Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 80-81 (7.10.1938)
- Date
- 1938-10-07
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU PALÄSTINA-BLATT Nr. 80/81, 7. OKTOBER 1938 1Q33 1937 3 338 6300 10 505 27:300 5 371 12700 5 352 0060 1 selig das;ogenan nten Industrie-Probleme Die rasche Entwicklung der palästinensischen Industrie in den letzten Jahren geht am besten aus der von der Jewisli Agency aufgestellten Statistik hervor, die die jikhsehen Betriebe erfaßt. Es gab danach 1929 Zahl der industriellen Unternehmungen 2 475 mit darin beschäftigten Personen 10 968 Angelegtes Kapital (in je 1090 Pfund) 2 234 Wert der Produktion 2 510 Man sieht auf den ersten Blick, wie ar Kapital noch im Jahre 1929 war. In jedeu Industriebetrieb steckten im Durchschnitt knapp 1090 Pfund; wenn wir die großen Gesellschaften herausnehmen, hatten die meisten Fabrikanten keine 500 Pfund in der Firma. Das gesamte Kapital, das in der nationalen jüdischen Industrie arbeitete, betrug 1929 zwei Millionen Pfund. Man bekommt eine Vorstellung von der damaligen Dürftigkeit, wenn man bedenkt, daß es in wenigen Jahren (1929—1937) sich verfünffachen konnte. Die Unternehmungen vermehrten sich nicht ebenso rasch. Die zuletzt ermittelte Anzahl von Fabriken — 6300 insgesamt — ist etwa 2>,'2 so groß wie vor acht Jahren. Durchschnittlich verfügt aber jeder Betrieb heute über 2090 Pfund Kapital, es wachsen also die wirtschaftlich besser fimdierten Betriebe. Neben *den Handwerkern, die im Besitz einer kleinen Maschine waren, bauten Unternehmer moderne Werke, wie wir sic uns unter Fabriken eigentlich vorstcllen (für Zement, Eisengusse, Webereien usw.). Im Jahre 1929 kam auf jeden in der Industrie Beschältigten eine Produktion in Hohe von 227 Pfund. Acht Jahre später gab es an Stelle von 11 000 Arbeitern und Angcstcllten 27 300 in der Industrie beschäftigte Personen, auf deren Kopf jeweilig 370 Pfund Er Zeugnisse, d. h. 113 Pfund mehr kamen. Bei einem Arbeitslohn von 120 Pfund betrug der Anteil des Lohnes an dem Erzeugnis im Jahre 1929 über 50 0>, im Jahre 1937 nur noch 31 ־״«. Das ist sehr wichtig in einem Land, das gegenüber der Umgebung hohe Arheiislöhne bezahlt, da die Produktion auf die Dauer nicht mit zu großen Ausgaben für die Herstellung belastet werden kann. 80% der Industrleprodukte werden Im Lande erzeugt Im Jahre 1937 wurden, abgesehen von Nahrungsmitteln und von Rohstoffen, für etwa 9 Millionen Pfund ,Ihdustrieprodukte ein geführt. Ein Blick in die nächste Tabelle belehrt uns, daß im selben Jahr die jüdische Industrie allein für denselben Wert produzierte. Die 6300 Betriebe, die an diesem Erzeugungsprozeß beteiligt sind, arbeiteten wertmäßig in: Nabrungsmittelveredelung 2 300 000 Iridustr. Bearbeitung von Stein und Zement 1060 900 liidustr. Bearbeitung von Holz 800 000 Chemikalien 720 (00 Metalle (inkl. Mascl’i-icn für 920 fOO Pfund) 1 120 000 _ Elektrische Artikel (für 140 000 Pfund! Elektrische Kraft (für 500 000 Pfund' 640 000 »* Erzeugung von Pottasche -und Brom 2501X10 Kleiduitg nnef TcxtiliefT ** 000 930 ׳*״ ־ ׳ ׳• teder1"' ' 410 000 Papier und Druck 580 000 Sonstigem 280 OOP 9 060 TOO Export 10% der erzeugten Güter Die Qualität, nicht nur die Quantität, ließ ursprünglich sehr zu wünschen übrig. Aber welches Land hat nicht 711erst über die heimischen Waren geklagt? Der zu Witzen geneigte Jude kann stundenlang Scherzhaftes erzählen über das Thema ״made in Palcstine“ (Tozereth Haaretz). Aber seine Zigaretten, Srhokolademvarcn, verschiedene Konscrven, Bier, Wein und sonstige Getränke nehmen es