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Jüdische Rundschau · 1938-09-30 · Heft 78 (30.9.1938) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 78 (30.9.1938)
Date
1938-09-30
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JHDISCHF RIJNnsrMAtl Nr. 78. 30. IX. 1938 Der erste KraStwagen Karl Benz als ״Erfinder“ Von st. John C. Nixon. Wir vcröf fcntlich'en in \r. 50 einen Aufsatz mit dem Titel ״Ein Pionier der 'Technik‘‘■ Zu diesem Thema bringen 1 vir nachstehend zwecks Berichtigung einiger in diesem Artikcl angeführter nicht zutreffender Angaben einen Aufsatz, der in der ״Ihitisli Motor“Summer der Londoner ״Times“ vom '10. Mart 193$ veröffentlicht wurde. (Redaktion) Die Probleme der Entscheidung darüber, welches der erste Kraftwagen und wer sein Erfinder war, sind nicht leicht /11 Iriscn, da jede der beiden Bezeichnungen ״Kraftwagen" inul ״Erfinder“ in mehr als nur einer Weise gedeutet worden können. I in Jahre 1770 haute der Franzose Nicolas Joseph Cugnot ein ilainpfbetriehenes Straßcufahrzcug, und fast ein Jahrhundert spater beschäftigten sich andere Ingenieure mit dem Kraftfahrzeugprnhlem. In fast jeden! Falle aber wurde Wasserdampf ais treibende Kraft gewählt, und es gehört deshalb eine starke Einbildungskraft dazu, eilt Verbindungsgiied /wischen dem Ben zinkraftwagen und seinem Erfinder einerseits, und denjenigen Ingenieuren der Vergangenheit, denen die Verbreniiungskraftmaschine unbekannt war, andercrscits, herzustellen. Diese Probleme bleiben indessen seihst dann ungelöst, wenn wir den Wasserdampf bei unseren Betrachtungen ausschalten, denn /wischen den Jahren ISO7 und 1885 wurde eine Anzahl von Versuchen durchgefühlt, zur Fortbewegung von ötraik'iifaiir/eugen Verltrctinungskraftmaschinen zu v«rwenden. Wenn Erfolg oder Mißerfolg außer Betracht gelassen wird, dann muß der Sic geslorbecr für den Einfindergeist einem Schweizer. dein Major Isaac de Riva/, gereicht werden, denn er baute ein solches Fahr/eug, auf das ihm am 30. jarisiar 1 S«17 <11:׳ Patent erteilt wurde. Seine Arbeiten führten ab־.' r /!! j.!; 0 hm u ml bim hon lut!!glich eure geschichtliche Epi-?04! U.!.tu a ob J• ihre sp. זי) ז 1 baute der naturalisierte Franzose r.t:•. ׳nur! u mm ein am iur um!1 id Verbreiniungskraftmaschi ne a: i יי u! Id hi /mag: US ' IV u rde aber richtiger sein, diesen :-■ח! vpicur 0 .s Li PmilT du״־* < ia -mt'tors zu bezeichnen, denn ihm w.i rd U! a r rankimi 11־ ui n Patent (Nr. 13621) auf ״einen uur di \V1 n mm!1 ח ng von (1as ו1 etnebenen Motor" erteilt. Der!' r f 1 n i 11' r ־■ u; ■) ר m Ealir/m יו. 3־1 ■ .1f fran/׳Nischen Straßen gefahren har •ni, 13. ״*» •;!! V! ui f!11/1 .1 h ui; un daiiiber nicht bekannt. Im j.1 h IV ׳18 7 w״n iu d. JN Problem nochmals, und zwar von 1, t > 1 V 1;1rca- . uif .m 3 ־ r i dfen, der meistens für enen ־־V) ■tu rr um hu T u ‘ * it, in Wirk die hkeit aber deutscher Staatsan- ־uh. mm lu nt u ar. Ol׳ ur! oiu h es müßig sein wurde, be- Mri;ton /; 1 wn!; u n, daß Man .'US als Ingenieur ein Genie war, so war u r a m! Tfunier d( K h ebenso unbefriedigend wie er pro bukt;V w 0 r Ma-di m t'lltc t .dm i-chc, elektrische und andere In:! ׳:;:•!nt. 1m prange!