Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1938-09-06 · Heft 71 (6.9.1938) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)

OCR text

17 entity mentions

Nr. 71, 6. IX. 1938 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 7!gSßlB^JMUdier *VERGANGENHEIT XXXIII. Moses Mendelssohn Die Aufklärung]. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts vollzog sich in der wirtschaftlichen und sozialen Lage der westeuropäischen ludenhcit eine längere, aber unaufhaltsam fortschreitende Wandlung■, die sich i:m Gegensatz zu ihrem politischen und bürgerlich-rechtlichen Status befand. Die Rolle, die die Juden in der aufstrebenden kapitalistischen Wirtschaft spielten, erwies sich als schwer vereinbar mit den gesetzlichen Beschränkungen, die ihre Lebens- und Entwickhmgsmöglielikeit einengten. Zugleich machte sich eine geistige Evolution bemerkbar, die auf die Sprengung der traditionellen. Lebensformen und auf die Anpassung an die Kultur der christlich - bürgerlichen Gesellschaft hin zielte. Die Aufklärungsbewegiiiig stellte sich zur Aufgabe, eine Synthesc der jüdisch-religiösen und der allgemeinen Kultur zu schaffen. Die Männer, die Ende des IS. Jahrhunderts in Deutschland diese Bewegung inaugurierten, hatten noch keine klare Vor- Stellung von ihrem Endziel und den wachgerufenen Entwicklungstendenzen. Die Evolution verlief im Westen und im Osten in verschiedeneu Richtungen: im Westen stand sie vorwiegend im Zeichen des Kampfes um die Emanzipation und der Assimilation; im Osten schlug sie schließlich den Weg zu national-kultureller Erneuerung ein. Beide der Bewegung innewohnenden entgegengesetzten Tendenzen hatten ihren Ausgang im Lebenswerk des jüdischen Denkers und Schriftstellers, der in Deutschland den ersten Versuch machte, modern-europäische Bildung mit jüdischer Gesetzestreue zu verbinden und das Ideal eines universalistisehen Humanismus mit dem Daseinsrecht der jüdisch-religiösen Gemeinschaft zu versöhnen. Persönlichkeit und Lebeh. Moses Mendelssohn (1729—1786), Sohn des frommen Torakopisten Mendel aus Dessau (von diesem Vornamen kommt der Familienname ״Mendelssohn“ her), kam 1743 als mittelloser buckliger Junge, von übermächtiger Wißgier gedrängt, nachdem er als Jude den ״Leibzoll“ hatte entrichten müssen, nach der Hauptstadt Preußens. In kurzer Zeit erlernte er die deutsche und die lateinische Sprache, eignete sich eine gründliche allgemeine Bildung an und wurde mit den Gedankensystemen der jüdischmittelalterlichen und der zeitgenössischen Philosophie vertraut. Durch Lessing in die literarische Welt eingeführt, wurde er bald als Meister der Sprache und feinsinniger Denker berühmt (״der Weltweise von Berlin“; ״der jüdische Sokrates“) und erhielt von König Friedrich II., nachdem er eine Zeit lang als fremder Jude das provisorische Wohnrecht genossen hatte, das lebenslängliche Privilegium eines ״Schutzjudeu“. Mendelssöhn hatte