Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 82 (15.10.1937)
- Date
- 1937-10-15
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 82,15. OKTOBER 1937 SPORT-RUNDSCH Rundblick auf die Sportplätze Erste Handball - Rundenspiele Am letzten Sonntag starteten die Handballer ihre ersten Rundenspiele. Pie Ergebnisse zeigen, daß fast ohne Ausnähme die Favoriten gesiegt haben. Hervorzuheben ist lediglieh das Spiel der III. Mannschaft des Bar Kochba gegen die I. Jugend der JSG., das überrasche nderweise von Bar Kochba-Hakoali gewonnen wurde. Die Begegnung zwischen den ersten Mannschaften des Bar Kochba-Hakoah und des Boxciub Berlin brachte einen haushohen Sieg der Makkahilente. Spandau, in Höchstform, konnte 8 Tore erzielen und wurde von den übrigen Stiirmern ausgezeichnet unterstützt. Der einzige Fehler in die- 6er Mannschaft ist die schlechte Taktik bei Strafwürfen des Gegners. Es wäre notig, die Strafwurfmauer besser aufzustclien, damit dem Torwächter nicht die ganze Sicht genommen wird. Bar Kochba-Hakoah ist wohl selten in dieser Spielstarke aufgetreten. Wenn er dieses Niveau halten kann, dürfte es ihm nicht schwerfallen, am Schluß der Saison den!ersten Tabellenplatz ,einzunchmen. Ergebnisse: Bar Kochba-Hakoah V gegen Kanu II 15:0 (7:0); Hagibor II gegen JSG. VII 5:1 (3:1); JSK. I gegen Kanu 1 16:1 (7:0); Bar Kochba-Hakoah III gegen JSG. 1. Jugend 4:2 (2:0); JSK. II gegen Taubstummen I 7:2 (5:21; Bar Kochba-Hakoah I gegen Boxclub Berlin 1 14:7 (7:2); Bar Kochba I. Frauen gegen Bar Kochba III. Frauen 8:0 (6:0); JSK. I. Frauen gegen Bar Kochba-Hakoah H. Frauen 4:0. * Am Schäfersee trafen sich die Fußballer des Bar Kochba- Hakoah und des JSK. zu einem Klubkampf, der von Bar Kochba-Hakoah überlegen gewonnen wurde. Im Hauptspiel der I. Männermannschaften zeigte der Sturm der Bar Koch-' baner ein schönes Spiel. Auch die Verteidigung wußte sehr zu gefallen. Ergebnisse: BK. I gegen JSK. I 4:1; BK. II gegen!JSK. II 10:2; BK. III gegen JSK. III 13:2; BK. AH. gegen •JSK. AH. 12:0; BK. I. Jugend gegen JSK. I. Jugend 2:2; BK. II. Jugend gegen JSK. II. Jugend 6:2; BK. 1. Schüler gegen JSK. 1. Schüler 3:2; BK. 111. Schüler gegen JSK. III. Schüler 3:2; BK. IV. Schüler gegen JSK. IV. Schüler 1:2. Jtus Nürnberg siegt gegen Hanau Der JJB. Hanau weilte mit zwei Fußballmannschaften und ׳einer Damen-Handballmannschaft in Nürnberg und mußte dem Gastgeber alle drei Siege überlassen. Im Spiel der I. Mannschaften überraschte die junge eifrige Hanauer Mann- Schaft durch ihren Widerstand gegen die technisch von Anfang an überlegene Nürnberger Elf. Der Nürnberger Sturmführer Neubauer überraschte angenehmst und brachte seinen Verein mit zwei Toren in Führung. Schmitt stellte mit einem dritten Tor das Endresultat von 3:0 für Nürnberg her. Auch die zweite Elf Nürbergs war ihrem Gegner jederzeit überlegen und siegte 5:1. Im Damen-Handball behielt Nürnberg über die Gäste mit 3:1 die Oberhand. Pokalspiel In Stuttgart Beim Pokalspiel zwischen Hakoah Stuttgart und TC. 03 Karlsruhe gaben beide Mannschaften ihr Äeußerstes her. Die Stuttgarter gewannen verdient mit 3:2 (2:1). Verbandsspiele In Dresden Bar Kochba Dresden trug gegen Hagibor Berlin die ersten Verbandsspiele aus. Zuerst gab cs ein Herren-Handbailspiel, bei dem sich Dresden überlegen zeigte. Berlin fand sich erst in der zweiten Spielhälfte, mußte aber Dresden, bei dem die Stürmer und der gute Tormann Eckstein den Ausschlag gaben, einen 8:4(5:!)