׳ 1 st'if 1en 1 Hi n so zahlreich, w e überreif c IM1. ־!;r! ICH V 11!'׳ Hau , ־11(1 Mir Eide fallen. In der Zeit vom M 1 r/ Hv Iw- \ La 1 1806 w!1 rth •n ihm in Oesterreich, wn er dun prnlb u r! T u; i N (U H US 1 eh f 118 wohnhaft war, nicht weniger als 3b Va tu ■nie c 'Heilt, 1 11 c -י ich!, aiigefangen mit einem verbu־- su nun s ■ :du '!•!] t üsvent il tu r f )ampfkessel und einem Kop.erapparat ftir Lithographen bis auf ein Galvanoskop und eine verbesserte ()elbreniierbauart bezogen. Die Marcus’schen Versuche Marcus bezeugte für seine eigenen Erfindungen nur solange Iipteresse, wie sie sieh im Versuchsstadium befanden; sobald sie aber auch nur den geringsten Grad der praktischen Verwendbarkeit erreicht hatten, warf er sic zugunsten irgendeiner anderen Sache beiseite. Im ganzen stellte er vier sich selbst fortbewegende, mit Verbreiinungskraftmaschinen ausgestattete Straßettfahr/eugc her. Das erste wurde im Jahre 1865 feitigofste 1t (wenn ein solch,er Ausdruck überhaupt anwendbar erscheint). Marcus sowie ein im selben Hause mit ihm wohnender Gehilfe und Herr Albert H. Ctirjil schoben das Fahrzeug an einen ruhigen, an die Mariahilfer Straße in Wien angrenzenden Fleck, wo der Motor in Gang gesetzt wurde. Da- I•ahr/nig legte mit eigener Kraft eine Entfernung von 277 Meter zurück; dann aber trat eine Panne r:n. worauf es durch d׳e 1)1 ei /umekgeschoben wurde, um 11 icin:!'s wieder benutzt zu werden. Es wurde abmontiert und die l Vbrrbh!h-c! gingen verloren. 1 >11• ■ weitere I ahr/eiige von etwas veränderter Bauart wurden zu ׳.euer -nutcivn /ed, jedoch mit nur geringem r gar k! :/mm 1 rto'g gebaut. Das cr-.tr Fahrzeug dieser zu! ׳ui!71,;,nt!nounirt m;1 hi ute 1111 1' eclin schien Museum zu \\ .1 u; i 1- /׳ס.’/!and -einen Weg nach Holland und das 7:1a!:7 1־ .Vit. :7׳.über סס -puterc Schicksal dieser Fahr- /״:.gi;71־ weht-. in könnt gt worden. Man kann von keinem;1:100־ V׳•!-liehe behaupten, daß er einen Stein in dem (iebniiiic des Autoinobdweseits bedeute, denn Marcus tat kaum niJir, als sich mit dein zur Erörterung stehenden ( iegi nstand lediglich stnmperhaft zu befassen. Nach, diesen frühzeitige 11 und erfolglosen Experimenten lag das Auiomobilwesen gewissermaßen im Winterschlaf, abgc-1 heu v: m einigen wenigen vergeblichen seitens gewisser fran/o-o-c her Ingenieure unternommenen Versuchen. Dann aber griff mi Jahre!'יי־ Karl Benz, der hohn eines Lokamot'vtuirrers und Eiikei ein es Grohsc hrniedes, in einer k'einen. vo.!1 ihm in Ma nriheitn (Deutschland) gemieteten Wersktatt das Problem nochmals auf. Der Benzwagen des Jahres 1885 Renz,!)!׳saß alle jene unbedingt notwendigen Eigenschäften, aus denen erfolgreiche Erfinder in Einheit mit Ingenieuren geformt sind. Einige Jahre lang baute er kleine Gasmotoren, wobei ihn die Tatsache beeindruckte, daß sie lediglich /um Antrieb von!Maschinen, nicht aber zum Antrieb von Straßenfalirzcugen Verwendung fanden. Obgleich er aus Mangel an Geldmitteln lind durch Teilhaber stark behindert war, welch’ Ict/tere seinem Vorschläge auf Bereit- Stellung eirrcs kleinen Kapitalbetrages zu Versuchen an mit Selbstantrieh versehenen Straßenfahrzeugcn kein Gehör