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Jüdische Rundschau · 1937-01-29 · Heft 8 (29.1.1937) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 8 (29.1.1937)
Date
1937-01-29
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU RUNSSCHAU Nr. 8, 29. JANUAR 1937 Rundblick auf die Sportplätze ere2 |srae| und die III. Makkabiah SQddeutsche Makkabimelsterschaften In Frankfurt In Frankfurt fanden im Fußball die Vorspiele um die Meisterschaft des Süd westdeutschen Makkabi kreis es zwischen den beiden üruppeflfneistern Bar Kochba Frankfurt (Meister der (.kuppe Main) und Bar Kochba Mannheim (Meister der Gruppe Rhein- Neckar) statt. Die badische Mannschaft legte sich mit einem Kampfgeist und einer Energie, die unbedingt zum Siege hätten führet) (tollen, in« Zeug. T rot/cm gäb es eiriefi 3:2- (2 : I)-Sieg der Frankfurter MäkkÄblftt, die Irl der ersten Hälfte stark überlegen Waren. Der Frankfurter Sturm zeigte gute Zusammenarbeit; allerdings fiel der Mittelläufer Herrsch stark ab. — Die Mannheimer 'Reserve waf durch die Ncucinstelltmg zweier Düsseldorfer Spielet Wesentlich ver« stärkt worden; ihr 2 : 1 -Sieg gegen Frankfurt entsprach durchaus dem Spielverlauf. — Ihr Kochba Frankfurt Schüler gewannen mit 1:0 (0:0) gegen Mannheim* Im I i a n d b a 11 trafen die Frankfurter Bar KochrSäflcr auf eine kombinierte I letrcnmnilüschaft des Bar Kochba Mannheini - Bar Kochba Offenbach, JjB. Hanatl, die sie mit 5:2 (0:2) Toren ohne Schwierigkeiten schlagen konnten. Die Damen des Mar Kochba Frankfurt und des Bar Kochba Mannheim spielten Unentschieden 1:1 (Ö:Ö). W. Frankfurter Hockey Bar Kochba Frankfurt Merten gegen Schild Frankfurt Fferrer I 0:5 (0:2); Bar Kochba Frankfurt Dahlen gegen Schild Frankfurt Damen 0:2 .(0:1). Damenhandball In Magdeburg Der JTSV. Makkabi Magdeburg lud die Mitglieder def Jüdischen Gemeinde zu dem ersten jüdischen Damenhandballspiel ein. Zwei DamenmannscHaften des Bar Kot hba-I lakoah Berlin fühlten dieses Spiel aus. Sie zeigten den Magdeburgern ein faires Und flottes Spiel. Beide Mannschaften waren gleich stark lind so kalrt es zu keinem Tor. — Vorher spielte Makkabi Jugend Magdeburg gegen Bar Kochba-Hakoah Jugend Berlin. Das Spiel endete mit eineitl j Sieg von 3:0 für Berlin. Gegenüber cleli früheren Spielerl zeigte dieses bei detl Magdeburgern ein besseres ZiisantWeH* spielen, doch mußten sie sich wiederum mit einer Niederlage abfinden. Rundensp ei In Leipzig Zu einem Rundenspiel trafen sich der ISC. Hagibor und der 1BC. Makkabi Berlin in L e I p z, i g. Zunächst spielte die II. Mannschaft des Hagibor gegen die Alte-Mcrrcn-Mannschaft des Bar Kochba. Beide Mänhschatleii lieferten ein sehr faires und schönes Spiel, das mit einem 6:3-Slcg für Leipzig endete. Das Jugend-I ußballspiel gehörte zu dem schönsten des Tages, In dem Uelde Vereinö' zeigen konnten, daß sie über einen erfreulichen Nachwuchs verfügen. Es wurde sehr flott und mit großem Kehwtihg auf beiden Seiten gespielt, und so War auch das Ergebnis 1:1. — Das H a h d - balispiel der 1. Mannschaften des Makkabi und des Bar Kochba war, behindert durch den Schnee, ziemlich schwach. Die Leipziger waren