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Jüdische Rundschau · 1937-03-26 · Heft 24-25 (26.3.1937) · page 18

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 24-25 (26.3.1937)
Date
1937-03-26
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Soft» 18 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 24/25, 26. Ftl. 1937 Nationales und privates Kapital Für Expansion der landwirtschaftlichen Siedlung Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Tel-Awiw, 7. März 1937 Ein alter Streit Man hat im Zionismus lange Jahre hindurch über die Bedeutung des nationalen Kapitals, also die Gelder der Fonds, des Kercu Hajessod und des Kcrcn Kajemcth, im Gegensatz zu den privaten in Palästina investierten Mitteln gestritten. Die eine Gruppe wollte in der zionistischen Aufklärung*- und Propaganda-Arbeit in erster Linie die öffentlichen Fonds hervorgehoben sehen, die andere wieder sah diese Mittel und die von ihr unternommenen Werke oft genug etwas über die Achsel an und erwartete alles Heil von dem freien privaten Kapital und seinen Gründungen im Lande. Während theoretisch endlos Argumentationen für und wider hin- und hergingen, schritt die praktische Arbeit im Lande vorwärts und gab weiten Raum für die Beteiligung beider Faktoren an der Wirtschaft des Landes. Und wie die Jahre vergingen, in Palästina Krisen mit Zeiten der Konjunktur wechselten, schwankte unter dem zionistischen Publikum in der Gallith auch die Wertschätzung der beiden Faktoren: in Zeiten, wo es in Palästina leicht und rasch vorwärts ging, stiegen in den Augen der Juden draußen die Aktien des privaten Kapitals, das ja eben in diesen Zeiten die Möglichkeit hatte, besonders aktiv zu sein, weil sich ihm gute Gewinnchancen darboten, in Zeiten der Stagnation und Krise dagegen wandte man sich wieder mit — oft unbeschränkten und auch gelegentlich unbegründeten — Erwartungen der zionistischen Leitung und ihren Fonds zu und erwartete die l'cberuämlung der Stagnation und die Einleitung einer neuen ProspcriUtsepuche von diesem nationalen Kapital. Vielfach haben in solchen Zeiten Unternehmer und Worklcinngcn, die in den „fetten" Jahren oft verächtlich auf die nationalen Fonds herabgesehen hatten, von diesen Hilfe vokingt und soweit die Möglichkeiten bestanden, auch erhaiUn. Kooperation In di-n letzten Jahren hat der alte Streit über die größere Wichtigkeit der einen oder anderen Gelder keineswegs aufgehört, und es wurde dabei vielfach übersehen, da Ii die sich vtMildernde um! entwickelnde Wirtschaft im Lande eine neue F o r in der Finanzierung hervorbrachte, die jene Diskussionen eigentlich gegeiMand.dos machte. Es erwuchs, begünstigt durch das Wachstum der Wirtschaft und das Vertrauen der Wclt judi nheit und der Londoner City in das jüdische KoloulsatioiiMvci 'k, eine Kooperation zwischen den Fonds und dem privaten Kapitalisten, wie sie vorher nur in geringem Maße bestand. Früher ging das private Kapital ausschließlich oder vorwiegend in eigene Unternehmungen, von denen es sich eine entsprechende Pente erhoffte, während die Fonds gesondert arbeiteten und es allgemein für gegeben galt, daß die von ihnen investierten Gelder Sich nicht oder sehr spät rentieren würden. Heute besitzen wir in Palästina eine Reihe von Unternehmungen, an denen die Fonds gemeinsam mit Privaten beteiligt sind. Und ein Studium der an der „Börse" in Tel- Awiw notierten Werte beweist, daß viele der gern genommenen Aktien und Obligationen zu Unternehmungen gehören, die entweder mit nationalem Geld versehen sind oder unter nationaler Kontrolle stehen. Auch die Versuche von