Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1937-11-05 · Heft 88 (5.11.1937) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 88 (5.11.1937)
Date
1937-11-05
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2651273-2653625-2653708--31476-2686088
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 88 5. XI. 1937 Dela Lipinskaja Im Brüdervereinshaus gastierte im Rahmen des Kulturbundes Dela Lipinskaja. Man ging mit besonderer Spannung zu diesem Abend, da die Ankündigung ein neues Programm verhieß. Und man wurde nicht enttäuscht. Nach Ablauf der zwei Stunden war man völlig im Bannkreis der bezaubernden Persönlichkeit der Lipinskaja. Sie entwickelte einen solchen Charme, eine vollendete Anmut, ließ alle Skalen ihrer vielseitigen Begabung auf musikalischem und darstellerischem Gebiet völlig mühelos spielen und gewann von einer Lipinskaja als ״Bocher", Porträt von Julie Woljthorn ■ Programmnummer zur anderen immer mehr. Ihre große Musikalitat unterstreicht in vollendeter Form all ihre Leistungen und läßt auch die banalsten Texte ihrer Vorträge an Gewicht . zunchmen. Ihre ganze sprühende, warme Persönlichkeit erfüllte den Raum und teilte sich dem Publikum in einer Weise mit, wie wir es bei jhren Abenden von jeher gewöhnt sind. Dela Lipinskaja ist eine Künstlerin von so überzeugendem _ Format, daß man nur den einen Wunsch hat, sie nicht nur im Rahmen ihrer jetzigen Darbietungen zu sehen, sondern auf der Bühne (und vielleicht sogar im Film). Außerordentlich gut gelangen ihr drei kleine Gedichte von Ringelnatz, von denen besonders das ״M a i k ä f c r m ai e n“ hervorzuheben ist. Aus der! ״Figurinen aus meinem Album“ brachte sie mit der ,(Rechtfertigung der großen Amoureusen‘‘ einen besonderen glanzvollen Höhepunkt ihrer kultivierten Kunst. Wie sie es mit einer Handbewegung von unnachahmlicher Grazie verstellt, aus einer Katharina der Großen, die sie auch köstlich in ihren Chansons zu kopieren verstand, eine Lady Hamilton zu formen, nur mit zartfarbigen Schleiern und dem damals charakteristischen Hut im Großformat, ist von so überzeugender ürastik, daß man vor solch einem Können immer wieder von neuem überrascht und begeistert steht. Ihre neuen russisehen Volks- und Bauernlieder sind wieder sehr schön, besonders durch ihre vorzügliche Begleitung am Klavier. Trotzdem sie nur über eine kleine Stimme verfügt, ist sie auch im Gesanglichen von großer Begabung. Aus den Zugaben fiel das jiddische ״Rmnbalied“ besonders auf. Ihr vorziigliches Jiddisch würde ihr erlauben, auch dem Gebiete des jiddischen Liedes mehr Raum zu geben. Das schon klassisch gewordene Shirley-Lied mit dem vielversprechenden ״Vielleicht, vielleicht auch nicht“, und ״Die Prinzessin aut der Erbse“, wurden vom Publikum stürmisch verlangt. Der Beifall war sehr stark, immer wieder mußte Dela Lipinskaja sich zeigen und jedesmal freute man sich an ihrer schönen, glanzvollen Frsclu-inung. Das Publikum zeigte sich in dankbarster Stimmung, wobei der Bei lall auch der feinfühligen Begleitung durch Walter Lajtai galt. H.L. Der neue Kulturbund-Saal Die schwierige Situation, daß seit längerem für größere jüdische Veranstaltungen in Berlin nur ein einziger ausreichcnder jüdischer Saal zur Verfügung steht, der durch seine starke Inanspruchnahme ständig Terminschwierigkcitcn bei der Durchführung größerer Veranstaltungen bereitete, wird jetzt durch die initiative des Jüdischen Kulturbundes beendet werden. Es ist dem Kulturbund nach längeren Verhandlungen ge* Jungen, sich im Saalbau des Hauses Kommandantenstr. 