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Jüdische Rundschau · 1937-03-16 · Heft 21 (16.3.1937) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 21 (16.3.1937)
Date
1937-03-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Was die Woche brachte JODISCHE RUNDSCHAU PALÄSTINA-BLATT Nr. 21, 16. MÄRZ 193 Neue Mordwelle Terroristische Geheimbeschlüsse? unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Tel-Awiw, 10. März 1937 Für Disziplin und Selbstbeherrschung Im Zusammenhang mit der letzten Terrorwelle, die zu einer vorübergehenden Einführung der Sperrstunde in Jerusalem führte und im ganzen Land die Erregung steigerte, hat der W a a d Leumi als die Vertretung der palästinensischen Judenheit einen Aufruf veröffentlicht, der die Juden mahnt, unter allen Umständen, auch bei starker Provokation, Disziplin und Selbstbeherrschung zu wahren. Der Aufruf ist eine Weiterführung der jüdischen Politik im Lande während und nach den Unruhen, die darauf abzielte, sich zu verteidigen, das Aufbauwerk durch die Unruhen nicht stoppen zu lassen, jedoch nicht dieselben Mittel im Kampfe wie die Gegenseite zu benutzen, dem Terror nicht durch Gegenterror zu antworten. Bekanntlich hat es über diese Haltung der „Hawlagah", der Disziplin und Zurückhaltung gegenüber Angriffen und Provokationen, im Jischuw Meinungsverschiedenheiten gegeben. Und immer, wenn sich der Terror im Lande verstärkt, flackern die Auseinandersetzungen über die Berechtigung dieser Methode, die außerordentliche Anforderungen an die Haltung des Jischuw stellt, von neuem auf. Dennoch hat der Waad Leumi bei seiner neuerlichen Betonung dieser Politik fraglos auch heute den gesamten Jischuw -— vielleicht mit ganz geringen Ausnahmen — hinter sich. Gerade die Entschlossenheit, alle bestehenden Positionen zu halten und neue aufzubauen, hat die Meinung gefestigt, daß diese Aufbauarbeit nur geleistet werden kann, wenn die Juden sich nicht vom Wege der festen und ruhigen Abwehr abbringen und nicht ihrerseits zu sporadischen Terrorversuchen hinreißen lassen. Es ist sehr zu begrüßen, daß der Waad Leumi in einem Moment, wo sich die Spannung im Lande von neuem vergrößerte — in den letzten Tagen ist es wieder etwas leichter geworden —, keinen Zweifel darüber aufkommen ließ, daß sich die Haltung der Juden in dieser entscheidenden Frage nicht geändert hat. Boden für ein neues Viertel in Jerusalem Nach langen und zum Teil sehr schwierigen Vorarbeiten ist jetzt die Gründung eines neuen jüdischen Viertels in Jerusalem Wirklichkeit geworden. Es stehen 120 Dunam Boden des Kcren Kajemcth zur Verfügung, wo unter anderem die bei der Regierung Angestellten (hauptsächlich Arbeiter und Beamte bei Post und Eisenbahn) wohnen sollen. Es sind für sie größere Gemeinschaftshäuser geplant, die zusammen mit Einzelwohnungen ein Arbeiterviertel bilden werden. Der Gründung eines solchen Viertels kommt in Jerusalem besondere Bedeutung zu. Neben der damit verbundenen Baubewegung, die gerade heute besonders wichtig ist, haben wir hier eine Stärkung der jüdischen Position in Jerusalem und eine Ausbreitung der jüdischen Gegenden. Das Projekt ist ein weiteres Glied in der Kette der jüdischen Stadtsiedlungen, die heute verstreut auf den Hügeln Jerusalems und seiner Umgebung liegen und sich im Laufe der Zeit aneinanderstießen sollen. Das Schicksal der zu Jaffa gehörigen Viertel Im Stadtrat von Tel-Awiw, wo in letzter Zeit der Streit der Parteien