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Jüdische Rundschau · 1938-08-26 · Heft 68 (26.8.1938) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 68 (26.8.1938)
Date
1938-08-26
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 68, 26. VIII. 1938 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite וו Runstberidit aus Tel Awiw Zahlreiche Terrorakte Jerusalem, 20. August (Palcor). Auf ein jüdisches Auto, das im Grenz bezirk von Jaffa—Tel Awiw fuhr, wurden heute morgen Schüsse abgegeben. Die 21jährige Miriam L i f sc 11 i t /. wurde verwundet. Jerusalem, 21. August (Palcor). Heute nachmittag wurde eine Draisine in der Nahe von Kalkilie von einer Land inine in die Luft gesprengt, wobei zwei arabische!.Denbaliner schwer verwundet wurden und ein dritter leichte Verlehmigen erlitt. Bewaffnete Araber brachen gestern nacht in das Postamt von Kalkilie ein und beraubten den Vorsteher um 36 £. Zwei jüdische Tote Jerusalem, 22. August (Palcor). Lin Omnibus, in dem jüdische Arbe’ter der Stadtverwaltung Tel Awiw, die mit der Nivellierung der Dünen beschäftigt sind, fuhren, wurde bei Kirjalh Awoda beschossen. Die 30jäl1rige Jon ah fsraelevitz wurde so schwer verwundet, daß sie bald darauf ihren Vcr'etzungen erla g. Eine andere Arbeiterin und drei Arbeiter wurden leklit verletzt. Lin Wagen, in,dem jüdische Arbeiter aus den Orangenp'aniagen nach Mess Z i o 11 a znrüekfuhrcn, wurde beschossen. Die 1?jährige Rifka Lehrer wurde getötet, ein anderes Mädchen erlitt leichte Verletzungen. Rifka Lehrer war eine Urenkelin von Reubeti Lehrer, dem Gründer von Ness Zioria. Drei Araber aus Nazareth wurden heute morgen auf der Landstraße Akko — Safed ermordet aufgefunden. An den Leichnamen war eine Notiz, angesteckt, in der es hielt, daß sie von Terroristen wegen Verrats ermordet worden seien. In einem Kampf zwischen Polizei und Arabern in der Nähe von ßcisan wurden heute nachmittag vier T error i s t e n getötet. Schaden von ungefähr £ 10 000 wurde durch den Brand einer jüdischen Hoi 7.11 andlnng im Süden von Jcru- *alem angericlitet, der kurz nach Mitternacht ausbrach. Man nimmt an, daß es sieh um Brandstiftung handelt. Ein Petroleumlager in der Nähe rief einige Besorgnis hervor, jedoch gelang es den Feuerwehrleuten mit Hilfe von Polizisten und Truppen, des Feuers Herr zu werden. Jerusalem, 23. August (Palcor). Ein britischer Offizier wurde gestern nacht getötet, als eine Landmine unter einem Lastwagen in der Niiiie von Tulkereni explodierte. Terroristen verübten heute morgen einen IJeberfall auf einem Güterzug, der nach Jerusalem fuhr. Als der Lokoinotivführer atisstieg, um eine Barrikade von den Schienen zu entfernen, fing ein Terrorist an, den Zug rückwärts zu lenken. Dieser wurde jedoch nach zwei Kilometern automati-sch angelialten und es wurde kein Schaden angericlitet. Militär eilte herbei und fügten den Terroristen einige Verluste zu. Ein arabischer Polizist wurde in dem Gefecht getötet. Der Anschlußzug zum Zuge Aegypten—Palästina, der von Ludd nach Jerusalem verkehrt, wurde acht Meilen von Jerusalem entfernt von arabischen Terroristen angehalten. Der arabische Poiizist, der den Zug begleitete, wurde er- *cliossen und die Passagiere a ti s g e r a u b t. Ein später auf der Strecke verkehrender Zug fuhr auf den ausgeraubten Zug auf, so daß ein erheblicher Sachschaden entstand und zahlreiche Reisende verletzt wurden. Eine Militärpatrouille stieß gestern nachmittag aut drei Araber in der Nähe von Magdiel, die elektrische Drähte ,beschädigten. Die Patrouille feuerte und verwundete einen Araber, den