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Jüdische Rundschau · 1937-08-27 · Heft 68 (27.8.1937) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 68 (27.8.1937)
Date
1937-08-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 68, 27. AUGUST 1937 Passagier-Verkehr im Tel Aviver Hafen Die politische Aktion der Araber Tel Aviv, 23. August. (JTA.) Der ״Ozar Mifalej Jam“ (Fonds für Meeresarbeiten) hat beschlossen, entsprechend den Forderungen der Regierung aut eigene Kosten die Bauten auszuführen, die für die Aufnahme des Passagier- Verkehrs im Tel Aviver Hafen notwendig sind. Der ״Ozar Mifalej Jam“ wird etwa 3000 Pfund zu diesem Zweck ausgeben. Es wird erwartet, daß die Landung von Passagieren im Hafen von Tel Aviv schon in naher Zukunft möglich sein wird. * Anläßlich der vom High Commissioner angekündigten Entwicklung des Tel Aviver Halens schreibt, wie wir aus Tel Aviv hören, der ״Haarez“: Der Hafen hat seine Möglichkeiten allmählich, aber ständig erweitert. Die Bereitschaff der Regierung, liier nachzugebcn, rührt woiil in erster Linie davon her, daß der Haifacr Hafen, dessen sich die ■Juden durchgängig für alle!finge bedienen, für die Tel Aviv nicht konzessioniert ist, bis zur Grenze seiner Kapazität ausgenutzt ist. Ja es ist sogar eine Erleichterung t ii r die Arbeit im Haifacr Hafen, wenn ein anderer Hafen sich mit ihm in die Aufgaben teilt. Die Erlaubnis, Passagiere in Tei Aviv zu landen, ist die letzte Stufe der Entwicklung, und damit wird der Hafen in Tel Aviv dem von Jaffa fast in jeder Hinsicht gleichgestellt sein. Damit wird allerdings auch unsere Verantwortung für dieses Werk steigen. Bisher war es uns nicht ganz gelungen, die Konkurrenz des Jaffaer Hafens auszuschalten, denn manche Warenkategorien durften ja nicht in Tel Aviv ausgeladen werden, und die Verladung über Haifa war zu teuer. Aber dies war nicht der einzige Grund für die Bevorzugung Jaffas. Die Unterbietung der [,reise durch die Schiffer und Lastträger in Jaffa führten zu einer Verbilligung, mit der der jüdische Hafenarbeiter nicht mehr konkurrieren konnte. Dies« Frage ist prinzipiell von größter Wichtigkeit, denn hier begegnen wir wieder dem prinzipiellen Problem des unterschiedlichen Lohnniveaus, da6 uns ja schon auf anderen Gebieten der Wirtschaft zu schaffen machte. Eine Lösung dieses Problem cs haben wir bisher nicht gefunden, nur verschiedene nicht sehr befriedigend« Teillösungen. Man müßte möglichst bald versuchen, zu einer Klärung zu gelangen. Palästinas Wirtschaftslage Aus Tel Aviv wird uns geschrieben: Die Wirtschafts■ beilage des ״Haarez“ enthält einen Aufsatz von B. Winai über die ökonomische Zukunft des jüdischen Palästina: Der wirtschaftliche Aufschwung Palästinas in den Jahren 1032 bis 1035 hat überall einen starken Eindruck hinterlassen. Jetzt nach der Wendung der Dinge fragt mau sich, ob die Basis dieses Aufschwungs gesund war. Zweifellos war der Haupt• grund für den großen Einstrom von Menschen und Kapital nach Palästina die Lage der Juden in anderen Ländern. Diese ■Jeäge hält an, und es ist kein Zeichen einer Besserung z« erkennen. Die Auswanderung aus mehreren Ländern ist zu einer Notwendigkeit geworden. Einvatulerungsfrcihcit aber können wir mit aller Energie nur für Palästina fordern. Hier sind die wirtschaftlichen Bedingungen für den Juden ganz andere. Die Ausschaltung des Zwischenhandels durch die Kooperativen — im Ausland eine Bedrohung der jüdischen Existenz — ist hier ein Instrument zu seiner wirtschaftlichen Stärkung. Im Ausland