Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 92 (19.11.1937)
- Date
- 1937-11-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2651273-2653625-2653712--31529-2686145- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 92 / Jtbgug 42 Preis 25 RpL JÜDISCHE RUNDSCHAU 1Udtktion,VarItg wsd AnelfnovennUiwigi Berlin W!J, M#ln®k»gtr. 10 fenirali 9190S1, Titesramm -Adrssie 1 Orghip. — Bezu^1pr«i1 «inschlieBlich B^elifeld je Monat RM 2,«—, je Vierteljahr RM 5,75, bei Abholung RM 1,88 bzw. RM 5,39. — P06t»ch*ck Konten der Vertriebs - Abteilung- Berlin 71573 (für Groß - Berlin), Berlin 17392 (für das übrige Reich). In Fallen höherer Gewalt besteht hem Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung etwa schon gezahlter Bemgagefeahren. — Erscheint jeden Dlaaftag ead Freitag. BERLIN ט״ו בסלו חרצ״וז FREITAG, 19. NOVEMBER 1937 Cfllttgi Anzeigenprelstiste Nr• 5. Die 12 gespaltene mm * Zeile 20 Rpf, für Familien - Nachrichten 15 Rpf. Für die Aufnahme von Anzeige» in bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Pützen wird keine Gewähr geleistet. Gelegenheit*- anzeige» nur gegen Vorauszahlung auf Postscheck * Konto Berlin 71618 oder bar Montag b I s Freitag 9—18 Uhr. Annahmeschlufi für die Dienstag Ausgabe Montag 10 Ukr, für die Freitag - Ausgabe Mittwoch!3 Uhr (Für Familien •Anzeigen am Tag vor Erscheinen 13 Uhr) Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. (Baseler Programm) alle Volker“ - oder...? ״Wie Zur geistigen Diskussion Von Hugo Bergmann (Jerusalem) Am Vortag des Sukkoth-Festcs erschien im ״Dawar“ ein großes Poem in Hexametern von David Schi monowitz ״Gideon“, das eine nicht geringe grundsätzliche Bedeutung hat. Der Dichter behandelt dort das Problem der palästinensischen Jugend, der in Palästina aufwachsenden zweiten Generation. Sie sprechen hebräisch so selbstverstündlich, ״als wären sie der Prophet Jesajas selbst“. Spielend im wahrsten Sinne des Wortes erreichen sie eine Stufe, die zu erreichen weder Bialik noch Jehuda Halewi vergönnt war. Diese Generation wird unmittelbar aus den Wurzeln unseres Seins genährt und braucht nicht mehr jene ״Kanäle“ und ״Zuleitungen“, die unsere Ahnen angelegt haben, um durch sic die Lebenssäfte unseres Volkes in die Wüste unserer Diaspora zu leiten. Sie werden sich unmittelbar zum gesegneten Quell herunterbeugen und das Wasser des Lebens trinken. Die Vermittlungen sind nicht mehr nötig. Nicht mehr nötig? Der Dichter spricht Bedenken aus, die oft gehört worden sind: vielleicht sind diese freien Kinder unserer Wiederbelebung ärmer in ihrer Seele als die Kinder der Galuth, vielleicht fehlt ihnen die Tiefe, die nur im Elend erreicht werden kann, jene Sehnsucht nach Glanz, die nur die im Dunkel Wohnenden kennen, jenes Bangen nach der Erlösung mit seiner unsagbaren Süße, das Geschlecht nach Geschlecht genährt hat, das Verlangen nach Heiligkeit und Reinheit, das unser Erbe ist? Es fehlt ihnen, sagt man, der Ernst und die Geistesschärfe, welche seit je die Kinder Israels in der Golah ausgezeichnet hat. Sie sind oberflächlich und leichtsinnig und ihr geistiger Horizont ist eng. Aber er verscheucht diese Bedenken, sein Poem ist geschrieben worden, um sie zu verscheuchen. Es ist eine liebevolle Verherrlichung der so oft angeklagten palästinensischen Jugend. Sie arbeitet, sie pflügt. Sie kennt nicht den