-Sieg überlassen. Die I. Fußballmannschaften lieferten sich einen spannenden Kampf. Dresden übernahm sofort die Führung, die cs bis Schluß nicht abgab. Berlin kam in der zweiten Halbzeit in Form ־und war gegen Ende dem Ausgleich nahe. Dresden gewann mit einem ehrenvollen 3:2(3:0)-Sieg. Ergebnis: fi:l (3:0) für Dresden. Hamburg Blau-Weiß Hamburg empfing die Fußballmannschaft des Makkabi Rostock. Besonders in der zweiten Spielhälfte erzielten die Hamburger Tor auf Tor, woran sich die gesamte Stürmerreihe beteiligte. Man merkte den Gästen besonders nach Halbzeit deutlich an, daß ihnen regelmäßige Spielgeiegenheit und Training fehlt, da sie dem Tempo allzu früh zum Opfer fielen. Ergebnis: 16:4 (3:2). Hakoäh-Essen schlagt Maccabl - Düsseldorf Im Klub-Boxkampl 9:8 Nach fast zweijähriger Pause wurden in Düsseldorf wieder Boxkämpfe ausgetragen, die sich eines guten Besuches ,erfreuten. Es wurde in fast allen Kämpfen sehr unsauber geboxt; der Ringrichter Klayman (Köln) griff nicht energisch genug durch. Sehr vielversprechend waren die Leistungen der Naclnvuchsboxer. Die einzelnen Kämpfe nahmen folgenden Verlauf: Im Weltergewicht hatte Ehrlich (Düsseidarf) gegen Kohn (Essen) in jeder Phase des Kampfes das Heft in Händen und siegte überlegen nach Punkten. Schauder (Essen) schlug Ackerfeld (Düsseldorf), ebenfalls nach Punkten, fm Fliegengewicht gab Rosentha! (Düsseidort) gegen Finger (Essen) den aussichtslosen Kampf in der 1. Runde aut. Im darauffolgenden Leichtgewichtskampt kämpfte der Kölner Pflanzer gegen Waag II (Essen) für Düsseldorf. In der 2. Runde gab sich Pflanzer, der bis dahin überlegen geführt hatte, eine kurze Blöße una im gleichen Augenblick landete Waag II einen rechten Kinnhaken, der Pflanzer für die Zeit zu Boden warf. Waag IJ errang damit seinen dritten k.o.-Sieg in sechs Wochen, und' man darf aut seine Entwicklung gespannt sein. Im Kampfe der Bantamgewichtler Heymann II (Essen) gegen Textiler rettete letzteren in der 2. Runde nur der Gong vor dem k. o. Nach sehr unsauber geführtem Kampfe wurde Heymann überlegener Punktsieger. Im Weitergewicht ging der Makkabimcister Lewin _ (Düsseldorf) nach längerer Pause gegen Hauser (Essen) in den Ring. Beide Gegner klammerten und trennten sich unentschieden. Wieder im Weiter standen sich Wallach (Düsseldorf) und Belftr (Essen) gegenüber. Nachdem mehrere Verwamungen des Ringrichters erfolglos waren, schickte dieser Wallach aus dem Ring und sprach Belfer den Sieg zu. Was bringt der Sonntag? Berlin. Eröffnungs-Waldlauf auf dem Grunewald-Sportplatz. Beginn: 11 Uhr. Hockey. Tennisklub BK. I gegen JSG. I, 12 Uhr; BK. 11 gegen BK. Junioren, 15.30 Uhr; Sportplatz Marieudorf, Kaiserstraße. Um den Pokal des Deutschen Makkabi-Kreises Am Sonntag stehen sich die Endrundengegner der Pok a 15 p i e 1 c des Deutschen Makkabikreises im Handball und rußball gegenüber. Lange Zeit hat es gedauert, ehe diese Mannschaften ermittelt werden konnten und es hat viele Kämpfe gegeben, bis die Schlufirundengegner