wieder die Szene beherrscht und die meisten Sitzungen recht unerfreulich gestaltet, war bei den letzten Verhandlungen eine bemerkenswerte Einigkeit aller Beteiligten festzustellen. Auf der Tagesordnung stand das Schicksal der an Jaffa angrenzenden Viertel von Tel-Awiw. Diese haben bisher unter der Verwaltung des Jaffaer Stadtrates gestanden. Mit dem Ausbruch der Unruhen und dem arabischen Streik wurden diese Viertel der wichtigsten öffentlichen Dienste beraubt; die Reinigung der Straßen, die sanitäre Versorgung und manches andere gerieten in Unordnung, so daß die Viertel zur Selbsthilfe griffen und für die Aufrcchterhaltung der notwendigen öffentlichen Dienste sorgten. Die Stadt Tel-Awiw hat naturgemäß der Lage in diesen Gegenden sofort ihre Aufmerksamkeit zuwenden müssen, und die natürliche Lösung der auftauchenden Fragen war die Uebernahme der Verwaltung durch Tel-Awiw. Die betreffenden Gegenden gehören ihrem ganzen Charakter und den Ansprüchen der Verwaltung nach zu Tel-Awiw, das die modernste Stadtverwaltung im Lande besitzt, und nicht zu Jaffa, das weit hinter der Nachbarstadt in ihren Verwaltungsmethoden zurücksteht. Jaffa ist freilich durchaus gegen die Trennung dieser Flächen von seiner Verwaltung. Denn sie stellen für die Stadt eine Einnahmequelle und einen Zufluß an Macht dar. Die Regierung hat bisher Jaffa in seinen Ansprüchen g c stützt und der Tel-Awiwer Verwaltung vorgeschlagen, Jaffa entsprechende andere Strecken zuzuweisen, wenn sie von ihr bisher verwaltete übernehmen will. Dem kann nun wieder Tel-Awiw nicht zustimmen und die geeinten Forderungen des Stadtfats haben bisher beim Distriktskommissariat, das die Dinge in Händen hat, keinen Erfolg gehabt. Für die betroffenen Viertel ist jedoch ihre Zugehörigkeit zu Tel-Awiw eine entscheidende Frage. Sowohl die öffentliche Sicherheit, wie auch Schulwesen, Steuerregelung, Sanität usw. lassen eine Verbindung mit Tel-Awiw notwendig erscheinen. Um das Mietengesetz Die Regierung hat endlich — sehr spät und nach vielen Verhandlungen — die notwendige Verordnung publiziert, die die Distriktskommissare ermächtigt, für bestimmte Stadtgebiete die Mietengesetzc weiter in Kraft zu belassen. In der Zeit der größten Bautätigkeit und der exorbitanten Steigerung der Mieten hatte man für die Städte «ine Micterverordnung erkämpft, die eine bestimmte Beschneidung der Mieten in Wohnungen und auch in Geschäften gestattete. Dieses Jahr hatten sowohl in Jerusalem wie in Tel-Awiw die Hausbesitzer gegen die Erneuerung einer solchen Verordnung gekämpft und die Regierung schien ihrem Standpunkt mit mehr Verständnis gegenüberzustehen als dem der Mieter und kleinen Leute, die sich ohne diesen Schutz in ihren Wohnungen und Geschäften nicht sicher fühlten. Der große Umzugstermin im Lande — Muharem, der Anfang April fällig ist — rückte näher und näher, die Lage war Doppelmord an jüdischen Hirten Der 21 jährige Hanoch Met* und der 28|Mhrige Schlomo Gafni, zwei Schafhirten aus Klar Hachoresch, wurden Im King George Wald erstochen aufgefunden. Die beiden Opfer hatten die Siedlung am Morgen verlassen und waren mit ihrer Herde auf die Weide gezogen. Als sie abends nicht zurückkehrten, begaben sich die Siedler auf die Suche und entdeckten die Leichen unter den Bäumen. Von der Schafherde sind 400 Schafe gestohlen worden. Beide Opfer stammen aus Polen. Im Zusammenhang mit dem Mord sind trans jordanische Flugzeuge von der Polizei zur Mitwirkung