konnte der Jude; meist nicht Produzent werden, weil für ihn nur der jüdisch« Verbraucher in Be• tracht kam, und er den Absatz, an diesen nicht organisieren kannte. In Palästina kann der Jude zu einem großen Teil für den jüdischen Markt produzieren und von ihm leben. Es ist freilich wahr, daß in Palästina viel Anlagekapital verloretx gegangen ist, aber das erwies sich meist nur als Privatvcrlust der ersten Unternehmer, die Unternehmungen waren meist gesund und ließen sich unter Vermeidung der zuvor gemachten Fehler mit Gewinn fortführen. Aus allen diesen Gründen wird die Anziehungskraft Palästinas für jüdisches Kapital und jüdische Menschen forfbes teilen. Andere Eimvände gegen die ökonomische Zukunft Palästinas, wie sein ungünstiger Status als Mandatsland und sein Ausgeschlossensein aus dem britischen Staatenhunde, können in der nächsten Zukunft durch ein« politische Wendung widerlegt werden. Auch die Schwierigkeiten der Kapitalausfuhr aus vielen Ländern können durch Transfer-Verträge überwunden werden. Zudem befinden sich in Palästina selbst noch ungenutzte jüdische Kapitalien, und auch das Ausland beginnt sein Kapital hier arbeiten zu lassen. Im ganzen aber lassen sich die wirfschaftlichen Möglichkeiten Palästinas nicht mit denen anderer Länder vergleichen. In Palästina ist die Dynamik der ausschlaggebende Faktor. Keines der anderen I,ander, deren man sich zu Analogieschlüssen bedient, hat diesen Faktor aufzmveisen, hat ähnlich starke prozentuale Veränderungen an Einwohnerschaft und Kapital. Zu 811cm muß man noch in Betracht ziehen, daß Palästina von Ländern umgeben ist, die wirtschaftlich relativ wenig entwickelt sind. Ein Land mit stabiler Wirtschaft könnte aus solchen Verhältnissen kaum Nutzen ziehen, für ein Land wie Palästina ist die Vervielfachung seiner industriellen Produktion in relativ kurzer Zeit möglich. Auch auf dem Gebiete des Handels hat Palästina als Durchgangsland große Zukunftsniöglichkciten. Nach all dem Gesagten ist zum mindesten für die nächsten 30 Jahre eine große Blüte für Palästina zu erwarten. Allerdings ist die Vorbedingung für eine solche Entwicklung■ die politische Befriedung des Landes. Die Polizei -Verhältnisse in Tel Aviv Tel Aviv, 23. August. (JTA.) Die Tel Aviver Stadt- Verwaltung hat sich in der letzten Zeit mit der Regelung der Polizeiverhältnisse befaßt. Es gibt zur Zeit drei Arten von Polizei in Tei Aviv. Das eigentliche städtische Polizeikorps besteht aus 100 jüdischen Polizisten, die von der Stadtverwaltung einen Zuschuß zu der Löhnung erhalten, die ihnen die Regierung zahlt. Außerdem gibt es britische Polizisten und schließlich etwa 100 jüdische Hilfspolizisten, die eine besondere Uniform tragen. Diese erhalten nur 6 Pfund monatlich. Da die Stadtverwaltung auf Grund eines Abkommens mit der Regierung Anspruch auf 200 jüdischePoIizisteu hat, fordert sie die Eingliederung der Hilfspolizisten in die reguläre Polizei. Forderung neuer Methoden Jerusalem, 25. August. (JTA.) Zwei Mitglieder der nach Gent entsandten arabischen Delegation, I )schein 81 Hussein! und Dr. Izzat T a n n o u s, sind nach Jerusalem zurückgekehrt. Die ülm'gen Mitglieder der Abordnung sind in Genf zur Fortführung der Propaganda anläßlich der Tagung des Völkerbundrates zurückgeblieben. Dschemal Umscini hat seine Rückkehr nach Jerusalem beschleunigt, um gemeinsam mit den dortigen arabischen Politikern die kiiiiftigen Arbeitsmethoden zu beraten, da die Abordnung mit ihrem bisherigen Auftreten in Genf keine greifbaren Erfolge zu erzielen