Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 86 (28.10.1938)
- Date
- 1938-10-28
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 8«, 28. X. 1938 Palästina-V er Sammlung in Amsterdam Von unserem Berichterstatter RL״ Den Haag, 26. Oktober Aus Anlaß der bevorstehenden Entscheidung über die Zukunft Palästinas hatten die Permanente Kommission des Niederländisch-Israelitischen ücmcindeverbandcs, der holländische Keren Hajcßod und der Niederländische Zionistenbund zu einer großen Versamni'inig im (.oncertgebouw in Amstcrdam aufgerufen. Der grolle Saal war bis zum letzten Platz gefüllt. Es waren Juden aus dem ganzen Lande gekommen. Der Vorsitzende der Permanenten Kommission, A. As* scher, der die Versammlung leitete, wies in seiner Begriifltmgsanspradte auf die Bedeutung des Palästina-Aufbau- Werks hin. Oberrabbiner L.H. Sarlouis brachte den Lebenswillen des jüdischen Volkes zum Ausdruck. S. Lissauer erinnerte daran, daß im gleichen Saale vor 40 Jahren Max N'ordau zum ersten Male vor den Juden Hollands vom Zionisrntts gesprochen habe. Prof. Dr. [,), Cohen wies darauf hin, daß’nur in Palästina die Lösung der Judenfrage möglich sei. Rabbiner J. H. Dünner rief zum Vertrauen auf unsere Geschichte aut, mit der jedes Stückchen Palästinas getränkt sei. Mr. Abel J. Herzberg, der Vorsitzende des Niederländischen Zionisienbumies, forderte: ״Oeffnet die Tore Palästinas!•‘ Wir sind bereit zum Frieden mit den Arabern. Währund der drei Jahre des Terrors ist nicht eine jüdische Siedhing verlassen, sondern das Werk fortgesetzt worden. Zum Schluß wurde eine Resolution angenommen, in der Jeder Versuch, die Rechte des jüdischen Volkes auf Palästina anzutasten, zurückgewiesen wird, die künstliche Beschränkung der jüdischen Einwanderung und die Schaffung eines |>erma- 1u:n!ci1 Mimlerheitsstatus für die Juden abgelehnt wird und alle Juden atifgmifcn werden, in Zusammenarbeit »ft der Manuatarnndtt und in gutem Einverständnis mit der arabi- - r I\ 1 n י 'c 1\1,*1י in d• n Dienst des Aufbaus Kleine Nachrichten Der Verband der orthodoxen Rabbiner, die Agtidas Jisroel ן gtc. 11. ' A. (i<>od in;1 ti von der Agudas jisroel'' und .Npnidieig in d euer! ciie Lrhaltung' der jüdischen Rechte aut ן Mm d 1 ׳ ut׳n\1׳tut Beo hr inhung der Die Generalversammlung der ״Hicetn“ fand in Paris Am 25. Mai 1037 waren in den öffentlichen und privaten Volksschulen des Deutschen Reiches 0,31 Prozent der Schüler jüdisch und Ü,00 Prozent judisch-mischblülig im Sinne der Nürnberger Gesetze. Die Mehrzahl der insgesamt 24 464 jüdischen Schüler war an öffentlichen Volksschulen (13 681), jedoch hat dieser Anteil im Vergleich zum Vorjahre abgenonimen, während der der jüdischen Schüler in Privatschuien zunahm. Sir Robert Ludwig Mond starb in Paris im Alter von 71 Jahren. Er war ein Bruder des verstorbenen Lord Melchett. Anschrift der zuständigen Dienststelle des Reichsministeriums für Volksaulklärung und Propaganda. Die Pr esse-.4 bteilung der Reichsvertretung teilt mit: Vom Reichs!