leicht überlegen und gewannen 4 : 1. Auch das F u (1 b a 1 1 s p i e I entbehrte des gewohnten Niveaus und endete mit einem 3 : 1-Sieg für Leipzig. Was Palästina einzusetzen hat * Makkabi-Trainingslager im Bröltalhaus Vom 31. Januar bis 7. Februar veranstaltet der Deutsche Makkabikrcis ein zentrales Trainingsleiter-Seminar im Bröltalhaus bei Köln. Aehnlich wie bei dein letzten großen Seminar in Herrlingen werden etwa 30 der besten Vcreinsführcr des Makkabi für ihre weitere intensive Arbeit ausgebildet werden. Während der Tage im Bröltalhaus wird folgendes Programm abgewickelt werden: A. Sportliches Programm! Turnen ohne 'uriitc: Dr. Hans Kuhn. Hallenspiele: Dr. Kurt Lewin. Ki>r|H'r*iralni){(: Di. Hans Kuhn. Zweckgvmnastik: Dr. Kurt Lewin. Rhythmische Gymnastik: Julius Goldberg. Geräteturnen: Dr. Hans Kulm. B. Pädagogisches Programm: » „Methodik und Inhalt un-crer Erziehungsarbeit": Sicldy Onlrlschmidt. „Der Sport als K.ikti>r de* i «•«• ll.-w-hat't-lcbcns": Dr. Kurt Lewin. „Formen jüdocher Selbslv ci waltung": Dr. Franz Mryer. „YVirt- «~halt»polii Kche Fragi n Pal-islina',": Georg Guthniann. „Die Er- «rheiiimig '1 licmlor II er/!-.": SiJdy tloULchmUt. „lüdk-che Palustina- Kolonisation an Hand des Budgets der Jewish Agcncv": Dr. Jos. Neubörger. „Das Piilii .:!im Mandat": Dr. Kurl Lewin. „Das Gesundheitswesen in Palästina": Dr. Bernhard Marx, „Vehlingen mit prakÜMlieu Beispielen über Saatrermmtaltungen und Sportfeste": Dr. Haus Kulm, Dr. K<nt Lewin. ,,DasS jüdische Volkslied": Julim Goldberg. „Lehmigen für Singest unden": Julius Goldberg. „Die „Geschichte der Jugendbewegung": Dr. Ilardi Swarsensky-. „Privates und nationales Kapital beim Aufbau von Eres Israel": Dr. Flardi Swarsensky. Was bringt der Sonntag? Offenbach a. M. Auf dem Sportplatz des VfR. Offenbach. Fußball: 12 Uhr: Schülerniannschaften des MB. Hanau-Bar Kochba Offenbach gegen Bar Kochba Frankfurt; 13 Uhr: Jugcndmaimscliaften JjB. Hanau-Bar Kochba Offenbach gegen Bar Kochba Frankfurt; 15 Uhr: Städtemannschaft JJB. Hanau-Bar Kochba Offenbach gegen Bar Kochba Frankfurt I. Handball: 11.15 Uhr: Dameneinheiten JJB. Hanau- Bar Kochba Offenbach gegen Bar Kochba Frankfurt Damen I. Am 1. Februar beginnt der Turn- und Spielbefrieb der Berliner Makkabivereine wieder in vollem Umfange. Lewis gewinnt New-Yorker Florettfechten. Der berühmte jüdische Fechter und Olympiazweite von Los Angelos, Norman Lewis, gewann das diesjährige Tournier des NYAC. ganz überlegen und sicherte sich den 1. Platz im Florettfechten. Wetterbericht vom Keilberg Datum: 27. Januar. Ein Jahr der sportlichen Vervollkommnung und intensiven Trainingsarbeit trennt uns von der dritten Makkabiah Im Frühjahr 1938. Welche» sind die Aussichten Lrez Israels bei den sportlichen Wettkämpfen? Die Beantwortung dieser Frage ist natürlich nicht leicht, denn zu ihrer Klärung müßte mar! die Frage „Wer kommt zu den Wettkämpfen?" vorausschicken. Die „Waffen" des palästinensischen Makkabi stehen jedoch schon heute ziemlich fest. Ich will mit dem Hauptsport des reichhaltigen Programms, mit der Leichtathletik, beginnen. Während E:ez Israel bei der ersten Makkabiah keinen einzigen