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Jüdische Rundschau · 1937-03-26 · Heft 24-25 (26.3.1937) · page 17

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 24-25 (26.3.1937)
Date
1937-03-26
Page
– (sequence 17)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU PALÄSTINA' ATT Nr. 24/25, 26. MÄRZ 1937 Was die Woche brachte Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Tel-Awiw, 17. März 1937 Ein Kinderlled Die Kinder auf den Straßen in Te!-Awiw singen mit der unbekümmerten Fröhlichkeit ihres Alters ein neues Lied Die Melodie ist alt und geht nach dem bekannten „Jullala"! Der Text aber ist neu und lautet: „Chewrajah, Chewrajah, P'zazah liitpozczah! Efo? Efo? ii'weth Hamcmschalah! llanaziw miztaer Hakazin choker, choker llagafitim anu b'csch Lo lehitjacsch!" Das lautet in freier Uebersetzung: „Hört ihr das, hört ihr das? Eine Bombe ist geplatzt! Wo denn, wo denn? Im RegienjnR^hau.s.' Der Naziw (l!igh Commissioncr), ekr drückt sein Beileid aus, Die Polizei, die führt die Unter .Heining aus. Die Gafiiim (11ilfspolizi ten), die seluelieii draus, Aber mir nicht verzweifeln!'- Eine bessere Illustration für die gegenwärtige Lage kann es kaum geben. Dieses kleine Lied, das ganz aus den Floskeln der täglichen Polizeiberiehte zusammengesetzt ist, tragt in sich das ironische Erstaunen, mit dem man sich heule die Bomben auf der einen Seite, die Iiiaktivität der Regierung auf der andern ansieht. Fs ist ein bitteres Lachen, das in diesen Versen steckt, und der immer wiederkehrende Refrain: „Nur nicht verzweifeln!•' sagt genug. Vor Nebi Musa - Wo sind die KOhe? Nicht nur d.;s, was heute geschieht, wird im Lande mit größter Sorge verfolgt, sondern auch mit Bangen das erwartet, was morgen kommen kann. Wir haben noch eine Woche bis N c b i Mus a, dem moslemischen Fest, wo die Moslems zu der Stelle pilgern, die sie für das Grab von Moses halfen, ein Platz m der Nähe von Jericho. Der Brauch ist, dal) die Pilger in großen Zügen zuerst noch \ e r u s a I e m kommen, dort auf dem Tempelplatz Wem und von dort nach Nebi Musa weiterziehen. Diese Aufzüge sind begleitet von Tänzen und Licderr^ -c]je j„ ^m iL.fZfen Jahren neben dem reli- Riosen^y^lnen stark nationalen Charakter bekommen "•V/tm. Und bei dieser Art von Aufzügen besteht immer •tlie Gefahr, daß sich die Gemüter erhitzen und es zu Zusammenstößen kommt. Die Regierung hat der gespannten Lage wegen überhaupt die Wallfahrt nach Nebi Musa dieses Jahr verbieten wollen, nach langen Verhandlungen jedoch eingewilligt, einzelnen die Fahrt zu gestatten, und mir die Demonstrationen zu verbieten. Immerhin wird man in diesen Tagen noch vorsichtiger als sonst sein müssen, und die Polizei muß ihre Augen offen halten. Man fragt sieh jedoch gerade nach den letzten Vorfällen, ob die palästinensische Polizei überhaupt noch Augen hat. Schließlich haben sich die bewaffneten Banden in den letzten Tagen Dinge geleistet, die man mit einer Mischung von Erbitterung und Amüsement mit ansieht. Daß man eine Herde von 06 Kühen bei hellem Tageslicht wegtreiben kann, wenn man die nötige Anzahl von Menschen und Gewehren zur Verfügung hat, läßt sich noch begreifen. Daß man aber diese Kühe — und es sind Rassekühe, wie sie nur die Juden in Palästina haben und wie sie in keine m arabischen Dorfe zu finden sind — mit Hilfe der Polizei und der Acroplane (!) tn'cfit wiederfinden kann, daß sie in aller Ruhe über die Grenze getrieben werden, daß sie verschwunden sind wie eine Stecknadel in einein Heuhaufen, das geht über das Verständnis eines normalen Menschen. Es ist ja geradezu, als wäre jemand im Frack unter einer Beduinenrotte verschwunden und unter keinen Umständen mehr aus ihr