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Jüdische Rundschau · 1937-01-26 · Heft 7 (26.1.1937) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 7 (26.1.1937)
Date
1937-01-26
Page
– (sequence 12)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Eyff^TW 11, II Nr. 7, 26. JANUAR 1937 Künstlerisches und geistiges Leben Breslau. In drei überfüllten Aufführungen brachte der Breslauer Kulturbund „l)isschöne (ialathee". Hie Oper fand in (ier Darsk-Ilum.' durch einheimische und auswärtige Künstler die ihr eeiiulie (ie-laltuii;j. 1 ilh lleiueniann, Rosl < i e r s t c! - A 1 h a c h, l.ilv I Mi r r a, 1 dear Alex a n d e r und Rudolf Si 1 h i </ e r konnten den freuetisclien Heifall fiir .sich buchen, (dienbachs „Mädchen von Lli/omlo", eieren Hntfopartie bei I.ni11 Fischer in jjuten Hunden war, leitete den Aliend ein. Hans Haruns Ins/enicruneen waren sauber gefeilt, die l.eituu.; de- (>n hiMvr-* d-s J-i.h^-lu-i Mi: mUverein« hatte Kurt Havel! a u d inne. In der Berliner Oris'inalbcM't/imt,' brachte der Jüdische Miihikvcmn Strawinskis „Die (ieschichte vom Soldaten" heraus. Die interessante, in ihrer L'cuollten Primitivität nicht mehr ansprechende Gestaltung eines tiefmoralischcn Märchens stand unter der Reiue Nicolai I I i a s c h o f t s und der musikalischen I.cmiiiu; \\'«>!f; imr kraeukels. In einem K a tu Ittertu u s i k a b e u d lies Jüdischen Musik Vereins spielte ein aus den Damen l:li>e S p e p h a / v (Violine), Mirain Levvin (Cello) und 1. ott e Selm e p s (Klavier) bestehendes einheimisches Trio Werke von Krie<.;er, Telcinann und Dvorak <Dumkv-Trio op. Di!) Dan. heu sunt' Ruth 11 e n n i s; (Mezzosopran) einen I h der/vklus \on Roh. K'ahu (op. Iti) und eine 1 l.tttdclarii. I i-e feinptuutiertfii I t"-tuiigen fanden regen Beifall. - Das jndKJie 1 ein hau» erüffnete sein 'ib. Semester mit einem I unen uef \1att;n H u b e r. In einer viele llundeite intcres-ü 11,; .V.irtM l.rii Iim(;ism nden AibciNiViminsch.ift atlHit- :< Rubel d<. n I rw .ihhiui's d.-iuken im biblischen Si In lit'uiii la UM» ,„, i h!• d.iitiit die l ii undiacie fiir seinen Veitim.'. Die ni.itu'he K u ir!u,i! uiu ir bewies, das Interesse der Ibis!,Ii,er fu.i> n'int. her kelirpliin di s [ ehrliaiist s weist Ii. ,1, dir \',vui.ii lUi/iiit Dr ("iliaeh, Rabb. Dr. Geld, Rabb. Hi dum; m du < n I .icli.u'bk >i. n auf. I ritz Gunter N a t h a n Dresden. 1 1 tCl's, iiHUst \s,;i siutilii her l\'. du Si ludi mit (b in uistlei!■ .'u n \ i iutiist.iituiii.ren d'eses Windtiirbmn! au-t'.eltend, t<>i;;rii einander in Ii' siiiidiu stelltiiiL! koiiunt den in Gcinehliiiliuiuer Kuitui buinl s( infuidcinb. n Theiil' eeuü'ulu uii' < :i ,-u. Am diüteü f heutiahend <;;ib v» den o'-lui Im.'ü«.;ikiiit-lb ns. b.n iii"!i.» dei viu l/eit: Mulinrs ..'■iid'e [ein." uii! Je;m\ 's c Ii a f ' e r. I las /weite I reisftli.s „ar ,i,,s S,,,;,,!•!« k.i,i..,.|: (li's .,( )iu Ii- -ters der Judiselvn Kuhurbundi " unter ihr 1 i umu; .