Obligationsausgaben im Auslände im Laufe der letzten Zeit haben bewiesen, daß solche „gemischten" Papiere bereitwillig vom Publikum aufgenommen wurden. Dieses Vertrauen in n a t i o n a le und halbnationale Unternehmungen erklärt sich daraus, daß die Fonds im I reife der Jahre der Arbeit einen beträchtlichen Bc-itz anfgeb„uft (weichen Wert präsentieren heute allein die Boden des Keren Kajemeth Lejisrael!) und Erfahrungen gesammelt haben, und viele /u verstehen beginnen, daß im 1 aufe der lanjen Sicdlung->arbeit nicht einfach das Geld nur n fonds perdii ausgegeben wurde. Außerdem bot Palästina im Verhältnis zu den groiien Gehlem, die in den letzten Jahren dn-trömten, nicht sehr viele Anlageun'hgliclikciten. und das Publikum herriißte jedes neue Feld dieser Art. Wo augenblii klirh die privaten AiilagetnögüchkeiU'fi durch die Stagnation der Wirtschaft noch kleiner geworden sind, ist naturgemäß das Intcrcs-e für öffentliche, oder halb-üffentliche Unternehmungen noch gestiegen. Diesem Abflauen der private n Tätigkeit ist es weh! auch zu einem Teil zuzuschreiben, daß die Unternehmungen des öffentlichen Kapitals heute an: wirtschaftlichen llori/ont großer erscheinen als zur Zeit der Prosperitv, wo sie /u einem Teil durch die Masse der reinen Privatunternehmungen verdeckt wurden. Es sind auch gerade in letzter Zeit eine Reihe von Unternehmungen des privaten Kapitals, die von langer Hand bereits vorbereitet wurden, in das Stadium der Verwirklichung eingetreten, und eine Uebersicht darüber zeigt, daß sich hier wichtige Entwicklungsmöglichkeiten bieten. „Pasa" Verschiedene dieser Aktionen sind auch dem weiteren Publikum bereits bekannt. Hierhin gehört die Pasa (Palestine Agriculttiral Settlcment Association), die auf das vom Keren Hajessod eingezahlte Kapital Obligationen ausgegeben hat (siehe den Bericht in Nr. 12 der „Jüdischen Rundschau"). Hier haben wir einen sehr wichtigen Versuch, neben dem nationalen Kapital das private für die landwirtschaftliche Siedlung zu mobilisieren und zu gleicher Zeit den privaten Geldern eine investitionsmöglichkeit zu bieten, deren Rente durch die nationalen Fonds (bzw. Banken) garantiert und weniger als manche anderen Konjunkturschwankungen ausgesetzt ist. Hier dürften sich im Laufe der Zeit große Expansionsmöglichkeiten bieten, I >er Keren Hajessod verpflichtet sich, jährlich bestimmte Summen der Pasa zufließen zu lassen, die dann den Grund für weitere Obligationsausgeben bieten. Eine neue Wassergesellschaft Diese für beide Seiten vorteilhafte Kombination von nationalen und privaten Geldern, die einerseits sichere Anlagemöglichkeiten bietet, andererseits die Bewegungsfreiheit der Siedlung erhöht, finden wir auch bei mehreren anderen Neugründungen, bzw. dem Ausbau bestehender Institutionen. So ist durch die Initiative von „N i r", des Kolonisationsinstitutes der landwirtschaftlichen Arbeiter, eine Wassergesellschaft gegründet worden. Hier beteiligt sich der Keren Hajessod auf dem Umwege über die Pasa, der Keren Kajemeth Lcjisracl und „Mir" mit einem Kapital von 30000 Pfund. Auf dieser Grundlage folgt eine erste Ausgabe von Obligationen im Werte von -10 (XX) bis 50 000 Pfund, so daß das Gesamtkapital auf 80000 Pfund kommt. Die Gesellschaft ist unter dem Namen „Water Company Mekoroth Ltd." bei der Regierung eingetragen. Die Obligationen werden in Deutschland und der Tschechoslowakei aufgelegt, für die Gelder Röhren und Maschinen transferiert. Das Arbeitsgebiet der Gesellschaft ist der westliche Teil der Ebene Jesreel, also hauptsächlich die Kischon-Ebene, wo der Keren Kajemeth große Bodenflächen