herauszuerkenneu. Wenn die % Kühe von Mizpah nicht tlie gesamte Habe des Ortes darstellten und der Raub nicht ein unabweisliches Zeichen wäre für die Unfähigkeit der Regierungsorgane, könnte er als einer der besten Witze der letzten Zeit gelten. Und wenn man die Möglichkeit hat, ohne jede Gefahr sich die schönen Rassekühe zu holen, warum soll man es eigentlich nicht tun? Mehr Vorsicht! Ein weiteres Zeichen der Zeit sind die verschiedenen belehrenden Aufrufe und Aufsätze in der Presse, die die Juden zu größerer Vorsieht mahnen. Immer wieder wird darauf hingewiesen, daß mau sich im Lande nicht wie in früheren Zeiten allein und unbewaffnet bewegen darf, daß man auf die so beliebten Wanderungen allein oder in kleinen Gruppen verzichten muß, daß besonders die neuen Einwanderer von vornherein mit allem Nachdruck darüber aitlzuklären sind, daß man augenblicklich in Palästina mit ganz anderen Maßstäben messen muß, als man sie in furopa gewöhnt war. (Wir haben eine entsprechende Warnung bereits in Nr. 22 gebracht. Red.) Es ist interessant, daß heute, wo die Nachrichten über Terrorakte zu den Tagesnachrichten gehören, es überhaupt noch nötig ist, derartige Warnungen an die Öffentlichkeit zu richten. Aber daß sie nötig sind, unterliegt keinem Zweifel. Fs herrscht trotz des dauernden Wachdienstes, trotz der großen Anspannung des letzten Jahres, trotz der grauenhaften Erlebnisse vielfach noch immer ein Geist der U n b e k ü m m e r t h e i t, der zwar ein Zeichen für den ungebrochenen Geist insbesondere der Jugend ist, aber auch beweist, daß sich viele noch immer nicht über den Ernst der Gefahr klar sind. Um unnötige Opfer zu vern ciden, ist die Mahnung zur Vorsicht heute dringend nötig. Eine Wirtschaftszeltschrift Seit Januar 1037 erscheint (wie hier bereits kurz angezeigt; Red.) von neuem in Tel-Awiw „Palestine and Middle East", eine Monatsschrift in englischer Sprache, herausgegeben von der Gesellschaft „Mischar Wetaassijah Ltd.". Ais Herausgeber zeichnen J c w s e r o w und Torokcr, zwei der Initatoren der Levante-Messe, die schon früher die Zeitschrift unter dein Namen „Mischar Weiaassjah", damals hebräisch und englisch, herausbrachten. Dieses Blatt wurde seinerzeit geschlossen, der „Palestine and Middle East" ist eine Fortsetzung und zugleich ein Neubeginn. Der äußere Rahmen der Zeitschrift, Format. Papier, Druck, ist sehr eindrucksvoll (man fragt sich sogar, ob die Aufmachung nicht überflüssig kostbar ist). Der Inhalt ist in erster Linie wirtschaftlichen Fragen gewidmet, politische kommen soweit hinein, wie sie die Wirtschaft unmittel- Arabische Delegation nach London? Jerusalem, 2'J. März. (JTA.) Das Organ des Großmufti von Jerusalem ,,A! L i w a a1' fordert die Entsendung einer neuen arabischen Delegation nach London, um die für Palästina zu erwartende Entscheidung entsprechend zu beeinflussen. Das Blatt sagt, mau dürfe sich nicht auf die Palästinaregieiimg und die Kgl. Kommission verlassen, sondern müsse von arabischer Seite eine großzügige Propaganda in die englische öffentliche Meinung tragen, in deren Macht es liege, die englische Regierung zu beeinflussen. Die Entsendung der neuen Delegation — bereits im Juli 1030 war eine inoffizielle arabische Abordnung zu Verhandlungen in London —• dürfe nicht verzögert werden. Denn nach Veröffentliehuinr des Berichtes der Kgl. Kommission könne es zu spät sein. Die Delegation müsse, insbesondere die Aufgabe haben, die Mitglieder der beiden Häuser des englischen Parlaments zu veranlassen, ihre Haltung in der Palästinafrage zu ändern und den arabischen Forderungen mehr entgegenzukommen. Sitzung des „Kleinen A.