«misterium für Volksaufklärnng und Propaganda wird uns mitgeteilt, dal! ui allen Angelegenheiten des geistigen und kuitureilen judsdien Lebens (Presse, Buchhandel,^ Kulturbund Paßkontrolle für polnische Staatsangehörige. Der Verband , 1 1 *׳ 1 ית <י1 1 •י יי. י 1 י 1 \ י po n ausgestellt ti-.him־ sieh nur auf difjenigw-n I’iisse erstreckt, die nach dem I•' ro w‘< ’,‘(•"1‘/ ,1' ' 1 •וו-fm k, tfde"‘’Kon- 1 \11* * 1 ׳d R n.Vih P<t rt un Auslände sulate und die Generalkonsulate. Das Ergebnis der Kontrolle kann dreifacher Art sein: 1. Ablehnung des Vermerks; 2. ZurückbcliaUung der Eintragung des Vermerks; 3. Erteilung des Vermerks ״Geprüft im :sinne der Verordnung des Ministers des Innern vorn 6. Oktober 1038." Die Verordnung bestimmt, daß die Rückkehr nach Polen ausgeschlossen ist. wenn nicht der obenerwähnte Vermerk in dem Paß enthalten ist. Ein Zwang zur Vorlegung der Pässe zwecks Erteilung des Vermerks besteht nicht. Die Prüfung wird voraussichtlich bei der jeweiligen Verlängerung des Passes erfolgen. Wer aber seinen Paß zur Erteilung des Vermerks nicht verlegt, ist nicht irr der Lage, nach Polen zurückzukchren. Polnische Auslandspässe, die den Vermerk nicht enthalten, werden also durch die Verordnung nicht ungültig, sondern sie nehmen dem Inhaber nur die Möglichkeit, die polnische Grenze zu überschreiten. Das Generalkonsulat der Republik Polen in Berlin bittet, die Kontrolle der Konsularpässe nach Möglichkeit nicht sofort nach Inkrafttreten der Verordnung vornehmen zu lassen. Die Verordnung sieht eine Frist, in der die Kontrolle zu erfolgen hat, nicht vor. Es wird in den ersten Tagen mit einem Massenandrang zu rechnen sein, der nach Möglichkeit vermieden werden soll. Es liegt im eigensten Interesse aller polnischen Staatsangehörigen, daß sie die Vorlegung •der Pässe nicht übereilen, sondern nur dann die Vorlegung durchführen, wenn dies aus einem dringenden Grunde erforderlich ist. In diesem Falle bittet der Verband polnischer Juden seine Mitglieder, zunächst Ln seinen Sprechstunden (10—12 und 2—1 Uhr) vorzusprechen. Die Londoner Palästina-Kundgebung (Fortsetzung von Seite 1) Nach Dr. Weizmann ergriff der englische Unterhaus- Abgeordnete Herbert Morrison das Wort: Zu einer Zeit, wo die Juden große Sorgen haben, sollte es der Wunsch der britischen Regierung sein, die jüdisehe Auswanderung nach Palästina zu erleichtern, statt ihr Hindernisse in den Weg zu legen. Ich hatte das Vergnügen, Palästina und Transjordanien, die im Grunde mne Einheit darstellen, persönlich zu besuchen. Bei meinem Besuche beeindruckten mich zwei Dinge: Der wunderbare Pioniergeist und das wirtschaftliche Aufbauwerk, das von den Juden dort geleistet wird, andererseits die großen Landflächen, die noch auf Entwkklung warten. Die Pioniertätigkeit, die die Juden in Palästina leisten, steht nicht zurück hinter den besten kolonisatorischen Leistungen britischer Pioniere in früheren Tagen. Dieses Pionierwerk war auch weit davon entfernt, die Araber aus Palästina bmauszudrängen. Vielmehr ist durch die jüdische Einwanderung auch die arabische Einwanderung aus den benachbarten Ländern nach Palästina gewachsen, wänrena Palästina in früheren Jahren ein Land arabischer Auswanderung war. Ich habe immer die Ansicht vertreten, daß es keineswegs natumotwendig ist, daß Unfriede zwischen Arabern und Juden besteht. Die Politik der britischen Regicrung und der palästinensischen Administration hätte es sein müssen, die Zusammenarbeit dauernd und konsequent zu fördern, statt es zuzulassen, daß die Bevölkerung durch Terror eingesehüchtert wird. Ich weiß gut, daß es Entwände dagegen gibt, daß man größere britische Streitkräfte nach Palästina geschickt hat und das Leben britischer Soldaten