-eines I )iijp-!iten Prof. Julius P r ii w e su Ikie mti-ikabsi b bedeutsamen Mund tniHveii Anspiuu Ii. n <ies M. nn iiiiY-wid'hiis Dr. M. < a a I h e i in e r und von Dr. Klüt > , u :; , ,- v..i.nis. I'üler d; u \'ei .in-taltilil- «en. die du Iuu'imi und musik li.seln-n l'titei balttinR gewidmet «stui, tunluiil ein „Hunter Abend" der JVX'II. IkatliimiLu Ir bot ' iiuiu.;eu!nei, sieh von di in Können des schon weithin bckaniiluewiiiiieiieii Sc hku: er Komponisten Siegfried S o ii n e n s c Ii e i u, der /luueuli al- I citer seiner an diesem Abend eifo'ui.i.h iiiiP.m: Im nd( n Tan/- und Soli-tcnkapclle hervortrat, zu über/eilten. AU Interpretiti der flotten SonnenscIieiii-A'elodieii bewahrte sich die gediegene Mezzosopranistin M a u t h n e r - P a i k. Als jugendlichen (iciRer lernte man Heinz Mever seh itzen. Der Leiter des vorbildlich gestalteten Abends war Pred VC" a I d, dem für seine Kunst als Ansager und T\pcrdarsteller nicht minder stürmisch als in im kui ' vorbeierfolgten Start des „Bunten Karren" gedankt wurde. g. j. Hildeslteim. Zum /weiten Male musizierte im Kulturbund das Orchester Rliein-M/iiii, dic-e- Mal unter der f tihrung von Richard K a r p. Das mitreilicmle Temperament des jungen Diiigeutcu trieb das < )rehe-!er zu den besten Leistungen an. Den Höhepunkt de- Abends bildete die „1 PMoll-Svinphome" von Schubert. Soh-t de- Abends war Hans Assenheim (f rankfurt a. M.'i, der mit seinem s/ufgeschulten Bariton eine Ar e nus „Sau!" von I binde! sant!". In zwei Ge-anuen von Kowalski \trmoehte er siiner Stimme die nötige Kraft und Tragf.ihi:d<e;t zu vci leiben. W. M. Lcip/.ijJ. Im Kulturbund erschien das Rei-eorchester der judi-, Utui Ktibtirb.iinUunter -eiiH-ui 1 )irigeuten Prof. IM-ii wer mit eiiun für 1 eip/ig zieinh'/h mageren Programm. \\vL lu s aüiMr ihr 2. Svmphi.riie von Beethoven noch Mo/aitim i; uieu|Uel,e „Khem Vach;umsj|-um| die rech! bc.itaime k'.ii/ri t.uic; i tun „Meere-stille und dsicklithe f du1" von \h " hh-ehn enthielt. Das * M he-ter siued exakt, «eiui au-, h ihn smi-Jt noch 11 u Ii t »chörir au-gegliehi-!); dem Piano lie-, Sin -\ iik.-.in. i«. m detn die unten Hrut-chci wedi!- f'u nd .unHieieii. Ii hl; es :u-h an Transparenz lllK' VC'eicltheit. In unennudb. 'u r Aib. >t Ii it Hatm-t Picht in seinem Geh uuii lüii-1, m,. i m K i :u iiii ■ ereiu-Ier h« ranirt bildet, wel- <d!','- da- Gib..! di-. C'.H i!.i ero-si. mit gutem l:rfolge pfiiii!. Die Miiaiiider I uileiiu;iM it, die tau Abend MrejchnitMk lurgt, bannt er durch Heran/ielninir guter Solisten. Vi ir lehrten nn Kiiruirbiind die au-ge/cichnete '.'ornehiue Piani-Pn Tania ' : r v - / u n s e r im K!.ivieikon/eit D-Wull von f! ith uuii de t jeigeim Mitjani /un-er in dcm-ellien Vi>'l:iil-;>m/ert A-Vu.il. An Kasnmerwi iketi bot das Programm die Conceiti «>«•-»! ('-.Moll vr.n Gorelli und (i-MolI von Handel, sowie ihe Ii i-che Sinfonia „La melodia germanica Nr. 1" von Staun!