-C." Jerusalem, 23. März. (JTA.) Die in Palästina ansässigen Mitglieder des Zionistischen Aktions-Comites,. die das sogenannte „Kleine Aktions-Comite" bilden, haben am. Montag eine Sitzung abgehalten, in der tlie S i e Ii e r h e ist s v e r - h ä 11 n i s s e in Palastina besprochen wurden. Im Anschluß daran fand eine Beratung über die politischen Prob 1 e m e statt. Kein jüdischer Generalstreik Die repräsentativen jüdischen Verbände Palastinas haben nach wiederholten Beratungen beschlossen, von der Durchführung eines a I I g e in einen P r o t e s t s t r cm k s gegen die gegenwärtigen Zustände in Palästina a b z ms c Ii e n. Fs soll eine andere Form für die Kundgebung des Unwillens der jüdischen Bevölkerung über die Haltung der Regierung gefunden werden. Wauchope in Safed Auf einer Tour durch Galiläa besuchte der I ligli Commissioner Safed, ein Besuch, der ihn, wie er erklärte, tief bewegt habe. Danach empfing er zusammen mit dem Gouverneur Keith Roach, die Stadträte sowie eine Delegation der jüdischen Gemeinde der Stadt. Diese schilderten die tragische Lage der Juden, die infolge des arabischen Terrors und des* unter dem Druck der Handitenhcrrschaft durchgeführten antijüdischen Boykotts in ständiger Lebensgefahr schweben. In Begleitung der jüdischen Delegation besichtigte Sir Arthur Wauchope dann das jüdische Viertel. Fr war sichtlich erschüttert beim Anblick der jüdischen Läden, die durch Bo\ kotl-Postcn zum Schließen gezwungen waren. Vor seiner Weiterfahrt erklärte der High Commissiotier, er habe alles gesehen und werde für Wiederherstellung von Ruhe u n d O r d n u n g Sorge tragen. (Palcor.) Der Raub von Viehherden Der Abgeordnete Major Procter brachte im Unterhaus den in itiuliicren Fallen üi Palästina vorgekommenen Raub von ganzen Herden zur Sprache. Kolonienmitiistcr Ormsb\-Gore eiwnlcitc schriftlich, daß er all diesen Fallen -.eine Aufmerksamkeit schenke, daß er aber keine Iiiformaiidih n darüber habe, ob die arabischen Räuber, wie der Abgeordnete angegeben hatte, aus Transjordaiiien und Syrien stammen. Fr habe bereits einen Bericht über den Tierraub bei der jüdischen Kolonie Mizpah angefordert. Im übrigen verwies der Kolonicnniinister auf seine am 17. Atärz im Unterhaus gegebelle 1 rklaning, in der er die gesamten Sichei heitsvei haltnisse in Palästina eingehend erörtert harte. bar berühren. Es liegen bisher zwei Hefte, das von Januar und das von Februar, vor. Wir haben wenig an Wirtschaftszeifschriften im l ande. „Dawar" und „Haarez", die beiden großen Tageszeitungen, haben jeder eine wöchentliche Wirtschaftsbeilag>e, ebenso die „Palestine Post". Alle drei bedürfen jedoch noch stark des Ausbaus; sie bringen eine Reihe von kleinen Wirtschaftsnachrichten, auch wöchentliche Wirtschaffskomirvntare, aber man vermißt sowohl eine weitschauende Redaktibn als auch eine Behandlung von Wirt Schaftsfragen, die sich so weit wie möglich von propagandistischer Färbung freihält Auf einem wissenschaftlich ausgezeichneten Niveau stellt die monatliche Beilage des „Dawar" für Kooperativwesen, der „Meschek Haschitufi", die Beiträge der besten jüdiscilien Oekonomisten im Lande enthält, originale Forschungsarbeiten bringt und sieh besonders auch durch die kritische Befeuchtung so mancher Wirtscliaftscrscheinungcn auszeichnet. Freilich ist der Arbeüsraditts dieses Blattes sowohl durch einen relativ kleinen Umfang als auch durch den spezifischen Kreis der ihm gestellten Probleme (der freilich durch die Redaktion oft sehr weit gezogen wird) beschränkt. Es besteht also durchaus das Bedürfnis nach einer umfassenden Wirt schaftszeitung, sowohl zur Behandlung der laufenden Probleme und der Darstellung der gegenwärtigen Wirtschaftslage, als auch zur Klärung der sehr