ersten Platz in diesem Sportzweig besetzen konnte, glückte ihm bei der II. Makkabiah nebst vielen Plätzen ein Sieg von Dov Rabinowitsch im Speerwerfen. Diesmal erscheint neben Dov noch Arie (Leo) Attermami mit großen Chancen im Speerwerfen. Beide Athleten werfen konstant über 52 in weit und mit dem Diskuswerfer Still im Bunde zählen sie zu den größten Hoffnungen Erez. Israels. — In den Sprints ist der „alte'" Maranz dem jugendlichen Nachwuchs noch immer überlegen, doch dürften seine Resultate nicht genügen, um im Finalkampfc eine Rolle zu spielen. Die „europäischen" Klassesprinter wie Theo Levy, Sicgmund Klein, Dr. Dreycr, Brüder Kurz, Martin Rosenfhal, Weil, F'erry Horn, Siggi Rosenberg u. a. haben den aktiven Kampfsport aus beruflichen Gründen an den Nagel hängen müssen, der Pole Lichtblau ist dem Hapocl beigetreten. — Bessere Hoffnungen haben wir in der Mittelstrecke, wo der Balkaniadensieger Leon Passi, der erst kürzlich wieder sein regelmäßiges Scharfes Training aufnahm, der berufenste Vertreter unserer färben ist. — In den längeren Strecken werden die jugendlichen Shiinon Wakimann aus Rcchoboth und der Jemcflltc Ischaya Baschart um ehrenvolle Platze kämpfen. Beide verfügen über einen schönen Laufstil, über Kampfgeist und Energie. Bei der zweiten Makkabiah belegten sie die beiden erMen Plätze Im 800-m-Jugcndlauf. Späterhin gelang es Beiden, über 1500 ni mit guten Zeiten Passi zu schlagen. — Im Marathonlauf wird der Schreiber dieser /eilen voraussichtlich Palästina vertreten. — In den technischen Disziplinen und Mchrkämpfcn wäre nebst Attermaun der vielseitige Amichai Kaspi zu nennen, der sich auch auf der zweiten Makkabiah im Hürdenlauf, Zehnkampf, Weitsprung und Dreisprung hervortat. Mit nicht geringer Hoffnung werden unsere weiblichen Athleten an den Kämpfen Anteil nehmen und den deutschen, österreichischen und polnischen Makkabioth, sowie den Amerikanerinnen das Siegen gewiß nicht allzu leicht machen. Jaffa Cohen, Rachel Slouimsky, Ada Yehudaith, Ada Avuod, (iira Schapira, Margalith Sapir und Frcdja Berson sind die aussichtsreichsten Repräsentantinnen unseres Frauenteams zur Makkabiah. Sollte jedoch auch der „llapoel" teilnehmen, dann würden seine Vertreterinnen — besonders Sonja Lewin, Oyszik und Viktoria Lerncr in den Würfen eine Rolle spielen, der wohl nur die Amerikanerin Copland gewachsen wäre. Große Aussichten hat Erez Israel diesmal im Fußball. Der starke internationale Verkehr (Spiele in Amerika und die Gastspiele der Rumänen und Wiener in Frez Israel) einerseits und die Erwerbung erstklassiger Trainer (l'o'lak, Lciscrowitsch, Heß, Ncmesch) und erstklassiger Spieler (Donnenfeld lt. a.) andererseits haben den Fußballsport auf eine solide Grundlage gebracht. Der palästinensische Fußballsport verfügt über ein reichhaltiges Nachwuclismaterial. Im Handball und Hockey ist die sportliche Stärke gewachsen. Das Handball- oder llockevtcam, das 10JS Lrez Israel besiegen will, darf dessen Spte's'ärke keinesfalls unterschätzen. Besonders der Hockeysport w i d a'Jmäli'ich popu'är. Es gibt in Haifa, Jerusalem, Tel-Awiw, Rcchoboth und Nafhania 15 jüdische Ffockeyteams gegen 