Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 9 (2.2.1937)
- Date
- 1937-02-02
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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~4 2 1337 Nr. / Jahrgang 42 Pre s 29 Rpf. JUDISCHE RUNDSCHAU Sdirlf tlaltnBg,Vaiiag n. AnxalganvarwaJtiuigt BcrllnW IS, Malnakaatr.10 Fernruf i Samtnal-Nummer Jl (Blumardc) 9031. - Bezugspreis einschließlich Bestellgeld ie Monat RM 2,-, je Vierteljahr RM 5,75, bei Abholung RM 1,88 bzw. RM 53 — Postscheck . Konten der Vertrieb« - Abteilung Berlin 715 73 (für Groß - Berlin), Berlin 173 92 (für Ha» übrige Reich). In Fällen höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung etwa schon gezahlter Bezugsgebühren. — Erschallst Jeden Dianatag and Freitag. BERLIN ,"snn «"D DIENSTAG, 2. FEBRUAR 1937 Gültig. AnzelffenproUIUte Kr. S. Di« 12 gespaltene mm-Zeil« 20 Rpf., für Familien - Nachrichten 15 Rpf. Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Plätzen wird keine Gewähr geleistet GelegenHeitsanzeigen nur gegen Vorauszahlung auf Postscheck - Konto Berlin 71618 oder bar Montag bis Freitag 9—18 Uhr- AnnahmeschluS für die Dienstag Ausgabe Montag 10 Uhr, für die Freitag »Ausgabe Mittwoch 13 Vht. <Für Familien-Anzeigen am Tag vor Erscheinen 13 Uhr) Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. (Baseler Programm) „Tag ohne Juden" An der Warschauer Universität Warschau, 29. Januar. (JTA.) Die Nationaldcmokraten hatten in Warschau einen „Tag ohne Juden" für alle Hochschulen proklamiert. Am frühen Morgen nahmen starke Abteilungen nationaldemokratischcr Studenten an den Eingängen aller Hochschulen Aufstellung, um Juden am Betreten der Hochschuigebäude zu verhindern. Auch jüdischen Dozenten wurde der Eintritt verweigert. Zehn jüdische Studenten, denen es trotzdem gelungen war, in die Universität zu kommen, wurden auf dem Hof von Nationaldcmokraten überfallen und furchtbar mißhandelt. Auch vor dem Universitätsgebäude wurden Juden verprügelt. 12 jüdische Studenten wurden verwundet, 3 von ihnen so schwer, dali sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Die Universitätsbehörden haben gegen die Angreifer nichts unternommen. Keiner von den Exzedenten wurde festgenommen. Ueberfälle auf jüdische Studenten wurden auch auf der Warschauer Technischen Hochschule verübt. Um 3 Uhr nachmittags beschlossen die nationaldemokratischen Studenten, die Blockade der Universität zu erklären und sie wie anläßlich der Blockade im November vorigen Jahres zu besetzen. Die Nationaldemokraten zogen jedoch ab, nachdem sie von der Polizei aufgefordert worden waren, das Universitätsgebäude binnen 5 Minuten zu räumen. An den Warschauer Hochschulen wurden von den Nationaldcmokraten 1- I u g b 1 ä 11 e r verteilt, in denen es u. a. heißt: „Studenten! Schreckt nicht vor Brutalität zurück und sagt nicht, daß dies häßlich sei. Die Worte Fortschritt, Wissenschaft und Demokratie klingen schön, hinter ihnen aber verbirgt sich der abstoßende jüdische Geist. Trefft ihr in irgendeinem dunklen Winkel einen Juden oder Kommunisten, dann schlagt ihn, schlagt ihm das Eisen in die Zähne. Fürchtet nichts, bereuet nichts! Wenn ihr schon Reue empfindet, dann darüber, daß ihr zu wenig geschlagen habt. Lehret den Juden, daß er nicht bloß links zu sitzen hat, sondern die Universität überhaupt räumen muß, und nicht nur die Universität, sondern ganz Polen." Auch gegen die Verbreitung dieses Flugblattes sind die Universitätsbehörden nicht eingeschritten. In Wilna hat der dortige Universitätsrektor, Professor S t a n i e w i c z, den jüdischen "Abgeordneten Rabbiner *R u b i nstein ersucht, die jüdischen Studenten zu einem Kompromiß in der Sitzordnungsfrage zu bewegen. Falls es zu einem solchen Kompromiß nicht komme, werde die Universität abermals geschlossen werden müssen. Der Rektor der Warschauer Universität, Dr. Antoniewicz, dementiert die Meldung, daß er einer jüdischen Abordnung erklärt habe, die Einführung besonderer Plätze für die jüdischen Studenten komme überhaupt nicht in Betracht, und daß er bestrebt sei, die Ordnung an der Hochschule durch strenge Bestrafung der Schuldigen wiederherzustellen. Unter