/ (mit Meten) m 1 i - uff iihrung. — Dela Lipinskaja, \on Walter I adai-I a/u i. vor/ii;;lich begleitet, rili da-- volle ll.iiis « iederuin dun h den wiilerstchhehen <.hanne ihres X'oitrau'ehui. Ihr Piogramni enthielt zwei jiddische Nhinimei n, die hub-ebe I iguiune „Der Philosoph'', eine Yerkoppehuig von „Di alte kasche'' und „Wos wet sajn. wen mosehia« h wet ktiinen", und „Ghassidische Rumba", das leider eine zwiespältige Wirkung ausbist. Es ist n ihn lieh kein „Gh.eltohed", wie es die Kon/eil geberin fälschlicherweise bezeichnet, sondern ein zeitgenössisches jiddisches Kabarettlied - und das ist ja nun Geschmackssache! Die Nummer ist harmloser, als der verdachtige Titel befürchten laßt, und wurde mit wirbelnder Laune hingelegt, aber es ist geschmacklich ein ziemlich venuanschtes Produkt. I )r. Rahino w i t z Mannheim. Das Judische Lchrhaus hat mit der Hinrichtung eines Oneg Schab bat einen großen Erfolg. Bei der letzten Veranstaltung sprachen über das jüdische Volk in der Verbundenheit zum Lied Prof. B i I 1 i g Ii e i m e r und Rabb. Dr. Lauer. Herr Koninski (Berlin) brachte Legenden zum Vortrag. Dr. O. S. München. In München veranstalteten der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden und die Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung mit Unterstützung des Reichsausschusses und des bayerischen Landesausschusses der jüdischen Jugendverbände eine einwöchentliche Lernzeit, an der etwa 80 Jugendführer aus ganz Bayern teilnahmen. Die Eröffnung nahm der l.ainlesatisschuli-Vorsit/cnde R.-A. Dr. Hans Teutsch (Nürnberg) vor; es fanden Arbeitsgemeinschaften statt von Prof. Dr. Ernst Kantorowiez (Frankfurt) über pädagogische und gcgenwartskundliche Fragen, von Dr. Ludwig Fe uchf wanger über die Lage der Juden im Mittelalter, wobei er insbesondere die allgemein zu wenig beachtete Einflußnahme des Islam herausarbeitete und die Sonderslcliung des Juden int Ständestaat aufwies, sowie ein Bibelkurs Professor Dr. Martin Bubers über die Erwuihlung Israels in r'er Bibel, in welchem an Hand eingeltender Textlektüre erkannt wurde, daß die biblische Erwähhing keinerlei Privilegierung- oder Bevorrechtting darstellt, sondern nur ein Mehr an Aufgaben und Pflichten, sowie endlich ein Singkurs Direktor Karl Adlers (Stuttgart). Die Teilnahme an den Aussprachen war intensiv. — Im Kulturbund gaben Dr. Erich L i c h t e n s t c i n (Berlin) und Werner Bukofzer (Herlin) einen Vortragsabend „Jüdische Dichter in dieser Zeit". Zionistisches und Gemeindeleben Bamberg. Vor einer großen 7.ahl von Zuschauern wurde der I.ii'hiUüd-treilen „lere?. I-rnel i-n Anfhnu" oezc^t. Bernburg. Am 28. Januar feiert der Nestor der Israelitischen nriiieinde. K mtor i. k. Saume! Aliolnilni. seinen 80. (Ichurtsi.ig. l-eiiie t ieiiii-iiide und seine Sehuler, die ihm so viel verdanken, -.Min-'hin ihm weher einen edii' khehrn I.obcn-uhend. Bochum. Am 13. Januar fand eine Sitzung des Vorstandes und de-!\eiaii-eii!.'iiitenkoi!egiiiins der Syn.4 leineindo slatl. bin von der /i ii i: -eben Vei 11 eiiuir/ cingehia hier Antiar; au! Hereilslelliini? eines IC ii i .ige - dir drn KU wimlc nach heiliger Debatte mit vier gegen Uiu! Sunstm-n a 11 g e 1 c h n I. -— Arn IB. ptui.usprach I >r. \Y n s - eei mann (I Gei-haiiscn) in der /.<Ht. über da- Thema! „Nach Abbruch de- Sheih- ~. Kin liü.