Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 22 (19.3.1937)
- Date
- 1937-03-19
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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* Simmn nMMTiff|iiÄn 1 j "W 1 » »wF 11 pw 1 j i vA jt\ «§ m Nr. 22,19. märz 1937 A %0 Jk\. M A\ Ks JL " -U k-j Ls X \J Die Meisterschaft des Bar Kochba Bratislava Rundblick auf die Sportplätze Berlin ~ Mitteldeutsche Bezirksliga In Berlin trafen sich im Rahmen der Liga Bar Kochba Dresden und JSK. im Handball und Fußball. JSK. siegte in beiden Spielen. Im Handball mit dem zahlenmäßig hohen Ergebnis vun 8 :3, im Fußball nach hartem Kampf 3:2. — Weitere Ergebnisse: Fußball: JSü. VI gegen BK.-Hakoah IV 2:4; JSQ. V gegen Hagibor IV -1:7; JSQ. IV gegen BK.-Hakoah AH. 1:8; JSQ. la gegen Hagibor 0:2; JSO. I. Schüler gegen ISO. II. Schüler 3:1. — Hagibor I. Jugend gegen JSO. II. Jugend lü : 3; Hagibor IV. Jugend gegen Hakoali III. Jugend 0:7; Hagibor IV gegen Hakoali VI ausgefallen; Hagibor HI. Schüler gegen JSQ. III. Schüler 4:0; Hakoali III. Schüler gegen Hagibor IV. Schüler 1:1. — JSK. II gegen Hagibor III 3 :3; Hagibor I. Schüler gegen Hagibor II. Schüler 19 :1; JSK. II. Schüler gegen JSK. III. Schüler 3 :1. Handball: JSQ. I gegen Makkabi I 11 :1 (5:0); Makkabi II gegen BK. III. lugend 4:3 (4 : 1); BK. AH. I gegen Taubst. 16:5 (4:4); Hagibor gegen JSQ. VII 11 :1 (0:1); Boxklub I gegen Kanu I 4:3 (2:2); BK. IV gegen Triton 1 4:8 (4:4); Frauen JSK. I gegen JSQ. I 1 :4 (0 :3). Südwestdeutschland Die Wiederaufnahmt: des Spielverkehrs zwischen den Vereinen des Makkabi und des Sportblindes brachte in F r a n k - furt die erste Fußball-Begegnung. Her Schild Mannheim gastierte mit zwei Mannschaften beim Deutschen .»Makkabimeister im Fußball, Bar Kochba Frankfurt. Frankfurt hatte nur geringe Mühe, um die Mannheimer mit 7:1 (4:0) zu schlagen. Das Spiel der Frankfurter Reserve gegen die aus der Mannheimer Reserve und der All. kombinierte Elf ergab einen 2 :0-Sieg des Bar Kochba Frankfurt. Der Hanauer Makkabivercin J J B. Hanau unierlag mit 2:5 (1:4) Toren gegen Schild Frankfurt. Weiteres Ergebnis in Frankfurt: Bar Kochba Frankfurt II. Schüler gegen Pliilanthropin Frankfurt II. Schüler 0:0. Im Hockey mußte die Herrenelf des Bar Kochba Frankfurt eine recht knappe 0 : 1-Niederlage gegen Schild Mannheim einstecken. Besonders erfreuliche Leistungen brachte der Handbai I 1) e t r i e b der letzten Woche. Bar Kochba Frankfurt fuhr zu Freundschaftsspielen nach Köln. Beim Herrenspiel der „Ersten" gegen den Makkabi Düsseldorf langte es zwar nur zu einem 5:5, man sah aber einen Kampf, der spielerisch auf sehr hoher Stufe stand. Nach ihrem letzten Berliner Spiel wußte man, daß die Düsseldorfer Mannschaft nicht unterschätzt werden darf. Die Frankfurter Reserve allerdings konnte einen 7:3-Sieg gegen Hakoali Köln I buchen, während die Damen des Bar Kochba Frankfurt gegen den gleichen Verein mit 2:1 gewannen. W. Boxkämpfe in Dresden Bar Kochba veranstaltete in Dresden den ersten jüdischen Boxahend grollen Stils. Zu dem in jeder Hinsicht wohlgelt'ngcneii Meeting, dem lediglich ein besserer Besuch zu wünschen gewesen