Kirjath A-nawim: Per Schabhat war uns bisher ein Tag des Müßigganges und der Langeweile. Die Arbeit wird aber unbefriedigend werden, wenn wir es nicht verstehen werden, unserem Leben am Ruhetage Farbe und Form zu gehen und die Ruhe festlich zu gestalten. Der Empfang des Sehabbats soll unserer Schöpfungsfreude, unserer Freude am Werk Ausdruck verleihen, sie muß zum Erlebnis jedes einzelnen Mitgliedes unserer Gemeinschaft werden. Wir schütteln das loch der Sorgen ab und empfangen gemeinsam das Fest, unsere Kinder müssen sich beteiligen, und zwar nicht als bloße Zuhörer, es muß ein gemeinsames Erlebnis der Eltern und Kinder sein. Am künftigen Schabbat machen wir den Anfang. In Ramath-Rachel, der Kwuzah bei Jerusalem, ist jetzt die Einführung getroffen worden, daß am Schabbat der Garten den Mitgliedern der Siedlung Rosen auf ihr Zimmer schielet. Dies Geschenk hat ״viele Freude bereitet. Wirtschaftliche Ankurbelung Im ״Dawar“ ruft, wie uns aus Tel Aviv geschrieben wird, 11. Frumkin zur Selbsthilfe gegen die wirtschaftliche Stagna- ז oii auf. Es gibt brauchbare Pläne zur Liquidation der Arbeitslosigkeit, zur Ausweisung der Kolonisation, aber ihre Verwirklichung ist nur möglich, wenn wir unser nationales Kapital konzentrieren und unser wirlschafliier,es Leben 11 e 11 organisieren können. Der Hafen von Lei Aviv könnte noch Hunderten Brot gehen, und viele Böden könnten noch besiedelt werden, Straßen und Häuser könnten gebaut und der innere Markt mehr erschlossen werden. Andere Völker würden sich in solcher Lage' durch eine innere Anleihe helfen. Die Arbeiter Palästinas haben im ״Pidjon Awoda“ (Arbeitslosenfonds) ein wichtiges Finanzinstrunient zur Belehmig der Wirtschaft geschaffen, aber von einer Aktivierurig der ganzen Judenheit fair diesen Zweck sind wir noch fern. Die amerikanischen und englischen Juden, die hier von großem Nutzen sein könnten, sind nicht für dieses Ziel Herangezogen worden. Das liegt daran, daß die Kräfte des Zionismus jetzt zu sehr an die politische Arbeit gebunden sind und sich nicht für die Basis unseres wirtschaftlichen Seins freimachen können. Aber die nächsten Monate können entscheidend sein, und wir müssen sie nützen und unsere besten Kräfte einsetzen. In Palästina muß eine innere Anleihe von 150000 Pfund auf zehn Jahre nufgenommen werden. Die Bereitstellung einer solchen Summe ist sicher möglich, oh die Anleihe nun durch die Banken, selbst oder durch das Publikum gezeichnet wird. Gleichzeitig mit diesem Unternehmen und der Aktivierung der Juden des Auslandes soll auch die P a I ä s t i ti a - R e g i e r 11!1 g zugunsten dieser Aktion beeinflußt werden. Die Stadtverwaltung von Tel Aviv wünscht z. B. eine Anleihe von 15t)000 Pfund aufzunchmcn, eine Quelle für dieses Geld ist schon gefunden, und es fehlt nur die Bestä igutig der Regierung, U!n die Sache perfekt zu machen. Audi die großen Kolonien könnten mit Unterstützung der Regierung ähnliche Anleihen erlangen, die ihnen ermöglichen würden, Gebäude zu errichten und Chausseen zu bauen. Ueberlandverkehr In Kleinautos Der ״Dawar“ berichtet ferner: Die Kleinautos mit fünf oder sechs Plätzen, die zwischen Tel Aviv und Jerusalem und Tel Aviv un d