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Jüdische Rundschau · 1937-03-19 · Heft 22 (19.3.1937) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 22 (19.3.1937)
Date
1937-03-19
Page
– (sequence 11)
Language
German
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jodische bundschau PALÄS TI NA" B LATT Die mangelnde Sicherheit Große Erregung im Jischuw Die im Jischuw herrschende Erregung über die jüngsten Mordtaten erinnert an die Stimmung im Sommer 1936, als der arabische Terror am heftigsten wütete. Besonders stark ist die Erregung in Tel-Awiw, wo sofort nach dem Bekanntwerden der Morde alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt wurden. Die Erregung richtet sich noch mehr gegen die Palästinaverwaltung als gegen die Terroristen. Es wird betont, daß die Regierung sich in den letzten Wochen allzu u n b e k ü in m e rt gegenüber den drohenden Gefahren gezeigt habe, und daß die Vorfalle des Sommers 1030 nicht vermocht hätten, das sorglose Verhalten der Regierung zu andern. Man weist darauf hin, daß seit dem offiziellen Abbruch des Araberstreiks in der ersteh Hälfte September etwa zwanzig junge jüdische Menschen durch den Araberterror das Leben verloren haben. Keiner von ihnen ist im offenen Kampf gefallen: alle sind sie heimtückisch aus dem Hinterhalt ermordet worden. Die jüdischen Tageszeitungen erheben schwere Vorwürfe gegen die Regierung und die Organe der öffentlichen Sicherheit. Es wird festgestellt, daß die Regierung es nicht einmal für nötig gehalten habe, die Bewachung derjenigen jüdischen Siedlungen zu verstarken, die sich in Erkenntnis der drohenden Gefahr an die Regierung mit der Forderung gewandt hatten, die Zahl der jüdischen Hilfspolizisten zu erhöhen. Dies haben insbesondere mehrere jüdische Siedlungen in Galiläa getan, die in letzter Zeit so häufig Ueberfällen ausgesetzt waren. Die Zeitungen heben gleichzeitig die völlige Unzulänglichkeit des Sicherheitsapparates in Palästina hervor. Es wird neuerlich daraut hingewiesen, daß es der Polizei nicht gelungen ist, auch nur einen einzigen der Mörder der zwanzig getöteten Juden und der Nichtjudcu zu entdecken, die in den letzten Monaten durch die Hand der Terroristen gefallen sind. Im besten Fall komme es zur Verhaftung einiger der Tat Verdächtiger, die aber meistens mangels Beweises freigelassen werden. Die Exekutive der J e w i s h A g e n c v hat eine Erklärung veröffentlicht, in der auf die seit dem Ende des Araberstreiks im Oktober vorgekommenen Terrorakte hingewiesen wird. Es wird sodann betont, daß die Hauptursachc der Gesetzlosigkeit der von den Terroristen genährte G 1 a u b e ist, die Regierung sei nicht gewillt und fähig, Leben und Eigentum der friedlichen Bewohner zu schützen. Die jüdische Bevölkerung ist bereit, sich mit eigenen Kräften gegen die Terroristen zu verteidigen, wenn die Regierung nicht ihr Recht auf Selbstschutz schmälert. Es sei jedoch Sache der Regierung, dem Terror ein Ende zu machen. Solange keine durchgreifende Aenderung des Sich erheitswesens durchgeführt sei, werde die Lage im Lande keine Besserung erfahren und es müsse befürchtet werden, daß sogar eine Verschärf u ngdes Terrors eintreten wird. Wenn daher Ordnung und Gesetz im Lande wieder hergestellt werden srtllen, so sei es unbedingt notwendig, daß unverzüglich ein« wJS r k s a m e u n d energische Verwaltung des Sichcrheätswesens geschaffen wird. Mittwoch nachmittag veranstaltete der Waad Leumi eine Versammlung, auf der Vertreter der Agudath Jisrael, des Oberrabbinats, der Tel-Awiwer Stadtverwaltung, sowie Vertreter der alteingesessenen Landwirte aus der Vorkriegszeit anwesend waren. Es wurde