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Jüdische Rundschau · 1937-10-15 · Heft 82 (15.10.1937) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 82 (15.10.1937)
Date
1937-10-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 82, 15. OKTOBER 1937 Vermeidung der Teilung? Die Alternative: Jüdisch-arabisches Abkommen Von der Woche Terrorakte Das Erholungsheim Achwa bei der Kolonie Mora in der Nähe von Jerusalem ist in einer der letzten Nachte beschossen worden. Gleichzeitig wurde die Telephonleitung nach Jerusalem durchschnitten. Fünf Polizisten erwiderten das Feuer und vertrieben die Angreifer. In dem sogenannten ״Niemandsland" an der palästinensischen Nordgrenze bei Ras el Nakura sind sieben Autos von sechs bewaffneten Arabern angehalten und aus ge raubt worden. Der Muclitar des Dorfes J au ne 11 bei Rosch Pina, Hadsch Stile im an T a m i n, ist von arabischen Wegelagerern beschossen und leicht verwundet worden. 'Man nimmt an, dal! der Anschlag erfolgte, weil der Muchtar in freundschaftlichen Beziehungen zu den in dieser Gegend lebenden Juden stellt. Int Zusammenhang mit der Tat wurden siebzehn Araber verhaftet. Ein weiterer Ueberfall wurde aut die Polizeistation auf dem Berg Kanaan bei S a f e d ausgeführt. Die Polizei erwiderte das Feuer. Die Angreifer ließen keine Verletzten aut dem Kampfplatz, zurück. Einem Eeucrüberfall war auch die Kolonie Gordonia bei Glied era ausgesetzt. Meli- Tere Schlisse drangen in den Speisesaal der Siedlung ein. Hilfspolizei erwiderte das Feuer. Die Räuberbande, die letzten Sonntag die sieben Autos bei Ras el Nakura ausgeraubt hat, treibt jetzt ihr Unwesen jenseits der Grenze auf derselben Straße Beirut—Haifa aut libanesischem Gebiet. Dort wurden Montag 17 Autos an ge 11 alten, die Insassen (einschließlich Frauen und Kinder) völlig aus geraubt, mißhandelt und fast nackt zurückgelassen. Die libanesische Polizei war nicht zur Stelle. Maßnahmen der Regierung In Hebron wurde eine gründliche polizeiliche Durchsuchtmg vorgenommen. Die Nachforschungen galten inshesondere dem geflüchteten Mufti dieser Stadt, in Ramie wurden 24 Araber wegen angeblicher Zugehörigkeit zur ״Schwarzen Hand“ verhaftet. In Akko haben die Behörden 30 einflußreichen Kaufladen bekanntgegeben, daß sie auf Grund der Notverordnungen für Zwischenfalle in der Gegend haftbar gemacht werden würden. In Nordpalästina haben die Behörden die scharfen Maßnahmen zur Unterdriiekung des arabischen Terrors fortgesetzt. Für die Umgebung von Safed wurde ein 24stündigcr Ausnahmezustand verkündet. Das Gebiet wurde von Polizeiabteilungen nach Verstecken arabischer Banden abgestreift. Eine neue arabische Vertretung? Die hebräische Tageszeitung ,.Dawar“ berichtet, daß Verbandlungen mit arabischen Notabein der gemäßigten Richtung über die Einsetzung einer neuen arabischen Vertretungskörperschaft aufgenommen wurden. Diese Körperschaft soll an die Stelle des verbotenen Obersten Arabischen Komitees treten. Staatsanwalt M u s s a el A I a m i, der seit 1935 dem juristischen Department der Palästinaregierung angehört, hat sein Amt niedergelegt und sich nach Syrien hegeben. Es konnte bisher noch nicht festgestellt werden, ob sein Rücktritt mit der angeblichen Absicht der Regierung im Zusammenhang steht, Diszipünarrnaßnahmcn gegen diejenigen arabischen Beamten zu ergreifen, die sich während der Unruhen des letzten Jahres in einem Memorandum fiir die Forderungen der arabischen Nationalisten eingesetzt haben. Wie von der Mahe-Insel,‘ einem Eiland der Seychellen- Gruppe, gemeldet wird, sind die aus Palästina von den britischen Behörden deportierten Araberführer am Montag dort an Bord des britischen Zerstörers ״Active“ eiligetroffen. Agitation in den Nachbarländern Wie ans den arabischen Nachbarländern Palästinas mitgeteilt wird, hat sich dort in den letzten Tagen die Propaganda fiir eine E i n m i s c h 11 n g d c r a r a bischen Welt in die palästinensischen Angelegenheiten verstärkt. Dies soll hauptsächlich daraut zurückzufi'thren sein, daß der Vorsitzende der Palästinensisch-Arabischen Partei, Dschemal el Huss e i n i, in Bagdad eingetroffen ist, und dort ein neues palästinensisch-arabisches Propagandazentrum eingerichtet _ hat, das die Arbeit des aufgelösten Obersten Arabischen Komitees fortsetzt. Er wird von dem früheren politischen Hauptmitarbeiter des Mufti, Izzat Darwazar, unterstützt. Aus Damaskus wird dem ״Feiestin“ berichtet, daß einige der Haiiptteilnchmer an der Konferenz von B 1 0 u d a n die gegenwärtige Lage in Palästina erörtert haben. Nach der Sitzung fand eine Zusammenkunft mit dem Ministerpräsidenten von Syrien, Dschamil Ward am B c y, und mit dem Außenminister statt. In einer danach abgehaltencn zweiten Sitzung wurde beschlossen, die ״Beschlüsse von Bloudan“ durchzuf iihren. , Der geheimnisvolle ״Wolf" ״Daily Express“ hatte berichtet, daß an der Spitze der arabischen Terroristen in Palästina jetzt ein Ausländer unter dem Decknamen der ״W o 1 f“ stehen soll. Wie ״Dawar“ hierzu meldet, handelt es sich uni den Armenier George Hack, der sich selbst Captain Ha ig nennt. Er soll in der syrischen Fremdenlegion gedient, sich am Drusenaufstand beteiligt haben und sodann aus Syrien nach Amerika entflohen sein, wo er als Instruktor an einer amerikanischen. Miütärsclmle gedient haben soll. Von der Zeit des Drusenaufstandes her kannte er Kaukji und kam während der vorjährigen Unruhen nach Palästina, um sich Kaukji zur Verfügung zu stellen. Er befaßte sich in der Hauptsache mit W a 11 e n 8 c h m u g g e 1 aus Syrien und mit der technischen Anleitung bei der Munition- und Bombcnlierstcllung. In Jerusalem pflegte er im King-David-Hotel zu logieren. Gegen Ende der Unruhen wurde die Polizei auf ihn aufmerksam. Er entkam jedoch nach Syrien. Dort soll er sich an den Unruhen im Alexandre ttc-Be 7. irk beteiligt haben. Nach Veröffentlichung des Peel-Berichtes kehrte er nach Palästina zurück, in der Hoffnung, die Führung eines neuen Aufstandes zu übernehmen. Inwieweit: er mit dem Mord an Andrews in Verbindung steht, äst zweifelhaft. Auch jetzt soll seine Haupttätigkeit im Waffenschmuggel bestehen. Neue Einwanderungs-Kommission? Die Palästina-Regierung erwägt die sofortige Ein• Setzung einer besonderen Einwanderun gs - komm iss io n, die die Aufnahmefähigkeit des Landes für die nächste Alijah studieren soll. Die Kommission soll aus neun Mitgliedern bestehen; Araber und Juden werden zu gleichen Teilen in ihr vertreten sein. Die Palästinavcrwaltung wird sich den maßgebenden Einfluß auf die Entschlüsse der Kommission durch einen englischen Vertrauensmann sichern. (Wir geben diese Nachricht mit allem Vorbehalt wieder. Red.) Anläßlich der Wendung in der Regierungspolitik in Paläsfina, die sich in dem energischen Vorgehen gegen die arabischen Extremisten ausdrückt, glaubt der ״Haare/.