vermocht hat. Die Tageszeitung ״Felestin“ widmet der Rückkehr der beiden Führer einer! Artikel, in den! sie die Frage aufwirft, in welchem Maße die Kraft der arabischen und motrnmmedanischen Welt bei der Regelung des Paliistinaprohleins ins Gewicht falle. Man dürfe, schreibt das Blatt, die Starke der Juden und ihren Einfluß aut die Britische Regierung nicht unterschätzen. Diese habe in letzter Zeit zu glauben bcgönnen, daß sie auf eine Unterstützung durch die arabische Welt nicht hoffen könne; cLirum suche sie sich aut die Judenheit zu stützen, auch auf die Gefahr hin, die Freundschaft der Araber zu verlieren. Trotzdem müsse man feststelk-n, daß weder än London nach in Genf bereits endgültige Beschlüsse gefaßt worden sind. Man wisse dort sehr gut, daß die Bestätigung des Teilungsplanes bedeuten würde, daß mar! sich offen zu Feinden der Araber erklärt. ,,Felestin“ setzt sich für eine Aenderung der politischen Methoden auf arabischer Seite ein. Losungen wie ״Palästina ist unser Land! Wir fordern volle Selbständigkeit oder den Tod!“ seien für Straßcnkmulgebungen geeignet, hätten aber in der Politik keinen Sinn mehr. Die Araber müßten mit einem klaren Vorschlag zur Lösung des Problems auftreten, damit England den Teilungsplan aufgehe. Haben die palästinensischen Araher nicht selbst den Mut, dies zu tun, dann müsse diese Arbeit von einem allgemeinen arabischen Kangrell geleistet und ein Plan ausgearbeitet werden, auf den England eingehen könnte. Die Zeitung ״A Difaa“ schreibt, schon die bloße Vor- Stellung, daß der Teihtngsplan verwirklicht werden könnte, sei ein Unglück. Niemand könne seine Zustimmung dam geben, daß ihm ein Teil der Heimat genommen wird, schon gar nicht, wenn es sich um den besten und wertvollsten Teil des Vaterlandes handelt. Das Blatt wendet sich insbesondere gegen die Einschließung von Haifa und Akk o in den Judenstaat. *- Das Oberste Arabische Komitee hat vorn High Commissioner Sir Arthur Waucliope zwei Schreiben erhalten, in denen er zu den arabischen Protestaktionen Stellung nimmt, in dem ersten Schreiben bestätigt der Ifigli Commissiouer, daß er den Protest des Arabischen Komitees gegen die vorläufigen Verhandlungen, die Dr. Weizmanii in der Teilungsfrage geführt hat, erhalten habe. Eine Kopie dieses Protestes sei dem Völkerbund übersandt worden. In dem zweiten Brief stellt 11 er High Com missiouer fest, daß die Verhaftungen, die im Kreise der Mitglieder des überstet! Arabischen Komitees durchgefühcjt wurden, mit den gesetzlichen Bestimmungen im Einklang stellen. Indien zur Palästinafrage Der Präsident des Indischen Nationalkongresses, Pandit Nehru, hat in einem Interview Ausführungen über die gegenwärtige Lage in Palästina gemacht. Er stellte dabei fest: ״Das Palästinaproblem kann nur durch eins gelöst werden: durch d i r e k t e V erst ä!1 d i g 11 n g zwischen Arabern und Juden. Wenn ich das sage, so habe ich dabei die Unterstützung prominenter Araber und Juden.“ In B o m b a v fand eine große M a s senk u!! ci g־ e b u n g von Mohammedanern gegen den 1 eilungsvorschlag der Kgl. Kommission für Palästina statt. Es wurde eine Ent- Schließung gefaßt, die die moslemischen Eührer fndicrts beauftragt, eine besondere Körperschaft cin/uset/eri, die die Aufgabe haben soll, einen bestimmten Tag als ״Palästinatag“ zu organisieren. Es wird gegen die Haltung der Britischen Regierung zum Palästinaproblem protestiert. An alle Mohammedaner wird appelliert, britische Waren zu boykottier e 11. In Jerusalem wird eine Delegation