Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1937-02-09 · Heft 11 (9.2.1937) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 11 (9.2.1937)
Date
1937-02-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2651273-2653625-2653636--30263-2684803
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

12. 2.153/ h /V" fl Vr.U x Jahrgang 42 Preis 25 Rpf. JUDISCHE RUNDSCHAU ScJirlftleltung.Verl.g u. Anxelgonvcrwaltunjtä BorlinW 15, M.tnekeatr 10 F.rerut. 8«mm«UN«mm.r J 1 (BUm.rck) 9031. - li„.,m„r« ,,„M.|,|,„f,,id, BestellH1» 1« Monat KM 2,-, je Vierteljahr KM 5,75, bei AbhoIunK RM 1 88 br.w RM 5^9. — PoütsdMck . Konltn der Vertrieb. . Abteilung: Berlin 71573 (für Groß-Berlin), Berlin 17392 (für d„ übrige Reich). I„ Fällen höherer Gewalt b««teht kein Anspruch auf Nachlieferung oder Errtattuny etwa «hon g-zahltnr Bciagsgtbühren. — Erscheint jeden Dienstag und Freitag. BERLIN t"snn no DIENSTAG, 9. FEBRUAR 1937 Gültig i Anzeigenprclsliite Nr. 5. Dio 12 gespaltene mm - Zeile 20 Rpf., für Familien - Nachrichten 15 Rpf, Für die Aufnahme von Anzeigen in h?stimmte» Ausgaben oder an bestimmten Platzen wird keine Gewähr £<• leistet. Gelp^cnheitsanEi-igen nur gegen Vorauszahlung auf Post« cli eck - Konto Berlin 71618 oder bar Montag h i s K r c i i a 9—18 Uhr. Annnhmeschluß für die Dienstag - Ausgabe Montag 10 Uhr, für die K rritn? - Aussah« Mittwoch 13 Uhr. (Für Familien - Anzeigen am Tnj vor Erscheinen 13 Uhr) per Zionismus erstreb« für da» jüdische Vom die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. (Baseler Programm) Echo der Weizmann-Rede Litauen wehrt sich gegen den Vorwurf antisemitisch zu sein Erklärung des Innenministers In dem in Kaunas erscheinenden litauischen Regierungsorgan „Lictuvos Aidas" wurde dieser Tage in einem Leitartikel dagegen Stellung genommen, daß der Präsident der Jevvish Ageney und der Zionistischen Organisation, Dr. Chaitn W ei z mann, bei seiner Aussage vor der Kg!. Kommission unter den Ländern, in denen Juden starken Anfeindungen ausgesetzt sind, auch Litauen genannt habe. Diese Veröffentlichung hat sowohl in der jüdischen Presse Litauens als auch in den Regierungskreisen ein Echo gefunden. Der litauische Innenminister, General Julius C z a p I i k a s, hat der Jüdischen Telegraphen-Agentur hierzu eine Erklärung übergeben, in der es heißt: Der im „Lietuvos Aidas" erschienene Bericht über die Rede Prof. Weizmauns hat auf die Regierungskreise einen verstimmenden Eindruck gemacht. In Litauen genießen die Juden formelle und tatsächliche G 1 e i e h b e r e c h t i g u n g; sie haben die volle Möglichkeit, sich auf allen nationalen, kulturellen und wirtschaftlichen Gebieten auszuleben. Die Regierungspoiitik wird bei uns von dem Grundsatz der Toleranz und der Freundschaft gegenüber den Juden geleitet. Als Reweis für diese Behauptung, erklärte der Minister weiter, mag die unbeschränkte Tätigkeit der verschiedenartigen jüdischen Organisationen und Einrichtungen dienen, die Unterstützung, die jüdische religiöse und kulturelle Institutionen aus Staatsmitteln finden, sowie die Art, wie die Regierung auf vereinzelte Versuche unverantwortlicher Elemente, judenfeindliche Ausschreitungen zu organisieren, reagiert. Die solcher Taten Schuldigen werden empfindlich bestraft, und es werden die energischsten Mittel angewandt, um die- Wiederholung ähnlicher Vorfälle zu verhindern. Die litauischen Behörden kommen auch den jüdischen Auswanderern entgegen, die bei uns eine Zufluchtsstätte gefunden haben. Einige von diesen haben sich bei uns für die Dauer niedergelassen. Gewisse Reibungen zwischen dem Mehrheitsvolk und den Juden sind sicherlich vorhanden; sie gehören aber mehr zu dem allgemeinen Minderheitenprob I e m und können keineswegs als Ausdruck von Antisemitismus aufgefüllt werden. Der Darstellung von Weizmanns Aussagen in dem Artikel des Regierungsblattes tritt die Tageszeitung „D i e jüdische Stimme" unter Anführung längerer Zitate aus den betreffenden Abschnitten der Weizmaiinseheii Rede entgegen. Sic versucht nachzuweisen, dal! in dem