oder britischer Polizisten aufs Spiel setzen mußte, nicht wegdenken, weil es dort 450 000 Menschen gibt, <fie ihren Schweiß und ihr Blut für den Aufbau des Landes hergeben. Zum Schluß sprach Prof. Brodetsky. Er sagte, daß Weh׳• manns Worte, der nach langem Schweigen• gesprochen hat, sicher dazu beitragen werden, um Hunderttausenden und Millionen Juden Hoffnung und Zuversicht zu geben. Man muß, wenn man den Juden in Palästina so viele Worte der Anerkennung zollt, nicht vergessen, daß es dort auch eine große Anzahl von Arabern gibt, die trotz allem Terror sich weigern, auf die Seife der Terroristen zu treten und auch heute noch friedlich ihrer Arbeit nachgehen, weil sie bestrebt sind, ein friedliches und nachbarliches Verhältnis mit den Juden im Lande herzusfeilen, lieber zehntausend Juden sind jetzt in der Polizei in Palästina eingestellt. Die Behauptung, daß Palästina ökonomisch nicht fundiert sei, ist absurd. Zum Schluß sagt Prof. Brodetsky; Wir müssen von der Regierung verlangen, daß sie nicht nur zur Baifour-Deklaration steht und nicht nur zum Mandat, bis eine bessere Politik gefunden wird, sondern wir können vor allen Dingen verlangen, daß die jüdische Ein wänderung nach Palästina ununterbrochen ihren Fortgang nimmt. Wir wollen, daß Juden und Araber in diesem Lande leben, weil beide zu diesem Lande gehören. Wir wollen weder von Arabern beherrscht werden, noch wollen wir die Araber beherrschen. Wir haben das Recht zu (ordern, daß das ausgeführt wird, was man uns 1617 zugesagt hat. Nach der Rede von Prof. Brodetskv schloß die Veranstaltung mit der Hatikwa und dem Gesang der englischen Königsliymne. Mandatskommission Spezialhaus für moderne Damen- und Herren-Strüttipfe, Handschuhe, Trikotagen, Wüsche und Strickwaren Strumpf haus Metzger Nachf. BINNO STRÜMP *\ i BERLIN NW7, FRIEDR1CHSTRÄ&S JE; 91/92 um dort Ordnung zu halten. Es ist daher wichtig, daß die britische Öffentlichkeit und das englische Volk verstehen lernen, daß die Juden in Palästina durchaus bereit sind, ihren Teil beizutragen und ihr Leben zu riskieren, wenn die Palästina-Verwaltung nur bereit ist, ihre Kooperation zu akzeptieren. Die Juden in Palästina sind mutig und durchaus'fähig, den Kampf za führen. Wir ernten jetzt in Palästina die Folgen der Schwäche, die wir gezeigt haben. Was wir brauchen, ist Stärke, Vernunft und Entschlossenheit. Die ständige Methode, dringenden Entscheidungen aus dem Wege zu gehen oder sie von einem Tag auf den anderen zu verschieben, hat uns nichts eingebracht, als Schwierigkeiten, Noch ein Gesichtspunkt ist von Wichtigkeit. Die Juden, die nach Palästina gehen, sind durchaus bereit, die finanzielle Verantwortung für den jüdischer! Aufbau im Lande auf die eigenen Schultern zu nehmen und diese Last selbst zu tragen. Sie verlangen nicht finanzielle Hilfe oder Verantwortlichkeit von uns. Es darf nicht vergessen werden, daß England als Treuhänder von 52 Na'ionen einschließlich der Vereinigten Staaten von Amerika das Mandat verwaltet. Es folgte eine Rede von Norman Angell, der sagte, es sei die Pflicht der christlichen Zivilisation, das Unrecht früherer Jahrhunderte am jüdischen Volke gutzumachen, Unterhaus-Abgeordneter Locker-Lampror! führte u. a. aus, wenn die britische Regierung so viel Geld dafür ausgegeben hätte, Tilden nach Palästina zu überführen, wie sie tatsächlich ausgegeben hat, um sie