Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 46 (11.6.1937)
- Date
- 1937-06-11
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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7׳ / *c JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 46, 11. JUNI 1937 Kfar Sdimaryahu Politik am Roten Meer Oer High Commissioner pflanzt den ersten Baum bei der Einweihung des Schmarrn Levin-Parks in Kfar Schmarpahu bei Herzliah (vgl. den Bericht in der ,,Jüdischen Rundschau“ ■Nr. 43). Von links nach rechts: Distrikts-Gouverneur Croshie, Enja Levin (Schmarpa l.evins Tochter), Dr. Landsberg, der Leiter der llassco, M. Schcrtok von der Jewish Agency, Dr. Ruppin; ganz rechts Willtanskp. 1010: l־roe!i<11, «1!11111111111m111111MM1111111111111m111111111m111111!111111n1m11111M111111!111M1iM11111Mm111111111111111111111111i111i1111111111111111t111t1 Die Veröffentlichung des Peel-Berichts Regierungserklärung in der ersten Juli-Hälfte Es verlautet, daß die Regierung mit den technischen Vorbereitungen zur Veröffentlichung des Berichtes der Kgl. Kommission, der innerhalb der nächsten 10—14 Tage erwartet wird, begonnen hat. Es heißt, daß eine Zusammenfassung des Berichts in hebräischer und arabischer Sprache erscheinen wird, und daß die Regierungserklärung, in der ihre neue Palästina-Politik verkündet werden soll, in englischer, hebräischer und arabischer Sprache zur gleichzeitigen Veröffentlichung in der ersten Juli-Hälfte an die Jerusalemer und Londoner Zeitungen übergeben werden wird. Der ungekürzte Text des Berichtes wird nur in englischer Sprache in einem Band erscheinen. Arabische ״ Friedensbedingungen11 Abdullahs Rolle Wie ״Haarez“ aus London berichtet, hat das neue pro- Ar a b i s c h e Komitee, das mit Unterstützung der ara- ©»iehen Teilnehmer ah den Krömingsfeierlichkeiten gegründet ttNtfde, bekanntgegeben, daß die Araber Palästinas bereit seien, unter folgenden Bedingungen mit den Juden Frieden zu machen: Die jüdische Einwanderung soll nur soweit zugelassen werden, daß die jüdische Bevölkerung nie größer wird als 30 °/0 der Gesamtbevölkerung, ln demselben Rahmen soll sich auch der jüdische Bodenbesitz halten. Die Jewish Agency soll in eine philanthropische Einrichtung umgewandelt werden, die sich ausschließlich mit Einwanderungsfragen zu befassen hat. Dem ״Haarez“ wird aus Amman, der Hauptstadt Trans- Jordaniens, mitgcteilt: In maßgebenden transjordanischen Kreisen verlautet, daß Emir Abdullah in London gute politische Resultate erzielt habe. Obwohl keine Einzelheiten über seine politischen Verhandlungen in London bekannt sind, glaubt man doch annehmen zu können, daß sie auf der Grundlage des Planes einer Vereinigung des arabischen Teiles Palästinas mit Transjordanien geführt worden sind. Auch dem Besuch des Emirs in der türkischen Hauptstadt Ankara wird große Bedeutung beigemessen. In der türkischen Presse sind ausführliche Erkliirungen veröffentlicht worden, die Emir Abdullah abgegeben hat. U. a. wird mitgeteilt, daß der Emir auf eine Frage über Palästina geantwortet habe: Die Präge einer .Teilung Palästinas ist kompliziert. Trotzdem hoffe ich, daß eine Formel zur Wiederherstellung des Friedens in dem Lande gefunden werden wird. Der Gedanke einer Teilung Palästinas ist nicht neu. Anscheinend aber wird er von beiden an der Lösung interessierten Parteien abgcidint. Eine Aenderung des Schicksals Trans Jordaniens ist nicht vorauszusehen, solange nicht die Situation Palästinas geregelt ist. Es wäre daher verfrüht, hierüber eine Meinung zu äußern. Die arabische Zeitung ״Saud e 1 S c h a a