indischer Mohammedaner erwartet, die nach Verhandlungen mit der arabischen Delegation in Genf Beziehungen zu dein Mufti aiifnehmcn soll. Angeblich sollen die indischen Mohammedaner eine eigene Abordnung vorbereiten, die in Genf die Stelhing der Araber Palästinas und der irakischen Vertreter verstärken soll. Die Regierung des Irak und Palästina Der Redakteur des ״Feiest in“ hat den neuen Ministerpräsidenten des Irak, Dschamil e 1 M a d f a i, teleplionisch über die Stellung der neuen Regierung zur Palästinafrage interviewt. Der Ministerpräsident erklärte, die Regierung und das Volk des Irak wurden auch weiterhin die p a 1 ä s t i n e n s i s c h c!1 A r a b e r unterst 111 / c n. Am 23. August habe sich die irakische Abordnung nach Gent begehen. Sie habe den Auftrag, die Forderungen der palästinensischcn Araber dein Völkerbundrat zu unterbreiten und sich für diese Forderungen einzusetzen. Vorbereitung neuer Unruhen? In der ״Palest ine Review“ sind Meldungen über die Vorbereitung einer neuen großen Aufstand shewegung in Palästina erschienen. Es wird erklärt, daß eine Anzahl der Führer des Aufstandes vom Jahre 1036 in Damaskus eine G e h c i m b e r a 111 n g ab gehalten hätten. Ueber die syrische Grenze, aus der Wüste und über das Meer würden viel Waffen und Munition nach Palästina eingeschmuggelt. Außerdem würden an geheimen Stellen größere Abteilungen arabischer Terroristen zusammengestellt und geschult. ״Palestinc Review“ äußert die Meinung, daß Ruhe und Sicherheit im Lande in Gefahr seien und von den arabischen Extremisten der Ausbruch neuer Unruhen großen Umfanges vorherci tut werde. Die hebräische Tageszeitung ״Dawar“ fordert, wie aus Tel Aviv gemeldet wird, in einem l.eitartike! die Paliistinavcrwaltung auf, die Vorbereitungen der Araber zu neuen Unruhen aufmerksam zu verfolgen und dagegen einzuschreiten, solange es noch Zeit ist. Anzeichen für die Vorbereitung neuer Unruhen lassen sich nach Ansicht des Blattes an der stetig wachsenden politischen und religiösen Agitation klar erkennen. Diese Agitation wird vor allem unter jenen Arabern betrieben, die in den Gebieten wohnen, die dem geplanten jüdischen Staat zufallcn sollen. Das Blatt weist auch auf den illegalen Waffen ha 11del hin und auf die militärischen Hebungen der arabischen Jugend, die in der letzten Zeit immer häufiger abgehalten werden. Falls Unruhen diesmal ausbrechen sollten, werde die Regierung nicht sagen können, daß sie unerwartet gekommen sind. * Arabische Zeitungen wissen zu melden, daß alle Furten durch den Jordan streng bewacht und nachts mit Scheinwerfern beleuchtet werden. Es soll auf diese ,Weise der Waffenschrmiggel aus Transjordanien nach Palästina verhindert werden. Der DistriktspolDeikommandanf von Haifa, Abdul E f f e 11 d!' K h e i r, ist in I faifa von drei bewaffneten Arabern überfallen und seiner Barschaft beraubt worden. Der Muchtar des Dorfes B i r / e i t ist, angeblich aus politischen Gründen, erschossen worden. Bewaffnete Araber gaben auf den Neubau des Had a s sah- K 1־ a n |< c 11 11 a nsrs auf dem Skopusbcrg in Jerusaicin einige Schlisse ah. die jedoch keinen Schaden anrichteten. Jüdische IElfspoli/isfen erwiderten das Feuer und vertrieben die Angreifer. Es wird gemeldet, daß die Polizei in der Gegend N a b Ins-[) s c 11 e 11 i n einen mehrere hundert Meter laugen unterirdischen Tunnel entdeckt habe. Der Tunnel hat scheinhar in der Zeit der Unruhen den bewaffneten Banden als Zufluchtsort gedient. Es soll dort auch ein Lazarett eingerichtet gewesen