schenkten, entwarf und haute er hinter dem Rücken seiner Tei Ilm her ein dreirädriges Kraftfahrzeug, dessen Motor etwas weioger Ms I PS leistete und im hinteren Teil des Fahrzeugs Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, daß dieses erste, in bezug auf Konstruktion auch mir primitive, aber dennoch praktisch brauchbare und erfolgreiche Kraftfahrzeug nicht weniger als wer der für ׳״:' ■r heutigen Kraftwagen unbedingt notwendigen charak'eristisch 1״ Marknia’e besaß, nämlich: elektrische Kühlung, wa>v ,gekühlter Motor, Ausgleichg et riebe und maschinell betätigtes Einlaßventil. Als das Fahrzeug 711111 ersten Male öffentlich vorgeführt wurde wurde es infolge eines Zusatnincnpralls mit der die Ren/'schc Werkstatt umgehenden Baeksteinmauer schwer beschädigt, fiel der zweiten, im Herbst 1885 erfolgten Vorfuhrung lief es einige hundert Meter, bis der Treibriemen riß. Dieser magere Erfolg ermutigte Benz aber derartig, daß er sieh die Aufgabe stellte, zwei Kreisfahrten in Mannheim ׳ h״r 1 '1 ,!,■•)׳•׳ In mg diirrhziifulireri. 1)11׳ kürzere dieser Kreis- Hebräisches Traditio ns wesen Die Komposition der prophetischen Bücher des Alten Testaments. Von Harris B i r k e 1 a n d. Abhandlungen herausgegeben von Det Norskc Videnskaps-Akademi in Oslo. In Kommission bei Jacob Dybwad, Oslo 1638. Wir haben bereits vor Jahren ein umfangreiches Werk des jungen Semitisten und Mowinckel-Schülers Harris Birkeland angezeigt (״Die Feinde des Individuums in der Israelitischen Psalmenliteratur•‘) und wollen im Folgenden auf eine Akademieabhandlung des Autors hin weisen, die, wie uns scheinen will, in neuen Bahnen wandelt, die vor ihm nur Prof. Dr. H. S. Nyberg in Uppsala beschritten hat. Eine ausführliche Einleitung berichtet über das Problem lind die Methode, deren Kern darin besteht, in den prophetischen Schriften die schriftliche Fixierung mündlicher Tradition skomplexe zu erkennen und diese herauszuschiilcn, oder, um eine Formel anztiwenden, an die Stelle der literarischen Begriffe: Notizen, Literatiirprodukte, Schreiber am Schreibtisch die der Tradition, der Komplexe und Kreise zu setzen. Mit dieser Arbeitshvpothcse, auf deren prinzipielle oder dogmatiselie Würdigung es hier nicht aukomtnen soll, löst der Verfasser, zuweilen verblüffend einfach, eine Menge von Srhwicri״Leiten in der Struktur der prophetischen Bücher. Es solle hier nur auf einige Details hingewiesen werden, die ♦♦♦♦♦♦♦♦»*•♦*♦♦*♦♦♦♦♦♦♦*♦♦♦♦♦♦♦♦•♦♦♦♦♦♦♦♦♦*♦♦♦♦«MM♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦( Wenn wir weinen Von Ilse BI u m e n 1 h a 1 - We i ft Wenn wir weinen. Ist immer noch Einer, Einer, Der unsre Tränen trocknen will. Wenn wir so müde scheinen. Ist immer noch Einer, Einer, Der unser Warten still Hit Schlaf und Träumen schmückt — Ist immer noch Einer, Einer, Der uns beglückt. Wenn wir leiden, Ist Immer noch Einer, Eln״r, Der unsre Trauer tTösten wird. Wenn wir voneinander scheiden, Ist immer noch Eine־, Einer Unserer Wandlung Hirt. Und wenn wir knien Zu flehendem Gebet, Und wenn wir ziehen. Wohin der Wind uns weht . . . Ist immer noch Einer, Einer Uns nah, so nah — Ist Immer doch Einer, Einer Noch für uns da. aber von