sie gefangen nahm. Militär und Polizei hatten Gefechte in der Näfie von Kafrkana (Kana) und Galiläa an der Straße Beirut— Nazareth mit arabischen Terroristen. Sechs Araber wurden getötet, ein britischer Soldat wurde schwer verwundet. An der Ostseite des Jordans gegenüber von Beisan wurde ein wissenschaftliches Lager der Regierung überfallen; drei Personen wurden getötet und die Instrumente zerstört. Ueberfall auf stellvertretenden Distrikfskommissar in Dschenin 4 Jerusalem, 24. August. Der Stellvertreter des Distriktskommissars in Dschenin, Walter Sydney M o f f a t, wurde im Polizeigebäude durch 5 Araber überfallen und durch Revolverschüsse lebensgefährlich verletzt. Er wurde ins Krankenhaus mach Haifa gebracht, während die Räuber entkamen. In Cäsarea wurden ein griechischer Mönch und sein Bruder von arabischen Terroristen entführt. In Nablus sind 2 Araber von Terroristen entführt worden. Das Kriegsgericht in Haifa hat einen 14jährigen Araber zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt und einen anderen Araber wegen Besitzes eines Gewehre» zum Tode. Eine Anzahl von Beduinen aus dem Bezirk von Beisan wurde zu Zwangsarbeit verurteilt. Zwei Araber, die am 15. August nach dem IJeberfall auf Jaaroth Hakarmel gefangen genommen wurden, sind heute vom Militärgericht in Haifa zum Tode verurteilt worden. In den Dörfern in der Nähe von Nablus wurden Haus- *tichungen vorgenommen, wobei große Mengen von Waffen beschlagnahmt und 40 Araber verhaftet worden sein sollen. Kurse palästinensischer Wertpapiere. Am 10. August notierten in Tel Awiw, wie uns die Ellcrii’s Rank Ltd., Tel Awiw, schreibt, folgende Kurse: AH ge in eine Hypothekenbank: 5 »oige Pfandbriefe w:;! (99■״•'!), 6 ״»ige Pfandbriefe 102'/6 ,(«/'102) ״ "bige Vorzugsaktien 113 (Hl)! Stammaktien 111! (117). — Palestine Land Development Co. Ltd.: 6 ״oige Vorzugsaktien 94 (94•״׳•־), Stammaktien 88 (88). — Bi zur: 6 ״oige Obligationen Ser. 2 99״/'99) 8/י). — N i r Ltd.: 4 ״;״ige Obligationen Ser- 1 85t., (85Vi) 4 ®«ige Obligationen Ser. 2 85 (85), 5 ,' .ige Vorzugsaktien 67 (G9>,_•)• — Pasa: 4 «..ige Obligationen T?</ä (78). — Palestine Potash: 5' b «oige Vorzugsaktien 16/3 (16/9). Ain Anfang der Woche griff die Nervosität in stärkerem Maße auf den hiesigen Markt über. Die Kurse fast sämtlicher Aktien büßten zum Teil mehrere Prozent ein; das flüssig gemachte Held wurde zum großen Teil zu Goklkäufen verwandt. Gegen Wochenende kam die Bewegung zum Stillstand. Hervorzulicben ist die sehr stabile Haltung fast aller festverzinslicher Werfe, deren herauskommendes Material zu unveränderten Kursen glatte Aufnähme fand. Die erste Jugendaüja-Gruppe aus Oesterreich in Palästina. Am 15. August landeten mit der ״Galiläa‘‘ in Haifa 81 junge Menschen, Jugend-Alija, mit den Bestimmungsorten Ejn Charod und Kfar jecheskel im Emek jesreci. Unter ihnen waren 16 Jungen und Mädel aus Oesterreich. Kräftige Gestalten, vorgebildet in praktischer und theoretischer Hinsicht für ein Leben der Arbeit. Der Arzt, der sie untersuchte, meinte, selten so gutes Menschenmaterial unter jungen Einwanderern gesehen zu haben, in Tel Awiw war eine ״Gruppenmutter“ zu ihnen aufs Schiff gestiegen, eine ältere Chawer« aus Ejn Charod, die schon die früheren Cliaroder Gruppen betreut hatte. ״Habima“ hat mit einer Aufführung von ״Schwer zu sein ein Jud’“ ihre Saison abgeschlossen und ist in die Ferien gegangen. Der erste Akt dieser Aufführung: wurde von Tel Awiw ans auf den Jerusalemer Radiosender übertragen, der damit erstmalig die Ensemble-Leistling einer unserer Bühnen übernahm. — Auch