einen starken ' Willen und festen Charakter, war aber keine Kämpfernatur. Ein Sohn seines Zeitalters, war er von einem hoffnutigsfreudigen, lebensbejahenden Optimismus erfüllt. Er glaubte, daß aller Haß durch Einsicht der Vernunft, alle Gegensätze und Fehden durch Aufklärung und Er- Ziehung überwunden werden können. Er war friedliebend, milde und menschenfreundlich, dabei bemüht, immer unvoreingenommen und gerecht zu urteilen. Die Geschlossenheit seiner liebenswürdigen Persönlichkeit, trotz der Mannigfaltigkeit der in ihr wirksamen Momente und der Gegensätzlichkeit der sie bestimmenden geistigen Kräfte, übte einen eigentümlichen Reiz auch auf seine Gegner aus. Großes Aufsehen erregte seine Auseinandersetzung mit dem Schweizer Theologen Johann Kaspar Lavater, der ihn aufgefordert hatte, entweder den Vorrang des Judentums über das Christentum zu beweisen oder sich von der jüdischen Religion losztisagen. Die unerquickliche Polemik leitete in Mendelssohns Leben eine fruchtbare Epoche jüdisch-literarischer Arbeit ein. Werk und Wirkung. Die innerjüdische Bedeutung Mendelssohns beruht vor allem auf seinen apologetisch-religjonsphilosophischen Schriften (insbesondere: ״Jerusalem“, 1783) und auf seiner deutschen Bibelübersetzung (Pentateuch und Psalmen, 1783). Achnüch seinem klassischen Lehrmeister in der jüdischen Philosophie — Maimonides — versuchte Mendelssohn eine Harmonie zwischen der jüdischen Religiositat und dem Rationalismus der Neuzeit hcrzustelleii; das Judentum sei, seinem Glaubensinlialt nach, mit der ״natiirliehen“ Vermmftreligion identisch; nicht ״geoffenbarte Wahrbeiten", sondern ein ״geoffenbartes Gesetz“ mache sein Wesen aus. Dieser Lösungsversuch bezeugte die geistesgeschielitlichc Mittel- und Mittlerstellung des dem Ghetto entkommenen und seelisch noch mit dem traditionellen Judentum verbundenen Mendelssohn, — er zeigte sich aber als ungenügend, um die Position des Gesetzesjudentums gegen den Ansturm der von Mendelssohn selbst heranfbescliworenen Bewegung zu sichern. Stärker und nachhaltiger war die Wirkung des Mendelssohnsollen Bibelwerkes; er führte die Juden West- und Osteuropas in die deutsche Literatursprache und — mittelbar — in die deutsche Kultur ein und bahnte dadurch den Weg für die Loslöstmg vom geistigen Ghetto, für die Erschließung der Schönheit der hebräischen Sprache und für die Erkenntnis der ursprünglichen, von der späteren Schicht rabbinischer Exegese losgelösten Gedanken- und Gefühlswelt der Bibel. Mendelssohn’s Jünger setzten seine Arbeit am Bibelwerk und an der Erneuerung der hebräischen Literatur fort (die ״Biuristen“ und die Herausgeber der hebräischen Zeitschrift Ha-Meassef — ״Der Sammler“), bereiteten aber zugleich den Boden für eine Modernisierung und Säkularisierung des jüdischen Erziehungs- Wesens (erste ״Jüdische Freischule“ in Berlin) und eine Reform des Ritus. So wurde Mendelssohn Urheber aller H