5? 50 (also direkt neben dem Kulturbund-Theater) einen Saal zu sichern, der gegenwärtig nach den Plänen von Dipl.-Ing. Hans Sondheimcr einem Umbau unterworfen wird. Aus einem ehemaligen Tanzsaal entsteht ein 700 Plätze umfassender Saal, der durch ein breit ausladendes Konzertpodium und eine 0,5 m tiefe eingebaute Bühne für alle Veranstaltungsarten benutzbar sein wird. Der säulenlose Saal, der von allen Plätzen gute Sicht bietet, wird den Namen ״Jüdischer Kulturbund-Saal in der Kommandanten- Straße“ erhalten. Die Wandung des Saales wird in mattem Goldton, durchsetzt mit schwarzen Holzleisten, gehalten sein. Ein einfaches, aber bequemes Klappgestühl in schwarz wird ira Parkett und im Rang Aufstellung finden. Die letzten Reihen des Parketts werden überhöht, ein neugebauter Mittelbalkon wird amphitheatralisch ansteigen. Der Umbau wird Ende November beendet sein, so daß am 1. Dezember die Veranstaltungen beginnen können. Die Kleinkunstbühne des Jüdischen Kulturbundes unter Leitung von Max Ehrlieh, die bisher ohne Heim war, wird hier ab 1. Dezember die neue Revue von Max Ehrlich und Willy Rosen ״Von Romeo bis Streichquartett" spielen. Der Kulturbund wird in Zukunft neben der Kleinkunstbühne auch fast alle anderen Veranstaltungen (Konzerte und Vorträge) hier abhalten. Der ״Kulturbund-Saal“ wird darüber hinaus auch allen jüdischen Organisationen zeitweise für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Familien -Nachrichten Herr Franz Wronkcr und Frau Gettrud, geb. Zoellner, W 30, Landshuier Sir. 26, begehen am 10. November die silberne Hochzeit. Ankündigungen Hebräische Kurse der BZV. Neue Anfängerkurse: Kantstr. 54 (Dr. M. Broser), Mcinckestr. 10 (CI1. B. Löwi), Rosenthaler Str. 44 (D. Kantor) beginnen demnächst. Voranmeldungen an die Kulturabtci'ung der BZV. — Neuer Anfängerkurs: Landsberger Str. 87 (P. Schächter) beginnt am 8. November, 19.30 Uhr. —• Anfängerkurs Siidost: Briicketistr. 9, beginnt am 15. Novembct, 20.15 Vlir. — Konversationszirkcl (Dr. M. Broser) beginnt am 13. November. 19 dir, Kant- Straße 54. Programm: Gespräche, kleine Referate. Lektüre dranratischer Werke mit verteilten Rollen. —■ In dem Montag. 19.30 t’hr, Kantstr. 54, stattfindenden Kurs für Weil fortgeschrittene können noch Teilnehmer aufgenommen werden. Programm: I.ektiirc (Agnon, Tcnach, Zeitungen), Konversation, Referate. Anmeldungen für die Kurse, bei denen noch kein Termin angegeben ist, bei der Kultur■ abteilung der BZV., W15, Mcinekcstr. 