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Jüdische Rundschau · 1938-10-21 · Heft 84 (21.10.1938) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 84 (21.10.1938)
Date
1938-10-21
Page
– (sequence 14)
Language
German
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JODISCHE RUNDSCHAU Nf. 84, 21. X. 1938 iibung ein beachtliches Können zeigten, Faul Eger im übrigen auch als hervorragender Hockeyspieler. Die Kreistagung in München 1921) hat endlich eine klare Formulierung unserer Stellung zum Zionismus zustande gebracht. Vorbei ist es mit der etwas verwässerten bisherigen Umschreibung, — cs heißt jetzt eindeutig, daß unsere Arbeit und unsere Aufgaben im Dienste des Aufbaus Palästinas Es beginnt nun eine Zeit mit dent besonderen Akzent auf f?steigerte Ausbildung von V orturnern und ri;>orl rainern. ine große Tat des Kreisprüsidiums, in diesem Fall das besondere Verdienst von Julius Hirsch, ist der mehrwöchentliehe Ausbildungskursus un der Eandvsturnanslalt in Spandau, an welchem mehr als 40 Mitglieder «es Deutschen Kreises mit großem Erfolg teilnehmen. Die nächsten .fahre stehen ganz, im Zeichen der immer größeren Ausdehnung des Sports und der großen äußeren Erfolge der Sportnbteilung, im besonderen die der Jugend. Es gab kaum ein öffentliches Sportfest in Berlin und der näheren *fr »i 91 S, 9:§0M; Kochbi I :-.v: Im Jahre 1923 wurde eine Abteilung gegründet, die be- Vereins einzunehnien. Es handelte sich darum, den Kern des Vereins, die alten und uralten Mitglieder, de en Wunsrh und Mille zur aktiven Teilnahme immer lebendig geblieben war, zu einer Sondcrgcmeinschuft im Kähmen des Klubs zusammen- /.!!fassen. Vach dem man etwa ein Jahr lang dutVli Schaffung einer Alt-Herren-Kicge, die an den Turmihenden der f, Manhatte, kam Carl Sobersk'i z.u Bavinn des Jahres 1923 mit dem V orschlag der (Iriltidnng eines A 1 t 11 e r r e n - B u n d c 9 heraus, ein Plan, der den Wünschen der n t.: ו Schaft in jeder Beziehung entgegenkam. Die Abteilung wurde sofort ins!.eben gerufen und erwies sich bald als ein besonders notwendiges Element im Gesamtgefüge des Klubs. Bei diesen Turnabenden war man in der Tat im Zweifel, ob mgit. sich im Jahre 1923 oder etwa so um 1095 herum befa»6k Es waren dieselben Menschen (wenn auch etwas fillliger geworden), die 20 Jahre früher in der Gr. Hamburger Straße den Kern der 1. Männernbteihing gebildet hatten, und es war immer wieder eine Freude festzustellen, wie diese alten Herren über Jahrzehnte hinweg sieh ihre körperliche und geistige Elastizität bewahrt hatten. Das Schwergewicht des Klubs verschob sieh immer mehr zugunsten der Sportabteilungen. Namhafte Sportler aus andie Gebrüder Kurz, zwei ausgezeichnete Sprinter und Springor. und dann der berühmte Läufer der finnischen Olympiamannschaft in Paris Eli K a t z, der zweite Sieger im 30<)0-min *I)eutsc 11*1'an(1''keinen gleichwertigen Gegner hatte, waren wir in der Lage, erstklassige Staffeln auf den mittleren und langen Strecken zu stellen, und nun begann eine Serie aufsehenerregonder sportlicher Erfolge, die den Bar Koehha zu einem über- VimIi nst von!)1 Rolujt \ t 1 a י /, dem Vorsitzenden der keinen' cigenen "~1’!.