“, wie uns aus Tel Aviv geschrieben wird, auch Möglichkeiten für die Vermeidung oder Verschiebung der T e i - 1 u n g zu sehen. Im Leitartikel am 7. Oktober wird bedauert, daß die gemäßigten Araber entweder die Situation nicht richtig einschätzen und noch immer nicht an den Ernst des Durchgreifens der Regierung glauben, oder auch cs noch nicht wagen, von den Extremisten abzurücken. Durch die strenge Pressezensur sind die arabischen Zeitungen jetzt verhindert, irn früheren Stile zu schreiben, aber bis jetzt kann man keinen wesentlichen Unterschied in der Pressercaktion der Extremisten und der Gemäßigten feststellen. Die extremistische Zeitung ״Islamia“ schreibt, man solle den Mut nicht verlieren, während der gemäßigte ״Felestin“ (Nasliaslnbi-Partci) die Araber damit tröstet, daß die im Völkerbund vertretenen arabischen Mächte dort ihre Interessen wahrrieh men werden. Freilich, die Hoffnungen der arabischen Extremisten, den Teilungsplan durch Terrorakte unmöglich machen zu können, sind durch die Wendung in der Regierungspolitik stark reduziert worden. Andererseits muß man sich fragen, ob die Regierung selbst nicht die neue Situation zu einer Veränderung ihrer Haltung gegenüber dem Palästinaproblem benutzen wird. England ist stets daran interessiert, Zeit zu gewinnen und entscheidende Schritte bis zu einem günstigeren Hugo Bergmann wiedergewählt Wie der JTA. aus Jerusalem telegraphiert wird, ist der bisherige Rektor der HebriFschen Universität Jerusalem, Prof. Hugo Bergmann, auch für das kommende Studienjahr zum Rektor wiedergewählt worden. » Die Nachricht von der Wiederwahl Bergmanns, der bereits zweimal Rektor war, ist ein Beweis, daß er sich in seiner Amtsführung das allgemeine Vertrauen erworben hat. Es ist gewiß kein gewöhnlicher Fall, daß ein Mann dreimal hintereinander zum Rektor gewählt wird. Alle Freunde der Universität werden diese Wahl eines Mannes, der sich so in der Arbeit bewährt hat und dessen Persönlichkeit so repräsentativ fiir die Universität ist, wärmstens begrüßen. Die ״Jüdische Rundschau“, die Prof. Bergmann zu ihren gesell ätzten Mitarbeitern zählt, schließt sich diesem Glückwünsche an. Gegen die innere Hetze Aus Tel Aviv wird uns geschrieben: Der ״Dawar“ beobachtet mit Besorgnis den Pressekampf der Radikalen gegen die Führer der zionistischen Be- Wegung: Ä11 Stelle des von der Regierung verbotenen Revisionistenblattes ״Hajarden“ erscheinen jetzt verschiedene Eintagsblätter, die ihre Angriffe auf Shertok, Weizmann und den Anwalt der Agency, B. Joseph, konzenfrieren. Dabei fallen Ausdrücke wie ״Bankerotteure“, ״altbekannte Verleumder“. Weizmann ״hat das jüdische Volk verraten“, Shertok ״lechzt nach dem Blut seiner Volksgenossen“, Joseph ist ״der Hauptankläger und Regisseur in der Blutbescluildigung (AHosoroff-Prozeß)“. Uebcr Weizmann wird noch gesagt, daß ״das Mysterium seiner Be- Ziehung zur britischen Regierung ein Mysterium geblieben ist“, über Shertok, daß er beim High Commissioner den Angeher gespielt habe und daß am Tage, nachdem er bei diesenr gespeist habe, die Verhaftungen von Juden an den verschiedenen Orten des Landes vorgenommen worden seien. Aehnlich — so schreibt ״Dawar“ — bat man Arlosoroff in der Zeit vor seinem Ende wegen seiner amtlichen Beziehunzu haben in den guten Fachgeschäften ־/USW«r«] VienatKrqmässt Tnssbekleiäunq gen zum High Commissioner angegriffen. Es ist Pflicht, in der Oeffentlichkeit auf das Gift hinzuweisen, das zweimal wöchentlich über uns ausgegossen wird. Die Täter rühmen sich schon dessen, daß sie ein warmes Echo im jüdischen Publikum Palästinas finden. Die breite Oeffentlichkeit ist daran interessiert, solcher