Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 17 (2.3.1937)
- Date
- 1937-03-02
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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JODISCHE RUNDSCHAU AUS DEM REICH Nr. 17, 2. MÄRZ 1937 Gegenwart und Zukunft l) r. () du bildete. umrahmt von Chören des der zionistischen Jugend Zfonlstentag In Leipzig Der Gedanke, über den Rahmen einer Gruppenverbands- Ugung hinaus, einen Zionislentaß unter Teilnahme der aktiven Zionisten eines größeren Bezirkes mit einer Kette von unmittelbar aufeinanderfolgenden Veranstaltungen stattfinden zu lassen, ist /um ersten Male in Leipzig in der Zeit vorn 19. bis 21. Februar verwirklicht worden. Es waren zionistisch erfüllte Tage, die weit über den Kreis der Zionisten hiiiauswirkten und eine ganze Oroßgenieinde in ihren Bann zogen. Die Reihe der Veranstaltungen wurde eröffnet durch einen Oneg Schabbat der Jugend am Freitagabend, an dem je ein Vertreter der in Leipzig befindlichen Jugendbimde (für den Baeliad Lehrer Simtnc F r i e d m a n n, für den Habonim noar chaiuzi Kurt Gold mann und für den J. P. Makkabi-I lazair Dr. Mnuchin) den Wochenabschnitt erläuterten, während Dr. Walter Groß (Berlin) eine Deutung der Maftarah gab. Der Scbabbatinorgen sah den größten Teil der Leipziger ZOG. in der überfüllten Lz Chajini- Sytingoge, deren Höhepunkt eine von warmer Liebe zu I re/. Israel, seiner Vergangenbeil, eriüllte Predigt des Rabbiners Am Sonnahendnachmirfag gab, Barhad, Dr. Joachim P r i n z <inen ungemein fesselnden „Grundriß einer jüdischen Kulturgeschichte", der mit großem Beifall aufgenommen wurde. — Der Sonnabendabend brachte dann den Flöhepunkt der öffentlichen Kundgebungen, mit dem zugleich die feierliche II r ö f f n u n g der neugegründeten h c b r ä i s c h e n S p r a c h k u r s e der Gemeinde l.eiplm Mittelpunkt der Kundgebung stand Kaleko (Berlin) über „Die hebräi m Prozeß der n at i on a1e n Das Referat hinterließ bei der iibereinen sehr starken Findruck. Für den Vorstand der Gemeinde begrüßte Dr. K u r i t z k c s, für die ZVfD. Dr. Joachim Prinz die Erschienenen. Besonders gelungene Chöre der unter der Leitung von Kurt Goldmaim stehenden überbiindischen I n s t r um ental-Arbeitsgemeinschaft Leipzig, die stürmisch bejubelt, teilweise wiederholt wurden und unter denen vor allem die Gesangsoli von Esther Srebnik (Plauen) ansprachen, umrahmten und belebten die eindrucksvolle Feier. Gisela Spindel (I lalberstadt) und Beni Safran (Leipzig) trugen Techsakiiah von Biaük und Ruchamah von A. D. Gordon mit großer Ausdrticksfähigkeit in hebräisch vor. Der Sonntag brachte dann die eigentliche interne Tagung, die von den Gruppen des mitteldeutschen Verbandes gut besucht war, während die Beteiligung aus den Kreisen tler Leipziger Gruppe zu wünschen übrig ließ. Die Tagung, die zig verbunden war. das Referat von Dr. ische Sprache W i e d e r g e b u r t". füllten Versammlung Bremen Gleiwiiz Mittwoch, den 3. März 1937, 20.30 Uhr spricht in der Synagoge in Robb. Dr. Hugo Hahn-Essen Palästina vor der Königl. Kommission vorher Ansprachen von Rabbiner