Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 88 (5.11.1937)
- Date
- 1937-11-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2651273-2653625-2653708--31467-2686079- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 88 5 XI 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 5 Aus den Gemeinden Jewish Agency-Abend in Essen ״Palästina heute“ war das Thema des Abends, mit dem die Essener Jewish Agency ihre Wintcrarbeit einlcitete. Dr. Herzfeld, der Vorsitzende des Jüdischen Central- Vereins, und Dr. Hans Pomeranz sprachen vor einem überfüllten Saal. Herzfeld hatte auf einer Palästinarcise Gelegenheit, sich über die wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten des Landes ins Bild zu setzen. So konnte er ein Bild zeichnen, daß trotz mancher Bedenken, die er nicht verschwieg, doch durchaus hoifnuiigsfreudig; und posttiv war. Er sprach von dem Bericht der Royal Commission, von seinen persönlichen Reiseerlebnissen und dem Verhältnis zwischen Juden und Arabern. Er sprach von dem hohen Standard des kulturellen Lebens und von den günstigen Ergebnissen der kooperativen jüdischen Siedlungsformcn, sowie von den fehlenden Unterschieden nach sozialem Niveau oder Herkunftsland. Er verhehlte aber auch nicht die Schwicrigkeiten, die sich für Wirtschaft und Industrie aus der Kleinheit des Marktes und der Schwere des Wettbewerbs ergeben. Ais Gesamteindruck für den Autbauwillen in Erez Israel führte der Redner den neuen Hafen von Tel Aviv an, der trotz seiner noch unvollkommenen technischen Ausrüstung schon SOü Juden Arbeit und Brot gibt und den Hafen von Jaffa in der Höhe des Umsatzes bereits überflügelt hat. ״Enthusiasmus und Tatkraft sichern den Erfolg“. Mit diesen Worten schloß der Redner seinen Vortrag, liir den ihm warmer Beifali dankte. Anschließend sprach Dr. Hans Pomeranz über die politischen Probleme. Er ging zunächst auf den grundlegenden Unterschied des Palästinawerkes von jeder anderen Kolonisation ein. Hier wird ein Mutterland geschaffen. Die Entwicklung geht vom Gedanken des Nationalheimes zum Judenstaat. Ucber die arabische Frage und das Problem der Zusammenarbeit mit den Arabern kam deT Redner auf den Peel-Bericht zu sprechen, der sich über die jüdische Arbeit sehr anerkennend ausgesprochen hat. Auch dieser Redner rief dazu auf, mit Mut und initiative an die Arbeit zu gehen. In den kommenden Jahren würde sich das Schicksal unserer Arbeit in Palästina entscheiden, würden wir zu beweisen haben, was wir zu leisten vermöchten. Rabbiner Dr. Hahn, der Vorsitzende des Essener Aus- Schusses der Jewish Agency, konnte in seinem Schlußwort darauf bitweisen, daß feiner der beiden Redner des Abends etwas beschönigt habe. Daß man das heute könne, daß man so von Palästina sprechen könne, müsse als ein Zeichen des wiedererwachten jüdischer! Selbstbewußtseins gewertet werden. Man habe es in den weitesten Kreisen erkannt, daß Palästina heute nicht mehr Sache irgendeiner einzelnen Richtung im Judentum sein