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Jüdische Rundschau · 1938-08-16 · Heft 65 (16.8.1938) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 65 (16.8.1938)
Date
1938-08-16
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÖDISCHE RUNDSCHAU Nr. 65, 16. VIII. 1938 Berliner Rundschau Aus dem Reich Beuthen, Ende Juli starb Frl.!Marie Rahmcr, die langjährige Vorsitzende des ,,Israelitischen jungtrauenveteins" und Mitbegrün• derm des hiesigen Kinderhortes. — Eine Hcrri-G eättit• Sei er fand atu 19. Juli unter zahlreicher Beteiligung clor Oemeindemitglicdcr in der kleinen Synagoge statt. Die Gedenkrede hielt Arnold Wiener. Die Veian-t;1 ltung wurde von Hunnischen Gesängen (Oberkantor Julius T a r s c 11 e und S iannoniurnspiel (Kurt I m b;1 c h) umrahmt. Olelwitt. Heilder am 19. Juli ahgeliaiteiicti Hcrzl-Gcdäithtnis- Groß-StrehliU. Die < >et״einde zahlte Anfang Januar 146, Ende Zionistische Ort-verband am 19. Juli eine flcrzl-Feier. Der Vorsitzende des /.OY.. (uliu- 11 et z. gedachte mit eindrucksvollen Worten Theodor Herzb. Im Ar1-chl״Ü .sprach R.ihhiner Dr. J o s p e. Berlin, 'über: ..TnU-tina^ — Hand der Gcgeinsitzc'' (Berichte einer Leiter.• Bernhard Graii, Ifrc-lau. wurde liier ein Ortsverhand des Rostock. Anläßlich de, Tode.tagt-, Theodor lleizis veranstaltete rede hieb [.andc-rnbbiner 1)1. W 1 n 1 c r, i.ubcck, — Im Rahmen eines Ibaim Nachm a R- I)r. mtbikl der Familien-Nachricht Ein liebräisdier Reisender דירפתקאוחיו של אשר הלוי ספר־ מסעות כתוב בידי עצמו מו״ל מגוף כ״י ע״י אברהם יערי Die Begebnisse des Ascher Ha- Levi. Aus der Handschrift herausgegeben von Abraham Yaari. Jerusalem, Rubin Mas.1 ,־<)JS. Die hebräische Itinerarienliter.vtur ist durch einen Fund in der Sassoon-Bibliothek in London, den der Jerusalemer Bibliothekar Abraham Yaari gemacht hat, um eine kostbare Perle bereichert worden. Es ist schwer zu sagen, was mehr Interesse beansprucht, die hebräische Handschrift selbst, deren Fragment durch einen Zufall in einem entlegenen Dorfe im indischen Himalaja entdeckt und der Vernichtung entrissen wurde, oder die Persönlichkeit und die Bcgegnisse ihres bisher unbekannten Verfassers. Der Toraschreiber Ascher eschajahu Ha-Lcvi aus Oorlice in den galizischen arpathen verließ um die Miite des vorigen Jahrhunderts seine Heimat und starb im Jahre 1912 einsam am Ende einer romantischen Odyssee in Indien, nachdem er drei Jahre vor seinem Tode im Himalaja die Geschichte seines Lebens und seiner Wanderschaft in einem klassischen Hebräisch niedergeschrieben hatte. Ein jemenitischer Jude, der auch in jenes Gebirgsdorf verschlagen war, hütete die Handschrift Aschers," die durch die Unbilden der Witterung schwer gelitten hat. David Sassoon, der eifrige Sammler orientalischer Handschriften, erwarb sic, Ihre Entzifferung stellte Ahraham Yaari vor die schwere- Aufgabe, die auf minderwertigem Papier enggcsehriebeneii Zeilen zu lesen, die das Papier so durchdrungen haben, daß jeweils Schrift und Spiegelschrift von der Rückseite 11er ineinandergeflossen sind. Ascher Ha-Levi verwaist früh, geht nach Jassy in Runiänie״, der Heimatstadt seiner Vorfahren, dort dient er in der rumänischen Armee, und als I7|;d1r1ger begibt er sich im Jahre ISöö auf die Wanderschaft, um die graften Lehr- Häuser des Orients aüfzusuchen. Er durchquert Bulgarien, kommt nach Griechenland und 111 die Türkei und iit.'lt sich lSfiS längere Zeit in Saloniki auf. Das Fragment seiner Autobiographie — 230 Blatter und verlorengegangcn, 33 send nur erhalten — spricht vor allem von du-en zwei Jahren seines Lebens. 