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Jüdische Rundschau · 1937-03-05 · Heft 18 (5.3.1937) · page 17

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 18 (5.3.1937)
Date
1937-03-05
Page
– (sequence 17)
Language
German
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JODISCHE RUNDSCHAU ERLIN 1UNDSC Nr. 18, 5. MÄRZ 1937 IN WENIGEN STICHWORTEN Frömmigkeit bei Maimonides. Dr. Jakob Horovitz, Frankfurt a. M., spracli im Kambam-Lclirhaus entgegen der Ankündigung nicht über das Wesen der Frömmigkeit schlechthin, sondern über die Auffassung, die Maimonides von der Frömmigkeit hat. Er ging davon aus, dal! Maimuni nicht jener ausschließliche Rationalist war, für den ihn viele halten, sondern a u c Ii ein tiefglaubiger Mensch, der interessanterweise stark auf die jüdische Mystik eingewirkt hat. ,,l)er Fromme lebt in seinem (Hauben" — das ist für Maimonides die Zusammenfassung des (ieset/es. Hinzu kommen als wesentliche Attribute der Frömmigkeit die Demut und die gute Tat. Maimonides hat diese Eigenschaften nicht nur gelehrt, sondern selbst in seinem Leben bewahrt. N. Nordafrikanische Impressionen, Von den nordafrikanischen Juden wissen wir nur wenig. Auch Studicnratin R. Stern, die im Kulturbund über ihre nordafrikanischen Reiseeindrücke berichtete, fügte diesem Wenigen nur einiges hinzu. Wir hörten eine anregende Plauderei über die öeschichtc der Einwanderung von Juden nach Nordafrika, über ihre politische und wirtschaftliche Bedeutung in alter Zeit, erfuhren einiges über ihre jetzige Lebensweise (vorzüglich in Algier) und über manche Sitten. Immerhin erbrachte die Reise als Resultat zahlreiche schöne Bilder, die einen kleinen Einblick in jene ferne jüdische Welt vermittelten. -nn. Abgangsfeier an der Mittelschule, Die Aufführung, die die Knnbenklasse I A der Mittelschule (ir. Hamburger Straße aus Anlaß ihrer bevorstehenden Schulentlassung für die Eltern veranstaltete, war ein großer Erfolg. Das Programm zeigte Ii. a. ein Lustspiel „Monsieur Herkules", gesangliche Solodarbietungen, ein Banjo-Quartett und Kunstturnen am Barren. Ein von Dr. Alfred Mayer (Wiesbaden) eigens für diese Feier geschriebenes Schulabgangsspiel „Wir wachen auf" erlebte die „Welturaufführung". S. O. Nervei. Immer wieder vernimmt man die Mahnung, „die Nerven zu behalten". Es war daher wertvoll, in einem Vortrag von Dr. Leo Jacobsohn näheres über Bau unu Funktion des Nervensystems zu erfahren. Er sprach uber die Funktionen der Hirnrinde und schilderte die unterhalb der Grenze des Bewußtseins liegenden Reflexe, die Abhängigkeit der Drusen von seelischen Reizen und ähnliche Funktionen des Nervensystems, dieser wundervollen Einrichtung. Aus allem ergibt sieh die Lehre: der Sinn der Natur ist Erhaltung des Lebens um jeden Preis. M. W. Von der Jüdischen Winterhilfe Die nächste Eintopfspende wird am Sonntag, dem 14. März, gesammelt. Wir bitten, den ehrenamtlichen Sammlern unnötige Wege zu ersparen und die Spenden bereitzuhalten. Postscheckkonto der Jüdischen Winterhilfe: Berlin 93446. Vergangenheit wird Gegenwart Zur Aufführung des Palästina-Films Lord Allenbv, der hrobenr Pulüsiiita , i.oril /ia/four und Sir Herbert Samuel bei der Jerusalemer Utuvir^tttilscro/ftaiu^ i. ./. 