gefordert, eine allgemeine Protest-Demonstration zu veranstalten. Es wurde einstimmig beschlossen, sich der von der Jewish Agency abgegebenen Erklärung anzuschließen und sofort die nötigen Geldmittel aufzubringen, sowie Mannschaften zu mobilisieren, imi eine erhöhte Sicherheit des J i s c h u w s zu gewährleisten und insbesondere im Norden die Verteidigung zu verstärken. Wie Palcor erfährt, ist in Vorschlag gebracht worden, daß der Jischuw zum Zeichen des Protestes gegen die Unsicherheit im Lande einen Generalstreik proklamieren soll. In Versammlungen, die in Tel-Awiw und Jerusalem abgehalten wurden, hat die llistadruth beschlossen, die Ausrufung des K r i e g s r e c Ii t e s in Nordpalästina zu fordern. Vorstellungen bei den Behörden Das Mitglied der Exekutive, Ben-Gurion, begleitet von Bernard Joseph vom Politischen Departement der Jewish Agency, hatte eine längere Besprechung mit dem Steilvertreter des High Commissioner, Hathorn Hall, über Fragen der Sicherheit. Er forderte eine grundlegende Aenderung des S i c h e rh e i t s w es e n s im Norden des Landes im Sinne einer sofort durchzuführenden Stärkung der Polizei und der Schaffung größerer Selbstverteiuigungs- Möglichkeiten für die jüdische Bevölkerung, ferner strengere Maßnahmen gegen Verbrechen sowie eine Reform der Gerichtshöfe, die die schnellere Abwicklung der Prozesse und tue wirksamere Bestrafung der Mörder, Rauber und Agitatoren gewährleisten würde. Die Exekutive der Jewish Agency in London hat der Regierung gleichlautende Forderungen unterbreitet. Der Waad Leumi veröffentlicht den Text einer Erklärung, die dem Stellvertreter des High Commissioner, Hathorn Hall, zur tclcgraphisehen Weitergabe an das Kolonialministerium unterbreitet werden soll. Die Erklärung drückt die tiefe Entrüstung des Jischuw über die Lage sowie seinen energischen Protest dagegen aus und stellt bestimmte Forderungen in beziig auf die Wiederherstellung der Sicherheit. Der Waad Leumi erklärt, daß der Jischuw sich nicht durch Mord und Provokation von seiner Aufbauarbeit ablenken lassen wird. Die palästinensische Landesorganisation der Agudath Jisrael hat an den stellvertretenden Leiter der Palästinaregierung, John Hathorn H a 11, ein Schreiben gerichtet, in dem sie ihren Abscheu und ihre Besorgnis über die jüng-sten Terrorakte in Palästina zum Ausdruck bringt. Die Agudath Jisrael fordert, daß die Regierung die Sicherheit von Leben uno Eigentum der jüdischen Siedler gewährleiste und die Angreifer bestrafe. Eine Abordnung der jüdischen Einwohner von Haifa und der Kolonien im Emek Jesreel sprach am 15. März bei dem Distriktskommissar für den Norddistrikt, Eduard Kcith Roach in Haifa, vor und erörterte mit ihm das Problem der öffentlichen Sicherheit im Emek und in Ober- und Untergaliläa. Die Abordnung verlangte, daß für dieses Gebiet das Kriegsrecht zur Sicherung von Leben und Eigentum der jüdischen Einwohner verkündet werde. Distriktskommissar Kcith Roach antwortete, er sei sich des Ernstes der Lage bewußt und habe sich mit dem Oberkomniandierenden der britischen Streitkräfte in Palästina, Generalleutnant J. G. Dill, in Verbindung gesetzt. Der Stellvertreter des High Commissioner, Hathorn H all, besuchte Dienstag die Siedlungen C hedera und N a t h a n i a und hatte Besprechungen mit den Siedlern, die eine Reform des S i c h e r h e i t s wesens und einen anerkannten Selbstschutz forderten. Hall versprach, ihre Forderungen in Erwägung zu ziehen. Die Morde bei Jawniel Zu dem Mord an drei Juden bei Jawniel wird noch bekannt, daß einer der Ermordeten, jehuda Elia vi teil, vor seinem Tode noch mit dem Mörder gerungen hat, wobei es ihm gelang, diesem