von Palästina fernzuhalten, dann würden die Dinge in Palästina heute viel besser stehen. Er glaube aber, daß jetzt ein Wechsel in der Palästina-Politik der britischen Regierung begonnen habe. Unruhe und Anarchie werden aufhören, und es wird eine starke Regierung Lm Lande geben. Unterhaus-Abgeordneter Denman meinte, es wäre bedauerlich, wenn England ein Versprechen, das es vor der ganzen Weit gegeben hat, nicht einlösen wolle tmd sich einer internationalen Verpflichtung, die es eingegangen ist, entziehen wollte. Was die arabischen Beschwerden betreffe, so müsse man sich darüber klar sein, daß diese nicht gegen die Art und Weise, in der das Mandat atisgeübt wird, vorgebracht werden, sondern gegen die Existenz des Mandats selbst. Chfefrabbl Dr. Hertz kritisierte die britische Verwaltung in Palästina. Die größte Anzahl der Opfer, die gefallen sind, sind Menschen, die zu den gemäßigten Arabern gehörten und von den Terroristen getötet worden sind. Die Regierung B. NBUMAMN PIANOS!RAD I O bat jahrelang nicht aufgehört, die extremen Gruppen zu fördern. Man braucht sieh als Beispiel nur den Jerusalemer Mufti vor Augen zu halten, der schon vor Jahren aer Initiator von Unruhen in Palästina gewesen ist, und den die palästinensische Verwaltung doch als den Repräsentanten der arabischen Bevölkerung behandelt hat. Es gibt 20 Millionen Araber auf der Welt, denen vier unabhängige Staaten gewährt worden sind. Warum sollen sie den Juden den kleinen Landstrich an der Ostküste des Mittelmceres nicht geben, ein Land, das ihren Vätern schon vor 2500 Jahren gehört hat? Was die arabische Bevölkerung betrifft, so braucht man sich um ihre Zukunft keine Sorge zu machen. Der Zionismus hat immer gesagt, seine Verwirklichung bedeute ein Leben mit den Arabern von Palästina. Was bisher geschehen ist, hat den Arabern nur Gutes gebracht. Ein N a 11 o n a 1 h e i m für die Juden muß tatsächlich das sein, was das Wort bedeutet. Nicht ein Nationalheim, in das man nicht hineinkann, sogar wenn Arbeit dort vorhanden ist, die auf einen wartet. Nicht ein Nationalheim, wo die Juden nicht Land kauten können, um Häuser zu bauen und Felder anzulegen, nicht ein Nationalheim, im dem man angegriffen wird und nicht das Recht hat, sich selbst zu verteidigen. und Palästina-Einwanderung Genf, 24. Oktober (Palcor). Die Ständige Mandatskommission des Völkerbundes trat heute unter Vorsitz von Pierre Orts zu einer Sitzung zusammen. Es fand eine kurze Debatte über den im September von der Kommission an den Völkerbundsrat erstatteten Bericht über Palästina statt. Der Vorsitzende berichtete über die Beratungen der Tagung und insbesondere über das vom Rat an den Tag gelegte Interesse betreffend die Bestimmungen des Mandats über die jüdische Einwanderung. Lord Hailey, der englische Vertreter, führte aus, daß infolge der Debatte bei der erwähnten Tagung des Rates ein Streit darüber entstanden sei, ob die Beschränkung der Ein- Wanderung einen Bruch des Mandats darsteile. Er wün* sehe daher, daß bei der nächsten Behandlung der Palästinafrage in der Mandatskommission die Möglichkeit gegeben werden soll, diesen wichtigen Punkt einer erneuten Prüfung zu unterziehen. Der Vorsitzende erwiderte darauf, daß der Bericht der Kommission die Meinung des gesamten Gremiums ausgedrückt habe, und erinnerte Lord Hailey, daß auch er dafür gestimmt habe. Lord Hailey