am darauffolgenden Tage hörte man zwei hebräische Radio-Reportagen aus Tel Awiw, lebendig dargeboten durch I lieser Lubranis Berichterstat- 11mg. Die ״Kinderstunde“ brachte einen ״Spaziergang durch den Tel Awhver Zoo“, dessen Gründer und Leiter Dr. Schornstein erfreut darüber berichtete, daß die Stadt- Verwaltung min ein ausreichendes Gelände ־für den Tierpark zur Verfügung gestellt habe. — Am Abend gab es eine ״Führung durch das Tel Awiwer Museum“, an der sieh außer den Leitern des Institutes, Dr. Karl Schwarz und K a n i u k, auch Prüf. Hermann Struck beteiligte. ״Ohei“ bringt sein Repertoirestück ״Josdie Kalb‘‘ zur weiteren Aufführung. In einer der Hauptrollen gastiert z. Zt. Morris S c h w a r t z, der bekanntlich i!11 vergangenen Jahr die Einstudierung besorgte und der auch jetzt wieder Erez Jisrael besucht, um ein neues Stück bei ״Ohe!“ cinmsüoliereii. — Die dramatische jemenitische Gruppe ״Sch 111 a m i 111“ (Leitung: Sciiiomoh Ben Menaselie), veranslaitete im Jascha Heifetz-Saal ihre erste öffentliche Aufführung. An der absoluten Milieu-Echtheit der einzelnen Szenen, die sämtlich das!,eben der Juden in Jemen skizzieren wollen, mag man Zweifel hegen und eine völlige künstlerische Geschlossenheit wird von der Gruppe noch nicht erreicht, aber schon heute ist bei den jungen Darstellern und Darstellerinnen nicht nur viel Liebe zuin Theater, sondern wirklich große Riilmenbegabung, Sinn für Komik und treffende Cliarakter/eichnung zm koustatieren, wie wir sie bei jemenitischen Künstlern schon oft feststellen konnlcn. Die palästinensischen Bühnen, die an die Existenz eines hebräischen Scltauspiclernacliwuclises noch immer nicht zu glauben scheinen, könnten liier wertvolle Eroberungen machen. — Zugunsten des ״Kofcr Hajischmv-ronds“ wurde im .,San Remo‘r eine konzertante Aufführung der ״Fledermaus“ (in Schaar Haamakim Eine Siedlung Jugoslawischer Chaluzim Dr. Arje Laroslav Sik (Zagreb, Jugoslawien) sendet uns eintu längeren Bericht, dem wir Nachstehendes entnehmen: In der Nähe von Kfar Chassidim i»n Emek Jesreci befindet sich der Kibbuz Schaar llaamakiiri, in dem etwa 15(1 Chaluzim, größtenteils aus Jugoslawien, zu einem kleinereu Teil aus Rumänien, arbeiten. Die Siedlung verfügt vorerst nur über hölzerne Baracken, in denen die Verheiratet׳.n leben; und schon gibt es, im Alter von einigen Tagen bis zu drei Jahren, 36 Kinder. Nunmehr wird geplant, in diesem Kibbuz ein Beth Am zu bauen, das mit Bibliothek, Lesesaai, Musikzimmer und Versammlungsraum dem Kibbuz den notwendigen kulturellen lind gesellschaftlichen Mittelpunkt schaffen soll. Die Grundsteinlegung erfolgte am 19. Juli. Die Kosten betragen £ 500 und müssen nun aufgebracht יץ«”"' -------..... .- ■ m»■ --ך Die Grundsteinlegung des Beth Spitzer in Schaar llaamahhn am 49. Juli 1938 Foto: Sd״* werden, vor allem von den Juden Jugoslawiens. Das TJcth Am soll den Namen von Dr. Hugo Spitzer tragen, der, aus angesehener Rabbinerfamilie stammend, schon in ganz jungen Jahren als Präsident an die Spitze der Kultusgemeinde seiner Vaterstadt Esseg (Slawonien) berufen wurde, später den jüdischen Genieindebund Jugoslawiens gründete und über ein Jahrzehnt lang leitete und durch lange Jahre an vorderster Stelle des Zionismus, erst in Kroatien-Siawonieti, dann in Jugoslawien stand. Es ist eine Ehrenschuld der Zionisten in Jugoslawien, das Andenken ihres einstigen Vorkämpfers zu ehren und durch eine Institution lebendig zu erhalten, die dem Leben ihrer Jugend in Palästina dienen soll. Terroristen bei Jerusalem ln letzter Zeit nimmt die Zahl der arabischen