ermittelt werden konnten. Der Bezirk Berlin-Brandenburg hat seine Mannschaften sowohl im Handball als auch im Fußball sorgfähig aufgcstellt, um die starken Vertreter aus Südwest- und Mitteldeutschland schlagen zu können. Im Handball wird die Mannschaft aus Mitteldeutschland der Gegner des Bezirks Berlin-Brandenburg sein. Die Mitteldeutschen, die sich größtenteils aus Spielern der Leipziger und Dresdner Makkabivereine zusammensetzen, werden es sehr schwer gegen die in folgender Aufstellung spielende Mannschaft von Berlin haben: Berlin-Brandenburg: Lewy Bartfeld Grünspahn Simon Matthe* Sommerfeld Sraedresmann Ssmtiel Spandau Sieg־«! Model Schlesinger Sieradzki Hirsdibcrger Cfopek RabinowiUch Dziuba.i Blonski II Strom Nebervrahl Blonski III Eckstein Mitteldeutschland: Der Sturm der Berliner Mannschaft besteht aus fünf sehr starken Spielern, die hoffentlich nicht wieder in den Fehler verfallen werden, diese Spielstarke nur für den einzelnen Mann auszunutzen, sondern endlich einmal daran denken, daß es auch so etwas wie Kombinieren gibt. Wenn der Sturm dies beherzigen würde, dann dürfte es der Mannschaft nicht schwer fallen, einen klaren Sieg über ihre Gegner aus Mitteldcutschland davonzutragen. Die Fußballmannschaft von Berlin-Brandenburg wird sich in folgender Aufstellung ihren Gegnern stellen: Nathan henheim Sperber Kaufmann Meierheim Scharf Hilkowite Langsam Hecht Ende Hirsch May Kaufmann W. Grunebaum Gutmann Herrsch Sommer Cohn I Gigurski Fries Bei den Südwestdeutschen sind es hauptsächlich Spieler des Bar Kochba Frankfurt, die ihren Bezirk vertreten. Nur der Verteidiger Colin und der Stürmer Kaufmann gehören den Makkabivercinen von Mannheim bzw. Karlsruhe an. Die südwestdeutsche Repräsentativen ist sehr stark und darf von der Mannschaft des Bezirks Berlin-Brandenburg nicht unterschätzt werden. Bei dieser Mannschaft tritt besonders die starke Aufstellung des Sturmes hervor und es wird sich zeigen, oh die Erwartungen, die in diesen Sturm gesetzt worden sind, erfüllt werden. Die bewährte Verteidigung von Sperber und Isenheim wird dem südwestdeutsehen Sturm eine harte Nuß zu knacken geben'. Beginn der Pokal s p i e 1 e: 14 Uhr. R. H, Wer Ist Kreigsman? Der Erbauer des Makkabiah - Stadions W71r brachten in der letzten ״Sport-Rundschau" eine Notiz, die über den Neubau des Tel Aviver Stadions hcrichtete. Der schwedische Reichstrainer Kreigsman hat die Leitung dieses Baues übernommen. A. W. Kreigsman war ein ausgezeichneter all round- Athlet, der Würfe zu seiner Spezialität gemacht hatte. Er war der Erste in der Welt, der den Speer über 70 m warf, aber das gelang ihm erst einige Jahre, nachdem er bereits Berufstraincr geworden war, und deshalb konnte diese Leistung nicht als der sensationelle Weltrekord anerkannt werden, der er tatsächlich war. Während seiner Wirksamkeit als Lehrer und Trainer widmete sich Kreigsman dem Bau von Wettkampfbahnen una Tennisplätzen. Er begann damit 1912, als er als Assistent des Engländers Ferry die Laufbahn im Stockholmer Stadion herstellte. Weltbekannt wurde sein Bahnbau im Olympischen Stadion zu Amsterdam 1928, als die einheimischen Ingenieure eine vollkommen unbrauchbare Bahn geschaffen hatten und Kreigsman, der damals als Trainer der holländischen Olympia-Mannschaft an Ort und Stelle weilte, in weniger als drei Wochen die Bahn in erstklassige Verfassung brachte. 