den jüdischen Studenten, die bei den Unruhen an der Warschauer Universität schwer verletzt wurden, befindet sich auch der Sohn des Abgeordneten Dr. Gottlieb, der Hörer der philosophischen Fakultät, Chaim Gottlieb. Er steht in Krankenhausbehandlung; sein Zustand ist ernst. Amtlich wird mitgeteilt: Da festgestellt wurde, daß im Kreis Wysoko-Mazowieck eine weitgehende Beruhigung der Gemüter eingetreten ist und die Ausschreitungen aufgehört haben, hat Innenminister General Skladkowski angeordnet, daß die Reservepolizei in dem Kreis Wysoko- Mazowieck verringert und der nationaldemokratische Rechtsanwalt Marian Jursz aus dem Konzentrationslager Kartus- Bercza entlassen werde. TodesopSer in Lodz Warschau, 31. Januar. (JTA.) In der Nähe der Zentrale der Nationaldemokratischen Partei in Lodz wurden mehrere Juden überfallen. Der 22jährige Sohn des Vorsitzenden der Agudas Jisroel, Ortsgruppe in Lodz, Simon Chelmncr, wurde getötet, drei andere Personen, unter ihnen eine Frau, wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Polizei ist es bisher noch nicht gelungen, die Mörder ausfindig zu machen. Chelmncr ist das fünfte Todesopfer des nationaldemokratischen Terrors in den letzten Monaten. Die Lodzer Jüdische Gemeinde übernahm das Leichenbegängnis und widmete ihm ein Ehrengrab auf dem jüdischen Friedhof. Am letzten Markttag ist es in Dzialoszyn (Kreis Wielun) zu judenfeindlichen Ausschreitungen gekommen. Die von Agitatoren aufgehetzte Menge stürzte die Marktstände der jüdischen Händler um und verstreute die Waren. Mehrere Juden wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Eine größere Polizeiabteilung wurde aus der Kreisstadt Wielun entsandt und stellte die Ordnung wieder her. Mehrere Personen wurden verhaftet. Vor dem Kreisgericht L o m z a wurde der Prozeß gegen 20 Nationaldemokraten eröffnet, die beschuldigt sind, an den judenfeindlichen Ausschreitungen teilgenommen zu haben, die im August v. J. in dem Städtchen Lugoszodle stattfanden. Eine große Zahl von Geschäften war bei diesen Ausschreitungen geplündert worden. Sechs Juden erhielten erhebliche Verletzungen. Zu dem Prozeß sind 60 Zeugen geladen, unter ihnen 41 Juden. Neuer Vorstoß gegen Schechita W a r s c h a-u, 27. Januar. (JTA.) Die Abgeordnete Frau P r y s t o r, auf deren Betreiben hauptsächlich das die rituelle Schächtung kontingentierende neue Tierschlachtungsgesetz in Polen zustande gekommen ist, hat in der Budget- Kommission des Sejm, obwohl sie dieser nicht angehört, als Gast einen neuen Vorstoß gegen die Schechita unternommen. Sie erklärte, das neue Schlachtlingsgesetz habe bisher keine Sanierung der ungesunden Verhältnisse auf den Fleischmärkten der größeren Städte herbeigeführt. Es bestehe auch gar nicht die Aussicht, daß der wirtschaftliche Zweck des Gesetzes, der neben dem Motiv des Tierschutzes wesentlich sei, in naher Zukunft verwirklicht werden wird. Die Rednerin versuchte die Loyalität der jüdischen Bürger Polens in Zweifel zu ziehen und behauptete, daß die Durchführung des Gesetzes von den Juden sabotiert werde. Dabei erklärte sie, man habe ihr zu Unrecht judengegnerische Neigungen vorgeworfen, die ihrer weiblichen Natur ganz fremd seien. Sie würde gerne die Juden als loyale, gleichberechtigte Bürger sehen, aber die jüdische Gegenseite komme diesem Wunsch nicht entgegen. Steinberg bleibt in Palästina Lösung des Vertrags mit dem Kaitarband Der Jüdische Kulturbund Berlin teilt uns mit: Kapellmeister Hans Wilhelm Steinberg hat die Leitung des Jüdischen Kulturbundes Berlin um Lösung seines Vertrages gebeten. In einem ausführlichen Schreiben legte er die Gründe für seinen Entschluß dar. Mit der Vorbereitungsarbeit Steinbergs für die Toscanini-Konzerte in Palastina und den eigenen Konzerten hängen auch ausländische Verpflichtungen außerhalb Palästinas zusammen. Eine zusammenhängende künstlerische Arbeit wäre unter diesen Umständen — zumal T o s c a n i n i in diesem Herbst wieder nach Palästina kommt — für Steinberg in Berlin unmöglich geworden. Das Ausmaß seiner Arbeiten in Ercz Israel konnte Steinberg bei Abschluß seines Berliner Vertrages noch nicht übersehen. Er bleibt — und