׳!'z״* F11<17ich' gelingt" cs' Juiiu^ IBrseh, der inzwischen Mitglied des Jugenddezernals der Gemeinde geworden war, von dieser eine Subvention zu erlangen, die es uns ermöglicht, an die abermalige Schaffung eines Sportplatzes zu gelien. Ein bereits bestehender Fußballplatz in Mariendorf wird für unsere Zwecke entsprechend umgebaut, und einige Monate später ist es so weit, daß der Platz den! Bar Kochba zur Benutzung übergehen werden kann. Mit einer festlichen Sportveranstaltung wird der neue Platz eingeweiht, und wiederum beginnt damit eine neue Epoche in der Geschichte des Bar Kochba. Die sportliche Glanzzeit des Bar Koehha! Die Erfolge unserer Mannschaft ziehen immer mehr bekannte Sportler zu uns herüber. Aus Breslau kommt Erich Bergmann, der beste Mitteidistanzier, den der Deutsche Makkabikrcis je gehabt hat, cdn Läufer, dessen Leistungen, auch mit internationalem Maßstab gemessen, erstklassig sind. Es kommt Hans Eger, ein zäher Kämpfer, dem mancher Staffelsieg zu danken ist, dann Fritz Gerber, Heinz Nathan und Kurt Lew i n. (Jnmöglich, hier die Erfolge dieser Staffel und die unserer übrigen großen Könner aulzuzälileo Jeder, der diese Zeiten milcrlebt hat, weiß, daß es Höhepunkte in der Geschichte des jüdisehen Sports waren. Kurz vor Ende des hier behandelten Geschichtsabschnittes kam es zu einer bedeutsamen Umwandlung des Klubs, der eine Neugruppicrung des Vereinsvorstandes voriuisgcgangen war. Neue, wenn auch nicht unbekannte Köpfe übernahmen die Leitung des Bar Kochba, an ihrer Spitze Dr. Hermann L e 1 0 w e r. Eine der ersten Talen des neuen Vorstandes war die Schaffung eines eigenen Klub heims als Zentrum des inneren Zusammenhalts. Dieses Heim w־urde in der Tat das, was seine Urheber gehofft hallen, schade nur, ׳laß es nicht auf die Dauer zu halten war. Immerhin kam es hier noch zu der vorhin erwähnten bedeutsamen Umwandlung des Klubs. Lv war die Fusion mit dem Fußballklub ״Ha k o a 11“. Die Zusammenlegung dieser beiden Vereine, von einigen prominenten Mitgliedern au! beiden Seiten schon lange in Ervvägung gezogen und propagiert, war bis dahin auf große Widerstände in beiden Lagern gestoßen. Man sah Kompetenzsehvvierigkeiten voraus, die nach Lage der Dinge schwer zu umgehen waren, aber schließlich siegten doch die Ja-Sager hüben und drüben, und endlich, nach vvochenlangen V orverhandlungen, kam es zu der geplanten Union. Die entscheidende Sitzung im neuen Heim des Bar Kochba endete mit der Bekanntgabe der vollzogenen Vereinigung unter dein erweiterten Namen ,,Jüdischer Turn- und Sportklub Bar Koch!'״-Ilakoah“. Das letzte Jahrzehnt Die Tatsache, daß der Bar Kochba ein Makkabi-Verein war, verpflichtete ihn zu einer Tätigkeit, die keineswegs auf das rein sportliche Gebiet beschränkt bleiben konnte. Die Re- Präsentation des jüdischen Sports nach außen hin mit dem Klagen David auf der Brust und den blau-weißen Farben war als Selbstzweck keineswegs genug Grund Lir seine Daseinsberechtigung und seine Zugehörigkeit zum Makkabi. Zwei Veranstaltungen bewiesen den Willen, mehr zu sein als ein jüdischer Sportverein, besonders deutlich: Die Herzl- Nacht und die Aufführung des Makkabi-Films. Ftlr beide war Felix Simmenaucr, Sprinter und Mitglied unserer 4 « lOO-m-Staffel, verantwortlich. Die Hcrz.l-Nacht zum Gedächtnis des Todestages Ilcrzls auf dem Westcndsportplatz war eine von dem bisherigen Schema gründlich abweichende Veranstaltung eigenen Charakters. Mit Sportwettkämpfen, Spreehchören, bei hereinbrechender Dunkelhait nufleuchtenden Scheinwerfern und Fackeln brachte sie eine besondere und eindrucksvolle Note in die Reihe der sonst üblichen Veran- Stallungen des Bar Kochba, die allgemeine Anerkennung und Bewunderung einbraehte. Simmenaucr war es auch, der mit viel Eifer und Geschick einen Schmalfilm aus dem Gcseheben und