Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 90 (12.11.1937)
- Date
- 1937-11-12
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 90. 12. XI. 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 9 Die Zahl der jüdischen Verlage, die in Deutschland in der Vergangenheit und Gegenwart sich um die Verbreitung des jüdischen Buches bemüht haben, ist erheblich. Wenn wir dennoch zwei von Ihnen herausgreifen, um ihre Bedeutung unseren Lesern ztt schildern, so nicht deshalb, weil die übrigen Verlage zu übersehen sind, sondern 1veil es sich hierbei um zwei Unternehmungen handelt, die für die Geschichte des jüdischen Buches in deutscher Sprache van besonderem Rang sind. Der ״Jüdische Verlag“ stellte durch seine Gründung einen Markstein in der Geschichte der jüdischen Renaissancebewegung und des Zionismus dar, bedeutete doch seine Schaffung die Aufnahme der kulturellen und erziehe• rischen Arbeit durch die Bewegung, die bis dahin mehr jnrmal-politischen Charakters gewesen war. Der ״Schocken Verlag" wiederum, dessen Tätigkeit erst in die letzten Jahre fällt, hat für die kulturelle Entwicklung der Judenheil in Deutschland in unserer Zeit und für die Vertiefung des Gedankens der Rückkehr zum Judentum eine ganz besondere und eigenartige Leistung vollbracht. (Red.) Der ״Jüdische Verlag“ Als die zionistische Bewegung durch das Auftreten Theodor Herzls in größerem Umfange auf Westeuropa übergriff, hatte sie zunächst einen rein politischen und organisatorischen Charakter. Für die Westjuden, die sich ihr an* schlossen, waren häufig philanthropische Motive, vor allem aber das — wie Nordau es nannte — ״verletzte Ehrgefühl“ maßgebend. Bald aber regte sich besonders unter der zionistischen Jugend das Bewußtsein, daß es sich hier uin mehr handelt als bloß um die Mitgliedschaft in einer Vereinigung, die bestimmte äußere Ziele, z. B, die Erlangung des Charters von der Türkei, erstrebt, daß es vielmehr um nichts Geringeres geht als die Renaissance des jüdischen Volkes. Dies aber, so begann ,man zu verstehen, ist ein vorwiegend geistiger P r o z e fl, Es bedarf dazu der geistigen Mittel, der Aufrüttelung, Erziehung und vor allem der Kenntnis des Judentums, der grollen jüdischen Welt der Vergangenheit und Gegenwart mit ihrer Buntheit und — bei aller Enge — ihrem kulturellen und seelischen Reichtum. Mit dieser das Westjudentum vertraut zu machen, war das Hauptziel jener Gruppe, die sich auf dem V. Zionistenkongreß (RI01) unter der Führung von Weizmann, Bu* her, Feiwel und anderen unter dem Namen ״Demokra tische Fraktion“, kurz: ״Traktion“ genannt, zusamtnenschloß. Es waren junge Menschen zwischen 20 und 25 Jahren, die damals gegen den bloßen Formalismus der Organisation revoltierten und geistigen Inhalt forderten. Als eine solche revolutionäre Tat wurde unter den bescheidensten Verhältnissen mit großen Opfern die Gründung des ersten modernen jüdischen Verlages in Westeuropa unternommen. Der Verlag erhielt den kurzen und prograrnmatisehen Namen ,Jüdischer Verlag“. Schon dieser Name war in jener Zeit eine gewaltige Erschütterung der über* kommenen Anschauungen. Denn damals galt es bei dem jüdischen Bürgertum, das möglichst wenig an sein Jndesein erinnert sein wollte, nicht als vornehm, eine Institution außerhalb der von der Oeffentlichkeit wenig beachteten rein religiösen Sphäre vor aller Welt als jüdisch zu bezeichnen. Auel! schon früher hatten Juden in verschiedenen Ländern Verlage gegründet, sogar solche, die teilweise jüdische Bücher herausbrachten, aber niemals hatte ein derartiges Unternehmen sich dadurch deutlich gegen alle Mißverständnisse abgegrenzt, daß es