an den Nachforschungen herangezogen worden. Außerdem hat sich die Polizei mit der libanesischen Polizei in Verbindung gesetzt, um zu verhindern, daß die Mörder die Grenze überschreiten. Nach dem Norden des Landes sind Polizeiverslärkungcn entsandt worden. Durch Rundfunk wurde bekanntgegeben, daß die Behörden eine Belohnung von £ 1000 für Informationen, die zur Auffindung und Festnahme der Mörder führen, ausgesetzt hat. Flugzeuge mit Polizisten überflogen die Gegend, konnten jedoch die gestohlene Herde nicht auffinden. Nach Aussage der Siedler in der Kwuzah traf die Polizei erst 2\2 Stunden, nachdem sie von dem Verbrechen informiert worden war, an Ort und Stelle ein; es dürfte daher schwer sein, eine Spur der Mörder zu finden. (Palcor.) Drei weitere Todesopfer Jerusalem, 14. März. (J. T. A.) Die im Jischuw herrschende Erregung über die Ermordung der beiden Chaluzim bei Kfar Hachoresch ist durch die Meldung, da3 in den frühen Morgenstunden des Sonntags wieder drei Juden dem Araberterror zum Opfer gefallen sind, außerordentlich gesteigert worden. In Obergaliläa wurden unweit der Kolonie J a w n i e 1 die Siedler Gedalja Geller und Mosche Z a I m a n aus dem Hinterhalt ermordet In derselben Gegend ist ferner Jehuda E I j d w i t s c h, der Sohn eines Kolonisten aus Jawniel, von Terroristen getötet worden. Aus der Ferne konnten die Kolonisten sehen, wie Jehuda E1 - j o w i t s c h den Angreifern heldenmütig Widerstand leistete. Bevor die Siedler jedoch dem Ueberfallenen zu Hilfe kommen konnten, war der Mord geschehen und die Angreifer waren geflüchtet. Unweit der Mordstelle wurde ein Schuh gefunden, den einer der Mörder bei der Flucht verloren hatte. Geheimkonferenz an der syrischen Grenze? Jerusalem, 14. März. (JTA.) Einer von der palästinensisch-syrischen Grenze eingetroffenen Mitteilung zufolge ist dort in den letzten Tagen eine Geheimkonferenz deir arabischen Terroristen abgehalten worden. Genaue Einzelheiten über den Verlauf der Konferenz sind nicht bekannt, aber es steht fest, daß unmittelbar nach ihr der verstärkte Terror eingesetzt hat, der fünf neue Todesopfer forderte. Die Lage in Obergaliläa ist äußerst gespannt. In zwölfter Stunde Von unserem palästinensischen" Korrespondenten gl. Tel-Awiw, 7. März 1937 Der folgende Bericht unseres palästinensischen Korrespondenten wurde unter dem Eindruck der Jerusalemer Ereignisse vom vorletzten Schabbat geschrieben. Er gibt die Stimmung im Lande und die herrschende Spannung eindrucksvoll wieder. (Red.) Die Polizeichronik der zwei letzten Tage läßt einen Höhepunkt der Terrorwelle erkennen. Bei Ness-Zionah wird ein polnischer Christ, den man fälschlich für einen Juden hält, tödlich verwundet. An der Klagemauer ein Jude schwer verletzt. An der Grenze von Rechawiah ein Araber erschossen, ein anderer verwundet. Jerusalem hat wieder Sperrstunde, Polizei leert am Abend die Straßen. Eine Reihe anderer Attacken an verschiedenen Stellen im Lande vervollständigt das Bild. Dann kommt das Rcgierungsbulletin mit seinem berühmt gewordenen Lakonismus, die Berichte über die — natürlich vergeblichen — Versuche der Polizei zur Feststellung der Täter, Bereitschaft unklar und wurde von den Hausbesitzern auch nach Möglichkeit ausgenutzt. Schließlich mietet oder kündigt man neue Wohnungen ja nicht direkt vor dem Auszugsterinin, sondern etliche Zeit vorher und ein derartiges Gesetz, wenn es die Lage stabilisieren soll, darf nicht im letzten