könne. Ng. Gemeindewahlen In dieser Zeit Wir erhalten folgende Zuschrift: Welche Begriffe über jüdische Gemeinschaftsarbeit noch in manchen jüdischen Köpfen spuken, zeigen die letzten Vorgänge in der jüdischen Gemeinde Darm stadt. In dieser Gemeinde hat es sich als notwendig gezeigt, Ersatzwahlen für den Vorstand vorzunehmen, die fast!.dieses ganze Gremium betrafen. Um eine Wahl zu vermeiden, machten die Darmstädtcr Zionisten den Vorschlag einer Einheitswahliiste und erklärten sich bereit, sich mit einem Drittel der Sitze zu begnügen, obwohl jeder, der mit den Darmstädter Verhältnissen vertraut ist, weiß, daß die Zionistische Vereinigung in Darmstadt sowohl an Zahl als auch an jüdischer Bedeutung ganz andere Ansprüche hätte stellen können. Die extrem liberale Richtung der Darmstädter Gemeinde, die seit langen Jahren die Gemcimlesilze als ihre Domäne in Anspruch nimmt, hat die zionistischen Forderungen abgelehnt. Die Vermittlung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, die diese in objektiver und dem Frieden dienender Absicht angeboten hat, der die zionistische Gruppe ohne weiteres sich zu unterwerfen bereit war, ist hrüsk abgclehnt worden. Es ist wichtig zu wissen, daß in Darmstadt die gesamte jüdische Jugend vom Wahlrecht ausgeschaltet ist, weil erst vom 25. Lebensjahr an gewählt werden kann, daß ferner nur wahlberechtigt ist, wer Kultussteuer zahlt oder durch einen freiwilligen Betrag sich das Wahlrecht erwirbt. Daß die Gemeinde in ihrer Wahlordnung auch den politischen Begrift des Ausländers, dem sie das Wahlrecht beschränkt, kennt, sei nur der Vollständigkeit halber bemerkt. Daß die Zionisten aus Protest dieser ״Wahl“ fcrngeblieben sind, und Wahlenthaltung geübt haben, war in dieser Situation nicht anders zu erwarten. Die liberale Richtung hat trotz größter Anstrengung mir 56 «0 aller wahlberechtigten Stimmen zur Urne gebracht. Es ist notwendig, der jüdischen Oeffentlichkeit dieses Bild einer jüdischen Gemeinde einmal vor Augen zu führen, das, wie wir hoffen, ein vereinzeltes Bild Ist. 125-Jahrfeier in Liegnitz Am Sonntag beging die Synagogengemeinde Liegnitz mit einem Festgotlesdienst die Feier ihres 125jährigen Bestehens. Rechtsanwalt Dr. Scheyer, der!. Vorsitzende, erwähnte in seiner Begrüßungsansprache zunächst, daß man gleichzeitig ein dreifaches Jubiläum feiern könne; denn vor 100 Jahren habe Dr. Samter die jüdische Schule gegründet, vor DO Jahren sei das Gotteshaus geweiht und vor 125 •Jahren die Synagogengemeinde Liegnitz ins Leben gerufen worden. Dr. Scheyer dankte allen, die zu dieser Feier beitrugen und sandte einen Gruß an die Kinder, die nun in Erez Israel oder irgendwo anders in der Welt eine Heimat gefunden haben. Im Mittelpunkt der Feier stand die Rede von Rabbiner Wechsberg. Er erinnerte daran, daß bereits im frühen Mittelalter Juden in Liegnitz lebten, bis sie im Jahre 1447 die Stadt verlassen mußten. Erst nachdem auf Grund des Edikts von 1812 wieder einem Juden das Bürgerrecht in Liegnitz