das Wort ״jüdisch“ in seinen Firmennamen aufnahm. Die Gründer des Verlages waren Martin B u b e r, Bcrthold Feiwel, E. M. Lilien und Davis Trietsch. Als erste repräsentative Publikation wurde eine Sammlung jüdischer Dichtungen und Kunstwerke vorbereitet, die im Jahre 1002 unter dem Titel ״Jüdischer AImanaeh 56ft3“ herauskam. (Es wäre noch zu erwähnen, daß neben diesem stattlichen Band eine kleine Flugschrift des ״Jüdischen Verlages11 unter der Ueberschrift ״Eine jüdische Hochschule“ erschien, die von Weizmann, Feiwel und Buber verfaßt war und das Programm einer hebräischen Universität in Jerusalem enthält; diese Schrift war aus der Not des jüdischen Studentcntmns jener Tage entstanden.) Der ,,Jüdische AI manaeh“ ist bis heute von einem mehr als bloß historischen Interesse. Für die Judenheit Europas bedeutete er aber geradezu eine Offenbarung einer bis dahin völlig unbekannten Welt. Es waren darin Gedichte und kleine Erzählungen ostjiklischer und westjüdischer Autoren abgedruckt, Bilder jüdischer Künstler reproduziert und belehrende Aufsätze enthalten. Zugleich sollte durch diese Publikation der Gedanke vertreten werden, daß ein Volk nicht bloß durch Organisation, Statuten und Kongreßheschlüsse zu beleben ist, sondern daß es auf die seelischen Dinge ankommt, daß die Seele apg ihrer Erstarrung gelöst und wieder empfindend gemacht werden muß; dies aber vermögen die Schaffenden im Reiche des Geistes, die zumindest ebenso wichtig sind wie die politischen Führer. Diesen Gedanken galt vor allem der einleitende Aufsatz von Martin Buber ״Die Schaffenden, das Volk und die Bewegung“, der die Bedeutung des Irrationalen im Volksleben hervorhob. Es heißt darin: ״Ein Volk wird zusammcngchalten durch primäre Elemente: das Blut, das Schicksal — soweit es aut der Entwicklung des Blutes beruht — und die kulturschöpferisclie Kraft — soweit sie durch die aus dem Blute entstandene Eigenart bedingt wird. Ein Volk wird nicht zusainmengchalten durch sekundäre Eie• mente: Nutzzweck und Glauben (wie wirtschaftliche oder rcligiöse Gruppen).“ Die Bewegung bringt diese Mächte, die im Alltagsleben unbewußt bleiben, ins Bewußtsein. ״Die Schaffenden sind die heimlichen Könige des Volkes. Sie regiereu das unterirdische Schicksal des Volkes, von dem das Acußcre nur der sichtbare Widerschein ist.“ So ist auch die Wieder« gebürt des Volkes i h r Werk. Der ״jüdische Verlag“ wurde bald der Zentral verlag des Zionismus. Entsprechend der Grundtendenz der Grün; der des Verlages folgten auf den ״Jüdischen Almanach“ zwei Bücher, die dem Westjudentum die Problematik des jüdischen Nationalismus von einer ganz anderen Seite, als sie dies bisher gewohnt war, zeigte, nämlich ein Auswahlband der Schriften Aehad Haa ms in deutscher Uehcrsctzung, ferner eine Sammlung jüdischer Lyrik unter dem Namen ״J t! n g e Harfen" und Dubnows ״Grundlagen des Nationaljudentums“. Nacti dem Tode Theodor Herzls erschienen Theodor Herzls ״Gesammelte Schriften“, später auch Nordau* ״Zionistische Schriften“, ferner Uebersctzungcn von I* e r c z, Pinski und schließlich ein von Martin Buber herausgegebenes Sammelwerk ״Jüdische Künstler“, das eine Reihe von Monographien über lebende jüdische Künstler nebst Reproduktionen ihrer Werke brachte. 1<J07 wurde der Verlag von der Zionistischen Organisation offiziell übernommen und nach Köln verlegt. Zugleich mit der zionistischen Leitung kam er 1011 wieder nach Berlin und winde von Dr, Ahron Eliasberg übernommen, dessen tragischer Tod in Jerusalem kürzlich alle seine Freunde und Verehrer tief erschlittert hat. Dr. Eliasberg brachte frisches Leben in den seit der Kölner Zeit stagnierenden Verlag und hatte eine Reihe von produktiven Verlagsideen, die aber infolge des Kriegs• ausbruchs 1014 nur teilweise verwirklicht werden konnten. 