sagte, daß er keineswegs beabsichtige, dem Bericht der Kommission eine neue Interpretatior. zu geben; er wünsche nur Gelegenheit zu haben, den erwähnten Punkt zur Diskussion zu stellen. Es ist wahrscheinlich, daß im Laufe der geschlossenen Sitzungen, die die Kommission abhalten wird, der Meinung«- austansch über den von Lord Hailey genannten Punkt stattfinden wird. Die Prüfung der Petitionen, die in ihrer Mehrzahl von Arabern eingesandt worden sind und gegen die Teilung Palästinas, gegen jüdische Einwanderung usw. protestieren, ist auf die nächste Tagung verschoben worden. Englische Fressestimmen Wie der diplomatische Korrespondent des Londoner ״Daily Hcrald“ vermutet, wird die Regierung bald nach wiedemisammentritt des Parlaments ihre neue Palästina- Politik bekanntgeben, und zwar mit drei Punkten: 1. Die Teilung wird definitiv fallen gelassen, da sie sich auf Grund des Berichtes der Woodhead-Kommission und nach den praktischen Erfahrungen der letzten Monate als undurchführbar erweist. 2. Die militärische Kontrolle wird so lange beibehalten und gegebenenfalls verstärkt, bis der Aufstand gebrochen und die Autorität der Regierung wieder hergestellt ist. 3. Nach der Wiederherstellung des Friedens und der Ordnung werden jüdische und arabische Führer zu einer Konferenz, mit den britischen Stellen eingeladen werden, um über die künftige Verwaltung Palästinas zu beraten. Ueber die Zukunft der jüdischen Ein wänderung erwartet der Korrespondent noch keine definitive Erklärung. Die Kräfte, die gegen eine Einschränkung oder gar Aufhebung der Einwanderung arbeiten, sind zahlreich und stark, Zu ihnen gehört nach wie vor Präsident Roosevelt. Lord Lloyd,'der frühere High Commissioner von Aegypten, veröffentlichte im Londoner ״Sunday Chronicle“ einen Aufsatz zur Palästinafrage. Er verlangt darin die Sicherung der Majorität für die Araber in Palästina und als Kompensation für die Juden die Möglichkeit der Einwanderung nach Transjordanien. Juden im Luftschutz. Wird ein Wohngebäude nur zum kleineren Teil von Juden bewohnt, so sind nach einer Ent- Scheidung des Reichsministers der Luftfahrt in diesem Wohnaebiude Juden nicht zur Durchführung des Selbstschutzes heranztiziehen. Besteht dagegen der überwiegende Teil der Bewohner aus Juden, so sind nur Juden zur Durchführung des Selbstschutzes in dem betreffenden Wohngebäude heranzuzichen. Luftschutzwart kann ein Jude nicht sein. 25 ÜTifm jriiftCT_ Aut der ״JÜDISCHEN RUNDSCHAU“ v. II. 10. 1913־ Der König von England hat an Stelle des Lord Alveratone, der seine Demission gab, den bisherigen Attomep-Ceneral Sir Rufus Isaacs, zum Lord Chief Justice (Oberrichter) von England ernannt. Lord Rothschild, der Neffe jenes Lord Rothschild, der vor 21 lahren die Balfour-Deklaration empfing, stand zum erstenmal als Redner vor einer zionistischen Versammlung. Er sagte, Palästina lasse sich heute aus dem jüdischen Leben Die Anglo-Palesitne Company (A. P. C.) gibt aus Anlaß ihres zehnjährigen Bestehens einen schön ausgestalte‘ ten und mit Illustrationen reich geschmückten Tätig■ keitsberichi heraus. I Geöffnet tägl. 11—20 Privat• I Sonn- und Feiertags Mittag- und Abandtisch I 11 -16 Tel. 24 BZ 5! ״״d 44 65 4־ Die gepflegte Küche im Westen Emst Herschthal Berlin SO, Mtnbmget Sit, 9 a. d. Augsburger Str. Privat- Mittag• und Abendtisch TagaKsHung•» Gedeck: RM 0.80 bis RM 1.50