zahlreichen mit der sich entwickelnden Wirtschaft des Landes zusammenhängenden Fragen. Außerdem stellt es sich immer mehr heraus, daß die Beurteilung der palästinensischen Wirtschaft sich nicht auf den jüdischen Sektor beschränken kann, sondern auch den arabischen einbeziehen muß; und daß über die Landesgrenzen hinaus auch eine Erforschung der umliegenden Länder nottut. Gerade mit der vorwärtsschreitenden Entwicklung ergeben sich Fragen, tlie nicht an den Grenzen des Landes zu Ende sind. Der Name der neuen Zeitschrift „Palestine and Middle East" läßt auf einen weiteren Rahmen ihrer Beiträge hoffen. Es ist bisher nicht möglich, ein Urteil abzugeben, wie sich die Redaktion gestaltet. Das erste Heft trug einen etwas oberflächlichen und stark propagandistisch gefärbten Charakter, was vielleicht auf die Absicht, auf die englische öffentliche Meinung zu wirken, zurückzuführen ist. Auch das zweite läßt noch in vieler Hinsicht, insbesondere was den Mangel an kritischer Einstellung zu bestehenden Dingen und Tendenzen betrifft, zu wünschen übrig. Jedoch bringt es schon vielfältigeres Material und wird dem Bedürfnis nach außerjüdischem Stoff durch einen Aufsatz von Abramowitsch über den sich entwickelnden arabischen Kapitalismus und einen von F. Epstein über das Nomadenproblem in Transjordanien gerecht. Fs wäre sehr zu wünschen, daß die neue Zeitschrift sich zu einer umfassenden Behandlung der gesamten Wirtschaftsprobleme des Landes und einer gründlichen Berichterstattung über die Oekonomie der umliegenden Länder entschließt. Von der Palästinensischen Hypothekenbank. In der Sitzung des Board of Directors tler General Mortgage Bank of Palestine, Ltd., vom 11. März 1037 wurde die Atisgabe einer neuen Serie 3 >\,igcr Hypotheken-Pfandbriefe der Bank im Nominalbeträge von CP 300 000 beschlossen. Ferner wurde beschlossen, tlie noch im Umlauf befindlichen 6 ".igen Pfandbriefe tler Serien P, Q, R, die bis 19JS bzw. 10'M zurückgezahlt werden müssen, im Gesamtbeträge von ,€P Sl 540 zur Kündigung >u bringen und den Inhabern dieser Stücke ein Vorzugsnngebot zum Umtausch in 5 "„ige Pfandbriefe zu unterbreiten. Wie bekannt wird, ist zur Zeit der Pfandbriefabsatz recht lebhaft, so daß die Bank im Augenblick in der Lage ist, geeignete H y p o t h e k e n a n t r ä g e im größeren Umfange zu akzeptieren. Kurse palästinensischer Wertpapiere. Am 11. März hatten die wichtigsten palästinensischen Wertpapiere in Tel-Awiw folgende Kurse: Allgemeine Hypothekenbank 5f'..ige Pfandbriefe 38'55 07, o«,igc Pfandbriefe 33 38, 3U30 —, 6 <n,ige Pfandbriefe 34 51 103' .., 6 «.'ige kum. Vorzugsaktien 113'., gewöhnliche Inhaberaktien 122' ,, P. L. D. C. gewöhnliche Inhaberaktien 06;i'i, 6 ".'"ige kum. Vorzugsaktien 96"'i, Keren Kajemeth Lejisrael 2i 3 «Zeige Pfandbriefe 68 Vi, Bizur Ltd. 6°/oige Pfandbriefe 99. Die Arbeitslage in Haifa Die Aibeilslage im industriellen Bereich hat sich in letzter Zeit kaum wesentlich verändert, zeigt aber eine Tendenz zum Anstieg. Die ücschaftigtmgsziffer in der T e x t i 1 f a b r i k in K f a r - A t a ist größer geworden, tlie nach über einjähriger Bautuul Vorhereitungszeit in Betrieb genommene Kabelfabrik beschäftigt knapp 20 Arbeiter und Arbeiterinnen, und die K r e m tu e n e r - W e r k e sollen demnächst wieder voll in Betrieb genommen Werden. Zwei neue Mühlen sind bereits im Bau. Die Zemeittfabrik „N e s c h c r", die wahrend tler großen Baukonjtinktur ihre Produktionskapazität von -1(X)--5Ü0 Tonnen auf 1000 Tonnen pro Tag und ihre Belegschaft von 210 Mann Anfang 1033 auf 620 im Jahre 1035 steigerte, arbeitet heute mit 3IK) Arbeitern im Tagelohn und 05 Angestellten und monatlich bezahlten Arbeitern bei halber