wäre, waren Kämpfer aus Chemnitz und Berlin erschienen. Beachtenswert waren die Leistungen der Jugendlichen ürün I und IL Der Qualität der Jugendkämpfc entsprachen die Kämpfe in den höheren Gewichtsklassen, die sich durchweg hervorragend schlugen. Ergebnisse: Punktsieger wurden: ürün I (Dresden) über Ooldberg (Dresden) im jugend-Fliegengewicht; Wächtler (Chemnitz) über Kleiner II (Dresden) im Jugend-Bantamgewicht; Orün II (Dresden) über ülückmann (Dresden) im Jugend-Papiergewicht; Dankner (Dresden) über Reißberg (Chemnitz) im Senioren-Bantamgewicht. Unentschieden trennten sich: Schnitzer (Chemnitz) und Neuding (Dresden) im Jugend-Leichtgewicht; Koch (Chemnitz) und Kleiner I (Dresden) inj Jugend-Weltergewicht; Kolski (Berlin) und Gabler (Chemnitz) im Senioren-Federgewicht. Eröffnungsturnen des Makkabi Krefeld Am 28. Februar fand in Krefeld das Anturnen des Sportklubs Makkabi statt. Es nahmen daran teil die Nachbarvercine M.-Gladbach, Essen und Düsseldorf. Nach der Begrüßung des 1. Vorsitzenden, Julius Keller, sprach der 2. Vorsitzende des westdeutschen Bezirks, Richard Falkenstein, und überbrachte dem Verein die Glückwünsche. Der Vorsitzende des Makkabi M.-Gladbach, Dr. G a n z, überbrachte die Glückwünsche der anwesenden auswärtigen Vereine. Nach den unter Leitung von Loewy, Köln, gezeigten gymnastischen Vorführungen der gesamten Aktiven zeigte eine Gruppe Mädchen Sfabiibungen. Anschließend wurde Bodenakrobatik, sowie Tischspringen, Mcdizinbal! und Gymnastik vorgeführt. In Breslau siegte der Bar Kochba Berlin gegen eine Makkabi-Mannschaft aus Überschlesien im Fußball 4 : ü. Internationales Schwimmeeting des Prager Hagibor Am 27. Februar veranstaltete der Hagibor Prag ein internationales Hallenschwimnifesf, an dem die Wasserballmannschaft des III. Bezirkes Budapest und der ungarische Olympiasieger Csik teilnahmen. Es war die erste größere Veranstaltung, die der Hagibor nach der Sperre durchführte, und es zeigte sich, daß der jüdische Verein in der Zwischenzeit seine Anhänger nicht verloren hatte. Im ausverkauften Axa- Bad gab es eine Reihe schöner und spannender Kämnfe, in denen sich die Hagiborschwimmer recht wacker schlugen. Die 100-m-Freistil waren natürlich Czik nicht zu nehmen, der Hagiboraner Beran belegte hier in 1:07 Min. den 3. Platz. Eine Ueberraschung gab es im 200-m-Briistschwimmen, das der Hagibor-Zögting Weiß, der erst ein Jahr trainiert, in der ausgezeichneten Zeit von 2:58,2 Min. gewann. Bei den Damen holte sich Frl. Karpcles (Bar Kochba Brünn) auf der gleichen Strecke den Sieg in 3:21,0 Min. Bei den Senioren bezwang Oraiimann, und zwar ebenfalls in derselben Disziplin, den hervorragenden Spartaschwimmer Pachner, so daß man den Eindruck gewann, die Vormachtstellung, die Hagibor früher im Freistilschwimmen hatte, sei jetzt auf das Brustschwimmen übergegangen. Auf hohem Niveau lag das W a s s e r b a 11 s p I c I, das Hagibor gegen den III. Bezirk Budapest, in der die beiden Internationalen Brody und Sarkany mitwirkten, austrug. Die Hagiborleute, die in erster Besetzung antraten, erwiesen sich als ein durchaus gleichwertiger Gegner. Sie verloren unverdient 5:7 (3:3). Hagibor hatte mit 4:3 lange die Führung innc, ehe die Ungarn ausglichen. Die letzten Minuten brachten dann eine nicht mehr erwartete Aenderung. Hervorragend beim Hagibor war wieder Beck, der in dem scharfen und schnellen Spiel den Ton angab. Die Tore für Hagibor erzielten Beck, Schulz (je 2) Beran (1). Im folgenden bringen wir eine Übersicht über die Arbeit des Bar Kochba l're/Iburg von Dr. Steiner, dem berühmten tseheehoslaivahisi hat Schwimm.;Ver, d>r auch das 100-m-l:reistil-Scliwitnmm uuf der II. M,ihkabinh gewonnen hat. (Red.) Der Bar Kochba Bratislava hat die Staatsmeisterschaften 1936 gewonnen und somit die Führung im tschechoslowakischen Schwimmsport übernommen. Dieser Bericht soll den Weg zu diesem Frfolg skizzieren. Denjenigen, die die Entwicklung des jüdischen Schwimmsportes verfolgen, ist bekannt, daß der jüdische Schwimmsport in der CSR. schon eine Tradition hat. Dem Sc hwimmkhib Hagibor Prag ist es schon 1929 gelungen, den Meistertitel zu erringen, und er hat ihn auch so lauge zu halten vermocht, bis wir Hagibor im Jahre 1936 ablösten. Als wir diese führende Stelle übernahmen, oblag uns die schwere Aufgabe, dem tschechoslowakischen Schwimmsport zu einer Wiedergeburt zu verhelfen. Der Schwimmsport l>ei uns machte eine Schwächeperiode durch, welche dadurch entstand, daß die führenden Schwimmer älter geworden waren und kein richtiger Nachwuchs zur Verfügung stand. Es bestand die große Gefahr, daß der Anschluß an den europäischen Schwimmsport gänzlich verloren geht, und tatsächlich bedeuten die Jahre 1933 bis 1936 ein Abfallen des tschechoslowakischen Schwimmsportes vom internationalen Niveau. Wir begannen mit einer Garde ganz junger Schwimmer, die schon nach den Methoden des modernen Trainings erzogen wurden. Mit ihnen arbeiteten wir genau so intensiv, wie das in Ländern mit florierendem Schwi......sport üblich ist. Praktisch haben wir die Weltrekordler und Weltmeister ais Vorbild genommen und keine Gelegenheit vorbeigehen lassen, um unsere jungen Schwimmer zu internationalen Veranstaltungen mitzunehmen, wo sie von den Weltklassen lernen konnten. Die Vorteile haben sich bald gezeigt. Die Junten eigneten sich schnell die Stilart der führenden Schwimmer an und sahen die Wichtigkeit des vollkommenen Stils ein. Auch theoretisch haben wir uns mit dem Schwimmsport befallt. Jede Bewegung mußte begründet, jedes Symptom erklärt werden. Fs ist uns auf diese Weise gelungen, mit einigen Schwimmern internationale Resultate zu erzielen. Baderle, Alleles, Frucht, Föides, Duschuitz und Körpncr erreichten Zeiten, Was bringt der Sonntag? Berlin. Fußball. Sportplatz Grunewald, Plat/3: 15.30 Uhr: BK.-Hakoah Ib i'egen JSG. Fi (Gesellschaftsspiel). — Sportplatz am Schäfers e e, Platz 1: 9 Uhr: Hakoali V gegen JSG. VI; 10.40 Uhr: Hakoali Vi gegen ISO. AH.; 12.20 Uhr: Hakoali III gegen JSG. IV; 15.30 Uhr: JSG. I b gegen Hagibor I; 17.11) Uhr: JSG. II. Schüler gegen JSK. I. Schüler. -- Platz 2: 9 Uhr: JSK. III gegen Hasdbor IV; 10.40 Uhr: Hagibor IV. |inl. gegen JSG. III Jgd.; 12.20 Uhr: JSG. I. Jgd. gegen Hakoali II. jgd.; 14 Uhr: Hagibor IM. Jgd. gegen Hakoali III. Jgd.; 15.30 Uhr: Hakoali