Talmudabsclmitt über die Saaten, aber sie kennt die Saaten. Des Dichters Herz erbebt im Gedanken an die schwere Aufgabe, die auf die Schultern dieser Jugend gelegt ist: Brücke der Ewigkeit, deren einer Brückenkopf — ii) der Vergangenheit — abgebrochen ist, und deren zweiter itn Dunkel der Zukunft liegt, aber die Glieder der Brückenmitte hängen zitternd und schwach über der brandenden Gegenwart. Diese abgerissene Brücke sollen sie wieder erbauen. Und sie werden ihre Aufgabe lösen: Nicht in der einstigen trunkenen Glut der ״wagend Aufsteigenden“ in der Wüste, sondern aus dem einfachen Gefühl gewöhnlichen Landvolks (״Am Haarez“), dem sehlichten Heimatsgefühl eines in seinem Boden verwurzelten Geschlechts. Wenn die Stunde kommt, die nicht fern ist, werden sie mit jener Selbst- Verständlichkeit, mit der sie heute pflügen und säen, ihr Leben hingeben für ihre Scholle. So schirmt selbstverständlich der Vogel sein Nest, so trotzt der verwurzelte Baum dem Sturme. Hier ist die Selbstverständlichkeit des Judeseins erreicht worden, es gibt für dieses Geschlecht zum erstenmal in der Geschichte der Galuth kein Anderswo, kein Dort: sie sind ״Bue b!i schäm“ (״Kinder ohne Dort“). Dieses Poem ist ein klarer Ausdruck der Ideologie, welche die hebräische Literatur der letzten Generation — mit den großen Ausnahmen von Achad Haam und Bialik -- vertreten hat, und die zur Ideologie eines großen Teiles des Jischuw und weiter Schichten der zionistischen Bewegung geworden ist. Das jüdische Volk soll ״normalisiert“ werden, ein Volk sein wie alle anderen Völker, Die jüdischen Lebensformen der Galuth werden abgelchnt, sei es mit Verachtung oder wie hier bei Schimonowitz mit Achtung und Ehrfurcht als die ״Zuleitungen“, die uns das Wasser unseres Lehens in die Wüste der Galuth brachten, jetzt aber ihre Funktion erfüllt haben, da wir zu den Quellen zurückgekehrt sind. Herma!! n C o h e n hat aus der Ahnung dieser Ideologie heraus die Zionisten verspottet: ״Die Kerls wollen glücklieh sein“. Der Spott ist wohl ungerecht. Daß das jüdische Volk in Pa'.;׳ ־'.Ina nicht im oberflächlichen Sinne ״glücklich“ sein wird, dafür sorgt — wird Schimonowitz antworten — schon die Geschichte. Er spielt auf die blutige Abrechnung zwisehen Arabern und Juden an, die von dieser Jugend das höchste Opfer fordern wird. Es ist also nicht banales Glück, aber doch ist in Cohens sarkastischem Wort ein großes Stück Wahrheit. Dieser Wunsch nach Normalisierung stammt aus der Sehnsucht, die schwere Last des Judeseins zu erleichtern, aus den Juden ein einfaches Bauernvolk zu machen. Nicht umsonst gebraucht Schimonowitz dafür das doppeldeutige Wort ״Arne Arazuth“ (־■- Landvolk, auch: Unwissenheit). Das Beispiel von Schimonowitz ist hier herangezogen worden, weil sich an dem Gegensatz zur Narmalisierungstendenz der modernen hebräischen Literatur und eines großen Teils des Zionismus die ganze Größe der Bedeutung S. J. Agnons ermessen läßt. Er ist ein Fahnenflüchtiger der modernen hebräischen Literatur. Er hat mit großer Radikalitat den Sprung in die traditionelle Welt des Judentums, in die vier Ellen der Halacha gemacht; nicht um sie belletristisch oder sentimental auszubeuten, wie es viele getan haben, sondern um in ihr zu lebe n. Die Revolution war um so größer, je überragender das künstlerische Genie Agnohs ist. Hatten frühere