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Jüdische Rundschau · 1937-09-24 · Heft 76-77 (24.9.1937) · page 17

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 76-77 (24.9.1937)
Date
1937-09-24
Page
– (sequence 17)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 76/77, 24. SEPTEMBER 1937 Makkabi schlägt Schild 15:1 Der III. Makkabiah entgegen! Erprobung irrt friedlichen Welthampf ist die Devise jedes richtig verstandenen Sports und umr deshalb seit jeher der Leitsatz des Makkabi. In jahrelanger, zäher und zielbewußter Arbeit an sich selbst bildet sich der Kämpfer, bereitet er sich für die kleineren und größeren Prüfungen auf der Kampfbahn vor. Dort erfolgt die Prüfung auf Herz und Nieren, erweist sich der Wert des Athleten, der in erbittertem Wettstreit oft gezwungen wird, sich selbst zu überbieten, um den Gegner zu übertreffen. Die größte sportliche Kundgebung des Makkabi und der gesamten Jadenheil überhaupt ist die Makhahiah. Es ist überflüssig zu sagen, was die Makkabiah bedeutet, und daß erst dieses Sportfest dem Gesamtjudentum und insbesondere dem Jischuw die moderne Körperkultur nahegebracht hat, daß es den Impuls für Hundert!ausende gab, am eigenen und damit am jüdischen Volkskörper Erziehungsarbeit zu leisten. Die Makkabiah wird auch weiter mehr als alles andere dazu beitragen, die körperliche Leistungsfähigkeit des jüdischen Volhes und vor allem seiner Jugend zu fürdern, das Interesse an der jüdischen Körperkultur za steigern. Im April 1938 wird die III. Makkabiah in Erez Israel abgehalten werden. Sie wird ein Sportfest, keine politische Demonstration sein. Das Resultat ist wichtig, es ist nickt alles. Wir wissen aus internationaler Erfahrung, daß das glänzende Resultat, der Rekord, den Weg für die Aufwärtsentwicklung der Massenleistung bahnt, und wir wissen, daß man heutzutage allzu sehr dazu neigt, das ziffernmäßige Ergebnis zu überschätzen. Dem wollen wir nicht folgen, aber wir müssen alles tun, daß die bei der Makkabiah erzielten Ergebnisse einigermaßen dem Leistungsvermögen des Mahkabisports entsprechen. Die Makkabiah bringt Hunderte und wahrscheinlich Tausende aufs neue in engste, persönliche Berührung mH dem Lande ihrer Sehnsucht und unserer Zukunft. Sie bedeutet weit mehr als nur ein Sporterlebnis. Sie hilft, die lebendige Verbindung zwischen der gesamten Jugend der Galuth und des Jischuws herzustellen. Sie ist ein Symbol, wie Kfar II a m ak k a b i ein Symbol ist, die Siedlung des Makkabi in Erez Israel. Ein Symbol, das den Weg zeigen soll, den die jüdische Jugend in Zukunft zu gehen bat. ו»ו«וווומווווווו1וווווווומווווווווווווווווווווווווווווווו!ו«ווווווווווו1(1ווווווווווווווווווווו1וווווחוווווווווווווווווווו!!וווווווו!!וווווו!ווווווווו!וו1 Gelungener Maccabi - Boxabend Vierzehn gute Boxpaarungen setzte der Jüdische Box-Club ״Maccabi“ E. V. am 9. September einem zahlreich erschienenen und begeisterten Publikum vor. Die Halle Auguststraße war überfüllt. Es gab harte Treffen bei Schülern, Jugendlichen lind Mitgliedern der Kampfmannschait. Bei den Schülern siegle: Billard über Schwarzbaum, Schnapp über Schindeimann, Hahn II über Kurt Kleimann, Hahn 1 über Hurtig, Zylbermann knapp über Toporeck II und Wasserreich klar über QröBmann. Bei den Jugendlichen gewann Kofski H nur knapp über Giesencr, ebenso Schloß über Leiser. Die flotten Kämpfe von Hcynemaim gegen Streit und