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Jüdische Rundschau · 1937-01-22 · Heft 6 (22.1.1937) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 6 (22.1.1937)
Date
1937-01-22
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 6, 22. JANUAR 1937 Rundblick auf die Sportplätze Wassersport — Gemeinschaftssport Rudervereine im Makkabi Berlin Mitteldeutsche Bezirksliga Am letzten Sonntag weilte Bar Kochba-Hakoah mit seinen I. Mannschaften im Handball und Fußball in Dresden und konnte in beiden Sportarten überlegene Siege feiern. Während die Handballer mit 11 :1 siegten, errangen die Fußballer einen 7 :1-Sieg. S. C. Makkabi Düsseldorf I - 8. C. Makkabi M-Gladbach I 8:1 Die große Ueberraschung im Westen war die Niederlage der M.-Gladbacher in Düsseldorf. Dadurch haben sich die Gäste des Anspruches auf Erringung des Titels begeben. Makkabi Düsseldorf kam ohne Schwarz zu einem glücklichen Sieg. Alle Anstrengungen der M.-Oladbacher in der zweiten Hälfte nutzten nichts, da die Düsseldorfer eisern ihren Vorsprung verteidigten. Das Siegtor resultiert aus einem Elfmeter, den Rosenberger ohne deutlich erkennbaren Grund gab. S.C. Haokah Köln I - S. C. Jtus Duisburg I (0:1) 3:4 Der knappe Halbzeitvorsprung wirkte sich in der zweiten Halbzeit aus. Die junge Kömer Mannschaft leistete tapferen Widerstand und konnte eine 3 : 1-Führung der Duisburger aut das Endresultat verringern. Attermann ist an zwei Kölner Erfolgen nicht schuldlos. Fritz Falkenstein hatte bei der vorbildlichen Spielweise der Makkabim kein schweres Amt als Schiedsrichter. Verrin Spiele gew. unenUdi. Verl. Tore Pu niete Malckabi M.-Gladbnch 8 6 0 2 26:11 12:4 Hakoah Easrn 5 5 0 0 9:5 10:0 Malckahi Dvisseldorf 6 S 0 1 1B: 11 10:2 Jtus Duisburg 6 3 0 3 8:15 6:6 Hakoah Köln 7 2 0 5 12:22 4: 10 Hakoah Wuppertal to 0 0 10 9:18 0:20 R. Ja. Handball: Schild - Bar Kochba Leipzig Nach längerer Zeit traten sich wieder die Handball-Mannschaften des Bar Kochba und des Schild Leipzig gegenüber. Die Mannschaft des Schild, die durch Spieler verschiedener Nachbarstädte bedeutend verstärkt worden ist, lieferte dem Bar Kochba ein hartes Treffen, das in der ersten Halbzeit unentschieden 1 :1 stand. In der zweiten Halbzeit setzten sich die Rar Kochbaner mehr und mehr durch, ihre Angriffe wurden jedoch durch die sehr hart spielende Verteidigung des Schild gestoppt, die jedoch nicht verhindern konnte, daß kurz vor Schluß der nur noch mit 10 Mann spielende Bar Kochba durch Max Sicradzki in Führung gehen konnte. Ein nach schöner Eiu/elleistung desselben Spielers geschossenes Tor wurde nicht gegeben. Der Kampf endete sodann mit 2 :1 für Bar Kochba. Vorher trafen sich die II. Mannschaften; nach einem schönen und fair durchgeführten Kampf endete das Spiel mit einem 3:0-Sieg des Bar Kochba. Hockey - Wettspiel Hakoah-Köln 1 — Schild Gladbach I IB 8:1 (0:0) Zu Beginn des Spieles, das auf dein Hakoah-Sportplatz stattfand, drängte Schild, aber die Verteidigung Kölns, bei der Lutz Mendel sehr gut war, wehrte alle Angriffe ab. Nach Halbzeit wurde das Spiel ausgeglichener, Köln kam mehr auf und führte bald mit 1 :0. Bald darauf gelang; es Gladbach, bei einem Durchbruch auszugleichen. Der Rest des Spieles stand in der Ueberlegenheit Kölns, und kurz vor dem Schlußpfiff schoß Hakoah das Siegtor. Das Ergebnis ist ein schöner Erfolg für die größtenteils aus Anfängern bestehende Hakoah-Mannschaft. Winterhilfsspiele In Breslau Zugunsten der Jüdischen Winterhilfe stellte sich am 17. Januar der Bar