7925 Zurückblättern wollen wir in der Geschichte Palästinas! Der Film .,11 a t i k w a h, Dokumente einer Hoffnung" blendet auf. Wüst und verkarstet erscheint das Land, wie es vor Jahrzehnten war. Jeder Versuch einer Kolonisation erscheint aussichtslos. Die wenigen damals noch erhaltenen historischen Stätten gleiten vorüber: Tiberias, Akko, Jerusalem, der Tempelplatz. Und an der Klagemauer sieht man die Juden ihre (iebete verrichten. Da erscheint der Kopf des Schöpfers der zionistischen Idee, Theodor Merzl, auf der Leinwand, und die Menschen, die seine Gedanken zum Inhalt Ihres Lebens machten: Weizmann, Sokolow, Ussischkin, Miss S/old, Bialik, Achad Haam. 2. November 1917: der denkwürdige Tag der Balfour- Deklaration ersteht wieder, und der Einzug des ersten High Couimissioners, Sir Herbert Samuel, in Tel-Awiw wird in eindrucksvollen Aufnahmen gezeigt. Dann sieht man den Aufbau, den die Chaluzim der eisten und zweiten Alijali leisteten. Diese aufopferungsvolle Arbeit konnte nur von Menschen geleistet werden, die die zionistische Idee zum Inhalt ihres Lebens machten. Das Entstehen der Kolonien, die Erschließung des Emek Jesreel, der Kampf mit dem Sumpf, all das erleben wir noch einmal. Aus diesen kleinen Siedlungen von wenigen Zelten und ein paar Bretterbuden werden Kolonien, über deren weite Felder die Erntemaschinen gehen. Ein breiter Abschnitt des Films ist dem Aufbau der Städte gewidmet. Haifa, Jerusalem, Tel-Awiw sieht man in ihrem Wachsen. Noch einmal führt uns der Film zurück in das Jahr 1018, wo wir Zeugen der Grundsteinlegung der Universität werden. 1Ü25 wird die Universität eröffnet, und Jerusalem soll wieder das geistige Zentrum der hebräischen Wissenschaft sein. Keiner kann sich des Eindrucks erwehren, noch einmal Sokolow, Raw Kuk, Balfour und Sir Herbert Samuel bei den Feierlichkeiten zu sehen. Dem Bau des Ruthenberg-Kraftwerks als einem besonderen Markstein ist breiter Raum gewidmet. Schließlich ersteht das Bild des Ljn (Jia/Vil im Jtifire I'iyj im Fot, jr.tiiiwih" Palästina von heute, wo aIit seinem alten Boden leben Uraufführungen zugunsten Dienstag, den o. .War/: Lu.mt.Ii i den 10. Mar/: Lugenliaus. Klei II. Mar/: .Musikerfests.de, Kais der außerordentlich starken Nacht zeitig Biiletts im Vorverkauf zu den neuen ji und arbeite der liidi lischen Menschen sehen. hen White .•iMj.tr. 10; .Mi 10; DonnerstaL m-Str. 31. age u Ii tl empfohlen, besorgen. -Willi «erhüfe. twoch, den Wegen i, recht- FamiSien-Nachrichten M.. A!,< Wolde!,' Allna t 80. c, ■ e k u. maun.sir. 3, be< k 10. M.i in. M N< ) S5, \ 54, (ior- Veranstaltungen der Bezirke und Gruppen der BZV Oberspree Sonnabend, den 6. Marz, 20.30 Uhr Oberschöneweide, Wilhelminenhofsti. 