sein. Die Polizei hat in Nablus Photographien der in den Unruhen gefallenen Bandetiniifglicdcr beschlagnahmt. Die Finanz-Verpflichtungen der Wirtschaften Im ״Hapoel hazair“ nimmt B. Gaiiii gegen die Rück- Zahlungsverträge Stellung, die die Siedlunsgesdischaft zur Grundlage der von ihr gegebenen Anleihen macht. Die Siedlungsgeseilschaft, die jetzt das zionistische Geldinstitut für die Siedlungen ist, begründet ihre Forderung mit der Notwendigkeit, den Käufern ihrer Obligationen eine entsprechende finanzielle Basis nachzuweisen. Für diese Geldgehör aber dürfte nicht der Vertrag seihst maßgehend sein, sondern die Fähigkeit der Schuldner, diesen Vertrag einzuhalten, Es dürfte den Siedlern aber schwer fallen, Anlagekapital in zwanzig Jahren zu amortisieren und es außerdem noch mit 4 »0 zu verzinsen. Gerade das Zögern der Siedler, einen solchen Vertrag zu unterschreiben, beweist, wie ernst sie es mit dem Vertrage nehmen und wie sehr sie gewällt sind, ihren Verpflichtungen pünktlich nachzukommen. Auch die Forderung, daß die Besitzer der Wirtschaft seihst 25 ס״ des Gründttngskapifals aitfbringen müssen, muß fallen. Sic ist ein Kind der Prosperity, und cs wird jelzt den Gruppen meist nicht mehr möglich sein, ihr zu gemjgcn, ohne sich das Geld durch kurzfristige Anleihen auf dem privaten Geldmarkt zu beschaffen und sich dadurch von vornherein in schwere Schulden zu verstricken. Aber auch sonst ist die Anleitung und Beaufsichtigung für die Finanzwirtschaft der Siedlungen ungenügend. Die Landwirtschaftszentrale der Arbeiterschaft begnügt sich mit Besiehtiguugen und mit Hilfe zur Beschaffung der ersten Mittel für die Ansiedlung. Das reiche Erfahrungsmateriai, das vorliegt, ist nicht zentralisiert tmd wird nicht verwertet. Es gibt Ausschüsse verschiedener Organisationen, aber ihre Tätigkeit ist zersplittert. Ein zentrales Institut ist nötig, das die jungen Wirtschaften hei jedem ökonomischen Schritt berat. Der ' Drang, die Wirtschaften zu entwickeln, führt zu unüberlegten Schritten und zu Schwierigkeiten. So werden große Summen für neue Eßsäle und Kindcrliättser in« vestierf. Es wäre dringend nötig, daß eine besondere Ah« feilung der l.andwirtschaits/entraie den Virtsclwftsplan für jede Wirtschaft festfegte und die Reihenfolge der fnvestitionen aus dem ArtleiJrckapitaI bestimmte. Diese Abteilung sollte dann auch für eine Umwandlung der eingegangenen Verpflichtungen in billige Kredite sorgen. Sie müßte sich aber das Aufsichts- und Einspruchsrecht für die Wirfscliaftsfiihrung der einzelnen Siedlungen vorbehalfen. Neue Wasserwerke für Tel Aviv Tel Aviv. 23. August. (JTA.) Die Tel Aviver Stadt- Verwaltung hat die Errichtung von neuen großen Wasserwerken zur Versorgung der ganzen Stadt beschlossen. Die Errichtung dieser Werke wird einen Betrag von etwa 450 000 Pfund erfordern. Es soll zu diesem Zweck eine Anleihe bei einer ausländischen Finan/gescII- Schaft aufgcnonimcn werden. Das Wasser soll der Stadt aus dem Jarkon־FI!1ß zugt'führt werden; die neuen Werke sollen imstande sein, 100 00() cbm täglich zu liefern. Die bisherigen Brunncnanlagen liefern nur 36 000 chm täglich. In Tel Aviv wurden Wegebauarbeiten durch die Stadt- Verwaltung und private Bodenbesitzer begonnen. Die Kosten der projektierten Arbeiten betragen £P 40 000. Die Regierung hat für Jerusalem und Tel Aviv drei neue jüdische städtische Richter ernannt. dIE 1/(7/1AR0MAfISCHE ZIGARETTE *T 1 'hvctuWiMlm r fWX יייוךי. Ui ■Natürlich nikotinarm J3

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