10 (91 90 31, Apparat 75). Bei den übrigen Kursen können die Teilnehmer sich beim KurTeiter melden. Fraucn-Arbeltsgemelnschaft lör Palästina. Der nächste Wizo-Xachmittag im Heim Regensburger Str. 26 findet nicht Dienstag, sondern am 11. November stau. Näheres wird noch bck.innlgcgclien. Jüdisches Lehrhaus und Lchrstättc Bialik der BZV. Montag-Reihe ,.Einführungs-Vorlesungen“ ain 8, November, Joachinisthaler Sir. 13, Bantberger: Geschichtswissenschaft, 20 Uhr: Eppstein: Soziologie, 21 Uhr. •— In alle Vorlesungsreihen und Arbeitsgemeinschaften können Teilnehmer noch aufgenommen werden. — Am 9. November lallen sämtli he Vorlesungen, Arbeitsgemeinschaften, Sprachkurse aus. Lehranstalt 10r die Wissenschaft des Judentums. Zu der am 22. November. 17.30 Uhr, in der Aula der Lehranstalt, Aitillcriestraße 14, stalifindemlen ordentlichen Generalversammlung werden die Wohltäler der Anstalt hierdurch eingcladen. Tagesordnung: 1. Verwaltung«- bericht, 2. Bericht der Revisoren und Entlastung. 3. Wahlen. Kindervorstellungen im Kulturbund-Theater am 1. und 2. Dezember, 16 Uhr (Ch,1nukkah), Krjnmiatulanlenstr. 57. I.ic.,cl Simon gastiert mit ihrem Kasperltheater mit der Aufführung ״Kasperl und die Wunderlampe“ (für Kinder von vier Jahren an). Alfred Wittenberg und Helene Lachmannskt-Schaul veranstalten am 6. Noveinlter, 20.15 Uhr, einen Kainmcrmusikabcnd im Ilausc Wittenberg, Uhlandstr. 90. ״Die Touristen." Künstlerische Leitung: I.tinan Schnell und Erich Lowinsky (Elow). Am 16. November, 20.45 Uhr, Brüdervereinshaus: ״Ein Kabarett jüdi-clicr Autoren". Vorvcrk.: Philo, Kedem, Poppe!• auer, Ökonomie Brüdervereinshaus. Tcleph. Bestellungen: 71 18 20. Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Am 11. November, Joachimslhaler Str. 13, Vortrag Prof. Franz Oppenheimer: ״Von meinen Reisen nach Palästina“. Jüdischer Religionsverein der närdl. Vororte, Hermsdori. Gemeindeabend am 6. Xov., 20 Uhr, in der Synagoge llormsdorf, Albrecht- Straße 10, Vortrag Dr. Alfred Klee: ״Zion und unsere Gicmcindc“. Jüdisches Museum. An! 28. November Ausstellung zum 100jährigen Todestag Rabbi Akiba Egcrs. Die Ausstellung umfaßt interessante Erinnerungsstücke sowie von der Familie 211 r Verfügung gestellte Leihgaben. — Am 12. Dczeinbcr Eröffnung der Ausstellung ״Ilundert Jahre jüdische Kunst. Aus Berliner Privatbcsitz," Warnung. Das Jüdische Wohlfahrts- und Jugendamt Berlin weist daraut hin, daß keine Geldbeträge an unbekannte Personen für Auswanderung«■ oder andere Zwecke aut Grund von persönlichen oder telephonischen Aufforderungen zur Verfügung gestellt werden sollen. Insbesondere wird daraut auimerksam gemacht, daß weder die Herren Rabbiner noch andere jüdische Persönlichkeiten telephoniscb oder brieflich zur Hergabe derartiger Beträge auffordern. Für alle diese Aufgabengebiete — Auswanderung, Wohltahrtsbctreuung — sind allein die Stellen des Wohlfahrts- und Jugendamts oder der Organisationen zuständig. Um sich vor Schaden zu bewahren, wird dringend gebeten, sich vor Hergabe von Geldbeträgen mit der Zentralauskunftsstelle des Jüdischen Wohlfahrts- und Jugendamts, Berlin C 2, Rosenstraße 2/4 (Tel. 4167 11 Apparat 45) in Verbindung zu setzen. Aus dem Geschäftsleben Das Kaufhaus für Textilwaren P. Reichenbach in Halberstadt ist auf die Firma Halberstädter Textilhaus Mennigen & Co. .