Kapazitätsausnutzung. Im allgemeinen liegt der Grundlohn für den Fabrikarbeiter beute bei 35 Piastern pro Tag, für die Arbeiterin bei 20 Piastern. Die Urlaubszeit schwankt zwischen 5 und II Tagen je nach Dienstalter; der Kupath-Cholim-Beitrag in Höbe von 3 o/o wird meist von den Arbeitgebern getragen. Im Hafen arbeiten jetzt etwa 000 jüdische Arbeiter, davon rund 350 noch bis zum Ende der Orangensaison. Die Mehrzahl tler Arbeiter Haifas, nämlich über 3000, ist jedoch im Bauwesen und bei öffentlichen Ar-: beiten (Straßenbau usw.) beschäftigt, Die im Februar auf 1000 geschätzte Zahl von Arbeitslosen dürfte sieh, durch Verteilung aufs Land inzwischen vermindert haben. Die Inangriffnahme einer Reihe von Arbeiten im Gesamtwert von 200 000 Pfund zum Frühjahr soll sie weiter herunterdrücken. Zu diesen Arbeiten gehören auf dem Hatlar zahlreiche Wohnhäuser, die Markthalle, die neue „Hadassah", im Emek Zebiilun Wohnhäuser, Wasserleitung, Kanalisation, Straßen in Kirjath-Ghaim und Kfar-Ata usw. Die Gesellschaft ,.Bizur" wird diese Arbeiten, die etwa 10(10 Arbeitern Beschäftigung geben, mit i5 000-20 00') Pfund unterstützen. Alfred M a r k u s, 1 laifa Landestreffen der Jung-Wizo Anläßlich der < initidstcitilegung des M i r j a m -Poll a Ic- Hauses in Kirjat Bialik fand ein I. a n d e s t r e f f e n der Jung-Wizo in Haifa statt. Aus den drei Ortsgruppen Tel-Awiw, Jerusalem und Petac-h-Tikwah waren Delegierte erschienen, auch aus kleinen Orten und ans einzelnen VX'izo- Ansia'tcn. Fragen tles Tätigkeitsprngramms, die Möglichkeiten der Erweiterung' der Organisationstätigkcif und die Rcaktivierimg der Haifa-Gruppe wurden besprochen. Beschlossen wurde die Wahl eines I aiulcsvorStandes und die Schaffung eines Jung-Wi/o-Rcssorts an tler Palästina-Exekutive, neuerhoben wurde die Forderung nach einem Jung-' Wizo-Sekretariat in Palästina, und als wichtigster Inhalt der Jung-Wi/o-Arbeit wurde tlie Schulung des Mitglieds zur öffentlichen Arbeit bezeichnet. Die Grundsteinlegung tles Beth Mirjam Pollak bildete tlas erste Hervortreten der Jung-Wizo in der Oeffeiitl iclikeit. Vertreter verschiedener Organisationen fanden sich zur Grundsteinlegung und Begrüßung der neuen Gründung ein. Das Mirjam-Poilak-Eiaus soll ein Heim werden, das in erster Linie den Mitgliedern tler Wiener „Mirjam" offenstehen soll, tles Kernes der Jung-Wizo-Grtippcn Europas, der von Mirjam Pollak Form und Prägung erhielt, in zweiter Linie rinderen Mitgliedern der Jung-Wizo und nach Möglichkeit auch alliieren jungen Eingewanderten. Der Fonds wurde zum 50. Geburtstag von Frau Pollak gesammelt und beträgt LP 700. Der KKL stellte 5 Dtinam Land in der Haifa-Bav für tlie Institution zur Verfügung. Das Haus wird für den Anfang Raum für acht Mädchen bieten, aber so angelegt sein, daß es erweitert werden kann. Eine kleine Gemüsewirtschaft und Gemüsezucht soll den Insassinnen zusammen mit einer Kooperativküche, tlie im Heim eingerichtet wird, den Lebensunterhalt liefern. Im Sommer soll durch Aufstellen von Zelten Jung-Wizo-Mitglicdem eine Erholungsmöglichkcit geschaffen werden. Das Heim ist von der Jung-Wizo auch als ein Zentrum der Ausbildung durch Kurse gedacht. (Wizo- Pressedienst.) _ Aus Nahariah. Die hebräische Tagespressc bringt die Nachricht, daß die Nahariah S m a I i Holdings Ltd. und einige Privatpersonen einen an Nahariah anschließenden; Bodenkomplex von 1100 Dunam aus arabischer Hand erworben und trotz aller Schwierigkeiten übertragen erhalten haben. Das landwirtschaftliche Areal von Nahariah. das! fast ganz vergeben ist, kann damit um 20—30 neue land-' wirtschaftliche Parzellen erweitert werden.

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