b“ glaubt zu wissen, daß in dem Bericht der Kgl. Kommission nicht der Vorschlag einer Teilung Palästinas, sondern der der Einsetzung eines Parlaments mit weitreichenden Befugnissen enthalten sein wird. Dieses Parlament werde aus jüdischen und arabischen Vertretern bestehen, die auf Grund eines Verhaltniswahlrechtes gewählt werden. Ihm werde die Entscheidung über die Zukunft Palästinas zufallen. Ein weiterer Vorschlag der Kgl. Kommission soll dem Blatte zufolge dahin gehen, daß die jüdische Ein w anderung so eingeschränkt wird, daß die Juden niemals die Mehrheit erlangen können. Die Befugnisse der Jewish Agency sollen bis zur Bedeutungslosigkeit eingeschränkt werden, und das Oberste Arabische Komitee soll dieselben Befugnisse erhalten wie die Jewish Agency. Die Tageszeitung ״El L i w a a“, das •Organ des Mufti Von Jerusalem, dementiert die von der revisionistischen Zeitung ״Hajarden“ gebrachte Meldung, daß der Leiter des politischen Departments der Exekutive der Jewish Agency, Mosche Schertok, mit dein Mufti eine Besprechung über die Bildung einer j ii d i s c h - a r a b i s c h e n Einheitsfront gegen den Plan einer Teilung Palästiaas abgehalten habe. Die ägyptische Tageszeitung ״El Ahr am“ (Kairo) herichtet aus Genf, die britischen Völkerhundsvertreter hätten mit den Delegierten anderer Länder drei Möglichkeiten für die Lösung des Palästina-Problems besprochen. Die erste Lösung sieht vor, daß die Einwanderung auf Grund jüdisch-arabischer Verständigung unter der Aufsicht Englands geregelt werden soll. Es bestehe aber wenig Aussicht, daß diese Lösung versucht werden wird, da England an die Möglichkeit einer Verständigung nicht glaube. Der zweite Plan geht dahin, daß die Balfour-Deklaration nach neuen Grundsätzen verwirklicht werden soll. Die wesentlichen Punkte ״Vertrag der arabischen Einigkeit1* Von M. Y. Ben-gavriel, Jerusalem in den letzten Tagen wurde in Sana’a, der Hauptstadt des Jemen, der Text eines Freund Schafts Vertrages offiziell publiziert, der zwischen dem Irak, Ssaudiye und dem lernen geschlossen wurde, das heißt: jener zwischen den beiden erstgenannten Staaten bestehende Vertrag, dem nun auch der Imam von Jemen beigetreten ist. Dieser ״Vertrag der arabischen Einigkeit“ besteht aus neun!Hinkten, die gegenseifigen Schutz im Falle eines Angriffs von außen, wie auch im Fall innerer Wirren, sowie gegenseitige Konstilarshilfe und schließlich auch gegenseitige wirtschaftliche Hilfe durch Ent- Sendung von Fachleuten vorsehen. Es ist einer der vielen in den letzfen Jahren geschlossenen Staatsverträge, der aber schon deshalb von außerordentlichem Interesse ist, weil einer der Kompaszicnten der Herrscher des verschlossensten Landes der Welt ist, der im Laufe seiner rund 40jährigen Herrschaft noch kaum einen Vertrag mit einer auswärtigen Macht schloß, der ihn längere Zeit band. Frankreich war nach dem Krieg das erste Land, das in Vertragsveriiandlimgen mit dem Imam trat, als es die noch von der Türkei erhaltene Konzession zum Bau einer Rahn vom Hafen Hodeidah nach der Hauptstadt Sana’a durchlührca Wollte. Die Verhandlungen scheiterten an dem Regierungs- Prinzip des Imam, sich außerhalb aller internationalen Verträge zu halten. 