Dichtwerke diese Wendung nur angedeutet und konnte man dort Agnons Frömmigkeit immerhin als bloßen Stil verstehen, so ist dies nicht mehr möglich, wo er sich Jetzt in einem rein religiösen Buche mit der überlieferten Welt des Glaubens identifiziert hat. (״J o m i m Nora im“. In! Schocken Verlag, 392 S.) Er hat drei Jahre seines Lebens daran gegeben, dieses Buch über die ״furchtbaren Tage“ zusammenzustellen, hat mehr als tausend Bücher durchgearbeitet, um diesen Schatz zu heben. Es ist ein wahrer Schatz, um den wir alle bereichert worden sind, Fromme und Unfromme, Juden und Nichtjuden. Wer wissen will, was jüdische Religiosität ist, hat es nun leicht. Die am dichtesten von der Religiosität getränkten Tage unseres Jahres — Roscli Haschanah, Jom Kippur, der .Monat Ellul und die Tage der Buße, auf die das Jesaja-Wort angewandt worden ist: Suchet Ihn, wo er gefunden werden kann — sind hier in Brauchtum und Sitte, Gebet und Gebetssinn, Glaube und Aberglaube, Anekdote und Erzählung, Speise und Trank, Gleichnis und Sprichwort, vor uns ausgebreiiet. Agnon selbst tritt ganz zurück. Wie weit sich seine Persönlichkeit in der Auswahl bestimmter Stücke geäußert haben mag, kann ich nicht beurteilen. (Fremdsprachige Quellen hat er mit wenigen Ausnahmen übergangen, und so fehlt z. B. eine so gedankentiefc Arbeit wie die von Cohen über den Versöhnungsfag.) Der Sammler ist ganz überschattet von dem Stoff, der .allein zu uns spricht. Es ist bezeichnend, daß Agnon das Vorwort mit seinem Namen und dem Namen seines Vaters gezeichnet hat. Er fühlt sich hier nur als ein Glied der langen Kette, in sie eingestellt, mit frommer andächtiger Hand aus alten Büchern Blatt an Blatt reihend. Ihm ist alles heilig und geweiht. Stand er da oder dort dem Stoff kritisch gegenüber? Der Leser merkt nichts davon. Auch der sonderbarste Aberglaube und Aberbrauch wird getreulich vermerkt und irgendwie verklärt vom Lichte, das über dem ganzen Buche strahlt. Der Religionshistoriker und Psychologe wird natürlich reiches Material finden, aber das ist noch die geringste Bedeutung des Buches. Unerhörte dichterische Schönheiten sind in den vielen kleinen Anekdoten niedergelegt; aber auch das ist nicht wichtig. Wichtig ist, daß hier die entscheidenden Tage der jüdischen Religiosität vor uns hingesfellt worden sind wie ein großer Palast, in den wir eintrefen können, und die Luft der Jahrtausende umfängt uns, die Stimme unseres Blutes im letzten tiefsten Sinne spricht zu uns, heiliger Samen von Abraham her׳. Als einmal (S. 49) die Frage aufgeworfen wird, warum wir in den Gedenkgebeten des Rosch Haschanah der Opferung Isaaks gedenken und nicht der Mutter, die ihre sieben Söhne um der Heiligung des Namens willen freudig hingab, wird uns gesagt: Durch die gewoilte und nicht vollzogene Opferung des einzigen Isaak hat Abraham in das Herz seiner Kinder nach ihm den Willen eingeptlanzt, ihr Leben für die Heiligung des Namens hinztigeben und ״alles richtet sich nach dem Haupte“. In Isaaks Opferung liegen alle Opfer und Hingaben späterer Geschlechter eingeschlossen. Dies ist das Grundgefühl, das den Leser umfängt. Wohl hat hier Geschlecht nach Geschlecht an diesem Bau geschaffen, aber wir fühleji, daß alle die Kräfte zu uns und durch uns hindurch zu den nach uns Kommenden strömen von jenem Ereignis her, das am ״Haupte“ unserer Geschichte steht und uns zum ״auserwählten Volke“ gemacht hat, das, in der Paradoxie seines Daseins den Völkern und oft auch sich seihst zum Anstoß werden mußte. Furchtbarste Last der Paradoxie, die unser Volk auf sich genommen hat, als es sich selbst zum Werkzeug der Erlösung machte. Was bedeuten dieser notwendigen, im Wesen der Sendüng liegenden Verzerrung des natürlichen Daseins gegenüber die Normalisierungsversuche! An einer Stelle in Agnons Buche (S. 27b) wird ' erwähnt, daß man begonnen habe, gegen das ausdrückliche Verbot am Jom Kippur in Lederschuhen in die Synagoge zu gehen und daß man dies damit begründe, daß wir sonst den Völkern zum Spott werden; darauf wird geantwortet: ״Niemals haben wir gehört, daß man wegen des Spottes der Weltstämme die Religionsgebote übertreten dürfe. Spotten sie denn nur deswegen über uns? Tag für Tag sind wir unsern Nachbarn Spott und Hohn, fremd ist unser Dienst in ihren Augen.“ Es ist nun einmal so, daß wir nur um den Preis der Selbstaufgabe und Selbst- Verleugnung werden können wie alle Völker. Agnons Buch ist im vollen Bewußtsein dieser Anormalität geschrieben, die an ■der Grenze Palästinas begann, sich in die Diaspora fortsetzte und bei unserer Rückkehr nach Palästina nicht behoben werden soll. Jüdische Geschichte ist ihm eine große Einheit. Daher seine unendlich innige Verbindurig mit der Golah in allen ihren Teilen, die in diesem Buche auch äußerlich zum Ausdruck kommt. So stehen auf einer Seite (S. 26) Geschichten und Gebräuche nebeneinander aus Erfurt, aus Zanaa in Jemen, aus Sandec (Galizien). Agnons Buch ist, verbergen wir uns das nicht, eine große Herausforderung. Es ist eine Herausforderung an die, die mit Achad Haam und Bialik das Opfer ihres Intellekts nicht bringen und jenen Sprung nicht mitmachen konnten, den Agnon wagte, und die infolgedessen dem hier dargebotenen Stöff mit Kritik gegenüberstehen. Wir können vieles aus diesem Paiaste in unser Leben einbauen, nicht alles. Das Buch ist aber vor allem eine große Herausforderung an den hebräischen Leser Palästinas. Werden die Jungen, die Schimonowitz darum preist, daß sie so gerade ihre Furche über das heiße Land ziehen, werden sie oder ihre Kinder dieses Buch noch lesen können? Das ist die große, ja vidieicht die entscheidende Frage. Unjiidisch und unklug Heute tritt in Palästina die Ausnahmeverordnung über die Einsetzung der Militärgerichte in Kraft. Die ersten Nachrichten verschiedener Zeitungen, die von der ״Verhängung des Kriegszustandes“ zu berichten wußten, waren in dieser Form zwar unrichtig, der Kriegszustand beinhaltet noch mehr als hier verfügt wurde, immerhin aber ist der geschaffene Ausnahmezustand von weittragender Bedeutung. Auf Verbrechen, die mit den! Terror Zusammenhängen, insbesondere auf den unerlaubten Gebrauch von Waffen, ist die Todesstrafe (gesetzt, der Täter wird von Militärgerichten abgeurteilt, aber auch das bloße Waffen tragen wird mit Todesstrafe bedroht; jedes Mitglied der bewaffneten Macht ist zur Vornahme von Verhaftungen berechtigt. Das sind äußerst strenge Vorschriften. Man könnte freilich einwenden, daß die Attentäter sich trotzdem sicher fühlen können, denn bisher ist cs in keinem einzigen Falle gelungen, bei arabischen Terrorakten der Täter habhaft 7 u \v erde n, weder — um nur einige Beispiele aus der letzten