1 Oneg Schabbat. Ansprache: K.-A. Dr. Alfred Rabau. Mitwirkend«: Herbert Grtinbaum (Jüd. Kulturbund), Kantor Schwcrienz, Manfred Sejjall. Eintritt RM 0,50. Nordring Sonnabend, den 6. Mdiz, 20.30 Uhr BZV-Heim, Rosenthaler Str. 44 One« Schabbat. Ansprache: Dr. O.car Adler. Mitwirkende: Mancha Benjakonnka, Alexander Modll, Julius Rosenthal, Rudi Lehmann. Zentrum-Nord Sonnabend, den 6. Marz, 20.30 Uhr 'ISJ Hfl Steglitz— Montag, den 8. Marz, 20.30 Uhr Schmargendorf Cafe Rune, Katirrall'-e 47 Das relijfyi.se Problem beim Aufbau Erel Israel» — ein Streit^spriiih zwiüdicn Ernst Hamburger und Kurt Kiapphoir (Misrachi). Hermannplatz Dienstag, den 9. März, 20.30 Uhr BZV- Heim, Neukölln, ßuemtr. >> Dr. Hans Capell! Zionismus al» Partei — Parteien im Zionismus. Friedrichshain Dienste,;, den 9. März, 20.30 Uhr BZV-Heim, Landsberger Str. 87 Dr. Georg Jooephthai: Josef Trumpeldor. Oliva Mittwoch, den 10. März, 20.30 Uhr B/.V-Hcim, Kantstr. 54 Um die Zukunft Frei Israels, ist politische Parität zwischen Juden und Arabern möglich? Ein Gesprich zwischen Kurt 1-oewenstein und Dr. Han» Capell. Hansa Mittwoch, der, III. Marz, 20.30 Uhr Konditorei Hansa, flensbnrger Str. 19 Dr. Hans Friedenthal: Jüdisches Schicksal — Zionistische Aufgabe. Spandau Mittwoch, den 10. März, 20.30 Uhr Spandan, I.indrnnfer 12 Palästina im Lichtbild, Die neue Monatsschau. Besrlcitvorlras: Fritz Glaser. Südost Mittwoch, den 10. Marz, 20.30 Uhr BZV-Heim, llrüclienstr. 9 Adolf Pollak! Jerusalem — Tel-Aviv, Zwei Typen jüdischer StHdte. Charlottenburg Donnerstag, den II. Marz, 20.30 Uhr BZV-Heim, Kantstr. 54 Adoli Pollak: Theodor Heril al» Mensch, Künstler und Jude (nach persönlichen Erimsr runden). Donnerstag, den II. März, 20.30 Uhr Tempelhof, Mussehlstr. 22 Das religiöse Problem im Aufbau Erez Israels. Em Streitgespräch zwischen Dr. Oscar Adler und Kurt Klapphoiz (Misrachi). Tempelhot- Kreuzberg Mittwoch, den 10. März 1937, 20.30 Uhr Brüdorworeinshaus, Kurfürsten Str. 115 18 Eintritt frei! Kundgebung für die thoratreue Schule Eine Schicksaisfrage des Judentums E« sprechen: Oberrabbiner Dr. Joseph Carlebach, Hamburs Rabbiner Dr. Alexander Altmann, Berlin Rabbiner Dr. Harry Levy, Berlin Rabbiner I. Nobel, Berlin Adolf Schoyer, Vorsteher d. jüd. Gemeinde Berlin Dr. Moritz Landau, Mitgl. d.Repr.-Vere.d.JUd.Gde. EKB!1!)' E* 9-**'t uffl d" OI°ck "ni die Zukunft Eurer Kinderl JudBn!E",ehl um *"* z"l"j"" derT,,ora> der Religion Eurer Vater I Es geht um die kulturelle Zukunft Erez Israels! Berliner Misrachi Gruppe Verein zur Erhaltung des Uberlieferten Judentums Vorein gesetzestreuer Lehrer und Lehrerinnen HATIKWAH DOKUMENTE EINER HOFFNUNG -Äfe^f zz&zzs^ uraufführen,, „ Äir,NTERH'^ ...... ,7.r,'-.,r." •"" * 0r. M,,j;/r;-y° *iederHolo,gen: SSÄ-sÄ."«?. es,—«. De.« "'"'«'»traße 10 mä:^^.