Kochba Breslau mit seiner I.Handball- und Fußballmannschaft zu zwei Spielen gegen die gleichen Mannschaften der Snortgruppe Breslau zur Verfügung. Im Handball wurde Bar Kochba mit 3:6 höher geschlagen, als es dem Spielverlaut entsprach. Im Fußball mußte Bar Kochba sogar mit zwei Ersatzleuten antreten. So konnte der Sportbund den recht ausgeglichenen Kampf dank besserer Technik mit 4:2 für sich entscheiden. Dbg. SUdwestdeutsche Makkablspiele Am letzten Sonntag besiegte im Fußball eine kombinierte Mannschaft des Bar Kochba Frankfurt den Rar Kochba Offenbach I mit 5:2 (3:1) Toren. Ihren ersten Sieg mit 3:2 (1:2) gegen Bar Kochba Offenbach errang die ausgezeichnete Jugcndelf des Bar Kochba Frankfurt. Bar Kochba Offenbacn Schüler unterlagen ebenfalls gegen die Schülermannschaft des Bar Kochba Frankfurt, und zwar mit 3:0 Toren. -- Sehr leicht gewann Bar Kochba Frankfurt Damen II gegen Bar Kochba Offenbach Damen mit 5 :0. Josef Hellermann gestorben. Aus Tel-Awiw bekommen wir die Mitteilung, daß einer der besten jüdischen Sportler, Jose* Hellermann, gestorben ist. Hcllermann, der Anfang der 30er Jahre war, hat jahrelang in der Kampfmannschaft des Bar Kochba Berlin gewirkt und ist an den großen Erfolgen des Bar Kochba in den Jahren 1926 bis 1932 entscheidend beteiligt gewesen. Seine Haiiptstärke waren die 400 m. Seine größten Erfolge waren ein dritter Platz bei den Brandenburgischen Leichtathletik-Meisterschaften und ein Sieg bei den Berliner Hochschul-Meisterschaften über diese Strecke. In späteren Jahren war Hellermann einer der besten Stabhochspringer des Deutschen Makkabikreiscs. In Palästina betätigte er sich weniger als Aktiver, er arbeitete dafür am Aufbau des palästinensischen Sportlebens an hervorragender Stelle mit. Viele Freunde in Deutschland und in Erez Israel werden um ihn trauern. Tabellenstand am 17. Januar 1937 Fußball: Spiele jrew. unenlsch. ver!. Tore Punkte Bar Kochba.Hakoah la 5 4 1 — 16:4 9:1 Bar Kochba Lalpiig 5 3 1 1 15:4 7:3 Bar Kochba-Hakoah Ib 6 4 — 2 15:10 8:4 Hajtibor 2 1 — 1 3:3 2:2 JSK 3 — 2 1 5:6 2:4 Dresden S 1 — 4 7:16 2:8 Oiemnit« 4 — — 4 0:16 0:8 Handball: JSK 3 3 — — — 6:0 B. K.-H*lcoah 1. Mi*. 4 3 — 1 — 6:2 Bar Kochba Leipzig 4 2 — 2 — 4:4 Bar Kochba Dresden 4 2 — 2 — 4:4 Boxc.lub Maecabi Berlin 1 _ _ 1 » 0:2 Bar Kochba Berlin 2 Mach. « _ •k 4 4» 0:8 Der Deutsche Makkabikreis hat seit seinem Bestehen in der Hauptsache den Rasen- und Hallensport gepflegt. Eine Ausnahme bildete der Jüdische Ruderklub „Ivria", dem die Pflege des Wassersports im Makkabi zufiel. Seit einem Jahr hat sich dieser Zustand wesentlich geändert. Es betreibt jetzt eine Reihe von Makkabivereinen ausschließlich oder in der Hauptsache Wassersport. Folgende Vereine, die sich alle schon einen guten Namen gemacht haben, gehören jetzt in Berlin dem Deutschen Makkabikreis an: 1. der Jüdische Ruderklub „Ivria", Berlin-Friedrichshagen, Hahnsmiihle 7; 2. der Jüdische Kanuklub, Berlin-Niederschöneweide, Sedanstraße 4«; 3. der Jüdische Damen-Ruderklub von 1923, Berlin-Köpenick, Wendenschloßstr. 93; 4. die Jüdische Rudergesellschaft „Undine" E.V., Berlin- Grünau, Dalunestr. 