-ke einer Kee-e". Ans-hheUend fand die ei.leaiihi lir < '.(■ nei a I vei sjm n i Im ig der /.( Hl. statt. Der Tätigkeitsleid ka „senheii. hl \Miii'rn nie h He idit der ke\isoien <-in-iiinnug .angin' aieeeii. dein Voi iaud wurde ein-Iiininig I' ntLisiung Piti-ih. Die \invahl eigali folgrtu|r- Ri-sullal: \'or>i'xemler wurde (1. Klausn e i, wciim- \'or-tandsiniig]:e Im : Id. S. Brand. Frau Di . Rosenbauin. t Inn-limger. Du Lazarus. Bei-it/er: Polte Wald (1 lahonun), Max .Srliinerlei (Bai hadt. Bonn. Danii! Hilfe des Picußi-ehen Landesverbandes wiederho-rtzie Rahlijnat in Bonn i-t zum B e r 1 r k - r n b b i n a t nu-gestaltet: worden. Aus rliesem Anlaß fand unter Vorsitz von Dr. Samuel eine Zu«mimenkunft von Vertretern der Bezirksgemeinden in Uonn stau. Der Dezernent des Preußischen Landesverbandes Ribbiner Dr. G a 1 1 i n e r, Berlin, berichtete über Tätigkeit und Aufgaben des Preußischen Landesverbandes. Rabbiner Dr. Selig» solin, Ile.nn, hob hervor, daß der Landesverband die Autonomie der Gemeinden unberührt ließ und gerade wünsche, daß jede Gemeinde sich in religiöser Beziehung völlig frei entwickle. Oberlandesgeiirj-itsra» i. K. Dr. kranken brachte einige Fragen tk» Vermögensverwaltung zur Sprache, Max Birnbaum, Berlin, machte Mitteilungen über die Möglichkeit einer Fiiedhofsversieherting sowie über die Arbeil der Melde-telle fiir Binnen- und Auswanderung. Breslau. Die Gemeindcvertrciung der Svnagogengcmeinde wählte ihr Präsidium für das Kalenderjahr 1937. Vorsitzender wurde Rechtsanwalt Ro-enihal (Zionisi), stellvertretende Vorsitzende Dr. Rosenstein (Religio-,-1 .ilicral), und Rechtsanwalt Pr. Pinczower (Körnervaiiv). Paini! sind die bi-hciigen Präsidiiinisniitgüeder wiedergewählt worden. Die Vrrsiminlung genehmigte den vom Vorstand vorgelegten Kcehuuiigsab-thhii; fiir das Verwaltungsjahr 1935-36. Es sehließt mit einem Fehlbetrag von 32 778 RM. ab. Ks ergab sieh, daß in dem Berichtsjahr das Wohlfahrtsamt einen Zuschuß von 218 000 RM. forderte. Mannheim. Die ZOG. veranstaltete eine Chamischa Assar b'Si hwa;-I'eier. leine Ansprache hielt Rabbiner Dr. Geis, Max K o n i n s k i ( Berlin) gab, Proben jüdischer Legenden, hebräischer Gedichte und Humoresken. Ankündigungen Breslau: Hebnd-che Spraeli-chnle. Am 27. Januar, 20.30 Uhr, Wallst taße 14: „Der national-jüdische Gedanke und Aehad Haam" (I. Reznieov). — Stettin! Ilse Vordem berge gibt, mit ihrer Tanzgruppe am 8. Februar einen Abend. Familien - Nachrichten Frau Minna Bach, Meiningen in Thüringen, Leipziger Straße 18, begeht am 3. Februar den 75. Geburtstag. Frau Rosa Berliner, geb. Goldsehmidt, Michendorf bei Berlin, Itahnstralie 4, begeht am 28. Januar den 75. Geburtstag. Frau Minna Joseph, Woldcribcrg (Xeuniark), begeht am 25. Jan. den 80. Gebuitstng. Bar Mizwah-Termine Am 30. Januar (18. Schumi): Eberhard Faust, Sohn von Jakob Kaust, Oberhäuten, Siorkmannsir. 58. — Gideon Ncmmn, Sohn von R.-A. \V. Neinann, Leipzig. — Am 6. Februar (25. Schwat): Herbert G o 1 H s t e i n. Sohn von Mathias Goldstein. Essen, Schlageterstr. 