Terroristen in der Umgebung von Jerusalem stark zu. Die Terroristen betätigen sich in der Hauptsache in der Nähe von Bethlehem und Rainalla. Kürzlich suchte eine große Gruppe das Dorf Malklia auf, plünderte die Dorfbewohner aus und schlug alle, die sich widerset/ten. In derselben Nacht drangen Terroristen in das Dorf iiallnil hei Hebron ein. Alle Männer des Dorfes mußten sich in ihre Häuser begeben, die Terroristen zogen van Haus zu Hans und »musterten Männer für die Terrorgruppen aus. Den Dorfinukhtaren wurde auf gegeben, binnen 1(1 Tagen 50 Männer mit Gewehren zu stellen. — Am 15. August abends kam eine große 'lerroriste.»gruppe nach Bit Djaiiai» bei Jerusalem und verhängte ״Curfew“ über den Ort. Alle Einwohner mußten binnen 10 Minuten zu Hause sein. Sodann zogen die Terraristen von Haus zu Haus und verhängten ״Kontributionen“ in Beträgen von CP 10—100. Ein Teppichhändler aus Jen!- salein, der nur £P 10 bei sich hatte, imiRte einen Wechsel über CP lX) unterschreiben. Auel» der Bürgermeister, der nur .CP 7 in bar geben konnte, mußte einen Wechsel über CP 13 unterzeichnen. Nach Beendigung dieses Raubfeldziigcs wurde den Mnkhtaren noch eine ״Kollckiivstrafe“ von Ci' 50 auferlegt, die sie binnen einer Woche abzuftihren haben. In Bit-Djallali, das zirka 2100 Einwohner •— fast durchweg Christen -— zählt, gibt es keine Polizeistation. Der ״Palästina-Schutz-Verband“ in Bagdad eröffnete Büros zur Anwerbung junger Leute ״Zur Unterstützung Palästinas“. Die Propaganda für diese Anwerbung geschieht, wie palästinensische Zeitungen melden, mit großem Eifer. hebräischer Sprache) arrangiert. Der nicht uninteressante Versuch, für die in Palästina fehlenden Opern- und Operettenauffülirungen wenigstens einen gewissen Ersatz zu schaffen, 7,og eine große Zuliörerinenge an. Freilich erhält das Ganze durch den notwendigen Veuieht auf Dialogführung, Dekoration und Requisiten, Kostüme und Orchester, den Charakter eines Vokalkonzerts oder bestenfalls den einer Probe zu einer Theatervorstellung. Von den Leistungen der Mitwirkenden fielen die der Damen Hede Schack und Bina Vogel und des Herrn Mordcchai Schulsinger besonders angenehm auf. Mia Pick tanzte mit viel Anmut und Leichtigkeit den Fledermaus-Walzer. Die musikalische Einstudierung und Begieitung an zwei Flügeln besorgten Bernd Bergei und Ernst Olasner. — Außerordentlich interessante Leistungen brnclite ein Schüler-Abend im Konservatorium Michael Taube. Abgesehen von Soiovortrügem junger Geiger, Pianisten und Sänger, hörte man Hindemiths ״Frau Musica“, Werk für Orchester, Chor und Solisten und das ״Bändel-Terzett“ von Mozart (Sopran, Tenor, Bariton). So etwas wie eine Premiere gab es für den von Michael Taulie aus Erwachsenen zusammengestellten Kammer-Chor, der — mit Elsa Jii lisch- Taube im führenden Sopran-Solo — Mozarts ״Laudate Dominum“ 711 ganz vorzüglicher, fein differenzierter und klangschöner Wiedergabe brachte. Das Finale von Verdis ״Maskenball“ zeigte gleichfalls die Diszipliniertheit des Chors und vermitlelte die Bekanntschaft mit einem jungen Tenor, der zu großen Hoffnungen berechtigt und einer Sopranistin, die ihr schönes Material kultiviert zu gebrauchen verstellt. Taube selbst dirigierte, bzw. begleitete einfühlsam am Flügel, — * Die Haifaer Kleinkunstbühne ״Belial“ gal» ein mehrwöchiges Gastspiel in Tel Awiw, an dessen erfolgreichem Gelingen alle Mitwirkenden: Hans Belial, Fiedi Beital, Rronja Salzmann und Dr, Rosenfels am Klavier, gleich stark beteiligt waren. Manfred Geis Von der Woche Der Londoner Delegierte der arabischen Nationalisten