übergegangen. — Das Konfitürengeschäft von Alice Freund in Beuthen ist auf Frau Margarete Springer übergegangen. — Das Papier- und Schreibwarengeschäft Lustig & Seile in Breslau ist in arischen Besitz von Anna Reim übergegangen. — Die Firma Sport- Brauer in Gleiwitz ist an die Firma Sport und Mode, Inhaber Rudolf Jenderek, übergegangen. — Die Stoffgroßhaiidiung Gebrüder Marx in Stuttgart ist in den Besitz der Süddeutschen Baumwolle-Industrie A.-G. Kuchen auigegangen. Offene Auslandsstellen (zur Besetzung genehmigt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg). Es werden gesucht: 1. Für Palästina ein erstklassiger jüdischer Fachmann für chemische Reinigung und Färberei. Der Betreffende muß selbständig färben, entflecken, eulanisieren und alle vorkommenden Arbeiten erledigen können (nicht zu alt). — 2. Für Venezuela jüdische Laboranten. Bedingung: Untersuchungen für Sputum, Faezes, Blut, Wassermann, evtl. Kahn. Gehalt 350 Boüvar und freie Ueberfahrt. — 3. Für Venezuela ein Pathologe. — 4. Für Argentinien ein Hornist für tiefes Horn, bei festem Monatsgehalt und späterer Pensionsberechtigung. — 5. Für eine Hotel-Privatpension in Ecuador per sofort eine jüdische Stütze im Alter von 23—30 Jahren. Die Betreffende muß mit allen Sparten der Hotel- Pension vertraut sein, Kasse und Buchführung verwalten, möglichst engl., franz., spanische Sprachkenntnisse besitzen. Oute Allgemeinbildung Bedingung. Gehalt bei freier Station 60 Sucres. — 6. Für Bulgarien für einen 0jährigen Jungen eine jüdische Erzieherin im Alter von 20—25 Jahren. Gute Schulbildung, engl., franz. Sprachkenntnisse erwünscht. Das junge Mädchen muß auch im Haushalt helfen (keine großen Arbeiten). Das Gehalt beträgt 1400 Lewa, d. i. ca. 45 RM. Freie Hinreise, nach 2jährigcr Tätigkeit auch freie Rückreise. — Ausführliche Bewerbungen, nur auf Luftpostdiinnpapicr, Zeugnisabschriften, Lebenslauf und Paßpboto werden weitergeleitet durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW 19, Lindenstraße 48/50. Ermäßigung der Fernsprechgebühren nach Palästina. Vom 1. November an sind die Gebühren im Gesprächsaustausch mit Aegypten, Irak, Palästina und Syrien um 10 bis 12 RM. je Einheit von drei Minuten Dauer herabgesetzt worden. Sie betragen künftig z. B. mit Palästina 67 RM. Für jede weitere Minute wird ein Drittel mehr erhoben. Gleichzeitig wird die in gewissen Fällen zu erhebende Bcuachrichtigungsgebühr um 1,50 bis 2 RM. ermäßigt. Juden und Jüdisches Im Rundfunk, x Sonnabend, 6. November: Luxemburg (1304), 22.10: Sinfoniekonzevt, Cellist: Emmanuel Feuer* mann. — Sonntag, 7. November: Engl. Kurzwellensender (16.86, 19.76, 19.82, 31.55 m), 22.20: Aus dem Gottesdienst der jüdischen Kriegsteilnehmer, geleitet von Chiefrabbi Ilatz. — 22.35; Hebräische Schallplatten. Gottesdienst - Nachrichten Schal>fe«1tt תולדות Scfiabbat-Ausgrang17.13 ׳ Abkürzungen? Fr» Fr*ilngp1b*n<i, ^rSp —Freit«g-SpStjf0ttesdien*t SchF s=* Schsbfeat• Frflhgottesdienst. ScbH Schabbat-Hauptgottea<lien»t. M Schabbatminc-h». J Ju• g׳et14gotteadi*n«t Pt Predigt. Seht Schrifterlclarun£. /- ** Lehrvortr«*. OSch ** Anschließend Oneg Schabb-at״ Wa Wochentag־-Abend. Wm =5 Wochentag-Morgen. Gemeinde-Synagogen nach neuem Ritus heue Synagoges Fr 18 Pr Zimet / ScbH 10 Faaanenstraßet Fr 18 Pr Salomonski / ScbH 10 / M 16.40 / Wa 16.30 / Wm 30,ל KitzowstraBe: Fr 18 / SdhH Vf Pr Lewkowih / M 16.40 / Wa 16.30 / Wm