Artikel des „Lietuvos Aidas" die A e 11 IS e r u n g e n Weizmanns mi ß verständlich aufgefaßt worden sind. * Der Passus in der Rede Dr. Weizmanns, um den es sich bei dieser Kontroverse handelt, lautete nach dem in Nr. 98 vom 8. Dezember 1936 von uns wiedergegebenen Bericht wie folgt: „Gehen wir weiter und nehmen wir die Juden Rumäniens, Lettlands, Litauens und Oesterreichs. Ein vollständiges Bild jüdischen Elends rollt sich vor unseren Augen auf '' Damit war ohne Zweifel insbesondere die schwere wirtschaftliche Lage der Judcnhcitcn dieser Länder gemeint. Auch in einigen anderen der genannten Länder genießen die Juden Gleichberechtigung, und Wei/mann wollte gewiß nicht das politische Regime dieser Länder angreifen. Aber die durch die Neuordnung entstandenen wirtschaftlichen Probleme treffen die Juden besonders schwer, denen die Eingliederung in neue Wirtschaftsformen oft unmöglich ist und deren Jugend keine Existen/möglichkeit vor sich sieht. Durch Hinweis auf diese objektiven Verhältnisse wollte Weizmann die Uncntbehrlichkeit Palästinas als ständiges Aufuahincreservoir für Juden nachweisen, und wir glauben, daß diese Argumentation unwiderlegbar ist. Das bedeutet keiner. Angriff auf Litauen oder andere Länder. Das jüdische Volk kann es aber gewiß begrüßen, daß von seiten der litauischen Regierung diese Gelegenheit benutzt wurde, um unzweideutig von jeder Judenfeindsehaft abzurücken und die Gleichberechtigung der litauischen Juden innerhalb ihres Staatsverbandes erneut m deklarieren. Die Washingtoner Konferenz Geschlossene Willenskundgebung Washington, 7. Februar. (JTA.) Die amerikanische Palästina-Konferenz, die am V. Februar in Washington abgehalten wurde, gestaltete sich zu einer der eindrucksvollsten Kundgebungen der amerikanischen Judenheit für den Palästiriagedanken und brachte den entschlossenen Willen der amerikanischen Judenheit zum Ausdruck, trotz aller politischen Schwierigkeiten den Aufbau des Jüdischen Nationalheims in verstärktem Maße fortzusetzen und die weitesten Kreise der amerikanischen Judenheit für diesen Zweck zu mobilisieren. Das wichtigste Ergebnis der Konferenz, die am 6. Februar abends in Anwesenheit tausender Delegierter und Gäste eröffnet wurde, ist der Beschluß, in den Vereinigten Staaten sofort mit der Durchführung eines 4'■» - M i 11 i o n e n - D o 1lar-Drives zu beginnen, dessen Ergebnis den Nots'.ands- und Wiederaufbau-Aktionen des Keren Kajemeth und des Keren Hajessod zufließen soll. Alle an der Konferenz, teilnehmenden Verbände verpflichteten sich, alle ihre Kräfte in den Dienst dieser Aktion zu stellen. Die Anforderungen, die der für die nächsten Wochen zu erwartende politische Kampf um die Wahrung der jüdischen Rechte in Palästina und den weiteren Ausbau des Nationalheims an die Juden in allen Ländern stellen wird, wurden von dem Mitglied der Exekutive der Jewish Agency, Elieser Kaplan, in einer Ansprache dargelegt, die auf die Konferenz einen tiefen Eindruck hinterließ. Auf Grund der von Kaplan geschilderten politischen Lage wurden im Verlauf der Konferenz die Forderungen erörtert, die die amerikanische Palästinabewegung im Zusammenhang mit den zu erwartenden Empfehlungen der Kgl. Kommission erhebt. Der Konferenz lag ein von dem United Palcstine Appeal veröffentlichter Bericht des Londoner Mitglieds des zionistischen Aktions-Comites, Joseph L. Cohen, über die wirtschaftliche Lage in Palästina vor, der m dem Vorschlag gipfelt, die Einwanderung nach Palästina in Zukunft entsprechend der Höhe des investierten Kapitals zu regeln. Nach seiner Meinung wäre es am richtigsten, für )e oll Pfund neu investierten Kapitals einen Einwanderer zuzulassen. Im Anschluß daran erörtert das Memorandum die Möglichkeiten von Landwirtschaft und Industrie und die Aufnahmefähigkeit des Landes für Einwanderer. „Zionisten und Nichtzionisten einig" Der Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas, Dr. S. Wise, erklärte in seiner Eröffnungsansprache ,"■ <<.: Zionisten und Nichtzionisten in Amerika seien einig in der Forderung nach Offenhalten der