Haifa verkehren, konkurrieren mit der großen Autobus-Gesellschaft Eg ged. Das Publikum versteht nicht, warum Eggcd die Preise nicht entsprechend verbilligen und ähnliche Vorteile wie die Kleinautos gewähren kann. Vor kurzem ist nun das erste Unternehmen, das sich mit Beförderung von Passagieren in Kleinautos befaßte — ״Alija“ — e i 11 g e g a 11 g e 11. Das zweite derartige Unternehmen war die Kooperative ״Awiw“, aber ״Awiw“ hat aufgehört, als Kooperative zu existieren und ist in eine Aktiengcscllschaft verwandelt worden. ״Alija“ hatte in einem Jahre ihres Bestehens mehr als 4000 Pfund cingebiißt, d. 11. mehr als ihr ganzes Vermögen. Dazu kommen noch Verluste an Menschenleben, denn die Gesellschaft wollte durch besondere Geschwindigkeit der Fahrt sich dem Publikum empfehlen, und es kam dabei zu Unglücksfällen. ״Awiw“ War in dieser t Wieder zwei Juden ermordet Jerusalem, 19. Dezember. (Palcor.) Simon Werner L e ß, ein 24jähriger Milchhändler, wurde heute abend um 7 Uhr in der Nähe des Jerusalemer Viertels B e 111 Hakerem auf seinem Fahrrad durch sechs Schüsse getötet. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Einwanderer aus Deutschland, der im Jahre 1933 nach Palästina kam und bis vor kurzem als Siedler im Kibbuz Ejn Charod lebte. Er hinterläßt eine Witwe. Der Ort des Attentates und die gefundenen Patronen deuten darauf hin, daß der Mord von derselben Person ausgeführt wurde, die am 12. Dezember Schlomo Baum beschloß (vgl. S. 2 der heutigen Nummer). Der 27jährige Wächter der Siedlung Kfar Chittin, Schlomo B c n n 1111, bei Tibcrias ritt zu einer Patrouille aus. Später kehrte das Pferd ohne den Reiter zur Siedlung zurück. Die Nachforschungen ergaben, daß der Wächter von zehn bewaffneten Arabern angegriffen wurde, die ihn töteten. Die Leiche wurde später gefunden. Ahron Globerson, ein 29 Jahre alter Jude, der bei einein Angriff auf einen Autobus, der von Haifa ins Emek fuhr, am 13. Dezember schwer verwundet worden war, erlag seinen Verletzungen. Gemilderte Strafen General W ave II hat den Fischer As ad Shamlakh aus Gaza, der zum Tode verurteilt war, zu lebenslänglichem Gefängnis begnadigt in! Hinblick darauf, daß die öffentliehe Sicherheit im Distrikt Gaza gut ist und weil der Verurteilte die Verordnung nicht kannte, die für illegalen Waffenbesitz Todesstrafe androht. Die Strafe gegen einen anderen Araber aus Gaza, der zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt war, wurde von General Waveil auf zwei Jahre reduziert. Ferner wurde die Strafe gegen einen 14jährigen Angehörigen einer arabischen Familie aus Gaza aut sechs Monate reduziert. Das Urteil auf zehn Jahre Gefängnis gegen eine arabische Frau aus Beer Schewa wurde!111 Hinblick auf die Tatsache, daß sic drei kleine Kinder hat, suspendiert. Umfangreiche Verhaftungen In den letzten Tagen wurden bei den militärischen Operationen in den nördlichen Bergen und Dörfern 6 0 Araber verhaftet. Unter den Verhafteten befindet sich Sch ei k Ba khri, ein Prediger und ehemaliges Mitglied des Obersten Mohammedanischen Rates, sowie ein Korrespondent der arabischen Zeitung ״AI Islamüa״. In einer Anzahl arabischer Dörfer wurden ständige Militärposten