ל JO llndenstrafie: Fr 16.30 Pr Maybaum / Seit» 10 / M 16 40 / Wa 16.30 / Wm 7.30 Leretzowatrafie > Fr!9 Pr Josp* / ScbH 10 / M 16.49 / ^a 16,30 / Wm 7.30 Friedenatempeh Fr 163 Pr Warschauer /SchH 10 /M 16.40/Wa 16.30 / W® 30ל Prinzregenienatrafie! Fr 19.1 S Pt Graf / SchH 10 / Wa 19.15/ Wm 7.30 Schmargendorf! Fr 19! SchH 10 Gemeinde-Synagogen nach altem Ritus Alte Synagoge t Fr 16.30 / SchH 9 / M 16.25 / Wb 16.30 / Wm 7 K«Iaer.traBe! Fr 16.30 / SchH 9 / M 16.25 / W« 16.30 / Wm 7 Rykeatrafle. Fr 16.30 / SchH 9 Z M 16.25 / W« 16.30 / Wm 7 MUtichener Stra6e: Fr 16.30 / SchH 9 / M 16.2S Z Wa 16.30 / Wm7 Crimewald t Fr 16.30 / SchH 9 t M 16.25 / Wa 16.30 / Wm 7.15 KottbuaaerBrüche» Ahavraa Reimt Fr 16.30 / SchH 9 / J 16 / M 16.25 ל Wa 16.30 / Wm 7 Peatalozziatrafie! Fr 16.30 / SchH 9 Pr Berkoviti / M 16.25 / Wa 16 30 / Wm / Vereins-Synagogen Agitdath Achim, Pankovv, Mühlenati771 ״־ Fr 16.30 und 19.15 Pr Ohrenslein / SchH 9 / M 16.45 L Ohrenstein Ahawatb Zion, SdhSnhauaer Allee 41 Fr 1630 f SchF 7 / SchH 9 / M 16 / Wa 16.30 / Wm 7 Beth Schoi&um (Mmjan Mendelsohn), Markgraf-Albrecht-Straße 11-121 Fr 16.30 / SchF 7 / SchH 9 Beth Zion,Brunnenstr.3:3! Frl6.30/SchH 9 / J15.30 OSch Landau /M 16.30/ Wa 16.30 / Wm 7 , Llppmann-Tau••, Friedenatr. 3 s Fr 16.25 / SchH 8.30 Pr Singermann / J 15.30/ M 16.25 L / Wa 16.15 / Wm 6.45 Mazmiach jesehuah. Dragoneratr. 34-351 Fr 16.30 / SchF 7 / SchH 9/M 16.13 / Wa 17 / Wb 7 Ohel Jizchok, Lieaenstr. 3: Fr 16.30/SchH 9 Pr H. Meyer / OSch 15.30/ M 16.20/ Wa 16 30 / Wm 7 Syn, Geaundbrunnen,Prinzenallee 87s Fr 16.3) / SchH 9 / M 16.30L Alexander/ Wa 16.30 / Wm 7 lar. Vereinigung Lächtenberg, Frankfurter AUec 561 Fr 16.30 OSch / SchH 9 Pr Rosenthal / Wa 19.30 / Wm 7.30 Syn. Paaaauer Str. 2 t Fr 16.30 / SchH 9 Sehr AHmann / M 15.30 L / Wa 16.30/ Wm 7.15 Jßdl. Religlonagem. Chbw,, Schulatr. 7t Fr 16.30 / SchH 9.30 Jfld, Religionsverein Friedenau-Steglitz, Stieritr. 21t Fr 16.30 OSch / SchH 9/ M 1630 L Winter / Ww 8 Jßd. Religlonavereln Neu-Tempelhof, Muasehlatr, 22 t Fr 16.30 OSch I SchH 10 Pt Wreszynski / M 16.30 L Jiid.Religionavereln der närdl. Vororte» Hennsdorf» AlbrechUtr, 10 t Fr 18.30 L Klein / SchH 10 Pr Klein Sjn.-Verein Moabit und Hanaabezlrk, Le§»ing*tr. 19: Fr 16.30 / SchF 7 Die Jüdische Winterhilfe teilt mit: Sammlerinnen gesucht! Leider fehlt es der Pfundspende immer noch an Sammlerinnen. Der Erfolg der Arbeit hängt davon ab, daß -die jüdischen Frauen und Mädchen sich in ausreichender Zahl für diesen Ehrendienst zur Verfügung stellen. Meldungen an die Jüdische Winterhilfe, Abteilung Idundspende, Grunewald, Jagowstr. 30. Ausgabe der Plundspende-Pakete. Vom 11. November an beginnt in den Bezirks- und Zweigstellen der Jüdischen Winterhilfe die Ausgabe der Pfundspenden-Pakete an die Betreuten. Ausgabezeiten im Gemeindeblatt. Freude im Winter. Auch in diesem Winter veranstaltet die Jüdische Winterhilfe heitere und ernste Nachmittage und Abende sowie Kinder-Nachmittage; die Durchführung ist der Künstlerhilfe übertragen. — Für die Bezirke Mitte, Norden und Osten am 22., 23., 24. und 25. November um 20.15 Uhr im Musikprvereinshaus, Kaiser-Wilhclmstr. 