Moment erscheinen. Jetzt, wo die Verordnung nun endlich — wenn auch eben sehr spät — erschienen ist, wird dennoch nicht klar, welche Städte davon profitieren werden. Denn in jeder Region tritt es erst nach der Entscheidung des Distrikskommissars, ob es hier anzuwenden sei oder nicht, in Kraft. Diese Entscheidung steht für Jerusalem und Tel-Awiw noch aus. Professoren der HebrBlschen Universität In den Siedlungen Das Departement für Erwachsenenbildung bei der allgemeinen Arbeiterorganisation arrangiert in den Peßachferien Vorträge verschiedener Professoren der Hebräischen Universität in den landwirtschaftlichen Siedlungen. Bisher sind Professor S u k e n i k über archäologische Themen und Professor Fischel über die Maranneu im Orient angesagt. Die Referenten sind an den verschiedensten Punkten des Landes angekündigt. Es sind schon früher derartige Veranstaltungen unter' nommen worden und sie haben sich sowohl für die Lehrenden wie für die Lernenden von jzroßem Nutzen erwiesen. Die Siedlungen bekommen die Möglichkeit, von den in Jerusalem konzentrierten Lehrkräften zu profitieren, etwas von den Forschungsarbeiten des höchsten Instituts im Lande zu erder Polizei, Verstärkung der Militärpatrouillen. Die Sorge der letzten Wochen um den nächsten Tag und die nächste Stunde verdichtet sich. Am Tag nach der Verhängung der Sperrstunde in Jerusalem veröffentlicht Daniel Oliver, der im Libanon ansässige englische Quäker, der sich schon seit langem um eine Lösung der palästinensischen Frage bemüht und durch sein starkes Interesse für die Sache der Araber bekannt ist, einen offenen Brief an die Araber, in dem er sie mit allem Eifer beschwört, dem Terror ein Ende zu setzen, „Die kaltblütigen Morde", wie er sich ausdrückt, können kein anderes Resultat haben als die Sympathien, die die Araber in England und überhaupt in der Welt genießen, zu verringern. Der Brief ist anscheinend unter dem frischen Eindruck der Erschießung des jüdischen Arztes in Bcth-Schan geschrieben. Oliver beruft sich auf seine Gespräche mit irakischen Führern in Bagdad, von wo er kürzlich zurückgekehrt ist, und auch die Meinung von Kawkadji, dem in Palästina so beliebten Rcbellenführcr, der in Kirkuk lebt, (Bezeichnenderweise sind mit der Belebung des Terrors immer wieder Gerüchte aufgetaucht, daß Kawkadji wieder heimlich nach Palästina gekommen sei und vom Militär gesucht werde. Die Regierung hat diese Gerüchte dementiert.) Ob dieser Appell von Oliver, den er die arabische Presse weiterzugeben bittet, irgendeinen Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Die Erregung über die letzten Ereignisse ist unter den Juden (besonders in Jerusalem, das nach einer Zeit des normalen Lebens sich wieder unter dem Zwang der Sperrstunde befindet) außerordentlich groll. Die „Palestine Post", die während der Monate der Unruhen in ihren Leitartikeln vorsichtiger und abgewogener schrieb als die hebräische Presse, spricht bereits wieder von der Notwendigkeit, dem Militär die A d m i n i s t r a t i o n i u übergeben, wenn diese sich unfähig erweisen sollte, mit der Lage fertig zu werden. Die hebräischen Blätter schlagen einen ähnlichen Ton an, stellen die Frage, ob die Ereignisse des Wochenendes nun den Höhepunkt der Terrorwelle bezeichnen oder ein ebenso verhängnisvolles Datum wie den 19. April, den Beginn der Unruhen von l()'jf>. Es scheint nach allem, was in Palästina im Laufe des letzten Jahres vor sich gegangen