1026 kam es zn einem Handelsvertrag mit Italien, das sich natürlich stets für das seiner afrikanischen Besitzung gegenüberliegende Arabia felix interessierte. In diesem Vertrag verpflichtete sich der Imam, Maschinen und Fachleute aus Italien zu beziehen, ließ sich auch Flugzeuge schicken und ein Aerodrom bauen, begann alter sehr bald, den Italienern sein Mißtrauen fühlen zu lassen. Fr schickte die italienischen Fachleute zurück und schloß 102$ mit Rußland ein Abkommen. In all diesen Jahren bemühte sich natürlich besonders England, mit diesem einzigen Land Arabiens, das mit ihm nicht im Vertragsverhältnis stand, ein Abkommen zu treffen. Diesem Wunscii aber stand das tiefe Mißtrauen des Imam und die iristinkt!ve Abneigung gegen jeden europäischen Einfluß gegenüber, die die Basis seines aufokratisch-mittelalteriichen Regiertingss'vsfems ist. Debcrdies aber gab es stets Grenzstreitigkeifen zwischen Jemen und dem benachbarten englbclien Aden, die zu wiederholten kriegerischen Handlungen von beiden Seiten führten. Die strategisch günstige Lage dieses fruchtbarsten Teiles der Halbinsel ׳und die von allen an Arabien interessierten Mächten als notwendig empfundene Aufrechterhaltung des politischen Gleichgewichts in diesem Teil der Welt ermöglichte es dem Imam, sich außerhalb der Weltpolitik 711 halten. Nun aber, da diese Weltpolitik, die ihn, ohne daß er an ihr Anteil hatte, rettete, als vor zwei Inliren die Wahabifea bereit waren, ganz Jemen zu erobern, im Roten Meer sehr aktiv 7 11 werden beginnt, schrillt die politische spiendid isolafion dieses letzten Autokraten ihrem Ende entgegenztigelien. Die immer deutlicher werdenden Absichten Italiens, auch jenseits des Roten Meejes Interessenzonen zu biklen — -der mißglückte Versuch, einem Aegvpter seine, Anteilscheine einer Petrolenmgesellschaft auf einer jemenitischen Insel ab- Zukäufen, ändert nichts an der Tatsache—, mußten min schlief!- lieh doch zu einer Aenderung dieser einzig dastehenden, selbst vom verschlossenen Tibet längst schon fallengelassencn Politik führen: zum Abschluß an den irakisch-saudischen Vertrag. Aber trotz der sehr drängenden außenpolitischen Situation bedurfte es einer wochenlnngen intensiven Arbeit der in Sana’a weilenden irakischen Delegation, um das — bisher stets merkwürdig konstruktive — Mißtrauen des Alten Mannes von Jemen zu überwinden. Ehe er den Vertrag unterschrieb, mußte ihm garantiert werden, daß dieser Vertrag in keiner V e r b i n d 11 n g w e d e 1־ m i t dem Völker!) 11 n d, n o c h mit einer auswärtigen Macht stehe und daß er auch irgendwelche po'itbche oder anderweitige Verbindungen oder Komplikationen mit andern arabischen Mächten ausscliließe. Wenn nun auch der Jemen jetzt in den Vertrag der arabischon Einigkeit eingefreten ist, darf doch nicht daraus geschlossen werden, daß gewisse pan ara hi sehe Be st re- Hungen, wie sie der Initiator dieses Vertrages, der inzwischen aus seiner Heimat vertriebene Nur! Pascha begünsfigte, nun auch den Jemen ergriffen. Nein, der Herrscher des glücklichen Arabiens, der über sein Land als Imam, als religioscs Oberhaunt, quasi als Vertreter des Propheten herrscht, aus dessen Familie er stammt, hat wenig für die Idee des Panarabismus übrig. Er ist ein fanatischer Moslem, ein sehr bedeutender Religionsgelehrter, für den aber die Entwicklung der Welt etwa im Jahre 1400 abgeschlossen erscheint, der also für neuartige nationale Ideen kein Organ besilzt. International arabische Bindungen sind für ihn nur dann diskutabel, wenn sie religiös bedingt sind. So war er auch nicht dazu zu bringen, seinerzeit das Manifest der arabischen Könige an die Araber Palästinas zu unterzeichnen, weil dies irgendwie mit nationalen Dingen zu tun hatte und ihn überdies in internationale — nichtreligiöse — Angelegenheiten verwickelt iiätte. Nun aber, da eine auswärtige, nicht-muslimische Macht .gefalirlich werden konnte, tat dieser schlaueste Politiker