das ist das Versöhnende seines schwer gefaßten Entschlusses, nicht zurückzukehren — der jüdischen kulturellen Aufbauarbeit in Palästina erhalten. Aus diesem Grunde, und um die künstlerischen Zukunftspläne Steinbergs nicht zu hemmen, hat Intendant Dr. Kurt Singer dem Ersuchen Steinbergs stattgegeben. Kapellmeister Rudolf Schwarz, der aus seiner Tätigkeit als erster Kapellmeister am Landestheater Karlsruhe bekannt ist, und der sich im Jüdischen Kulturbund Berlin mehrfach am Opern- und Konzertpult bewährt hat, leitete bereits die musikalische Vorbereitungsarbeit für die kommende Oper („Die lustigen Weiber von Windsor"); er wird das Werk auch alternierend mit Kapellmeister Berthold Sander dirigieren und ist gleichzeitig für eine Konzert- Serie noch in dieser Spielzeit an den Jüdischen Kulturbund Berlin verpflichtet worden. Die jüdische Oeffentlichkeit Berlins wird Steinberg nur mit Bedauern aus Berlin scheiden sehen. Obwohl er erst verhältnisrnäfiig kurze Zeit das Orchester des Berliner Kulturbundes leitete, hatte seine starke künstlerische Persönlichkeit sich bereits zahlreiche Freunde gewonnen und berechtigte zu vielen Hoffnungen für die weitere Entwicklung der musikalischen Kulturbund-Arbeit. Andererseits wird die Tatsache, daß er für das künstlerische Leben Palästinas gewonnen wurde, alle Palästinafreunde mit Befriedigung erfüllen. Das jüdische Weltproblem In der „Times" vom 29. Januar plädiert Lord Melchett in einem Brief dafür, daß man die Judenfrage unter weiteren Aspekten sehen solle. Es sei in der Tat — wie „Times" in ihrem Leitartikel gezeigt hatte — den Zionisten nicht möglich, Konzessionen auf Kosten der jüdischen Massen zu machen; bei der so dringenden Notwendigkeit der jüdischen Wanderung und dem Erfolg der jüdischen Arbeit in Palästina wäre dies auch gar nicht vor der Zukunft zu verantworten. Deshalb müsse man die Frage unter größeren Gesichtspunkten betrachten. Vor allem solle man einmal die Lage der arabischen Nationen abwägen gegen die Lage des jüdischen Volkes. Nirgendwo in der Welt wird das arabische Volk verfolgt, und infolge des Krieges erfreut es sich in mehreren arabischen Staaten nationaler Unabhängigkeit. Er wünschte, daß nur die. Hälfte davon auf die Juden zuträfe. Es habe sich jetzt wieder gezeigt, daß das Palästina- Experiment in einem Kessel vonstatten ginge, der zu klein ist, um den Druck auszuhallen, der durch den unvermeidlichen Widerstand erzeugt wird. Wenn Transjordanien, das heute verlassen und verödet sei, dem belebenden Einfluß einer intensiven Siedlung und Entwicklung geöffnet würde, so könnte dieser zusätzliche Faktor zur Lösung beitragen. Die Gewährung einer ausreichenden Einwanderungsmöglichkeit in Palästina wäre eire der Möglichkeiten, durch die England und der Völkerbund zur Lösung der Frage beitragen könnten. _ Vertreter der Jerusalemer Universität bei holländischem Unterrichtsminister. Unser RL.-Korrespondent schreibt uns aus dem Haag: Im Rahmen der Aktion für die Hebräische Universität Jerusalem, die zur Zeit in HoHand durchgeführt wird, wurden die Herren Prof. A. Frankel und Dr. Kurt Kanowitz,vom holländischen Minister für Unterricht, Kunst und Wissenschaft, Prof. Dr. J. R. Slotemakerde B r u i n e, empfangen. Der Minister ließ sich eingehend über Arbeit und Aufbau der Universität, über ihre Fakultäten und <tie Studentenschaft berichten. Er interessierte sich auch für Rechts¬ und Verfassungsfragen. Prof. Slotemaker de Bruine gab seiner tiefen Beziehung zur Bibel Ausdruck und bekundete schließlich sein außerordentliches Interesse und seine tief empfundene Sympathie für die Universität Jerusalem. Verschobene Reise? Die Reise Dr. Weizmanns nach Amerika, die bereits für vorige Woche in Aussicht genommen war, ist, wie aus London gemeldet wird, verschoben worden. Wir können uns vorstellen, daß in diesem Augenblick, nach Abschluß der Arbeiten der Peel-Kommission und vor der grundsätzlichen Neugestaltung der britischen Politik im Nahen Osten, Weizmanns Anwesenheit in London wichtig ist. Audi kann man es verstehen, wenn nach der außerordentlichen physischen und seelischen Anspannung der letzten Wochen der verantwortliche