auptrichtungcn, die die Geistesgeschichte der Juden im 19. Jahrhundert erfüllten. Seine Gestalt. kündete die endgültige Uebcrwindimg des jüdischen Mittelalters an; mit ihr beginnt die neueste Epoche der jüdisehen Geschichte — die Epoche der Aufklärung und der Emanzipation —, deren innere Vorgänge, Auseinandersetzungen und Wandlungen unmittelbar in unsere gegenwärtige Periode überleiten. Literatur. lieber die Mendels sohn’s che Epoche und die A 11 f k 1 ä r u n g s b e w e g ti n g: J. M. Jost, Cnltiirgcscliiclifc zur neueren Geschichte'der Israeliten (1817); J. H. Ritter, Geschichte der jüdischen Reformation (1858); A. Karpcles, Geschichte der jüdischen Literatur, II; S. Stern, Geschichte des Judentums von Mcndel««ohn bis auf die neueste Zeit (1S70); L. Geiger, Geschichte der Juden in Berlin (1871); S. Bemfeld, Juden und Judentum im 19. Jahr* hundert (1S98); Josef Mcisel, I laskaiali;1919); C. Seligmann, Geschichte der Reforinbewcgung (1922); M. Wiener, Die religiöse Frage im Zeitalter der Emanzipation (1955). — Ucber M e n d e I s s oh 11’s Persönlichkeit und Leben: M. Kavserling, Moses Mendelssohn (1888); derselbe, Moses Mendelssolm’s Philosophie (1856); Oedenkbuch für Moses Mendelssohn (1929); Moses Mendelssohn, zur 200jährige11 Wiederkehr seines Geburtstages herausgegeben von sler ״Encyclopacdia Judaica“ (1929); L. Baeck, Moses Mendelssohn (Vortrag, 1929); F. Bauiberger, Die religiöse Gestalt Moses Mendelssohn's (1929) u, a. m. — M e n d e I s s o h n’s Schriften wurden gesammelt herausgegeben 1813—1845 (7 Bände), Auswähl von M. Brasch (1880, 2 Bände); eine vollständige kritisehe Ausgabe sämtlicher Schriften mit Einleitungen und Anmerkungen (in 16 Bänden) begann 1929 zu erscheinen. Dr.J.EI. * Nachwort der Redaktion. Mit dem heutigen Aufsatz über Moses Mendelssolin schließt die Reibe jüdischer üescliiclitsbilder, die wir unter dem Titel ״Gestalten jüdischer Vergangenheit“ gebracht haben. Wir begannen mit der Veröffent- Hebung dieser Serie in Nr. 83 vom 26. Oktober 1937 und haben seitdem folgende Aufsätze gebracht: Mose, Debora, Saul, David, Elijahu, Jeremia, Jccheskel, Esra und Nehcmia, die I lasmouäcr, Hille!, Die Zeloten, Akiba, Elisclia bei! Abuaj, Jehuda-ha-Nassi, Rah und Mar Samuel, Der Gaou Saadia, Salomon Ihn Gabirol, Jeliuda Halevi, Abraham Ihn Esra, Mose Ben Maiinon, Rasclii, Mose hen Nachman, Jelitida Cliassid, Die spanische Kabbalistenschule, David Reubeni und Salomon Molclio, Joseph Karo, Isaak l.urja, lTriel Acosta, Sabbatai Zwi, Mose Chajim I.uzzatto, Israel Baal Schein Tob, Elijahu Gaon, Moses Mendelssohn. Obwohl cs selbstverständlich nicht möglich war, ein lückenloses Bild des jüdischen Geschichtsablaufs bis zum Beginn der neuesten Periode unserer Geschichte zu geben, so glauben wir doch, daß in den hier skizzierten Gestalten die jeweilige Epoche der jüdischen Geschichte ihren Ansdruck fand, und daß unsere Leser durch sie