II. Schüler gegen Hagibor II. Schüler; lb.10 Uhr: Hakoali III. Schüler gegen Hagibor III. Schüler. Handball. Grün e w a 1 d, Platz 2: 9 Uhr: Frauen BK. III gegen BK. IV; 12.45 Uhr: Männer BK. V gegen |SG. VI; 14 Uhr: Männer Hagibor gegen BK. III Jgd.; 15.15 Uhr: lugend JSK. gegen JSG. IV. ■— Platz 3: 9 Uhr: Männer BK. II. Jgd. gegen Kanu I; 10.15 Uhr: Männer BK. AH. I gegen Boxclub II; 11.30 Uhr: Männer Undiue gegen Boxclub; 12.45 Uhr: BK. I. Jgd. gegen BK. III; 14.15'Uhr: BK. II gegen JSG. I. — Platz 4: 13.31) Uhr: Jugend Taubst, gegen BK. IV; 14.30 Uhr: Mädchen BK. II gegen JSG. I; 13.30 Uhr: Mädchen BK. VI gegen 1!K. V. — Sportplatz Nieder« scliii ii haustii: 9.30 Uhr: Männer JSG. VII gegen Maccabi II; 10.45 Uhr: Frauen JSG. III gegen Kanu I. — Sportplatz am Schäfersee: 14.15 Uhr: JSG. II gegen Maccabi I. Frankfurt a. Main. Sportplatz am Buchrainweiher, Freundschaftsspiele, Fußball, im Rahmen des „Spielverbandes der jüdischen Sportvereine Südwestdeutschlands", „Frankfurter Derby": Schild Frankfurt I., IL, Jugend- und Schülermannschaften gegen die gleichen Mannschaften des Bar Kochba Frankfurt. Hanau. Freundschaftsspiel, Fußball: JJB. Hanaul gegen Bar Kochba Fulda. Hannover. Fußballspiel JTSV. Bar Kochba Hannover EV. gegen Gartenbauschule Ahlem 9 :! (2:1). Köln. Nach längerer Pause veranstaltet der J. B. C. Makkabi am 20. März «inen Boxkampfabend. Nach Ueberwindung großer Schwierigkeiten ist es ihm gelungen, die zur Zeit beste belgische Boxmannschaft, nämlich den Central - B o x i n g - C 1 u b Charleroi, zu verpflichten. Mainz. Die neugegriindete Tischtennis-Abteilung des Sportklub „Hakoali" Mainz empfängt zu ihrem ersten Wettkampf die Mannschaft des Bar Kochba Bingen. Beginn 14 Uhr, Turnhalle der jüd. Bezirksschule. Nürnberg. Verbandsspiele des Landesverbandes Bayern der JTSV., Fußball: Jtus Nürnberg Schüler gegen Jttis Bamberg Schüler. Erstes Ausscheidungskegeln des Bezirks Berlin-Brandenburg. Am 21. März findet ab 10 Uhr vorm. in der Roseneck-Klause, Hohcnzolicrndamin 92 (am Roseneck), ein Wettkcgeln der Berliner Makkabivereine statt. Es wird eine Einzel- und Mannschaftswertung vorgenommen. — Im Mannschaftswettbewerb wird es zu einem interessanten Kampf zwischen der als Favorit startenden 1. Mannschaft des JSK. und der 1. Mannschaft des Bar Kochba kommen, wobei auch die Mannschaft der Wassersportvereine' durch einige gute Einzelkegler eine Ueberraschung bringen kann. — Die Einzelwertung ist vollkommen offen. — Startberechtigt sind alle Mitglieder der Berliner Makkabivereine. — Näheres durch Fritz Wiener (JSK), W30, Hcilbronner Str. 25, Bö, 5309. — In den nächsten Wochen finden voraussichtlich Kegelwettkämpfc gegen die .Makkabivereine in Leipzig, Dresden, Chemnitz,Halle, Hannover, Haniburg, Breslau usw. statt. turn- und Sportclub „Hakoah" Essen. Am 21. März, 20.30 Uhr, internationaler Box-Grofikampf-Abend einer Hakoah-Mannschaft, verstärkt durch Kölner Makkabi-Boxer, gegen Central Boxing-CIub Charleroi, im Jugendheim, Saarbrücker Straße. die, teils in internatonalcr H insicht, teils nach dem heimischen Maßstabe gemessen, bemerkenswert sind. Das Durchschnittsalter der