Dr. JF. Aber, Dr. f. Rosenack Bremer Israelitische Gemeinde Orts komi tee der fewish Agency Dr. H&ns Friedenthal Vergänglichkeit und neue Schöpfung vorher Anspradien von fustizrat Kochmann, Rabb. Dr. Ochs Synagogcngemelnde Glelwltt Keren Hafessod, Ortsausschuß Gleiwitz FRANKrUBT A M. lX.tinu.jS vximiWtv AMT IllKLlV l/ruiV/iifrr . IANZAS & CO. früher Albort Harz Frankfurt a TrsnsDorte cm. B. H. / Abteilung tur MisiinihiimiUgs IUI. Gutleutstr. Sl. Telefon 30041 nach allen Ländern in Lifts und Sammelladungen Fachmlnuljche Beratung - Sachgemäße Verpackung - Lagerung - Verlieh«™*! unter Leitung von Benno Cohn (Berlin) stand, brachte zwei umfassende Referate. Am Vormittag sprach Dr. Schloß berg (Berlin) über „P a I a s t i n a p o 1 i t i k 1037", wobei er mit überlegener Sachkunde alle politischen Probleme des gesamten Vorderen Orients skizzierte, um dann im zweiten Teil auf die Erez Israel betreffenden politischen Fragen einzugehen. Das meisterhaft aufgebaute Referat gipfelte in einem Bekenntnis zur Politik Weizmanns und der Zionistischen Exekutive. -..... Am Nachmittag sprach Dr. Joachim Prinz. Sein Thema lautete „Zionismus in Deutschland — Zionismus in der jüdischen Welt". In geistreicher Weise setzte sich Dr, Prinz in zum Teil ganz neuartigen Formulierungen mit den ideologischen Grundlagen des Zionismus auseinander. An die beiden Referate schloß sich eine sehr lebhafte Aussprache an. I>« Zionistentng war für die Erschienenen ein echtes zionistisches Gcmeinschaftscrlebnis, von dem zu erwarten ist, daß es die künftige zionistisch" A 't im Bezirk neu beleben und vertiefen wird. Dr. Emil Fränkel (München) 70 Jahre Justizrat Dr. Bmii Frankel, Mitglied des Gemeinde- Vorstandes und führendes Mitglied der Orthodoxie und der Zionistischen Ortsgruppe, begeht am 2. März seinen 70. Geburtstag. Seit 1021 gehörte Fränkel der Gemeindevertretung an, seit 192') als Nachfolger seines unvergessenen Bruders Koinmerziemat Siegmund Frauke! dem Vorstand der Gemeinde, Dr. Fränkel, der auch auf juristischem Gebiet vielfach hervortrat, ist ein streng religiöser und mit überragenden Kenntnissen des gesamten jüdischen Schrifttums auspestatteter originaler Kopf. 191-1, als Fränkel sich der zionistischen Bewegung noch nicht formell angeschlossen halte, trat er in der „Jüdischen Rundschau" mit zwei Aufsätzen an Hermann Cohen hervor, deren ritterliche Hallung und Ucberzeugiiugskraft auch der Gegner nicht leugnen konnte. Als tiefgründiger und geistvoller Redner, als von inncrem Humor und schöpferischer Musikalität übersprudelnder Mann, als ein für alles echt Jüdische noch heute jugendlich Entflammter und als gütiger, stets hilfsbereiter Mensch, wird Frankel von der gesamten Gemeinde verehrt. Die Freunde und Gesinnungsgenossen des Jubilars haben ihm zum Geburtstag in Palästina einen KKL-Garten gestiftet. H. L. Mozarts „Judith" hebräisch Mannheim. Als erster jüdischer Kulturbund in Deutschland brachte der „Liederkranz." (lud. Kulturbund Mannheim) Mozarts Oratorium ,,J u d i t h" in h e b r .i i s r h e r Sprache zur Aufführung. Nachdem Karl Saloinon (Jerusalem) das