nicht nur Belehrung, sondern auch Anregung fanden, sich mit der Materie selbst eingehender zu beschäftigen. Aus der Wirtschaft Die Bammvollfirma Leutz ft Hirschfeld in Bremen und die Firma Ulrich (Jminder GmbH, in Reutlingen haben sich an der Schwadorfer ßaiiimvoH-Spinncrei und -bleichere'. Kantor, Pollack ft Co. in Schwadorf, sowie an den Textilfirmen A. Rudolph in Wien und L, Freistadl ft Co. in Wien beteiligt. Franz lund Bruno Pollack, die bisherigen Inhaber sind ausgeschieden.— Ans der Lederwarenfabrik F. Michaelis Nacliflgr. in Offenbach a.׳ M. ist der Teilhaber Hermann Strauß ausgeschiedeii. — Die Frankfurter Schweißblätterfabrik Svlvain Witzenhausen & Co. ist an Ernst Coy übergegangen. — Die Firma Emil Bindseil, Innendekoration, in Reuthen (Oberschi.) ist an Wilhelm Nemala und Wilhelm Breil ühergegangen. — Das Schuhhaus Fedor Freier in Darmstadt ist von der Finna Kattwinkel ft Co. erworben worden. — Die Textilvvarenfirma Unke ft Hördt bat die Firma Emma Blum, Frankfurt a. M., übernommen. — Das Kaufhaus S. Jacobsolin, Nachf., Inhaber Stargardtcr, Swinetntinde, ist von Walter Hennig, Stettin, übernommen worden. — Das Schuhgeschäft Samson KG. in Essen ist in arischen Besitz übergegangen. — Die Ledergroßhandlung Sicgm. Grünebäum, Bamberg, wird als arisches Unternehmen unter der Firma Burger & Schubert weitergeführt. — Die Ledergroßliandlung Karl Schwarz in Graz wurde in arischen Besitz überführt. — Die Schirmfabrik Jacob Oberdörfer in Augsburg ist am 1.9.38 in arischen Besitz übergegangen. — Die Firma Schuh- Klatiser, Wupnertal-Elbcrfcld und Witten, erwarb das jüdische Geschäft Emil Rosendahl, Wuppertal-Barmen. — Das Geschüft Strauß ft Co., 11111. Sallv Wisbrun, Dortmund-Aplerbeck, wurde von Otto Griitericli käuflich erworben. — Herr Fritz Doherr, Cleve, fiat die Firma Pli. Aronheini, Manufakturwaren, Castrop-Ransel, übernommen. — Der Geschäftsbetrieb der Firma Süddeutsche Wäschefabrik Fritz Friedmann, Niirnberg, ist in arischen Besitz übergeleitet worden. — Die Firma Berliner Spitzenliaus Walter Pinthus, Cliariottenburg, ist am 1.9.38 in arischen Besitz übergegangen. — Die Firma• Max ft Walter Bockow, Berlin, hat mit Wirkung vom 1.9. die Bestände und Aufträge der Firma Schani ft: Manasse, Großliandlung in Seidenstoffen für die Datnenbekleidungsindustrie, Berlin, übernommen. — Das Kaufhaus M. Feidt Nachf., Bcrlin-Charlottenburg, Danckclmannstr. 61, ist von Hans Just übernommen worden. — Die Firma Hermann Hammerschlag, Güter, in Hamburg, ist in arischen Besitz übergegangen. —■ Die Scluihgroßhandlung Neu ft Grünwald in Stuttgart ist in arischen Besitz übergegangen. — Die Neustettiner Filz- und Schuh- Warenfabrik M. Freundlich wurde von Paul Volk erworben. Post nach Uebersee Vom 6. bis 14. September (ohne Gewähr) Die angegebenen Zeiten sind die A b g a n g s Zeiten der Züge bzw. Flugzeuge aus Berlin. Die Sendungen müssen 1—12/י Stunden vor Abgang bei der zuständigen Bahnhofspostanstalt (Flugpost beim Postamt SW 11) vorliegen. Anschluß im Reich entweder bei Durchgang der Ziige bzw. Flugzeuge oder durch Sendung nach Berlin oder direkt an die Zwisrhenstationen. Bei der Aufschrift empfiehlt sich die Anbringung von Leitvermerken, Palästina fab Anh. Bhf. 22.50. Stg. 21.29; Ahgang München ca. 12 Stunden später): 7. via Brindisi mit ,,Gaiile.y•. 