76. — Am 13. Februar (2. Adar): Horst Manfred Gal- 1 r w s k i. Sohn von Richard Gallewski, Trebnitz (Schles.j, Langestraße 39a. — Am 6. Marz (23. Adar): Jost Tannenberg, Sohn von Sally Tannenberg. I lalberstadt. Erholungsheim Lehnitz des Jüdischen Frauenbundes (Verband Berlin). Lehnitz bei Oranienburg, Viktoriastr. 10, Tel.: Oranienburg 201). Der Verband Berlin des Jüdischen Frauenbundes hat sein Heim in Lehnitz, das dir fürliolungsttchcnde (Frwachscne und Kinder) bestimmt ist, für die bauswirts c Ii a f 11 i c lt e Ausbildung von schulentlassenen M ä d e h e n zur Verfügung gestellt. Die Ausbildung in Lehnitz vermittelt die haus wirtschaftliche Grundlage, die für alle sozialen, pflegerischen und pädagogischen Hcrttfe tinerbililkh ist (Kindergärtnerin, Krankenschwester, S lu.glingsschwcstcr, Diätschwester, Haushaltspflegerin, technische Lehrerin). Der einjährige Lehrgang befähigt die Schülerinnen sowohl zur H a u s Ii a 11 s g e h i 1 f i ri in der Famiii e, wie zur Heimgehilfin im Großbetrieb. Die Ausbildung schließt mit einem Hattsexamen ab. Mädchen mit entsprechenden Vorkenntnissen können nach dem hauswirtschaftlichen Lehrjahr eine Spezialausbildung für Großbetriebe erhalten (Wäschcbeschiicßcrin, Heimgehilfin, Leiterin). Die praktische Ausbildung ist eingeordnet in den Betrieb des Erholungsheims. Dadurch wird die Arbeit sinnvoll, und die Mädchen erhalten die richtige innere Einstellung zur hauswirtschaftlichen Arbeit. Die Verbindung mit dem Erholungsheim ermöglicht es, auf die Erlernung der feinen Küche, auf Anrichten, Servieren, Hotclbuchführung, durchdachte Organisation der Arbeit, besonderen Wert zu legen. Im Umgang mit den Gästen wird Hilfsbereitschaft und individuelle Fürsorge gepflegt. Die Kinderheimabtei- 1 ii n g des Heims bietet Gelegenheit zur Anleitung in der Betreuung und Beschäftigung von Kindern. Der theoretische Unterricht dient nicht nur der Vertiefung der praktischen Arbeit, sondern ergänzt auch die Allgemeinbildung und das jüdische Wissen. Das Preisausschreiben des Reichsverbandes der Kulturbünde ist am lö. Januar geschlossen worden. Es sind im ganzen 123 Werke eingelaufen. Im einzelnen: 15 Feierliche Vorspiele, 8 Chorwerke mit Orchestcrbegleitung, 0 Chorwerke fiir Jugendbünde, 57 Lieder — Zyklen --, 34 Chorlieder a capella. Die Prüfung wdrd sich voraussichtlich über mehrere Wochen hinzielten. Zu der entscheidenden Jury treten nach Sichtung des gesamten eingereichten Materials: Intendant Dr. Kurt Singer, Gen.-Mus.-Dir. Hans Wilhelm Steinberg, Karl Adler (Stuttgart). Persönliches. Am 28. Januar begeht S. Abelsohn in Bernburg, der iiiteste organisierte Zionist Mitteldeutschlands, seinen SO. Geburtstag. In Wirballen (Litauen) geboren, kam er in früher Jugend nach Deutschland, wo er die längste Zeit seines Lebens in Bern bürg verbrachte. Hier wirkte er als Lehrer und Kantor und konnte im vorigen Jahre auf eine 50jährige Dienstzeit in der Gctneinde zurückblicken. Sein gediegenes jüdisches Wissen und sein ausgezeichnetes Lehrfalent setzen ihn instand, eine ganze Generation anhänglicher