verliehen worden war, kam es zur Gründung der Gemeinde, die sich nun rasch entwickelte. Ihre Mitglieder habet! stets Bürgersinn bewährt und auch in bezug aut gute Werke denen anderer Gemeinden niemals nachgestanden. Die künstlerische Ausgestaltung war vorwiegend Breslauer Künstlern anvertraut worden. Es sang der Chor der Breslauer Netten Synagoge. Der Dirigent Heinrich Markt hatte ein erlesenes Programm aus Psalmen und Hymnen arrangiert, und der vorzüglich geschulte Chor löste seine Aufgabe höchst zufriedenstellend. Die Sopransoli sang Annie Hecker sicher und beseelt. Organist Erich Schaffer (Breslau) betreute die Orgel mit erstaunlicher Gewandtheit. Liegnitz steuerte mit dem tiefempfundenen Vortrag des 98. Psalms durch Kantor Feblowicz sein Teil zum Gelingen des Ganzen bei. Eine besondere Freude aber wurde den Zuhörern mit der Verpflichtung der Berliner Altistin Susanne Locw enstein bereitet, die ihre prachtvolle, wohlig warme Stimme für vier Gesänge biblischen Inhalts einsetzte. Martin Hausdorft Arbeitstagung für Sozialarbeiter Die Tagung fand im Heim des Jüdischen Frauenbundes in Lehnitz vom 29.—31. Oktober 1937 statt. Es hatten sich zärka 100 Mitarbeiter, die in den Wirtsciiaftsstelicn und in den Provlnzial-Fürsorge-Verbändcn arbeiten, eingefunden. Es wurden die wichtigsten Fragen der heutigen Arbeit, die Fragen der Gesundheitsfürsorge, der Auswanderungs-Vorbereitung und der Wirtschaftshilfe behandelt. Die Leitung der Tagung hatten Dr. Paul Eppstein und Dr. Georg L u b i n s k i. Das erste Referat hielt Prof. Dr. Erich S e 1 i g nt a 11 n. Er gab einen Ueberblick über die gesundheitsfürsorgerisclieii Einrichtungen und die Notwendigkeit des Ausbaues dieser Arbeit. Die sehr lebhafte Debatte zeigte, daß hier ein großer Teil der Sorgen der Fürsorger liegt. Die Probleme der Auswanderungs-Vorbereitung im Zusammenhang mit der Entwicklung der Auswanderungs-Möglichkeifen behandelte Dr. Paul Eppstein. Frau Käte Rosenheim berichtete über den Stand der Unterbringung von Kindem in den Vereinigten Staaten und neuerdings in Australien und sprach ausführlich über die praktischen Möglichkeiten und Erfordernisse dieser Arbeit. Nach beiden Referaten entstand eilte lebhafte Diskussion, in der die Möglichkeiten und Schwierigkeiten dieser Arbeit aufgezeigt wurden. Am Sonnabend früh sprach Georg Joseph thal über die Frage der Auswanderungs-Vorbereitung und die derzeitige Ordnung des Bmifsaiisbildungswesens. Er betonte, wie notwendig die Berufserziehung und die Berutsvorhereitung insbesondere der jüngeren ist. In besonderem Maße ging er darauf ein, daß man aus vieler! Gründen endlich zu einer Normalisierung der Berufsstruktur kommen müBte. Die Diskussion über dieses Referat war ausführlich und außerordentlich interessant. Insbesondere wurden Versuche über die sprachliehe Vorbereitung in den verschiedensten Teilen des Reiches erwähnt. Ueber Möglichkeiten lind Grenzen bei der Produktiviening int Rahmen der Wirtschaftshilfe, insbesondere