21. Der Wassersport, betrieben in staubfreier Luft, ist nicht nur gesund, sondern auch ein erzieherischer Faktor von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Der Rudersport ist im großen und ganzen ein Mannschaftssport. Es sitzen gewöhnlich fünf Menschen in einem schmalen Boot, also zusammengediängt auf engem Raum, und dadurch wird fast jeder, seihst wenn er noch so sehr Einzelgänger ist, zur Kameradschaft erzogen. Die Bootshäuser geben Gelegenheit zur Geselligkeit und vor allen Dingen zur Pflege von Freundschaft und Kameradschaft. Sie bilden Zentren, und unsere Menschen wissen, wo sie hingehören und wo sie ihre freie Zeit angenehm im Freundeskreise verbringen können. Die „Ivria" besitzt in Friedrichshagen ein kleines, äußerst gemütliches Bootshaus und ist der älteste zionistische Ruderverein. Hier werden, wie in allen anderen Vereinen des Makkabikreiscs, die jungen Menschen nicht nur zu guten, disziplinierten Sportlern, sondern auch zu selbstbewußten Juden erzogen. Die „Ivria" bildet ihre Mitglieder während des Was bringt der Sonntag? Dresden Handball und Fußball: Bar Kochba Dresden gegen Bar Kochba-Hakoah I b. Frankfurt a. M. Spiele der Gruppenmeister Main gegen Rhein-Neckar im Fußball und Handball. Fußball: 11.30 Uhr: Bar Kochba Frankfurt II gegen Rar Kochba Mannheim II; 15 Uhr: Bar Kochba Frankfurt I gegen Bar Kochba Mannheim I. Handball: 13.15 Uhr: Bar Kochba Frankfurt Damen I gegen Bar Kochba Mannheim Damen I; 14 Uhr: Bar Kochba Frankfurt Herren I gegen Bar Kochba Mannheim Herren I. Leipzig Handball: Boxclub Maecabi gegen Bar Kochba Leipzig. Fußball: Hagibor Berlin gegen Bar Kochba Leipzig, Magdeburg Auf dem Jüdischen Sportplatz am Fermersleber Weg (neben dem Jüdischen Friedhof), 15 Uhr, Damenhandballspiel des Bar Kochba-Hakoah Berlin. Vorher spielt Makkabi- Jugend Magdeburg gegen Bar Kochba-Hakoah-Jugend Berlin. Weg und Wesen des jüdischen Sports In dem Berliner Verlag Atid ist soeben unter dem Titel ,,Das jüdische Sportbuch" eine Zusammenstellung erschienen, die wohl der erste Ueberblick über die Geschichte und die heutige Arbeit der beiden großen jüdischen Sportvereine in Deutschland gibt. Dr. Martha Wertheim er und Siddv Goldschmidt haben den Makkabi, Paul Yogi Mavrr die Arbeit des „Schild" dargestellt und in ihren Ausführungen ein außerordentlich interessantes und vielen wahrscheinlich neues Material zusammengetragen. Die Abhandlung über die Geschichte der Leibesübungen im Judentum von Mayer ist trotz ihrer Kürze ein wertvoller Beitrag zu dem geringen Wissen, das die meisten Menschen auf diesem Gebiete haben. Die Geschichte des Makkabi wie auch die Darstellung seiner heutigen Arbeit durch Siddv Goldschmidt ist mehr als die bloße Geschichte eines Sportvereins, vielmehr steckt ein Stück des Lebens der zionistischen Bewegung darin, mit der der Makkabi gewachsen ist und zu deren Durchsetzung er einen wesentlichen Teil beigetragen hat. Es ist noch nicht die Zeit zu einer geschichtlichen Abwägung der Verdienste der einzelnen Gruppen im Zionismus; sicher aber ist, daß der Makkabi als integrierender Bestandteil der Bewegung einen nicht geringen Teil ihres Erfolges mit erreichen geholfen hat. Die wesentlich jüngere Geschichte des Sportbundes „Schild" findet ebenfalls eine gute Darstellung, aus der hervorgeht, daß dieser Bund im Gegensatz zum Makkabi nicht von ideologischen, sondern rein sportlichen Erwägungen seinen Ausgang genommen hat, ohne dabei freilich auf die charakterliche Durchbildung seiner Mitglieder zu , verzichten. Eine Reihe von Leistungstabellen geben einen Ueberblick über den Stand des jüdischen Sports. Vor allem aber sind die zahlreichen Bildzusammenstellungen zu loben, die dem Leser ein Führer durch das Werk sind. Der Sportklub Makkabi in Krefeld wurde gegründet. Der 1. Vorsitzende ist Julius Keller. Es werden folgende Sportarten betrieben: Gymnastik für