1921 wurde die Leitung des Verlages von Dr. Siegmund Kaznelson übernommen. Seitdem hat der Verlag eine überaus große Produktion entfaltet, insbesondere eine Reihe von großen Standardwerken herausgegeben, von denen zu nennen sind: Die zehn bändige ״Weltgeschichte des Jüdischen Volkes“ von Dubnow, der gerade jetzt eine verkürzte dreibändige BuchuertN e h . Antiquariat / Ritualien Orjnterburgar Itr. 26, Ru( 4t EO 94 Ausgabe desselben Werkes an die Seite tritt; dazu kommt noch die zweibändige ״Geschichte des Chassidismus“ von Dubnow mit ijhrer einzigartigen Sammlung von Quellenmaterial. Eine an Bedeutung gleichwertige Tat war die Heransgahe des nmfbffltligen ’ ״jüdischen L e x i ko ns“ (Enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens, begründet von Dr. Georg Herlitz und Dr. Bruno K i r s c 11 n e r), das unter Mitarbeit eines gewaltigen Stabes von Redakteuren und Mitarbeitern 1930 zu in Abschluß gebracht wurde — ein Werk, das schon zur Zeit seines Erscheinens dem Bedürfnis nach allseitiger jüdischer Information, aber auch nach Lese- Stoff entgegen kam und später für viele Tausende von Juden, die neu zur jüdischen Welt stießen, ein geradezu imentbehrliebes Lehrbuch wurde. Zu erwähnen ist ferner die zwölfbändige vollständig deutsche Uebertragung des ״Babylonisclien Talmud“ von Lazarus Goldschmidt, die kürzlich abgeschlossen wurde. Dazu treten die zahlreichen modernen jüdischen Werke und vor allem die Ausgaben der klassischen zionistischen Literatur. So hat der Jüdische Verlag, nachdem er schon eine dreibändige Ausgabe von Herzls Tageb ü ehern veranstaltet hatte, das gesamte zionistische Werk Theodor Herzls später in einer würdigen schönen fimfbämligen Ausgabe herausgcbracht. Auch die hebräische Gcsanit.insgäbe der Schriften Ach ad H a a m s ist in den Jüdischen Verlag übcrgcgangcn lind hier im Jahre 1021 neu aufgelegt worden; dagegen ist die ins Deutsche übersetzte Gesamtansgahe leider nur bis zum zweiten Band gediehen. Die zweihändige Sammlung von Buber* zionistischen Aufsätzen Unter dem Titel ״Jüdische Bewegung“ ist später in den Schocken Verlag übergegangen. Von den anderen über dreihundert Publikationen des Jüdischen Verlages seien noch erwähnt; Ruppins zweibändige ״Soziologie der Juden“, eine sechsbändige Ausgabe deutscher Uebersctzungcn der gesammelten Werke von M c inl c I c Mochcr S f o r i m, die deutsche Ausgabe von B i a 1 i k s ״Essays“ (eines der wichtigsteu Bücher), zwei Bünde ansgewälilter Aufsätze von A. D. G 0 r d o n (auch diese zu den wichtigsten Büchern der jüdischen Renaissance gehörend), ferner aus einem anderen Gebiete ״Die Denkwürdigkeiten der Glückei von Hameln“, im vorigen Jahre das umfassende in Lexikonformat erschie• neue Sammelwerk ״Jüdisches Fest, Jüdischer Brauch“, ein Illustrationsband ״Die Welt der Bibel“ von M. Soloweitseliik, Jabotinskvs Darstellung über die ״Jü* dischc Legion Im Weltkrieg1’1 usw. In der letzten Zeit hat der Jüdische Verlag sich wieder ein besonderes Verdienst erworben, indem er die erste zusammenfassemle Darstellung der zionistischen Bewegung und Geschichte des Zionismus herausgab, und zwar das Werk ״Die Zionistische Bewegung“ von Adolf Böhm, das auf drei Bände berechnet ist. Der Jüdische Verlag ist eine der stärksten Quellen und Antriebe der Förderung des modernen jüdischen Bewußtseins in Westeuropa geworden. Er hat seinem Namen [ihre gemacht; er hat den Juden selbst und auch der Außenwelt, die zum Teil seine Publikationen sehr stark