1S73 ist er in Indien, lebt anfangs in Kalkutta und geht dann in ein Dorf im Himalaja, wo er als Flick- Schuster tunen kärglichen Lebensunterhalt verdient. Im Esra- Hospital in Kalkutta ist er gestorben. Ein anderes Fragment spricht davon, weshalb er seine Lebcnsgesdiiditc nicder.schreibt. Er ist ohne Ehrgeiz und Ruhmsucht, er schreibt als einfaches Kind seines jüdischen Volkes, damit andere ans seinen! Leben lernen mögen und ihre Augen oifen halten, um in Gottes Wegen zu gehen. Ein andermal berichtet er von Visionen, die er in seiner Kindheit hatte und in denen er voraussah, daß Europa durch große Kriege verheert wird. Eine Stimme forderte immer wieder von ihm, von seinen Gesichten zu sprechen: begann er aber davon zu reden, wurde er verhöhnt und oft genug mißhandelt. Ascher war ein träumerischer, weicher Mensch. Auf seiner Wanderschaft las er einmal ein Waisenkind aus Jcrusalern auf, teilte seine letzte Habe mit ihm und wurde von ihm schmählich betrogen. Von seinen in der indischen Einsamkeit verfaßten Schriften ist mir ein einziger hebräischer Aufsatz über die Schönheit des Himalaja in einer jüdisch-indischen Zeitung veröffentlicht. Seine Handschriften halachischen Inhalfs, seine Bihelkommentare und seine Gedichte in hebräischer und deutscher Sprache sind entweder verfo-rengegangen oder sind in einem solchen Zustand erhalten, daß sie nicht mehr lesbar sind. Kurt Wilhelm, Jerusalem Hebräische Konferenz in Berlin An! Montag, dem 15. August, trat in Berlin, auf Einladung der Schulabteihmg der Rcichsvertretung der Juden in Deutschland eine hebräische Konferenz zusammen, auf der alle Fragen der hebräischen Arbeit sowohl im Schulunterricht als auch in der Erwachsenenbildung erörtert werden sollen. Das Mitglied des Präsidial-Aussehusses der Reichsvertretung, Rabbiner Dr. Max Grünewald, eröffnete mit einer hebräischen Ansprache die Konferenz, die von Lehrerinnen und Lehrern sowie von Freunden der hebräischon Sprache aus Berlin und dem Reich außerordentlich stark besucht ist. Man bemerkte u. a. auch leitende Person־ lichkcitcn der Schulverwaltung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, wie Dr. Fritz Bambcrger und R. A. Schäfer. Das erste Referat hielt, ebenfalls in hebräischer Sprache, Dr. Elieser L. Ehrmann über ״Moderner Sprachunterricht“. Nachdem Dr. Griinewakl eine Vermehrung der Zahl der hebräischen Stunden in! Woclicnstundenplan der jüdischen Schulen gefordert hatte, ging Dr. Ehrmann besonders auf die methodischen Fragen des Unterrichts ein. Die Erkenntnis, daß man sich mit gründlicher Beschäftigung mit der Gramm»- tik, sowie mit Lektüre ausgcwähltcr Teile der Literatur nicht begnügen könne, ist auch im allgemeinen fremdsprachlichen Unterricht längst diircligedruiigen. Es genügt nicht, dem Schüler den Bau der Sprache durchsichtig zu machen, er mul! vielmehr die Sprache als etwas Lebendiges empfinden und selbst sprechen lernen. Moderne technische Hilfsmittel, wie etwa Grammophonplattcn für den phonetischen Feil des Unterrichts, müßten in größtem Umfange herangezogen werden. An das Referat schloß sich eine Debatte, die bei Abschluß dieses Berichtes noch andauert. Wir werden über den Verlauf der