mit den ausländischen Marken auf. Wenn die ״SI1emen“-Werkc in Haifa Seifen und Oele im Wert von 75 090 Pfund nach 65 Ländern schicken, spricht dieser Umstand schon für die Güte der Artikel. Die Konfektion versucht sich mit ihrer Kollektion bis nach Südafrika, Khakistoffe wurden von der türkischen Armee im Lande bestellt. Die künstlichen Zähne einer Fabrik gehen in die ganze Welt. Leben am Toten Meer So paradox es klingt, das meiste!.eben ist jetzt am Toten Meer, wo keine Blume wächst und kein Vogel sein Nest aufschlägt. Hier herrscht Hochbetrieb. Man beutet d:e wertvollen Kali- und Bromlager aus, hat genug, um die heimische Landwirtschaft zu versorgen mit künstlichem Dünger und beschickt mit Pottasche noch den Weltmarkt. Der Export ist immerhin schon so groß wie der Elsaß-Lothringens vor dem Weltkrieg. Und die Abfallprodukte lassen die F.ntstehung einer weiteren chemischen Verwertung im großen Stil wahrscheinlich erscheinen. Auch der Jordan, der seit Jahrtausenden nutzlos seine Finten ins Tote Meer ergoß, ist cingefangcn und liefert e'ektrischen Strom. Die Pal. Electr. Corn. ist der größte Bctreb des Landes, sie beschäftigt 120''—1500 Menschen. Der Absatz steigt dauernd, besonders, da die künstlichen Brunnen 40 «/o der Kraft in Anspruch nehmen. Die Ba!'me wachsen nicht in den Himmel In diesem ״unwahrscheinlichen“!and wäc'-'t •manches über Nacht wie der berühmte Kikajon des Pro- •pheten Jona. Aber wie selbst das einfache Gras leicht verdorrt, so schließen über Nacht große Fabriken d׳'c Tore. Meist ist der fehlende Schutzzoll daran schuld. Die Rederung läßt sich dann nach eii/iger Zeit herbei, eine Einfuhrabgabe von 15 ״» auf fremde Waren rinzuführen. Leider geht es in der Wirtschaft wie in der Heilkunde. Die Diagnose und die Therapie kommen oft zu spät. Und wenn wir sagen, daß die Rückvergütung z. B. des Znckerzo'les auf ans״cfiihri Marmelade, Säfte, Schokolade den Fxnort erst rentabel truv-bt und die Regierung nicht darin einwilligt, so klingt das reichlieh merkwürdig. Es ist überhaupt ein Wunder, daß bei allen Schwierigkeiten der amtlichen Stellen der Aushau der Produktion vorwärtsgeht. Chassis, die Schränke der Fei״•;- daires, selbst ganz kleine Autos werden hier hergc'teüt, vom Füllfederhalter bis zum Segelflugzeug gibt es eigene Modelle. Auf einzelnen Wirtschaftsgebieten hat man sich schon völlig selbständig gemacht und bezieht nur noch von der heimischen Stein-, Zement-, Ziegel- und Marmormdustnc: d:e Möbel des Landes sind billig, gefällig, wenn auch sehr leicht, keramische Artikel ganz geschmackvoll, Aluminiumerzeugnissc auf durchschnitthcher Höhe. Trotzdem wird Palästina niemals autark werden könne׳', es braucht selbst, wenn die Aufforstung gelingt. Holz für Orangenkisten und Papier (als Orangenhülle) in großen! Schwerer Terror-Ausbruch 21 Juden in Tiberias getötet — Zahlreiche Gefechte Ein unfaßbares Ereignis Die Nachricht über das entsetzliche Unglück, das die jüdische Vorstadt Kirjath Schmuel bei Tiberias getroffen hat, erschüttert uns aufs tiefste. Die Zahl der Opfer und die Umstände, unter denen dieses Unglück geschah, versetzen den Jischuw und das ganze mit Palästina verbundene jüdische Volk in tiefste Bestürzung. Es ist nach den bisher vorliegenden Nachrichten kaum faßbar, wie ein derartiges Unglück geschehen konnte. Von 9 bis 12 Uhr nachts wüteten die Terroristen in Kirjath Schmuel, ermordeten Männer, Frauen und Kinder, plünderten und verbrannten Häuser und öffentliche Gebäude, und alles dies unter den Augen von Polizei und Militär in der Nachbarschaft der dicht