über neue I 01men der Kredithilfe berichteten Dr. Ernst Weißenberg (Breslau), Dr. Bruno Mendelssohn (Berlin) und Gerichtsassessor a. D. Martin Brasch (Berlin). Dr. Georg Lubinski hielt dann ein abschließendes Referat ״Wie kann die jüdische Sozialarbeit künftig ihre Aufgaben erfüllen“. Er beschäftigte sich damit, wie wuchtig es sei, infolge der ständigen Beschränkung der Mittel die verfügbaren Mittel so zusammenzufassen, daß möglichst die notwendigen Aufgaben erfüllt werden könnten. Um die vorliartdencn Mittel möglichst rationell zu verwenden, wurde die Forderung begründet, eine Koordinierung der Sammlungen herbeizuführen, eine Anpassung der Steuersätze bei den Jüdisehen Gemeinden und Gemeindeverbänden zu organisieren und eine Etatkontrollc bei der Aufstellung von Haushaltsplänen für verschiedene Institutionen durchzuführen. Wenn diese Forderungen in freiwilliger Zusammenarbeit verwirklicht werden, wird die jüdische Sozialarbeit auch unter künftig noch schwereren Bedingungen ihre Tätigkeit fortführen können. L. Z. Ankündigungen Aich&lfcnburgf Am 28, November: Palästina-Tonfilm ״Weg׳ in die Wirklichkeit“ und TurJilm ״Bnth Haimar“, — D.irrmtadt: Am 20. November: Palästina-TonfÜ-m ״Weg in die Wirklichkeit“ und Tonfilm ״Brith Hanoar“. —־ Dortmund: Bachad. Am 10. November, 17 und 20.30 Uhr, Saarbrücker Str. 3, Filme: .,Weg in die Wirk- Ikilkeit.“ und ״Brüh Hanoar“. Vortrag Dr. Jo>ef Burg, Berlin: ״Ju<Ienstant — JihhVhrr Staat“. — Frankfurt am Main: Müiaclh. Atn 9.^ November, 20.30 Uhr, I lnnc-1 01 k-Str. 301, Vortrag J. B. Lew: .,Der Zhmsgedanke in un-crcn Geheim“. — Gelsenkifchen: /.OG. Am 10. November, 20.30 Lhr, Thei'eMcnMr. 5, Dr. Wassermann. Oberhauscn: ״Die gegenuanige wirisuhaltlh he und politische Situation in Palästina“. «— Hamborn: ZUG. Am 9. No* vember, 20.30 Uhr, Synagoge, Dr. Wassermann: ״Die gegenwärtige Wirtschaft liehe und politBehe Situation in Palästina'*. — Karlsruhe: Am 13. und 14. November: Palästma-Tonfihn ״Weg in die Wirklidikei!“ und Tonfilm ״Hrith liannar“. — Köln: Am 8. November, Briih Chaluzim Da?.ihn, 19.15 und 21.15 Lhr, Lilinauftühning (Falä- ״sUna-Tonliim): ״Weg in die Wirklichkeit*‘. Ansprache: Dr. Jo׳׳cph Burg fBerlin). Am 11. November, Arbeitskreis. Chug Iwri: Sonntag, 20.30 Uhr. Jugendheim, Mauritussteinwcg. .- Mainz: Am 10. November: Palästina-Tonfilm י.Weg? in die Wirklichkeit“ und Tonfilm ..Briih Ihmoar“. — Mannheim: Am 21. November: Palästina- Tonlilm ״Weg in die Wirklichkeit“ und Tonfilm ״Brith Hanoar“. •— M.-Gladbach: Makkabi. Am 9. November, 20,30 Uhr, Ludendorffstr. 54. InkadvkieB, Dr. Trhz Ikenberg, Düsseldorf: ״Ausgewählte Kapitel aus dem Peel-Ben■־}!?*•. — Oberhausen: ZOG. Am 8. November, 20.30 Uhr, Gemeindehau-. Dr. Wassermann: .,Die gegenwärtige wirts« bauliche und polhüche Situation in p.da-üna‘־. — Rtckllnghausen: ZOG. Am 6. November. 