Lehen des Bar Kochba-Hakoah gedreht und zusammengestellt hatte und in einer Vorführung in der Kamera zum ersten Male der Oeffentlichkeit vorführte. Die allgemeine wirtschaftliche Krise begann um sich zu greifen und verschonte auch den Bar Kochba-Hakoah nicht. Schwere Existenzsorgen bedrohten den Club, der mit seinem großen Apparat, seinen vielen Trainern, Turnhaßen, gemieteten Sportplätzen, Heimpersonal usw. einen Riesenetat verlangte. Dr. Leie wer hatte die Leitung des Clubs niedergelegt, da er durch die. Leitung des Weltverbandes und an anderen Stellen zu sehr beansprucht worden war. Dr. Rahau hatte den Vorsitz des Clubs übernommen. Durch die immer populärer werdenden Bar Kochba-Bälle gelang es zwar immer wieder, den Etat einigermaßen auszubalancieren. Das Heim in der Uranienbunter Straße, ein wirkliches Zentrum des Clublebens, mußte schließlich doch aufgegel>en, Trainer mußten abgebaut werden, die Tätigkeit unseres Leichtathletiktrainers Hoke, eines der prominentesten und fähigsten Trainer, mußte nur noch auf die Kampfmannsehalt beschränkt bleiben. ln unserem körnet artigem sportlichen Aufstieg gab cs einen Stillstand. Es begann sieh sogar langsam eine rückläufige Bewegung anzuzciehncn. Der große Elan, dem ein gut 'Teil unserer Erfolge zu verdanken war, ließ nach, machte einem ruhigeren Tempo Platz, das nicht ausreichte, mit der Allgcmeinentvvicklung Schritt zu halten. Wohl konnte 1931 bei ״Potsdam—Berlin“ noch der 5. Platz erreicht werden, und das in einer Zeit, die noch wenige Jahre vorher zum Siege genügt hätte. Aber das Jahr 1932 brachte auch hier wieder einen erheblichen Rückschlag, so daß wir nur den achten Platz belegen konnten. Der Bar Koehha - Ilakoah bcteiligte sich in diesem Jahre zum ersten Male mit fünf Mannschaften an diesem Lauf, was bedeutet, daß inkl. Helfern, Ordnern, Etappenleitern und Ersatzleuten 300 Menschen 11n diesem Lauf aktiv beteiligt waren, eine arganisatorische Leistung von außerordentlicher" Bedeutung, die mehr Wert hatte, als ein oder zwei Einlatifsplätze an der Spitze. Alle Mannschaften lagen relativ günstig in ihrer Klasse und gaben damit einen sichtbaren Beweis für die erfolgreiche Breitenarbeit, die sieh jetzt immer mehr und mehr an Stelle der bisher gepflegten Spit/.enarbeil iin Club durehzusetzen be- Eine Damenfechtmannschaft des Bar Kochba Die Makkabi -Meisterst haften des Jahres 1932 in Leipzig brachten eine zahlenmäßig starke Beteiligung des Bar Kochba entsprechend der neuen Arbeitsrichtung, der Breitenarbeit. Von großer Wichtigkeit für den Club war es, daß er, nachdem er jahrelang ohne eigenen Sportplatz sich behelfen mußte nun in dem neuen Sportplatz der Jüdischen Gemeinde im Gruncwald ein neues Heim fand. War diese Sportanlage unter vielen Schwierigkeiten und Widerständen entstanden, so bildete sie doch bald den Mittelpunkt des sportlichen Lebens des Vereins und trug zur Intensivierung und Verbreiterung der technischen Arbeit erheblich bei. Im Frühjahr 1932 fand die erste Makkabia in Tel Awiw statt. Sie war trotz der Skepsis aller Pessimisten nach schwierigsten Vorarbeiten schließlich doch zum vorgesehenen Termin zustande gekommen und wurde von tiefgreifender Bedeutung sowohl für die Makkabi-Bevvegung wie für den Jisehuw. Nur klein war die Beteiligung des Makkabi aus Deutschland an dieser ersten Makkabia. Den Ilauptteil der Expedition stellte der Berliner Bar Kochba. Neben verschiedenen Einzelerfolgcn war es wieder die 4XlOO-m־ Staffel des Berliner Bar Kochba, die