charakteristischer Bedeutung sind. — Bei seiner Würdigung der Schreibkunst der Propheten dürfte dem Autor Jeremias 51, 60 entgangen sein. — Trotz seiner Anerkennung der Quellenschriften J. und E. und eines Deutero- und Trito- Jesajas geht er mit dem massoretischen Text sehr behutsam um und entschließt sich nur selten zu Korrekturen. Jer. 25, 14 als das Resultat einer literarischen Redaktion anzuschauen, ist nicht zwingend. Ein Imperfekt statt Futurum ist nicht selten für die prophetische Sprache charakteristisch. (Siehe Raschi I. c.) Das berühmte Kapitel c 66 im Jesajabuch ist in der Geistesgeschichte des Judentums keineswegs ein heterodoxes Dokument. Es enthält keinen absoluten Protest gegen den Tcmpclbau. sondern nur gegen die Einengung des göttlichen Wesens und seiner Universalität durch eine Lokalisierung, im Zusammenhang mit der Vision vom ״neuen Himmel und der neuen Erde“ durchaus verständlich. Nicht umsonst hat ihm der Kultus die Sonderstelle der Verlesung am Neumondstag eingeräumt. Bei der Anwendung der so dargestellten Methode in den darauf folgenden Einzel Untersuchungen bemerken wir, daß es dem Autor ernst ist mit der Erkenntnis, daß Bilder großer Persönlichkeiten nicht durch Text Operationen gewonnen werden können. Nicht weniger vorsichtig ist er mit Hypothesen, die mit Einschiehungcn und Umstellungen rechnen. Wichtig ist seine Deutung zu den ״Liedern“ vorn ״Ebed- Haschern", vom ,.Gottesknecht“ Jesaja’s im kollektiven Sinne, auf Israel bezüglich, indem er die Streichung des beweiskräftigen ״Yisra’el“ in 40. 3 durch die Vertreter der individuellen Deutung scharf ahlehnt. — Bei der Eruierung des Inhalts der ״Urrollc“ im J c r c m i a huch wäre Raschi (36, 32) zu berücksichtigen gewesen, der sie mit den alphabetisch geordneten ״Fcha“-Kapitcln identifiziert, und mit wunderbarem Ein ״Hafen“ für Einwanderer Dm ״American Jewiih Congreß Hou.se“ in New York Unter den Einrichtungen, die die amerikanische Judenheit zur Förderung und Hilfeleistung für die aus Deutschland einwandernden Juden geschaffen hat, gewinnt das ״American je w ist! Congreß Honst“ in New York City (50 West 6Sth Street) steigende Bedeutung. Dieses nahe dem Central-Park gelegene Heim ist zu einer! ״Hafen“ für eine erhebliche Zahl von Juden aus Deutschland hier geworden. Das Haus sollte besonders solchen Juden aus Deutschland, die weder Verwandte, noch nennenswerte Mittel hier besitzen, ein kostenloses und zugleich würdiges Unterkommen für die ersten Wochen des Hierseins gewähren. Es ist klar, daß sich mit der fortschreitenden Verengung der Mittel den Neuankommenden und der Heranziehung von Fernerstehenden zur Affidavit-Beschaffung die Funktion dieses Heims dauernd vergrößert hat. Das Congreß House, das seit 1934 besteht, hat in diesen Jahren viele Hunderte von jüdisehen Neueinwanderern aus Deutschland beherbergt, seit Beginn des Jahres 1938 allein rund 200. Die durchschnittliche Aufenthaltszeit im Hause beträgt jetzt etwa vier Wochen, sie war noch vor einem Jahr, als die Zahl der Aufnahmesuchenden noch nicht so stark war, doppelt so lang. Während ihres Aufenthalts im Congreß House stehen den Gästen außer dem Unterkommen in