Werk musikalisch bearbeitet und in der hebräischen Ucbertragung von David Frankc-Mendes im Jahre Wib in Jerusalem aufgeführt hatte, hat Kohn-Astilay für die Mannheimer Aufführung den altertümlichen hebräischen Text sprachlich verbessert. Ferner hat man das Werk auf eine Stunde Auflührungsdauer konzentriert. Wenn man dadurch auch nur einen Querschnitt durch das an Schönheiten reiche, von dem läjiihrigen Mozart geschaffene Oratorium hörte, so war man doch Kapellmeister Sirt/.hcimcr als dafür Eintretendem und überlegen das Ganze Führendem dankbar. Zum besseren Verständnis der Handlung und der Cicsärige hatte man, was im Werkselbst nicht vorgesehen, von Kantor Hugo Adler hier wirksam gestaltete verbindende deutsche Texte nach Worten der Bibel eingefügt, die er selber mit warmer Hingabe sprach. An erster Stelle der vier Solisten stand der prächtige, auch der Höhe voll gewachsene Sopran von Trade Wolf (Luclwigshafen), während die Partie der Judith Selma Weil-Elk mit warmem, nur manchmal nicht genügend resonanzvolleni Alt sang. Stilvoll auch der Tenor Max Lipmanns und der dunkle Haß von L. Guggenheim (Frankfurt n. M.). Erstaunlich, auch angesichts der schwierigen sprachlichen Aufgabe, die Leistung des gemischten Chores des „Liederkranz", wozu die ausgezeichnete Orehesterleistung der Instrumcntalgemchischaft kam. So war die Wirkung dieser Erstaufführung derart stark, daß am Schlüsse stürmischer Beifall allen Beteiligten, darunter auch Kohn-Asulay, dankte. — Dem Oratorium voraus ging Mozarts konzertante Es-Dur-Sinfonie, Werk 301 für Solovioline, Soloviola und Orchester, die sich neben Herrn Sinzlieiiner und der Instrumentalgemeinschaft vor allem solistisch die bewahrte Geigerin Lene S i n z. h c i m e r und Richard Karp (Frankfurt a. M.) als prächtig warmer, beseelter Violaspielcr verdient machten. _ -im. Julii 13 ii c h G«icliäff»|ublläum. Am 1. März hestchf die Firma ,„,„., ..... hol i, Hannover, Berutswaschcfabrik um! Versandhaus tur l'k: .ciicreilicdarfsartikel, 50 Jahre. Stuttgart Mittwoch, den 3.MSrz 1937,20.1$ Uhr GustavSiegle-Haus, Leonhardspl. 23 Dr. Michael Trauh Berlin Palästina vor der Untersuchungskommission Vorher Ansprachen: RA. Dr. Siegfried Gumbcl-Heilbronn RA. Dr. Paul Tänzer-Stuttgart Israelitisther Oberrat Israelitisches Gemeindevorsteheramt Groß-Stuttgart Wüittembergischer Landesausschuß für den Aufbau Palästina» Zionistische Ortsgruppe Stuttgart Zionistisches und Gemeindeleben Alicnhurg-Mcuselwit? M n ii h i m. ),V'\'?<:\. Kuijimi.v-ion". Breslau. Dr. Mi. lr.. I T i vor (Irr R'.v.n CnninäHMon"; der l.i injj-'^c. Chemnitz:. Im Wo i« Jij.l 30. Fr'.ruar! >r. Ss! n c r, stfüiinf der polpi.-hen ^u.i" Dortmund. Im I.rhih.w, clor:*) u'" r (K. C.r.;r!nv,'io - -:o: Duisburg. In <i<■, /.( >< ',. i| WanHcojnrrarti P.il.i ■ ■ in ]'',. l'.bMiir '.;>ri. h Dr. Vorhcrt „!>.. im«! - he \'<>!k vor der Königlichen o.i.vh iit.fr ..P« iwlocnr Volle <:n übftiuiitcn (iemrindeabend in <h"r HindVr nid Rrio-nder hielt am V .•, V. o ,R .,l„r dl" : „Rechts.!i(j.--h„i: :: im ,rV n Rech»''. v|>l.)