20.30 Uhr, Gemeindeheim, Erich Frank, Dortmund: ״Aufgewühlte Kapitel aus dem Peel- Bericht“. — Stuttgart! ZOG. Am 15. November, 20.30 Uhr, Gartenstrafte 30 II, RabD. Dr. Schlednger, BucIym-StaUgarl: ,,Das Hebräisclu* im Wandel der Zeit”. ־— Wuppertal: ZOG. Am 10. November, Gemeindehaus, Int en-ivkreh, Dr. Fritz Ikenlxu•״ :״Aufgewühlte Kapitel aus dem Peel-Bericht“. — Würzburg! Am 23. November: Palästmn-Tonfilni ״Weg in die Wirklichkeit“ und Tonfilm ״Brith Ilanoar“. Familien -Nachrichten Herr Mathias II 1 aunsberg u!1d Frau Helene, geh. Katzenstein. Breuna bei Kassel, begehen am 7. November die goldene Hochzeit. Herr Moritz L a u h h e i ra, Pct tclbaeli, begeht am 7. November den 70. Geburtstag. Barmltwah-Termln» Am 6. November (2. Kislew): Julius Neu* g « b au e r, Sohn von A.J. Ncugebauer, Frankfurt a. M., Uhlandstr. 2. ANTWORTEN DER REDAKTION F. Bernstein. Jerusalem. Ihre Zuschrift, die sich auf die Notiz über die Krise des Zionismus in Holland in Nr. 82 der ״Jüdischen Rundschau“ bezieht, ist insofern überholt, als zu dieser Sache bereits in Nr. 8fi eine Stellungnahme des gegenwärtigen Vorsitzenden der Holländischen Zionisten abgedruckt wurde, wobei wir auch einige Mißverständnisse, die durch die erste Notiz entstanden sein mögen, aufgeklärt haben. Es ist doch selbstverständlich, daß wir den von uns und der ganzen zionistischen Bewegung seit Jahrzehnten geschätzten holländischen Freunden nicht, wie Sie unterstellen, den Glauben an den Zionismus absprechen wollten, sondern was wir sagten, war: wenn bewährte Zionisten in einer bestimmten Situation keinen anderen Ausweg sehen, als eine Auflösung der Organisation zu empfehlen, so muß man fragen, ob hier nicht eine Erschütterung des zionistischen Glaubens vorläge. Wir sind überzeugt und wünschen, daß der weitere Verlaut der Angelegenheit diese Frage eindeutig zu unseren Ung־un$ten beantworten wird. Oppenheim Das bekannte Spezialhaus für Kleiderstoffe Charlottenburg, Wilmersdorf er Str. 115116־ Wollstoffe — Samt — Seidenstoffe Briefe an die Redaktion Nodimals: ״Der Golem“ Berlin, 3. Oktober Sehr geehrte Redaktion! Diu Aufführung de:» «,Golem*‘ im jii! lochen Kui Unbund Bei lim hat eine lebhafte 1) G k u >.י i o n hervo! ge! Uten. Die Beeile .-clm ,01keu z.wi-'Ticn beruhte: 1er Au!- nähme <lc5 Stücke- und kuhBicr Ablehnung. Die Wahrheit Dt, und darauf Dt. bticiu vu;1 Dr. Nulhoaum In der ״jiuiU'heii Rundschau“ hinge■v h־>en woidcn, daij cs kein PubHkum.-ei folg Nt. Immer wenn der Kukurbund einen Glitt in die \\ ehh’emtur getan hat. wenn er eine Iveii-nkr oder Opertute ziu AuBiihrung braelite, dann ging ,-cni IUh];- kam mit. Aih den! ,,יי• h.Lhal hui Zwi”. .ui" <13, 11״ ׳ eh׳ m” M an׳ i!mal w .־!:• n■ <. - •■0;;׳' jiielt! du.n Ende d«- S:u '.־־׳ ah, H'iukTn verheb vorher (L-> '1 heater. IN Dt nicht leie! :1. <!׳ n G r ii nder. hir dieo־ Kim;! 1׳. mung n.;ehnk’ht die ו h־h1ige I 'r!»n־*!uh j ־mm illiiet' 1 ׳ י; / ׳. ׳ |;U!1'' .־ SeU.u Mi bll n! n!■ er יי 1 pHi/1: ikohk mniih dm judi- Ir .1 Buhne ühmhaujtf. \\! ::n ,,! k:lumal!“ in Berhn v:n Heg׳ n Uh- ]eil einen anberg׳. \\ >ie.!;!:־ n Krdaran, d׳d׳j der Snu! die Zuheiter aimpruch. K- Mar der Heiz de י F re m (1 a r! i g e;1, das einmal gezeigt wunl׳.