11. lfaif.1. — 10. via Belgrad 14. Haifa. — 12. via Belgrad, 16. Ifaifa. — 14• via Brindisi mit ״Ocrti-alernme“, 18. Haifa. Luftpost: Mo., Mi., Fr. 7.00: 9.50 Wien: Di., Do., Sbd. Lydda (Linie Warschau—Lydda über Athen). — Di., Do., Sbd. 7.00; 8.15 Halle/Letpzigi 9.50 Wien: Mi., Fr., Stg. Lvdda (Linie Amsterdam—Bandoeng über Athen). — Sbd. 11.20; Mo. Tiberias (Linie London—Singapore über Rom). U. S. A. (außer am 9. stets Pots!!. Bhf. 15 45); 6 via Le Havre!mit .,Noimandic12 ,״. New York. — 9. via Cherlxmrg (Bhf. Charlhg. 23.57) mit ״Kuropa“, 15. New York. — 13. via Cherlx311rg mit .,Ottern Mary“. 19. New York. — 14. via Le Harre mit ״Ile de France'21 ,־. New York. Luftpost: 10. 9. (Xaclibringellug) mit Luftpost über Köln zur ..Europa“ 6.50. 11.00 Köln. Südamerika: 8. (Anh. Bhf. 22 50) via Neapel mit ,.Oeeania“. 22. Rio, 26. Buenos Altes. — 10. (Bhf. Clilbg. 11.15) via Lissabon mit .,llighl. l’i int:(25 ,'',-.׳. Rio, 29. Buenos Aiies. Luftpost (auch nach Miltelarncrika und Westindien): Mi, l’ostschl. 21 00; Do. 5 00 Frankfurt a. M.: Sbd. Rio; Stg. Buenos Aires (üeutsrhe Luftp,). — Sbd. PostscH. 13 30: Di. Rio; Mi. Buenos Aires (nicht nach Bolivien und Kuba) (Frz. Luftp.). Südafrika: 8. (Bit). Friedrichslr. 13.57) via Southampton mit ״Carnorvon C“, 23. Kapstadt. Luftpost: Mi. u. Sbd. 7.00: 9.50 Wien; Mo. u. Do. Kapstadt (Linie London—Kapstadt über Athen). Australien: 8. (.Anh. Bhf. 9.20) via Marseille mit ״Sualhedeiv, 7. 10. Mellxrurne. 8. 10. S! ,!ney. Luftpost: Di. u. 1)1. 7.0Q; 8.15 Halle 4 ,eipr.tr: 9.50 Wien: Di, u Sbd. (nach einer Woche) Sydney; Mi. u. Mo. Melbourne (Linie Amsterdam—Bandoeng über Athen). l/et*fnen#t in de*, tödt Die Jüdische Rundschau hilft Adressen suchen Da die Zahl dar täglich eingehenden Anfragen außerordentlich groß ist, maß sich die l'erüjfc .'iiahiing etwas verzögern. Der Abdruck dar Anfragen erfolgt in 17er lieihe des Einganges, und wir bitten, von Mahnungen uhznschcn. Die Einsender werden gebeten, S amen deutlich (falls nicht mit Schreibmaschine, dann in Blockschrift j zu s chreiben, damit Irrtiimer vermieden werden. Laser, die über die Gesuchten Auskunft geben können, werden ersuch‘, sich zu melden. (Red.) Nr. 955. Nachkommen der beiden Brüder Bernhard und Moritz Alexander, aus Memel, atisgewandert vor ca. 50 Jahren nach New York, gesucht von Julius Alexander, Berlin NO 18, Mcyerbeerstr. 