Konferenz in der nächsten Nummer berichten. Abschied von Wilhelm Marcus Am 10. August veranstalteten die Körperschaften der Jüdischen Gemeinde im dichtgefüllten roten Saale des Brüdcrvercinshauscs einen Abschiedsabend für Wilhelm Marcus, der fünfzehn Jahre lang als Vertreter der jüdischen Handwerker der Rcpräsentantcnvcrsammlung angehört hat und nunmehr nach USA. übersiedelt. Direktor Heinrich Stahl, Regicrungsdircktor i. R. Conrad Kaiser, der Vorsitzende des jüdischen Handwerkerverbandes, Louis Woiif, R.-A. Heinrich Stern und Gemeindevorsteher Adolf Schoyer würdigten die großen Verdienste des Abschiednehmenden, der dem jüdischen Handwerkerstände seine Kraft gewidmet und an der Gemeindearbeit mit rühmenswerter Intensität teilgenommen hat. Marcus war einer der bester! Etatkenner der Repräsentanz, der unermüdlichste Arbeiter im Revisionsausschuß und der Sparkommission. Die besten Wunsche aller Gemcindemitglieder begleiten ihn in seine künftige Heimat. __ Die Veröffentlichungen des Aufbringungswerkes. Von Zeit zu Zeit veröffentlicht das Aufbringimgswerk der Jüdisehen Gemeinde, unter der Leitung von Rabbiner Dr. Martin Salontonski, in bescheidenen! Umfange gehaltene Werbedruckschritten, die nicht nur durch saubere Ausstattung, sondern auch dank ihrer gemeinsamen Leitlinie Beachtung verdienen. Ueber den praktischen Zweck hinaus wird in diesem Schriftdien der Versuch gemacht, weitesten Kreisen einen neuen Weg־ zur religiösen Verinnerlichung zu erschließen. Interessant ist die Rückwendung des religiös-liberalen Verfassers zur scheinbaren Formlosigkeit alter Volksbücher und Dcraschoth, ln den letzten Jahren sind u. a. die Bücher Rutil und Jona, in diesem Jahre die Stufenlieder, in Urtext und Ucbcrtragung, erschienen und haben, nicht in letzter Linie durch den Anreiz so kurzer Veröffentlichungen für den Anfänger, zur Verbreitung des Hebräische«! ihren Teil beigetragen. — Etwas aus dem Rahmen der übrigen Schriften fällt eine Gedächtnis• schrift:, die dem Andenken von Dr. Jakob Freimami ge• widmet ist und die in! Adar dieses Jahres gedruckt Jizchak Ben Zwi: Die PalMstlna-Reise Rabbi Mosche Bassolas aus ,Ancona. Die Jüdische Gesellschaft zur Erforschung Palästinas (Ha• chcwra Haiwrith Lechakirath Erez Jisrael \\־e Atikotcha) gibt seit dem vorigen Jahre (5607) eine Bücherei heraus, deren Aufgabe es ist, dem Publikum i!1 Form von Monographien über bestimmte Gebiete der Palästina-Forschung Kenntnisse zu übermitteln, die dem heutigen Stand dieser Wissenschaft entsprechen. Als 11. Band dieser Bücherreihe erschien jetzt: Die Palästina-Rcise (Massaoth Erez Jisrael) des Rabbi Mosche Bassola. Das Buch erschien bereits früher, jedoch weder vollständig, noch war der Name des Verfassers bekannt, ln der Palästina-Literatur war der Verfasser bekannt als ״Der U!1bekannte Reisende aus Livorno“, jizchak Ben Zwi ist es nun geglückt, auf Grund einer Originalhandsihrift, die den Namen Mosche verriet, diesen Mosche mit Rabbi Mosche Bassola aus Ancona zu identifizieren. Das Buch bringt eine Menge Nachrichten über die Lage des Landes wenige Jahre nach der Eroberung durch die Türken, die 1517 stattfand. Die Pilgerfahrt Bassolas währte von 1521 22 bis 1523, wenige Jahrzehnte nach der Wamierbewegung der Juden Spaniens in die Provinzen des türkischen Reiches. Rabbi Mosche Bassola fand in vielen Orten noch Juden, deren Väter niemals in die