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Jüdische Rundschau · 1937-06-11 · Heft 46 (11.6.1937) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 46 (11.6.1937)
Date
1937-06-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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14. G. 193/ Nr. 46 / Jahrgang 42 JÜDISCHE Preis 25 Rpf. RUNDSCHAU Sdiriftleltung,Verlag o. Anrelgenverwaltnng: B*1־ilnWl5, Meinekeshr.10 Fenmifi 919031» Telegramm ■Adresse 1 Orghtj»*—* Bezugspreis einschließlich Bestellgeld je Monet RM 2.—*, je Vierteljahr RM 5,75, bei Abholung RM 1,88 hzw. RM 5,39. — Postscheck Konten der Vertrieb« - Abteilung? Berlin 71573 (für Groß •* Berlin), Berlin 17392 (für das übrige Reich), ln Fellen höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung etwa schon gezahlter Bezugsgebührea. - Erscheint Jeden Dienstag and Freitag. BERLIN ב׳ תכוז חרצ״ז FREITAG, 11. JUNI 1937 Gültig! Anzafganpreisllste Nr. 5. Die 12 gespaltene mm •Zeile 20 Rpf., für Familien Nachrichten 15 Rpf. Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Platzen wird keine Gewahr geleistet Gelegenheit*- anzeigen nur gegen Vorauszahlung auf Postscheck Konto Berlin 71618 oder bar Montag bis Freitag 9 — 18 Uhr. Annahmeschluß für dio Dienstag Ausgabe Montag 10 Uhr, für die Freitag •Ausgabe Mittwoch 13 Uhr. (Für Familien •Anzeigen am Tag vor Erscheinen 13 Uhr) Der Zionismus erstrebt für das {Qdlsche Volk die Schaffung einer öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. CBaseler Programm) Gerüchte und Realität 0er Warschauer Mordprozeß Chatzkelewicz zum Tode verurteilt — ״Politische“ Exkurse Warschau, 8. Juni. (JTA.) Das Warschauer Kreisgericht hat Juda Leib Chatzkelewicz, den 33jährigen Schneider aus Kaluszyn, der am 11. Juni 1936 den Wachtmeister Jan B u j a k, seinen früheren Vorgesetzten im 7. Ulanenregiment, erschossen hat — was sodann zum Pogrom von Minsk-Mazowiech führte —, zum Tode verurteilt. Das Gutachten der 16 Psychiater, die eine geminderte Zurechnungsfähigkeit des Mörd e r s festgestellt und erklärt hatten, daß der Angeklagte für seine Handlungen nicht voll verantwortlich gemacht werden könne, ließ das Gericht unberücksichtigt. In der Urteilsbegründung wird gesagt, daß Chatzkelewicz die Tat unter dem Einfluß einer gewissen Stimmung bei einem Teil der Bevölkerung, die auch in den Zeitungen einen Ausdruck gefunden hätte, begangen habe. Er habe mit Vorbedacht und in vollem Bewußtsein der Tragweite seiner Tat gehandelt. Die Todesstrafe sei verhängt worden, weil das Opfer ein Angehöriger der polnisehen Armee war und es notwendig sei zu zeigen, daß das Blut eines polnischen Sodaten nicht wohlfeil ist. Die Verteidigung hat gegen die Verhängung, der Todesstrafe Berufung eingelegt. Die Plaidoyers Staatsanwalt Z e 1 e n s k i hatte in seinem Plädoyer aut das starke Echo hingewiesen, das dieser Prozeß in der gesamten ()Öffentlichkeit gefunden hat. Das Zeugenverhör nabe klargestellt, daß die Behauptung des Angeklagten, der ermordete Wachtmeister habe ihn als sein militärischer Vorgesetzter gequält, unrichtig war. In der polnischen Armee gebe es keinen Unterschied in. der Behandlung von Angehörigen der verschiedenen Nationalitäten. Somit müsse Um die Reichsvertretung Zur Sitzung am kommenden Dienstag Wir haben schon