das Gewehr zu entreißen, das er noch umklammert hielt, als er tot aufgefunden wurde. Eliavitch war der Sohn eines altangesessenen Siedlers aus Jawniel. Gedaljahu Geller und Sahuan B e n s a s s o n, die beulen anderen Opfer, stammen aus Polen und wanderten vor elf bzw. zwölf Jahren nach Palästina aus. Bcnsasson war der Sohn eines Rabbiners. Alle drei Opfer waren Mitglieder der llistadruth. Sie fanden ihren Tod auf der Heimkehr von einer Festlichkeit, die von der llistadruth zu Ehren von Bcnsasson gegeben wurde, der sich am nächsten Tage in der Kwuzah Hassadeh bei Beisan niederzulassen beabsichtigte. Zur Untersuchung der Morde bei Jawniel ist aus Jerusalem eine Kommission von Polizeioffizieren an den Tatort entsandt worden. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen, zu einem positiven Ergebnis hat jedoch die Untersuchung bisher noch nicht geführt. In den Kreisen der Kolonisten im Cialil bezweifelt mau es, daß es der Polizei gelingen wird, die Mörder der in den letzten drei Tagen getöteten fünf Juden festzunehmen. Man weist darauf hin, daß es den Angreifern gelungen sein dürfte, trotz der an der nordöst- Der Bericht der Kgl. Kommission Arabische Vermutungen Die arabische Tageszeitung „El D j a m e a e I I s I a m i a" hat von einem „großen, guten Freund" in London Informationen über den Inhalt des Berichtes erhalten, der von der Kgl. Kommission ausgearbeitet wird. Danach werden in dem Bericht die Unruhen in ihrer Wirkung auf die Bevölkerung und die wirtschaftliche Lage Palästinas geschildert werden. Die Kgl. Kommission werde die .Schuld an dem Ausbruch der Unruhen' weder den Juden noch den Arabern zuschieben. Auch sei sie der Ansicht, daß Versäumnisse der Regierung nicht direkt die Unruhen verschuldet hätten. Die Unruhen seien durch die Agitation der arabischen und jüdischen Extremisten, durch Gerüchte über einen großen jüdischen Waffenschmuggel, durch die Furcht der Araber vor einer großen jüdischen Einwanderung und dem Verkauf von Boden an Juden und der Ansicht, die Regierung sei nicht willens, all dem entgegenzutreten, herbeigeführt worden. Die Kgl. Kommission werde zu folgenden Schlußfolgerung e n kommen; Eine vollständige Einstellung der jüdischen Einwanderung komme nicht in Betracht, weil dies gegen das Mandat und die Balfour-Deklaration verstoßen würde. Andererseits habe England die Verpflichtung, tlie Interessen der Araber ausreichend zu berücksichtigen und ihre bürgerlichen und zivilen Rechte zu schützen. Falls die Araber im Lande eine Minderheit werden würden, würden diese Rechte beeinträchtigt werden. Das Mandat selbst spreche nicht davon, daß eine arabische Mehrheit dauernd im Lande bestehen solle. Das sei aber eine Selbstverständlichkeit, die das Mandat nicht habe besonders hervorzuheben brauchen. Auch sei die von einigen indischen Zeugen geäußerte Ansicht, der Teil der Balfour-Deklaration, der sich mit den Juden befasse, sei positiv, während der Teil, der den Arabern gelte, nur in negativer Hinsicht etwas sagen wolle, unbegründet. Der Bericht soll weiter die Lage der Juden in Palästina behandeln, und zwar für die Zeit vor Erlaß des Mandates und nach Verkündung des Mandates bis zum Jahre 1<)22. Im Bericht werde die Ansicht vertreten, im Verlaufe der letzten vier Jahre sei die Beunruhigung der Araber ständig im Wachsen gewesen. Aber die Befürchtungen, die den Grund für diese Beunruhigung abgegeben haben, seien ü b e rt r i e b e n gewesen. In wirtschaftlicher Hinsicht komme der Bericht zu der Schlußfolgerung, daß die Wirtschaft Palästinas auf der Z i t r u s - K u 11 u r und der Bauindustrie beruhe. Die Entwicklung der Zitruswirtschaft habe