besitzt. Diese sind bereits zum größten Teil in Bearbeitung, werden jedoch aus Mangel an Habimah -Theater im Bau Tel-Awiw, im März 1937 Etwa hundert Personen besichtigten unter Führung von Dr. Landau — auf Einladung des Ausfülirungs-Komitees und des „Chug Habimah" — den Bau des neuen Theaters. Der Bau des Theaters — nach der Planung von Prof. Oscar Kauf m a n n — hat heute das Stadium einer etwa 25 "/eigen Fertigstellung erreicht. Die Grundsteinlegung erfolgte vor ungefähr t'/ä Jahren, die Arbeit selbst begann etwa mit Ausbruch der arabischen Unruhen im Frühjahr l')'!6. Die Ausschachtung des etwas hügelig gelegenen Terrains am Ende des Rothschild-Boulevards und der Achad-Haam-Straße (sogen. „Bürgerplatz") nahm naturgemäß viel Zeit in Anspruch, das Arbeitstempo war ein normales. Gegen das Finanzierungs-Projekt erhoben sich seinerzeit viele warnende Stimmen, die überhört wurden. Hoffen wir — in einem Moment, da die Arbeit so weit gediehen ist —, daß diese Schwarzseher auch weiterhin im Unrecht bleiben werden. Bekanntlich hat die Tel-Awiwer Stadtverwaltung das Gelände, das insgesamt 4000 Quadratmeter umfaßt — von denen 73 " bebaut werden —, kostenlos zur Verfügung gestellt unter der Bedingung, daß nach 20 Jahren der Platz mit dem Gebäude an die Stadt zurückfällt. Die Aufbringung der gesamten Baukosten, für die der Voranschlag auf -15000 pal. Pfund lautet, obliegt der Habimah, die ihrerseits — da selbst nur ein Künstler-Kollektiv und ohne jedes Kapital — die jüdische Oeffenilichkeit im In- und Ausland aufrief, die Mittel durch Spenden zur Verfügung zu stellen. Dieser Aufruf hat den Erfolg gehabt, daß Beträge von insgesamt zirka 10 000 pal. Pfund bis heute gezeichnet wurden (zirka 13 700 pal. Pfund in Erez Israel, wobei etwa 80—85 <•() auf Tel-Awiw entfallen, und zirka 2300 pal. Pfund im Ausland). Von dieser Summe gelangten etwa 12 000 pal. Pfund tatsächlich zum Inkasso und wurden bereits investiert. Das Komitee bereitet jetzt eine neue Aktion vor, die nochmals 10 000 pal. Pfund erbringen soll, um zum Oktober d. J. (20jähriges Bestehen der Habimah) den Bau provisorisch derart fertigzustellen, daß darin gespielt werden kann. (Wenn dieser Plan gelingt, ist der Saldo des Voranschlages zu etwa 50 o/o gedeckt.) Der Zuschanerrau m — mit 520 Quadratmetern — hat Huieiseu-Form und wird 1200 Plätze erhalten, von denen 800 im Parkett, 100 im Rang liegen. Der Bühnenraum umfaßt 750 Quadratmeter. Eine Orchester-Versenkung bietet 7irka 75 Musikern Platz. Damit ist die Möglichkeit für große Opern-Aufführungen — die wir in Erez. Israel bisher vermissen mußten — und für Konzerte gegeben. Im letzten Fall können auf der Bühne noch KHK) Sitzplätze geschaffen werden, so daß dann «las Theater ungefähr die gleiche Fassungskraft besitzt wie der jetzige Konzertsaal des Palästina-Orchesters. Es wird eine D relth ü h n e geschaffen, zwei kleinere Seifenbühnen ergeben die Möglichkeit, im Bedarfsfalle gleichzeitig über mehrere Handlungsplätze zu verfügen. Unter der Buhne und dem Zuschauerraum befindet sich, halb im Souterrain, ein ganzes Stockwerk, in dem u. a. die Kulissen untergebracht sein sollen, die mittels zweier Aufzüge direkt auf die Bühne transportiert werden. Dort sind auch Schneider-, Tischler- und Maler-Werkstätten, Maschinerie der Bühne, der Wärme-, Kühl-, Entlüftung«- und Beleuchtungs-Anlagen vorgesehen, sowie an der Ostseite ein größeres Cafe. In den oberen Stockwerken werden sich die Künstler-Garderoben befinden, ferner ein kleiner Konzertsaal mit Sfl'i Plätzen, der auch ftir Aus- Stellungszwecke o. ä. Verwendung finden kann. Nach