den zwar einfach, aber würdig ausgestatteten Räumen drei Mahl Zeiten täglich kostenlos zur Verfügung. Neben Obdach itud Verpflegung wird den durchschnittlich etwa 20—30 Gästen an zwei Abenden in der Woche im Hause kostenlos englischer Unterricht erteilt. Durch die Mobilisierung privater Quellen erfüllt das Heim, wenn auch in kleinerem Maße, auch Arbeitsbeschaffungsfunktionen besonders durch Vermittlung von Haushaltsst-ellen für die weibliehen Heimbewohner. — Die Verrichtung der Hausarbeit durch die Gäste selbst dient wirtschaftlich gesehen der Verbilligtmg der Wirtschaftsführung■ des Hauses und pädagogisch betrachtet zugleich der sofortigen Gewöhnung der Neuankommenden an körperliche Arbeit. Louis Strauß, der Haus- Verwalter, versteht es mit Humor und Geduld darin jeden zu erziehen. — Die Wochen im Congreß House bedeuten für seine Gäste mehr als Ersparnis finanzieller Mittel: Sie geben ihnen das Gefühl, von einem ruhigen Hafen aus starten zu können, in dem ihnen die Einfügung in einen Kreis Gleicher das Fremdheitserlebnis in den ersten Wochen erträglicher und die ersten Schritte der Neuorientierung ein wenig leichter macht. Es mag für viele Juden in Deutschland hoffnungsvoll sein, zu erfahren, daß diese segensreiche und ihre Not- Wendigkeit täglich mehr erweisende Einrichtung demnächst eine Erweiterung erfährt: Unmittelbar neben dem Congreß House, dem bisher einzigen Heim dieser Art in New York, wird bald ein zweites Heim eröffnet werden, das es ermöglicht, die Zahl der hier Obdach Findenden zu verdoppeln. R e i n h o 1 d Herz, New York Spürsinn hat unser Autor geahnt, daß es sich um rhythmisch geformte echt prophetische Aussagen handeln müsse. Auch in der Deutung der prophetischen Gestalt Joels (besonders Vers 64—65) zeigt Birkeland eine erstaunliche Einfühlungsgäbe. — Bei der historischen Placierung des Propheten berücksichtigt er die jüdische Tradition. Bei Nahum lehnt Birkcland Textkritik und gewisse Umplacierungen ab. Doch bereitet ihm. 1,14 unbegründete Schwierigkeiten, die eine Berücksichtigung von Raschi lind Ihn Esra hätte vollkommen beseitigen können. Die Bedeutung von ״Wama’la bei H a g g a i 2,15 ist umstritten. ״Maieac 11 i“ wird von Ibn Esra als wirklicher historischer Name anerkannt. Die vorliegende Arbeit gibt uns einen solchen Einblick In die Arbeitsweise des ungemein produktiven Autors und ist so reich an Anregungen, daß wir den neuen Arbeiten mit Spannung enlgegensehen dürfen. Rabb. J. Samuel-Oslo Persönliches. In diesen Tagen ist Ernst Hoff mann nach Erez Jisrael ausgewandert Die wenigsten wissen, welche außerordentliche Leistung, vollbracht in alle׳■ Stille und Zurückhaltung, mit dem Namen dieses Mi׳: ״< verknüpft ist. Er war es, der die Zentralsamm elfteile der Hebräisehen National- und Universitäts-Bibliothek Jerusalem in Max .Weissler SrrrS Berlin W,££!KIeiststr. 