Toporeck I gegen Frey endeten mit ״Unentschieden“. Ausgezeichneten Sport boten die! Senioren. Katz erhielt über Peres die Entscheidung. Klarer als hier war der Sieg von Lewin über Goldmann!1. Haim schlug Politzer in der 3. Runde k. o. Den Haupt- und besten Kampf des Abends bestritten Eskenazi II und Rüben. Ruhen griff unaufhörlich an, schlug pausenlos und hatte in jeder Runde kleine Vorteile, die ihm einen einwandfreien Punktsieg sicherten. Der Makkabikreis Oesterreich veranstaltete auf dein Sportplatz der Wiener Hakoah einen ״Tag der jüdischen Jugend“. Mehr als 2000 Jugendliche nahmen am Aufmarsch, an den Spielen und Wettkämpfen teil, die den ungeteilten! Beifall aller Zuschauer und die Anerkennung der Fachleute fanden. Die gesamte österreichische Presse berichtete ausfiihrlich über dieses erfolgreiche Makkabifest, dessen Organisation mustergültig war. Besonders bemerkt zu werden verdient, daß Makkabi seine Devise, eine gemeinsame Plattform für alle jüdischen Parteien zu bilden, voll verwirklichen konnte, denn am ״Tag der jüdischen Jugend“ nahmen starke Gruppen aller Richtungen teil. Der Präsident der Wiener Kultusgemeinde, Staatsrat Dr. Fried mann, verlas eine Bot- Schaft von Lord Melchett. Die Exekutive des Makkabi-Welt- Verbandes war durch den Vizepräsidenten, Mr. Barnett Jann e r, vertreten, der eine mit großem Enthusiasmus aufenommene Ansprache hielt, in der er die Bedeutung des usammenarbeitens der gesamten jüdischen Jugend ohne Parteiunterschiede besonders unterstrich. Das Zusammentreffen der Boxstaffeln der beiden Sportverbände im westdeutschen Bezirk hatte seine Anziehungskraft nicht verfehlt, als sich am 18. September die beiden Mannschaffen im überfüllten Saale des Kölner Gemeindeha us es zum Kampfe stellten. Der Vorsitzende des JBC. Maocabi Köln, Goldschmidt, begrüßte namens des Veranstalters die zahlreich erschienenen Gäste und Ehrengäste. Der Makkabi Westdeutschland konnte mit seiner hachfavorisierten Boxstaffel einen klaren, cinwandsfrcicn und haushohen Sieg gegen die Auswahlstaffel des Schild erkämpfen und unter Beweis stellen, daß seine Boxer denen des Schild um Klasse überlegen sind. ln den Einiagekämpfen siegten: Hofrichter (Makkabi) über Biegefeisen (Schild), ßurian (Sch.) über Bleichfeld (M.), Wingens (Sch.) über Kulatzki (M.) und Weißmann (M.) über Strauß (Sch.). _ Im ersten Kampf des Verbandskampfes standen sich im Fliegen gewicht der Makkabimeister Schindler und Grünberg (Schild) gegenüber. Der in blendender Form antretende Schindler brauchte sich nicht auszugeben, um seinen Gegner haushoch auszupunkten. Im Bantamgewicht hatte cs Barterer (Makkabi) nicht schwer, den Scliikimann Stern überzeugend zu schlagen, nachdem Stern mehrmals durch den Gong vor dem Niederschlag bewahrt wurde, lin Federgewicht schlug Waag (Makkabi) seinen Gegner Bloch (Schild) in der 2. Runde k. o. Der Leichtgewichtler Frank (Schild) hatte gegen Reif II (Makkabi) nichts zu bestellen und gab den aussichtslosen Kampf in der 2. Runde auf. Der Weitergcwichtskampf brachte dem Schild den einzigen Punkt durch ein verdientes Unentschieden zwischen Griinebcrg (Schild) und Wallach (Makkabi), der ohne Training antrat.!111 Mittelgewicht konnte Reif I (Makkabi) den unsauber boxenden und 15 Pfund schwereren Samuel (Schild) glatt auspunkten. Stern (Makkabi) konnte im Halb schwergewicht in einem für dieses Gewicht sehr schnellen