•. die Wirkung einer bis ins letzte verfeinertea Sehau.spiKkun-b hinter der das Siüek soll)-!! zuniekirat. Dai Theater de» jinli־. ■hen Kulturbundes, das auch ein Stück der ״llabimnh“ bringt,!נ?, aber kein einmaliges, durch seine Fremdai ligkeit und buhe Schauspielkunst allein anziehende^ KreignU sondern eine Kin! i •htung des jüdischen Lebens in Deutsch-!and. Fern von jeder Part {tour Part-Betrachtung Bat das Kulturbund־Thea?cr eine Funktion im jiidKelun Leben. Her Jude, der noch bis vor wvi.igm DUm an einer reichen und e!־o|.K׳n Weh. An? Mehl neu e!1!!! . n ine am im י eil 1- .!an nickgrdmng?. Der Kukuk■:;;.d 510111 für ihn wieder die \ erb 1 n d 1; n £ z u r g r n ii! «_■!1 W c 1 t hör. Fr L ■mi, u nm er ,seine AuigaUe emilU. -eia Bed ü r f n i .יי n u eh Sch o 11 h e 1 l u n!1 F r c u fl e e>imkm, ihm FnBpamuiMjren hda^m, über ihn au!'h zu den Ouk'eu <Khan aeheus l ebe! licfeiun״ Und jÜdD .sehen M>th״lo״ic Mammen, nicht verstehen kann, lheaier aber, das man nur mit. Kommentar veu-tehen kann, vetüert an Wirkuu^. Die lia^ik de־- ju<b1,׳d1en Stiirkes verküi!! >iH1 nicht zuZ Grüfte, die den :Mein־, heu erliebt, .sondern stuft! ihn noch tieler herab und überiaht iha ■einfat h ,seiner Vcrzwediun^. Man tut. daher d״n1 Jhiblikuitf unrecht, Menu man ihm vor- ־Mirft. dab ts nio-bt de rechte Kinsiellun״ zum ]י.![!!׳ Imii Stoff leibe. 1 ),i.s ju'lis ־lie Piftblem, aut <\r\׳ B.uhue dai^toiclh, n-l für das l'ublikum etwim Ncu;tri1”e ■. 1' remde-, cj,0von ihm mit Kr! hi oder l־me hl zamai ii-1 aheUKmL wild. h1iü11״/!׳)״;p uii <1.יי \ l:גיlind- 1,1 me i d.! \U■׳. : י a i -.1 und b'eiht dm E1׳z;r;!11!1:׳ z U Ul j!1 d 1 c 11 e 11 k e i k - ז u in, au..-: hl-CH Mitte de.־ und andere S;!1• ke pn;11-m .•ie• 1. Wenn;1: 1׳ d־׳T fndhke■׳ Kui״;!! und tili 1ü־j! ■■׳!!׳■■■• iir.inri zur Ammhju.ii׳ imn^e dann k um er btt <1 1 < .• e 1a P 1־ :> i i h!- m. und -•o ,ed di׳’ Ma-am de! In 1! n!, 0 ך״ Bern - bland, nm!1 um a!u einen ־; 1־ ,״,: w i־.i, i!1n 1 1ü-cn le! nt und 1 in ז ■ i 1 d!׳'■ A! 11: ׳ rn!'’.׳.׳ be-?1 ■)׳-;׳,׳ m ird. i 1 0.1 '1.י• -< he N haue i< i i;t d ׳■•m der v.< od 11;׳a jodinkm! zus,';('h>t K;ne!emo v:;-■!im ..!חס nur ־imr \»)'k ■p;ica־j-ci s ln־ Auigabe!,.,'um Ke!• Jade 1 1 ׳ 1 ו in ihm di׳:־) ׳Me und Ki;;1mbmkeü *eiiitr jiidi-. lien F.\i.u-uz -spüren ׳imd daduidi in .Hinein ]mh-ehen Weit be.eaug! werden. Lr.sl wenn <r äü .wm JudeitUim ah> einen Wert erlebt, hat. wird er auch nuin׳dm1d>ereit *ein für die iremdai'tige Ph׳B?c:1k!i;k des ״Gedern". N'iv!lci*־Kt ul «er wird auch dann nnl.l de! Kall *ein, denn di(‘ d 1i-.lt re Atmo- ^!)haie, das. puaK'fd,[ ih־inigeudö der Bell'er'/ene, du; obimu׳ iitige Autiehnung gegen S 11ied;s.1L 2-ie :•md o׳lu‘1׳hch aus fiel.siem Gn!11s. Was zu den Juden in Deul.whkind -pivfhen euirde, w.iie da.s S!h׳d1. dueinen 1! •t u!!; V 11 ״ G r ö b e ver. pü- Jen he ■en \\nrd-' und das ihn iii!0 n־.. i, .