Frauen und Kinder, Turnen, Leichtathletik, Tischtennis, Fechten sowie Jiu-Jitsu. Ferner wird eine Schachgruppe eingerichtet. Erstklassige Trainer stehen zur Verfügung. Dr. Lelewer und Martin Siedner Im Athid. Wie wir hören, hat die Leitung des Athid in Tel-Awiw eine Umgestaltung erfahren. Dr. Lelewer, der langjährige Vorsitzende des Bar Kochba Berlin und der ehemalige Präsident des Makkabi-Weltverbandes, hat den Vorsitz des Vereins übernommen. Außerdem hat Martin Siedner, der als Bezirkssportwart die sportliche Arbeit des Makkabi in Westdeutschland lange Zeit geleitet hat, die technische Leitung des Vereins übernommen. Siedner hat in Deutschland zahlreiche Veranstaltungen mit großer Werbekraft durchgeführt, so daß anzunehmen ist, daß der Athid noch stärncr als bisher zum Zentrum der Makkabiarbeit in Erez Israel werden wird. Winters in einem Ruderbassin in der Sandschen Sport-Akademie am Bahnhof Tiergarten unter bewahrter Leitung aus, damit die Anfänger im Frühjahr in der Lage sind, ins Boot und aufs fließende Wasser zu kommen. Diese Abende finden wöchentlich statt, (Die Vereinsadrcsse lautet: Fritz Engel, Molkenmarkt 12-13, Tel. F 2 3702.) Der Jüdische K a n u k I u b, der einzige selbständige jüdische Kanuvcrein, doniizi'ierf an der Oberspree ebenfalls in einem gemütlichen Bootshaus. Der Judische Kanuklub hat sich bereits vor längerer Zeit dem Makkabikreis angeschlossen und gibt seinen Mitgliedern in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften Gelegenheit, jüdisches Wissen, zionistische Lehre sowie die hebräische Sprache zu erlernen. (Vereins* adresse: Felix Grün bau in, SW 19, Neue Jakobst r. 19.) Auch der Jüdische D a m e n - R u d e r k I u b von 1923 verfügt über ein nettes, kivlüsoh gelegenes Bootshaus in den Grünauer Gewässern. Der Judische Damen-Ruderklub ist der (in/ige selbständige jüdische I«men-Ruderklub und besitzt nicht' nur ein erstklassiges Rontsmatenal, sondern tadellose Anvbiklung<-kr.iite. Die liebitngsabende während des Winters finden ebenfalls in der Sandschen Sport-Akadcmic, jeden Dienstag von <) Kl Uhr abends, statt, {Gcschaftsadresse: Johanna Freund, Johanniicrsfr. «>, F (> 77SO.) Die J;i d i s c h c R u d e r g c seil s c h a I < „U n d i n e" ist Besitzerin eines der m Ii.'.nsten und giüritni Bootshäuser Berlins, sowie eines (•i..f!en und ganz vorzüglichen Bootsparks. I rtahrenc Au-bildimgskrafle und Rudi rli lircr stehen den Anfängern und Rcniimannschaften zur Verfügung, und auch hier findet wahrend de- Winters ein reger Bassinhetrieh statt. Auch die „I 'inline" hat die SimMie Sport-Akademie jeden Mittwoch, für die Zeit von <) 11 Uhr, belegt. (Geschäftsadrr-se: Willy Kröuei, Knipi odesu. 110, Fi 22-12.) Schon jetzt ...... das ist zu beachten - müssen die, die im Soniim-r rechten < h null am Rudern haben wollen, die gar nein leichte Vor.nTuil aufnehmen. In allen diesen Vereinen w ird auch der Anfänger über alle Schwierigkeiten hinweg im Kreise glcichge-nuiter Menschen zur wahren Freude am Wassersport geführt werden. Segelflug in Rischon le Zion Von W e r n e r B I o c h, Tel-Awiw Nach finsterer Rcgenworhc ist uns zum Schabbat herrlicher Sonnenschein beschert. Wir sind zum „week-end" in Gan Herz!, der Mittelstandssiedlung jüdischer Einwänderer aus Deutschland, bei Rischon le Zion. Um die Mittagszeit geht die Botschaft von Maus zu Haus, daß die Segelflug z e u g I e r aus T el-Aw iw gekommen seien. Am Nachmittag würden Probefluge auf den Dünen ausgeführt werden. Eine kleine Völkerwanderung