Arabiens einen klugen Scliachzug. Er gab keines seiner Prinzipien auf und gewann doch die ihm notwendige Anlehiuuigstnöglidikeit an England. Indem er den Vertrag mit Irak und Ssaudiye unterschrieb, trat er, ohne sich zu einer Leistung an Großbritannien zu verpflichten, indirekt in ein Bündnis mit England. Da die beiden andern Teilnehmer des Vertrages Bundesgenossen Englands sind, also die Unterstützung Britanniens im Falle kriegerischer Verwicklungen genießen, ist es klar, daß eine kriegerische Verwicklung Jemens, die auto* matisch das Zweistromland und die Wahhahitenstaaten in Bcwegurig bringen müßte, auch gewisse Verträge dieser Staaten mit England aktuell werden lassen muß. (Es scheint uns freilich, daß diese Pakt-Politik nicht nur auf der Klugheit des Imam beruht, sondern auch den englischen Absichten entspricht. Vgl. auch den aus der ״[’rankt. Zig.“ zitierten Berieht in der ״Jüdischen Rundschau“ Nr. 45, S. 1. — Red.) So hat sich der Imam Yahva mohammed ihn liamed ed-diu 711 einem innei arabischen Vertrag im wahrsten Sinn des Wortes hinreißen lassen, der ihn zum indirekten Schutz- und Bundesgenossen des British Empire macht, ohne daß er irgendwelche freundschaftliche Beziehungen zu dieser Macht aufgenommen hätte. Ein Sebach/ug, der dem alten Mann einer! sehr ehrenvollen Platz in der Geschichte der Politik sichert. Für Palästina aber ist die Sache insoweit von großem Interesse, da der Jemen in Zukunft sich in palästinensische Angelegenheiten, selbst wenn er sein Nc.itralitätsprin/ip aufgeben sollte, nur soweit engagieren wurde, als es die britische Poli* tik für tragbar hält. ״Achsen“ Im Vorderen Orient Die ״Frankfurter Z e i t u n g“ vom 0, Juni veröffentlicht einen Artikel ihres Kairoer Korrespondenten über die Probleme der Politik im Vorderen Orient unter dem Titel ״A clise n“ i m V orderen Oricn t? Es wird darin darauf hingewiesen, daß der Begriff der politischen Achse in der arabischen Oeffeiitiichkeit viel gebraucht wird: so spricht man von einer Achse Ankara —Bagdad—-Teheran, von einer Achse B a g d a d — 1) j i d d a (Hafenstadt von Mekka bzw. Saudi-Arabien) und von einer erst zu schaffenden Achse A n k a r a — D j i d d a. Der Korrespondent meint, daß zur Not Ankara—Teheran eine wirkliche Achse darstelle, d. h. ein Gleichmaß der Interessen zwischen zwei politisch gleichgerich* teten Zentren, nicht aber Bagdad—Djidda. Eine Gleichheit der arabischen Interessen mit denen des Irak bestehe vielleicht attf kulturellem Gebiet, genüge aber nicht, um von einer ״Achse״ zw sprechen. Irak wie Saudi-Arabien sehen in England die, Macht, die ihnen gefährlich werden könnte, deshalb zögen sie die Freundschaft der Feindschaft vor und folgten einer politischen Linie, die eigentlich die englische ist. Der Antrieb ihrer Politik beziehe seine Kräfte von außen und diene erst in zweiter Linie arabischen Interessen. Verständlich sei ein Bestreben Englands, eine Annäherung zwischen Aegvpten und Arabien herzustcllen. Aegypten habe im Suez- Kanal einen eigenen Besitz von weltpolitischer Bedeutung zu verteidigen, der zugleich englisches Interesse sei. Irak besitze die Oelquellen, deren Konzessionär England ist. Hier zeichne sieh eine zukünftige Achse zwischen Kairo und Bagdad ab. Zwischen Ankara und Teheran sei die Gleichrichtung auf natürlicherem Wege entstanden. Beide Länder hätten gegenüber den Einflüssen der Westmächte und Sowjetrußlands den Weg zur Unabhängigkeit finden müssen. Dadurch sei eine Weggemeinschaft entstanden, die zu der Idee des Stnatenbundes geführt habe. Dies war die erste wirkliche ״Achse" im Orient. Die endgültige Form des Vierstaatenpaktes sei an einem iranisch-irakischen Streit gescheitert, aber man bemühe sielt, ihn bei/ulegen, auch England setze sich dafür ein. Augenblicklich berate man in Kairo inoffiziell mit der Türkei über einen Freundschaffsvertrag. Wenn man alle diese Pläne betrachte, bestehe der Eindruck, daß es sich um die Wiedergeburt einer Einheit handele, die im osmanischcn Reich schon einmal bestanden hat. dabei sollen sein, daß es den Juden nicht gestattet wird, die natürlichen Schätze Palästinas zu monopolisieren, und daß die auf Grund der wirtschaftlichen Aufnahmefähigkeit des Landes 7u beroessende Einwanderung auch Arabern offenstehen soll. Dieser Plan finde keinen A n k 1 a 11 g bei den Regierengen, die an jüdischer Masseneinwanderung interessiert sind. Die dritte Lösungsinördichkeit sei die Verwirklichung dos T e i 11111 gs p 1 a n e s. Führende Zionisten hätten versichert, daß bei Anwendung moderner wissenschaftlicher Methoden die Ansiedlung von drei Millionen Juden in dem geplanten jüdischen Staat möglich sei. Die Pläne der PICA Die Palestine Jewish Colonisation Association (Pica) beabsichtigt einen Aushau ihrer Tätigkeit. Im Zusammenhang damit ist der vor kurzem neu ernannte Generaldirckfor der Gesellschaft, Robert G o 111 i e b, 711 einem kurzen Besuch in Palästina eingetroffen. Die von Baron Edmond de Rothschild gegründete Pica war die erste Gesellschaft, die in Palästina Boden zur An- Siedlung von Juden erworben hat. Heute umfaßt ihr Bodenbesitz in Obergaliläa allein 60 000 Dunam, fast den ganzen in jüdischen Händen befindlichen Boden dieses Laudcsteiles. Auch jetzt noch nimmt die Pica weitere Bodenhäufe vor und sucht durch Zusammenlegungen ihren Bodenbesitz abmrutukn. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Gesellschaft zur Zeit der Bewässerung ihrer Terrains. In den letzten Jahren wurden in ihrem Auftrag 10000 m neue Brunnenbohrtingen vorgenommen, was einen Kostenattfwand von 300 000 P f tt 11 d erforderte. Dadurch ist es gelungen, 12 000 Dunam des Bodenbesitzes der Pica zu bewässern. Eine zweite wichtige Aufgabe erblickt sie darin, ihre Siedlungen von extensiver Mono-Kultur auf gemischte Wirtschaft umzustcllen, um auf diese Weise Platz für neue Siedler zu schaffen. Zu diesem Zweck hat die Pica einen Konsolidierungsplan ausgearbeitet, durch den es den drei Kwuzoth, Kfar Gileadi, Ajeleth Haschachar und Gescher-Deihamia ermöglicht werden soll, Wirtschaftlich unabhängig zu werden. Die Durchführung dieser Konsolidierungsaktion ist auf vier Jahre berechnet und wird etwa 50 000 Pfund erfordern. Ferner voran Ja Dt die Pica jetzt eine Erweiterung des Tabakbaus in Rosch Pina, wobei zur Bedingung gemacht wird, daß in den Pflanzungen nur Juden beschäftigt werden. Die Entwässerungsarheiten der Pica irrt Kabara- Sumpf ge bi et stehen vor dem Abschluß. Nach den mit einem Kostenaufwand von 150 000 Pfund durchgeführten Entwässerungsarheiten werden mindestens 106 jüdische Familien aut dem ehemaligen Sumpfgclände angesiedelt werden können. Gegenwärtig wird eine Untersuchung über die Kulturen durchgeführt, die für das neugewonnene Gelände in Betracht kommen. Man hofft, daß der Besuch des Generaldirektors Gottlieb dazu beitragen wird, die Probleme der Pica-Arbeit in Palästina einer schnelleren Lösung zuzufüliren, Der neue Bahnhof in Haifa Am 1. Juni wurde der neue Bahnhof in Haifa dem Verkehr übergeben. Es ist der erste moderne Bahnhof im Lande (vgl. den Artikel ״Technischer Fortschritt“ in Nr. 45 der ״J.R.“) Foto: Charlotte Meyer, Haifa