Giftmischerei das Handwerk zu legen. Die Art und Weise, wie hier innere jüdische Kämpfe ausgetragen werden, muß in der Tat äußerst peinlich und abstoßend wirken. Wenn man bedenkt, daß diese Zeitungen von einem Publikum gelesen werden, das ohnedies nicht sehr urteilsfähig, dagegen abenteuerlustig ist, so versteht man die Gefahr, die mit derartiger Schreiberei verbunden ist. Wenn das jüdische Volk selbst keine Mittel besitzt, so ein Treiben unmöglich zu machen, dann müßte u. E. die Palästina-Regierung cingreifen, deren Pflicht es wäre, irr der gegenwärtigen elektrisch geladenen Atmosphäre jede Art persönlicher Hetze zu unterbinden. Beratungen aber die Lage Der Waad Leumi und die Mitglieder der Exekutive der Jewish Agency sind am 14. d. M. zu einer Beratung mit den Vertretern des Jischuw über aktuelle Fragen der Sicherheit, der Wirtschaft, der Erziehung und der politischen Entwicklung Palästinas zusammengetreten. __ In Jerusalem wurde am Dienstagmittag ein schwacher Erdstoß verspürt. Irgendwelche durch das Beben verunsachte Schäden sind bisher nicht gemeldet worden. Zeitpunkt aufzuschieben. So ist es möglich, daß England heute einem jüdisch-arabischen Uebercinkommcn zustimmen würde, das etwa auf der Basis der Verhandlungen des Vorjahres (während der Unruhen) abgeschlossen werden könnte« Das würde einen Vertrag auf 5 oder 10 Jahre bedeuten. Im Mai 1936 sprach man davon, daß die jii« dische Einwanderung während der nächsten zehn Jahre nicht zur jüdischen Mehrheit führen dürfte, daß sie aber andererseits eine Verdoppelung der JU« dischen Bevölkerung während dieser Periode be« deuten dürfte. Auch Uber die Errichtung einer ge setz« gebenden Versammlung unter gewissen Garantien wurde damals verhandelt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß man jetzt versuchen wird, uns auf ähnlicher Basis an den Verhandlungstisch zu bringen. Das braucht nicht die Aufgabe des Teilungsplans zu bedeuten. Er kann noch immer zur Wahl stehen, entweder für die Zeit nach Ablauf des jüdisch-arabischen Vertrages, oder auch wenn der Vertrag bei seiner Ausführung auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen sollte. Man muß mit solchen Möglichkeiten auf jeden Fall rechnen. Man konnte sich bei den Genfer Verhandlungen des Eindrucks nicht erwehren, daß England keinesfalls bereit ist, für den Teilungsplan zu kämpfen, wenn sieh Juden und Araber ihm entgegeusiellen sollten. Im Gegenteil, es scheint möglich, daß England den Kampf um die Durch füllrung der Teilung den Juden z 11 s c h i e b e n wird. Um 60 km kürzer Die neue Chaussee Haifa —Tel Aviv Nachdem aut der neuen Chaussee Tel Aviv—Haifa (vgl. das Bild in Nr. SO der ״J, IC“) ein reger jüdischer Autoverkehr aufgeuommen ist, widmet die Wirtschafts• beilage des Tel-Avivcr ״Haare/" dem Ereignis folgende Be״ trachtungen: Die jetzt cingeweihtc Chaussee kürzt den Weg zwischen beiden Städten um 6 0 Kilometer ab: sie führt an wichtigen jüdische« Kolonien vorbei und sie befreit den jüdischen Reisenden von der Notwendigkeit, arabische Städte wie Dschenin und Tulkerem zu passieren, wo er selbst in ״Friedens/eiten“ oft Unannehmlichkeiten ausgesetzt war. Der jüdische Jischuw mul auch (aus anderen Gründen) der arabische, haben die Bahnung dieser Chaussee seit Jahren immer wieder verlangt. Auch die Regierung mußte die Notweudigkeit dieses Projektes anerkennen, aber sie verschob seine Ausführung unter der Begründung, daß kein Geld zur Verfügung stehe, immer wieder von Jahr zu Jahr, In den