beachtet, gezeigt, daß es ein modernes neue*, um sein Leben und seine Wiedergebürt ringendes jüdisches Volk gibt. W. Der ״Schocken Verlag“ Bis zuin Beginn der zionistischen Bewegung boten die wenigen jüdischen Verlage in Deutschland ein recht einseitiges Bild; sie druckten vor allem Gebetbücher in einfacher oder in peinlich luxuriöser ״Brautausstattung“, deutsche und hebräische Bibeln, die drucktechnisch niemals den Vergleich mit den alter! schönen Vorbildern aufnehmen konnten, und daneben etwa noch eine gewisse Art kleinbürgerlicher Erzählungsliteratnr, die sich mit dem jüdischen Familien- und Kleinstadtleben voll behaglicher Selbstzufriedenheit und im Tone eines etwas abgestandenen Humors befaßten. So war diese gesamte Buchdruckproduktion — wenn wir von der auf die Fachkreise beschränkten der ״Wissenschaft des Judentums“ hier absehen in Stil, Thema und äußerer Ansstattung beinahe ein Symbol für ein Judentum, das als eine gesellschaftlich und geistig zurückgebliebene Angelegenheit angesehen und dementsprechend, offen oder heimlich, verleugnet wurde. Der Zionismus hat auch hier der Wandlung vorgearbeitef lind sie teilweise herbeigeführt. Allerdings ist Herzls ״ludenslaai“ in der -. in weiteren Kreisen im bekannten — Wiener Buchhandlung M. Breiten stein erschienen und nicht etwa in einem der damals bekannten jüdischen Vertage, und es sollte noch einige Jahre nach dem ersten Kongreß dauern, bis der Gedanke der Kult u 1׳ n r b e i 1 in die Bewegung eintlraii״. Im Jahre 1902 konnte schließlich der ״J ü «tische Verlag“ gegründet werden, dessen erstes Verlagsu erk der ״Indische Almanach“ war, in gewisser Beziehung das erste moderne jüdische Buch in deutscher Sprache. Auch seine Modernität war freilich, mit den Bildern LT!iens und manchen literarischen Beiträgen, schon ein wenig amu'lironislisch. als sie in die Oeffentlichheit trat, und erst elf Jahre später, im Urnger Satnmelbttcli ״Vom Judentum“, hafte eine zionistische Publikation die volle geistige Höhe der eigenen Zeit erreicht. An all diesen Arbeiten war neben anderen Martin Buber führend beteiligt. Und doch bleibt es ein Kennzeichen dieser zionistischen Periode, daß sogar Buber seihst mir einen kleinen Teil *einer Schriften, die in einem engeren Sinne zionistischen, dem von ilun lange Zeit mitgelciteten ״Jüdischen Verlag“ tibergab, während seine Beiträge zur allgemeinen und jüdischen Glaubenskunde und Lehensdr-utimg bei deutschen Verlegern erschienen. Das gleiche gilt für Bin Gorions großes jüdisches Sagenwerk, für Franz Rosenzweigs Jehuda tlalew-Ueber- Setzung, für Gerhard Sdiolems ״BiMiographia Kabbalistica“ und sogar für die neue große deutsche Uebersetzung der ״Schrift“, die, von Martin Buber und Franz Rosenzweig unter* nommen, Ms zum Buche Jirmijahi! .einschließlich in einem nichfjüdischen Verlage erschienen ist. Auch das bewußte Judentum, soweit es sich geistig in einer unprovinziellcn Sprache ansdrückte, hatte zum großen Teil den Weg zum jüdischen Verleger noch nicht gefunden. Das Jahr 1933 wird zum Jahr der großen Heimholung. Es ist da« Jahr der Gründung des Schocken-Ver• I a g es. Seine Leistung und Haltung sind ein Teil der Antwort, die das Judentum Deutschlands aut dieses Schicksalsjahr und die ihin folgenden Ereignisse gegeben hat. Zunächst galt es, die große jüdische Produktion nt bergen, di« bei deutsche« Verlegern verstreut war und nun ein neues Unterkommen finden mußte. Dabei trat zunächst das Werk Bubers und Rosenzweigs beherrschend in den Mittelpunkt, deren sämtliche Schriften allmählich in den Verlag übergingen und deren großes gemeinsames Werk, die Bibel -Uebersetzung, nun nach Rosenzweigs Tode von Buber im Sclioekcn-Verlag fortgeführt wird. Schon im ersten Jahr fügen sieh diesem Kern zwei neue Unternehmungen a!1: die ״Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für hebräische Dich* t u 11 g“ und der ״A 1 m a 1! ת c h״. Das nächste Jahr, 1031, bringt eine neue Erbschaft: die Publik a Hone .