Gola gegangen waren, so in Zidon, Safeth, Ain Setun. Kcfar Alma, Kefar Kini, Sichen!, Jerusalem, Pekiin; Ben Zwi hat diesen Juden, den Moriskim oder Mostarahim, in seinem früheren Buche .,Schcar Jachuw“ eine eigene Untersuchung gewidmet. Fritz Mci'r F r a e n k ei In N a g v k ä 116, dem Sitze des legendären ״Kallever Robbe", starb der dortige Rabbiner R. Eirianuei ßrody, einer der führenden Persönlichkeiten des orthodoxen Rabbinerkollegiums. Ankündigungen Jüdisches Lehrhaus. fSckrclaiial: Berlin W 50. Marburgcr Sir. 5 T1I, Tel. 24 55 87, 24 0384.) AlK-nd-Intim-ivkur-us für Englbrh. Wils- Hacker Str. 3, Mo mag bis Donner ,lag. 19—22 Uhr: Unlerrchit in Lektor. Vorkfiinlni—c* erforderlich. Honorar pro Monat: R.M. 25, —. guten Vor kennt nis-ei!): je einmal pro Woche 1<« Sul. Untei rieht. Teilt),-Geb, pro Monat KM. 4.—. Beginn: 5■ Septemlx-r. Frauen-Arbcilsgcmeinschafl für Palästina. Vizo-Nactiiniuag, 16. Aug., 16.30 Gilt, U'izo• ileim, Rcgcnshutgcr Str, 26: Frau Johanna Marcus (soeben aus Palästina zuiückgekehrt.): ..Zu Besuch in Giwath Die Gastspiel-Oper der Künstlcrhilfe vet.t:walte! am 27. ,August, Kaiscrstr. 29 30. in Gemcinsehaft mit der l־alkenberg-Sy1.״E״Kc Osten einen Singspiel-Abend. Zur Autlührung gelangen: ,.Das Mädchen von Klizoiuto“ von Ottenbach in Bearbeitung von Fritz Betend und ,.Die Mi’mhkrnde: lölit!! Bork!'Tt״de Mir:״!״, FritTEngel, Kurt Rahm"! An zwei Flügeln: Werner Baer, Werner Fabian. Regie: Rabiner. Mu-ikalisrhc Leitung: Fabian. ״Jüdisches Zeitgeschehen“. Der Vortrag van Dr. Alfred Rabatt über ,,jüdische Gemeinden und ReiclisverbarnJ'• linder am Donnerstag, 18. August, 20.15 Uhr. Kant-tr. 54. statt. Zentrum-Nord. Dienstag. 16. August, 20.15 Uhr: BZY-Iicirn. Rosentalcr Str. 44. Dr. Hans C.apell: .,Weizrnann und Jabotinsky“ (Zwei Männer — zwei Systeme zionistischer Politik). Südost. Dienstag, 16. August, 20.15 Uhr: Oranicnstr, 180. Heinz Gocbshcimcr, Dr. Kurt Lewin: ,,Um die Zukunft der jüdischen Oliva. Mittwoch, 17־. Atigu-t, 20,1h Ihr: BZV.JIcim, Kalt Ufr. 54. Dr. Hans Klee: ״Lenkung der Auswanderung — eine zionistische Aufgabe". Wilmersdorf. Mittwoch, 17. Augu.t, 20,15 Uhr: Mcinckcstr. 10• Der Kurzbericht — eine gesprochene Zeitung, mit: Dr. Kurt Licht, ]laus Aufrichtig, Dr. Kurt Lewin, Dr. Fritz Berger. Friedrichshain. Mittwoch. 17. August, 20.15 Uhr: BZY-lleim,Landsberget־ Str. 87. R.-A. Philipp Kozower: ״Wiitschafuhilfe und Hermannplatz. Donncr־tag, 18. August, 20.15 Uhr: B/V-Hcint, Neukölln. Jagerstr. 6. Georg Kopydlow.ki: ,,Was geht in Palästina vor?“ Arbeitskreissitzungen. Schoneberg: Dienstag. 16. August, 20.15 Uhr, Goltz-tr. 21. Aktuelle Fragen. Leitung: Dr. Ludwig Jacobi; IV i I tc 11 b 0 r gpl a t 1: Mittwoch, 17. -August, 20.15 Uhr, Goltzstralle 21. Dr. (Mas Hermann: ״Geschichte der Juden in Spanien“. חוג עברי צפון• Sonnabend, 20. August, 20.15 Uhr, BZV.-iieim, Rosenthaler Str. 44. הרצאה עברית• הנועם: יוסף יעמזון הרג עברי שרלוטנבורג Sonnabend, 20. .August, 20.15 Uhr, BZV.-Hcira, Kantstr. 54. הרגאה עביית Neue hebräische Kurse für Anfänger: Kantstr. 54, Ro־cntaIcr Str. 44, Bruckcnstr. 