blutigen Unruhen des vergangenen Jahres erlorderte der alte Weg eine große Anzahl von Opfern an Juden und Engländern, und erst diese Opfer machten den Weg zur Au®* fiihrung des Projektes frei. So hat die neue Straße auch ihre ״strategische“ Bedeutung, wichtiger aber ist ihre ökono« mische. Die Kürzung des Weges Haifa—Tel Aviv um 60 km ist für die jüdische Pflanzungszone von größter Be« deuhmg. Dieses Jahr wird man etwa 10 Millionen Kisten verschicken. Die Hälfte davon kommt aus arabischen Plan« tagen, die sich meist in der Umgehung Jaffas befinden. Der Hafen von Jaffa wiril also etwa 4 Millionen Kisten zum Versand bringen, und eine Million Kisten aus arabischen Plantagen werden über Haifa verschickt werden. Es ist schwer, solche Mengen durch die Eiseilbalm 7um Hafett befördern zu lassen, und schon das letzte Jahr hat gezeigt, daß der Eisenbahntransport einen großen Teil der Früchte zugrunde richtet. In keiner der Stationen außer Petachi 1 ikvvah und Chederah befindet sich nämlich irgendeine Vorriclitung zur Lagerung der Eriiehte, und wenn die Frucht an der Station nicht sofort verladen werden kann, so ist sisj dem Unbill der Witterung«• ansgeset/t. Jetzt werden auch viele der a r a b i s c h e 11 Zitruspflanzer den Transport auf der neuen Chaussee dem Eisenbahntransport verziehen. Nicht mir der abgekürzte und dadurch verbilligte Weg wird sic dazu bestimmen, sondern auch ■der Vorteil, daß den Früchte!» das Umladen und die Lagerung an der Station erspart bleibt. Für alle Zitruspflanzer bedeutet die neue Straße eine sehr erwünschte Verbilligung der Transportkosten. Landerwerb auf dem Karmel In den letzten Tagen ist 0s der P 1.1)0., der zentralem Bodenerwerhsgcsellschalt der Zionistischen Organisation, ge- ]urigen, einen wichtigen Komplex von ca. 4 00 0 I) u n a in in jüdischen Besitz zu überführen. Dasselbe Terrain hatte die PLDC. schon vor etwa 15 Jahren zusammen mit den Böden, aut denen sich jetzt ״Jagur“, einer der größten Kibbuzim, und ferner die Zementfabrik ״Kescher“ befindet, erworben. Aber infolge von Differenzen und Prozessen zwischen den Verkäufern und den ursprünglichen Besitzern dieses Blockes konnte dieser Kauf nicht effektuiert werden, und erst jetzt ist es der PLDC. nacli erneuten Anstrengungen gelungen, die Sache endgültig diirchzuführcn. Dieses Terrain, der höchst« gelegene Teil des Karmel, ist für die zukünftige Ent- Wicklung Haifas von hervorragender Bedeutung. Ander Ausführung des Projektes sind außer der PLDC. beteiligt: die Zementfahrik ״N esc h er“, die Afrika Pa lest ine Investments Ltd. und eine Gruppe unter Führung von M. Smilansky. _ Vom Palästina-Orchester Die Leitung des Palästina-Orchesters gibt bekannt, daß außer Arturo Tose an in i, der die Eröffnungskonzerte dieser Saison dirigieren wird, noch eine Reihe anderer bedeutender ausländischer Dirigenten Konzerte leiten werden. Gesichert ist die Mitwirkung von Dr. Malcolm Sarge nt, lssav Dobrowen und Hans Wilhelm Steinberg. Mit einem weiteren berühmten Dirigenten werden noch Verhandlungen geführt. Das Programm der nächsten Saison umfaßt Werke von Bach, Beethoven, Rcrlioz, Bloch, Bruch, Chopin, Delhis, Dvorak, Cäsar Franek, Händel. Havdn, Krein, Mahler, Mendelssohn, Müot, Moussorgsky, Mozart, Roeca, R-ossini, Sandor, Schubert, Schumann, Tschaikowsky und Wladimir Vogel. Als Neueinrichtung ist die Gründung eines Kammerorchesters vorgesehen, das von Mich ael Taube geleitet werden wird.

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