die Hoffnungen, die man gehegt habe, enttäuscht. Auch die Bauindustrie könne unter der allgemeinen Finanzkrisis leiden. Man könne sich auf diese beiden Grundlagen der Palästinawirtschaft nicht mehr verlassen, insoweit die Jewish Agency daraus einen Einfluß auf die Größe der Einwanderungs-Schedule ableite. Es sei notwendig, die jüdische E i n w a n d e r u n p z u b e g r e n z e n. Eine Begrenzung der jüdischen Einwanderung werde nach Ansicht der Kgl. Kommission die Furcht der Araber beschwichtigen und die Forderungen der Juden stark herabdrücken. Der Bericht werde aber keine Einzelheiten enthalten, in welcher Weise diese Begrenzung der Einwanderimg gestaltet werden soll. Die Mitglieder der Kgl. Kommission seien der Ansicht, daß diese Frage von Fachleuten gelöst werden müsse. (Lins scheint, daß diese Mutmaßungen mehr auf den Wünschen gewisser arabischer Kreise beruhen durften als auf wirklichen Informationen. Red.) Die Hule-Konzession Die EMICA und die Palest ine Land Development Company haben einen Kontrakt abgeschlossen, wodurch die H u I e - K o n t. e s s i o n an die erstcre unter Beteiligung des Keren Kajcmeth übergeht. Die vorbereitenden Arbeiten im Hule-Gehiet werden demnächst in Angriff genommen werden. liehen Grenze Palästinas am Jordan aufgestellten Wachen über die nahe trans jordanische Grenze zu entkommen. Das Begräbnis der beiden Schafhirten von Kfarllacho» resch fand unter Anteilnahme von Vertretern sämtlicher Siedlungen des Emek statt. Im Verlauf der polizeilichen Nachforschungen wurden in anliegenden arabischen Dörfern Spuren der gestohlenen Herde gefunden. Im Zusammenhang mit dem Mord bei Jawniel sind zwei Araber verhaftet worden. Wieder ein Jude getötet Der 27jährige Samuel Gottfried, Landwirt in R o s c h Pinah, ist von Arabern ermordet worden. Es wurde zunächst angenommen, daß Gottfried erschossen wurde, als er vor seiner Haustür stand; später stellte es sich heraus, daß er von arabischen Hirten, die durch die Siedlung zogen, erdolcht wurde. Spuren ließen darauf schließen, daß er mit den Mördern gerungen hatte. Gottfried war ein Enkel eines der Gründer von Rosch Pinah. Ein arabischer Hirt ist verhaftet worden. Bomben in Jerusalem Eine Bomben explosion in Jerusalem vor der Endstation der Egged-Autobusse auf der Hauptchaussce nach Jaffa verursachte um 7 Uhr große Panik. Es wurden insgesamt 16 Juden verletzt und nach dem Hadassah-Spital gebracht, darunter ein Sjährigcr und zwei Knaben im Alter von 12 Jahren, zwei Frauen und ein zum Judentum bekehrter Mohammedaner. Ein jüdischer Polizist und ein Autobus-Chauffeur wurden schwer verletzt, desgleichen der Mitarbeiter des Keren Kajcmeth, N a f t a I i b e n M e n a c h e m. Unter den Leichtverletzten befindet sich ein Mitarbeiter der Jewish Agency, Mosche T i k t i n s k y. Ein Araber wurde festgenommen. In Jerusalem wurden zwei weitere Bombenanschläge verübt: eine Bombe wurde auf ein arabisches Cafe am Jaffaer Tor und eine ebenfalls auf ein arabisches Cafe in der Nähe von Lifta geschleudert. Dabei wurden insgesamt, gemäß dem Poli/eibericht, sieben Ar a b e r v e r w u n d e f. davon zwei schwer verletzt und ms Spital geschafft. Es wird angenommen, daß die Bomben aus vorubcrfahrenden Autos herausgeschleudert wurden. Max Kollenscher Im 62. Lebensjahr ist in Tel-Awiw Dr. Max Kollenscher gestorben. Der Verstorbene gehörte bis lö'ii dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde Berlin an und nahm auch im Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden eine führende Stellung ein. Dr. Max Kollenscher war ein aktiver Vorkämpfer des zionistischen Gedankens von der Gründung der Zionistischen