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Jüdische Rundschau · 1937-01-08 · Heft 2 (8.1.1937) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 2 (8.1.1937)
Date
1937-01-08
Page
– (sequence 11)
Language
German
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JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 2, 8. JANUAR 1937 Die Arbeit der Kommission Toscanini- Konzert in Jerusalem Ar„,A,/,./„W „,-h,>n wir ein? 11 iher u rkt iiher riir vnn ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ « ■ ■ ■ ■ ■■■ %P ^0 ■ Wm ■ ■ ■ ■ Nachstehend geben wir eine Uebersieht über die von 'der Kommission bis Ende Dezember 1936 durchgeführten Vernehmungen. (Red.) 12. 11. 36. Feierliche Eröffnung der Beratungen. 16. 1!. 36. Geschlossene Sitzung: High Commissioner Sir Arthur Wauchope (Politische und wirtschaftliche Verhältnisse). 17. 11. 36. Geschlossene Sitzung: High Commissioner Sir Arthur Wauchope. 18. 11. 36. Oeffentliehe Sitzung: Leiter des Regierungs-Departements für Einwanderung und Statistik, Mills (Einwandcrungsf ragen). Leiter des Gesundheitsdienstes der Regierung, Oberst George W. Heron (Gcsundhcitsverhältnisse), 19. 11. 36. Geschlossene Sitzung: Mr. Mills. .25. 11. 36. Oeffentliche Sitzung: Dr. Weizmann (Lage der Juden in der Welt und Probleme Palästinas). 26. 11. 36. Geschlossene Sitzung: Dr. Weizmann (Ursache der Unruhen und Stellungnahme der Palästina-Verwaltung). Oeffentliche Sitzung: Bewässerungsfachniann der Regierung, Harris, Bodenentwicklungsreferent Andrews, Beamte des Boden-Departements, S a 1mon und Ben nett (Bodenpolitik der Regierung). 27. 11. 36. Oeffentliche Sitzung: Leiter des Landwirtschafts- Departements der Regierung, Mr. Dave (Fragen der Landwirtschaft). Leiter des Erziehungs-Departements der Regierung Mr. B o w m a n (Erziehungsfragen). 30. 11. 36. Oeffentliche Sitzung: Mosche Sehertok,'Dr. Werner Senator und Dobkin (Einwanderungsfragcn); E. Epstein (Einwanderung von Arabern). , 4. 12. 36. Geschlossene Sitzung: Leiter des Regierungs-Departements für Zölle und Handel, Kingslay W. S t e a d. 8. 12. 36. Oeffentliche Sitzung: E. Epstein und Mosche Sehertok (illegale arabische Einwanderung); Dr. Arthur Ruppin (Landwirtschaft). 9. 12. 36. Oeffentliche Sitzung: Dr. Arthur Ruppin und Dr. Maurice B. Hexter (Landwirtschaft). 10. 12. 36. Oeffentliche Sitzung: Dr. Maurice B. Hexter (Bodenfragen). 11. 12. 36. Oeffentliche Sitzung: Mr. Horowitz, Juristischer Berater der Jewish Agency (Rechtsunsicherheit bei Bodentransaktionen). 14. 12. 36. Oeffentliche Sitzung: Dr. Maurice B. Hexter (Boden- und Siedlungsfragcn). 15. 12. 36. Ehrenamtlicher Rechtsberater der Jewish Agency Bernard Joseph (Bodenfragen). Präsident des Verbandes der palästinensischen Exporteure und Direktor der Jaffa Zitrus Exchange Ing. Samuel Tolkowsky (Lage der Zitrusindustrie). j|16„,L2. 36. Oeffentliche Sitzung: Direktor der Anglo Pai lestine Bank, S. Fl o o f i c n (Fragen der Wirtschaft), unterstützt von Josef Schapiro von der Palestine Electric Corporation und David Horowitz vom Wirtschaftsinstitut der Jewish Agency. 16. und Geschlossene Sitzungen: 17. 12. 36. (Oeffentliche Sicherheit), Jerusalem. C a m p b e 11, Dr. Graham B r o w n. 18. 12. 36. Geschlossene Sitzung: Dr. Weizmann. 21. 12. 36. Oeffentliche Sitzung: Oberrabbiner Duschinsk y, Rabbi Mosche B I a u, Dr. Isaak B r c u c r und Herr Schein (Vertreter der Agudas Jisroel). 23. 12. 36. Geschlossene Sitzungen: Dr. Weizmann. Letzte Dezemberwoche. Geschlossene Sitzungen: Gehilfen des Gouverneurs von Jaffa, P o 11 o c k und ßadeock, und Postdirektor Hudson. Neuer Leiter des Erziehungs-Departements der Regierung, W. J. F a r r c 11. 28. 12. 