12 | t L«■ El Deutschland aufgebant hat. Mehrere Zehntausend Bände hat diese Stelle in den letzten fünf Jahren aus Nachlässen und Schenkungen erworben und der großen Bücherei in Jerusalem überwiesen. Wie hier die Auflösung jüdischen Kulturbesitzes in Deutschland in eine Kraftquelle des Aufbaus kultureller Institutionen in Erez Jisrael verwandelt wurde, war beispielhaft, Mit der unendlichen Hingabe eines Mensehen, dessen ganze Seele der Welt der Bücher gilt, hat Ernst Hoffmatm gesucht, gefunden und gesammelt. Was die Oaluth zum Aufbau eines neuen jüdischen Lebens in Palästina helfen kann, ist an wenigen Stellen so deutlich geworden wie an dem Werk, dem Ernst Hoffmann sich widmete. Wir wünschen ihm und seiner Familie eine glückliche Zukunft in dem Lande und an der Stätte, für die er in unseren! Kreise so hingebungsvoll gearbeitet hat. fahrten führte von seiner Werkstatt die Waldhofstraßc nach Waldhof hinauf und zurück über Käferthal. Auf der längeren Kreisfahrt ging die Reise bis nach Sandhofen. Eine Nacht nach der anderen wurde die seltsam aussehende Maschine hervorgeholt und der Versuch zur Durchführung der Reise unternommen. Allmählich wurden die bis zum Eintreten der unvermeidlichen Panne zurückgelcgten Entfernungen ständig größer, bis Benz die große Genugtuung erlebte, die ganze Reise ohne auch nur eine einzige Unterbrechung zurückgelegt zu haben. Was immer man auch über die vor Renz, zur Lösung des Autoniohilprobleins gemachten Versuche dcnckn mag, jedenfalls kann kein Zweifel darüber bestehen, daß von dem Augenblick an, an dem Benz seinen ersten henzinbetriebenen W a g e!1 im J a h r e 1885 fertigstellte, die Kraftwagenindustrie der Welt ihren Anfang nahm. Es war Karl Renz, der das erste erfolgreiche und brauchbare, mit'e's Verbremiungskraftinaschme angetriebene Straß׳׳׳!'!/ ' '״ haute und der desli/'h großen Anspruch darauf machen kann, 3 s Erfinder dieses Fahrzeugs zu gelten. D.ejemgi 1, die vor ihm Versuche unternahmen, haben nichts vollbracht. Einen Parallel fall hierzu bildet der Luftreifen. Dem R. W. Thomson wurde im Jahre 18-15 eit! Patent auf Luftreifen erteilt, dein aber genau so der Erfolg versagt blieb, wie den benzinbetriebenen Fahrzeugen vor dem Benz’schen Fahrzeuge: und somit gilt John Boyd Dunlop mit Recht als der Erfinder des Luftreifens. Wenn mit der richtigen Auslegung der Bezeichnung ״Erfinder“ die Person gemeint ist, die als erste etwas Brauchbares schafft, es weiter entwickelt, dem beabsichtigten Verwendungszweck zuführt und damit zu seiner Herstellung eine Industrie begründet, dann darf Karl Renz Anspruch darauf machen, als Erfinder des benzinbetriebenen Kraftfahrzeuges zu gelten. angeordnet war. Die Kraftübertragung auf die beiden Hinterräder erfolgte mittels eines einzigen Treibriemens, der eine nach vorne zu gelagerte Vorlegewelle airtrieb, von der aus der Antrieb der Hinterräder mittels offen laufender, an jedem Ende der Welle angeordneter Ketten erfolgte. Sein erster, im Jahre 1SS5 hergestcltter Wagen hatte nur einen einzigen Vorwärtsgang; der Leerlauf des Motors wurde mittels einer losen Riemenscheibe erzielt, so daß, wenn das Fahrzeug sich nach vorwärts bewegen sollte, der Treibriemen von der losen auf die feste Riemenscheibe verlagert wurde, genau in derselben Weise, in der eine Drehbank angetrieben und zum Stillstand gebracht wird. ■ CRLIN W 5 0 Augiburgtr Sir■■♦• <S RSIANCR « NCR*■ -arfUchse. Simtl. P«furtM

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