besten Gruppe ist 17 Jahre und es ist zu erwarten, daß mit der körperlichen Entwicklung auch die Leistung steigt. Um die Einheitlichkeit der Mannschaft und den guten Geist in unserem Verein herbeizuführen, genügen allerdings nicht die technischen Feinheiten, die wir den Weltklassen abgeschaut haben. Es hat sich bald gezeigt, daß die seelische Beeinflussung von eminenter Wichtigkeit ist. Es wurde von jedem strengste Disziplin fordert, durch Aussprachen, Vortrage und Artikel ein einheitlicher Geist geschaffen und bei jetler Gelegenheit betont, welche Rolle unsere Bewegung für das Judentum spielt. Es mußte immer wieder der Beweis erbracht werden, daß die Juden körperlich hinter anderen Völkern nicht zurückstellen. Dabei wurde stets darauf hingewiesen, daß das sportliche Auftreten und tadellose Benehmen ebenso wichtig sind wie gute Ergebnisse. Die Schwimmer mußten dazu erzogen werden, dem Kampf nicht auszuweichen und auch durch eine sportliche Niederlage keine Konflikte entstehen zu lassen. Auf diese Weise ist es uns gelungen, eine Garde junger Schwimmer zu erziehen, die nicht nur verantwortungsbewußt an ihre Aufgaben herangehen und nicht auf persönlichen Erfolg bedacht sind, sondern sich auch freudig dem Ganzen unterordnen. Unsere Schwimmer nehtueu an einer ganzen Reihe internationaler Veranstaltungen Stil und wmlen die tschechoslowakischen Farben gegen F.itghntl, Ungarn, Frankreich und Jugoslawien verteidigen. Auch lu.-i den Student en-Wc'dsnielen in Paris werden einige unserer Schwimmer gegen die Weltklasse antreten. Den Höhepunkt dir Saison bildm die tschech-.-lowakiseben Staatsiueisterscliaftt n, den n Veranstaltung uns; rem Verein übertragen wurde. Bei die>cr UcU-.-cnheit wcnl. n wir bestrebt sein, nicht nur in sportlicher, sond-1 n auch in organisatorischer und gesellschaftlicher Hinsicht eine einwandfreie Veranstaltung zu gewährleisten. Unsere gesamte Tätigkeit wird auch in Zukunft darauf abzielen, unsere auf.-irebtinle Linie bcizubi.Ii.ihi n, um den judischen Schwimmsport windig repräsentieren zu können. Dr. l'a v e 1 Stein e r, Bratislava Maccabi boxt und ringt Nach längerer Pause tritt der Jüdische Box-Club „Maccabi" am 21. .Wuc in ,.U-a Mus.iker-1 c-Kdeii, Kaiser- VV'ilhelm-Str. 31, 20 Uhr, mit einem interessanten internationalen Box- und kiiiKkampfprognimtn an die Oeffentlichkcit. Es ist dem Box-Clul> „Maccabi" gelungen, vier Boxer des Jdraetsklubben (J.K.<)9) Kopenhagen und die weltbekannten Ringer Michael und Ahraham Kurland von Hakoah Kopenhagen für seine Veranstaltung zu verpflichten. Die Rekorde der beiden Kurlands sind überragend. Abraham Kurland, 2-ljährig, ist seit 10 Jahren, Rinder und hat -179 Kämpfe absolviert, von denen er 39-1 gewann. Er war Kopenhagener Meister 1929 und Kopenhagener und dänischer . Meister 1932—1935/'1036. In Palästin» wurde er jüdischer Weltmeister und im selben Jahre Zweiter bei der Olympiade in Los Angeles. Rom brachte ihm im Jahre 1934 den Titel des Zweiten in der Europameisterschaft ein. Er war elfmal Teilnehmer im Städtckampf gegen Malmö und ging zehnmal als Sieger hervor. Im Landerkampf gegen Norwegen gewann er über Arild Dahl. Die