1926 wurde Kreigsman als Reichstrainer nach Holland engagiert, um die holländischen Athleten für die Spiele zu Amsterdam 1928 vorzubereiten. Der berühmte Dreispringer W. Peters, der Dutzende internationaler Meisterschäften, darunter mehrere britische Meistertitel, gewann, war einer seiner erfolgreichsten Schüler, ebenso van de Berghe, einer der besten europäischen Sprinter. Mehrere holländische Meister kamen jahrelang für die Sommermonate nach Malmö, um sich von Kreigsman trainieren zu lassen. Holland machte in den letzten Jahren die größten Anstrengungen, um Kreigsman wieder zu verpflichten, der nach 1928 in seine Heimat Schweden zurückgekehrt war. Inzwischen wurde aber Kreigsman mit so vielen Aufträgen für die Errichtung von Wettkampfbahnen und Tennisplätzen überhäuft, daß er nicht mehr daran denken konnte, Schweden zu verlassen. Seit Kreigsman in Süd-Schweden (Skane) wirkte, hat diese Provinz eine führende Rolle im schwedischen Sport errungen. Sechs Jahre hintereinander errangen zwei Vereine Malmös die schwedische Vereins-Meisterschaft. Die bekam!- testen von Kreigsmans Schülern während der letzten Jahre sind die schwedischen Rekordleute Lcnnart und Atterwall, der mit fast 72 m den schwedischen Rekord im Speerwurf hielt und sich bei den Spielen 1936 in Berlin placierte. Ferner der Sprinter Lcnnert Strandberg, der bei den Berliner Spielen 1936 in den Endlauf kam, aber in aussichtsvolier Position infolge einer Muskelzerrung aufgeben mußte, seitdem aber die besten Sprinter Deutschlands, Englands nsw. gcschlagen hat. Seine besten Zeiten sind 10,4 und 21,4 Sek. für 100 m und 200 m. TEL AVIV 13.—20. April 1938 Offizielles Reisebüro der 3. Makkabiah PALESTINE & ORIENT LLOYD B0rlln W15 »׳ Meinekeitrade 2 Sport - Umschau in Erez Israel Von unserem Berichterstatter FL, T e i A v i v, Anfang Oktober ln den letzten Monaten hat der Maccabi Haifa mit einer Reihe hervorragender Sch w i in m v e r a 11 staltu ngen eine große Aktivität entfaltet. Fraglos wären in Tel Aviv und den größeren Kolonien ähnliche Erfolge zu erzielen, wen« Möglichkeiten zur Elrriehtung von Schwimmbassins durch Mitarbeit der Behörden gegeben wären. In Tel Aviv bemüht sich neuerdings die ״Liga llajammith“, eine zur Förderung des Wassersportes gegründete Vereinigung, Abhilfe zu schaffen. Das jetzt in Tel Aviv zur Verfügung stehende Bassin von einer Größe von 8x8 m reicht nicht dazu aus,. den Bedürfnissen der Vereine zu entsprechen. Die Schwimm- Veranstaltungen werden sich also in nächster Zeit noch auf Haifa konzentrieren müssen. Mit einem ״Tag der Jugend‘4 und einem Wettkampf gegen eine Auswahlmannschaft der englischen Polizei erreicht die Sominersaison in Haifa ihr Ende. Im Laufe des Oktober unternimmt der Maccabi Haifa mit seiner Kampfmannschaft und seiner Wasserhallsieben eine Tournee nach Aegypten. Es kann heute schon testgestellt werden, daß Schwimmen diejenige Sportart sein wird, in der der Maccabi Erez Israel für die Makkabiah am besten vorbereitet ist. In den übrigen Sportarten nimmt die Saison nur allmiih״ lieh ihren Anfang. Im Fußball dürfte