kürzlich darauf hingewiesen, daß in der jüdischen ()Öffentlichkeit, die sich für die Organisations• und Verwaltungsprobleme der Juden in Deutschland interessiert — naturgemäß ist in solchen Dingen nur ein relativ klei• ner Kreis mit den Einzelheiten vertraut — eine M i ß s t i m m 1111 g entstanden ist, weil in einer Zeit, in der eine straffe Zusammenarbeit der Judcriheit Deutschlands und eine sorg• same Bewahrung des von ihren Institutionen geschaffenen moralischen Kredites nottut, eine Diskussion heraufbeschworen wird, die die Gefahr innerer Uneinigkeit überaus nahebringt. Wie jetzt bekannt wird, ist zur Bereinigung dieser Angelegenheit für Dienstag eine gemeinsame Sitzung des Präsidialausschusses und des Rates der Reich svertretung der Juden in Deutschland einberufen worden, auf deren Tagesordnung das Verhältnis zwischen der Reichsvertrctung und der Berliner Jüdischen Gemeinde steht. Man erfährt, daß die Gemeinde in einem Briefwechsel mit der Reichsvertrctung verschiedene Reorganisationsvorschiäge gemacht hat, die darauf hinauslaufen, daß wesentliche Agenden der Reichsvertrctung von den Gemeinden und Landesverbänden übernommen werden sollen. Durch solche Maßnahmen könnte das Werk, das die Reichsvertretung mit Hilfe der großen jüdischen Hilfsorganisationen des Auslandes mühsam aufgebaut bat, ernstlich gefährdet werden. Für diese Kooperation, aber auch für viele Aufgaben im Inlande sind die großen jüdischen Organisationen innerhalb Deutschlands mit ihrer Erfahrung und ihrem Kredit unentbehrlich, und diese Einsicht hat dazu geführt, sie in die Reichsvertretung und in den ,,Zentralausscliuß für Hilfe und Aufbau“ einzubaucn, zumal da die jüdischen Gemeinden 1933 hin- und herschwankten und gewiß keinen imponierenden Beweis ihrer Leistungsfälligkeit auch nur in ihrem beschränkten Pfliehtenkreis boten. Was insbesondere die Z i o 11 i s t i s c 11 e Vereinigung betrifft, so ist sie schon wegen der überragenden Bedeutung, die nach 1933 die Palästina-Wanderung mit ihren komplizierten Problemen für alle Juden Deutschlands erlangt hat, aus den Zentralinstanzen nicht wegzudenken. Die Berliner Jüdische Gemeinde hat ohnedies zahlenmäßig und steuerlich ein gewaltiges Ucbcrgewielit, und wer die Verhiiltnisse in den Mittel- und Kleingemeinden kennt, weiß, daß diese nicht wünschen können, einfach von dieser Grollgemeinde ins Schlepptau genommen zu werden. Das ist nicht eine Frage der ״Mainlinie“, wie oft irrtümlich behauptet wird, sondern einfach die Sorge eines völlig anders struktuierten Kleinstadtjudentums um seine legitimen Interessen. Soweit die Reichsvertrctung Gelder für allgemeine Zwecke (Schulen, Auswanderungsvorbereitung, Wirtschaftshilfe, Wohlfahrtspflege) zu verwalten hat, scheint cs unzweckmäßig, derjenigen Stelle, die selbst der größte Verbraucher und Interessent ist, bei der Verteilung einen übermäßigen Einfluß cinzuräumcn. Die berechtigten Interessen aller Gemeinden und auch der Berliner Gemeinde sind dadurch gewahrt, daß die Gemeinden eine volle Kontrolle des Budgets der Reichsvertretung haben, und die Berliner Gemeinde ist im Präsidialausschuß durch zwei führende Vorstandsmitglieder vertreten; erst kürzlich wurde bei der Umbildung dieser Körperschaft den Wünschen des Berliner das Motiv der Tat ein anderes gewesen