errichtet. Ein Polizeiposten wurde strafweise in das arabische Viertel in Haifa gelegt, wo Sheik Mohammed al Hafib ermordet worden war. Die jüdischen und deutschen Einwohner des Viertels wurden von der Beitragsleistung für den Unterhalt dieses Polizeipostens ausgenommen. Am Dienstag wurden in Nablus zwei Häuser zerstört, weil ihre Besitzer im Verdacht stehen, mit arabischen Freischärlern Verbindung zu halten. Beziehung vorsichtig, aber auf wirtschaftlichem Gebiet scheiterte auch dieses unternehmen. Jetzt liegt die Bilanz von ״Awiw“ für die ersten acht Monate der Arbeit vor. Die Bilanz scheint positiv, wer sie aber zu lesen verstellt, sieht, daß hier mit Verlust gearbeitet wurde. Aut der Einnahmcseitc figurieren Miigiiederheiträgc, Spenden und Straf• gelder mit 376 Pfund, und mir durch die Existenz dieser ungewöhnlichen Art von Einnahmen kann ein Gewinn von 255 Pfund ausgewiesen werden. Außerdem ist die Abnutzung der Wagen nicht gehörig in Rechnung gestellt. Sic wird mit 15% per Jahr veranschlagt, in Wirklichkeit aller kann ein Auto nicht annähernd sieben Jahre arbeiten, sondern kaum mehr als zwei. Die Ausgabcnseite muß also weit höher bewertet werden, und damit ergibt sich auch für diese Gesellschaft eine V e r I u s 1 b i I a!1 z. Aber schon hat sich eine neue Gesellschaft au Stelle von ״Alija“ aufgetan, obgleich der Verlust von vornherein sicher ist. Die Verlicrendcn aber sind die Chauffeure. Sie legen ihre letzten Ersparnisse als ,.Mitgliederbeitriigc“ oder ״Aktien״' ein, um weiter in ihrem F ach arbeiten zu können. Sie beuten ihre eigene Arbeitskraft ans, verringern ihre eigenen Gehälter, und verzehren dabei noch ihre eigenen Ersparnisse oder das Geld, das ihnen Verwandte gegeben Italien, um es anzulegen. So stellt es in Wirklichkeit um die billigen und angenehmen Fahrten, die beim Pub'ikum so'eheii A111,laug gefunden haben. Es wäre Zeit, daII (liege!־ Wettbewerb a ti f 11 ö r t und die Preise für die Fahrten auf Grund einer richtigen Kalkulation festgesetzt würden. Fischzucht auf dem Lande ״Zror michtawim“, das Organ des Kibbuz meuchad, macht Propaganda für die Einführung der Fischzucht in den landwirtschaftlichen Siedlungen: Die künstliche Zucht von Fischen ist bestimmt, eine große Rolle im Haushalt dieser Siedlungen zu erfüllen, und ist bisher mit Unrecht vernachlässigt worden. Wir haben noch wenig Erfahrung und Experten auf diesem Gebiet; und unsere Imlrobiologischcrt Kenntnisse sind noch gering. Aber die Zeit ist nicht fern, da der Fischteich in unseren Kolonien etwas so Seihstverständliches sein wird, wie heute der Stall, der Hühnerhof lind der Bienenstock. Heute wird ein Fisch, der bei uns sehr leicht gezüchtet werden könnte, wie der Karpfen, mit einem Engrospreis von 30) Miß das Rottel verkauft. Eine Durchsicht unserer fmportstatistik zeigt, daß Fische in großer Menge nach Palästina eingcfiihrt werden. Die Anläge von Fischbassi ns von einer Oberfläche von 20.