Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 29 (13.4.1937)
- Date
- 1937-04-13
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Alwiini't III, IN'. — Dr. Alexander Altmann: jü'li-il.c K< öyinnspliü'iscyMe von Abraham ihn Daud bis zum Aiuf-ani; d>-» MiHrlnlurr.s, Lel»in(;cn über da.s Problem der Ikk.irim, JIisuiVi-'i.r* lYbungcn. — l'r. Maximilian Landau: Geschichte der Inden im sLnvi-cjum Raum, Linfahiung in die Geschiehttxvissenschait: Mt tli"d<>l"yie Und (v)iii-lle:ikii:ide. — Rabb. Abraham Wolf: Taimu'l, Giundbigeri der ulrbiiiU-hen Gesetzgebung. Auf- Tiahmeprßiüüc 13. April, 9 Uhr, Krot'tnung des Sonmicrsemesters 13. April, 17 Uhr. im Hörsaal I. hrultnung^vorltag Dozent Dr. S. Grünberg über: „Don I-ak Abwand und seine Stellungnahme zu bibelkrit i-e hen Ftagcn"'. Der Kulturhund teilt mit: Vor ihrer Arne!ifca-Toiimcc wird sich die Vortrag -Ici na 'er in und mahnen S'>n<!ervri3n«.l.i hau;, Kiel.rar. 10. vei F.ir.trO' ausrnibn: .vrvUc mit K-Karle. Da» Notstandskabarett mm \'olk-licdcmgci in Marien Koegel in einer ein- Itung am 22. Aprsl. 20.15 Uhr. im Logenab-bieden. Am 'h'ngrl: Werner Seelig-Baß. auch ihr Ni. rmvlio.ier tle.i Kulturbundes der KUnstlcrhilfc -pi neue-) l'rcyr .,::im am 25. April, 20.15 l*h Wien, LaicM-crger Str. 31. Mitwirkende u. Jacob (llan-en). Baden-Heft, M;cciikc, Mmüi SuBmann (^utmer), Jonnv .Srhwnsct«, Kap* Pianisten lv:di Lehmann und Lcnar Writt. oder R-Karte gigen X.ui.wei-i der Ziiy.!e iTieinschaft. Liederabend Kilffenosslscher ludtscher Komponisten 2 1- I r I , I, sein viertes (völlig im Tanzpalast Alilledi Haase. Fdrth ahn,, Seiler, Skotzki, .Makosvski und die Lirita Ii 'keit 1-n 1 Tec-Nachinittai'e im Logenhaus . n i < k 1 1> I 1 i\orn, i\ ohne Kulturbundzur jüdischen Geil 15 \prtl, I u 1 i u i i der i i( nt Ii rstl Ii r b h inuter V Walr ' l uif» vern ig tu hm. < < lUi iiich Familien-Nachrichten Frau Fe begeht Herr M Vereins 1 .Mci ccim Gr. Hamburger Straße, 4-1. V.u -r.der d. Synagogen- 17. Ac-i: den i-O. Geöururag. Der Kulturbund der Juden in Dan/ig bcrntiht sich, jungen Begabungen den Wey; /u bahnen. Ihr iiinj-e Geifer Ossy kenard y kam über Dan/ic nach Deutschland. Die gleiche Beachtung verdient eine junge T.iiueiin. die soeben zum zweiten Male im i);in;'ieer Kulturbund ihre BeRabunp; tinter Beweis stellte: Katia H a k a 1 i n s k a j a. Sic ist eine Meisterschülerin von Marv \Vjoman, aber dennoch ihren eigenen Weg gegy-ingam. Ihr Tan/, ist nicht abstrakt, sondern Darstellung eines "einfachen Vorganges oder Erlebnisses durch den Ausdruck des Körpers. Vor allem aber weil! sie in ihren jüdischen Oestalten unmittelbar ansprechende Tanzschöpfungen auf die Buhne zu stellen. Ueber Sinn und Bedeutung des Kaddisch-Gebetes laßt Rabbiner Jacob Hübscher eine kleine Broschüre mit dem Titel „Das Kaddisch-Ciebet" (im Selbstverlag, Cernauti 1937) erscheinen, in der die Entstehung des Kaddisch-Oebetes dargestellt, die wichtigsten hierzu gehörigen AeuRcrungcn aus dem jüdischen Schrifttum zusammengestellt werden und auch eine Analyse des (iebetes gegeben wird. Literarische Notizen Das jüdische Theater in Kairo kann dieser Tage auf sein erfolgreiches dreißigjähriges Bestehen zurückblicken. Es ist 1W von einem russischen Juden gegründet worden. Das Jubiläum wurde mit einem Festakt begangen, es folgte auch eine diesbezügliche Sendung des Rundfunks, der übrigens allwöchentlich zwei Stunden jüdischen Angelegenheiten widmet. Der englische Lyriker und Dramatiker John Drinkwatcr ist, 55 Jahre