-׳a 1 k> r in den durch div Bedmpungu n .-:ine.-, Lebens -ni'i-Uti.denen K ■־Uib,sU11.a umein,- Mit ZB u pmh l)r. H u ״ s C a pell * * Die v.-r-n-h. h• /n, luift W. ,naverlurcn gegang>-n.־u i!.d.~ hm: Lebens zuni׳׳kiüin nn, Krtiillt. der ,diulem‘* dir-e Funklion? Wem! u ir eia h.-J1 find, m׳'i־׳cn wir <!:1• v c r!1 e i - IJ e n. Dabei brau׳ heu v,;r üueii iii־ l!t i inund jene a; v;Ui: <!«■•. Mannes zu hemmm, (iu \1,,־i!;t׳nd der Pause zu tim 111 a!'׳lmu Be- Mudier >agte. ihm gera’.'e ».Dm CB.irdRsfür.-Mn“ he.•er nL ..Der Golem“. Die Welt de- DuDm Dt und t>B i 10 fh׳m vao ln heu Juden fremd. Der Sngrnknaans seinem eigenen Kuhuibeiei h ist. für ihn!hebt me[!r!eheu־kLr. Die diehlerhebe Bewältigung dts Stoffes kann ihn ni. ht aiwpredien. KN liegt, oiienbar in der Ligenart der jiddi-• hen Dichtung, daiS in ihr die fraghehen Sei- (er« des jüdischen Lebens am stärksten zum Ausdruck kommen. Das HnUxhinke!. in das das ganze Stück getaucht ist, die Grenze zwischen Wahn und Y'cmunft, der pa-ü'.־e Grund/ug crscliiittern nicht, s׳mderr* hedrücken nur. Die atatuktc Symbolspraehe b leiht unverstündlich für ein .nicht durrh eme jiidisf'he KrzicTaiiig gegangenes Publikum, das die Andeutungen, die aus dem Bereich der jiidiv c l t' di.״ v eWi Jud׳ n entv,m K m;p Die S hv 1־ : ipk!־h d«־r Au!nähme und die A1׳ dי .־ Sau■:-; j.jloch la5.“Vn da י Pub.ikum vuu dem e-r.t I.,eC!(זי;, waan! <h-r Ibihne vor >i־!i grht. Diesem Mangel kann iiatuki ׳h Inch!., dnrrii tiuureii- « ho l0'׳iderungen abgehoben wer* den. condern nur < h u11־״ Dninm'iker, die «h.־:n jiidi-cbi'n '1 heater den Sioit geben, dei wirklieh dem Geiuliblelicn und der inneren Iiahung seines Pubii- Lunis ent-prieht. k״hu1ge das nielit der Lall i-,1. n!ha־n wir uns bemühen, durch eine VolkscixicherBche Arbeit al!muhln־h das Verständnis lur den jüdism hen Stoff heim jüdischen Puhlikum dem Wertet!י zu we! kcn. Insotern ist das Peuüihcn des Kulturbundes das *ich zuletzt bei der Golcm-Auinihtung gezeigt hat, voll und ganz a n z U e r * kennen. (Red.) iiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiitiiiii'miiimimiilmiHmiiiniimiiiimiiiimiiiü'iiiimiiimmmiminm'üiiüiiiiiiiimihiii'iini Eine schwedisch-jüdische Millionen-Spende. Unser Stockholmer H. R.-Berichterstatter schreibt uns: Der Duehveriag Albert Bon nie r begeht das Jubiläum seines 100jährigen Bestehens; er ist seit Gründung noch in derselben schwedischjüdischen Familie Bonnicr, deren jetziger Senior, Dr. Karl Otto Bonnicr, der kürzlich seinen SO. Geburtstag feierte, mit seinen Söhnen den Verlag; leitet. Aula!1dich des Jubiläums stifteten die Besitzer zwei Millionen schwedische Kronen, nach Alfred Nobel die größte literarische Stiftung, die in Skandinavien gemacht wurde. Eine Million soll als Stipendien Schriftstellern, Journalisten sowie Künstlern auf dem Gebiete der Buchkunst /!!fallen. Weitere 50׳MKD Kr. gehen für einen ״Albert-Bonnier-Reisc* und Studienfonds“ des Personals und die restlichen 500 000 Kr. werden unter das Personal verteilt.