31, am 24. und 25. November Kindernachmittag um 15.30 Uhr ebenda. Für die Bezirke Südwest, Westen und Chariottenburg am 27. November, 20 Uhr, Synagoge Fasanenstraße, Konzert. — Eintrittskarten bei den Bezirks- und Zweigstellen. Postscheckkonto: Berlin 934 46. ZERSPRENGT IN VER WELP Qk^fudisc/tc (Rujukcfum Aifß bimsen fuc/tm Die in unserer Nr. 86 milgeteiltc Ankündigung betreffend. Mithilfe der ״Jüdischen Rundschau“ hei dem Auf finden von Adressen von früher in Deutschland lebenden Juden ist, um irrtümern vorzubeugen, dahin zu ergänzen, daß internationale Antwortscheine selbstverständlich nur Anfragen aus dem Ausland beizulegen sind, während Anfragen aus dem Inland entsprechendes Rückporto in deutschen Briefmarken ucizulegen ist. (Red.) Nr. 2. Dr. Alfred Sterisch, Magdeburg-B., Schönebecker Strafte 119, bittet alle 1 in Ausland beiindlichcn Mitglieder der ehemaligen A. W. V. ״Veda“, Würzburg, um Mitteilung ihrer Adressen. Nr. 3. Elia Wolt Feinstadt, Berlin-Charlottenburg, Bleibtraistr. 50 a, sucht seinen Bruder in USA., Jidel Strauch, geboren in Weißlitz (Polen), sowie seinen Vetter in USA., Elia Wolf Morowitz, geboren in Chinelnitz (Polen). Sir Marc Aurel Stein 75 Jahre alt. Unser Budapester AF.- Korrespondent schreibt: Der Asienreisende, Archäologe und Orientalist Marc Aurel Stein wurde am 6. November 1862 in Budapest geboren. Schon mit 26 Jahren wurde er an die Punjab-Universität nach Labore (Indien) berufen. Später wirkte er in Kalkutta, von wo er seine Entdeckungsreisen in das Innere Asiens, nach Kaschmir, Turkestan und die Wüste Gobi unternahm. Er befaßte sich auch mit der Religionsgeschichte Nordindiens, mit den Ueberbleibseln der Griechenzeit und den Kulturverhältnisscn der Skythenherrscliaft. Die wissenschaftlichen, viel Neuland aufdeckenden Beschreibungen Aurel Steins wurden in die meisten Kultursprachen übersetzt. Er selbst, Mitglied der Ungarischen Akadernic der Wissenschaften, wurde von den Universitäten in Oxford und Cambridge mit dem Ehrendoktortitel ausgezeiclinet, Während des Krieges erhielt er die englische Staatsbürgerschaft und wurde geadelt. Sechs Jahre Liberale Gemeinde Amsterdam. Aus Amsterdam wird uns berichtet: Aus Anlaß ihres sechsjährigen Be- Stehens veranstaltete die Liberaal Joodsche Gemeente Amsterdam am 21. Oktober einen Gemeindeabend. In einer Anspräche wies Rabbiner Mehl er darauf hin, daß die Genieindc im letzten Jahre vor allem durch die Einweihung der eigenen Synagoge bedeutende Fortschritte gemacht nabe. Die Schwierigkeiten, die die junge Gemeinde überwinden mußte, wären auch heute noch nicht völlig überwunden. Der stark« Besuch dieses Abends beweise jedoch, einen wie großen Kreis die Gemeinde sich erworben habe. Ein gut gewähltes künstlerisches Programm, bei dem unter anderen der Kantor und der Organist der Gemeinde mitwirkten, fesselte die Zuhörer. Ganz besonders erfreute Thea Stuckenschmidt vom Kulturbund Berlin durch ihren Vortrag religiöser und weltlicher Gesänge. Im Verlag Jalkuth, Tel Aviv, sind vor kurzem die Er• inncrungen des früheren Moskauer Oberrabbiners Jakob Mas i in vier Bänden erschienen. Das Werk ist in der Buchhandlung Rubin Maaß zu erhalten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.