<!j I )r. X <■ U h f r;;' e t (UÜSS<1- (,'!) D,. N .. ii t., r?rr »ilwr „Jiidisehe |>: h ■ \\> ■:■ ms n.i'Ji t."cber>ct". Eschwcgc. Am 15. FYbni.ir v« ';> ••! ••■ •■■ I.« hr«r i. R. Simon Olaiibci g. Uhrwhiiit!.iiik hat er mit tx.*»Kii.r<:M pädagogischen CieM-dü' k die J'i;o nd r:/')^ n. München. In dir /(><;. -.(.räch Dr. I <^«M K ii n - 11 c t über r,e-.el,.. Ine. I eisiun.:i 11 und k.m.-ifivlr An':., .rn de- KKI. ardird-.l» seines 33jährigen Inhd.otin,. Ar.« hH.-ßur,.) wurde die neue KKLiMoiWa^.hau voigendirt und von M ix Vvh-x eii.niterl. Ankündigungen Duisburg. /i>'"».: 3. Mars, 20.30 Uhr, im Thcodor-Latiter-Hau«, Kuh- Ji-!i\.,i!l: Ad«itskre... [I.<'<<<■..■ In. Ikniherc, Hu .eidoif). — Düsseldorf. ZOO.; 4. Mai/., 2o,39 (de, V.nti.i^ sin Uemrindehaus, Grafenhei^er Alh e 78. Br-ii. I'.:sen,taji. ,,Iiciu! .tragen jüdisrher Jugend". — Eisen. /.<><;.:' 4. Mir?., Arbeitskreis, (i.eiuing I)r. Ikenberg, Diis^eldorl), im Ju?endhriin, Sdorieueker Slr.if'r. - Frankfurt a. M. (>eselloh.iii nir jüdis'he Vf.lk.hildm.ji. 8. M.irz, 20.30 l.*tir. Wcjtend- Ss iMge^e, \ orlrag I)r. Edn nd S, hicilwr ..I.eo;e"jM K'-mpc-rl". —1 21. M.irz, 20.30 Uhr. \Ve«iend-Svri:<c;or;e. Pc(ta<-h-\\>ihc'!t-mHe, Rabb. Dr. Lazarus \Vie.(b.efen. spricht über die rcligi-wsscschiehili he Hc-deutung de-, IVi'..iehfe'.te.. - - Güttingen: /J)(,. Am 3. M.irz, 20.30 Uhr, Gemeindehaus, Vortrag Dr. Walrer 'ii..i.': ..Die [Min'o'on de» Zionbmus in der jüdi>ehen Weif. Halle; /')(,. An, 4. Mar*. 20.45 Uhr, Germarstr. 12, Vortrag Dr. Walter Groß: „Erneuerung jüd. Kultur in Go] ih. und Erez Israel". — Hamburg: Zi»t. 4. Mar«, Dr. Mendel: „Staat und Nation im modernen Sta.it.ro.-hi". Ein Hri'rag mm jiidi- ..elien Na:ion problem. — 13. Mar?. Tamara X.idik: „Die hehr.iisehe Sprarhe" ah. nationales Kr.teiium in der zinntsn-ehert Literatur. ■ — 18. M.r-, Karl Po •„ : ,,Uo-z l-nd" ah. Grued'aiy. der |u<!i-^heri Nationsuerdinif». ~ 25. Marz, lehud.i Maren.; ,.Iu.h.-ehe Arbeit" als nationale Forderum;. /. ioin-!i» i;e«, Heim, t ippen!or ierhauin 6. — Hannover: /d IG. Am 2. Wirr Vortr.ie; Dr. \Va!trr Grrdj; „Die Funktlr.n de. Zn>!.;,muin der pid. WUt", im j;ro, r.uiieitn, Ucrzstr. 8, 20.30 Uhr. Stuttgart; Vrt 3. Mju Kaoh;■•!"tn:; des KU im t;u-'.n "Nagle llauv, 2o.Iii Ehr. Ks -pre.hen: [),. tjirnK I. Gr. Tanger m d |)i. ddanb: ..Paiasona vir dem I'r.n .oi.o.in.i»-:ee lad"". Am 14. M.,rz KimdEel-'itig der W'-. kleine im ijn.hen Saal .1s ( insrav- S.iejle-Ha.i-e-, 16.3i. Chr. An-iarv!:-••: A.no (•"it.-hmann, Ern.-t Bauer. Lieder, Theatervorf«hns;!gr;i, Spnh. höre. Bar Mizwah -Termine Am «. Marz (23. Adarj; K.iit Mover, s .im v.>a Ftrdiiiand Meyer, p..- mn, '..crhairlslr. 0. - F':1, Kor. S. v -n David Ka'r (früher llatulWK). Eondon NW 4, 20, Masood Glehn.,. .._ Am 13. M.oz (1. M ani: 1 eo K(toller, Jjohn von. Isi Kn.dl.r, A.ms:e:dam, Nieoh Wttsenkade 26. Geschwister Gutmann Zell 90 Lleblranenberg 39 Damenhüte spsziaigeschitt tur wasene und Woiiwaren ^Mlunv RtlHMUtr. 3, Mntutr Uiwttr. IT gfmkW Billiges welBes MEffBWffB Porzellan mmmmm W m..,!«™ fo™ ^n^fSLjMKB'K^WBB tür den tagt. 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