36. Oeffentliche Sitzung: Vorsitzender des Waad Leumi, J. Ben Zwi, Vorsitzender des palästinensischen Beth Diu, Rabbi Frank, Vertreter des Waad Leumi, Abraham E I m a I e h (für orienta- Mosche Sehertok Distriktskommissar von anglikanischer Bischof Das Toscanini-Wundcr und der Zauber des Huhcrman- Orchesters, schon bekannt von der Aufführung in Tel-Awiw, wiederholen sich in Jerusalem. Des Meisters erstes Konzert in Jerusalem gestaltete sich zu dem größten Ereignis, das den Musikbegeisterten hier je beschieden war. Nicht endenwollende Beifallsstürme bewiesen, daß die Menge von der gigantischen Einmaligkeit dieser Kunstleistung völlig hingerissen war. Toscanini dirigierte an seinem Jerusalemer Abend noch mehr auf Kraft der Steigerung und edel-gewaltige Linienführung hin, während in Tel-Awiw mehr das Visionäre, die Idee, die exzeptionell differenzierte und vergeistigte Plirasierung zum Ausdruck kam. Das erste Programm enthielt Rossinis Ouvertüre „Scala die Seta", Brahms 2. Symphonie, Schuberts Unvollendete, Nocturno und Scherzo •\us dem „Sommcrnachtstraum" und die Oheron-Ouvertüre. Die Leistung des Orchesters, insbesondere der Streicher und Holzbläser, war stellenweise von berückender Schönheit; die Tatsache, daß Palästina jetzt ein derartiges, nahezu vollendetes Orchester besitzt, ist nicht zu fassen. Den Dank an den Initiator und Verwirklicher dieser Tat werden wir nie abtragen können! In dem zu einem prachtvollen Konzertsaal umgebauten Edisonkino ballte sich eine 25üOköpfige Menge. Von den repräsentativen Persönlichkeiten und Korporationen Jerusalems fehlte naturgemäß niemand. Der High Commissioner erschien gemeinsam mit Huberman. Jeder, dem es nicht geglückt war, Hauptprobe oder Konzert zu hören, konnte den zweiten Teil des Programms durchs Radio genießen, durch eine lebendige Reportage Dr". Lubranis „sichtbar" gemacht. Das ganze Konzert wurde via Kairo und London nach Amerika gesendet. Mit welch jugendlichem Feuer der fast siebzigjährige Meister hier jeden Tag in einer anderen Stadt konzertiert, Empfänge, Interviews, Regenschauer u. a. bewältigt, ist geradezu unvorstellbar. Es findet jetzt das erste Konzert in Haifa, dann ein Beethoven-Sonderkonzert in Tel-Awiw, das ebenfalls in Jerusalem und Haifa wiederholt wird, statt. Anfang Januar konzertiert Toscanini mit dem Huberman- Orchester in Kairo und Alexandria. Alice Jacob-Loewenson v Ein Orangengarten, der im nächsten Jahre Frucht tragen wird, wurde in Ramath Hasehavim feierlich an Toscanini als Geschenk übergeben. Die Anwesenden, Toscanini, Huberman und andere Gäste, wurden vom ganzen Dorf lebhaft begrüßt. Herr Rosenoff, der Vorstand des Kolonierafes, erklärte in einer Ansprache, daß das an den Orangengarten angrenzende Land Toscaninis Namen tragen soll und daß eine entsprechende Eingabe beim Beth Haam gemacht sei. In seiner Erwiderung erklärte Toscanini, er sei zu tief bewegt, um zu sprechen; seine Frau war zu Tränen gerührt. Toscanini, Huberman und andere pflanzten dann die Setzlinge. Bronislaw Huberman, der in den nächsten Tagen Palastina verlaßt, hat eine Erklärung veröffentlicht, in der er dem Jischuw, insbesondere der Arbeiterschaft, für ihre einzigartige Begeisterung für die Musik dankt. Sein Traum sei in Erfüllung gegangen, das Orchester bestehe und habe seine Laufbahn unter Leitung des großen Meisters Toscanini begonnen. Toscanini habe beschlossen, im November 1037 nach Palästina zurückzukehren: was ihn, Ilubcrnian, anbetrifft, so habe auch er die Absicht, im Laufe des Jahres wiederzukommen. Die Finanzlage von Tel-Awiw Sitzungen der Kommission Der Bürgermeister von Tel-Awiw, Israel R o k a c h, wurde am Dienstag in einer öffentlichen Sitzung der Kgl. Kommission vernommen. Rokach kritisierte die Palästinarcgierung, weil sie der Stadt Tel-Awiw unzureichende Subventionen gewähre, was der Entwicklung der Stadt hinderlich sei. I)er Bürgermeister unterstrich die Tatsache, daß Tel-Awiw für die Kasse der Palästina-Regierung große Summen aufbringe. Hierzu meinte das Mitglied der Kommission Prof. Reginald Coupland, daß die Bürger Tel-Awiws sich über nichts zu beklagen hätten, da sie sich anscheinend aller Annehmlichkeiten erfreuten. Sir Harold Morris fragte