3 bei der ersten Makkabiah. Im Boxen werden neben Siggie Stadtländer dessen Schüler Davidowitsch, Yacoby und der Jcmcnite Ezra, sowie der Pole Binder und der Schwergewichtler Weißberg zu finden sein. Hier verfügt auch der Hapocl in den Wiener Meisterboxern Haas und Lindenheim, sowie in den Polen Biernbaum und Bornstein über starke Waffen, doch sind die Ringbegegnungen in Erez Israel leider viel zu selten, um unseren Boxern das nöüge Selbstvertrauen für schwere internationale Begegnungen zu verleihen. Hier werden wohl wieder die Holländer, Amerikaner und Südafrikaner neben den Polen, Deutschen und Wienern a's Titelhalter hervorgehen, während uns die bescheidenere Rolle von Teilerfolgen zufallen dürfte. Im Ringen sind wir sehr schwach. Micki Hirschl und ein Teil seiner Wiener Klubkameraden gehören dem „llapoel" an, und abgesehen von ein bis zwei Kampfabenden wurde weder dort noch im Makkabi wahrend der letzten beiden Jahre in diesem Sportzweig, in dem gerade Juden (Hirschl, Kurland, Leucht) olympische Ehren ernteten, ernstlich gearbeitet. Im Fechten arbeiten Ing. Popper, Ing. Brammer, Frl. Salomen, Dr. Kivowitseh, Dr. Thalhofer und Hr. Wirtschafter an der Ausbildung des Nachwuchses, der nicht untalentiert ist. Im Schwimmen steht der Makkabi Haifa, der über das schöne Stadion in Beth üalini verfugt, an erster Stelle. Der Arbeit Ernst Weiglers und seiner Helfer ist es gelungen, eine Reihe talentierter Jugendschwimmer herauszubringen, (loch, wird es noch eine Weile dauern, bis sie „olympiareif" sein werden. Vorläufig dominieren noch Vago und Wilhcim. — Auch die palästinensische Wasserball- Sicben mit Gyuri Flcsch, Maggy Ro.cnblati, Jcnoe I lirschier, Vago, Wilheim'-- ergänzt dureh einige jüngere Leute, kann jedem europäischen Makkabiteam einen starken Gegner abgeben. — Der I r a u c n - S c. h w i m m s p o r t ist etwas zurückgegangen. Hier verfügen wir über keine Individualitäten von Klasse. Uns fehlt die nötigt; Grundlage, um eine „Schwimmet innen I h nasiic" zu si haften, wie z. 15. die Wiener I lakoah, die mit di n Meisterschat't'-si.-gen Hedv Bienenfeld- Werthcitncrs und 1 ritze I.oewvs begann und in den Siegen und Rekorden von Judith Deutsch, Ruth Langer und Gerda Gottliebs ihre würdige Fortsetzung fand, litis fehlt vor allem ein richtiges Schwimmbassin in 'I el-Awiw und hieimit die Möglichkeit zu regelmäßigen 'I raiitings und Wettkämpfern Im Tennis tibi rra-i hte Lrez l-racl schon bei der zweifen Makkabiah. Seit damals machte dieser Sport unter der Leitung der Bcrufsti aincr I )a\ idman und Lehrfe'd grobe I orKchnite. Zum ersten Male grlaiig c< einem Juden, den High Cumniissiotier-Pokal — gleichbedeutend mit der Meisterschaft des Landes /u erwerben. Es war dies öer '1 vl-Awiwcr Makkahim.'imi Radcvan. der auch gemein .am mit seinem Haider das das Double gewann, i leide spielt man nicht nur in den größeren Städten, sondern auch in der Provinz liberal! 1 ennis. Es entstanden auch in den kleineren Kolonien schone Courts, und fast ohne Unterbrechung wild Sommer und Winter im Laude 1 ennis gespielt. Im Geräteturnen macht skh der Mangel geeigneter Gerate fühlbar. 