Tore Palästinas. Dieser Teil seiner Rede fand demonstrativen Beifall der 20)0 Delegierten, unter denen sich neben den Vertretern der zionistischen Verbände auch Repräsentanten anderer großer judischer Landesorganisationen und viele führende Persönlichkeiten des judischen öffentlichen Lebens Amerikas befanden. Weitere Ansprachen hielten Rabbi Goldstein (KKL) und Dr. Benzion M ossins o n (Palästina), Morris Rothenberg, Dr. M. J. Karpf, Senator Rüssel u. a. Der amerikanische Landwirtschaftsminister Wallace hielt eine Ansprache, in der er betonte, daß das Streben sowohl der Juden wie der Amerikaner auf Frieden und religiöse Freiheit gerichtet sei. Juden und Amerikaner seien bemüht, den Traum des Propheten Micha von der sozialen Gerechtigkeit zu verwirklichen. — Im Anschluß an die Konferenz fand unter dem Vorsitz von Dr. Wise ein Festbankett statt, bei dem die S c n a t o r e n B o r a h, L o d g e und Austin, sowie Rabbiner A. H. Silver Ansprachen hielten. Botschaft Roosevelts Präsident Rooscvclt hat an die Konferenz eine Botschaft gerichtet, in der er rühmend von der „Lebenskraft und Vision der jüdischen Pioniere Palästinas" spricht. Gleichzeitig weist der Präsident auf die Bedeutung der Balfo ur¬ Deklaration hin, deren Verkündung sich in diesem Jahre zum 20. Male jährt. In der Schlußsitzung der Konferenz wurde Rabbi Dr. Stephen S. Wise zum Vorsitzenden des United Palcstine Appeal wiedergewählt. Beim britischen Botschafter Am Montag, dem 8. Februar, hat sich eine Abordnung der Konferenz zu dem britisch e n B o t s c h ,- ,' 11 r in W a - s hington begeben, um unter Hinweis auf die Arbeiten der Kgl. Kommission aufs neue das den Juden durch das .Mandat eingeräumte Recht zu betonen, nach Palästina bis zur vollen Ausnutzung der Aufnahmefähigkeit des Landes einzuwandern und Boden in Palastina zu erwerben. Die Abordnung machte gleichzeitig auf die Notlage der Juden in vielen Ländern und das Bedürfnis nach Auswanderung aufmerksam und forderte Entscheidungen „im Geiste edler Großzügigkeit". Ausstellung „Der ewige Jude" Am 31. Januar wurde die Antibolschewistische Schau in den Räumen der Bibliothek des Münchener Deutschen Museums geschlossen. Dabei nahm der stellvertretende Gauleiter Otto Nippold das Wort. Im Berieht der „Münchencr Neuesten Nachrichten" heißt es hierüber: „Er kündigte bei dieser Gelegenheit an, daß die Vorbereitungen für eine neue Ausstellung ,D er ewige Jude' bereits in vollem Gange seien. Für diese Ausstellung, die im Herbst eröffnet werde und ebenfalls eine große Bedeutung zu gewinnen verspreche, habe das Reichspropagandaministerium durch Reichsminister Dr. Goebbels seine Mitwirkung zugesagt, ebenso Gauleiter Julius Streicher und Präsident Amann für den Verlag Eher." Draußen und drinnen Um die Verfassung in USA — Amerikas Juden und Polen — Emigrationsprobleme in Genf — Apologetik? Wir sind manchmal geneigt, unsere eigenen Sorgen ohne einen Blick auf die Lage der |<roßcn Welt zu sehen, und empfinden die besondere Noi, die in der Tat große Teile des jüdischen Volkes luini-tnht, dadurch noch unerträglicher, als sie es in der Tat ist. Line solche Bctraclitungsart ist jedoch nicht allein psychologisch dir die Erhaltung unserer Mut- und Krafti eserveii gefahrlich, sondern auch objektiv falsch. Die tiefe I rsehutteruiig dis jüdischen Lebens in dieser Zeit ist zu einem Teil seilt--! Ausdruck jener großen politischen und sozialen Umwälzungen, in deren Milte die Welt noch jetzt stellt. Was frühere < knenitioueii für unw andelbar angesehen haben, schwindet heute ubei Nacht dahin, und selbst die festesten Verhältnisse sind Keane sichere Basis der Zukunft mehr. Ein Beispiel für diese Entwicklung wurde in den letzten Tagen aus den V c r c i u i g i e n S t a a t e n gemeldet. Dort hat Präsident Rooscvclt in semer Bemühung, die Zenlralgewalt der Regierung zu starken, eine Bolschaft au den Buiideskongreß gesandt, in dem das lUindcsgcriclitssystetn als veraltet bezeichnet wird. Der Präsident verlangt, daß in allen Buiidcsgerichtcn für jeden Richter, der alter als 70 Jahre