der Führung ergriff Dr. Krieger das Wort und richtete an die Gäste, unter denen man viele bekannte Persönlichkeiten und Pressevertreter des In- und Auslandes bemerkte, den Appell, die Fertigsteilling dieses Baues, der eine Zierde der Stadt Tel-Awiw zu werden verspricht, mit allen Mitteln zu fördern. _ M a n f r c d Geis Aul dem Flugplatz in Lydda ist ein Flugzeug der polnischen Luftverkehrsgesellschaft „Lot" eingetroffen, das in den Anfang April beginnenden regelmäßigen Luftverkehrsdienst zwischen Polen und Palästina eingestellt werden wird. Inigationstnöglichkeiten nur extensiv bebaut. Durch die Erschließung der in dieser Gegend sehr reichlichen Wasserschätze ergibt sich die Möglichkeit einer umfassenden Intensivierung der bestehenden Wirtschaften. Man hofft die Bodeneinheit, die heute gegen 150 Dunam beträgt, auf die Plälfte heruntersetzen zu können. Damit ergibt sich die Chance einer Vermehrung der Siedlerzahl. Die bisherigen Versuchsbohrungen haben ausgezeichnete Resultate ergeben, und man darf daher von den Arbeiten der neuen Wassergesellschaft gute Erfolge erwarten. „Keren Scttikun" Eine weitere Unternehmung von „Nir", bei der awar nicht private Gelder des freien Marktes beteiligt sind, wohl aber die Beiträge der Arbeiterschaft, ist der „Keren Scttikun". Diese Gesellschaft geht mit neuen Mitteln an die alte Frage der Koloniearbeiter heran. Sie hat sich die Aufgabe i gestellt, die Koloniearbeitcr mit billigen Ffättsern und einem; Stück Boden zu versehen. Zu diesem Zwecke wurde der 1 Keren Kajemeth veranlaßt, an den verschiedensten Stellen > im Lande Boden zu kaufen, was ihm durch eine Anleihe von „Nir" ermöglicht wurde. Es sind heute in Chederah 460 Dunam, in Kfar Sana 200 Dunam, in Petach-Tikwah 135 Dunam, in; Kfar Jonah 200 Dunam, in üan jiwneh 30 Dunam bereit, und; es besteht die Möglichkeit, weitere Bodenstrecken an verschiedenen anderen Stellen zu bekommen. Die Flächen werden : in Parzellen von 1',..—2 Dunam aufgeteilt, billige Häuser; erstellt, Wasserinstallationen angelegt. Jede Stelle soll 180 Pfund kosten. Auf diese Summe gibt der „Kcrcn Haschikirn" eine Anleihe bis zu SO »o auf eine Zeit bis zu 13 Jahren mit einem Zinssatz von 5—6 o.'o. Man hofft damit, dem Arbeiter für l'/i Pfund im Monat ein Zweizimmerhaus zu erstellen. In Chederah haben die Arbeiten bereits begonnen. Alle diese Aktionen haben gerade heute in einer Zeit, wo die privaten Gründungen schleppender gehen als früher, ihre besondere Bedeutung für die gesamte Wirtschaft im Lande. Die hier genannten Unternehmungen, die Arbeiten der „Rasse o" in Haifa, die verschiedenen Unternehmungen von „Bizur", der gemeinsamen Oesellschaft der Agency und des Arbeitslosenfonds •— all diese haben eine beträchtliche Belebung der Wirtschaft zur Folge. Der Eintritt der Ica in die Huleh-Konzession bedeutet eine weitere große Stärkung der nationalen Unternehmungen und rückt die L)urchfühning des größten in Palästina bisher unternommenen Drainagewcrkes merklich näher. Man kann also mit Befriedigung gerade in einer Zeit des erschwerten Wirtschaftskampfes eine starke Regsamkeit der nationalen und halb nationalen Stellen konstatieren. Damit werden die Rückstöße in der privaten Wirtschaft abgeschwächt, Möglichkeit für eine Ausbreitung und Intensivierung der landwirtschaftlichen Siedlung gegeben, und zugleich werden für das private Kapital neue Anlagemöglichkeiten erschlossen. Kurze Nachrichten Fn Mcschek Haozar bei Kfar Saba ist der aus Polen eingewanderte 30 jährige Dov Zeme! durch Schüsse aus einer benachbarten arabischen Pflanzung schwer verwundet worden. Die