1 Vber sämtliche (icräte verfugen bloß <be Vereine von Jerusalem, Haifa und Tel-Awiw, wahrend sieh Rcchoboth und I Ytach-Tikwah mit je einigen Geraten begnügen müssen. In 1 el-Awiw arbeitet eine spezielle Gerätegruppe unter der Leitung von Kurt Marx. F.s ist anzunehmen, daß aus dieser Gruppe die Mannschaft der Mehrkämpfer zur III. Makkabiah hervorgehen wird. Im Ping-Pong verfugen wir in dem Sieger der zweiten Makkabiah, Finnberg aus Estland, über einen erstklassigen Spieler und wertvollen Trainer. Wie die Pilze schössen die Teams in der letzten Zeit hervor, und es wird nicht schwer fallen, die Besten fur die III. Makkabiah auszuwählen. I )ic beiden Sportarten J i u - j i t s u und Kleinkaliberschießen sind im neuen Pflichtprogramm des palästinensischen Makkabi enthalten und wurden im Laufe des letzten Halbjahres auf eine breite fiasi* gestellt. Bekatmt'ich gelang es Erez Israel schon auf der IL Makkabiah durch Georg Herzberg, im Schießen den ersten und durch Rudi Shcflait im Jiu-Jitsu den dritten Platz zu erringen. Im modernen I ü n f k a m p f haben wir in Johbv Auerbach einen aussichtsreichen Kandidaten. Jobby ist ein ebenso guter Degenfechter wie Reiter und gehört noch immer zu den besten Schwimmern des Landes. Seine Erfolge im Schießen und Geländeläufen werden bei ernstem Training nicht ausbleiben. Es ist bloß zu hoffen, daß auch die übrigen Fandeskreise fur diesen wichtigen olympischen Allroundsport Vertreter nennen werden. Im Radrennen auf der Straße wird Frez Israel hinter den Erfolgen von 1'* i S wohl kaum zurückstehen. Der Makkabiahsieger Shimon Kowauy wurde hier bereits vom Nachwuchs erreicht, und wenn die Behörden uns keinen Strich durch die sportliche Rechnung machen werden, werden die nächsten Radrennen hervorragende Placierungskämpfe bilden. Ja selbst die Wintermakk.ihiah könnten wir beschicken und es wird bestimmt einmal so weit kommen, denn die Zahl der im Libanon übenden Skisportler wird von Jahr zu Jahr größer, die Vcraiis'alfungyn d.»t immer /alibeiclu r und die Verkehrs- und Unterkunt'tsmdglichkc ifeu immer besser. Walter f rank I, Tel-Awiw Alter Schnee: 60 cm. Neuer Schnee: 40 cm Schneebes:haifenheit: Witterung: Schneefall. Temperatur: — 13°. Skifähre: sehr gut. Pulverschnee. Sportereignisse in Palästina Die „Admira" in Tel-Awiw Nach Beendigung der ersten Serie der Ligaspiele gehen die österreichischen Fußballmannschaften auf Gastspielreisen. So werden die Spiele, die bekannte ausländische Mannschaften hier austragen, auch zu einer Propaganda für den palästinensischen Sport und für Palästina. Alimählich beginnt man, die Bedeutung des Sports für Palästina und die Paläst inapropaganda zu begreifen. Vor nicht langer Zeit wäre es noch undenkbar gewesen, daß der Bürgermeister Tel-Awiws (und Dizcngoft war noch einer der Fortschrittlichsten) eine auswärtige Fußballmannschaft gleich nach ihrer Ankunft empfing, wie Bürgermeister Rokach die „A rlmir a", daß Vertreter offizieller jüdischer Instanzen einem Fußballspiel beiwohnen oder daß der Vizebürgermeister, wie Dov Floß im ersten Spiele gegen die „Admira", den Anstoß machte. Nicht zuletzt dank der erfolgreichen Amerikareise des