Weltorganisation an. Er war als Rechtsanwalt ursprünglich in Posen, später in Berlin tätig. Unmittelbar nach dem Kriege gründete'er in Posen den „Jüdischen Volksrat", der sich für die Erringung von MüHlerheitsrechten für die Juden einsetzte. Als einer der Führer der „Jüdischen Volkspartei" wurde Dr. Kollenscher nach seiner Uebersiedlung nach Berlin in den Gemeindevorstand entsandt. Er hat auch mehrere Schriften und Broschüren zu jüdischen und zionistischen Fragen verfaßt. Mit Kollenscher ist ein Mann dahingegangen, der in einer früheren Periode eine zentrale Figur des Zionismus in Deutschland war. Einer älteren Generation angehörend, geriet er zuweilen mit den etwas jüngeren Zionisten in Konflikt, und in den Jahren 101S bis l()3i, in denen Kollenscher im zionistischen beben in Deutschland aktiv hervortrat, gab es häufig Kontroversen, an denen er beteiligt war. Auch jetzt in Paliistina ist er ötier mit einer zionistischen Stellungnahme hervorgetreten, die von vielen Zionisten aus I leutschlnnd nicht gebilligt wird Trotz dieser < iegensatze aber wurde Kollenscher stets von allen als eine l'ci s< mlic hkcit von stärkstem jüdischen Nationalgefuh! und zionistischem Willen anerkannt. Fr hat sich um tlie jüdische I rziehuiig in Deutschland und um tlie zionistische Propaganda große Verdienste erwoihcu. Den Hinterbliebenen Kollenschers wendet sich das aufrichtige Beileid der Zionisten Deutschlands zu. Chanoch Metz Der Chawer des deutschen Hechahiz, Chanoch Metz, der im Kibbuz Kfar Hachoresch seit Dezember 10!'i war, ist das Opfer arabischen Terrors geworden. Zwanzigjährig kam er zur Chalu/hewcgung. Er, der ehemalige Medizinstudent, erfaßte tief den Sinn der Bewegung. Hilfsbereit, heiter Und harmonisch, so sahen ihn seine Chawerim, die ihn bald zum Führer einer Gruppe des Berliner llcchaluz machten. Er war erfüllt von seiner Aufgabe, hingegeben der Sorge um tlie Erziehung der Chaueiim. In seiner I lachscharah im kibbuz fiolcmce in Jugoslawien stellte er sich auf die körperliche Arbeit um. Er war ein Gcineifischaftsniensch; darum liebten ihn die Chawerim, deren Leiter und Berater er gewesen ist. Ende 1Ö/35 kam er in den Kibbuz Kfar Ilachoresch. Seine Briefe aus dem Land geben das Glück wieder, das er dort empfunden hat, und in seinen letzten Briefen spricht er von seiner Schafherde mit so viel Liebe, wie er früher von den Chawerim sprach, tlieihm anvertraut waren. Die Chaiuzbewegung in Deutschland um! in Palästina trauert mit den Eltern und dem Bruder um einen der Besten. Sic wird an dem Werk, für das Chanoch Metz gefallen ist, die Treue zu ihm bewähren. Irak-Regierung gegen Hetzer Die Regierung von Irak hat das sogenannte Palästina-Vertcidigungskomitee, das eine systematische antijüdische Hetze betrieb, aufgelost. Der Agitator Selim Abdul Rachman aus Tulkcrcm, der während der Unruhen nach Bagdad geflohen war, ist aus dem Irak ausgewiesen worden; da die transjordanischen Behörden ihm ein" Visum verweigerten, hat er sich nach Aegypten gewandt. Der Führer der irakischen Mission, die sich gegenwärtig auf dem Wege nach dem Jemen befindet, um die Schließung eines Vertrages zwischen den Regierungen beider Länder vorzubereiten, hat Pressevertretern gegenüber die Erklärung abgegeben, daß die Mission in keinerlei Zusammenhang mit Palästina steht. Buehhdlg. Martin SalOmOfl, Berlbl NO 43t Ä?ati&™ H.gg.doth # J. Prin*, Leben im Ghetto Mf»y Simon Dubnow, Weltgeschichte des Vertrauensstelle der Jüdischen Buchvereinigung E.V. / Kulturbund• Zahlstelle Gebetbücher 276 Seiten, Ganzleinen RM »••80 25dl jüd. Volkes, 3Bdc.. Subskr.-Preis RM 28.80

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