sein. Die These, dal) Chatzkelcwicz das Werkzeug einer politischen Verschwörung gewesen sei, könne auf Grund der Vernehmungen nicht aufrecht erhalten werden. Chatzkclewicz habe aus eigenem Antrieb gehandelt, aber aus einem in seinem engeren Kreis herrschenden Gefühl der Fremdheit und Abneigung gegenüber der polnischen Armee heraus lind unter dem Eindruck einer gewissen Stimmung, die in der Gegend nach der Ermordung des indischen Einwohners Z i 1 i i c h geherrscht habe. D e r an Z i 11 i c!1 b e g a n g e n e M o r d m ii s s e b c dauert und bestraft werden. Ebenso strafbar aber sei es, wenn einzelne Zeitungen nach diesem Mord geschrieben hätten, das Blut des Märtyrers Zillich könne nicht zur Ruhe kommen. Aus den Aufzeichnungen, die man hei Chatzkelewiez gefunden habe, gehe hervor, daß er von nie- «lande in zu seiner Tat angestiftet wurde und für sie voll verantwortlich sei. Die Aer/te, die ihn für nur teilw eise fiir seine I landhingeii verantwortlich erklärten, seien Menschen, deren Aufgabe es ist, Leid zu lindern. Sie üben damit einen ehrenwerten Beruf aus, doch könne man sich nicht auf ihr Urteil verlassen. Aufgabe der Richter sei es, Recht zu finden und die Gesellschaft zu erziehen. Daher sei bei ihnen Nachsicht nicht am Platze. Zum Schluß forderte der Staatsanwalt die Todesstrafe für Chatzkelewicz. 1111 Gegensatz, zum Staatsanwalt versuchten die Vertreter der!י r i v a t k! ä g e r in jiidenfeimfliehen Tenden/reden die jüdische Gesamtheit für die Tat veranwortlich zu machen und diese als das Werk einer planmäßigen Verschwörung liinzustclieu. Das Blut Bujaks, sagte einer der Anwälte, müsse gerächt werden, denn es wäre sehr schlecht, wenn das Wort ״Rache‘‘ auch nach dem Urteil noch auf den Lippen des polnischen Volkes bliebe. (Fortsetzung siehe Seite 2) Gemeindevorstandes in dieser Richtung Rechnung getragen, so daß es fast unverständlich ist, wieso die Berliner Gemeinde nach so kurzer Zeit mit neuen Wimsehen auf den Plan tritt. Es liegt auf der Hand, daß durch solche immerwährende Vorstöße, die mit reinen Machtkämpfen eine verzweifelte Aehniiclikeit haben, die ruhige Durchführung der laufenden Arbeit nicht gerade gefördert wird. Was die Reichsvertretung heute zu tun hat, ist nicht viel mehr, als einen notwendig gewordenen L i q 11 i d a t i o 11 s ־ prozeß so zu überwachen und zu leiten, daß er möglichst ökonomisch und produktiv vor sich gellt. Es ist wahr, wir alle haben uns 1933 von dieser Zcntralinstanz a n d e r e und größere Aufgaben erträumt, aber so wie die Dinge sich gestaltet haben, ergibt sich die Einsicht, daß vieles, was von manchen als Versagen der Reichsvertretung angesehen wird, eine natürliche Folge der objektiven Grenzen ihrer Wirkungsmögliclikciten ist. Wir haben schon erwähnt, daß eine Verwaltungsrcform innerhalb des ganzen Bereiches jüdischer Institutionen mit Rücksicht auf die ständige Verkleinerung und Verarmung der Judenlieit in Deutschland notwendig ist, aber sicherlich dürfen diese nicht allein auf Kosten der zentralen Instanz gehen, die gerade w egen ihrer Ucbersicht über das G a 11 z e in solchen Zeiten des schwindenden Vermögens immer wichtiger wird. Es wird liier ein sehr gefährliches Spiel getrieben, denn wenn erst bekannt winde, daß?.wischen den einzelnen jüdischen institutionell 