bevölkerten Stadt Tiberias. Wenn auch anerkannt werden mag, daß die Befriedung eines zerklüfteten Landes, wie cs Palästina darstellt, mit zum Teil offenen Grenzen und einer Bevölkerung, die freiwillig oder gezwungen den Terroristen Vorschub leistet, nicht einfach ist, so geht es doch über alle Fassungskraft des natürlichen Menschen- Verstandes, daß die Regierung rieht imstande sein solk mit den ihr zur Verfügung stehenden Machtmitteln die städtlsehen Siedlungen wirksam zu schützen. Die jüdischen Instanzen, die Exekutive der Jewish Agency und das Oberrahbinat haben ihren Protest bereits in wirksamer Weise zum Ausdruck gebracht. Es darf aber nicht bei Protesten bleiben, und wenn nicht die vergangenen Ereignisse, so muß unter allen Umständen das Blutbad von Tiberias, das in seinen Ausmaßen alles bisher während der Unruhen in Palästina Gewohnte weit übersteigt, Anlaß dazu sein, daß energische Maßnahmen gegen diejenigen getroffen werden, durch deren Nachlässigkeit es zu solchen Ereignissen gekommen ist. Die Stimmung der Erbitterung, die in den betroffenen Kreisen des Jischuw notwendigerweise entstehen muß, führt nur allzu leicht dazu, Verdächtigungen und Vorwürfe zu erheben und den guten Glauben der Mandatsregiernng zu bezweifeln, wenn es um die Bekämpfung des Terrors geht. Ohne Zweifel aber kann ein solches Ereignis nicht eintreten, ohne daß schwere Unterlassungssünden vorgekommen sind. Das Blut der unschuldig gefallenen Opfer verlangt ihre Abstellung und die sofortige Durchführung jener Maßnahmen, die seit langem von der jewish Agency und den offiziellen ji'ulischeu Instanzen i!n Lande gefordert wurden, um einen wirksamen Schulz aller jüdischen Siedlungspunkte zu erzielen. Wenn dieses furchtbare Unglück einen Sinn haben soll, dann müßte er wenigstens dieser sein, daß weitere Ertfigflfisse"* dies?r Art" verhindert werden. Das Mitgefühl des jüdischen Volkes mit den Opfern von Tiberias ist groß, nicht weniger stark aber ist unser Wille, dem Jischuw bei der Durchsetzung seiner Forderungen beizustellen, damit die Sicherheit seines Lebens und Eigentums wirksam gewiih!־leistet wird. Der Ueberfall auf Klriath Schmuel Jerusalem, 3. Oktober. (Palcor.) In Kirjath Schmuel, dem jüdisch n Vo: ort von Tiberias, wurde Sonntag rberd ein arabischer Gewaltakt verübt. Ungefältr 100 Terroristen fielen in den Vorort ein, ermordeten einundzwanzig Juden, die meisten Frauen und Kinder, und verwundete drei weitere. Die Synagoge wurde in Brand gesteckt und zerstört. Ferner wurden das Postamt, die Verwaltungsbü os sowie mehrere Häuser niedergebrannt. Jüdische Ghaffirim verfolgten die Terrors׳en und töteten sechs Araber in einem Gefecht in der Nähe von Mizpah; sie beschlagnahmten eine Anzahl Gewehre. Ein amtliches Cominunique über die Vorgänge in Tiberias meldet, daß zwei arabische Gruppen die Stadt aus zwei Richtungen angriffen. Sie durchschnitten alle Te'.ephondrähte und beschossen die Stadt aufs heftigste von den Bergen, bcsonders die!Polizei- und Verwaltungsgebäude. Gleichzeitig wurden eine Synagoge und sechs jüdische Häuser in Brand gesteckt. Die Polizei erwiderte das Feuer, während Ver- Stärkungen von den transjordanischen Grenzkräften herbei- Einer weiteren Meidling aus Tiberias zufolge plünderten die Terroristen erst die Synagoge und die Lläiiser, bevor sie sie in Brand steckten. Die Büros der Bczirksverwaltmig wurden vollkommen zerstört. Die Namen der in Kirjath Schmuel Ermordeten sind: Herr und Frau Jehoschua Lcnuri und ihre zwei Kinder; Sara J o c 11 a n a n und ihre