setzte sieh dann von Rischon le Zion aus zu den Dunen in Bewegung. Ein schöner Spaziergang von 15 Minuten. Die Stimmung läßt sich am besten durch einen Vergleich mit Goethes ..Oster- Spaziergang" wiedergeben; allerdings ist es Anfang Januar. Die Infi ist nach den Regentagen unwahrscheinlich klar und rein. Herrlich die Farben: Das Blau des Himmels, das ürun der Parclessim und der Bäume, das goldene Leuchten der Orangen, das Gelb der Dunen — und die „bunt-geputzten Menschen". Wir klettern auf die Dunen hinauf, vor uns hüglige Sandflächen, danach das tief-blaue Meer, hinter uns Pardessim, jüdische Kolonien und das zum Greifers nahe Relief des judaischeii Gebirges. Eine ncugieiigc Menge h.it sich bei dem Segelflugzeug eingefunden. Kinder umi Erwachsene, Juden und Araber tummeln sich hei um. 1 twas weiter in den Dur.cn haben Beduinen ihre /che aufge chlageu, und zwischen uns und diesen Zelten sieht man als scharfe Silhouette gegen den hellgelben Sand eine Fraueiigruppe. Sie bringen Wasser, die schwarzen Tonkrüge in bekannter Anmut auf dem Kopfe balancierend, ein Fseichen beschließt die Karawane. Fin echtes Bild der Wn-te. Ihie Kinder .springen unbefangen um den großen „Vogel" herum, sich mit der Ortsjugend mischend,' alle zusammen neugierig, etwas angstlich und frohgemut. Fin Schiller sitzt startbereit in dem Segelflugzeug. Der Lehrer, ein e h e in a 1 i g e r A m t s g e r i c h t s r a t aus Deutschland, gibt letzte Kommandos in hebräischer Sprache, sehimpft dann auf deutsch, weil die Neugierigen in die Startbahn gelaufen sind, und mit h wenigen Augenblicken schwebt das 1 iugzeug in den Finten, leicht getragen von dem Westwind, der vom Meere her weht. Wir waren nicht nur neugierige Gaffer, sondern haben bei dem nächsten Start kräftig an den Seilen mitgezogen, um unseren kleinen Teil für das Gelingen der Einführung des Segelflugsportes in Rischon le Zion beizutragen. Ein Siedler in Gan Herz!, der am \ ormittag seine Wirtschaft versieh!, und am Nachmittag ärztliche Praxis ausübt, ist der Pionier dieses Sportes in Rischon. Er war in Deutschland ein leidenschaftlicher Amateur-Auto-Rennfahrcr und Segelflieger. Er selbst und seine Frau haben in Deutschland das Pilotenexamen für Segelflugzeuge gemacht und sind große Liebhaber dieses Sportes geblieben. Sie sind der Meinung, daß das Düncngelände bei Rischon vorzüglich für diesen Sport zweig geeignet sei. Sie arbeiten mit großem Eifer daran, in Rischon eine Segelfliegersrhule zu errichten. Der erste Start stand unter einem glücklicher, Zeichen. Das prachtvolle Wetter und die leichte Brise vom Mcero her ließen sehr schöne Anfangsflügc erzielen. Der weiße Segler flog nach jedem Start einige hundert Meter, und ohne jeden Zwischenfall oder kleinste Beschädigung des Flugzeuges verlief der Nachmittag. — Das Ereignis wurde eifrig in Rischon besprochen, und man kann nur hoffen, daß die „Stadtväter" des Ortes dem Unternehmen helfenden Beistand gewähren, wenn es sich bewahrheitet, daß die Bedingungen für das Segelfliegen dort wirklich so günstig sindj wie. es die Gan-Herzler Pioniere dieses Sportes meinen. Makkabi-Tischtennis-Meistersehaften. Am 7. Februar finden in Leipzig die Makkabi-Tischtennis-Meisterschaftcn 1937, statt. Meldungen sind an den Bar Kochba Leipzig zu richten. Wetterbericht vom Keilberg Datum: 20. Januar. Alter Schnee: 60 cm. Neuer Schnee: 5 cm. Schneebeschaffenheit: Pulverschnee. Temperatur: — 5 °. Skifähre: sehr gut.

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