1111■ friede herrscht, dann könnte das von sehr nachteiligen Folgen fiir die Zusammenarbeit der jüdischen Stellen in Deutschland mit den Hilfsorganisationen des Auslau des werden. Die Hilfe dieser Organisationen ist aber gerade bei der Hauptarbeit, die den Juden in Deutschland heute gestellt ist, nämlich der Durchführung der Auswanderung und allein, was damit zusamnicnliängt, wie Berufsausbildung, Kapitaltransfer, Einreisebewilligungen in andere Liinder und nicht zuletzt nach Palästina, unentbehrlich. Bisher hat sich diese Zusammenarbeit, die schon ihrer Natur nach nicht wenige schwierige Punkte enthält, dank der Existenz der Reichsvertretung, so gut wie reibungslos durchführen lassen; es ist einer der wenigen Lichtpunkte in der Entwicklung des Judentums in Deutschland in den letzten Jahren, daß trotz der vorausgegangefteti Parteizeisplitterung im Moment der Notwendigkeit die Bildung einer Reichsvertretung und Zusammeiifassung aller Kräfte gelungen ist, was die Repriisentation der Juden nach außen hin überaus erleichtert hat. Jeder Unbefangene muß sich fragen, warum in diesem Moment ohne ersichtlichen Grund diese Einigkeit gestört und dadurch das Vertrauen in das Ganze erschüttert werden soll, Es wäre verhängnisvoll, wenn da oder dort der Eindruck entstünde, als ob auch persönliche Motive oder Machtinteressen am Werke wären und zu zerstören drohten, was mühsam in überaus schwerer Zeit aufgebaut wurde. Wir hoffen, daß die Sitzung am Dienstag dazu beitragen wird, die Atmosphäre zu klären und etwa entstandene ungünstige Eindrücke dieser Art zu zerstreuen. Aus diesem Grunde ruht auf dieser Sitzung eine große Verantwortung, und die jüdische ()öffentlichkeit in Deutschland auch außerhalb der organisatorisch bcteiligten Kreise nimmt an diesen Vorgängen Anteil, weil sie fühlt, daß Einigkeit über alles nottut und daß der Zeitpunkt für innerjüdische Kämpfe schlecht gewählt wäre. Bei dem Dunkel, das bisher über den Absichten der englischen Regierung bezüglich Palästina schwebt, ist es begreiflich, daß immer wieder neue Versionen darüber in die Oeffentlichkeit dringen. Dabei ist kaum zu entscheiden, oh nur die Gerüchtemacher neues Material verbreiten oder ob die Absichten selbst s i c ii ii 11 d e r!1. Man kann wohl ruhig b e i d e s annehmen. Bei Fragen von so schwerwiegender Bedeutung liegt es nahe, daß eingehende Ueberlegungen vorher stattfinden, immer neue Gesichtspunkte auftauchen und die maßgebenden Kreise in ihren Anschauungen scinvanken. Man muß bedenken, daß in der Palästinasache wohl ununterbrochen Interventionen im Kolonialamt stattfinden, sowohl von den beteiligten Parteien selbst oder durch sie veranlaßt, als auch von interessierteil englischen Persönlichkeiten. Nicht zuletzt ist für die englische Regierung die Frage, ob sie sich die Schlußfolgcrungcn der Kg!. Kommission unverändert zu eigen machen soll, ein überaus delikates Problem. In der englischcu Geschichte ist es sehr häufig vorgekommen, daß Berichte und Gutachten derartiger Kommissionen nicht ausgeführt wurden. Es gibt dabei die verschiedensten Nuancen der Nichtbeachtung, angefangen von der Zurüeklegimg des Gutachtens in den Aktensehtank bis zur teilweisen Verarbeitung in der Rcgicrungspolitik, oder sogar Proklamierung des Gutachtens als Regterungspolitik