sechs Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahrei!; Herr und Frau Menacbem Kat in; drei Töchter einer Familie Le y 111 an; Jakob Groß; Mosche Saposhniko; Jakob Zelig, der Svnngogcntliener und zwei Ghaffirim Israel Fuchs man und Zvi Chaskelev i t 7. Sämtliche Opfer wohnten in drei Häusern. Ausmaß, Wolle, Baumwolle, Chemikalien und Spezia'masclünen aller Art, Metalle auch in besonderer Bearbeitung. Die Weber von Lodz Fine knappe Wegstunde von Tel Awiw, mitten im Sand und angeglüht von den Sonnenstrahlen, liegt die Fabrik •״' odzia“. Wenn sie voll arbeitet, sind über dreihundert Menschen beschäftigt. Nicht durch Zufall hat die Fabrik ihren Namen. Lodzer Juden sind es hauptsächlich, die Wolle, Baumwolle, Seide, Flachs, Kunstseidenfäden verarbeiten. Sic haben es nicht leicht. Das Ausland verkauft die Erzeugnisse unter dem Herstellungspreis und billiger in Jaffa als am Fabrikort. Trotzdem, die Fachleute aus Polen schaffen es. 1935 taucht 7t11n erstenmal die Ausfuhr ״Textiles“ in der Exportstatistik auf mit 9090 Pfund, ein kleiner Posten, der im Millionenbudget keine Rolle spielt. Aber 1936 werden schon Waren für 26 000 Pfund verkauft, und im Jahre 1937 sind es bereits 58 000 Pfund, die durch den Verkauf ins Ausland erlöst werden, dazu Bekleidungsstücke im Wert von •14 0' <1 Pfund. Und der Export wächst, je mehr der palästi- 11cns';cl1e Käufer sich mit Erzeugnissen des Landes versieht, mit Sj.üniufen, Unterwäsche, Hemden, Schuhen, Sandaleu, Mützen, Badetrikots, Damentaschen, Regenschirmen. Dr. Felix A. Theilhaber, Tel Awiw Der Stadt Tiberias wurde ein 22stii11diges Ausgehverbot auferlegt. Das Oberrabbinaf hat den Stillstand aller Arbeit für zwei Stunden während des Begräbnisses der Opfer angeordnet. Die ganze Stadt Tiberias war in einer Stimmung tiefster Trauer, die vom Jischuw geteilt wurde, als das Begräbnis stattfand. General-Lientnant Hain i n g, der Oberbefehlshaber der palästinensischen Truppen, Mr.' Saunders, der Leiter der Polizei, und der Bezirkskommissar von Galiläa besuchten am Montag Tiberias. Die Oberrabbiner von Palästina, Dr. Isaac Hertzog und Jacob M e i r, sandten ein Telegramm an den Kolonialminister Malcolm MacDonald, in dem sie ihren Abscheu über die Ereignisse in Tiberias zum Ausdruck bringen und in Gottes Namen an ihn appellieren, den Terror zu beenden. Eine weitere Erklärung hat im Namen der jewish Agency Mosche Tschertok erlasse!!, in der er sieb gegen den Terror wendet und insbesondere sein Bedauern darüber ausspricht, daß die seinerzeit von den jüdischen Instanzen vorgeschlagenen zusätzlichen S c!1 u t z m a ß n a h m e n nicht rechtzeitig durchgeführt worden sind. Schertok betont, daß die Jewish Agency besonders auf die Bildüng weiterer mobiler Nachtwachen sowie Gegenangriffspatrouillen gedrängt habe, die sich als äußerst wirkungsvoll bei der Abwehr von Angriffen zeigten. Einer einzigen jüdischen Nachtpatroinlle in dem Bezirk von Tiberias gelang es, den Terroristen eine scharfe Strafe zuzufügen. Wenn mehrere solcher Patrouillen zur Hand gewesen wären, halte es ihnen vielleicht gelingen können, die Terroristen zu überrasche״, als sie sieh Tiberias näherten oder als sie alle zur Stadt führenden Straßen verbarrikadierten. Auf diese Weise halte die Patrouille den Ueberfall verhindern oder bähe wenigstens die Truppen rechtzeitig Gefechte und Terrorakte Jerusalem, 2. Oktober. (Palcor.) Die verwundete 21 jährige Gifa Gold e n b e r g erlag ihren Verletzungen. in der Nähe von Sichron Jakob wurde heute eine Gruppe jüdischer (ihoflirim von bewaffneten Arabern angegriffen. Ariel! Hazotm (21 Jahre alt), ein Mitglied der Kwuza Alumoth, und der 23jährige Meir Mizrachi wurden verwundet. Joseph Ta rahn Ins, ein 34jähriger sefardischer Kaufmann, wurde heute von einem unbekannten Araber im Geschäftsviertel von J e r u s a I e m angeschossen. Israel Bibi aus Tiberias wurde heute, als er in einem Geschäft in Z c in a c 11 Einkäufe machte, von einem Araber angefallen und erlitt leichte Verletzungen. Eine Abteilung des Royal Seot Regiments stieß a«|:hen Tülkerfirt Und Kalkilieb auf Terroristen, tötete öreiTAraber und nahm acht gefangen. Geweine und Munition jjjjjrden beschlagnahmt. Nördlich von Jerusalem wurde eine Gruppe von Arabern ertappt, die gerade im Begriff waren, eine Straßenbarrikade zu errichten. Einer von ihnen wurde getötet und ein zweiter gefangen genommen. In der Nähe von Petach Tikwa wurde ein Terroristenführer von der Polizei verhaftet. Bombenexplosion in Jaffa Jerusalem, 3. Oktober. (Palcor.) In Jaffa wurde gestern abend in ein Haus i!11 Manschia-Vtcrtcl eine Bombe geworfen. Bei der Explosion wurden sechs Araber ge.- tötet und drei verwundet. Daraufhin wurde erklärt, daß die Araber die Juden für die Explosion verantwortlich machen. In Wirklichkeit wurden jedoch die Araber getötet, als sie eine Landmine )!erstellten, die ihnen bei der Arbeit explodierte. Meier L a n d s b e r g, ein iöja hn'ger Lokomotivführer, wurde heute morgen auf seinem Weg zur Arbeit in Haifa e r s e 11 0 s s e n. Aus arabischer Quelle verlautet, daß mindestens siebzig Terroristen in dem Gefecht bei Ramallah am vergangenen Samstag getötet wurden. Es wurde jetzt bekannt, daß bei dem Gefecht bei Bethlehem am Sonnabend sechs Terroristen getötet wurden, darunter ein Anführer, wählend sieben verwundet wurden. In dem gestrigen Gefecht zwischen jüdischen Ghaffirim und Arabern in der Nähe von Zichron Jakob, sind den Terrofisten fünf Verluste /״gefügt worden. Der 15 Jahre alte Alijahti Gutkin wurde im Grenzbe/ir k von Jaffa und Tel Awiw schwer verw u!1 d e t. Heute nachmittag wurden in einem Gefecht mit jüdisehen Ghaffirim in der Nähe von Kfar Tabor zwei Terroristen getötet. Eine Fiiigzeiigpatrouille sah gestern arabische Terroristen in der Nähe von Tiberias und feuerte, wobei drei Araber getötet wurden. An einer anderen Stelle stießen Ghaffirim auf Terroristen und töteten zwei. In der Nähe von Kubab an der Landstraße Jerusalem— Jaffa kan! es zu einem Gefecht zwischen Polizei und Terroristen, in dem ein Araber getötet wurde. Die erste ürunpe von 21 britischen Polizisten traf heute im Hafen von Tel Awiw aus England ein. Jerusalem, 4. Oktober. ‘(Palcor.) In der Nazareth- Straße in Haifa wurdet! bei einem Schußwechsel der 22jährige Mosche Suesberg und der 22;ährige Joseph Rom b erg Zwischen Tel Cliaim und Tel Awiw wurde Mosche Zcntlcr (!0 Jahre alt), erschossen. In der Nähe von Mikwe Israel wurde der 22 Jahre affe Abraham M i!1 z schwer verwundet. Bei Zusammenstößen in Galiläa wurden 7 Araber getötet. Ein britischer Soldat, der am 28. September bei Bethlehem verwundet worden war, ist seinen Verletzungen erlegen. Die Gebäude der archäologischen Expedition in Tel Duweir, dem biblischen Lachisch, wurdet! von arabischen Terroristen schwer beschädigt. Der ,.H a o I a m“ wurde für zwei Monate wegen Veröffentlichung eines Artikels, in dem der D'striktskommissar des SüddBtrikts kritisiert wurde, verboten. Jerusalem. 5. Okiober. (Palcor.) Am .1־:; noch nachn!i tag wurden größere englische Flugzcugabteihingcn in der Nähe des Tiberiassees eingeselzt, bei den Kämpfen sollen etwa 90 Araber getötet worden sein.