6. Nr, 956. Familie Süßkind, aus Ko'omca, früher in Butlapest, gesucht von deren Cousins Etlicl Manhartl aus Mägdebürg, geboren in Sniaiyn, sowie Ta.nhc Golde .Uanhard, geboren in Leipzig. Antwort an Israelitische Kultnsgeineiiule Brünn, C. S. R., Kodiste 57. Nr. 057. Oscar Israel, geboren IS, Februar 1873 in Hambürg; dessen Bruder Edmund Israel, geboren 1. Januar 1S77 in Altona (Eibe); die Witwe von Hirsch. Curjcl, geboren 7. Dezember 1S54 in I Limburg, oder Nachkommen gewicht von Fritz Meyer, Berlin-Friedenau, WiekunPir. 4111. Nr, 65S. Nachkommen von Frau Lina Hirschfd 11, geb. Cohn, geboren ca. 1813 ui iwaiikemdcm (SckUv.),!780 nit ihrem Manne und vier Kindern, Georg, Ifenrv, Philiip'rc und Hennine, nach USA., vermutlich New York ausgvwaudert, gesucht von Elli Cohn, Bre-.l m. 1.1 tlu ü1;.׳ r Str. ■1. Nr, 959. Sarv Bernstein, ׳yhorcu N kminr 1890 in öwozdza, Bez. Koiomvja ((iaSi/;1׳). nu-pa .׳.׳•inderl :11 1s Haunover am 29. Augu-t 19117 nach New York /!! .וזס״ס-!!׳■־ Bernstein, New York, 22 i I) 3. bau t i. :■11! ־׳.׳ ht 1;׳־.־׳ Berta Speier, Melsungen, Be/. K'.'vm'I, Obere Metierd.. 7!!!. Nr. 900. Nachkommen von Simon Lion von Oo ,tcn, vor ca. 50 Jahren von I laiiibiirg 11,ach t 'S \.;a!-:.p ׳-׳ anacr!, gesucht von Hermann Hertz, I )orünund, Rhein:,! Ite Ar. 130. Nr. 6f)I. Nachkommen von Louis (Leib) Schwarz, ,־■tis Sclnklben.׳; (Rosen), vor ca. 8t) |.״;1׳cn na. h Xor1iorn׳nka allsgewandert, spater in Santa Ort;/ (Gal.) wohnhaft ׳!״wesen, gesucht von (Lear Jtingnizmi Mohn von Au:׳so le Jungmann, geh. Schwär/), Herlin N'W'21,!’״,:׳;(״•::er Mr. 15. Nr. 062. Frau Flora Davidsohn, gef). Lewinsky, :;!hören in Peters wähle, Kr. Srhloc hau ((ireit/mark ). \ ur ca. 59 J.!hr<1;׳ mit ihrem ,Mann Emil Davidsohn nach US A. auspewandt rt, letzte Nachricht aus I)l1il.uh־'phia (I 'S \.) vor!:!. 10-15 Jahren, gesucht von Walter Lcwiu-kv, Xeion.t'iii, Preußische Straße 3S1, Nr. 963. Louis Proskaner, aus Pm4: u!-< >pne!!1, geboren in Mokrodanietz, au-־gc\v,ändert vor 3!) Jahren 11;cli Michigan (USA■), gelernter Sattler, gesucht v:,!1! < iertrud I iar:niann, geh. Proskaner, Breslau 10, Matthia-otr. 38. Nr. 961. Nachkommen der Fanvlle Schklowski, Nachkommen der Familie Roga'.ski, Nach.kommen dar Fanvl'e Goldberg und Herr Ginzburg, alle in Chicago (USA•), gesucht von Nathan Ooldherg, Prostken (Ostpr.), der vor 52 Jahren mehrere Jahre ebenfalls!11 Chicago lebte und mit genannten Familien gut befreundet war. Nr. 965. Lene Sachs und ihre Kinder Sclnmilek und Mainka, zuletzt wohnhaft in San Paulo. Run Santa k'pliigenia 50 mul'196a; ferne1־ Pola Mlotek, alle früher inf'ieml/m (Polen), gesucht von ihrem Schwager b/w. Onkel Leo Sachs, Köln, Brüsseler Platz, 8. Nr. 966. Rudi Oscliinski, verheiratet, gehören in Breslau, zuletzt wohnhaft in Berlin NO, (irelPIraIle, damals kaufmännischcr Leiter des jüdischen Krankenhauses FKasser Straße, ausgewanderl vor ca. 3—t Jahren nach Palästina, gesucht von Wolfgang Oscliinski, Berlin Nt )55, Aileiistemcr Str. 21. Nr. ')(17. Nachkommen von Langer, [';!!