׳! der ״A k a <) e m j c für die Wissen- Schaft des J 11 d e n 111 in s“, die der l äigiitist der Zeit nicht länger standhaften konnte, Damals trat 711 den beiden anderen großen Namen, Buber und Rosenzwei״, sinnvoll der dritte hinzu: der Gründer der Akademie, H ermann Cohen. Der Verlag hat das wissenschaftliche Vermächtnis, das er mit dieser Erbschaft übernommen hat, nicht mir bewahrt, sondern weitcrgefiiiirf, wofür mir Jacobs Gcnesis-Ko m men* t a r, Biers großes S p a n 1 e 11 - W e r k und die wegweisenden M a i 111 o n i d e s s t u d i e n von Leo Strauß genannt seien. Nicht weniger wichtig aber als dieses 1 iiucimvacbsen i!J die Tradition und Renaissance der jüdischen Wissenschaft war die Begründung der ״Bücherei des •Schocken Ver• läge s“, die in Moritz Spitzer einen vorbildlichen Redakteur fand. 111 den ersten Jahren sind monatlich je zwei Bände erschienen, und die Bücherei hält heute bei Nr. 85. Während der Ausbau der bisher erwähnten Bucharten dauernd fartschrift, brachte beinahe jedes neue Jahr einen neuen Produktionszweig hinzu: so das Jahr 1936 die jüdi- «dien L-escheftc, Kinderbücher und Sam m e 1 - werke, die für den Bedarf des jüdischen Hauses und der m.G0nzerf Duden kaufen ihre Bücher bei den jüdischen Buchvertrieben In Aachens Buchdruckerct Ctlnter Ransenberg, Itudolfstr. 42 Berlin! C. Boas Nächtig. (fnh. Jakob Gesang), C 2, Neue Friedrichst!69 .־ Gerhard Fuchs, W 50, Nürnberger Str. 64 M« Gonzer» 4 א, Oranienburger Str,!6 llechaltiz-Vertag, YV 15, Mcinckcstr. 10 Joseph Jaatmv, W 15, Ktu*cr«U(־e t\ Samuel Jurovics, NW 87, Y\ ״Ucnwcberatr. 4-5!1. Kcwin, N 54, Greniidierstr. 28 Rubin Mab, BJn.-Charlbg. 4, Pcslulo/zistr. 55 Edmund Meyer, W 50, Öamberger Sfcr, 6i Philo, G. in, b. II,, \V 15, pariaer Sir. 44 M* Poppclaucr, (’ 2, Neue Friedrldtsir. 59 Kort!tosenbautn, W 15, Moinekcstr. 10 Alfred RosenU1*il» N 4, Gr. Hamburgsr StP. 50 Wolf Salles, N 54, Crcnodierstr. 30 Martin Salomon« NO 43, Neue KGriigslr. 79 EfP« M. Schlesinger, W 50, Faisaacr Str. 24 Breslau! Jakob B. Brande!*, Breslau 1, Karlitr. f I. Eigner, Breslau 2, Tauciiizienstr. 53 Rose Horwltf,, Dresljui 1, Karfapiau Frieda Mchlcnsteln, Breslau 13, K«is«r.Wilhetm*8tr, 19 Stefan Münz, ßretUu 13, Kaiser• VVjibelm-Str. 8 Dortmund) Gotte Valk. Edsstr, 4t Eittni Jfid« Buchhandlung ״Jordan’*, Turm ,str. 6 Frankfurt a. M. I« hauffmann, SchiJIerstr. 19 M. Lshrherger k Co., Schillerst!», 19 Hup! Oppenheimer, BüikcrUtr. 5t B. Racheisohn, Sutuiweg 6c 3׳ W. Waidmann, lians-Kanrfvverk-Str, 65 Fürth-Bayern! Marie Bosenberg, ('■!iheUherger Str. 4 G. Finger, ÖlumensJr, L’9 Halberstadt: Marti»» Hildesheimer, NIoltkestp. | Hamburg! I'va .0□ der Dunk, get, Marcus, Hamburg 13, Halter.tr.!9 Hannover! Siegfried Bacharacb, Hanit.-O., W#dekW«tT. I Karlsruhe: Anne Bensin*er, Karlstr, 80 I. Babino«i(r, Kncgsstr. 132 Kassel! Jeauy Mlch.l, Lutherstr. 9, II Köln 4. Rhfini Wolf TopUewslty GmbH., Heneoieitr, 49 Leipzig! M. W. Kaufmann, C), BrüU 64-40 Maine 1 Mngenra, m, t. H., Fuststr. IT Mannheim! Karl Maro«, R04engart«?n»tr. fl Saiomon Oppenheimer, E 2,12 München! Jadiseher Backrerlrleb, frCbtri 1,K<r*rl,-Buebband}u11g GmbH., Ottostr. 2 Dagobert Sabatzky, München 15, Zcntnerstr. 19/0.r. Stettin! Eberhard Butgbtia, Kaii.r-Wilbc-Im-Slr. tt Bit!« 1g.1ulehniN.il und gut «uliubewahran