und 10 Jahre im Amt, aber 0 Monate nach »einem 70. Geburtstag noch nicht zurückgetreten ist, ein weiterer Richter bestellt wird. Eine solche .Maßnahme wurde bedeuten, daß die Zahl der Richter im Ober.shii Bmidesgciacht von 9 auf 15 erhöht werden kann. Damit könnte Roosevelt einen „P a i r s s c h u b" an diesem Gerichtshof vornehmen, der bekanntlich im Jahre 1935 die von Roosevelt eingeleitete Wirtschaftspolitik dadurch unmöglich gemacht hat, daß er die betreffenden Gesetze für verfassungswidrig erklärte. Eine solche Entscheidung könnte der Gerichtshof natürlich auch jetzt im Lalle des von Roosevelt vorgeschlagenen Gesetzes treffen; dann aber besteht wohl kein Zweifel darüber, daß der amerikanische Präsident eine V c r f a s s u n g s - änderung mit Hilfe des Kongresses herbeiführen wird. Diese Entwicklung hat für uns zunächst deshalb Interesse, weil zwei der Richter im Obersten amerikanischen Hundesgerieht Juden sind, nämlich Louis D. B r a n d e i s, der als der „radikale" Exponent im Richicrkollcgiuui gilt, und ein Gegner der Uebergriffe der großen Kapitalkouibiiiationen ist, und Benjamin Nathan C a r d o / <>, ein außerordentlich bedeutender Jurist, „erst" 07 Jahre alt und daher der jüngste in diesem Kollegium. Abgesehen hiervon aber bedeutet der Vorstoß Roosevelts eine deutliche Eingliederung der politischen Entwicklung der Vereinigten Staaten in die Linie zahlreicher anderer Länder, die in der Stärkung d e s Zentralismus einen Weg zur Bewältigung der politischen und ökonomischen Schwierigkeiten sehen. Die Streikwelle, die über die Vereinigten Maaten in diesen Wochen hinweggeht, beleuchtet die inneren Schwiei igkeüen des l amlcs deutlich. Für die a m e r i k a u i s c h e J u d c n h e i t i -i mit einem Durchdringen der Roosevcltschen Gedanken gewiß keine unmittelbare Gefahr verknüpft, da die gegenwärtige K'egiet ung von antisemitischen Ideen frei ist. I Hnuioch iniiß sie den Wandel der verfassungsmäßigen Grundlagen, der sieh auch in Ex-\. anbahnt, mit Aufmerksamkeit beachhu, da eine derartige Veränderung über die Wirkungsdauer der jetzigen Regierung hinaus von Bedeutung bleiben wird und sonnt auch dir das zukünftige Schicksal der amerikanischen Juden von einschneidender Wirkung werden kamt. Amerikanisch-jüdische Kreise haben sich vor kurzem mit dem Schicksal der polnischen Juden beschäftigt. In einer vom A in e r i c a u J c w i s ii C o n g r e s s gefaßten Entschließung wird insbesondere betont, daß die Frage der polnischen Juden nur in Polen selbst gelost werden kann, und es wird gegen die Evakuienmgsprojekte Stellung genommen. Gegen diese Erklärung hat sich nun der polnische Ministerpräsident in einer Senatsrede gewandt und davon gesprochen, daß er dem Druck, der von Jen Juden Amerikas auf Polen beabsichtigt sei, nicht nachgeben werde. In dieser Diskussion scheint ein Mißverständnis zu walten. Das amerikanische Judentum, das zu einem erheblichen Teil aus polnischen Juden besteht und durch zahllose Verbindungen verwandtschaftlicher Art mit den Juden Polens verknüpft ist, kann an dem Schicksal seiner Bruder nicht ohne Teilnahme vorbeigehen. Die Menschen, die heute in Amerika für die dortigen Juden das Wort ergreiten, sind selbst noch zu erheblichem Teile aus Europa eingewandert und kennen daher die Bedeutung des Emigrationsproblems aus eigener Erfahrung. Es wird auch niemand in Amerika geben, der nicht an einer Förderung der jüdischen Auswanderung aus Polen und anderen Ländern interessiert wäre und sich bemühen würde, die Möglichkeiten für die Aufnahme jüdischer Auswanderer in überseeischen Ländern zu studieren und zu erweitern. Wenn aber von polnischer Seite immer wieder betont wird, daß eine weitgehende Evakuierung der Juden aus Polen notwendig sei, weil die Juden für Polen auf die Dauer kein erwünschtes und geeignetes Element der Bevölkerung darstellen, so muß dadurch der Umfang der Allswanderungsmöglichkeiten, der an sieh schon zu gering ist, nur nöch verkleinert werden. Mit Recht hat man in der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.