den Bürgermeister, weshalb denn die Stadt Tel-Awiw trotz ihres Budgets von einer halben Million Pfund Regierungszuschüsse fordere. Auch die anderen Mitglieder der Kommission sprachen sich gegen die Forderung von Bürgermeister Rokach aus, Hierbei wurde sogar von einem Kommissionsmitglied die Auffassung vertreten, Tei-Awiw wolle mehr Geld haben,, um Kinotheater zu bauen. Im Verlaufe der weiteren* Vernehmung führte Bürgermeister Rokach aus, daß die Stadt Tel-Awiw 90 Prozent ihrer Ausgaben durch Steuereinnahmen decke; trotzdem habe die Regierung an jedem Ausgabeposten des Budgets, der 250 Pfund übersteige, Abstriche vorgenommen. Die Regierung habe bisher noch nicht die Etats der Stadtverwaltung von 1034 35 und 1035 36 genehmigt, obgleich der zuständige Distriktskommissar im Prinzip die Etats gebilligt habe. Das Kommissionsmifglied Sir Laune I I a in tu o n d fragte den Bürgermeister, ob der Voranschlag in den einzelnen Posten oftmals größer sei als die tatsächlichen Einnahmen. Bürgermeister Rokach verneinte dies; es hänge in dieser Beziehung alles von den Schätzungen der Finnahineposten ab. Sir Laurie Hnmmond machte darauf aufmerksam, daß ein Sachverständiger der Regierung vor der Kommission ausgesagt habe, die Vorausschätzungen der einzelnen Einnahmeposten seien größer als die Einnahmen, die erwartet werden könnten. Er fragte Bürgermeister Rokach, ob die Stadt Tel-Awiw ein Defizit habe. Bürgermeister Rokach erwiderte, daß dies nur im Jahre 1020 der Fall gewesen sei. Im weiteren Verlaufe der Vernehmung richteten einige Konimissionsmitglieder verschiedene Fragen an Bürgermeister Rokach, die das Problem eines Hafens für Tel-Awiw betrafen. Bürgermeister Rokach gab zu, daß es das beste sein würde, wenn Tel-Awiw und Jaffa einen gemeins a m e n I I a f e n haben würden, der einen besonderen Zugang für Tel-Awiw habe. Der Hafen könnte mit Hilfe einer Anleihe gebaut werden, die die Prudential Assurancc Company gewähren wurde. Die Anleihe sollte von den Gewinnen zurückgezahlt werden, die durch die Hafengebühren entstehen. Die Kgl. Kommission unterbrach sodann die Sitzung, um später unter Ausschluß der Öffentlichkeit den Distriktskommissar für den Norddistrikt, Edward Keith Roach, und den Distriktskommissar für den Süddistrikt, Robert E. C r o s b i e, zu vernehmen. Auch die Vernehmungen von M. S m i I a n s k i, Distriktskommissar Campbell, Baiiey, Goldwate r, Prof. Norman B e n f w i c h und des Archäologen Guy fanden in der ersten Hälfte dieser Woche unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die ursprünglich für Donnerstag, 7. Januar, vorgesehene Vernehmung des Arabers Sidky D a ] a n i entfiel, da inzwischen die Araber ihre offizielle Delegation für Montag angekündigt haben. Donnerstag wurde der Vorsitzende der jüdischen Palästina-Exekutive, Ben-Gurion, in öffentlicher Sitzung vernommen. lische Juden Palästinas), E nanzlage des Sclmhverks L u r i e (Schulwerk). Berl K a t z e n e 1 s o n, Miss ijahu B e r 1 i g n e des Waad Leumi), I Icurictta S z o 1 d (Filz r. und Söder jüdischen Arbeiter) B e n Z w i. Sitzung: David Y e 1 I i n Dr. J. Klieglcr (Gesundheitsfürsorge und zialarbeit). 29. 12. 36. Oeffentliche Sitzung: Mosche Sehertok (Beschäftigung jüdischer Arbeiter bei öffentlichen Arbziten). 30. 12. 36. Oeffentliche Sitzung: Berl Katzenelson, Dov Hos, Levy S h k o 1 n i k, Frau Golda Meier- (Rechfe der Stein (Pas o n (Beschwerden Geschlossene Sitzung 31. 12. 36. Oeffentliche hebräischen Sprache) und Leonard lastina-Mandat). Geschlossene Sitzungen: Vizehürgermcistcr von Jerusalem Daniel Auster und Assistent des Bezirkskommissars von Jerusalem G. Mac Laren, Regierungsinspektotiu der Madchenschulen Miss R i d I e r. WtMtlMIMMHIIMIIIi; ItlllUIMIIIMtllH llltl! MIM lll'l IT II!.....MUT.....11! I lt! 111111T n 111 II 111 >......Hl I!......11 fl lUnillirit.....Mll IMIi-rrll I II üinilllnilltiltl!! 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