Makkabi Tel-Awiw hat man die propagandamäßige Bedeutung des Sports auch hier eingesehen. Damit ist nicht gesagt, daß die sportlichen Bestrebungen in dem nötigen Maße unterstützt werden. Bis jetzt bleibt alles noch der Privatinitiative überlassen. Dieses Mal haben der Makkabi Tel-Awiw und Hapocl Tel- Awiw gemeinsam die „Admira" verpflichtet. Die Hakoah Tel- Awiw, die finanziell schwer zu kämpfen hat, aber über ausgezeichnetes Spielermaterial verfügt, konnte sich an der Aufbringung der Garantiesumme für die „Admira" nicht beteiligen und war so von den Spielen ausgeschlossen. Langsam sollte man auch dazu übergehen, eine palästinensische Auswahlmannschaft zusammenzustellen, die man gegen starke auswärtige Gegner erproben müßte. Aber auch diese Gelegenheit ließ man vorübergehen, indem man im dritten und letzten Spiel aus vercinspolifischen Gründen der „Admira" eine kombinierte Makkabi-I iapoel- Mannschaft gegenüberstellte. Die „Admira" hatte ihre komplette erste Mannschaft mitgebracht, darunter die vielmaligen österreichischen Repräsentativen Platzer, Schall, Bican, Vogl und Urbannek. Da gab es kaum Siegeshoffnuugeu für die palästinensischen Mannschaften. Der llapoel erzielte mit einer T : I-N'iedcrlagc noch das beste Resultat, der Makkabi verlor 3:0 und die kombinierte Mannschaft 7:1. Wahrend die Resultate der ersten beiden Spiele dem tatsächlich cg zeigten Können entsprachen, war die 7 : l-Niederlagt« nicht verdient. Bis zur Halbzeit gab es Viele, die sogar einen Erfolg über den großen Gegner erhofften. Sic wurden durch die sichtliche Nervosität der berühmten österreichischen Spieler darin bestärkt. Bei 2:1 und einem Eckenvei-hältnis von 8:2 für die palästinensische Mannschaft wurden die Seiten gewechselt. Leider gab es bald zwei Hebenaschiingsfore der „Admira"', die der hiesigen Mannschaff allen bisher gezeigten Elan nahmen und so kam es zu dem Endresultat von 7 : 1. Trotz der drei Niederlagen haben diese Spiele gezeigt, welch ausgezeichnetes Spiclcrmatei ial im Lande ist. Bei richtigem Training und vielen Spielen gegen gute auswärtige Mannschaften eröffnen sich Aussichten fur Erfolge des palästinensischen Länderteams. Lasar Dünner « Leichtathletik. In einem Punktekampf siegte Makkabi Tel-Awiw gegen das 6(1. englische Infanterie-Regiment mit 187 :174. Bemerkenswert ist der Sieg Attermanns im Speerwerfen mit 50,74 in und im Kugelstoßen mit 11,42 m. lieber 400 m und 1300 m siegte Passi in mäßiger Zeit (schlechte Bahn) bei schönem Endkampf. Hockey. Makkabi Atid gegen Makkabi Rcchoboth 2 :2. Handball. Makkabi Pefach Tikwah gegen Atid 13:1 (!). Die jugendliche Handballmanrischaft des Makkabi Pclach Tikwah, die sich zu einer Europatournee 1937 rüstet, spielte im Stadion den durch Fried (Haifa) verstärkten Atid in Grund und Böden. Schwimmen. Zum erstenmal seif den Unruhen kehrt auch der nichtjüdisthe Sport zu seiner früheren Aktivität zurück. Im Hallenbade von Jerusalem besiegte die aus Armeniern und Arabern bestehende Mannschaft der Y.M.O. A. ein Team der Royal Air Force aus Rainich in einem Schwimm- und Wasserballkampf. W, F.

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