durch ihren Sieg an die Staffeltradilion erfolgreich anknüpfte. Wesentlicher noch als die sportlichen Erfolge der Makkabia war der ideologische Wert in seinen Auswirkungen auf die zionistische Entwicklung im Bar Kochba-Hakoah. Die persönlichen Beziehungen, die die Teilnehmer an* der Makkabia zu Land und Menschen in Eres! Jisraei gewonnen hatten, strahlten zurück auf die ganze Arbeit und Erziehung im Verein, immer mehr begann sich die zioni- -,tische Artreit im Club zu vertiefen und bestimmender Bcstandteil des Clublebcns zu werden. Der Sport und die Er- Ziehung durch Leibcsübung, wesentlichste Form des Vereins- 1 •bens wurde immer klarer und eindeutiger Mittel zum Zweck. Jn dieser Situation trafen die Ereignisse des Jahres 1933 den Club. Ein neuer Vorstand mit Dr. Friedenthal an der Spitze übernahm die Leitung. Völlig neue Wege mußten beschritten werden, der Aufbau einer eigenen Sportorganisation, die die sportliche Weiterarbeit ermöglichte, in die VN ege geleitet werden. Der Deutsche Makkahikreis mußte so ausgebaut werden, daß er eine den vorhandelten Möglichkeiten entsprechende Spor ׳״-.: Tio i ge- \vährleistete. Es war selbstverständlich, daß in erster Linie die Menschen des Bar Kochba-Hakoah diese Arbeit u.:er..al1men. Es begann der Kampf um den Aufbau der Organisation, es begann die Auseinandersetzung mit dem RjF., der in vielen Orten neue eigene äportgruppen ins Leben rief. Das Jahr 1934 begann mit einer Veranstaltung, die einen Höhepunkt darstellte: dem 11 a 11 e n s p or t f e s t in Frankfurt a. M. Der Bar Kochba Berlin beteiligte sich daran mit 20 Aktiven und mußte bei dieser Gelegenheit erneut feststellen, daß er keineswegs mehr der alleinige Repräsentant des Sports im Deutschen Makkabikrcis war, daß vielmehr allerorts die Makkabivereine außerordentlich an Kamptk alt gewonnen hatten, die sie nachdrücklichst zum Ausdruck brachten. Manch unerwartete Niederlage mußten die Berliner hei diesem ersten großen Mukkabitreffen nach den Umschwung mit nach Hause bringen. Trotzdem blieb natürlich noch der größte Anteil an der Siegesbeute in den Händen des Berliner Bar Koehha. Im Juni 1934 feierte die Fußballabtcilung des Bar Kochba-Hakoah ihr zehnjähriges Bestehen mit einer großen S -o-t-c '־•’tung auf dem Grunewaklsportplatz, Zum ersten Male waren 3000 Zuschauer auf dem Platz zugegen, die Zeugen eines außerordentlich gelungenen Sportfestes wurden. Neben einer kleinen aber ausgewählten Anzahl leichtathletischer Konkurrenzen stand ein Aufmarsch der Berliner Makkabivereine, verbunden mit einer Weihe der neuen Hakoahfahne, im Mittelpunkt des Festes. Die Makkabi-Meislerschaftcn des Jahres 1934 waren wohl das schönste sportliche Ereignis in der Geschichte des Berliner Bar Kochba. Sorgfältige Vorbereitung, eine tadellos klappende Organisation, außerordentlich starke Beteiligung aus dent ganzen Reich und herrliches Wetter schufen die günstigsten Voraussetzungen für ein volles Gelingen. 8000 Zuschauer, die größte Zahl, die je eine jüdische Sportveranstaltung in Deutschland aufzuweisen hatte, hatten die Tribünen besetzt. Aul der Bahn und auf dem Rasen spielten sich pausenlos herrliche Kämpfe ab, die die Zuschauer ständig in Atem hielten und in Begeisterung versetzten. Unvergeßlich wird allen Beteiligten der Einmarsch der Fahnen, der Aktiven und der Berliner Makkabi-,lugend bleiben, die auf dem Grün des Rasens mit ihren leuchtenden blau-weißen Farben ein eindrucksvolles Bild abgaben. Die Weihe der Makkabia-Fahne und die