besten schwedischen Ringer im Leichtgewicht wurden von ihm geworfen. Sein um ein Jahr jüngerer Bruder Michael ist gleichfalls ein äußerst befähigter Sportler. In den acht Jahren seiner Laufbahn hat er von 250 Kämpfen 197 gewonnen. I9'> I war er im Bautam Kopenhagener und dänischer Meister. Augenblicklich kämpft er im Federgewicht und war auch in dieser Gewichtskiasse kürzlich im Länderkampf gegen Norwegen, erfolgreich. Auch Michael Kurland holte sich aus dem Städtekampf gegen Malmt» viermal Siege, — l.indeK'.f und den meisten schwedischen Ringern brachte er Niederlagen bei. Michael Kurland ist ein feiner I et hinker, der stets schöne Kämpfe liefert. Sein hiesiger Gegner i»! lirv.in Becker und der seines Bruders SteuiK ieÜer 11 (Maccabi). Der Boxcluh J.K. 9g besetzt Bantam, Leicht und zweimal Welter mit seinen besten Leuten. Maccabi stellt den Dänen Ruhen, Neumajin, Schott II und Joel entgegen. Außerdem enthält das Programm Begegnungen z-vischen Gabler (Chemnitz) gegen Kolski (Maccabi), Mtwir (Bieslau) und Pick (Breslau) gegen Lskciiazi 1! (Maccabi) bzw. Katz (Maccabi) u. a. m. Bühnen -Schauturnen des Bar Kochba-Hakoah Am letzten Sonntag trat der Bar Kwhba-Hnkn.ih Berlin mit einem Bührteuschaiiturncii vor die Oeffrntlii likeit. Die 600 Plätze der Halle des Vereins in 1 laleu-ee reichten nicht annähernd aus, tun die erschienenen Zuschauer zu fassen. Die Veranstaltung, die von (lern Turnwart des Bar Kochba, Max Abraham, geleitet winde, wickelte sich mustergültig ab. Besonders gefiel eine Vorführung der Jugendlichen, die Hans Samuel leitete, in der eine neuartige spielerische Gymnastik in mustergültiger Ordnung und Disziplin gezeigt wurde. Auch Bodenturnen und Turnen an einem gemischten Gerät (Trampolin und Pferd) der Mädchen, das von Rudi Sonne n f e I d vorgeführt wurde, fand zu Recht vielen Beifall. Die Damen des Vereins zeigten unter Leitung voi Fräulein Löbel eine vorzügliche Gymnastik. Weniger geglückt war eine Walzerstudie derselben Gruppe, die über das Gymnastische schon hinausgehen wollte und an das Tänzerische kam, dem die Frauen nicht ganz gewachsen waren. Die Jungmädchcu zeigten weiter ein Recktunicn, bei dem besonders ausgezeichnete Doppelübungen auffielen. Das rein Turnerische kam in Form einer Damen-Barren- und einer Hcrren-Männcr-Ricge zur Geltung. Trotz guter I cistimgen einzelner Turner fehlte manchen Hebungen noch die Sicherheit und der letzte Schliff, die zum grollen Turnen erforderlich sind. Vorführungen der jüngsten Turner, Box- und Ringkampfe, die gleichfalls jugendliche des „Maccabi" unter Leitung von Malz vorführten, belebkn das Programm. Eingeleitet wurde das Turnen durch einen von Dr. Martha Wert heim er geschriebenen Prolog, der allegorisch die Bedeutung des jüdischen Turnens darstellte. Der erste Teil der Veranstaltung schloß mit einer Rede des Vorsitzenden des Bar Kochba, Dr. Hans F r i e d e n t h a I, der diebesonderen Aufgaben des Bar Kochba in dieser Zeit unterstrich. Den Abschluß bildete ein von Max A b r a h a m einstudiertes wirkungsvolles Fahnenschwingen der Mädchen und der Chor des Bar Kochba, der die bereits bekannten Makkabi-Lteder vortrug.