Schiller mit I iehc zum Judentum zu erfüllen. Wir wünschen dem verdienten Gesinnungsgenossen einen recht langen, ungetrübten Lebensabend. Juden und Jüdisches im Rundfunk Dienstag, 2b. Januar: Luxemburg (1304), 13: Offenbach: Menuett aus .,Holtmanns F.rzaldungeu". — Sottens (443), 17: Faure: Lied des Shylock. — Prag (470), 17.30: Regina Schein (Violoncellistin), u. a. Taniui-Stulsihewskv: Variationen. — Brüssel (484), 21: Meverhcer: Arie aus ..Die Hugenotten'-. — Paris (1648), 21.45: < »l'fcnbaeh-.\l>cnil. — Radio C'ite, (280), 22: Weill: Ftreigrosehenoper. — Wien (507), 22.50: Grünfeld: Serenade. — Lyon (215), 13.45: l'. a. Meyerbeer. Mittwoch, 27. Januar: lie-romünster (540). 12: Musik von Offenbach. — Lille (247). 14: Mendelssohn: Ruy Blas. — Lyon (463), 14.50: tu a. Mendelssohn. — Kopenhagen (255). 14.50: Rubinstein: Melodie. — l'o.-te Parisien (312), 19: Guestalla: Jüdische Studiert in Frankreieh. — Bcromiinsler (540). 19.40: Violoncellovorträge, von Mauii.e Eisenberg. — Prag (470). 20.15: V, a. Mendelssohn. — Stockhahn (426). 20.45: Ü. a. Mo-zkowski. — Radio-.Normandie (269). 21.20: Offenbach: Aus „Pariser Leben". — Luxemburg (1304), 23.25: V. a. Moszko-.vski: Capriccio. Donnerstag, 28. Januar: Straßburg (349), 12: U. a. Rubinstein: Kaukasischer Tain. — Luxemburg (1304), 13: U. a. Meverbear: Marsch aus „Der Prophet". — Paris (1648), 13.15: Mendelssohn: Somnicrnarht .iraum. — Luxemburg (1304), 15.05: lu a. Saint- Sacns: Lied aus „Samson und Dalila-'. — Warschau (1339), 16.35: Nächsten Freitag: Kiiider-Kuiiclscliaii Sehaüplaiten: Jascha Helfetz und Yehuda Menuhin spielen. — Montpellier (224), 17: V. a. Trio von Mendelssohn. — Brüssel (Hain., 322), 18: U. a. Goldmaik: Magisches Lied. — Regional (342), 19: Moszkovski: Walzer. — Hrüs.el (franz., 484), 19.15: U.a. Offenbarh: Aus „Orpheus'; 21: U. a. Milhaud. — He de France (219). 20.40: Offenbach: Aus „lloffmanns Erzählungen". — Lille (247), 21.30: U. a. Meyerbeer. — Warschau (1339), U.a. Weill: Aus „Dreigrosehenoper1-. ■—, Freitag, 29. Januar: Prag (470), 12.35: V. a. Odenbach: Aus „Hoffmanns Erzählungen". — Paris (1648), 13.15: Edmond Fleg spricht: „Warum ich Jude bin!" — Ililversum II (301), 13.40: Fetras: Erinnerungen an Offenbarh. ■— Wien (507), 17.25: Lieder von Mahler. — Ttrromiinster (540). 17.30: U. a. Rubinstein: Ballett, musik. — Paris (1648). 18.30: U. a. Offenbarh. — Regional (342), 21.40: [I. a. t'a-lelmioeo Tedesro: Ouvertüre. Sonnabend, 30. Januar: Kopenhagen (255). 15: U. ». Mendelssohn: Nocturne aus „Sommernacht.sträum". — Bordeaux-Lau (278). 15.30:!.'. a. Meyerbeer: Aus „Hugenotten" und „Robert, der Teufel'-. —. Sottens (443), 20.30: V. a. Milhaud: Konzert für Cello und Orchester. — Brüssel (fliim., 322), 22: U. a. Offenbach: Ouvertüre zu „Orpheus". Sonntag, 31. Januar: Riga (1258), 16.20: Schallplatten: Lieder von Schubert, gesungen von Riehard Tauber. Auch Ihr Rundfunkgerät von Heinz BarucnsüiÄS Breslau 13, HüfchenstraBe 59, Ruf 30936 TfiUahlunsr b I , Hl Koni, Uhren. 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