die Nationalliga wieder erheblich an Interesse gewinnen, nachdem die vor zirka 6 Monaten disqualifizierten 22 Spieler des Maccabi Tel Aviv begnadigt worden sind. Maccabi Tel Aviv, der seinen besten Spieler, Donnenfcld, der jetzt für Oiympique- Marseille spielt, verloren hat, gewann bei seinem ersten Auftreten mit der allen Mannschaft gegen eine Auswahlelf des englischen Militärs mit 5:2. Die Maccabi-Mannschaft, der die lange Zvvangspause deutlich anzumerken war, konnte keineswegs überzeugen. In der Leich tat 11 letik gab es bisher nur ein vorbereitendes Training z.wecks Nominierung der Auswahlmarinschaft für die Makkabiah, das in Rechowoth stattfand. Die Leistungen waren noch sehr schwach, und auch die Beteiligung der Vereine geringfügig. Lediglich der nusgezeich* ncte Mittelstreckler Waldmann (Rechowoth) wies eine ansprechende Form auf. Die Aussichten Erez Israels für die Makkabiah können in dieser Sportart nicht günstig beurteilt werden, da die Zahl der Spitzensportler mir kiein ist, und in den Laufwettbewerben es nur Durchschnittskönner gibt. Im Handball und Hockey beginnen die Ligaspiele Ende Oktober. Ihr Verlauf dürfte ein Bild über das Stärke- Verhältnis der Makkabiah-Mannschaften geben. In diesen beiden Sportarten kann mit starken und gut eingespieltem Mannschaften zur Makkabiah gerechnet werden. Im Tennis fanden in letzter Zeit zwei bedeutende Veranstaltungen statt. Das Turnier des englischen Jcmsalcm-SportcIubs vereinigte die besten englischen lind jüdischen Spieler des I.and es. Sie bewiesen, daß die Brüder Radyan nach wie vor eine Extraklas.se in Palästina darstellen; im Hcrrcneinzel qualifizierten sich beide für die Endrunde, und auch das Herrendoppel war ihnen nicht zu nehmen. Neben ihnen hat dgr Maccabi Tel Aviv in Radyan III, Finkelkrant und Kornfeld einige Spieler von Format. Die Meisterschaften der Tennisfederation von Palästina verloren an Interesse, da die führenden englischen Klubs an der in Tel Aviv ausgetragenen Veranstaltung nicht tcilnahmcn. Auch hier waren die Gebrüder Radyan in den meisten Wettbewerben in Front. Landesmeisterin im Dameneinzel wurde Frau Rosenstein (M. T. A.) über Frau Jacobsohn (Maccabi Rechowoth). _ Sportfest in Magdeburg Der Makkabi Magdeburg veranstaltete als Abschluß seiner Sommerarbeit ein Sportfest unter dem Motto: ״Tag der jüdischen Jugend‘‘. Den Höhepunkt bildete die Fahnenweihe, hei der Alexander F r i c d 1 e r auf die Bedeutung hinwies, die der geistigen und sportlichen Arbeit eines Makkabi- \ercins zukommt. Die Berliner und Leipziger Gäste heimsten den Löwenanteil in den sportlichen Darbietungen ein. Das Altherren* Handballspiel sowie das Spiel der Knaben Berlin gegen Magdeburg wurden von Berlin, ein Jugendtreffen zwischen Leipzig und Magdeburgvon den Leipzigern gewonnen. Schaftmann gewann seine 100 m auf der schlechten Bahn in 11,2 Sekunden, und Wcrthen lief die 3000 m in der neuen Jahres- Bestzeit Von 9:11,1 Min. gegen Levy, der sich mit 9:31,1 Minuten gewaltig verbessert zeigte, Tomlxnvsky (Berlin) wurde im Kugelstoßen mit 10,76 m sowie im Speerwerfen für Jugend mit 3S,90 m Doppelsieger. Als Abschluß verlieh Siddy Gold schm i d t fünf Makkabiin aus Magdeburg das Makkabi-Leistungsabz eichen.