alt, in London gestorben. Zunächst ein später Praeraffaelit und Symbolist, hat er sich mit seinen mutigen, verantwortungsschweren Kricgsilichtungen besonderen Ruhm erworben. Hier und in späteren Werken kommt er in der ästhetischen Haltung, die alles andere als realistisch ist, Siegfried Sassoon. in seiner Formgebung Is-aac Rosenbergam nächsten. Drinkwater hat verschiedentlich jüdische Themen behandelt, so vor allem in den „Preludes" (1922), svo auch ein Epos „David and Jonathan" zu finden ist. Warner Brothers haben für 400 000 Dollars drei französische Theaterstücke zur Verfilmung erworben, darunter „Hoffnung" von Henri Bernstein. Unter der Bezeichnung „O r i e n t - O c c t d e n t" Maison de Livres, ist in Paris (50, Rue Lhomond 5 c") eine Gesellschaft begründet worden, die sieh zur Aufgabe gesetzt hat, sich für den Vertrieb der modernen hebräischen Literatur in Westeuropa und in den überseeischen Ländern intensiv einzusetzen. In diesem Zusammenhang will sich die Gesellschaft für die Verbreitung jüdischer und zionistischer Literatur in allen Sprachen einsetzen. Rabbiner Dr. Magnus Weinberg, Regensburg, 70 Jahre. Am 19. April wird Bcz.irksrabbiner Dr. M. Weinberg sein 70. Lebensjahr in besonderer Rüstigkeit erreicht haben. Ueber vier Jahrzehnte widmete er sich seinem Amt, von dem er sieh erst vor etwa einem Jahr zurückzog. Im Jahre 1895 begann Dr. Weinberg seine Tätigkeit in Sul/bürg in der Oberpfalz und hatte in dem weitgedehnten Bezirksrabbin.it aufreibende und segensreiche Arbeit zu leisten. Er siedelte später nach Neumarkt, dann nach Regensburg über. Der Jubilar erfreut sich eines weithin bekannten Rufs, den er mit einer Abhandlung „Die Organisation der jüdischen Ortsgemeinden in talmudischer Zeit" begründete. Seine Forschungen galten einerseits archäologischen Stoffen („Das Verhältnis des Rabbenu Tarn zu Raschi", „Die Partikel ,ki' im Talmud", „Der Begriff des ,chcber ir'", „Eine schwierige Stelle in Kohelet" usw.), andererseits der Geschichte bayerischer Juden- Gemeinden. Bekannt wurden seine Veröffentlichungen zur Geschichte der oberpfälzischen Juden — von denen die Historische Kommission des Bayerischen Landesverbandes drei Bände veröffentlichte — und über die hebräischen Drucke in Sulzbach. Jüngst erst begann sein Buch über Memorbüchcr bayerischer Kchilloth zu erscheinen. Weinbergs Archivstudium hat nicht allein auf jüdischem Gebiet Fruchte, getragen; als Archivar des Neumarkter Historisehen Vereins veröffentlichte er mehrere Studien. Sein Verzeichnis sämtlicher Judenakten des Staatsarchivs Amberg fand besondere Würdigung. H. L. Vom Verband polnischer Juden. Dank der Initiative Abraham Wein Stocks und des Leiters der Sektion Essen, Ephr. Katz, haben die Nachbargruppen Essen und Gelsenkirchen eine kulturelle Arbeitsgemeinschaft gebildet, die der jüdischen Oeffentlichkeit jüdische Geisteserzciignisse in Wort, Bild und Lied näherbringen will. Die Darsteller, Interpreten und Sänger rekrutieren sich aus den noch verbliebenen Mitgliedern des „Hasomif' Essen, Gelsenkirchcri «röffnete die Winterarbeit mit einem Sinichath-Tliora-Abend, ausgefüllt mit Volksliedern, Rezitationen und Musikstücken. Den Höhepunkt bildete das Auftreten des Geigers Hans Kaufmann, Essen, der jetzt dem Huberman-Öi ehester in Palästina angehört. Es Jugend erlernt Handwerk Jüdische Ofensetzerlehrlinge, die in Berlin ausgebildet werden Foto : M. Kramariki, Berlin