9. Die Kur־e werden Alltang September beginnen. Anmeldungen an die Kulturabteilung der BZV., W 15. Meineke- Straße 10. Tel. 91 90 31, App. 75 und 79. Berichtigung. In unserem Bericht über die IIcrzl-Andacht int Beth- Harnidra-ch Mohria in Nr. 60 vom 29. Juli muß e heißen: Herr David Kohn (nicht Kolm). Erweiterung des Haifaer Technikums. Professor Rudolf Samuel vom Haifaer Technikum hat im März,April d. ). eine Reise nach London unternommen, um dort für die Erweiterung des hebräischen Technikums in Haifa Mittel aufzubringen. Es ist Prof. Samuel gelungen, die Atitmerksamkeit jüdischer und nichtjüdischer Kreise auf die bedeut• samen Leistungen zu lenken, die das Technikum als einzige palästinensische Forschungs- und Lehranstalt in den tech• nischcn Wissenschaften bisher vollbracht hat. Besonders wichtig war die publizistische Unterstützung der Aktion durch Sir Richard Gregory, dem Herausgeber der ״Nature“. Eine große Reihe von jüdischen Industriellen und Geschäftsleuten wie Sir Montague Burfon, Sir Robert Waley Cohen, Mr. H. L. Lebus, Mr. S. Marks, Mr. James de Rothschild, Lord Soutlnvood 11. a. haben sich mit namhaften Beträgen an der Aktion beteiligt Ebenso haben führende nichtjüdische Per• sönlichkeitcn des industriellen Lebens iftr tätiges Interesse an der Entwicklung des Haifaer Technikums bei dieser Gelegen• heit bekundet. _ Die ״Times“ vom 12. August bringt einen ausführlichen Artikel über das jiddische Theater int Londoner Eastend. Seitdem vor vier Jahren das Pavillon-Theater in Whitechapel geschlossen wurde, hat das Londoner Ghetto sein beliebtes eigenes Theater verloren, doch haben später, wie der Artikel ausführt, wieder zwei kleinere Theatertruppen auf jiddisch zu spielen begonnen. Die Stücke sind nicht von einem sehr hohen Niveau, haben aber eine soziologische Funktion, indem sie ein Publikum, das von den Härten des Lebens zermürbt ist, aufheitern. Der Artikel hebt hervor, daß auch eine Reihe von ausländischen jiddischen Gastspiel-Truppen in London aufgetreten ist, von denen z. B. die Wilnacr Truppe ein hohes künstlerisches Niveau erreicht hat. ln Altofcn starb, 87 Jahre alt, der Nestor der dortigen Gemeinde Simon L. W e i s z, Begründer und Vorsteher des ״Seelenheil-Vereins“. Dienstag, 16. August, 26,15 Uhr, BZV.-Heim, Rossnthalsr Str. 44 DR. HANS CAPEU welzmann««labotinsky Zwei Männer - zwei Systeme zionistischer Politik » Prinzipien u. Realpolitik » Das Probien der Verteidigung * Selbst• bffherriJuing od. Anarchie? Der Pall Schlomo ben Joseph * Lehren dieser Tage Bsrllntr Zionistischer Ortsverband (BZV) Jüdisches Zeitgeschehen 3. ABEND Donnerstag, ]8. August, 20.15 Uhr, BZ V-Saal, Kantstr. 54 R. A. Dr. Alfred Rabau (Mitglied des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Berlin) Jüdische Gemeinden und Reichsverband Gemeindearbeit *inst und jetzt / Das neue Gemeindegesets und seine Folgen / Probleme der Finanzierung / Werbungen des Liquida tionsprozessts J Waswirdatis den EinriehtungenderGemeinde? Der Kampf um die Reichs- Organisation / Von der .Retchsuerfreiung zum Reicks- WIZO, Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Pilüetlna WIZO-Nachmittag Dienstag, 16. Aug., 16.30 Uhr WIZO*Heim, Regensburger Str• 26 JOHANNA MARCOS: Zu Besuch In Qiwath Brenner — Eindrücke einer Mutter MAX fmTZmo) RIEGEL Lief. d. Krankenle. Mitjft.4. j.Hdw.-V. Pariser Str. 21/21 (Olltraer Platzt Ruf: 825567 FESTDICHTUNGEN aktuell Individuell E. Sandak, Bln.-Charletibg. 4 Waitxstraßr 20 Rut 96 2318 Klavierstimmer PEREZ / Ruf: 7219 20 verband / Was erwarten wir vom neuen Reichsverband? BERLINER ZIONISTISCHER ORTSVERBAND (BZV)

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