Repräsentant des jüdischen Volkes in der ruhigeren Atmosphäre Londons Atem schöpfen will — für einen so sich selbst im Wirken verzehrenden Mann ein unerläßliches Erfordernis. Und doch möchten wir aussprechen, daß die jüdische öffentliche Meinung etwas irritiert ist durch die Unbestimmtheit der letzten Nachrichten, denn Weizmanns Reise nach Amerika wurde diesmal mit noch größeren Erwartungen verbunden als sonst. Galt es doch nicht nur, den Kontakt mit der gewaltigen Judenmasse Amerikas wiederaufzunehmen und vielleicht gewisse innerhalb der amerikanischen Judenheit vorhandene Spannungen zu glätten, sondern auch eine politische Macht, die in ihrer Art trotz scheinbarer Isolierung -~- an allen Weltfragen und insbesondere auch an den Problemen des Orients Anteil nimmt, für die besonders kritische Phase der Palästina-Politik und deren Zusammenhang mit der so akut gewordenen Judenfragc Europas, erneut zu interessieren. Die amerikanischen Zionisten haben gewiß die Möglichkeit, dies zu tun, und die Verdienste, die sie sich durch ihre politische Mitwirkung in Amerika um die Palästina-Sache in den letzten 20 Jahren bei mehreren Gelegenheiten erworben haben, sind unvergessen. Trotzdem empfinden wir es als wichtig, daß der Präsident der Jewish Agcncy selbst in einem solchen Moment mit einer freundlich gesinnten Macht zu direkter Aussprache kommt. Noch eins darf nicht übersehen werden. In einem so demokratischen Land wie Amerika ist nicht nur die Regierung ausschlaggebend, sondern die Volksmeinung. In der öffentlichen Meinung Amerikas gibt es viele mächtige Strömungen, die ideologisch unterbaut sind und von prinzipiellen Gesichtspunkten aus die Probleme anderer Länder behandeln. So wird auch das Palästina-Problem viel diskutiert, und nicht nur der jüdische Standpunkt wird dabei gewürdigt. Eine auf objektives Denken und liberales Fühlen bedachte Welt wie die Amerikas steht hier in der Tat vor einer schweren Entscheidung, da sie immer bemüht ist, beide Positionen zu würdigen; das Bestreben, auch dem arabischen Standpunkt Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, taucht gerade in einer räumlich und sachlich so unbeteiligten Sphäre, die sich ihr Urteil lediglich unter ideologischen Gesichtspunkten bildet, auf. Der Zionismus hat unter den Nichtjuden Amerikas eine große Zahl aktiver Freunde. Es handelt sich, wenn Weizmann jetzt nach Amerika kommt, nicht so sehr darum, diesen oder jenen zu überreden oder zu einer Stellungnahme der Sympathie für die Juden zu bewegen; so wichtig diese Dinge sind, wir sind doch nach einer Erfahrung von 20 Jahren schon darüber hinaus, sie zu überschätzen. Aber es könnte u. E. gerade in Amerika versucht werden, durch die „guten Dienste" eines ganz außenstehenden, ganz weit entfernten und uninteressierten Faktors, eine großzügige neue Konzeption vorzubereiten. Dazu wäre die aktive Hilfe von wirklichen Freunden notwendig, die sich darüber klar werden müssen, daß eine Bereinigung, durch die man einen Konflikt lösen oder zumindest stark reduzieren will, nicht durch gutes Zureden allein erfolgen kann, sondern nach dem Prinzip des gegenseitigen Gebens und Nehmens, durch das die scheinbar schroff entgegengesetzten Interessen sozusagen auf einer höheren Ebene zu einer Art Gleichklang gebracht werden können. Vielleicht kann nur ein außenstehender, aber einsichtiger und hilfsbereiter Freund einen solchen Weg ebnen, den die Beteiligten selbst nicht mehr finden können. Man muß sich überlegen, was man dem oder jenem zu bieten hätte. Im übrigen gibt es in Amerika nicht nur ein starkes und blühendes Judentum, sondern auch Araber, wenn auch in weit geringerem Ausmaß. Der Versuch, von dort aus eine allmähliche Klärung, natürlich mit unendlicher Vorsicht und Delikatesse, zu versuchen, scheint uns jedenfalls lohnend. Und in der naiven Meinung vieler Juden scheint es, daß ein Mann wie der Präsident der Vereinigten Staaten, ein Freund Englands und Freund der Juden, hier in einer Sache, die abseits der die Welt vor allem in Spannung haltenden europäischen Grundfragen doch ein wichtiges Teilproblem der heutigen Welt betrifft, der Menschlichkeit und dem