und schönen Fight den Schildboxer Oabelin hoch nach Punkten schlagen. Eine schlechte Vorstellung gab ftn Schwergewicht Bischofswerder (Schild), der gegen den erst 16jährigen bäumstarken und erstmals im Ring stehenden Makkabimann Eisner nichts zu bestellen hatte. Die mangelnde Ringerfahrung Eisners bewahrte Bischofswerder vor dein wohlverdienten Niederschlag. Durch diese einwandfreien und hohen Siege bewiesen die Makkabiboxer aus Westdeutschland, daß sje für die im Oktober Boxclubkampf in Tel Aviv Maccabi schlägt Atid 10: 4 Nach fast einjähriger Pause standen sich in der Freiluftarena des Makkabi Tel Aviv die Kampfmannschaften beider Tei-Aviver Großvereine gegenüber. Beim Atid sah man eine röücre Anzahl von Jemeniten, die zwar überaus tapfer ämpften, jedoch wenig Technik verrieten. In erster Linie war die Veranstaltung dem Abschiedskampf von Sigi Stadt- I e n d c r, dein ungeschlagenen Landesmeister, gewidmet, der Erez Israel verlassen hat, um sich in Amerika der Laufbahn als Professional zu widmen. Iin Hauptkampf des Abends stand Stadtlender (Weltergewicht) dem Landesmeister im Mittelgewicht, Jona (Makk.), gegenüber. In den ersten beiden Runden gab es einer! hervorragenden Fight, in dem Stadtlender klar überlegen war. In der letzten Runde kam Jona etwas auf, ohne den ganz überlegenen Punktsieg Stadtlenders gefährden zu können. Die übrigen Kämpfe fielen stark ab. Lediglich die Begegnung im Leichtgewicht zwischen N iss im (Makk.) lind Davidowicz (Atid) verdient erwähnt zu werden, in der Nissim zu einem unverdienten Punktsieg■ kam. Sonstige Ergebnisse: Miki (Makk.) schlägt Brochstein (Atid) in der 1. R. k. <>., Danziger (Makk.) siegt über Janku (Atid), auf dessen ״comc back“ gern verzichtet worden wäre, durch techn. k. o., Simon (Makk.) schlägt Abschalom (Atid) n. P.; Arje (Makk.) gewinnt gegen Iichzak (Atid) n. P,: Sadja (Atid) schlägt Levi ff (Makk.) n. P. Die Organisation der Veranstaltung wies Mängel auf. Erfreulieh dagegen war die ruhige Atmosphäre, in der alle Kämpfe ausgetragen wurden, sowie die disziplinierte Haltung des Publikums. F. L. Makkabi-Meisterschaft im Tennis In Leipzig wurde die Endrunde des Juniorcn-Doppelspiels um die Makkabimeisterschaft von Deutschland ausgetragen. Es standen sich Cezinsky - Kneller (Leipzig, Berlin) und Poilak -Goldstein (Berlin) gegenüber. Die Vertreter des Tennisklubs Bar Kochba Berlin konnten hier nach hartem Spiel den Sieg und damit die Makkabi-Meisterschaft von Deutschland an sich bringen. in Köln stattfindende Makkabi-Meisterschaft und Vorentscheidüng zur Makkabiah bestens gerüstet sind. Als Ringrichter bewährten sich abwechselnd in gewohnter Weise Hirsch (Schild) sowie Klayman (Makkabi) und Marcus« Bezirkstagung des Westdeutschen Makkahlkreises Am 12. September veranstalteten die Makkabivercine des Bezirks Westdeutschland in München-Gladbach eine Arbeitstagung, an der Vertreter sämtlicher westdeutschen Makkabivereine teilnahmen. Der Vorsitzende des Bezirks, Dr. Marx, begrüßte die Gäste und eiöffnete die Sitzung, die, wie er in seiner Ansprache zum Ausdruck brachte, hoffentlieh eine weitere fruchtbare Arbeitsperiode dieses Makkabibezirks veranlassen würde. Nach ihm überbrachte Dr. Ganz die Grüße des gastgebenden Vereins. Anschließend gaben die Vertreter sämtlicher Vereine in kurzen Ausführungen Auskunft über die Arbeit ihrer Vereine. Es folgten die Berichte der