und spätere ganze oder teilweise Wiederaufgabe. Beispiele gibt es genug, und nicht nur bei Berichten von geringer Autorität, wie wir sie in Palästina selbst drei- oder viermal erlebt haben, sondern auch bei so gewichtigen Kommissionen, wie etwa die Miiner-Kommission für Aegypten, die Hilton Young-Kommission für Ostafrika oder die John Simon-Kommission für Indien. Häufig liegen die Dinge so, daß die Stellungnahme der betreffenden Kgi. Kommission auf unanfechtbaren Erwägungen beruht und eine bedeutende Gedankenarbeit darstellt, daß die Sachlichkeit und Klugheit des Berichtes nicht geleugnet werden kann, aber in derartigen Fragen sind eben nicht nur sachliche, sondern meist politische Momente ausschlaggebend. Die Rücksicht auf diese oder jene politischen Faktoren, die sachlich nicht einmal direkt mit dem Bericht Zusammenhängen müssen, veranlaßt dann die Regierung, den Bericht zwar als maßgebendes Material hinzunehmen, die Politik aber doch anders zu gestalten, als der Bericht vorschlägt. Wenn wir die letzten Gerüchte bezüglich des Schicksals Palästinas betrachten, so ist es durchaus möglich, daß bei Eingreifen dieses oder jenes politischen Faktors die Regierung ihre Absichten geändert hat, also etwa, wie die letzten arabischen Meldungen besagen, den Plan einer Teihing auf gegeben hat. Das hindert aber nicht, daß kurz darauf infolge neuer Ueberlegungen der Teilungsplan doch wieder in den Vordergrund treten kann. Die Bemühungen der Araber, eine Teilung zu verhindern, scheinen sich in den letzten Tagen sehr verstärkt zu haben. Der Widerspruch der Araber gegen die Teilungspläne beruht aber nicht auf dem W mische, die Durchführung des Mandats oder des Churchill-Weißbuches von 1922 auf dem ganzen Gebiet Palästinas zu sichern, d. h. im Hinblick auf die drohende Teilungsgefahr den Widerstand gegen die jiidisclie Einwanderung aufzugeben und positiv an der Entwicklung eines künftigen arabisch-jüdischen palästinensischen Gemeinwesens, das sich in geeigneter Weise dem Gefüge der arabischen Staaten des Vorderen Orients einordnen ließe, mitzuarbeiten, sondern sie vertreten nach wie vor ihre starre Forderung auf Unterhin düng der jüdischen Einwanderung und Einrichtung einer ״demokratischen Nationalregierung“ in Palästina, was bedeuten würde: die Schaffung eines palästinensischen Staates nach dem Vorbild Iraks und Syriens, wobei die Juden eine Minorität bilden würden wie etwa die Christen in Syrien. Der Kernpunkt dieser Forderung ist die Ablehnung der jüdischen Ein- Wanderung. Darum sind auch die öfter gehörten Nachrichten über eine angeblich geplante ״arabisch-jüdische Einheitsfront gegen die Teilung“ unglaubwürdig. Angcsichts dieser Tatsache muß man begreifen, wenn bei manchen Engländern die Vorstellung besteht, die Teilung Palästinas wäre — ungeachtet des Protestes von jüdischer Seite — eine ״j ii d i s c h e“ Lösung, d. h. gegenüber der von den Arabern geforderten Lösung, die der Abwicklung der übrigen A-Mandate entspricht, sei die Teilung mit der Errichtung eines autonomen jüdischen Gemeinwesens für die Juden günstiger und werde auch darum von den Arabern bekämpft. Um diesen Ausweg als Kompromiß erscheinen zu lassen, versticht England seit längerer Zeit auch arabische Kräfte

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