Zeit zu erwähnen -- bei der Ermordung des Distriktskotnmissärs Andrews oder Avinoam Yeilins, noch bei dem feigen Ueberfall auf die fünf Cbaluzim bei Kirjath Anawim oder bei der Erschießung von zwei englischen Polizisten an der Üshnauer Jerusalems. Wen man aber nicht hat, kann man nicht verurteilen, und dem entkörnmenen Täter kann es gleichgültig sein, ob er vor ein ziviles oder militärisches Strafgericht gestellt worden wäre, wenn man ihr! gefangen hätte. In Anbetracht des völligen Versagens der Polizei gegenüber den arabischen Terroristen mutet es — sofern man in einer so blutig-tragischen Sache dieses Wort gebrauchen darf — beinahe komisch an, wenn man in der ״Times“ liest, die Araber hätten sich darüber beschwert, daß die Urheber der antiarabischen Ausschreitungen in Jerusalem vom letzten Sonntag nicht gefaßt worden sind, und hinzugefügt wird, dieses Versagen der Polizei habe das Vertrauen der Oeffentlichkeit zu den vorgesehenen Militärgerichten erschüttert. Es wird anscheinend bei allen nationalen Konflikten als natürlich empfunden, mit zweierlei Maß zu messen und nur für die Widersacher, nicht für sich selbst, die Strenge des Gesetzes und der Moral gelten zu lassen. Die neue Notverordnung bedroht auch das bloße unerlaubte Tragen von Waffen mit Todesstrafe. Das ist in dieser Form eine sehr schwerwiegende Maßnahme, denn beim Tragen von Waffen ist es wesentlich, zu welchem Zwecke sic bestimmt sind. Wenn arabische Terroristen Waffen bei sich haben —- und die Regierung hat ja leider, wie auch die Peel-Kommission bedauernd feststellt, nach Niederwerfung des Aufstandes im Jahre 193b eine gründliche Entwaffnung der Bevölkerung verabsäumt, auch heute blüht noch der Waffcnschmuggel — dann kann man annehmen, daß Ueberfällc, Attentate und Morde geplant sind. Wenn dagegen ein Jude eine Waffe bei sich trägt, um angesichts des evidenten Versagens der Polizei im Notfälle sich seihst gegen einen etwaigen Anschlag zu verteidigen, so ist dies zweifellos moralisch und rechtlich völlig anders zu bewerten. Daß diese Unterscheidung nicht über jeden Zweifel erhaben und für die ganze Oeffentlichkeit der Welt selbstverstündlich ist, haben wir jenen Liebeltätern zu danken, die sich, entgegen allen Warnungen der verantwortlichen jüdischen Instanzen und Persönlichkeiten, 7.11 den Verbrechen des letzten Sonntags verleiten ließen. Es ist oft und ausführlich über die psychologischen Hintergründe dieser Angelegenheit gesprochen worden. Die Nerven der jüdischen Bevölkerung, deren Blut auch nicht aus Wasser besteht, sind zum äußersten gereizt, fast jeden Tag werden Unglücksbotschaften bekannt, unschuldige jüdische Menschen weiden bei der Arbeit aus dem Hinterhalt ermordet, und anscheinend hat die Regierung kein Mittel, dieser Erscheinung Herr zu werden, Sistei■ Ue&eMUk Die letzten Tage seit Montag sind in Jerusalem ruhig verlaufen. Es wurde eine Reihe von Aufrufen mit der Mahnung zur Besonnenheit veröffentlicht. Ein Teil der verhafteten Revisionisten wurde nach Akko verschickt. Zwischen Ahko und Safed kam es zwischen englischen Truppen und einer arabischen Bande zu einem gr 6• fieren Gefecht. Sir Arthur W a u c h 0 p e reist am 20. November von England nach Palästina zurück. Der Prager Ministerrat genehmigte die Errichtung einer Rabbiner■ Lehranstalt in Prag . * .O'MI■■ ■י■.. ■■I1.11 ■i ite