ist, undenkbar, daß die Regierung die Gefahren der Situation nicht erkennt. Und ebenso undenkbar, daß sie sich weiter mit den bestehenden Zuständen abfindet. Es ist auch bereits ein öffentliches Geheimnis, daß das Militär seine Zeit nicht einfach verloren hat, sondern die Verhältnisse heute genau kennt, und daß General Dill sich mit allem, was für die Niederschlagung einer neuen Revolte notwendig ist, versehen hat. Es müßte also schon sehr sonderbar zugehen, wenn die Vorgänge dieses Sonnabends den Auftakt zu neuen Unruhen darstellten; es würde entweder das Zeugnis sein für ein absolutes Versagen der Regierung auf dem Gebiete der öffentlichen Sicherheit oder für eine Politik, die derartige Akte duldet — was unter den im Lande herrschenden Verhältnissen soviel heißt wie begünstigt. Seit Monaten mahnen die jüdischen Stimmen im Lande zur Aufmerksamkeit, zu effektiven Maßnahmen zur Unterdrückung des Terrors, und es kann auch nicht geleugnet werden, daß verschiedene Regierungsstellen sich in diesem Sinne bemühen. Wenn sie jedoch so wenig Erfolg haben, wie bisher, muß man die ängstliche Frage, ob wir bereits wieder vor einer völligen Anarchie stehen, ernst nehmen. Noch besteht fraglos die Möglichkeit, es nicht wieder zu einem allgemeinen Brand kommen zu lassen. Der Brief von Oliver ist ebenso ein Beweis dafür wie manche Acußerungen der englischen Presse in letzter Zeit, daß gerade die proarabischen Elemente unter den Engländern den Terror jetzt sehr ungern sehen und furchten, daß er die englischen Sympathien für die arabische Sache herabsetzt. Auch scheint es, daß unter den Arabern selbst die Meinungen über die anzuwendenden Methoden geteilt sind, und viele unter ihnen furchten, daß England dieses Mal nicht so geduldig sein werde, wie im vorigen Sommer. All dies spricht gegen eine neue Revolte in nächster Zeit. Jedoch ist die gegenwärtige Lage, wo man trotz all diesen Erwägungen jeden Moment einen Ausbruch befürchten muß, und jede Woche neue Opfer forciert, völlig unerträglich geworden. Die Regierung muß das verstellen und die Konsequenzen daraus ziehen. fahren und Anregungen für eigenes Lernen zu erhalten. Die Professoren wiederum kommen in Kontakt mit der Siedlerschaft, lernen verstehen, was in diesen Kreisen interessiert, bekommen eine unmittelbare Verbindung mit dem Land und seinen wechselnden Eigenschaften und Problemen. Von den verschiedensten Gesichtspunkten aus müssen daher diese Versuche begrüßt werden, und es ist zu hoffen, daß sie gelingen und in immer größerem Ausmaße unternommen werden, Der Ueberfall auf das Agency-Gebäude Revisionisten verurteilt Jerusalem, 11. März. (Palcor.) 37 Revisionisten erschienen heute vor dem aus einem englischen und einem arabischen Richter zusammengesetzten Bezirksgericht, um sich wegen des Ucberfalles auf das Gebäude der J c - wish Agency in Jerusalem zu verantworten. Ihr Rechtsbeistand, der revisionistische Anwalt Isaak Benjamin i, erklärte, daß sie sich der Sachbeschädigung und tätlicher Mißhandlung schuldig bekennen, brachte jedoch als mildernden Umstand vor, daß sie keinen anderen Weg sahen, um ihren Protest gegen die angeblich in der Jewish Agency bestehende „Diktatur" zum Ausdruck zu ringen. Der Vertreter der Anklage nahm nicht das Wort. 36 der Angeklagten wurden zu je A, 3 Geldstrafe oder 1 Monat Gefängnis, einer zu £ 5 Geldstrafe oder 6 Wochen Gefängnis verurteilt.

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