**^ H-er*:;;;:--«- Karten iu MM t. —, 1.50, 2.— tm Vorverkauf; Anzeigen-Annahme der- Jüdischen Rundschau, Memekestr. 10 (01 9031); Atlantic-Express, Friedrichatraße 100: Zigarrenhaus Epstein, Jeruealemer Straße 9; Zeitungsstand im Cafe Leon, Kurfürstendamm 155: Fortuna-Drogerie, Trau'enaustr, 9; Modenhaus Hansa, Hansaufer 8. Im Zentrum: Buchhandlung Salle«, ürenadiarstr. 30, Adlerstein, Alte Schönhauser Straße 58, Für Nordosten: Feig, Strausberger Straße 24, Salmger, Neue Königstraße 74 PAL'ÄSTINA-FILMSTELLE der Zionistischen Vereinigung für Deutschland — RAMBAM-LEHR HAUS BERLIN-- Sekretariat: Berlin W 50, Passauer Straflc 2 / Telefon: B4 5205 Peßach im jüdischen Haus Vorträge zur Einführung: Rabb. Dr. Altmann: 10. und 17, Mär: SynagogeMUnchenerStraB Rabb. Dr. Harry Levy: 10., 17. und 24. März Synagoge RykestraBe Rabb. Dr. Jakobovits: 18. und 25. März Synagoge Kottbusser Ufer Rabb. Dr. Berkovits: 11.,18. und 2 5, März Synagoge P e s t a I o z z i s t r a B e Beginn aller Vorträge abends 8.30 Uhr . Eintritt frei! Anzeigen - Annahme - Stellen Westen: Halensee: Zentrum: Neukölln: Meine kestraße 10 In unserem Verlagshause JoachinvFriedrlch-Str, 49 bei B. D. Magnus, Ruf 6712 50 Neue Friedrichstrane 59 Buchhandlung M. Poppelauer Neukölln, Sanderstr. 24 am Kottb. Damm bei M. Badasch Sonder - Schnelldienst für Familiennachrichten und Gelegenhsitsenzeigen. Auf Anruf 919031, Apparat 89, werden Sie besucht und fachkundig beraten JÜDISCHE RUNDSCHAU Mittwoch, den 10. März, 1937, 20.30 Uhr Lo^enhaus, Kleiststraße 10 .iütlist'he l.jBiiyi alion als \VH( proMcm Dr. Hicliacl Trau l> IM«' imlivchc Aus» uiirici-iut»' aus Ih'iitsoiilaiid Karten zu 40 Rpf. im Vorverkauf Laden (ier |tidi.s(hen Rundschau, Moinekestr. 10; Fortuna - Drogerie, Traittenaustr. 9; B'/.V- Hfini, KantstrafSe 54; Buch händig. Salles, Grenadiorstr. 30, und an der Abendkasse L IC 11 ItSTÄTI i: < II. N. liiAI.IK I« I H HI.UI IMK ZIONISTISCH IN 1 IMi.i Mi Sonnabend, den 6. März 1937, punktl. 19.45 Uhr Aula der Schule Auguststraße 11 -13 Singe-Neschef Schire-am / Schire-Chaluz Schire-ha'arez unter Leitung von EfWill JOSp@ Junggruppen der Berliner Zionistischen Vereinigung SONNABEND, DEN 13. MÄRZ 1937 I 6ESELLSCHAFTS ABEND DES BAR KOCHBA-HAKOAH KAPELLEN OSCHITZKI TOMBOLA HAUPTGEWINN: EINE PALÄSTINA-REISE BRUDERVEREINSHAUS KURFÜRST ENSTRASSE 115-116 VORVERKAUF RM 2.50 Sekretariat: Halir. Huleiisc, Nfiilityer Strnß«1 Kcke Kronprifr/rnciamm. I 6 2453 Club-Srkretnrint, Mrinekrslr. 10,"j 1 1936 Palp«tinp S Onrnt Uoyfi. Meinekestr. 2, J 1 7303 » Gebr. Mandelbaum, Jäsrer- •tr. 17, A 1 4454 Mm Srrbnik, K . Wiihclmrtr. 34, D 2 9492 . Iwrin-Bank. FaMtienstr. 1H, Jl P601 » Iwria-ßank, Dircksenstr.?6.27, K2 203S . Stolflmus EnglSnder. Alte Srhßnh. Str. 2, D 2 0586 AB END KASS E RM 3.- Gestiftet vom Palcstine & Orient Lloyd Berlin W 15, Mflinekestraflß 2 BEGINN 20.30, EINLASS 20 UHR

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