Palästinas, Dr. Tannous, soll dieser Tage in Haifa eintreffen und wird sich sofort nach dem Libanon begeben, uin mit der arabischen Exekutive über die politische Lage zu beraten. Aus arabischer Quelle verlautet, daß Ibrahim Ashanti, der Redakteur der für drei Wochen verbotenen ״Adifa'a“, mit dem Herausgeber des Blattes nach Kairo abgereist sei, um dort, wie es heißt, mit Auni Bev Abdul Hadi zusammenzutreffen. Nach Berichten aus Beirut beträgt die Zahl der im Distrikt von Akko organisierten arabischen T erroristen 3000 Mann, die unter einheitlichem Oberbefehl stellen. Im Beth Hanm von Tel Awiw׳ fand eine Massenversammhing statt zur Unterstützung des ״Kofer Hajischuw“ (Verteuhgungsfonds), in der Berichte über die Tapferkeit des Jischuw in seiner Verteidigung gegen IJeberfälle, und besonders über den Heroismus der jüdischen Ohaffirim gegeben wurden. Sämtliche Redner erklärten, daß zukünftige Generationen mit Stolz der Tapferkeit gedenken würden, mit der sich unsere Siedlungen verteidigten. Unter den Rednern befanden sich I. Rokacii, Bürgermeister von Tel Awiw, Zisling aus Ejn Charod, Schoseliani im Namen der Hausbesitzer und I). Remez für die Histadrutli. In der Stadtverordnetensitzung von Tel Awiw berichtete Bürgermeister R&kach, daß beschlossen worden sei, einen Ausschuß zum Kampfe gegen Luftangriffe ת» gründen, unter Beteiligung von Vertretern des Offizier-Klubs, der Frontsoldaten ttsw. Raw Kuks Schriften אורות הקודש, מאת הרב אברהם יצהק הכהן קוק זלה״ה, חלק ראשון חכמת הקודש, כרך ראשון ושני. ירושלים תרצ״ח. Der Plan, Raw Kuks umfangreiches geistiges Lehens werk der Nachwelt in vollständiger Ausgabe zugänglich zu zu machen (siehe ״Jüdische Rumlsclinu“ vom 29. i.!938) ist weiter gediehen. Es sind nunmehr aus der Abteilung: ״Bücher des Gedankens“ zwei Bände erschienen. In wenigen Sätzen sollen diese beiden Bünde liier charakterisiert werden. Es wird hier eine Schau der Weit des Geistes und des Stoffes von der Warte des Judentums aus geboten. Jedes Kapitel ist kurz; cs hat seine Verbindung mit dem 1!ic!Klcn, all ne daß diese Verknüpfung sich aufdrängt. Nach der Methode unserer mittelalterlichen kcligionsphilosoplien ist das Buch in ״Tore“ (schearim) eingeleilt, diese wieder zerfallen in ״Ordnungen“ (sedarim), während der zweite Teil ״mnamarim“ (Ahhandlungen) bringt, Rabbiner Dr. A. Pos ner, Jerusalem Todesfall. Aus Erez Jisrael erreicht uns die Nach rieht, daß unser Chawer Siegbert Schräge Colin am 17. Aw hei einem Ueberfall auf ein Lastauto der Sied ung Jaaroth Hacarmei erschossen wurde. Viele Jahre lauf bat er durch seine ehrenamtliche Mitwirkung in unserem Synagogeuchor dazu beigetragen, den Gottesdienst zu verschönern. Uns allen war er stets ein guter Freund. Nie werden wir die schönen Stunden und Onge Scliabbath vergessen, die wir mit ihm im Kreise der Jugend der Synagoge Passauer Straße verbringen dürft«!. Der Chor der Synagoge Passauer Straße Das Buch von Dr. Porath (I.escl10n chachamim) ist mit babylonischer supralinearer Vokaiisation in Erez Israel gedruckt worden, wofür die Typen ebenfalls im Lande hergestellt wurden. (Schluß des Palästina-Teils) Au« der ״JÜDISCHEN RUNDSCHAU" r. 29.8. 19131 Berlin. Der Jüdische Wanderband Blau-Weiß Berlin veranstaltete in den verflossenen Sommerferien eine dreiwöchige Fahrt nach Süddeutschland, an der zwölf Wanderer teilnahmen and die vor einigen Tagen zu t ’!gemeiner Zufriedenheit zu Ende geführt wurde. Zum Botschafter der Vereinigten Staaten in Konstantinopcl ist Mr. Henry M o rge nt hau ernannt worden.

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