i......miiiiiimiMiiiiiiiiiniiiiiiiii.....niiiin......n.....iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiii..............Ii..........iniiiimimuimimiimiM...... folgten je ein bunter Abend für Gelsenkirchen und Essen. Die Darsteller, besonders Ephraim Katz und Sorele Vogel, bewiesen hierbei starkes Einfühlungsvermögen. Zwischendurch brachte Gelsenkirchcri einen Liederabend mit dem Dortmunder Obeikantor Max Kobcr, Essen vermittelte seinen Mitgliedern einige Rezitationsabende und zwei literarische Vorträge über „Typen und Charaktere der jüdischen Literatur" und „Weg ohne Ende" nach den Motiven des Romans von Oerson Stern. Den Abschluß des Winterprogramms bildeten die Veranstaltungen am 7. und 13. März in Gelscnkirchen und Essen. Sorele Vogel sang „Ch'wil! nischt asa chossen" von M. Gcbirtig mit viel Charme. David Herz bewies auch dieses Mal sein vielseitiges Können als Interpret jüdischer Volkslieder, Darsteller und Erzähler. Baruch Weißmann brachte einen Monolog „a Schitef" von Schimon Wusek klar zum Ausdruck. Gut eingeführt als gefühlvolle Sängerin hat sich Berta Abbe. Den Höhepunkt des Abends bildete „a diu tojre mit Gott", Legende von Seh. An-ski, für die Bühne von E. Katz bearbeitet. Die kräftigste Figur des Stückes war zweifelsohne Kohen-Zedek als Reb Fajwel, ein gläubiger Fanatiker und Asket, ein religiöser Rebell, der Gott den Schöpfer vor das Rabbinergericht laden läßt. Würdevoll, patriarchalisch war Abraham Weinstock als der Apter Rebbe, quieklebendig und geistessprühend David Herz als Reb Mendel. Gedalic Herz, als Ortsrabbiner Reb Menachem war dieses Mal am Platze fehl.. Schi je 'S i n n s c h e i n als Reb Elimelech bewies, daß er für die Bühne zu verwerten ist. Die mitwirkenden Frauen, Samclson als der Schammcs und Weißmann als Hofmarschall können in der Gesamtaufführung nur als gute Edelkomparsen bewertet werden. Bei dem Mangei an jugendlichen Darstellern ist das frische Auftreten von Sorele Katz als Jecheskeie sehr zu begrüßen. Die Gesamtleitung des Abends lag in Händen von E. Katz. Die musikalische Bearbeitung altjüdischer Nigunim und Begleitung am Klavier lag in Händen von Werner Schüler, Essen. Im gsnz.en beweist uns dieser Abend, daß das Dramatisieren von Novellen und Legenden und deren Aufführung keinesfalls eine leichte Aufgabe ist. Vor Waghalsigkeiten und Halbheiten muß im Interesse der Darsteller und des Publikums, zum mindesten auch im Interesse des literarischen Geschmacks und der literarischen Wahrheit gewarnt werden. J. H. E. Paluzak BERLINER HANDWERK UND EINZELHANDEL 'm ■ iti r Iii •) § *- # r e ' f i ' ■ ■ ' 4 ■1Ä-Ir" fl 1 H<** % i*? i,..?" >' *V Altpapier Herbert Cohn B»r!lnNW40, Hcldcntralli« 20 21 S/irnmcl-Nr. 3s <>'} ]'t Mil Asphaitierungen PtiaslrtatiKlrn Robert Wolters IL' IS. Knrtürst-.'ndnmm 4S/4U Ruft 92 47 50 Aufzüge Fahrstuhlbau Ernst Fischer W 50, Kulmbacher Str. 6 Ruf: 24 78 5H52 R'fwr«« |Mt Art, PfS-j. . r>„t„hlwi!, Aeiteate jüdische Firma dieser Branche o Auto-Reparatur Auto-Uferhstatt srer Faormate E. Schuster Abschleppdienst auch nachts L. i c Ii t — Z ü n ti u n sw 29, Birjcnerstr. 32. Tel. 66 ss 31 tjl Bauwesen B A l C» f. S l. Ii ,i I T BERGER & CO. Spei.: VVohmm^'sn-üunv-, F.issiulcn Giesebrechtatruße ij / Ruf: 31 7811 1^; aV GorUltverleih / Dachdeckung ■ B-l9 : Faltldeninittndiotiun; I ^ijr Klempnerei / Installation I E. MEYER, Usedomer Str. n . 44G4 26 1 m. WE6IER. Baugeschäft ipeziell FasMtdcn-Renovatlonen und Wohnungsteilungen, eigene # RU.tunKcn / BERLIN Na«, Monbijoupl. t . 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