in der Nähe des Landungssteges von Tel-Awiw gelegenen Messe-Pavillons der Wizo und der Hanotaia sind in der Nacht zum Sonntag durch Feuer vernichtet worden. In der Nähe von A k k o kam es zu einer Schießerei zwischen Polizisten und arabischen Räubern, wobei es der Polizei gelang, zwei der Räuber festzunehmen; außerdem wurden ein Gewehr, zwei Revolver und eine Pistole konfisziert. Die beiden Verhafteten stammen aus Syrien und sind Mitglieder der Bande, die von dem Libaneser Ismail Abdul Hak angeführt wird. Laut „Palcor" verlautet, daß eine beträchtliche Menge von Munition aus dem Militärlager bei Sarafend gestohlen worden ist. Auf einen jugendlichen jüdischen Radfahrer wurden in der Nähe des Jaffa-Tores in Jerusalem Revolverschüsse abgefeuert. Das Rad wurde zertrümmert, der Knabe biieb unverletzt. Der 25jährige Lastkraftwagen-Chauffeur Shlomo Zimmel wurde Sonntag nachmittag durch Schüsse aus dem Hinterhalt auf der Scharoner Chaussee schwer verwundet und nach einem Tel-Awiwer Spital geschafft. 6 Araber, die wegen verschiedener während der Unruhen begangener Verbrechen zum Tode verurteilt worden waren, sind vom High Commissioner begnadigt worden, die Todesstrafe wurde in lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt. Zwei dieser Araber hatten sich früher vergebens an den Kronrat in London gewandt, der ihre Berufung gegen die Todesstrafe verwarf. 100 jüdische Hilfspolizisten, die in Tel-Awiw während der Unruhen eingestellt wurden, sind in die reguläre! Polizei aufgenommen worden. Lady R e a d i n g, die sich längere Zeit in Palästina aufgehalten und zuletzt in dem Landhause Lord Melchetts in Migdal gewohnt hat, trat dieser Tage in Begleitung ihrer Tochter die Rückreise nach England an. Der Stadtrat von Tel-Awiw hat beschlossen, Max Nor* da u, der seit elf Jahren auf dem Friedhof von Tel-Awivr beerdigt ist, einen Grabstein zu setzen. Das in Beirut erscheinende Blatt „Zavat AI Ahrer* meldet, daß es der Beiruter Polizei gelungen sei, herauszufinden, daß ein libanesischer Arzt, Dr. Edinond Petrus Zafir» Opiumschmuggel nach Palästina betreibt. Bei einer Haussuchung beschlagnahmte man bei ihm 4oäü g Haschisch und 6200 g Opium. Arn 15. März waren 15 Jahre seit der Gründung des religiös-zionistischen Arbeiterverbandes Hapoel Hamisrachi in Erez Israel vergangen. Die Leitung der Thora wa-Awoda-Bewegung hat diesen Tag als „Tag des Hapoel Wamisrachi" proklamiert._ Maimonides - Bibliothek In Tel-Awiw. Anläßlich des 800. Geburtstages von Maimonides hat die Gemeinde Tel- Awiw eine wissenschaftliche Bibliothek auf seinen Namen gegründet, die die Werke des jüdischen Geistes auf den Gebieten der Thora und der jüdischen Wissenschaft in allen Ländern umfaßt. Alle diejenigen, in deren Besitz sich Bücher aus den Gebieten der I lalachalt, der Aggadah, der Forschung, der Kabbalah, der Geschichte und der Biographien über große jüdische Menschen befinden, von denen sie sich trennen wollen, werden gebeten, diese der Bibliothek zur Verfügung zu stillen. Ebenso werden die jüdischen Gelehrten und Schriftsteller gebeten, daß sie Exemplare ihrer Werke der Bibliothek einsenden, Die Adresse der Bibliothek lautet: Tel-Awiw, Uechow Kalischer 50. Barmliwah-Termlm Am 27. März (15, Nissan): Gerd Landshut,Soh* ran Dr. Siegfried Landshut, Nahalak Boden ist Freiheit Nur auf eigenem Boden werden wir unser Leben frei gestalten können Spendet zu Peßach Boden für die Freiheit unserer Kinder KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Barlin W15, MslnekMtr. 10 / PotUchcck: Berlin 2B247

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