Klänge der llatikwa gaben dem Fest ein feierliches Gepräge. Die sportlichen Leistungen standen auf einem relativ hohen Niveau. Einen wesentlich breiteren Raum als früher nahm, der Mannschaftssport im Deutschen Makkabikrcis ein. Fußball und insbesondere Handball rückten immer mehr in den Mittelpunkt der sportlichen Betätigung der Vereine, besonders, da nur sehr wenigen Vereinen Aschenbahnen zur Verfügung standen. Die Meisterschaftsspiele im Hand- und Fußball bildeten bald einen besonderen Anziehungspunkt für das sportlich interessierte jüdische Publikum Berlins und lockten regelmäßig große Zuschauermengen auf den Sportplatz hinaus. Ein großes Aufgebot des Bar Kochba-Hakoah beteiligt« sich an der zweiten Makkabia im Frühjahr 1935. Ueber 30 Aktive stellte der Berliner Bar Kochba-Hakoah für die Deutsche Makkabia-Mannschaft. Die Geschehnisse und Erfolge der II. Makkabia stehen noch zu frisch in aller Erinnerung, als daß an dieser Stelle besonders darauf hingewiesen werden müßte. Die tiefen Eindrücke, die alle Beteiligten während der Makkabia empfangen haben, trugen zur Verstärkung der Arbeit nachhaltig bei. Immer stärker wurde die Organisation des MakkabL Großes Interesse löste allseitig der leichtathletische Verbandskampf zwischen dem Makkabi und dem RJF. aui dem Grunewald-Sporiplatz im Juli 1935 aus. Obwohl einige unserer Athleten infolge der Teilnahme an der Makkabln im Frühjahr dieses Jahres zu dieser Zeit nicht mehr in ihrer üblichen Höchstform waren, endete der Kampf nach spannendem Verlauf mit einem eindeutigen Siege des Makkabi. Wieder stellte der Berliner Bar Kochba das Gros der Makkabi-Kämpfer, die auch bei den Makkubi-Mcistcrschaften, die der Bar Koehha Leipzig in außerordentlich gelungener Weise zur Durchführung brachte, viele Erfolge einhcüusen Der innere Betrieb des Vereins wurde weitestgehend umgestellt auf intensivste Erfassung eines jeden Mit• gliedes in sportlicher und zionistischer Beziehung. Breitenurbeit und Jugendarbeit, die Richtlinien unserer Arbeit zustimmen mit der Tarbulharbcit wurden mehr und mehr Wirklichkeit, was der Geschlossenheit des großen Vereins, dessen Mitgliederzahl auf ca. 2800 gestiegen war, sehr zustatten kam. Die Turnhalle in Ilalensee wurde der Schlüsselpunkt der Arbeit, Turnen selbst, jahrelang vernachlässigt, wieder in den Mittelpunkt der Vereinsarbeit gestellt. Turnmeisterschaften und Turnvvettkämpfe, Bühnenschauturnen wurden erfolgreich veranstaltet. Der Mannschaftssport erfaßte weite Kreise der Aktiven. 26 Handball-, 16 Fußball- und 4 Hockey-Mannschaften waren in 1936/37 tätig. Die Verluste durch Auswanderung waren besonders in der Leichtathletik schwer zu ersetzen. Die Leichtathletik-Meisterschaften •wurden nicht mehr durchgeführt, an ihrer Stelle nur noch die 1935 zum ersten Male ausgetragenen Junioren- und Jugendmeisterschäften, die Zeugnis ablegten von der erfolgreichen Jugend- und Nachwuchsarbeit des Makkabi. Als im Jahre 1937 Friedcnthal infolge Arbeitsüberlastung den Vorsitz des Klubs in die Hände von Exi ncr legte, war eine bedeutungsvolle Etappe abgeschlossen. Ein Verein von großem Umfang, mit 38 Abteilungen, nach innen und außen von stärkster Geschlossenheit, auf sportlichem, erzieherischem und kulturellem Gebiet auf außergewöhnlichem Niveau stehend, stellte die neue Führung vor die Aufgabe, dieses Erbe weiterzuführen. Dr. Robert Atlas z Eli Kat frühere Langstreckenläufer des Berliner Bar M&kkabi-Archiv ';

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