einzelnen Fachwarte. Nach Ausführungen über die. im Frühjahr stattfindende Ilf. Makkabiah gab Goldschmidt, Berlin, noch wertvolle Anregungen für die im nächsten Halbjahr zu leistende Arbeit. Es wurde dann auf seinen Vorschlag hin die Bezirksleitung wiedergewählt. In der folgenden Aus- Sprache stand neben der Frage des Mas I lamakkabi noch das Problem der Sportplätze im Vordergrund der Debatte. _ Der Bezirk beauftragte das Präsidium mit der Regelung dieser wichtigen Frage. Zum Abschluß der Tagung hielt G o I d s c h m i d t ein Referat: ״Rückblick und Planung -- Neue Wege unserer Arbeit“. Er hob in diesem Referat die wichtigsten Aufgaben unserer Bewegung für die Zukunft hervor: 1. Jugendarbeit, 2. Intensivierung der sportlichen Tätigkeit für das nächste halbe Jahr. Er führte aus, daß es jetzt, wenige Monate vor Stattfinden der III. Makkabiah, mehr denn je notwendig ist, daß sich die Menschen des Makkabi ihrer Pflichten diesem größten jüdischen Sportireignis gegenüber bewußt werden müssen. Es ist daher die Pflicht aller Makkabimitglicder, das ganze Augenmerk auf die sportliche Arbeit für das kommende Winterhalbjahr zu richten. Innerhalb dieser Aufgabe muß aber unbedingt beachtet werden, daß •die Heranziehung und Pflege der Jugendmitglieder nicht nur nicht außer acht gelassen werden darf, sondern auch im verstärkten Maße betrieben werden muß. Jüdischer Sport aus aller Welt Weltmeister Bergmann geschlagen. In Prag mußte der Weltmeister im Tischtennis, B e r g m a n n, im Ralunen eines Klubkampfes eine überraschende Niederlage von dein tsche-_ choslowakischen Spitzenspieler Vana hinnehmen, der in drei Sätzen mit 21:18, 19:21, 21:17 siegreich blieb. Wittmann siegt in Wien. Der polnische und deutsche Makkabimeister im Tennis, Aaron Wittmann, schlug in Wien während der Spiele um den Mitropa Cup zwischen Polen und Oesterreich seinen Gegner Riedl mit 6:1, 7:5, 6:2. Vom Makkabi London. Der junge Makkabi-Schwimmklub London, der erst seit vier Jahren besteht, befindet sich in den letzten zwei Jahren in steilem Aufstieg. Die Sehwimmer haben selbstverständlich noc'1 keine großen Leistungen vollbringen können. Es gibt aber vielversprechende Junioren in dem Verein, der jedenfalls sämtliche Makkabi-Meister Englands steilen dürfte. Ueberaus erfolgreich ist die Wasserbali-Maimschaft, die im voriger! Jahre ungeschlagen in der 4. Division gewann und sich diesmal mit nur einer Niederläge die Meisterschaft der 3. Division holte, und daher michsfes Jahr bereits in der 2. Division spielen wird. Es ist dies der erste große Sporterfolg, der einem Klub des Britischen Makkabi gelungen ist. Derek Mond, der älteste S01111 des Ehrenpräsidenten des Makkabi-Weltverbandcs Lord Melchett, gewann im Eton College im Rüdem der jüngeren Schüler den Zweier ohne Steuermann, wobei er mit seinem Partner den bisherigen Schulrekord um 11 Sekunden verbesserte. Er siegte dann im Einer mit drei Längen Vorsprung. Der Jüdische Boxklub ״Maccabi“ Berlin beklagt den Ver• hist seines im vergangenen Monat heimgegangenen langjährigen Mitgliedes Max O eda Ij e, der in seiner Eigenschaft als Kampfrichter im jüdischen Sport allgemein bekannt und geschätzt w׳ar, FRANKFURT *, fl. tronprinienatr. 6 KrSme 26 fUfSEItSBACK Korb-, BOrsttn-11. Holzweren Kinderwagen Kinderbetten Koffer, Matten Anzeigen-An nahm• In Frankfurt a. 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