׳(;an Bertha, geh. Maerz, ausgew,ändert vor ca. (10 ptliren von Lodz nach 1 omlon (Hefe und Mehl engros), und dessen Kinder: Geste Rothstein, geb. Langer, Friseuse, Sascha, Rose, Sem, Ph'lipo und James Langer, gesucht von Regina GerYltier. Tod!1!-r vor! Ilciiriette Gerichten geb. Mae!■/. Berlin-( 111,■11״׳,1011־bürg, Pnscherstr. 3, Nr. 96S. Nachkommen von Nathan Großmnnn 1!u!l dc^en Frau Pauline Großmann, geb. Caspare, 10.9 .>־־׳ von C.׳arn kau, Provinz Posen, nach Gh'kago ausge׳,\ aadrrt. gm!!.11־t von Heinz Baer, Halle u.d.S,, Himleiihurgstr. Gf) Ir. Nr. 960. Nachkommen ׳ י!!! Rabi Schlonioh Kiniche, Da ׳an in (irodno, ausgew,rudert 1881 nach Nt"־.׳ York und 1)!nver (Colorado), sowie Nachkommen \1!״ Mosche’! Jeito-chuah Sobol, linde 1899 nach ISA.;nvgcv,1:׳n!h•:'!, gesucht \־>׳n l'.iclicl Kiniche, Post box 122, Basel (Swit/erland). Nr. 670. Michel, Benz.ion, Abrahaiu um! Rosa Karnf, Kinder von Boreeli Kavpf aus t Mauow (Onli/i!!1), ok-r!leren N’aclikonimen, gesucht von f rau Rosa Katz, erb. Kann, Berlin-Wilmersdorf, Mehlit/str. 7. Nr. 971. Nachkommen der Brüder Jakob und Bernhard Cohn, aus Kempen (Posen), ans!.׳!• v.;11; i v־ t um 1870 nach New York oder Detroit, zuletzt wchnli׳־ft!11 ' ״s Angeles, gesucht von Fimna Cohn, Rerlin-Scl1ö1n׳her־״, Münehencr Str. 32. Nr. 972. Hermann Heinemami, g!׳b1>re!1 in! it.;1 (Han.), ausgewandert ca, 1868, erst in San Frairisco. d um in (>z.kland wohnend, verheiratet mit Ros!, :ms Montreal; seine Kinder sind: Walter, Lnlitha und Do’lv, lei/tvc ist wahrsclieinlicli in Ohio verheiratet, gesucht von Frau Klärchen Mcver, Tochter von Pauline Meyer, geh. 1 leinen!,1־11! 1־-, S'lnve- Ster von Herrn. Heinemami, München-(ikadhaeli. Moz.urtstr. H. Nr. 073. Max Weiß (Sohn von Israel Weiß) und Geschwister, aus Zabno ansgewandert etwa 1910 nach ISA,, gesucht von Lewe Schärfstem, geb. Weiß, Bulin SW'68, Alexandrinenstr. 68 69. Nr. 971, Die Brüder Bernhard, Osias und Gimoel Gottesmann, aus Alt-Samhor (Polen), sowie Fische! Ohrin ״er und dessen Kinder, aus Krakowiee (Polen), ausgewaiuleit nach New York und Brooklvn, gesucht von Berta Metzger, gab. Gottesmann, Berlin-Charlottcribürg, Daiickchnannstr. 29. Nr. 975. Dora Bernsohn, geboren in Jarosl.1v (Polen), ausgewandert 1908 oder 1909 von Oswiecin! (Galizien) nach New York, Soinnicrstreet 97, Newark, N. Y., ׳״es׳׳cl!t von ihrer Freundin Heia Holzer, aus Osvieriin (Po'cid. jetzige Adresse: Heia Steinberger, Frankfurt;1. M., Friedberger Land- Straße 28. Wir bitten die;enlgcn unserer Einsender, deren Adressengesuch in der ״Jüdischen Rundschau“ Erfolg gehaßt hat, uns dies mitz.uteilen, — Red. ״Jüdische Rundschau“. Die H&cUsfo IUftdeA,-JluMd$£k&Ur erscheint am kommenden Ereitng Sic bringt 11. a.: Im leger von Kedetch Haftaii jüdische Begegnungen in Washington ״Hallo, eine Gruppe" (Schluß der Erzählung) Moses Mendelssohn %

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.