<20 Metern und einer Tiefe von D, Metern, die gegen 60U Kubikmeter Wasser fassen werden, ist leicht durchführbar; das Wasser, das aus dem Bassin herausfließt, kann nachher für die Be- Wässerung verwendet werden, so daß kein besonderer Wasserverbrauch cintretcu wird. Die Nahrung sind Abfälle der Küche,. die ebenfalls nichts kosten. Die einzige Ausgabe ist also die Ausheilung des Bassins. Ein solches Bassin kann 8020—9020׳ kg Fische im Jahre liefern, ein wichtiger Beitrag für die Küche der Siedlung und eine gute Nehcnein* nähme der Wirtschaft bei einein gesicherten Inlandsmarkte. Von der Woche Ein jüdischer A u t o b u s, der von Tel Aviv nach Jerusalem fuhr, wurde in der Nähe von Jerusalem beschossen. Ein Passagier wurde gefährlich verletzt. Ein weiterer jüdischer Autobus wurde beini Eintritt in die Vorstadt Jerusalems, Mekor Chajim, beschossen, ohne daß Schaden entstand. Ein bewaffneter Araber drang in das Dort Taiyiba in der Nähe von T111kerem ein und tötete einen arabischen Hilfspolizisten, den Sohn von Hut ms Aranki, einem früheren Einwohner des Dorfes Birzeit bei lerusalem, der vor drei Monaten ermordet worden war. Die arabischen Banditen waren in das Dorf eingedriingen und nahmen vier Hilfs- Polizisten, die dort als Strafposten stationiert waren, gefangen. Sic beraubten sie ihrer Uniform und ihres Geldes. Ein arabischer P o 1 i 7. e i i n s p e k t o r wurde in Haifa erschösse n. Der Attentäter entkam, Das t r a!1 s j o r d a n i s e 11 e (1 r e!1 z k o r p s zerstreute arabische Banden an der pn!ästinensisch-s\ rischen Grenze. Ein Araber wurde dabei g e t ü t e t. י V erstarkte s y r i s c 11 c 1' r 11 p p e n wurden an der syrisch-palästinensischrn Grenze stationiert, weil Berichte vorliegen, daß arabische׳ Banden versuchen würden, die Grenze von Syrien nach Palästina zu überschreiten. Generalmajor Waveil besuchte in Begleitung von Schcrtok die jüdischen Siedlungen Afikitn, Kinnereth und Deganiah. Nach Meldungen der arabischen Presse hat die Regie* r u n g _d e s _ I r a k die palästinensischen Araber aufgefordert, die Pipeline (Odleitung) nicht zu beschädigen, da eine derartige Handlung־ die wirtschaftliche Lage im Irak ver* schlechtem würde. 22 jüdische und 13 syrische illegale Immigranten wurden ins Safeder Gefängnis gebracht, um später deportiert zu werden. Zwei neue jüdische Distriktsbeamte wurden für den Norddistrikt ernannt. Sie heißen Joshua Gobernik und Alfred L e b h a r. Aus Beirut w׳ird berichtet, daß Nuri Pascha nach seiner Unterredung mit dem Mufti nach dem Hedsclias abge* reist ist Aus Beirut wird ferner berichtet, daß die Araberführer aus Palästina große S c 11 w i e r i g k e i t e n bei der I'esfSetzung eines Ortes für die Abhaltung eines Arabischen Kongresses hahen. König Ihn Saud soll seine Erlaubnis zur Abhaltung eines Kongresses in Arabien verweigert haben, während die syrische Regierung irn Hinblick auf die bevor• stehende Ratifizierung des französisch-svrischcn Paktes von einem Kongreß in Syrien nichts wissen will. Audi die irakische Regierung soll ihre Genehmigung zur Abhaltung des Kongresscs im Irak verweigert haben. Ben Zwi und Dr. Abraham Katznclson besprachen mit Chefsekretär Battershill Fragen der Unterstützung des palästinensischen Erziehungs- und Gesundheitswesens durch die Regierung. ln ei"5cW'*9Qä/״v$(te״ V״w.״״>« MODEPARFUM KOPFWASSER TvL/EAU DE COLOGNE• BADESALZ

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